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Hätte heute Geburtstag: Mary Anning, Pionierin der Paläontologie

21. Mai 2012, 22:14

Die Geologie (in diesem Fall ihres Zweiges der Paläontologie) war ist ( wohl immer noch, und in ihren Anfangsjahren erst recht) eine von Männern dominierte Wissenschaft. Doch ausgerechnet eine Frau war es, die einige der spektakulärsten Funde der frühen Jahre machte und damit ein Weltbild erschütterte. Und das auch noch im jugendlichen Alter von 12 Jahren. Mary Anning. » weiter

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Geo-Video: (virtueller) Flug durch eine Gletscherspalte

29. Februar 2012, 21:49

Im Oktober letzten Jahres wurde das Team der Operation Ice Bridge Zeuge der Geburt eines riesigen Eisbergs, als sich ein großer Spalt im Pine Island Gletscher der Antarktis bildete (ich hatte hier darüber berichtet).
Jetzt hat das Team es geschafft, uns einen, wenn auch virtuellen, Flug durch diesen Spalt im Eis zu spendieren. Dazu wurden Aufnahmen vom 26. Oktober 2011 des Digital Mapping System, einer Kamera mit hochpräziser Geolocation über Daten des Airborne Topographic Mapper vom selben Tag und Flug gelegt.

Die Länge der Spalte im Film beträgt rund 30 Kilometer, der eigentliche Spalt im Eis ist in Wirklichkeit natürlich viel länger. Die Breite des Spaltes betrug rund 80 Meter, an seiner breitesten Stelle waren es gut 250 Meter, die Tiefe schwankt zwischen 50 und 60 Metern. Das Eis ist nach Radarmessungen an der Stelle gut 500 m mächtig, aber ragt nur gut 60 m in die Höhe. damit liegt der Boden der Spalte faszinierender Weise auf Höhe der Wasserlinie.

Ab der Spalt sich weiter entwickelt und schließlich ein rund 900 km3 großer Tafeleisberg vom Gletscher abbricht, muss noch abgewartet werden. Im beginnenden Südwinter würde aber sich bildendes Meereis den möglichen Eisberg vorerst an seiner aktuellen Stelle festhalten.



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Fred Vine und die Geschichte der Plattentektonik

23. Februar 2012, 22:55

In diesen Videos diskutiert Dan Mckenzie mit Fred Vine die ersten Endeckungen, die schließlich zu der großen vereinheitlichenden Theorie in der Geologie, der Plattentektonik, führten. Fred Vine gehörte zu den Pionieren, die an der Entwicklung dieser Theorie und an ihrem Durchbruch großen Anteil hat, zusammen mit John Tuzo Wilson und Drummond Hoyle Matthews» weiter

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Krater vom Himmel und aus der Hölle

11. Januar 2012, 22:40

Auf diesem Bild kann man zwei Krater erkennen, die durch höchst unterschiedliche Prozesse zu sehr unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Da ist auf der einen Seite der Vulkan Emi Koussi, mit seinen 3415 m der höchste Berg der Sahara. Aus dem Weltraum bilden seine dunklen vulkanischen Gesteine einen sehr hübschen Kontrast mit den helleren Sandsteinen der umgebenden Wüste. » weiter

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Happy Birthday, Kontinentaldrift

05. Januar 2012, 22:54

Am 6. Januar jährt ich ein Jubiläum in der Geschichte der geologie zum 100. Mal. Denn am 6. Januar 1912 hielt Alfred Wegener anlässlich eines Treffens der Geologischen Vereinigung im Frankfurter Senckenberg-Museum einen Vortrag, bei dem er er seine Idee vom Urkontinent Pangaea vorstellte, der auseinander brach und dessen einzelne Teile als heutige Kontinente über die Erde driften. Dies ist die Geburtsstunde seiner Theorie von der Kontinentaldrift, die heute quasi als Keimling der modernen Theorie der Plattentektonik gilt. Die Idee erschien revolutionär. Die Kontinente sollten nicht mehr ortsgebunden sein, sondern sich in geologischen Zeiträumen über den Erdball bewegen, auseinander driften und kollidieren. » weiter

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Gestein des Jahres - Quarzit

03. Januar 2012, 22:51

Was passiert, wenn ein Sandstein (oder wahlweise auch andere, sehr quarzreiche Gesteine wie zum Beispiel Quarzkonglomerate) von einer Metamorphose erfasst wird? Nun, eigentlich nicht besonders viel. Jedenfalls, wenn man es mit den Vorgängen in vielen anderen Gesteinen mit komplexerem chemischen Aufbau vergleicht. Es entsteht ein Quarzit, das Gestein des Jahres 2012. Seit 2007 werden die Gesteine des Jahres durch den Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) gemeinsam ausgewählt. » weiter

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zum Todestag von Louis Agassiz

14. Dezember 2011, 22:04

Heute vor 138 Jahren, am 14. Dezember 1873, starb Jean Louis Rodolphe Agassiz, der uns als der Begründer der Theorie von der ehemaligen Vergletscherung Mitteleuropas bekannt sein sollte. Er war allerdings weder der erste, der die Idee hatte, Mitteleuropa könnte einst von großen Gletschern bedeckt gewesen sein, noch stammt die Idee von ihm ganz alleine. Denn Agassiz hatte ursprünglich mit Gletschern nicht sehr viel am Hut, er hatte sich vor allem mit seinen Forschungen über fossile Fische hervorgetan. » weiter

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Deine Spuren im Sand - Wie Spurenfossilien entstehen können

23. August 2011, 19:57

Ein relativ populärer Schlager von Howard Carpendale aus den 1970´er Jahren ging in etwa so:

Deine Spuren im Sand

Die ich gestern noch fand

Hat die Flut mitgenommen

Fussabdruck

Fußspur in lockerem Sand. Die wird die nächste Flut mit großer Sicherheit weg spülen. Eigenes Foto, CC-BY-NC-SA 2.0

 

Auch wenn es im Kern natürlich um jede Menge Herzschmerz ging, kann man durchaus auch eine geologische Weisheit daraus gewinnen. Es gibt wohl kaum etwas flüchtigeres, als ausgerechnet Spuren im Sand. Eigentlich sind Fußspuren überall sehr flüchtig und werden, auch das dürfte eine Alltagserfahrung sein, kaum längere Zeit sichtbar bleiben. Und doch, ab und an und unter glücklichen Umständen können Fußspuren von Lebewesen die geologischen Zeiten überdauern und uns mehr über ihre Verursacher erzählen, als es Knochen alleine könnten. Sie ermöglichen uns oft Einblicke in längst vergangene Ökosysteme, Verhaltensweisen ausgestorbener Lebewesen und oft auch in die Anatomie der die Spuren verursachenden Gliedmaßen. Ganz besonders spannend wird es dann natürlich, wenn die Urheber der Spuren unsere eigenen Vorfahren gewesen sind. Ein gutes Beispiel sind die Fußspuren von Laetoli. Einer netten Anekdote nach (Agnew & Demas 1999) wurde der Tuff mit den Hominidenspuren gefunden, als sich einige Wissenschaftler unter der Leitung von Mary Leakey mit getrocknetem Elefantenkot bewarfen und einer der Beteiligten den Geschossen ausweichend zu Boden ging.  » weiter

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Wie ein Tsunami Eisberge schuf

09. August 2011, 22:52

Eine etwas überraschende Fernwirkung hatte der Tsunami, der vom Tohoku Erdbeben am 11. März ausgelöst wurde. Nach einer Reise von mehr als 13600 Kilometern und rund 18 Stunden später traf er buchstäblich am anderen Ende der Welt auf das Sulzberger Schelfeis in der Antarktis. Mit Hilfe des Advanced Synthetic Aperture Radar (ASAR) vom ESA Envisat Satelliten konnte beobachtet werden, wie zwei größere und etliche kleinere Eisberge vom Sulzberger Schelfeis abbrachen. Die Radarbilder haben den Vorteil, dass sie nicht durch Wolkendecken behindert werden. Schelfeis, Landeis und die Eisberge sind hell, während Meer dunkel dargestellt ist, graue Gebiete sind mit Meereis bedeckt.  » weiter

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Küchengeologie - 30 Sekunden für ein Tal

27. Juli 2011, 23:08

Wochentags darf ich einen wunderbaren Ausblick in den Leinetalgraben bei Bovenden genießen. Der Leinetalgraben (oder kurz Leinegraben) ist quasi ein kleinerer Bruder des Oberrheingrabens. OK, beim Rhein möchte mancher wohl noch glauben, dass der sich ein so großes und eindrucksvolles Tal selber zu schaffen vermag. Aber im Leinegraben? Wie soll dieses vergleichsweise winzige Flüsschen, die Leine, so ein großes Tal schaffen? Wer hier so seine Zweifel hat, der liegt nicht falsch. Die Flüsse haben mit der eigentlichen Bildung des Tales nichts zu tun, sonder sind hier nur die Nutznießer einer Entwicklung, die von den Bewegungen der Erdkruste selber vorgegeben wird.  » weiter

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szmtag