Plagiator oder Forscher?
von Joachim Schulz, 07. September 2011, 10:58
Martin Spiewak hat in der Zeit einen Artikel zu medizinischen Doktorarbeiten geschrieben und dabei einiges durcheinander gebracht. Dabei sind die Sachaussagen eigentlich richtig und es ist durchaus angebracht, über die Qualität medizinischer Doktorarbeiten zu streiten. Warum ich mit dem Artikel dennoch nicht einverstanden bin, erfahrt ihr auf deplagio.
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Ein Plagiat hat wenig mit mangelnder Qualität zu tun, da muss man Joachim Schulz recht geben, denn ob die kopierte Arbeit qualitätsvoll ist spielt keine Rolle bei der Beurteilung ob es sich um einen Betrugsversuch handelt.
Umgekehrt könnte aber auch eine in Teilen qualitativ wertvolle Arbeit plagiierte Stellen enthalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand seine qualitiv gute Arbeit noch etwas "ergänzt" mit Resultaten, die er nicht selbst erbracht hat. Allerdings wird es dann für den Beurteilenden schwierig. Soll er die Arbeit trotz alledem ablehnen oder akzeptiert er die guten Teile und verlangt die Entfernung der Plagiierten?