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Wer das Zwillingsparadoxon nicht verstanden hat...

09. März 2012, 17:16

Eine treue Leserin meines Blogs und meiner Websites hat mich darum gebeten, an dieser Umfrage teilzunehmen. Das würde ich gerne tun, nur zeugen die Fragen davon, dass die Autoren die Grundlagen der Relativitätstheorie nicht verstanden haben. Das macht es unmöglich, die Multiple-Choice-Fragen sinnvoll zu beantworten.

Es geht um das Zwillingsparadoxon.  » weiter

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Higgs: Das Ende der Physik?

06. März 2012, 10:12

Beim LHC in Genf gab es, wie ich schon berichtet habe, erste Hinweise auf die Entdeckung des Higgs-Teilchens. Das wäre das Feldquant, das (grob vereinfacht) den anderen Teilchen ihre Masse gibt. Dieses Teilchen wäre das letzte Puzzlestück im bewährten Standardmodell der Teilchenphysik. Aber was heißt es eigentlich, wenn das letzte Teilchen gefunden wird? Oder wenn es nicht gefunden wird? Von einigen Berichten bekommt man den Eindruck, die Physik sei an ihrem letzten Ziel angekommen, wenn man dieses Teilchen zu fassen bekommen sollte. Tatsächlich dürfte es für viele Physiker unerheblich sein, was bei der Higgs-Suche herauskommt. » weiter

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Fax me up, Scotty!

04. Februar 2012, 18:03

Kennen sie Star Trek? Oder Raumschiff Enterprise, wie die alte Serie in der deutschen Übersetzung hieß? Natürlich kennen wir die faszinierende Möglichkeit, Menschen einfach so aus dem Raumschiff hinunter auf den Planeten zu beamen. Oder eben wieder hoch. Der Funkspruch “Beam me up, Scotty!” ist zwar, wenn man der englischen Wikipedia glauben darf, in  der Serie nie gefallen, hat aber weite Verbreitung in unserer Kultur gefunden. Ich möchte hier ganz oberflächlich einige physikalische Spekulationen zur Frage anstellen, was beamen eigentlich ausmacht und ob es realistisch zu verwirklichen ist.

Wenn wir von einem materialistischen Weltbild ausgehen, wird eine Person mit ihren Gedanken und Gefühlen, mit ihrer Persönlichkeit und ihren Eigenarten vollständig durch die Zustände aller beteiligten Atome charakterisiert. Beamen könnte also so ablaufen, dass am Startort die Positionen und Quantenzustände aller Atome ausgelesen und am Zielort genau so wieder rekonstruiert werden. » weiter

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Erste Teleskopnacht: Jupiter und seine Monde

22. Januar 2012, 21:11

In der Blogparade des Clear Sky-Blogs  habe ich berichtet, dass ich zu Weihnachten ein Teleskop bekommen habe, und versprochen, von meiner ersten Teleskopnacht zu berichten. Diese fand nun schon vor etwa einer Woche statt und sie war aus mehreren Gründen nur recht kurz.

Einer der Gründe war das miese hamburger Wetter seit Weihnachten. Leider schafft es unser Wetter bis heute nicht, richtig klare Winternächte zustande zu bringen und so musste ich mit einer Nacht mit aufgerissener Wolkendecke vorlieb nehmen. Ich blickte also aus der Terrassentür und sah zu meinem Erstaunen einige der Sternbilder recht klar. Und hoch im Süden den extrem hellen Planeten Jupiter. Perfekt! Ich trug also mein Teleskop auf die Terrasse und stellte das Stativ so auf, dass die Stundenachse grob nach Norden zeigte.  » weiter

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Blogparade - Auf Galileos Spuren

03. Januar 2012, 07:21

Mir hat der Weihnachtsmann ein eigenes Teleskop für die Dachterasse gebracht. Endlich kann ich mich ernsthaft in die Reihe der Hobbyastronomen eingliedern. Eine Neigung zur Astronomie hat sich in meiner Physikerlaufbahn erst spät entwickelt. Vorlesungen zur Artrophysik habe ich in meinem Studium aus diversen Gründen nicht besucht und meine Ausbildung verlief entsprechend irdisch.

Sternenbilder

Meine Katze und ich studieren die Sternbilder.

Im Jahr 2002 zogen meine Frau und ich nach Südschweden. Ich hatte eine Postdoc-Position am Speicherring MAX-Lab in Lund angenommen und auf der Wohnungssuche verschlug es uns im November des Jahres auf einen Resthof, etwa zwanzig Kilometer nördlich von Lund. Das Leben auf dem Land hat einige Reize. Einer davon ist, dass man in klaren Winternächten einen faszinierenden Sternenhimmel zu Gesicht bekommt. In den Nächten Südschwedens habe ich die Milchstraße kennengelernt. Dort habe ich begonnen anhand schwedischer Astronomiebücher die wichtigsten Sternbilder zu lernen und den Himmel mit bloßen Augen zu beobachten. Das Geld und die Zeit, dem Hobby Astronomie mit einem Teleskop nachzugehen, habe ich jedoch noch lange nicht aufgebaut. » weiter

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Überlichtschnelle Neutrinos verlieren Energie

09. Oktober 2011, 11:27

Als ich meinen Beitrag zum Thema Tachyonen schrieb, habe ich einen wichtigen Aspekt beiseite gelassen. Das Experiment CNGS ist nicht der einzige Hinweis auf die Geschwindigkeit von Neutrinos. Die Untersuchung einer Supernova 1987 lieferte eine obere Grenze für die Geschwindigkeit von Neutrinos, die eindeutig unterhalb des Wertes liegen, den die Kollaboration um CERN gemeldet hat. Die Neutrinos in solch einer Supernova haben eine deutlich niedrigere Energie als die mutmaßlich überlichtschnellen. Wenn sich das experimentell bestätigen ließe, dann wären Neutrinos also keine Tachyonen, denn ihre Geschwindigkeit nimmt mit wachsender Energie zu und nicht ab wie bei Tachyonen.

Aus der Existenz von Neutrinos, deren Geschwindigkeit bei hohen Energien über die Lichtgeschwindigkeit hinausgeht, folgt aber, dass diese gar nicht mit ihrer vollen Energie am Detektor in Italien angekommen sein dürften. Darauf wiesen die theoretischen Physiker Andrew Cohen und Sheldon Glashow in einer Veröffentlichung vom 29. September hin und Matt Strassler war so freundlich, das Argument auf seinem Blog genauer zu erklären. » weiter

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Dynamisches und Strukturiertes Wasser

24. September 2011, 16:00

Dynamische Prozesse in Details zu untersuchen ist eine der größten Herausforderungen der neuen Freie-Elektronen-Laser. Eine dieser Maschinen entsteht gerade in Hamburg und Schenefeld und wird 2015 den Strahlbetrieb aufnehmen. In wenigen Tagen werde ich dem Team der European XFEL GmbH beitreten und dort die Arbeitsgruppe sample environment aufbauen. Grund genug, einmal Theoretikern zuzuhören, was sie zu dynamischen Prozessen zu sagen haben.

Donnerstag und Freitag veranstalteten mein derzeitiger Arbeitgeber, das Center for Free-Electron Laser Science, und die European XFEL GmbH einen gemeinsamen Workshop zum Thema. Es ging zu einem großen Teil um Transportphänomene. Wie schafft es ein Protein in einer pflanzlichen Zelle Sonnenlicht zu verwenden um damit chemische Prozesse anzutreiben? Auf welchen Pfaden werden Protonen durch das innere von Proteinen in den aktiven Bereich bewegt? Wie finden Protonen überhaupt den Eingangsbereich zu einem aktiven Protein?  » weiter

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Die Zeitmaschine

27. Juli 2011, 14:06

In meinen Beiträgen über Zeit und auf meinen Websites zur Relativitätstheorie erwähne ich immer wieder einen Roman, der beweist, dass die Betrachtung von Zeit als vierte Dimension keineswegs eine Erfindung Einsteins oder gar Minkowskis war. Die Zeit als vierte Dimension aufzufassen, war schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts im Gespräch. Zeit lässt, im Gegensatz zum Raum, nur eine Bewegungsrichtung zu. Wir können nicht zurück in die Zeit reisen und auch keine Information in die Vergangenheit schicken. Wir können es andererseits nicht vermeiden, in die Zukunft zu reisen und wir erhalten unentwegt Informationen aus der Vergangenheit. Viele dieser Informationen finden wir in Romanen wie The Time Machine» weiter

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Merkur, Messenger und der inelastische Stoß

27. Februar 2011, 12:43

In der Scientific American vom März 2011 gibt es ein spannendes Special zur Merkur-Sonde Messenger, die am 18. März in den Orbit des sonnennächsten Planeten einschwenken soll. Interessant finde ich, dass es energetisch aufwendiger ist Merkur zu erreichen als Jupiter. Aus sonnenzentrierter Sicht muss die Sonde viel Energie loswerden, um in einen stabilen Merkur-Orbit einzuschwenken. Aus endzentrierter Sicht muss sie diese Energie aufwenden, denn die Zentrifugalkraft muss im rotierenden Sonnensystem überwunden werden, um ins Zentrum zu kommen.

Messenger gewinnt oder verliert die Energie unter anderem in so genannten Fly-By-Manövern. Das dürfte den meisten astronomisch interessierten Lesern der Wissenslogs bekannt sein. Aber haben Sie dieses Manöver schonmal als inelastischen Stoß betrachtet? » weiter

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Wie subjektiv ist die Zeit?

30. Oktober 2010, 11:54

Morgen ist es wieder so weit: Die Uhren werden von Drei auf Zwei zurückgestellt, wir bekommen die geliehene Stunde zurück, dürfen etwas länger schlafen und müssen dafür eine frühere Dämmerung hinnehmen. Ein guter Anlass, um meine lose Serie über Zeit wieder aufzunehmen. Die Zeitumstellung zeigt, dass Zeitpunkte keine absolute Bedeutung haben. Ob es hier gerade Zwei oder Drei ist, ist eine Konvention, die keinen Einfluss auf physikalische Vorgänge hat. » weiter

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