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Quarz - Geben und Nehmen im Sediment

20. Februar 2012, 22:21

Sand gehört in unseren Breiten zu den recht häufig vorkommenden Gesteinen, und bei zunehmender Reife des Sediments (sprich: im Laufe der Verwitterung) nimmt der Anteil an Quarz immer mehr zu, denn Quarz ist unter den häufigen gesteinsbildenden Silikatmineralen wie beispielsweise Feldspat oder Glimmer das mit der größten Resistenz gegenüber phsyikalischer und chemischer Verwitterung. Wir erinnern uns, Verwitterung ist wie Kaffeekochen.  » weiter

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Feldspäte: Mischkristalle und Entmischungen

22. Dezember 2011, 22:13

Das Feldspäte und Quarz sich in ihrem Verwitterungsverhalten unterscheiden, das hat uns das Rasterelektronenmikroskop im letzten Beitrag deutlich gezeigt. Aber dort hatte ich auch gesagt, dass der Begriff "Feldspat" eigentlich weniger ein einzelnes Mineral beschreibt, als deren drei bzw. die Mischung aus diesen drei Mineralen. Und dass die sich ebenfalls durch ein recht unterschiedliches Verhalten gegenüber der Verwitterung auszeichnen.
Das Ganze beginnt eigentlich damit, dass oberhalb von rund 900° C zwischen den Endgliedern Orthoklas und Albit keine Mischungslücke existiert. Das bedeutet, dass ein Feldspat mit der Zusammensetzung AO (vorausgesetzt, das Magma gibt das von seinem Inhalt her) sich bei diesen Temperaturen kristallisieren nicht zwischen diesen beiden Extremen entscheiden muss. » weiter

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Geo-Video: Wanderung radioaktiver Stoffe im Gestein

27. August 2011, 17:57

Wie verhalten sich radioaktive Stoffe im Endlager im Laufe geologischer Zeiträume? Das ist bei der Lagerung der radioaktiver Abfälle die entscheidende Frage. Und während wir Menschen uns über die Sicherheit und die Vorhersagbarkeit dieser Dinge streiten, hat uns die Natur längst vorgemacht, wie es geht. Wir müssen uns dafür schlicht die Lagerstätten anschauen, aus denen die Kernbrennstoffe ursprünglich stammten. Die Prozesse verstehen, die zu ihrer Bildung führten. Es könnte helfen, die erhitzten Gemüter abzukühlen und manchen Debatten ein wenig Schärfe nehmen. Etwas weniger Emotion, dafür etwas mehr geologisches Wissen könnte eben auch hier helfen.



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Vulkane verwittern - das Rohstoffpotential ostafrikanischer Karbonatite

07. März 2011, 15:38

Tororo Rock

Tororo Rock (links) mit den kleineren Cave Hill und Reservoir Hill (Mitte)
sowie Limekiln Hill (rechts). (Eigenes Foto).

Warum sollte sich jemand mehrere Jahre mit den vielleicht seltensten Gesteinen der Erdkruste, den Karbonatiten, beschäftigen? Und in welcher Weise sollte diese Forschung auch noch eine gesellschaftliche Relevanz haben? Karbonatite stellen eine der am wenigsten verbreiteten Gesteinsarten dar. Sie sind meist streng lokal begrenzt in nur wenige Quadratkilometer großen Arealen zu finden. Ihr Vorkommen ist hauptsächlich an kontinentale Riftsysteme gebunden, ein Beispiel hier in Deutschland wäre der Rheintalgraben mit dem Kaiserstuhl. Afrika ist der Kontinent mit der höchsten Konzentration an Karbonatitkomplexen. Rund die Hälfte aller bekannten Vorkommen befindet sich auf diesem Kontinent, wobei der größte Teil mit Altern jünger als 200 Ma im Bereich des Ostafrikanischen Riftsystems vorkommt. Die Antwort auf diese Frage ist, dass Karbonatite aufgrund ihrer seltenen chemischen Zusammensetzung nicht nur von hohem wissenschaftlichen Interesse sind, weil sie uns viel über die Vorgänge und die Zusammensetzung des Erdmantels erzählen, sie sind auch als potentielle Rohstoffquelle sowohl für die Landwirtschaft (Phosphor) als auch für Industrie und Technik (Seltene Erden, Niob, Tantal, usw.) von zunehmender Wichtigkeit. Zusätzlich können sie möglicherweise als Klimaarchiv dienen. In einer Zeit, in der sich das Klima durch den Einfluss des Menschen zunehmend verändert, wird die genaue Kenntnis das Klimas vergangener Epochen immer wichtiger.  » weiter

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Vom Gestein zum Regolith - Kaffeekochen mit Gestein.

21. Juni 2010, 23:51

Grob gesagt funktioniert Verwitterung wie Kaffeekochen

Auf unverwittertem, festem Gestein, wie beispielsweise Granit, können nur die wenigsten Pflanzen leben. Es fehlt ihnen an Porenraum und an Nährstoffen. Beides wird erst durch die Verwitterung der Gesteine zur Verfügung gestellt. Die grüne Hülle der Erde wird durch eine braune Hülle von verwitterndem Gestein getragen. Diese Schicht aus zerfallenden und sich aus den Resten der ursprünglichen Mineralen neu bildenden Minerale wird als Regolith bezeichnet, von altgr. ῥῆγμα, regma = Bruch und λἰθος, lithos = Stein. Dieser Regolith bedeckt weite Gebiete der Kontinente. Die Verwandlung eines biologisch weitgehend unbrauchbaren Festgesteins in ein gutes Substrat für die verschiedenen Lebewesen wird hauptsächlich durch den zur Verfügung stehenden Porenraum gesteuert. Man könnte es auch schlicht so ausdrücken: Verwitterung ist im Großen und Ganzen so ähnlich wie Kaffeekochen. Die Kaffeebohnen müssen erst zerkleinert werden, bevor sie einen vernünftigen Kaffee abgeben. Wir erweitern mit der Kaffeemühle vorher den Porenraum unserer Kaffeebohnen und vergrößern damit die Oberfläche. Dann ziehen wir mit Hilfe von Wasser bestimmte, leichtlösliche Elemente aus ihnen heraus und führen diese ab. Zurück bleibt der schwerer lösliche  Rest. » weiter

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