wissenslogs Prävention als Risiko

Erstes Hohenheimer Ernährungsgespräch: Unzureichende Vitamin-D-Versorgung

02. April 2009, 09:50

Unzureichende Vitamin-D-Versorgung in Deutschland - Experten sehen Handlungsbedarf

Kinder aus sozial schwachen Familien, Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund sind besonders betroffen - aber auch die Gesamtbevölkerung leidet generell an einer bundesweiten Vitamin-D-Unterversorgung, die nicht weiter ignoriert werden darf. So das Fazit einer Expertenrunde von Forschungseinrichtungen, die vergangenen Freitag zum ersten Hohenheimer Ernährungsgespräch an der Universität Hohenheim zusammenkam. Ziel der Hohenheimer Ernährungsgespräche ist es, ausgewiesene Fachvertreter zusammen zu führen, um aktuelle Themen der Ernährung in kompetenten, glaubwürdigen und unabhängigen Analysen zu beleuchten. Gastgeber der halbjährlichen Diskussionsrunde ist Prof. Dr. med. Hans K. Biesalski, Direktor des Instituts für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim. » weiter

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Zittermann: Vortrags-Fazit

02. April 2009, 09:44

Priv. Doz. Dr. med. Armin Zittermann
Herz- und Diabeteszentrum NRW


Die nördliche Lage Deutschlands, unser Lebensstil sowie die demographische Entwicklung führen zu einem hohen Anteil an Personen mit insuffizienter/defizitärer Vitamin D-Versorgung. Es mehren sich die Hinweise, dass eine defizitäre Vitamin D-Versorgung bei Personen mittleren und höheren Alters mit einer erhöhten Sterblichkeit einhergeht. Ebenfalls verdichtet sich die Datenlage, dass eine inadäquate Vitamin D-Versorgung in jungen Jahren das Auftreten bestimmter chronischer Erkrankungen wie multipler Sklerose und Typ I Diabetes begünstigen kann.

Präventive Maßnahmen sollten auf eine höhere Vitamin D-Zufuhr abzielen (täglich mindestens 25 µg), wobei jedoch eine Überarbeitung der derzeitigen Zufuhrempfehlungen dringend notwendig ist.

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Spitz: Vortrags-Fazit

02. April 2009, 09:43

Prof. Dr. med. Jörg Spitz
Ges. für Medizinische Information und Prävention, Wiesbaden


Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Onkologie. Hier bewirkt Vitamin D eine Unterdrückung des Tumorwachstums - einschließlich der Metastasen! So wird zum Beispiel das Risiko für ein Karzinom der weiblichen Brustdrüse oder des Dickdarms um zwei Drittel reduziert.

Unser Immunsystem benötigt ebenfalls einen ausreichenden Spiegel von Vitamin D im Blut. Das beginnt schon im Mutterleib, wo das angeborene Immunsystem geprägt wird. Ein Vitamin D Mangel zu dieser Zeit führt in späteren Jahren zu überschießenden Abwehrreaktionen  und vermehrten Allergien. Klinisch sind hier vor allem die entzündlichen Gelenkerkrankungen (Rheumatoide Arthritis) und die Darmentzündungen zu nennen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). » weiter

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Hintzpeter: Vortrags-Fazit

02. April 2009, 09:28

Dr. oec. troph. Birte Hintzpeter
Robert-Koch-Institut Berlin


Vitamin D sollte nach den derzeitigen Erkenntnissen höher liegen als früher gedacht und gemessen daran sind die Werte in der deutschen Bevölkerung generell zu gering, vor allem im Winter. Besonders betroffen sind ältere Frauen sowie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Bei ihnen waren die Spiegel sogar im Sommer zu niedrig.

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Biesalski: Vortrags-Fazit

02. April 2009, 09:26

Prof. Dr. med. Hans K. Biesalski
Universität Hohenheim


Im ersten Hohenheimer Ernährungsgespräch konnte eindrucksvoll belegt werden, dass die Daten der Nationalen Verzehrsstudie (NVS II) nach welchen die Deutschen gerade einmal 50% der Empfehlungen für Vitamin D erreichen, wissenschaftlich belegt sind und es darüber hinaus für die Gesundheit der Bundesbürger Konsequenzen hat. » weiter

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Vitamin-D-Mangel in Deutschland - ein ernst zunehmendes Gesundheitsproblem

12. März 2009, 12:18

EINLADUNG

Hohenheimer Ernährungsgespräch:

Vitamin-D-Mangel in Deutschland – ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem

Freitag, 27. März 2009 von 10:00 - 12:00 Uhr
Universität Hohenheim, Euroforum, Kirchnerstraße 3, 70599 Stuttgart

„Vitamine nutzen nichts!" – „Vitamine schützen vor Krebs!" „Vitaminpräparate sind schädlich!" – „Die Deutschen brauchen zusätzlich Vitamin D und Folsäure!"…diese Liste widersprüchlicher Schlagzeilen zum Thema ließe sich beliebig fortsetzen. Die Materie ist derart komplex geworden, dass selbst erfahrene Ernährungsfachleute Probleme haben, die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien kompetent zu bewerten, wenn die Studieninhalte nicht gerade ihr Fachgebiet betreffen. Die Diskussion um Sinn und Unsinn von Vitaminen ist hierfür exemplarisch. Um diese Lücke zu schließen, wollen die „Hohenheimer Ernährungsgespräche" Analysen von Experten bieten, die fachlich kompetent, erfahren, glaubwürdig und unabhängig sind. Ausgewiesene Fachvertreter sollen zusammengeführt werden, um mit diesen aktuelle und kritische Themen der Ernährung zu diskutieren. » weiter

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Vitamine sind nicht so schlecht wie ihr Ruf ...

03. Dezember 2008, 14:09

ResearchBlogging.org... man muss nur genauer hinsehen

Im Mittelpunkt heftiger Diskussionen stehen vielerorts der Sinn und Nutzen von Vitaminen und deren Supplementierung. Diese führen in jüngeren wissenschaftlichen Studien sogar dazu, eine Zufuhr von Vitaminen mit einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung zu bringen. Entgegen den übertriebenen Aussagen hinsichtlich einer schädlichen oder nutzlosen Wirkung von Vitaminen, kann davon ausgegangen werden, daß entsprechenden wissenschaftlichen Betrachtungsweisen häufig ein falscher Gedankengang zugrunde liegt. Zu betonen ist, daß Vitamine niemals den Zweck haben, eine Sterblichkeit zu verhindern. Hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei Krankheiten kann keine für die Allgemeinbevölkerung allgemeingültige Aussage getroffen werden. Grundsätzlich bedarf es hierbei individueller Betrachtungsweisen. » weiter

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Vitamin D-Mangel – ein Problem?

29. September 2008, 12:01

Vitamin D-Mangel spielt eine bedeutende Rolle im Kalzium- und Phosphat-Stoffwechsel und damit im Knochen- und Zahnaufbau des Menschen. Weitaus bedeutender ist aber seine Rolle als "Hormon" in Form des 1,25-Dihydroxyvitamin D, das Prozesse des Zellwachstums und der Differenzierung regelt. Es kann vom menschlichen Körper selbst synthetisiert werden. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch eine ausreichende Exposition der Haut - dem eigentlichen Syntheseort - mit UV-Strahlen des Sonnenlichts.

Ein erhöhter Bedarf an Vitamin D besteht beim Säugling infolge einer noch unzureichenden Synthese in den ersten beiden Lebensjahren. Bei Erwachsenen reicht die Eigenproduktion i.d.R. aus. Mangel-gefährdet sind jedoch speziell Schwangere und Stillende aufgrund eines erhöhten Verbrauchs. Nicht zuletzt zählen Senioren, selbst wenn diese sich im Freien aufhalten, zur wesentlichen Risikogruppe für eine Vitamin D-Unterversorgung, da die Synthese des Vitamin D in der Haut alter Menschen nur noch 25-50% der Vitamin D-Synthese junger Erwachsener beträgt. » weiter

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