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Bayan Obo

24. April 2012, 23:12

Das Thema der Seltenen Erden hatte ich hier im Blog ja schon ein paar Mal behandelt (hier und hier). Zur Zeit, auch wenn Mountain Pass wieder produziert, kommt der Löwenanteil der Seltenen Erden, die unsere moderne Technologie so dringend benötigt, aus China. Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stammte rund die Hälfte der globalen Förderung in 2010 aus der Mine Bayan Obo, einer Mine, die sich nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Baotou in der Region Innere Mongolei befindet. Hier lagern in proterozoischen Gesteinen bis zu 35 Mio. t an Seltenen Erden. Gefördert wurden davon im Jahr 2012 gerade mal 130 000 Tonnen. » weiter

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Seltene Erden - Auch im Geschiebe

26. März 2012, 22:22

Die Seltenen Erden werden ja in letzter Zeit häufiger in den Medien genannt, meist im Zusammenhang mit Knappheit und der Tatsache, dass die Weltförderung fast nur noch in China stattfindet. Wer jetzt aber glaubt, diese Elemente seien ob ihres Sammelnamens nun selten, oder sie kämen gar nur in China in abbauwürdigen Mengen vor, der irrt (Lars hatte sich schon einmal in epischer Breite um das Thema gekümmert).

Die Bezeichnung "Seltene Erden" beispielsweise geht auf ihre Entdeckungsgeschichte zurück. Sie wurden zuerst in seltenen Mineralen gefunden. Aus diesen seltenen Mineralen hatte man sie in Form von Oxiden isoliert, und Oxide wurden zu dieser Zeit als "Erden" bezeichnet. » weiter

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Geo Foto: Mountain Pass

16. Januar 2012, 23:13

Karbonatite gehören zu den seltensten Gesteinen der Erdkruste. Dennoch sind sie durchaus interessant, und das nicht nur aus akademischer Sicht. Denn sie können etliche wirtschaftlich interessante Elemente enthalten, nicht zuletzt die neuerdings so viel erwähnten Selten Erden (die eigentlich garnicht so selten sind, wie man annehmen möchte).  » weiter

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Ölsandabbau in Athabasca

30. November 2011, 22:24

Mit den steigenden Ölpreisen werden auch die aufwändigeren Ölvorkommen für den Abbau interessant. Hier sind in erster Linie, neben den Ölvorkommen in der Tiefsee, vielleicht die Ölsande zu nennen. Ein gutes Beispiel für diese Art der Ölvorkommen findet sich in den Athabasca Ölsandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta. Diese Vorkommen auszubeuten lohnt sich erst ab mindestens 70 $, laut Merryl Lynch sogar erst ab rund 80$.  » weiter

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Der natürliche Reaktor von Oklo

14. März 2011, 22:51

Der Bau von Kernreaktoren wird immer noch von vielen als wissenschaftlich-technische Meisterleistung des Menschen gesehen. Daran werden sicher auch die Havarien der japanischen Kernkraftwerke nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami nicht viel ändern, auch wenn die Menschen der Technik und ihrer Verwendung selber jetzt skeptischer gegenüberstehen werden. Aber die Ereignisse in Japan veranlassen mich, einen alten Beitrag von mir hier noch einmal zu reposten und den Blick in die ferne Vergangenheit der Erde zu richten.

Denn wie so oft zeigt sich auf diesem Gebiet, das die Natur den Menschen geschlagen hat. Denn während der Menschen erst 1942 seinen ersten Kernreaktor baute, entstand bereits vor rund 2 Milliarden Jahren der erste natuerliche Kernreaktor in Gabun, West Afrika. Dort in der Oklo Uranmine konnten bis zu 17 verschiedene fossile natürliche Reaktoren in drei Uranerzkoerpern nachgewiesen werden.  » weiter

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Der Great Dyke

10. Februar 2011, 23:45

 

Das südliche Ende des Great Dyke in Simbabwe. Deutlich sind zwei Störungen zu erkennen. Die dunkle Stelle oberhalb des Dykes ist auf ein ausgedehntes Buschfeuer zurückzuführen. Image: NASA

Das Satellitenbild oben zeigt den Great Dyke in Simbabwe, eine geschichtete Intrusion. Geschichtet deswegen, weil hier die Schmelze nicht gleichmäßig auskristallisiert ist, sondern die sich in der Schmelze zuerst bildenden Minerale aufgrund ihres Gewichts entweder abgesunken, oder (was aber recht selten vorkommt) aufgestiegen sind. Dabei haben sich verschiedene Schichten mit den jeweils zu einem Zeitpunkt kristallisierten Mineralen gebildet, die einer geschichteten Intrusion in Etwa das Aussehen eines Sedimentgesteins geben. Im Prinzip ist ihre Entstehung ja auch der von Sedimentgesteinen nicht unähnlich. Vor rund 2,5 Milliarden Jahren sind metallhaltige, ultramafische Schmelzen in die Gesteine des afrikanischen Kratons eingedrungen und haben den Great Dyke gebildet. Ultramafisch heißt, dass die Gesteine zum Größten teil (über 90%) aus dunklen, eisen- oder magnesiumhaltigen Mineralen bestehen. Der Great Dyke durchzieht als dünne, schmale (3 – 12 km) und rund 550 Kilometer lange Linie Simbabwe in Nordost-Südwest Richtung. Aufgrund seiner Form nimmt man an, dass die Schmelzen damals entlang von tiefen Störungen in der Kruste aufgestiegen sind, möglicherweise im Zusammenhang mit einer Dehnung der Kruste. Seit seiner Entstehung ist der Great Dyke keiner größeren Deformation unterzogen worden, auch wenn es einige jüngere Störungen gibt, die ihn durchschlagen. Auf dem obigen Bild des südlichen Teils des Great Dykes kann man einige dieser Störungen sehr gut an dem Versatz im Dyke erkennen. Geschichtete ultramafische Intrusionen enthalten sehr oft ökonomisch interessante Erze, in diesem Fall sind besonders hervorzuheben Gold, Silber, Platin, Nickel, Chrom, Zinn, Kupfer, Titan, Eisen, Glimmer und Asbest. Chrom ist hauptsächlich in dem Mineral Chromit gebunden und wird ebenso wie Platin aktiv abgebaut. Entlang des Great Dyke liegen eine größere Anzahl von Minenstädten in Simbabwe.



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Lateritische Nickellagerstätten

06. Juli 2010, 00:21

Nickel ist ein wirtschaftlich bedeutendes Metall und wird hauptsächlich in der Herstellung von nichtrostenden Stählen und Nickellegierungen eingesetzt. Die weltweit verfügbaren und abbauwürdigen Reserven werden, je nach den Preisen an der Rohstoffbörse und unterschiedlichen Schätzungen auf rund 70 bis 170 Millionen Tonnen geschätzt. Davon wurde beispielsweise im Jahr 2006 ca. 1,340 Mio. Tonnen gefördert.
Das Metall kommt zum größten Teil in zwei Lagerstättentypen vor. Zum einen die liquidmagmatischen Lagerstätten vom Typ des Sudbury-Komplexes im Süden Kanadas. Auf der anderen Seite die lateritischen Lagerstätten, von denen die auf Neukaledonien mit die größten sind. Neukaledonien liegt im westlichen Südpazifik, zwischen 17° und 23° südlicher Breite und 163° und 167° östlicher Länge, rund 1500 Kilometer von der Küste Australien (Queensland) entfernt. Sie waren vor der Entdeckung von Sudbury die bedeutendsten Lagerstätten für dieses Metall und sind auch heute noch mit rund 30 – 35 % an der Weltproduktion beteiligt. Diese Lagerstätten sind in den meisten Fällen miozän bis sub-rezenter Entstehung und liegen daher auch vielfach in den tropischen bis subtropischen Breiten, wie zum Beispiel Kuba, Neukaledonien, Australien, Indonesien, Philippinen, Brasilien, aber es sind auch fossile Vertreter bekannt, in Gegenden, in denen heute keine tropische Verwitterung mehr stattfindet (Ural, Albanien, Griechenland, Schlesien).
Beispielsweise stellen die sedimentären Karst-Nickelerze von Euböa (Griechenland) eine Trümmereisenerzlagerstätte dar, deren Basis mit bis zu 6% Nickel angereichert ist. Hier wurden während der Kreide die lateritische Verwitterungsdecken umliegender Ophiolithe abgetragen und in flachen Bereichen des Meeres abgelagert. Aus Lösungen wurde in den unterlagernden Kalken der Trias und der Jura Nickel wieder ausgefällt. Auch hier in Deutschland haben wir Lagerstätten dieses Typs, beispielsweise im sächsischen Granulitgebirge. Dort bemüht sich zurzeit die Deutsche Rohstoff AG um den Abbau des Erzes.
Das Hauptmineral der Nickellaterite auf Neukaledonien ist  Garnierit (Nickel-Chrysotil), der die Zusammensetzung (Ni,Mg) 6 [(OH) 8 /Si 4 O 10 ] hat. » weiter

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