Ich finde es immer wieder spannend, wenn unsere unbemannten Späher , die wir zu den anderen Planeten unseres Sonnensystems geschickt haben, neue Bilder nach Hause senden. Ganz besonders natürlich, wenn diese Bilder den jeweiligen Planeten quasi "in Aktion" zeigen, also irgendwelche geologischen (oder auch andere) Vorgänge, die zeigen, dass es sich nicht um eine tote und unveränderliche Welt handelt. Irgendwie fühle ich mich dann den betreffenden Welten erheblich näher. Und dazu zählt auch dieses Foto, das dem High Resolution Imaging Science Experiment (HiRISE) der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter am 16. Februar gelang. » weiter
In einem vorhergegangenen Beitrag hatte Michael Khan den Gedanken aufgeworfen, dass zwei oder gegebenenfalls auch mehrere kleinere Himmelskörper in geringem Abstand auf einem größere einschlagen. Vermutlich dürfte ein derartiges Ereignis auch hier auf dem Mars zu dieser seltsam geformten Einschlagsnarbe geführt haben.
» weiter
Das es auf der Erde in der geologischen Vergangenheit zur Bildung natürlicher Atomreaktoren gekommen ist, hatte ich hier im Blog bereits breitgetreten. Natürlich kann so etwas auch auf anderen terrestrischen Planeten passiert sein.
Eines der großen Rätsel, die uns der Mars aufgibt, sind die hohen Konzentrationen an Uran, Thorium und radioaktivem Kalium auf der Marsoberfläche verglichen mit den Mars Meteoriten. Außerdem finden sich auch in der Atmosphäre des Planeten größere Mengen radiogener Isotope der Elemente Xenon und Argon verglichen mit der Erde oder den kohligen Chondriten. Die bei weitem höchsten Konzentrationen der radiogenen Isotope finden sich in einer Mare Acidalium genannten Region bei 45° N und 330° E auf dem Mars.
Auf der Erde haben sich vor rund 2 Milliarden Jahren im Gebiet des heutigen Gabun bei den Uranminen von Oklo mehrere natürliche Kernreaktoren gebildet. Dieselben Zutaten wie hier auf der Erde fanden sich mit Sicherheit auch auf dem Mars. Es wäre also nicht sehr weit hergeholt, dass sich in der geologischen Vergangenheit auch auf unserem Nachbarplaneten natürliche Kernreaktoren gebildet haben könnten. » weiter
Das hier passt eigentlich ganz gut zu meinen Sandspielen im vorhergehenden Blogbeitrag. Diese wunderschöne Aufnahme von HiRISE des Mars Reconnaissance Orbiters zeigt, wie sich lineare Dünen mit
zunehmender Entfernung in Barchane (hufeisenförmige Dünen) umwandeln.
Der Wind hierfür kommt von der linken Seite und im Windschatten größerer
Strukturen auf der Planetenoberfläche bilden sich zunächst parallel zur
Hauptwindrichtung lineare Dünen. Der Wind umströmt das Hindernis wie
die großen Plateus hier und die Windwirbel treffen auf der abgewandten
Seite aus zwei unterschiedlichen Richtungen wieder aufeinander. Das vom
Wind mitgeführte Sediment wird dort abgelagert und zu langen Dünenketten
aufgeschichtet. Erst mit zunehmenderEntfernung vom Hindernis verringert
sich die turbulente Störung des Windes wieder und die Dünenkette wird
langsam auseinandergerissen. Der hier gleichmässig von eine Seite (der
Hauptwindrichtung) anströmende Wind formt Barchane. Zwei weitere
Phänomene sind hier noch zu beobachten. Einmal stört eine (weite große
Düne von unten) Reihe älterer Barchane eine längere Dünenkette und
zwingt sie zu einer Kurve. Und bei einer Dünenkette des oberen Plateaus
wird die Reihe der Barchane durch einen Inselberg in zwei Barchanreihen
aufgespalten.
Parteli, E., & Herrmann, H. (2007). Dune formation on the present Mars Physical Review E, 76 (4) DOI: 10.1103/PhysRevE.76.041307
Auf der Erde wurden wir ja gerade, so die Wetterbedingungen es zuließen, Zeuge einer herrlichen Mondfinsternis, passend zur Wintersonnenwende. Steffen Göthling hat ein wunderbares Foto von dem Ereignis. Finsternisse gibt es aber auch auf anderen Planeten, die das Glück haben, von Monden umkreist zu werden. Zum Beispiel wurde der Mars Rover Opportunity am 9. November Augen- bzw. Kamerazeuge einer Sonnenfinsternis, bei der sich der Marsmond Phobos, der größere der beiden Marsmonde, vor die Sonne schob. Das Ganze Ereignis dauerte nur 32 Sekunden, und die 10 Bilder, welche Opportunity mit seiner Panoramakamera während der Finsternis machte, wurde zusammen mit einigen Extraframes (damit es als Film ruhiger abläuft) ein kleines Video zusammengestellt. Die Beobachtung derartiger Finsternisse hilft den Forschern hier auf der Erde, Änderungen in den Bahnparametern der beteiligten Monde zu verfolgen. Diese wieder geben Aufschluss über die lokale Schwerkraft des Planeten Mars und damit über seinen inneren Aufbau.
Der Marsmond Phobos ist viel zu klein, daher gibt es auf dem Mars keine totalen Sonnenfinsternisse, wie sie von Zeit zu Zeit hier auf der Erde (mit unserem viel größeren Mond) auftreten, beispielsweise letzten Sommer im Südpazifik. Dennoch sind die Bilder einer partiellen Sonnenfinsternis auf einem fremden Himmelskörper mindestens ebenso aufregend wie Sonnenfinsternisse hier auf der Erde, finde ich, obwohl ich zugegebenermaßen bisher keine totale, sondern nur partielle Finsternisse beobachtet habe.
Das obige Bild zeigt einen frischen Krater im nördlichen Tiefland des Mars. Der rund 300 m durchmessende Krater ist deutlich vom Auswurf umgeben und wurde möglicherweise von einem rund 20 m großen Asteroiden verursacht. Die Aufnahme von HiRISE zeigt auch einige interessante Details des Auswurfes. Die Größe der ausgeworfenen Trümmer reicht von 9 - 10 Meter Durchmesser nahe am Krater bis hin zu kleineren Blöcken, die HiRISE gerade noch auflösen kann. Manche der Blöcke sind auch in den Krater zurück gefallen und bedecken den Kraterboden. Dies belegt, dass dieser Krater erheblich jünger ist als die in seiner Umgebung. Auf der rechten, östlichen Seite des Kraters zeigen sich auch einige Hinweise auf Staublawinen, und der Boden des Kraters scheint mit Staub bedeckt, der die Konturen weichzeichnet.
Diese wunderschöne Aufnahme von HiRISE zeigt, wie sich lineare Dünen mit
zunehmender Entfernung in Barchane (hufeisenförmige Dünen) umwandeln.
Der Wind hierfür kommt von der linken Seite und im Windschatten größerer
Strukturen auf der Planetenoberfläche bilden sich zunächst parallel zur
Hauptwindrichtung lineare Dünen. Der Wind umströmt das Hindernis wie
die großen Plateus hier und die Windwirbel treffen auf der abgewandten
Seite aus zwei unterschiedlichen Richtungen wieder aufeinander. Das vom
Wind mitgeführte Sediment wird dort abgelagert und zu langen Dünenketten
aufgeschichtet. Erst mit zunehmenderEntfernung vom Hindernis verringert
sich die turbulente Störung des Windes wieder und die Dünenkette wird
langsam auseinandergerissen. Der hier gleichmässig von eine Seite (der
Hauptwindrichtung) anströmende Wind formt Barchane. Zwei weitere
Phänomene sind hier noch zu beobachten. Einmal stört eine (weite große
Düne von unten) Reihe älterer Barchane eine längere Dünenkette und
zwingt sie zu einer Kurve. Und bei einer Dünenkette des oberen Plateaus
wird die Reihe der Barchane durch einen Inselberg in zwei Barchanreihen
aufgespalten.