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Webinar - Carbon Capture and Storage

23. Mai 2012, 21:53

Carbon Capture and Storage, also die Abtrennung des Kohlendioxids und die anschließende Speicherung in unterirdischen Lagerstätten soll dabei helfen, auch konventionelle Energien "klimafreundlicher" zu machen. Wie in Deutschland leider üblich, wird die Diskussion darüber sehr emotional geführt, um es mal vorsichtig auszudrücken. Leider ist die Politik hier allem Anschein nach sehr gerne bereit, "Volkes Stimme" folge zu leisten, und diese Technik hier nicht weiter zu verfolgen. Eine Entscheidung, die man durchaus kritisieren kann.

Weil es sich ohne Kenntnisse der Geowissenschaften hier nur schlecht diskutieren lässt, hatte ich das Thema schon öfters im Blog behandelt (hier, hier und als repost hier). Der British Geological Survey hat ein Webinar zum Thema Carbon Capture and Storage abgehalten, und es freundlicherweise online gestellt.

 



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Boden spielend begreifen

16. Mai 2012, 23:09

Eine der wichtigsten Ressourcen der Erde, Boden, treten wir buchstäblich mit den Füßen, und das tagtäglich. Nicht nur, weil wir darauf herumlaufen, sondern auch, weil wir ihn auch immer wieder als selbstverständlich ansehen. Weil wir ihn zur Produktion von Nahrungsmitteln und immer öfter auch für Energiepflanzen überfordern und ihn auch immer wieder als Deponie für diverse Abfälle missbrauchen. Das Bewusstsein für unsere Abhängigkeit von gesunden Böden ist viel weniger ausgeprägt, als es in anderen Umweltbereichen der Fall ist.

Um hier wenigstens ein klein wenig Abhilfe zu schaffen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das Umweltbundesamt (UBA) ein Memoryspiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ über das Thema "Boden" entworfen.

24 Bildpaare, die auf den ersten Blick nicht immer gleich mit dem Thema Boden in Verbindung zu stehen scheinen, sollen helfen, verschiedene Aspekte des Bodens und des Bodenschutzes zu verbreiten. Gleichzeitig wird dem Spieler die Bedeutung der Bildpaare erläutert und Wissen über Böden, deren Eigenschaften und Gefährdung vermittelt. Das Spiel trainiert also nicht nur die Konzentration und die Schnelligkeit, man lernt dabei auch, den direkten Untergrund unter unseren Füßen einmal mit ganz anderen Augen zu sehen (Und es macht natürlich auch viel Spaß). Denn Boden ist definitiv mehr als nur Dreck. Er verdient unsere Aufmerksamkeit und unser Interesse.

 

Zum Memory "Bodenwissen im Handumdrehen"



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Geo-Foto: Popocatépetl

25. April 2012, 22:44

Rund 70 Kilometer von Mexiko Stadt entfernt erhebt sich die fast perfekte Kegelgestalt des 5,462 m hohen Popocatépetl. Die Symmetrie seiner Hänge wird im Nordwesten nur von der scharfen Spitze des Ventorrillo gestört.

Am 21 Dezember 1994 erwachte der Vulkan aus einer rund 50 jährigen Ruhephase und zeigt immer wieder Aktivität. Die gegenwärtige Phase begann Anfang Dezember 2007 mit einer rund 3 Kilometer hohen Dampf- und Aschewolke. Es wurde mit einem stärkeren Ausbruch gerechnet, aber die Aktivitäten nahmen wieder ab. Seither kam es immer wieder zu kleineren Dampf- und Aschewolken. » weiter

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Bayan Obo

24. April 2012, 23:12

Das Thema der Seltenen Erden hatte ich hier im Blog ja schon ein paar Mal behandelt (hier und hier). Zur Zeit, auch wenn Mountain Pass wieder produziert, kommt der Löwenanteil der Seltenen Erden, die unsere moderne Technologie so dringend benötigt, aus China. Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stammte rund die Hälfte der globalen Förderung in 2010 aus der Mine Bayan Obo, einer Mine, die sich nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Baotou in der Region Innere Mongolei befindet. Hier lagern in proterozoischen Gesteinen bis zu 35 Mio. t an Seltenen Erden. Gefördert wurden davon im Jahr 2012 gerade mal 130 000 Tonnen. » weiter

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Asse - Nur so am Rande...

13. Februar 2012, 22:11

Wie die rund 126 000 Fässer mit radioaktivem Müll aus der Asse wieder herausgeholt werden sollen, wissen wohl selbst die Stollentrolle noch nicht so genau. Man könnte sicher aus geologischer Sicht ellenlange Debatten über den Sinn und noch mehr über den Unsinn führen, in einem ausgesalzten und von Wassereinbrüchen bedrohten Bergwerk radioaktiven Müll einzulagern. Vielleicht werde ich mir den Spaß auch mal gönnen, zumindest in Teilen.  » weiter

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Boden des Jahres - Niedermoor

25. Januar 2012, 22:55

Schon am 5. Dezember letzten Jahres, dem Weltbodentag, wurde der Niedermoorboden als Boden des Jahres 2012 vorgestellt.

Moore, lange Zeit für Menschen recht ungastliche Orte, sind in der jüngeren Vergangenheit ein klein wenig unter die Räder gekommen. Im Zuge der Entwässerung und der Urbarmachung sowie des Torfabbaus verschwanden ausgedehnte Mooregebiete und verwandelten sich in landwirtschaftliche Nutzflächen. » weiter

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Ölsandabbau in Athabasca

30. November 2011, 22:24

Mit den steigenden Ölpreisen werden auch die aufwändigeren Ölvorkommen für den Abbau interessant. Hier sind in erster Linie, neben den Ölvorkommen in der Tiefsee, vielleicht die Ölsande zu nennen. Ein gutes Beispiel für diese Art der Ölvorkommen findet sich in den Athabasca Ölsandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta. Diese Vorkommen auszubeuten lohnt sich erst ab mindestens 70 $, laut Merryl Lynch sogar erst ab rund 80$.  » weiter

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Repost: Carbon capture and Storage

28. November 2011, 20:05

Aus aktuellen Gründen und quasi als Solidaritätsnote für Daniel Lingenhöhl, dessen Kommentar zur politischen Ablehnung des CCS auf Facebook von Leuten mit viel Meinung kommentiert wird, möchte ich hier zwei ältere Beiträge (diesen und diesen) noch einmal posten. Ich persönlich denke, es gibt sehr wohl Argumente, die gegen CCS sprechen mögen, aber leider bekommt man meist nur immer die selbe dumpfe Ablehnung zu hören. Die Angst, der Kohlendioxid könne entweichen und natürlich, niemand könne sagen, was in 100 oder 1000 oder mehr Jahren sein wird. Klar, können wir nicht, jedenfalls nicht mit absoluter Sicherheit. Aber es ist ja eben nicht so, dass noch nie und nirgends auf der Welt Gase über geologische Zeiträume unter der Erde gespeichert gewesen sind. Und natürlich gibt es auch etliche Argumente, welche dafür sprechen, diese Technologie zumindest auch weiterhin im Auge zu behalten. Hierzu findet sich auf Spektrum online ein interessantes Interview mit Michael Kühn vom Geoforschungszentrum Potsdam. Doch zuerst, um die Frage zu beantworten, was CCS, aka Carbon Capture and Storage ist, hier ein kurzer Film vom British Geological Survey.

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Geologie, Politik und der Atommüll

19. Oktober 2011, 21:48

nebenan bei GeoAstro wurde auf einen Denkanstoß hingewiesen, den der Tübinger Professor Gregor Markl in der FAZ veröffentlicht hat. Dazu könnte man im Detail sicher einiges erwidern, vor allem die für die Diskussion wenig hilfreiche Vermengung von Abklingbecken, deren Lage sich aus einigen technischen Notwendigkeiten ergibt mit Zwischenlagern am Kraftwerksstandort. Die Brennelemente müssen beim Transport vom Reaktorkern zum Abklingbecken dauernd gekühlt werden. Außerdem müssen sie auch aus Strahlenschutzgründen ständig mit genügend Wasser umgeben sein. Es war also weniger grobe Fahrlässigkeit, wie der Artikel in der FAZ nahezulegen scheint, die Becken dort zu positionieren. Da fällt die weitere Verwechselung der Castorbehälter mit den eigentlich zur Endlagerung vorgesehenen Polluxbehältern schon nicht mehr weiter ins Gewicht. Viel interessanter finde ich, dass Markl zwar die Unmöglichkeit einer genauen Vorhersage der geologischen Geschichte über  die Lagerungszeit von Jahrhunderttausenden betont, aber außer Acht lässt, dass die Entwicklung der Menschheit über diesen Zeitraum mit weit weniger guter Wahrscheinlichkeit vorhersagbar bleibt. Ja, dass es noch nicht einmal sicher ist, dass es in einigen Jahrhunderten überhaupt noch angehörige unserer Spezies gibt, die etwaige zugängliche End-/Zwischenlager bewachen und kontrollieren kann.  » weiter

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Geo-Videos - Was uns Uranlagerstätten über mögliche Endlager verraten können

26. September 2011, 21:33

Ich hatte hier vor einem Monat schon einmal ein kurzes Video eingestellt, welches sich mit dem Verhalten radioaktiver Stoffe aus Uranlagerstätten beschäftigt, und was diese Vorgänge uns über eine mögliche Endlagerung radioaktiver Stoffe aus unseren Atomkraftwerken verraten können. Ich denke durchaus, dass die Beschäftigung mit den natürlichen Lagerstätten, worunter auch die natürlichen Reaktoren in Oklo zählen, uns einiges über das mögliche Verhalten unserer geplanten Endlager verraten können. Die Beschäftigung mit Geologie im allgemeinen und mit der Verwitterung im Speziellen kann uns also durchaus bei der Bewältigung einiger unserer drängenden Probleme helfen. Oder sie kann uns zumindest helfen, einige irrationale Ängste zu bewältigen und ein wenig mehr ratio in so manche Diskussion zu bringen.

 



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