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Brachiopoden

22. März 2012, 21:27

Ich kann eigentlich überhaupt nicht zählen, wie vielen fossilen Brachiopoden oder zu deutsch "Armfüßer"  ich während meines Studiums begegnet bin, sei es in Kursen oder beim kartieren. Schließlich gibt es die Vertreter dieses erfolgreichen Stammes schon seit dem Kambrium. Oberflächlich betrachtet mögen sie einen unvoreingenommenen Betrachter an Muscheln erinnern, aber wenn man genau hinschaut, so fallen doch einige Unterschiede auf.  » weiter

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Boden des Jahres - Niedermoor

25. Januar 2012, 22:55

Schon am 5. Dezember letzten Jahres, dem Weltbodentag, wurde der Niedermoorboden als Boden des Jahres 2012 vorgestellt.

Moore, lange Zeit für Menschen recht ungastliche Orte, sind in der jüngeren Vergangenheit ein klein wenig unter die Räder gekommen. Im Zuge der Entwässerung und der Urbarmachung sowie des Torfabbaus verschwanden ausgedehnte Mooregebiete und verwandelten sich in landwirtschaftliche Nutzflächen. » weiter

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Das Leben ist kein Ponyhof #5 - Nerds und Schlägertypen

18. Januar 2012, 22:32

Das es im Leben oftmals ziemlich brutal zur Sache geht, hat sich vermutlich langsam herumgesprochen. In den beiden Folgen #3 und #4 hatte ich mich zu der Behauptung hinreißen lassen, dass es nicht die Muskelprotze sind, welche die Welt(meere) beherrschen, sondern die kleinen Giftmischer, quasi die Nerds im Tierreich. Das ist sicher so auch nicht ganz falsch. Aber wie es im Leben eines oftmals ist, gilt das streng genommen nur solange, wie die Schlägertypen aus der Nachbarschaft nicht anwesend sind. Das ist nicht nur bei uns Menschen so, sondern auch im Rest der belebten Welt. » weiter

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Video: Skydiving mit Wanderfalken

09. Januar 2012, 21:59

Zuletzt hatte ich ja extrem langsame, aber dafür sehr überraschend effektive Jäger. Aber auch die andere Seite soll natürlich nicht vergessen werden. Hier wird mit purer Geschwindigkeit gejagt.

Raubvögel, oder eigentlich besser, Greifvögel, haben die Menschen schon immer fasziniert. Nicht nur ihre Fähigkeit, zu fliegen, sondern auch ihre Geschicklichkeit bei der Jagd. Das dürfte wohl auch einer der Gründe sein, warum sie oft zum Sinnbild von Gemeinschaften, zu Wappenvögeln, wurden.

Unter den Greifvögeln sticht besonders der Wanderfalke heraus. Es gibt wohl kaum ein Lebewesen, das ihm in Sachen Geschwindigkeit auch nur annähernd nahe kommt. Und dabei legt er eine Eleganz und Effektivität an den Tag, die jeden menschlichen Jagdpiloten wohl vor Neid erblassen lässt. » weiter

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Das Leben ist kein Ponyhof #4 - Schnecken als Jäger

02. Januar 2012, 22:10

Schnecken erscheinen uns gemeinhin nicht als besonders gefährlich. Wir möchten gerne meinen, dass derart langsame Kreaturen uns wohl kaum wirklich gefährlich werden können, denn wie sollen sie uns, die wir uns so schnell bewegen können, überraschen?

Ich hatte es schon anlässlich der Blaugeringelten Kraken erwähnt, dass nicht die Muskelprotze die Welt(meere) beherrschen, sondern meist die kleinen Giftmischer. Und so ist es auch diesmal. Manche Schnecken, so langsam sie auch sind, können problemlos andere und schnellere Tiere töten. Gut, das sehen wir noch ein. Gift gegen einen Angreifer einzusetzen, das ist einfach. Schließlich braucht man da ja nicht hinter einem schnellen Opfer herzulaufen.  » weiter

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Das Leben ist kein Ponyhof #3 Kraken und Schildkröten

19. Dezember 2011, 22:43

Über die erstaunlichen Fähigkeiten der Oktopusse oder Kraken habe ich hier ja schon berichtet. Auch dass diese Tiere durchaus veritable Räuber sind, die es ohne Probleme auch mit Haien aufnehmen können, wie die Dornhaie im Aquarium von Seattle leidvoll erfahren durften. Unsere achtarmigen Freunde könne sich aber nicht nur exzellent tarnen, um ihren Feinden zu entwischen oder ihrer Beute aufzulauern, manche von ihnen besitzen auch ein ziemlich tödliches Gift. Darunter die recht hübschen Kraken der Gattung der Blaugeringelten Kraken (Hapalochlaena).  » weiter

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Profitiert vom Klimawandel: Die Wespenspinne

13. Dezember 2011, 21:20

Der Klimawandel ist zur Zeit wieder in aller Munde, vor allem wegen der grandiosen Art, mit welche der jüngste Klimagipfel in die Bickbeeren gesetzt wurde. Vielleicht sollten wir uns ganz langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass da was auf uns zu kommt.

Aber das soll hier heute nicht so sehr das Thema sein. Denn es soll ja auch Arten geben, denen ein Klimawandel ganz gut in den Kram passt. Wir könnten also in Zukunft (und zur großen Vorfreude aller Arachnophobiker) diese garnicht so kleinen Achtbeiner in unseren Gärten beherbergen. » weiter

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Das Leben ist kein Ponyhof #2 - Kraken und Haie

18. Oktober 2011, 21:41

Im Seattle Aquarium hatte man einen tödlichen Fehler gemacht. In ein Becken, in dem einige verschiedene Haiarten herumschwammen, setzte man einen Kraken. Man war schlicht davon ausgegangen, dass die hoch entwickelte Fähigkeit des Kraken, sich zu Tarnen, zusammen mit seiner Größe und Kraft ihn vor Übergriffen der Raubfische schon schützen würde. Diese Einschätzung war, wie sich in tragischer Weise herausstellte, vollkommen richtig. Denn schon kurz nachdem man den Kraken in das Becken gesetzt hatte, fand man immer wieder tote Dornhaie im Wasser.

Dornhaie sind relativ kleine Haie, sie werden mit zehn Jahren geschlechtsreif. Weibchen sind zu dem Zeitpunkt etwa 75 bis 90 cm lang, Männchen mit 60 bis 80 cm etwas kleiner. Nur selten werden sie größer als 1,2 m. Damit sind sie keine Gegner für einen pazifischen Riesenkraken, der mit seinen 23 bis40 kg (der Rekord liegt bei 61 kg) und einer Spannweite der Fangarme von bis zu 4,3 m. In freier Wildbahn jagen die Kraken hauptsächlich Garnelen, Krabben, Muscheln und Fisch. Es gibt Berichte, nach denen sich pazifische Riesenkraken auch in freier Natur an Haien und sogar an Seevögeln heranwagen.



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Das Leben ist kein Ponyhof...

13. Oktober 2011, 19:02

Die Natur kann oftmals sehr grausam sein. Da freut man sich daran, dass alles schön blüht und dass die Magnolie so schön gedeiht. Die Bienen fliegen schön fleißig und sammeln Nektar und alles sieht perfekt friedlich aus. Und dann lauert inmitten all der Pracht der Tod. So wie hier, wo eine Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) eine Honigbiene erbeutet hat. Dabei erscheint die Biene deutlich größer als die Spinne. Die Spinne ergreift ihre Beute mit den vergrößerten Vorderbeinen und tötet sie durch einen schnell wirkenden Giftbiss, so dass Bienen und selbst Wespen keine Zeit zur Gegenwehr bleibt, wenn sie arglos auf der von der Spinne bewohnten Blüte landen.  » weiter

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Im Garten eines Kraken - Die Intelligenz der Tintenfische (Video)

27. Januar 2011, 17:00

Kopffüßer, also die Gruppe von Lebewesen, zu denen Tintenfische, Kraken, Kalmare und so weiter gehören, gelten als recht intelligente Wesen. Und das nicht nur im Verhältnis zu ihren nächsten Verwandten wie den Schnecken.

Wir alle haben ja im letzten Sommer von Paul, dem Orakelkraken gehört, der so treffsicher die Fußballspielergenisse vorhersagen konnte. Nein, Kraken haben keine übersinnlichen Kräfte, noch verstehen sie menschliche Sportarten. Aber sie können recht komplexe Aufgaben lösen. Zu den Standardaufgaben gehört der Leckerbissen in einem verschlossenen Behälter. Und genau das hat Paul gemacht. Sich einen leckeren Imbiss aus einem verschlossenen Behälter zu holen. Aber Paul und seine Verwandten können noch erheblich mehr. Ihre Tarnfähigkeiten würden beispielsweise jedes Chamäleon vor Neid erblassen lassen. Kaum ein anderes Wesen versteht es, seine Haut in Farbe und Struktur so an den jeweiligen Hintergrund anzupassen, wie die Kopffüßer.

Maggie Koerth-Baker hielt im August 2010 während des IGERT Symposiums in New Mexico einen Vortrag über die Intelligenz der Tintenfische. Glücklicherweise hat sie nicht nur eine lange und ausführliche Version ins Netz gestellt, sondern für alle eiligen Zeitgenossen, denen die 30-Minuten Version zu lange dauert, gibt es eine gekürzte, nur 10 Minuten lange Version hier

Wer nach diesem Video immer noch nicht genug von den wirbellosen Intelligenzbesiten und ihren erstaunlichen Fähigkeiten hat, für den habe ich noch ein paar interessante Videos gefunden.

Wer gut getarnt durch sein Leben geht, hat auch gute Chancen, dass der hungrige Feind einen nicht zum Mittagessen einläd. Oder, er kommt selbst zu einer schmackhaften mahlzeit, wenn er seine Beute überrumpelt. Ein Meister der Tarnung selbst unter den Oktopussen ist der Karnevalstintenfisch Thaumoctopus mimicus. Die unten stehenden Videos belegen seine Künste, egal ob er einen Rotfeuerfisch, eine giftige Scholle oder eine Seeschlange imitiert. Jetzt wurde untersucht, wie er seine nahezu perfekten Tarnungskünste entwickelt hat.

Aber auch andere Cephalopoden haben erstaunliche Tricks auf Lager, wenn es um das Täuschen und Tarnen geht.

Diese hier mit dem hübschen Namen Amphioctopus marginatus zeichnen sich durch die Verwendung von hohlen Kokosnussschalen als Unterschlupf aus. Dabei werden passende Schalen nach der Verwendung einfach mitgenommen.

 



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