07. März 2011, 15:38
Tororo Rock (links) mit den kleineren Cave Hill und Reservoir Hill (Mitte)
sowie Limekiln Hill (rechts). (Eigenes Foto).
Warum sollte sich jemand mehrere Jahre mit den vielleicht seltensten Gesteinen der Erdkruste, den Karbonatiten,
beschäftigen? Und in welcher Weise sollte diese Forschung auch noch eine gesellschaftliche Relevanz haben?
Karbonatite stellen eine der am wenigsten verbreiteten Gesteinsarten dar. Sie sind
meist streng lokal begrenzt in nur wenige Quadratkilometer großen Arealen zu
finden. Ihr Vorkommen ist hauptsächlich an kontinentale Riftsysteme gebunden, ein Beispiel hier in
Deutschland wäre der Rheintalgraben mit dem Kaiserstuhl.
Afrika ist der Kontinent mit der höchsten Konzentration an Karbonatitkomplexen.
Rund die Hälfte aller bekannten Vorkommen befindet sich auf diesem Kontinent,
wobei der größte Teil mit Altern jünger als 200 Ma im Bereich des Ostafrikanischen
Riftsystems vorkommt. Die Antwort auf diese Frage ist, dass Karbonatite aufgrund ihrer seltenen chemischen
Zusammensetzung nicht nur von hohem wissenschaftlichen Interesse sind, weil sie uns viel über die Vorgänge
und die Zusammensetzung des Erdmantels erzählen, sie sind auch als potentielle Rohstoffquelle sowohl für die
Landwirtschaft (Phosphor) als auch für Industrie und Technik (Seltene Erden, Niob, Tantal, usw.) von zunehmender
Wichtigkeit. Zusätzlich können sie möglicherweise als Klimaarchiv dienen. In einer Zeit, in der sich das Klima
durch den Einfluss des Menschen zunehmend verändert, wird die genaue Kenntnis das Klimas vergangener Epochen immer wichtiger.
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Verwitterung
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