Fast hätte ich es vergessen; Gestern, am 14. November, hätte ein Mann Geburtstag gehabt, ohne den die Geologie als Wissenschaft sich so nicht hätte entwickeln können: Sir Charles Lyell. Am 14. November 1797 erblickte er erstes von 10 Geschwistern das Licht der Welt . Sein Vater, ebenfalls mit Namen Charles, war Botaniker und sorgte dafür, dass sich seine Kinder frühzeitig mit den Naturwissenschaften auseinandersetzten. » weiter
Am Wochenende hatte ich das große Vergnügen, an dem 7. Geologentag teilzunehmen. Der Tenor der Vorträge drehte sich in diesem Jahr hauptsächlich um Rohstoffe. Lange genug wurde das Thema in Deutschland ja etwas stiefmütterlich behandelt, um nicht zusagen; vernachlässigt. In den meisten Firmen war man seit den Zeiten ständig sinkender Rohstoffpreise der Meinung, man benötige das know-how nicht mehr selber, Rohstoffe könne man billig auf dem Weltmarkt erwerben. Spätestens seit Beginn dieses Jahrtausends aber hat sich die Lage auf teilweise dramatische Weise umgederht, und die steigenden Rohstoffpreise haben hier zu einem Umdenken geführt. So wurde 2010 die Deutsche Rohstoffagentur gegründet. Angesiedelt an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sollen hier die notwendigen Kompetenzen gebündelt werden, um Unternehmen in Rohstofffragen beraten zu können. Dr. Volker Steinbach von der BGR stellte uns die Aufgaben der DERA vor.
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Ich bin ja schon lange der Meinung, dass die Geowissenschaften mehr an die Öffentlichkeit gehen müssen. Das Bild, dass die meisten Menschen von Geowissenschaftlern im Kopf haben, ist wohl immer noch das des etwas seltsamen Typen, der mit einem Hammer, einer Lupe in der Hand, einem Indiana-Jones-Hut auf dem Kopf und der Nase in Bodennähe in Steinbrüchen herumlungert. Zugegeben, manchmal ist das Klischee durchaus treffend.
Aber die Arbeit eines Geowissenschaftlers ist vielfältiger, und für unsere Zivilisation und auch für das Fortbestehen unserer Spezies von einiger Wichtigkeit. Demgegenüber werden die Geowissenschaften von vielen Menschen und auch den Medien immer noch als „unsexy“ angesehen, irgendwo zwischen Briefmarkensammeln und Hallenhalma, wenn es nicht gerade um die spektakulären Fälle des „größten“ ältesten“, „rätselhaftesten“ oder um den „neuesten Ahnen“ geht. Superlative ziehen eben immer.
Dies zu ändern, ist eines der Ziele dieses Blogs. Zum Glück stehe ich auch nicht ganz alleine. Das zeigt dieses interessante Video von Laura Stutenbecker (Tutorin für Sedimentologie und Geologie-Studentin an der FU Berlin) von der vergangenen Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin im Mai 2011. In diesem Video zeigen Prof. Dr. Christoph Heubeck vom Institut für Geologische Wissenschaften der FU Berlin, wie man in der Öffentlichkeit das Interesse für die Geowissenschaften wecken kann. Ein, wie ich finde, zur Nachahmung empfohlenes Beispiel!
Nichts ist tödlicher für Zeitschriften, als Langeweile. Schliesslich isst das Auge ja immer mit. Daher ist es wichtig, einem wachsenden und sich veränderndem Markt stets anzupassen. Dabei sollen Übersichtlichkeit und Inhalt immer im Vordergrund stehen.
Die Zeitschrift „Nature“ hat daher mit der aktuellen Ausgabe vom 23. September einen relaunch ihres Online-Auftritts und der Print Ausgabe durchgeführt. Auf den ersten Blick zeigt sich das neue Design gradlinig und klar. Die Suche und Navigation zu den einzelnen Themen ist deutlich einfacher als auf der alten Seite, die Gliederung einfacher und schneller verständlich. Der Inhalt tritt auf diese Weise mehr in den Vordergrund. » weiter
Die meisten von uns sind vermutlich mit den animierten Dinosauriern im Fernsehen und Kino aufgewachsen. Schließlich gehören Dinosaurier mit zu den auffälligsten Vertretern ausgestorbener Lebwelten, und sie sind immer wieder für Schlager an den Kinokassen gut. Aber die schon ziemlich lebensechten Dinos aus Jurassic Park und Co haben eine Urahnin, die am 15. September 1914 zum Copyright angemeldet wurde: Gertie, der trainierte Dinosaurier, geschaffen von Winsor McCay. Das Licht der Welt (als Animation) hatte sie allerdings schon etwas früher erblickt, die Erstaufführung erfolgte bereits am 8. Februar 1914 im Palace Theater in Chicago. Damit dürfte Gertie de erste (lebende) Dinosaurier sein, der in einem Film auftritt. Denn schon 1908 hatte Gerties Schöpfer, Winsor McCay, ein Brontosaurierskelett in seinen Animationsfilm „Dreams of a Rarebit Fiend“ ein.
Die erste Aufführung des kurzen Films, aus rund 10 000 einzelnen, handgezeichneten Bilden bestehend, war ein großer Erfolg, so dass McCay ihn auch in anderen Städten der Vereinigten Staaten aufführte. Im Laufe des Jahres entstand dann eine Fassung für das Kino, die insgesamt 12 Minuten lang war und am 12. November 1914 veröffentlicht wurde.
Florian hat mir die Ehre übertragen, das 48. Blogteleskop zu veranstalten. Und da will ich auch gleich zum (in meinen Augen) interessantesten Teil kommen. Der jüngsten Entdeckung unter den Exoplaneten: CoRoT-9b. Und dazu, Ehre, wem Ehre gebührt, ist natürlich die Co-Autorin des Nature-Artikels zu beglückwünschen, Ludmila Carone. Und für uns ist es ein Glück, dass sie nicht nur forscht, sondern auch selber bloggt und so „Hinterm Mond gleich links“ natürlich eine exzellente Quelle darstellt. Frischer als aus erster Hand kann Wissen eigentlich nicht sein. Aber auch im Rest der Bloggosphäre hat die Entdeckung einigen Widerhall gefunden. Lars Fischer fragt sich, ob der neu entdeckte Planet nun ein Freak ist oder nicht, und Florian Freistetter überlegt, ob fremde Gasriesen eventuell bewohnbare Monde haben könnten. Endor und Yavin lassen grüßen.