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Sonneneruption (Video)

29. April 2010, 17:48

Am 19. April 2010 hat das erst am 1. Februar gestartete Solar Dynamics Observatory eine große Sonneneruption (eruptive Protuberanz) aufgezeichnet. 60 000 K heißes Gas wird hochgeschleudert und fällt entlang der Magnetfeldlinien der Sonne wieder zurück. Die Protuberanz hat einen Durchmesser von rund 100 000 Kilometern, unsere Erde würde also locker hineinpassen. SDO hat in der kurzen Zeit seines Einsatzes schon herausgefunden, warum das hochgeschleuderte Gas langsamer wieder zurückfällt als es hochgeschleudert wurde (hier gut zu sehen). Dicht an der Sonnenoberfläche befindet sich noch heißeres Gas mit ca. 1 000 000 K, welches den Rücksturz bremst.

 

 

Video der Sonneneruption. via bad astronomy

 



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Der Eyjafjallajökull - kurze Nachlese, Bilder, Videos und als 3-D Modell

28. April 2010, 23:16

 
simples 3-D Modell des Eyjafjallajökull
 Vereinfachtes Pappmodell des Eyjafjallajökull

Über den Eyjafjallajökull (oder schlicht „der Vulkan auf Island“, wie er in den Medien meist nur noch genannt wird), ist ja eigentlich schon fast alles gesagt. Seine Aschenwolke hat Europa einige flugfreie Tage beschert, welche den Airlines herbe Verluste einbrachten und manche Manager derselben arg unter Druck setze. Dafür hatten die Anwohner diverser Einflugschneisen einige Tage himmlische Ruhe. Vielfach wurde von den Vertretern der Fluggesellschaften und anderen schlicht bestritten, dass an den Aschewolken mehr als nur eine Computersimulation war. Dabei wurde die besagte Aschenwolke bereits am 19. April per LIDAR über Bad Kühlungsborn (unter anderen Standorten) nachgewiesen.  Auch der Messflug  eines Flugzeugs des DLR machte das deutliich, wenn auch für die Diskussion zu spät. Stefan Oldenburg erläutert in Clear Skies sogar, wie man die Wolke auch ohne derartige Hilfsmittel hätte beobachten können. Es wäre für alle diejenigen, die so lauthals und medienwirksam über angeblich nur simulierte Aschewolken lamentierten, also ein Einfaches gewesen, sich persönlich vom Gegenteil zu überzeugen. Die gesamte Geschichte des aktuellen Ausbruches des Eyjafjallajökull kann man beim British Geological Survey nachlesen.

Der British Geological Survey hat sich auch noch etwas Besonderes einfallen lassen, um die Funktionsweise eines Vulkans wie dem Eyjafjallajökull deutlich zu machen: Ein vereinfachtes 3-D Modell des Vulkans, mit Gipfel, Krater und der Aschenwolke, als Schnittmusterbogen zum herunterladen. Das Ganze soll den Bau und die Funktionsweise eines Vulkans verdeutlichen und zeigen, wie der Vulkan mit dem mittelatlantischen Rücken und der Plattentektonik beeinflusst wird. Auch der Weg des Schmelzwassers vom Gletscher zum Meer wird im Modell angedeutet. Die Höhe des Vulkans ist dabei stark übertrieben, damit die Einzelheiten besser erkennbar werden, die Details sind also nicht maßstäblich.
 
Viel Neues gibt es derweil vom Vulkan nicht zu berichten. Die Eruption bewegt sich auf demselben Level wie in den vergangenen Tagen. Die explosive Tätigkeit entspricht bei weitem nicht mehr der des Höhepunkts der Eruption am 14. – 17. April, aber es gibt wohl auch keine Hinweise, dass die Eruption schnell beendet würde. Da immer noch rund 20 bis
40 t Lava aus den aktiven Zentren in Richtung des Gletschers fließen, bleibt der Abfluss von Schmelzwasser erhöht.
 
Eine beeindruckende Aufnahme des Vulkans und der Aschenwolke hat das Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer (ASTER) des Satelliten Terra während des Höhepunktes der Eruption am 19. April gemacht. 
 
Eyjafjallajökull, mit den Eruptionszentren
Der Eyjafjallajökull, mit dem aktuellen Eruptionszentrum und dem älteren am Fimmvörduhals. Credit: NASA

Wer mehr beeindruckende Bilder der Eruption sehen will, der ist bei boston.com gut aufgehoben.

Zum Schluss noch einige Videos. Beim ersten ist gut zu erkennen, wie die Lava am 8. April 2010 aus einer Spalte gefördert wird.



Auch beim zweiten Video wird eine Spalteneruption gezeigt.

 

 

Das dritte zeigt einen Jökullhaup, der durch Schmelzwasser ausgelöst wird.

 

 

 

Große vulkanische Bomben. Die ganze Gewalt der Eruption zeigt sich erst aus der Luft!

 

 

 

Hier kann man die Schockwellen sehen, welche bei den Explosionen im vom Krater durch die Aschenwolke gehen.

 

 


 



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Ölpest im Golf von Mexiko

27. April 2010, 14:12

 

 Credit: NASA / Earth Observatory

Am 20. April geriet im Golf von Mexiko eine Ölförderplattform in Brand, explodierte, kenterte und sank, wobei 11 Menschen ihr Leben verloren. Das Feuer brannte mehr als einen Tag, bevor die stark beschädigte Plattform sank

 In Folge der Katastrophe fließen schätzungsweise rund 42 000 Gallonen (~ 200 000 Liter) Öl in den Golf von Mexiko. Sie bedrohen die nahe gelegenen Naturschutzgebiete an der Küste von Louisiana und Mississippi. Die obige Aufnahme wurde am 25. April vom NASA Satelliten Aqua mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) aufgenommen. Der vergrößerte Ausschnitt unten stammt vom Advanced Land Imager an Bord des EO-1 Satelliten.

Das Delta des Mississippi ist unschwer zu erkennen. Der Ölteppich bildet einen verwirbelten, silbrigen Fleck im Golf von Mexiko, der aufgrund seiner hohen Reflexion auffällt. In der Nahaufnahme kann man einige Schiffe erkennen, die vermutlich mit der Bekämpfung des Ölteppichs beschäftigt sind. Am 25. April ist laut NOAA ein Versuch, das Bohrloch am Meeresgrund mit Hilfe eines ferngesteuerten Roboters zu verschließen, fehlgeschlagen.

 

Credit: NASA / Earth Observatory


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Wir sind hier!

26. April 2010, 16:41

 

 

 Credit: NASA/JPL/Cornell/Texas A&M

Dies ist das erste Foto von der Erde, welches jemals von der Oberfläche eines anderen Planeten aus aufgenommen wurde. Aufgenommen hat es der gute alte Marsrover „Spirit“ am 63. Marstag bzw. Sol seiner Mission, ca. eine Stunde vor dem Sonnenaufgang. Hier auf der Erde entspricht das dem 8. März 2004.

Das Bild stellt ein Mosaik aus Bildern der Navigationskamera des Rovers dar, die mit einem Bild der Panoramakamera kombiniert wurden. Dabei wurde der Kontrast des Panoramabildes zweifach erhöht, um die Erde deutlicher hervorzuheben.



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Tiefbeben unter Südspanien

15. April 2010, 18:10

Montag, den 12. April um 12:08 Uhr hat unter dem Süden von Spanien die Erde gebebt. Das Beben mit seinem Epizentrum nur rund 25 Kilometer südöstlich von Granada, das immerhin eine Stärke von 6,3 (USGS) bzw. 5,9 (GEOFON) hatte, verursachte aber keine Schäden. Und weil eben kein Stein von der Alhambra heruntergefallen war, ist dieses Erdbeben unter den vielen tödlichen Erdbeben in diesem immer noch recht jungen Jahr wohl auch untergegangen. Dabei war das beben durchaus bemerkenswert, auch wenn an der Oberfläche wohl kaum einer wirklich viel gespürt haben wird. Denn dazu war es viel zu tief. Das Hypoentrum lag in einer Tiefe von rund 616 bis 622 Kilometern. Und das ist das bemerkenswerte daran, denn so tiefe Beben kennt man nur von Subduktionszonen. So kommen sie im pazifischen Feuerring vor, oder eben in Europa im Gebiet des Tyrrhenischen Meeres. Aber für Südspanien ist bislang keine Subduktionszone bekannt (es gibt aber einige Hinweise). Hinzu kommt, dass in diesen extremen Tiefen, wir befinden uns hier am Übergang des oberen zum unteren Erdmantel Der Druck ist hier so gewaltig ist, und das Gestein so heiß, dass es sich vermutlich plastisch verformt, bevor es genug Spannung aufbauen kann. » weiter

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Eyjafjallajökull update, 14. April 2010

14. April 2010, 21:08

Am Eyjafjallajökull tut sich wieder einiges. Die Aktivitäten an den vorherigen Spalten nimmt ab, aber gleichzeitig hat sich direkt unter dem Eis des Gletschers eine neue Spalte geöffnet und einen rund 200 m tiefen Krater in den Gletscher hineingeschmolzen. Bei Überflügen der isländischen Küstenwache direkt über die aktiven Gebiete des Vulkans zeigt sich ein tiefer Graben direkt über dem Krater des Vulkans, in dem sich aber bisher noch keine Lava zeigt.

Nachdem Schwärme von leichten Erdbeben die isländischen Behörden alarmiert hatten, wurde die gefährdete Bevölkerung evakuiert (auch hier). Denn dadurch steigt die Gefahr, dass es zu den gefürchteten Gletscherläufen, den Jökulhaups kommen könnte, wenn die austretende Lava einen Teil des Eyjafjallajökull Gletschers schmilzt. Die BBC hat einige Videos vom Vulkan. (Hier und hier) In einigen Abflüssen vom Vulkan stieg das Wasser bereits um rund 3 m innerhalb weniger Stunden. Für den Süden Islands wird vor Überflutungen in Folge des Ausbruches gewarnt. Straßen wurden bereits durchschnitten, um die Brücken zu schützen. Die Fußgängerbrücke im gebiet des Gletschers ist bereits verschwunden.

Die vom Vulkan aufsteigenden Plumes erreichen eine Höhe von rund 8000 m und bestehen noch zum größten Teil aus Dampf mit nur wenig Asche, die aber dennoch für Flugzeuge nicht ganz ungefährlich sind. Entsprechende Warnungen für Bereiche nördlich und östlich des Vulkans sind herausgegeben.

Was passieren kann, wenn ein Düsenflugzeug in eine Wolke von Vulkanasche gerät, zeigte 1982 eine 747 der Brtitish Airways.

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Ist die Venus vulkanisch aktiv?

09. April 2010, 14:09

ResearchBlogging.orgIn einer aktuellen online Veröffentlichung bei Science hat ein Team um Suzanne Smrekar vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena neun Hot Spots, also Zentren möglicher vulkanischer Aktivität, mit Hilfe des VIRTIS Spektrometers ((Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) an Bord der Raumsonde Venus Express unter die Lupe genommen. Die Möglichkeit, dass die Venus ein vulkanisch aktiver Planet ist, wurde immer wieder in Betracht gezogen. Und einige neuere Beobachtungen könnten darauf hinweisen. Aber wirkliche Belege hat man bisher vergebens gesucht. Unter den terrestrischen Planeten schien einzig und alleine die Erde noch (in größerem Umfang) vulkanisch aktiv zu sein. Die großen Vulkane auf dem Mars mögen zwar beeindrucken, aber ihre aktive Phase liegt möglicherweise schon sehr lange zurück (ich würde sie aber noch lange nicht abschreiben). » weiter

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Atommüll: Endlagerung in Graniten?

09. April 2010, 00:29

Auf Öko-logisch wird über das leidige Problem des Atommülls diskutiert. Es ist ja auch zum haareausraufen. Selbst wenn wir sofort, also heute in dieser Sekunde, aus der Atomenergie aussteigen, so haben wir doch jede Menge hochradioaktiven Müll bereits produziert, und den müssen wir wohl oder übel irgendwo lagern. Und zwar für eine verdammt lange Zeit. Und es sieht zurzeit auch danach aus, als wenn da noch eine Menge Müll hinzu kommt. Hier in Deutschland wird über eine verlängerte Laufzeit nachgedacht, und weltweit gelten Atomkraftwerke als eine Antwort auf das ebenfalls drängende Problem des Klimawandels und dem Hunger nach bezahlbarer Energie. Dabei ist die Kernenergie, so wie sie heute betrieben wird, nicht nur eine recht heikle Sache (wehe, es geht mal was schief), sie hinterlässt auch eben den besagten hochradioaktiven Müll, den man weltweit noch nirgends (zumindest soweit ich weiß) sicher lagern kann. Und Uran, der Treibstoff der Meiler, ist wie Öl und Kohle eine endliche Ressource. Will man sie strecken, kommt man um weitere heikle Techniken nicht herum, wobei ebenfalls radioaktive Abfälle anfallen. » weiter

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Update zum Eyjafjallajökull, 06. April 2010

06. April 2010, 18:01

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(Image Credit: NASA Earth Observatory)


Am Eyjafjallajökull tut sich was. Am 31. März hat sich nordwestlich der älteren Spalte ein neuer Schlot geöffnet. Die obere Aufnahme in natürlichen Farben wurde am 1. April 2010 vom Advanced land Imager des Earth Observing-1 Satelliten aufgenommen.
Bis zum 4. April 2010 ( unteres Bild) förderten beide Schlote Lava. Die erste Spalte, zeitweilig bis zu 1000 m lang und in mehrere aktive Zentren aufgeteilt, bildet nur noch einen zentralen Schlot. Der jüngere Schlot ist unter einem Plume aus Dampf versteckt. Schwarze gefärbte Lavaströme reichen bis weit nördlich der Schlote. Südlich der aktiven Schlote ist das Eis durch Aschen grau eingefärbt.

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(Image Credit: NASA Earth Observatory)


Auch ein paar neue Videos sind im Netz zu finden. Aus der Luft wird das Ausmaß der Eruption erst so richtig ersichtlich.







via solscape

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Update zum Ausbruch des Eyjafjallajökull

26. März 2010, 19:26

Eyjafjallajökull eruption
Satellitenaufnahme des Ausbruches. Credit: NASA Earth Observatory


Am 20. März 2010 erwachte der Vulkan Eyjafjallajökull nach 190 Jahren der Ruhe erneut zum Leben. Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, gelang am 24. März dem Earth Observing 1 Satelliten der NASA mit seinem Advanced Land Imager diese Aufnahme mit einer Auflösung von 10 m. Die Lavafontänen zeichnen sich als schwach orangerotes Glühen ab. Das ausgeworfene Material bildet um die Fontänen schwarze Schlacken- bzw. Aschenkegel. Deutlich als Plume sichtbar sind die Gase, die aus der Spalte zusammen mit der Lava austreten und verschiedene Dampfwolken, wo Lava und Eis zusammentreffen.
Das verhältnismäßig gute Wetter bot auch die Möglichkeit, die Ereignisse vom Boden aus zu beobachten und zu filmen, wie das untere Video zeigt. Die Eruption scheint bis jetzt verhältnismäßig ruhig zu verlaufen.



Video der Eruption, bei Youtube eingestellt am 24. März 2010. Sehr schön ist die Spaltenform der Eruption zu erkennen. Die Lava wird in Lavafontänen herausgeschleudert, wie es für die hawaiianischen Eruptionsform typisch ist. Via and the water seems inviting (oben) und solscape (unten).





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szmtag