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Dimensionen des Internets

01. Mai 2012, 17:36

Hat schonmal wer die Dimension der Internetwelt ausgerechnet?”, fragte neulich die Journalistin Julia Seeliger (@zeitrafferin) auf Twitter. Und da ich (ebenfalls neulich) über Vekorräume gebloggt habe, hat mich das interessiert. Wie viele Dimensionen könnte das Internet haben und was ist in diesem Zusammenhang mit Dimensionen gemeint?

[Ich w]ürde halt alle Kommunikationsbeziehungen nehmen und daraus zum Spaß die Dimension des Internets ausrechnen.”  » weiter

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Relativistische Paradoxa entzaubern - ein Rezept

12. April 2012, 14:39

Die  spezielle Relativitätstheorie ist bei Freund und Feind beliebt für ihre zahlreichen Gedankenexperimente. Fast alle werden aus historischen Gründen als Paradoxa bezeichnet, weil sie ursprünglich die eine oder andere Lücke in der Theorie aufdecken sollten. Alle diese Paradoxa lassen sich aber mit ein wenig Übung und mit stets demselben Rezept auflösen. Hier möchte ich es angeben. Natürlich ohne Formeln. » weiter

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Raum und Vektorraum

13. März 2012, 20:45

Mathematik hat viele Gesichter. Für die einen ist es ein anderes Wort für Rechnen, für andere die Königin der Geisteswissenschaften. Für alle quantitativ arbeitenden Wissenschaften ist sie eine unverzichtbare Hilfswissenschaft zur Entwicklung von Modellen. Auf ein mathematisches Modell möchte ich hier eingehen, den Vektorraum.

Keine Angst, ich werde ohne Formeln auskommen. Und das obwohl es bei diesem Teilgebiet der Mathematik, der linearen Algebra, darum geht, Geometrie in Formeln zu gießen. » weiter

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Jubiläumsblog - Der Schalttag und die Harmonie

29. Februar 2012, 09:00

Heute ist der erste Jahrestag dieses Blogs. Vor genau vier Jahren veröffentlichte ich hier meinen ersten Artikel. Ich war Anfang 2008 gerade wieder aus Schweden zurück in die Norddeutsche Heimat gezogen, als ich eine e-mail vom Spektrumverlag bekam. Der Redakteur Thilo Körkel fragte an, ob ich Lust hätte bei den SciLogs mitzumachen. Ich hatte einen Blog unter der Domain Quantenblog.de, den ich mehr oder weniger regelmäßig mit Inhalten füllte, und noch keine Idee, was genau so ein Blog eigentlich ist. Aber die Anforderungen waren nicht hoch: Ungefähr alle zwei Wochen sollte ich etwas schreiben. Freie Themenwahl, keine Vorgaben und kein Problem, wenn mal eine Weile gar nichts kommt. Dazu gab es ein kostenloses Spektrum der Wissenschaft Abo und eine Gemeinschaft von Bloggerinnen und Bloggern mit regelmäßigen Treffen. Was will man mehr?

Ich sagte also zu, bekam schnell den Zugang zu den Scilogs und konnte anfangen zu bloggen. Aber worüber? Damals dachte ich, ein aktuelles Thema sei poerfekt. Und was liegt Ende Februar in einem Schaltjahr näher als über das Schalten der Tage zu bloggen?  » weiter

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Von Evolution zum Konstruktivismus

21. Februar 2012, 20:14

Wie ich in einem anderen Zusammenhang schon geschrieben habe, wird die Evolutionstheorie oft falsch verstanden. Die natürliche Auslese, eines der Grundprinzipien der Evolution, ist keine Auslese der besten Individuen, sondern ein Ausscheiden der erfolglosen Gene. Das hat weitreichende Konsequenzen.

Im Wesentlichen basiert Evolution wie ich sie verstehe auf drei Vorgängen: Zufällige Mutation einzelner Gene in den Keimzellen erzeugen neue Erbinformationen. Diese wirken sich oft neutral oder schädlich, manchmal aber auch positiv aus. Die Verschmelzung von Samen- und Eizelle erzeugt zufällige Mischungen aus dem elterlichen Genpool, die unterschiedliche Auswirkungen haben können. Zuletzt sorgt die Selektion dafür, dass sich allzu schädliche Gene langfristig nicht durchsetzen können. » weiter

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Wissenschaft: Ein klares Ja zum Vielleicht

08. Februar 2012, 21:18

Bei Diskussionen mit wissenschaftsfernen oder -skeptischen Menschen gibt es oft Missverständnisse in der Interpretation von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Naturwissenschaft kann über einfache Vorgänge, wie das Streuen von Elektronen an Protonen, sehr genaues Wissen liefern. Die Sozialwissenschaft kann mit geschickt geplanten und professionell durchgeführten Studien Zusammenhänge sehr präzise deutlich machen. Aber jede Wissenschaft stößt an ihre Grenzen, wenn von Politikern und Steuerzahlern unumstößliche Wahrheiten gefordert werden.

Gibt es neben den bekannten und untersuchten Kräften noch weitere, bisher unentdeckte Vorgänge? Ist Atomkraft sicher genug beherrschbar um mit vorhandenen Abfällen umzugehen? Beruhen die gemessenen kleinen Unterschiede im Verhalten zwischen Männern und Frauen auf geschlechtsspezifische Erziehung oder genetische Disposition? Bei all diesen Fragen kann man als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler nicht von ganzem Herzen mit einem Wort antworten. Die Antwort wird immer kompliziert ausfallen. » weiter

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Viele Welten oder Kollaps?

14. Januar 2012, 20:26

Es gibt mehrere Ebenen auf denen man physikalische Formeln interpretieren kann. In den letzten Beiträgen zu Schrödingers Katze und zur Verschränkung habe ich mich auf die rein pysikalische Interpretation beschränkt. Innerhalb der Physik sind Interpretationen unverzichtbar. Wir müssen zu jedem Element einer mathematischen Formel eine Interpretation dafür entwickeln, was dieses Element in der wahrnehmbaren physischen Welt beschreibt. So beschreibt das elektrische Feld eine normierte Aussage darüber, welche Kraft man an jedem Ort messen würde, hätte man dort einen geladenen Probekörper. » weiter

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Doppelter Abstand, viertel Dosisleistung?

30. November 2011, 15:47

Da ich es immer mal wieder in Kommentaren zum Castortransport gelesen habe, möchte ich kurz eine Warnung aussprechen: Die Regel, nach der die durch eine Strahlungsquelle verursachte Dosis quadratisch mit dem Abstand abnimmt, gilt nur für Punktquellen in großem Abstand. » weiter

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Heiße Quantenwelt

21. November 2011, 13:27

Seit heute heißt mein Blog nicht mehr Der Quantenmechaniker sondern Quantenwelt. Dieser Schritt war längst fällig. Auf Twitter wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Quantenwelt der Titel ist, unter dem man meinen Blog vermuten würde. So wird man ihn jetzt auch finden.

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Der ursprüngliche Name des Blogs ist relativ zufällig entstanden. Als ich von der Redaktion der SciLogs angesprochen wurde, ob ich bei den Wissenslogs mitmachen möchte, brauchte ich schnell einen Namen. Da ich nicht wusste, welche Bedeutung mein Blog für mich bekommen würde, wollte ich zunächst nicht die Marke Quantenwelt dafür benutzen. Ich hatte gerade die Domain Quantenmechaniker.de erstanden, nutzte diesen Namen in einem Forum und war Atomphysiker, hatte also täglich sehr direkt mit Quantenphysik zu tun. Der Quantenmechaniker schien mir also ein passender Name zu sein.

Bis heute hat sich einiges geändert. Ich betreibe, wie ich schon mal geschrieben habe, immer noch gerne meine statische Website Quantenwelt.de. Nach wie vor ist sie mein liebstes Webprojekt. Mein Blog hat aber jetzt eine ähnlich große Bedeutung für mich und ich habe ihn mehr und mehr durch gegenseitige Verlinkung in meine statischen Webseiten und in die sozialen Netzwerke Facebook und Google+ eingebunden. Um diese Nähe deutlich zu machen und meinen Lesern die Suche nach meinem Blog zu erleichtern, heißt der Blog jetzt Quantenwelt. Sonst ändert sich nichts.



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Wellenfunktionen und EPR-Paradoxon: Wir sind überall

17. November 2011, 14:14

In dem bekannten Volksmärchen von dem Hasen und dem Igel sagt der Igel (eigentlich ist es seine Frau): “Ick bün all dor.” Auf hochdeutsch heißt das: “Ich bin schon da.” Ich habe aber schon Kinderbücher gesehen, in denen die Fehlübersetzung lautet “Ich bin überall da.” So wenig das für den Igel stimmt, so sehr ist es der Fall für quantenmechanische Wellenfunktionen. In der Quantenwelt gibt es nichtlokale Effekte. Wie ist das gemeint? » weiter

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