Um es gleich zu sagen: Ich mag Google nicht.
Nein, ich liebe Google. Viele der Politiker, die immer, wenn ihnen sonst gerade nichts einfällt, gegen Google hetzen, kennen das Prä-Google-Internet vermutlich gar nicht. Ich kenne es, und es hat mir keine Freude bereitet. Google hat immer wieder entscheidende Entwicklungen angestoßen, die das Internet überhaupt erst benutzbar gemacht haben. Ich freue mich über das breite Angebot an Suchmaschinen für Texte, Videos, Bilder, usw., an Webmailern, an Blog- und Foren-Plattformen, an Online-Office-Paketen, an Landkartendiensten, an Chat-Anwendungen und an all den anderen Dingen ohne die viele von uns weder ihre Arbeit noch ihre Freizeit vernünftig organisieren könnten, aber wenn Google nicht ständig Messlatten vorgeben würde, gäbe es nichts davon. Google hat sogar die Werbung im Internet erträglich gemacht.
Die Dinge für die Google ständig kritisiert wird, sind oft keine Alleinstellungsmerkmale. Ja, Google speichert meine E-Mails auf seinen Servern auch dann, wenn ich sie gelöscht habe -- genau wie jeder andere E-Mail-Dienst auf diesem Planeten. Auch GMX, Freenet, Strato und die Universitäten Rice, Hamburg und Bremen haben Back-Ups aller E-Mails, die ich jemals über meine jeweiligen E-Mail-Adressen verschickt habe. Ja, Google versucht, mittels Cookie mein Online-Verhalten zu erkunden, genau wie tausend andere Firmen. Ja, Google versucht mich dazu anzuregen, in meinem Google-Profil möglichst viele personenbezogene Daten freiwillig preiszugeben, allerdings lange nicht soviele, wie ein durchschittliches soziales Netzwerk.
Und wenn Google für Alleinstellungsmerkmale kritisiert wird, dann immer zu Unrecht. Die Befreiung von Büchern aus den Bibliotheken ist keine Piraterie geistigen Eigentums, sondern ein Kraftakt, mit dem ein vom Aussterben bedrohtes mittelalterliches Medium ins 21. Jahrhundert geholt wurde. Ich kann die Bücher zwar leider nicht online lesen (wie viele Kritiker zu glauben scheinen), aber ich kann sie durchsuchen und muss mir nur die Bücher kaufen, ausleihen oder anderweitig beschaffen, von denen ich weiß, dass dort etwas drinsteht, das ich wissen will. Das Durchsuchen und Kategorisieren von Nachrichtenmeldungen ist kein Umgehen irgendeines „Leistungsschutzes“, sondern ein Instrument, das es dem Konsumenten erlaubt, sich umfassend und vergleichend über das Weltgeschehen zu informieren, ohne dabei dem Filter eines einzelnen Medienunternehmens ausgeliefert zu sein.
Und Google Street View ist keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre, sondern eine weltweite Nutzbarmachung einer der wenigen Ressourcen, die heute noch der Allgemeinheit gehören: dem öffentlichen Straßenbild.
Vielleicht gibt es wirklich Menschen, die glauben, die Ansicht Ihres Hauses von der Straße aus gehöre ihnen. Diesen Menschen will ich zwei Dinge sagen. Erstens: Ihr liegt falsch. Zweitens: Ihr kommt zu spät, wenn ihr glaubt, ein Verbot von Street View oder eine Verpixelung eurer Häuser würde euch helfen.
Zunächst kurz zum zweiten Punkt. Nehmen wir den Fall der vier Düsseldorfer Rentner Ludwig Hillesheim, Konrad Richter und Anne und Erich Jeschkowski. Die vier sind gerade dabei, zu
Internet-Berühmtheiten zu werden, weil sie sich in einem Artikel für die Rheinische Post als Street-View-Gegner gerieren, und sich dabei
vor ihren Häusern fotografieren lassen haben. Da die vier einen Eintrag im Telefonbuch mit voller Adresse anscheinend nicht als Preisgabe ihrer Privatsphäre betrachten, findet man in dreißig Sekunden heraus, dass sie alle im Mendelweg 47-53 wohnen. Gibt man ihre Adresse bei Microsofts Bing-Kartendienst ein (gegen den merkwürdigerweise niemand protestiert) bekommt man eine recht gute Vorstellung davon,
wo die vier wohnen. Mit der richtigen Hard- und Softwareausstattung -- die ich nicht habe -- könnte ich mir über Bing das Haus sogar aus verschiedenen Blickwinkeln ansehen. Wenn ich es noch genauer wissen will, kann ich mir bei dem Immobilienanbieter e-rent.de
Videos der Straße ansehen, aus einem fahrenden Auto gedreht, ohne dass (wie bei Street View) Nummernschilder und Gesichter verpixelt wären.
Ich will mich über die vier gar nicht lustig machen. Ihnen war möglicherweise nicht klar, dass die Rheinische Post eine Webseite betreibt und ihre Namen und ihr Foto weltweit verbreitet würden. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass die deutschen Telefonbücher online durchsuchbar sind. Wahrscheinlich ist ihnen nicht klar, dass der gesamte Planet, inklusive des Mendelwegs, ständig hochauflösend von Satelliten fotografiert wird und dass die so entstehenden Bilder auf dutzenden von Wegen einsehbar sind. Und mit Sicherheit ist ihnen nicht bekannt, dass E-Rent ganz Düsseldorf gefilmt und ins Netz gestellt hat. Aber ihr Protest kann durch dieses gesammelte Nicht-Wissen als uninformiertes Nachplappern von Sommerloch-Parolen entlarvt und kann damit als Sinnbild für die gesammte Street-View-Kontroverse stehen.
Viel wichtiger ist aber der erste Punkt. Es wird in den lezten Jahren ja sehr viel über die Privatsphäre geredet. An dieser Debatte sind zunächst Politiker beteiligt, die nichts dabei finden, detaillierte Flugpassagierdaten oder Informationen über den innereuropäischen Zahlungsverkehr an die US-Geheimdienste zu schicken, die nichts dabei finden, zentralisiert erfasste lebenslang gültige Steuernummern einzuführen, die ernsthaft vorhaben, Schadsoftware auf die Rechner „verdächtiger“ Personen zu schmuggeln um deren Festplatten auszulesen, die uns biometrische Pässe aufzwingen, weil die Regierung eines anderen Landes das fordert und die in Zukunft per „De-Mail“ mit uns kommunizieren wollen und uns dafür zwingen, privaten Firmen wie United Internet oder der Telekom unsere Personalausweisdaten zu übergeben. Für die dürfte die Diskussion um die Verletzung der Privatsphäre durch Google, Facebook und das böse Internet dazu dienen, von ihrem eigenen schwach entwickelten Respekt vor allem Privaten abzulenken.
Außerdem reden aber auch immer häufiger Privatpersonen wie die oben genannten Düsseldorfer Rentner über angebliche Verletzungen ihrer Privatsphäre. Beschwerden über Google Street View höre ich derzeit fast wöchentlich von Bekannten und Verwandten -- „Du hast doch so ein Blog, was sagst du eigentlich dazu, dass Google uns alle fotografieren und im Internet verkaufen will?“
Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
Die Straße gehört uns allen.
[Nachtrag:
Hier denke ich noch einmal etwas ausführlicher über Öffentlichkeit und Privates nach.]
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Sonntag morgen, als Sascha Lobo und Jürgen Drews vor meinem Frühstückstisch standen — kubitz.net
Links 536 — law blog
Leseempfehlung aus den WissensLogs zum Thema Google Street View — Living the future
Die Straße gehört uns allen — Notizn
Ich sage “Ja” zu Street View — RAPPELSNUT
Intimes endlich öffentlich — Readers Edition
Google Street View — Spreeblick
Street View: Google und das Datenschutz-Paradoxon — zweipunktnull
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Vielen Dank für die tolle Argumentation. Bin der selben Meinung.
dieser artikel hat zugegebenermaßen meine sicht auf das ganze google-drama zurechtgerückt. danke.
Danke für diesen guten Artikel, der so vieles gut auf den Punkt bringt.
Vor einigen Tagen sah ich eine Fernsehsendung in der die Vorbereitungen eines Angriffs auf Westberlin durch die DDR.
Unter Anderem wurden Filmaufnahmen von Straßen Westberlins gezeigt, die von DDR Spionen erstellt wurden.
Diese Aufnahmen sollten zur gezielten Angriffen dienen.
Beim Ansehen dieser Aufnahmen mußte ich unwillkürlich an Google mit seinem Programm Street View denken.
Soll dies Programm auch zum gezeilten Angriff durch US Geheimdienste auf deutsche Staatsbürger Dienen????
R. Bollhorn
Wenn jeder, der so genervt ist über ein Thema ist, so gute Artikel dazu schreiben würde, wäre uns alles geholfen. Wollte ihn zuerst auch nicht lesen, weil ich das Thema nicht mehr hören kann und habe es doch getan. Zum Glück. Danke.
mehr gibts da nicht zu sagen. Diese Hysterie ist ja kaum noch auszuhalten.
Sie haben natürlich Recht, dass die Straßenansicht eines Gebäudes öffentliches Eigentum ist.
Allerdings ist dies auch nicht das Problem von Streetview.
Es geht vielmehr darum, dass ein riesiger Konzern, der davon lebt viel über seine Kunden zu wissen, aus den Bildern erhebliche Mengen an Informationen gewinnen kann. Am Aussehen eines Hauses und den davor geparkten Autos unter Einbeziehung des Umfeldes lässt sich recht viel über die Bewohner aussagen (und sei es nur ihre finanzielle Situation).
Dann könnte man diese Daten verknüpfen mit dem Google Terminkalender, dem Surfverhalten, besuchte Websites, Kontakten von Google Mail und sogar mit fragwürdigen Diensten wie Google Health. Plus alle anderen Dienste, die Google so anbietet.
Daraus lässt sich eine Menge über den User ablesen: Wo wohnen seine Kontakte, mit wem hat er oft Kontakt, wo finden Termine statt, was sind seine Interessen, welche Wege nimmt er in Kauf seinen Interessen nachzugehen, Lieblingssupermarkt, -arzt, -apotheke, -urlaubsziel, -freund. Und noch tausende Dinge mehr. Im Endeffekt viele sehr private Dinge, die man wohl teilweise nichtmal Freunden mitteilt.
Ein unglaublicher Schatz an Informationen. Wer dann noch ein Handy mit Android betreibt und Google fröhlich und von überall seine aktuelle Position mitteilt legt sein ganzes Leben offen.
Kurz gesagt: Nicht Streetview ist das Problem sondern die Verknüpfbareit mit anderen Diensten, die ein ganzes Leben beschreiben (können).
Die Strasse gehört uns allen ja. Sie gehört aber nicht Google.
Ja, man kann alles schön reden.
Ich will aber selbst darüber bestimmen, ob mein Haus dargestellt wird oder nicht. Das gilt nicht nur für Google.
Sämtliche Dienste, die mit der (kostenfreien) Nutzung des öffentlichen Raums Geld machen wollen und dabei Kollateralschäden in Kauf nehmen, gehören verboten. Oder demokratisch legitimiert.
Was Google macht, die Öffentlichkeit ungefragt zu penetrieren und dabei so zu tun, als sei man ein Wohltäter ist nicht nur heuchlerisch, sondern tritt die Grundrechte jedes einzelnen Menschen mit Füssen.
Es geht mir nicht um "Datenschutz" und schon gar nicht um Google - diese Diskussion ist im Web-2.0-Zeitalter müssig. Es geht darum, wer unser Leben kontrolliert. Wir oder irgendwelche "Agenten" aus dem virtuellen Raum?
@R. Bollhor: Ich gehe doch stark davon aus, dass die US-Geheimdienste Bilder von deutschen Straßen haben, die aktueller sind als das, was Google bei Streetview einstellen wird. Von einem ordentlichen Geheimdienst darf ich wohl erwarten, dass er seine gezielten Angriffe auch mich nicht auf der Grundlage zwei Jahre alter Fotos meines Wohnhauses durchführt.
@Marcel: Wenn Sie Ihre Adresse nicht in einem öffentlich einsehbaren Verzeichnis eintragen lassen oder sie Google selbst mitteilen, dann kann Google auch die Aufnahme Ihres Hauses nicht mit Ihrer Person in Verbindung bringen. Es liegt an Ihnen, ob Ihre Adresse Teil Ihrer Privatsphäre ist, oder nicht. Ich bin eine relativ öffentliche Person, aber soweit ich sehe, lässt sich meine Adresse nicht ohne Weiteres ermitteln. Wenn Sie Ihre Adresse aber doch veröffentlichen, dann kann jede Firma Fotos Ihres Hauses machen und daraus Rückschlüsse über Sie ziehen, ganz ohne die Bilder im Internet zu veröffentlichen. Was Googles Datensammlung über andere Dienste betrifft, so liegt es bei Ihnen, ob Sie diese Dienste nutzen. Wenn Sie es nicht tun, erfährt Google gar nichts über Sie. Auch hier liegt es bei Ihnen, was Sie preisgeben und was nicht.
@Ubuntubru: Da „alle“ auch Google einschließt, gehört die Straße eben auch Google.
Es mag sein, dass Sie das wollen, aber Wollen ist nicht Können. Wenn Ihr Haus von der Straße aus sichtbar ist, können Sie niemandem verbieten, es anzusehen, zu fotografieren, oder Bilder davon zu veröffentlichen. Ihr Recht auf Privatsphäre endet dort, wo der öffentliche Raum beginnt. In einem Land, in dem das anders wäre, würde ich nicht leben wollen.
Alles richtig. Ich kann nur zustimmen und zusätzlich vor Anti-StreetView-Gesetzen warnen, die wohl eher zu Abmahnwellen als Datenschutz führen würden.
Im Großen und Ganzen kann ich deinem Artikel zustimmen, muss mich aber auch Marcel anschließen. Das Problem ist nicht, dass Google Dinge macht, die andere Firmen bereits seit Jahren durchführen, sondern die Tatsache, dass dies alles innerhalb eines Konzerns passiert und so enorme Datenmengen durch die Zusammenführung der einzelnen Dienste gewonnen werden können… Wenn man bedenkt, dass Google vom Verkauf dieser Daten lebt birgt das doch einen gewissen Grund eine kritische Sichtweise zu wahren.
Danke - Ihrem Artikel ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen.
Wo ist der Flattr Button?
@R. Bollhor: Anders als für DDR-Spione besteht für US-Geheimdienstler kein Einreiseverbot nach Deutschland. Sie können also jederzeit vorbeischauen und sich selber ein Bild von Deutschlands Straßen machen. Das ist mit Sicherheit sogar sinnvoller, als sich auf mehr oder minder statische und zudem nicht zwingend aktuelle Aufnahmen aus dem allgemein zugänglichen Internet zu verlassen. ;)
Sollen wir eine Petition "Pro Google Street View" einreichen? Hinter jeden einzelnen Satz dieses Blogs könnte ich drei Ausrufezeichen setzen. Ich denke, dass viele, die sich gegen das Abbilden ihrer Häuser aussprechen, den Dienst im Ausland gerne nutzen. Nämlich immer dann, wenn sie in Urlaub fahren und sich anschauen möchten, wo ihr Quartier liegt, wie die Gegend drumherum aussieht und was man dort so unternehmen kann.
@Marcel:
Die Vorstellung, dass Google die Streetview-Aufnahmen automatisch auswerten könnte und zB die finanzielle Situation der Bewohner feststellen könnte ist zur Zeit einfach lächerlich. Dies wäre heute (wenn überhaupt) nur durch menschliche "Auswerter", die jedes Haus betrachten müssten, möglich (und dann wäre die Kosten einfach viel zu hoch). Algorithmen, die das können, werden aller Voraussicht nach auch in den nächsten 5-10 Jahren nicht zur Verfügung stehen. Und dann wird die Aussagekraft der alten StreetView-Aufnahmen kaum noch über dem liegen, was durch andere Quellen (zB Wohngegend) sowieso erschlossen werden kann.
Dass Sie diese angebliche Horrorvision anscheinend selbst nicht für möglich halten sieht man übrigens daran, dass für die von Ihnen aufgeführten Beispiele StreetView-Daten weder nötig noch hilfreich sind.
@ewe:
Google lebt nicht vom Verkauf persönlicher Daten. Google (im Wesentlichen) lebt vom Anzeigen bzw. Einbetten von Werbung in Webseiten. So hierfür "persönliche" Daten verwendet werden (beispielsweise für die Auswahl wem welche Werbung angezeigt wird), bleiben diese Daten stets bei Google und werden nicht an Werbekunden weitergereicht. Vom Verkauf kann also keine Rede sein.
Zitat: "@Marcel: Wenn Sie Ihre Adresse nicht in einem öffentlich einsehbaren Verzeichnis eintragen lassen oder sie Google selbst mitteilen, dann kann Google auch die Aufnahme Ihres Hauses nicht mit Ihrer Person in Verbindung bringen."
Im Rahmen einer Seminararbeit für mein Studium hatte ich vor 2 Jahren untersucht, dass es möglich ist alleine aus Suchanfragen herauszufinden, wer diese Suchanfragen abschickt und wo er wohnt. Das funktioniert zwar nicht bei jedem, aber wer hat noch nie seinen eigenen Namen oder seine Adresse "gegooglet"...?
Wirklich ein ganz großer Artikel zur Verlogenheit vieler im Bezug auf die Privatsphäre.
Danke!
Du hast es auf den Punkt gebracht! Bitte helft mit das diesen Artikel viele Menschen lesen, aufgeklärt werden und die nervige Diskussion über Google ein ende nimmt.
Stimme zu 109% zu
Eine sehr schöne Darstellung der aktuellen Situation, die meine Meinung voll und ganz wiedergibt, vielen Dank!
Ich freue mich schon auf den Start von StreetView und all die Gegenmaßnahmen (Fotografieren von verpixelten Häusern) die dann zwangsläufig anlaufen werden.
wunderbar geschrieben und mein absolutes PRO
Danke für dieses Statement - es passt haargenau zu meiner Sicht unter
http://www.ostwestf4le.de/...u-google-street-view/
@Ulf: In riesigen Menschenmengen lassen sich anhand von Bilddaten schon einzelne Personen identifizieren. Genauso einfach kann man eine Villa von einer Wohnkaserne unterscheiden. Und sei es, wie in meinem einfachen Beispiel, nur dadurch, dass man die Fenster/Stockwerke zählt. Davor stehende Autos lassen sich durch pattern matching recht zuverlässig identifizieren.
Natürlich lässt sich vieles auch ohne Streetview herausfinden, aber jede weitere Datenquelle komplettiert das Bild des Nutzers, der beworben werden möchte.
Oder glauben Sie, dass Google Millionen ausgibt nur um uns die vorherige Besichtigung unseres Urlaubsortes zu ermöglichen? Wohl kaum.
Den hätte ich jetzt gerne geklickt :-)
"Die Straße gehört uns allen." - schöner Schlussatz und vollkommen richtig, die Fotos und die Daten im Internet gehören alledings nicht uns sondern Firmen wie Google & Co.
einfach richtig gut
Über 50 Beiträge pro Streetview (mit Bildern)
http://archiv.twoday.net/search?q=streetview
Seh ich genauso, das die öffentliche Straße allen gehört. Komisch, über WEBCAM´s hat es diese Aufregung noch nicht gegeben, obwohl hier ja sogar Livebilder mit Personen zu sehen sind. Die Bilder bei GSV sind doch zumindest was die angezeigten Personen betrifft, nach einigen Monaten völlig veraltet.
Fotos so ziemlich aller Häuser samt der Einschätzung wie das Umfeld, die Mietsituation usw. ist, gibt es schon lange. Geoscoringfirmen wie z.B. infas Geodaten und martview (steckt die GfK dahinter) machen das schon seit Jahren und reichern das Ganze mit Daten von Adresshändlern, Kundenkarten, statistischen Erhebungen (Fragebögen), Daten von Versandhändlern wie Otto uvm. angereichert, hübsch aufbereitet und dann für viel Geld zwecks Marktanalysen, Scoring von potentiellen Kunden (z.B. bei Kreditvergabe durch eine Bank) genutzt. DAS sollte uns mehr sorgen machen als Street View, denn das betrifft uns alle. Jetzt schon.
Hier ist der Punkt, den Sie anscheinend nicht verstehen wollen: Jede weitere Datenquelle komplettiert das Bild des Nutzers, das der Nutzer selbst erstellt hat. Google klaut doch keine Daten, die nicht entweder sowieso öffentlich zugänglich sind (wie z.B. die Frontansicht Ihres Hauses) oder die Sie zugänglich gemacht haben. Behalten Sie die Daten, die Sie nicht weitergeben wollen, doch auch einfach für sich.
Ich sehe in der aktuell angestrebten Datenerhebung nur den Beginn einer auf die dauerhafte Offenlegung der Lebenswege verschiedener Menschen, die offensichtliche Möglichkeit des daraus resultierenden Gewinnpotentials und der Macht von Google über Regierungen, Konzerne und Einzelpersonen ist ein richtiges Problem in einem System, in dem der Nationalstaat zerfällt und internationale Konzerne zusehens an Macht gewinnen. Ich fordere daher zwingend ein Gesetz, in dem das Filmen und Photographieren von Gebäuden und Menschen durch Unternehmen, abgesehen von öffentlichen Veranstaltungen untersagt wird. Ob ich, und wann ich und wo ich zum Zwecke der Veröffentlichung gefilmt werde, darüber möchte ich selbst entscheiden. Immer, und immer im voraus.
Google ist Wahnsinn.
oberflächlicher Artikel.
Das Problem von Google ist doch, dass in vielen Bereichen (Streetview), Buchdigitalisierung Tatsachen geschaffen werden und erst nach massivem Protest ein klein wenig eingelenkt wird. Google übt eine Marktmacht un Monopolstellung exessiver als es MS je tat.
Dass bspw. andere eMail Anbiete auch Mails speichern mag korrekt, sein, macht die Sache aber nicht besser, so eine "Argumentation" zu führen ist schon dreist. Dass sich Kritik an einem Marktgebahren immer am Marktführer auslässtist doch nichts neues.
Mir sind Streetview Kritiker(zu denen ich nicht mal zähle) um einiges lieber, als Menschen die blind, taub und kritiklos durch die Gegend laufen.
@Gareth: Erklären Sie mir doch bitte wie der normale User dank Google Analytics, AdSense etc. NICHT von Google erfasst werden soll. Wenn ich nicht will nützt es mir nichts, da Google auf enorm vielen Seiten im Hintergrund verborgen liegt ohne dass ich es unbedingt bemerke. Ich muss nichtmal deren Suchmaschine nutzen und werde trotzdem erfasst.
Man muss also nichts selbst erstellen, es wird erstellt. Ohne Fragen zu stellen.
@JMK: Danke für den Beitrag.
Es werden Tatsachen geschaffen, weil es keinen Grund gibt, dies nicht zu tun. Dass man nach Protesten einlenkt, ist doch nachvollziehbar. Auch für einen Konzern wie google ist es wichtig, in der Öffentlichkeit nicht nur negativ wahrgenommen zu werden. Ob der Protest berechtigt ist oder nicht, steht dabei doch auf einem anderen Blatt. Die einzigen, die sich steten Protest leisten können, ohne etwas zu verändern, sind Zwangskundenanstalten wie die GEZ.
Es ging doch nur darum, dass immer google für solche Diskussion herhalten muss, und GMX, Web und andere (wesentlich schlechtere) Maildienste nicht. Private Mailkonten gibt es heute übrigens für lächerlich niedrige Beträge. Da können Sie sich nicht nur Ihren Accountnamen aussuchen, sondern auch gleich noch die Domain und das Länderkürzel. Dann besorgen Sie sich ein Mailverwaltungsprogramm und das Problem ist gelöst. Niemand zwingt Sie, sich bei google oder anderen Diensten zu registrieren.
Dort werden Sie aber doch nicht als "Marcel" erfasst, mit Alter, Größe und Lieblingsfilm, sondern mit Ihrer IP-Adresse. Außerdem hat Google Analytics sich nicht in Ihren Computer eingehackt, sondern wird von den Seiten, die Sie frequentieren, als Dienst genutzt. Welcher Nachteil entsteht Ihnen durch diese Erfassung? Und was hat Ihr Haus damit zu tun?
Mit "Daten" meinte ich aber außerdem Ihre persönlichen Angaben, die Sie schützenswert finden, nicht die Frage, ob Sie häufiger bei Spiegel Online oder bei der taz vorbeischauen. Die Bekanntgabe dieser Daten obliegt ausschließlich Ihnen.
Ich kann Dir da nur zustimmen. Ich mag Googles Fähigkeit, die Welt etwas einfacher und damit auch besser zu machen. Um Datenschutz sollte man sich eher an anderer Stelle gedanken machen als bei fotografierten Hausfassaden, die zudem bei Veröffentlichung gut 12 Monate alt sein dürften.
Ich finde StreetView gut und habe das auch in einem ähnlichem Artikel auf meinem Blog so gepostet.
Übrigens: Kritisieren tun doch eigentlich immer diejenigen, die von dem, was sie kritisieren, keine Ahnung haben.
Grüße und danke für diesen schönen Artikel.
Wirklich klasse Artikel. Würde mich freuen wenn der Artikel auch bei den Kritikern gelesen wird. Ich habe ihn gleich getwittert.
Mein Problem ist, dass im Selbstverständnis unserer
Sprache "gehört allen" meint, "gehört niemandem" und
jeder kann es sich nehmen und damit machen, was er will. Erst wenn die
in unserer Sprache ausgedrückten gesellschaftlichen Verhältnisse dahin
geändert sind, dass "gehört allen" meint, "gehört keinem"
und niemand kann es sich nehmen, wird ein "Street-View" nahezu
unproblematisch sein.
Solange die Unbedarften alle Webseiten mit Google als Startpage aufrufen und ihren gesamten Verkehr freiwillig mitteilen, ist mir um die Unternehmung und riesige Gewinne nicht bange.
Die eigentliche Diskussion geht an der Positivzustimmung zur Nutzung erfasster Daten und ggf Payback, Kompensation sowie Mitteilung der Weitergabe an wen zu welchem Zweck vorbei.
@A.S:
>>@Ubuntubru: Da „alle“ auch Google >>einschließt, gehört die Straße eben auch >>Google.
Wortklauberei. Google ist kein Individuum, sondern eine Werbefirma.
>>Ich will aber selbst darüber bestimmen, ob >>mein Haus dargestellt wird oder nicht.
>>Es mag sein, dass Sie das wollen, aber >>Wollen ist nicht Können. Wenn Ihr Haus von >>der Straße aus sichtbar ist, können Sie >>niemandem verbieten, es anzusehen, zu >>fotografieren, oder Bilder davon zu >>veröffentlichen.
Das altbekannte Argument, das durch Wiederholung nicht klüger wird. Ansehen ist nicht dasselbe wie weltweit verfügbar machen. Fotografieren oder Bilder davon zu veröffentlichen ist ebenfalls nicht dasselbe. Das lässt sich mit StreetView nicht vergleichen, das sind zwei ganz verschiedene Dinge!!
>>Ihr Recht auf Privatsphäre
>>endet dort, wo der öffentliche Raum beginnt. >>In einem Land, in dem das anders wäre, würde >>ich nicht leben wollen.
Hoppla. Ein digitaler Anarchist.
Bitte. Dann hätte ich gerne Ihre Adresse. Ich werde Sie dann mit einer Kamera im öffentlichen Raum begleiten und Ihr öffentliches Leben feeden, Mr. Truman.
Ich werde die Kamera auf Ihre Haustüre richten. Sie werden sich mit der Zeit nicht mehr auf die Strasse trauen. Sie werden vereinsamen.
Sehr guter Bericht, vor allem sehr zutreffend!
Sehr guter Bericht, vor allem sehr zutreffend!
Sie gehen aber mit analytischem Scharfsinn ans Werk. Ich glaube, Sie haben damit auch endlich enttarnt, was google eigentlich mit Street View bezweckt. Ich empfehle den völligen Verzicht aufs Internet, bevor google Sie in die Vereinsamungsfalle treibt. Obacht ist geboten.
@Gareth: Ich sitze schon lange zitternd vor Angst im Kabäuschen.
Ganz im Ernst: Die Welt ist komplex. Ich mag Google eigentlich auch, benütze sogar einige Dinge.
Trotzdem bin ich ein scharfer SV-Gegner. Verwirrend, nicht? Die Tragweite eines solchen Einfalls in die physische Welt wird massiv unterschätzt. Der Dienst steht erst an seinem Anfang. Computersysteme entwickeln sich laufend weiter...
"Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum."
Gut DU ARSCH von einem Spanner, der seinen ARSCH nicht mehr hinterm Monitor vorbringt, dann ZAHLE mal für die Frontseite meines Hauses.
Solche bescheuerten SPANNER-LOGS kannst du dir schenken!!!
Dann führen Sie diese Tragweite doch mal aus, statt sich in vagen Verschwörungstheorien zu verlieren. Das ist doch genau das Problem der Debatte, dass die contra-Seite überhaupt keine stichhaltigen Argumente vorbringt, sondern sich auf Angstmacherei beschränkt und wie ein Marktschreier durchs Land läuft, um vor einer angeblichen Datenkrake zu warnen, die ihre Tentakel nach Deutschland ausstreckt.
Vor über einem Jahr wurde Street View in Großbritannien eingeführt, wo man bisher noch keinen negativen Effekt hat feststellen können. Am Anfang gab's auch ein bisschen Drama, oft in Orten, die sowieso niemand zugänglich machen wollte, aber das hat sich dann auch gelegt. Wie lange dauert es also Ihrer Meinung nach, bis "die Tragweite eines solchen Einfalls" sich offenbart?
Ja, doch. Der Herr Hausbesitzer repräsentiert das Durchschnittsniveau der Debatte wie kaum ein Zweiter.
Nur um es mal so zu sagen:
Nur weil viele es so machen heißt es noch lange nicht das es gut ist.
Siehe Beispiel Religion ;) !
In den Neunzigern war mal D-Info das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Jetzt halt Streetview.
Auch heute noch sind die Datenschutzprobleme, die sich aus Angeboten wie D-Info ergeben, wesentlich gravierender als alles, daß die Streetview-Gegner bisher hervorbringen konnten.
Ein Beitrag, der es wunderbar auf den Punkt bringt. Sehr gelungen!
Sehr schöner Artikel -- herzlichen Dank dafür. Eben: Die Privatsphäre beginnt hinter der Wohnungstür (und die ist dann auch wirklich heilig), die Straße gehört allen -- das bringt es haargenau auf den Punkt.
und schon gar kein Verschwörungstheoretiker.
Es ist ein simpler Gedankengang:
Alles, was unkontrolliert eindringt, breitet sich unkontrolliert aus.
Noch einmal: Ich bin nicht gegen Google, befürworte einen Datenschutz mit Augenmass (der voraussetzt, dass der User die Kontrolle über die Daten behalten muss, bzw. dass die unkontrollierte Weitergabe von Daten nicht möglich sein darf) und nehme am digitalen Leben fleissig teil.
Allerdings auch am physischen.
Mich als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, ist wohl einfacher als selber zu denken.
Aber das ist auch typisch sowohl für die Google-Euphoriker als auch für die Google-Gegner: Sie entwickeln keine eigene Meinung, sondern copypasten die Statements anderer.
Sieht man übrigens auch schön in diesen Kommentaren.
@Harki Ey Alda, guckst Du mein Haus an?!?!
ich copypaste überhaupt keine Statements von anderen und bezeichne Sie nicht als Verschwörungstheoretiker, weil ich mir selbst zu schade zum Denken bin. Ich frage Sie nach Argumenten und Sie liefern keins, stattdessen weichen Sie aus und wollen mit mir über die Diskussionsart diskutieren. Dazu habe ich keine Lust -- mir geht's ums Thema selbst.
Sie schwadronieren über weitgreifende Eingriffe, die Street View vornimmt, die dann Ihrer Ansicht nach drastische Auswirkungen haben werden -- entgegen jeglicher Evidenz in Ländern, in denen Street View seit über einem Jahr existiert (Frankreich, Großbritannien etc.). Natürlich sind Sie kein Hellseher, aber dann verhalten Sie sich auch nicht wie einer und prognostizieren Auswirkungen, die Sie nicht benennen und noch weniger datieren können, nichtmal schemenhaft.
@ubuntubru:
Sich die Gedanken anderer zueigen zu machen, wenn man seine eigene Meinung darin wiederfindet, ist ja prinzipiell kein Fehler. Hätten sie auch mal besser gemacht, denn das wäre mindestens so informativ gewesen wie ihre bisherigen gedankenfreien Einlassungen, aber kürzer.
Einen Versuch gebe ich persönlich Ihnen noch; Es wäre nett, wenn Sie mir folgende Fragen kurz beantworten könnten:
Was sind die konkreten Gefahren, die Sie in Google Streetview sehen? Gehört Google Earth ebenfalls verboten? Was würde sich verbessern, wenn der Dienst 'demokratisch legitimiert' wäre? Heißt das, wenn Google eigenmächtig mein Haus photographiert und das Photo rumzeigt ist das schlecht, wenn aber eine Mehrheit beschließt, daß mein Haus jetzt photographiert werden und das Photo rumgezeigt werden soll ist das gut? Was ändert sich dadurch für mich persönlich? Ist der Schutz der Privatsphäre - mal um des Arguments willen angenommen, Häuserfassaden gehörten dazu - etwa prinzipiell Teil dessen, was demokratisch verhandelt werden kann?
... ja, so kann man es nennen.
Ein Jahr? Verdammt kurz. Das reicht etwa bis zu meiner Nasenspitze.
Natürlich haben Sie mich einen Verschwörungstheoretiker genannt.
Umgekehrt habe ich nicht Sie persönlich des Copypastens bezichtigt.
Die Diskussionen sind hüben wie drüben gekennzeichnet von mangelnder Empathie für die Ängste der Menschen, mangelndem Wissen über Daten, Datenströme, Google, das Internet, herablassendem Abqualifizieren kritisch Denkender, die nicht alles mit sich machen lassen, nicht alles toll finden, was von Google oder aus dem Internet kommt.
Wovor denn genau Angst. Eine Frau Winterberg hat bei Bild-online öffentlich Angst, daß Spanner ihr Haus finden könnten. Soll man das ernst nehmen?
Ängste zu haben allein reicht halt nicht. Man sollte sie auch begründen können.
Sonst können wir demnächst auch beispielsweise jeglichen Mobilfunk einstellen, wegen der Krebsstrahlen und so.
Sehr schön geschrieben, dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Eigentlich ja nicht lustig, aber ich musste doch sehr lachen über die 4.
PS: Ich bin auch Google Fan.
> Was sind die konkreten Gefahren, die Sie in Google Streetview sehen?
Das ist die falsche Frage. Meiner Ansicht nach sind die heutigen konkreten Gefahren (sie wurden alle schon mal genannt) nicht mal relevant. Eher die zukünftigen. Welche dies sind, wäre Gegenstand einer öffentlichen Diskussion, eines Meinungsbildungsprozesses, der anschliessend zu einem gesellschaftlich legitimiertem Umgang mit dem Dienst führt.
Es ist schon heute zu spüren, wie sich das Leben durch das Internet verändert. Bisher fand das virtuelle Leben in sich geschlossen statt. Mit SV erfolgt zum ersten Mal ein massiver Eingriff in die physische Welt.
Darüber müssen wir uns alle Gedanken machen.
>Gehört Google Earth ebenfalls verboten?
Ich bin liberal eingestellt. Verbote sind immer das letzte Mittel. Verboten gehören nicht legitimierte und unkontrollierte Datensammlungen. Warum das so sein sollte, versteht sich von selbst.
>>Was würde sich verbessern, wenn der Dienst 'demokratisch legitimiert' wäre?
Er wäre legitimiert. Demokratie ist ein gesellschaftlicher Konsens über die Art und Weise, wie Menschen zusammenleben. Die einen Gesellschaften leben so, die anderen anders.
>>Heißt das, wenn Google eigenmächtig mein >>Haus photographiert und das Photo rumzeigt >>ist das schlecht, wenn aber eine Mehrheit >>beschließt, daß mein Haus jetzt >>photographiert werden und das Photo >>rumgezeigt werden soll ist das gut?
Weder noch. Es ist legitimiert. Ob es gut oder schlecht ist, darüber kann man geteilter Meinung sein.
Auf jeden Fall sollte es in einer wahren Demokratie nicht möglich sein, dass eine ausländische Firma einfach eindringt und vollendete Tatsachen schafft. Zu gross sind die Konsequenzen - welche dies konkret sind, kann ich alleine nicht abschätzen. Ich ahne nur (die Heftigkeit der Diskussion beweist es), dass sie weitreichend sind, letztlich den Anfang eines Umbaus der Gesellschaft und der Demokratie darstellen könnten. Das ganze System gerät möglicherweise mittel- bis langfristig ausser Kontrolle.
Nur ein Beispiel: Politische Parteien sind in einer vollendeten StreetView-Welt (Bezeichnung ist symbolisch zu verstehen) völlig überflüssig, da Bürger Bürger wählen können und keine "Wahlvereine" mehr benötigen. Aber das ist eine völlig andere Diskussion.
>>Was ändert sich dadurch für mich persönlich? >>Ist der Schutz der Privatsphäre - mal um des >>Arguments willen angenommen, Häuserfassaden >>gehörten dazu - etwa prinzipiell Teil >>dessen, was demokratisch verhandelt werden kann?
Absolut, ja. Privatsphäre muss demokratisch verhandelt werden. Dass dies notwendig ist, zeigt die SV-Diskussion mit ihren Schwarzweissargumenten geradezu.
Es tut mir leid, es gibt keine klaren dafür oder dagegen Statements. Meine Argumentation läuft nicht auf der konkreten Ebene (andere nennen das vielleicht herablassend schwadronieren): Das Leben ist eben durch das Eindringen der Online- in die Offline-Welt ungleich komplexer und komplizierter geworden.
Schöner Artikel, ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen:
Das stimmt so nicht ganz: Je nach Alter und Ursprung der Bücher ist es bei Google Books teilweise möglich, in unterschiedlichem Umfang die Bücher auch zu lesen. Die Hysterie darum halte ich trotzdem für übertrieben, genau wie bei Street View.Wenn du Google deine öffentlichen Daten gibst bist du selber schuld.
Natürlich kann Google auch Seiten im Internet scannen. Das mach Google aber nur mit Informationen, die öffentlich sind.
Wenn du jetzt Informationen in diesen BLog schreibst, dann darf Google sich die speichern. Wo ist das problem? Wenn es zu persönlich wird, dann solltest du es nicht veröffentlichen.
Dein Seminararbeit würde ich gerne mal sehen. Könntest du die mal zeigen? Ich fände es wirklich interessant. Du kannst die Datei ja mit einem Passwort verschlüsseln. Dann findet google sie nicht.
@David:
>>...denn das wäre mindestens so informativ >>gewesen wie ihre bisherigen gedankenfreien >>Einlassungen, aber kürzer.
Solche Anwürfe sind in einer Diskussion überflüssig.
Ja, weil Sie Verschwörungstheorien verbreiten. Ich habe Sie aber nicht Verschwörungstheoretiker genannt, weil meine Argumentation nicht ausreicht und ich andere Leute denunzieren will. Ich gebe dem, was Sie schreiben, nur ein Label. Ohne Eifer. Ich finde übrigens auch nicht "alles" toll, was aus dem Internet kommt.
Möglicherweise auch nicht. Rein spekulative Diskussionen sind unsinnig, weil sie per Definition zu nichts führen können.
Das ist keine völlig andere Diskussion, das ist hanebüchen.
Das hat nichts mit "herablassend" zu tun. Das war eine Beobachtung. Tut mir ja leid, aber Sie erzählen hier echt einen vom Pferd.
Ich zitiere eine Passage aus dem o.g. Artikel:
"..... Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
Die Straße gehört uns allen."
Meine Privatsphäre beginnt bei meinem Grundstück und nicht hinter der Wohnungstür. Ich habe auch noch ein Gartenhaus! Zählt das nicht mehr dazu?
Ein Anblick kann kein Eigentum sein, vielleicht ein Recht aber nicht mehr.
Und SV kann mit der aufgesetzten Kamera deutlich besser in meine Privatsphäre blicken als jeder Fußgänger!
Nach der Landesbauordnung NW darf ich eine Einfriedung ohne Baugenehmigung in einer Höhe von 2 Metern zum Schutz meiner Privatsphäre errichten. Nur die Kamera von Street View ist deutlich höher!!
Da maßt sich eine ausländische Firma an, in meine Privatsphäre zu blicken!
The Big Goo
is watching you!
Gut, Ihre Ängste bleiben Ihnen natürlich unbenommen. Sehen Sie aber bitte auch ein, daß andere gerne konkrete Hinweise auf vermutete Gefahren hätten anstatt vollkommen vager Befürchteleien, die genauso im 19. Jahrhundert gegen die Eisenbahn hätten hervorgebracht werden können und mit denen sich prinzipiell gegen alles argumentieren läßt.
Im Übrigen ist die wirkliche Privatsphäre selbstredend kein Gegenstand demokratischer Verhandlung. Ein mit noch so großer Mehrheit gefällter Beschluß, das Innere Ihrer Wohnung abzulichten und die Photos ins Internet zu stellen wäre nicht im geringsten legitimiert, egal wie demokratisch er beschlossen worden wäre.
Wieso betonen hier eigentlich einige ständig, dass es sich um eine ausländische Firma handelt? Würde sich etwas an der Sachlage ändern, wenn google eine deutsche Firma wäre? Das klingt immer so, als hätten hier einige Angst vor der Invasion (von wem auch immer die ausgehen soll)...
@David:Im Übrigen ist die wirkliche Privatsphäre selbstredend kein Gegenstand demokratischer Verhandlung.
Das ist doch sonnenklar. Das habe ich auch nicht behauptet. Die Definition des Privatsphäre ist Gegenstand demokratischer Verhandlung. Das ist etwas anderes als die "wirkliche Privatsphäre".
@Gareth: Ja, klar. Habs verstanden. Sie sind klüger als ich.
@ubuntubru:
Sie finden es überflüssig, wenn ich in Ihren Kommentaren Gedankenfreiheit diagnostiziere (zutreffend, wie ich nach wie vor meine), ich finde es überflüssig, wenn man von mir argumentationslos erwartet, daß ich die eigenen irrationalen Ängste ernstnehme.
Wir müssen wohl beide lernen, uns mit dem jeweils als überflüssig empfundenen abzufinden.
Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, das viele der Gegner von GSV jede Menge der sogenannten Rabattkarten besitzen und regelmäßig einsetzen.
Viele argumentieren, das man GSV verknüpfen kann mit Googlemail, oder der Suche von Google. Wer zwingt denn die Leute diese Dienste von Google zu benutzen?
Gerade in dieser Debatte sieht man, wie die Medien die Bürger manipulieren können. Es ist langweilig (Sommerloch) also wird etwas rausgesucht und publik gemacht, Hauptsache das "Volk" hat wieder was, worüber es sich aufregen kann.
@David:
Nun ja, ich hätte auch beleidigend sagen können.
Die "Diskussion" hier war sehr aufschlussreich: Offensichtlich wird im Zeitalter der Technoreligionen jeder beleidigt, der eine andere oder differenzierende Meinung hat.
Cool! Unter welcher Open-Content-Lizenz veröffentlicht Google seine Bilder?
Ich geh jetzt mal rüber, den Leuten gegenüber das Wohnzimmerfenster verpixeln. Die gucken da immer raus. Geht ja gar nicht!
Danke!
schöner Artikel! Bin durch einen Tweet (von Tim Pritlove) hergekommen und stimme ihm zu: das würde ich gerne flattrn.
Genauso sehe ich das auch. Politiker versuchen sich in etwas reinzudrängen, wovon sie keine Ahnung haben! Ich finde grade Streetview eine gelungene Anwendung. Ausserdem sind das Daten von vor 2 Jahren... Oh mein Gott...
Bin voll deiner Meinung!
Wollte noch hinzufügen das es bei Google meines wissens nach noch keine "Datenpanne" gab! Bei der Deutschen Telekom ist das anderes als Millionen von Daten für jeden zur verfügung standen.
Ein sehr interessanter Beitrag!
100% ACk! Klasse Artikel!
@ubuntubru:
Damit ich das richtig verstehe: Wenn Sie hiesigen Kommentatoren Gedankenfreiheit vorwerfen durch die Behauptung, diese Kommentatoren bildeten sich keine eigene Meinung sondern copypasteten bloß, dann ist das keine Beleidigung; aber wenn jemand erwähnt, daß er in Ihren Kommentaren keine Gedanken vorfinden konnte, dann ist das eine?
Oder wollten Sie die Kommentatoren hier beleidigen?
Danke!!!
Natuerlich gehoeren die Photonen, die von meinem Grundstueck ausgesand werden nicht mir. Aber, dass jeder mal kurz im Internet schauen kann, wie mein Haus aussieht, z.B. bei Bewerbungen o. ae. finde ich dann doch nicht so toll. Generell wuerde ich sowieso immer zu einem Postfach raten. Dann ist dieses Problem schon mal geloest.
Das naechste Problem ist, dass Street View durchaus von Einbrechern benutzt wird, um lohnende Objekte zu finden.
Ein Zweischneidiges Schwert. Wo hoert es auf?
Siehe z.B. hier:
Neues russisches Gerät sieht durch Wände
http://de.rian.ru/science/20100729/127297928.html
So nach dem Motto: Finden sie mein Haus nicht nur im Internet, machen sie auch eine Online Begehung.
ERGO: Erst Denken, dann ein Blogpost machen.
Ich finde Anatols Argument, eigentlich gehe es ja um wichtigere Privatsphärenverletzungen, als um Google Street View, gut.
Allerdings ist seine These, Google Mail sei vergleichbar mit GMX, Freenet, Strato und den Universitäten Hamburg und Bremen purer Unsinn. Letztere sind als deutsche Unternehmen an das Bundesdatenschutzgesetz gebunden und dürfen eben nicht “jede Mail, die ich jemals gesendet habe” speichern. Google Mail, Facebook und die Universität Rice dürfen das, weil die USA eine extrem rückständige Datenschutzgesetzgebung hat. Insofern ist es ein ganz erheblicher qualitativer Unterschied, wo E-Mails und andere personenbezogene Informationen gelagert werden. Und da sind deutsche Provider immer noch die bessere Wahl!
Lassen Sie uns damit aufhören.
Zum Abschluss nur dies (zu Ihrer Frage):
Mein Quote war:
>>Aber das ist auch typisch sowohl für die >>Google-Euphoriker als auch für die Google >>Gegner: Sie entwickeln keine eigene Meinung, >>sondern copypasten die Statements anderer.
>>Sieht man übrigens auch schön in diesen >>Kommentaren.
Ich habe Sie nicht beleidigt, deshalb gibt es keinen Grund, mich anzugreifen. Also: Ein bisschen mehr mitdenken, diskutieren, respektvoll Gedanken aufgreifen, widerlegen oder weiterspinnen... das hätte ich in diesem Umfeld erwartet. (Bitte nicht wieder persönlich nehmen, ich spreche vom Umfeld, nicht von Ihnen).
Hab mich halt geirrt.
Kommt nicht wieder vor.
Bye.
Um es gleich zu sagen: Ich mag Streetview und ich mag Google. Aber wenn Streetview der Aufhänger ist, um politisch über die Stellung von Google nachzudenken, halte ich das für sehr gut.
Das Problem ist die Verknüfung der Daten. Auch Daten die ich Google direkt nicht gebe, aber in anderen Zusammenhängen schon sinnvoll abgebe.
Dazu erlangt Google immer mehr Kontrolle über Websites, durch die suche oder z.B. durch Sperrung von Malware infizierten Seiten in Firefox.
Alles einzeln sinnig oder interessant. Aber was wenn sich falsche Daten einschleichen? Hat schon mal jemand versucht mit Google zu kommunizieren. Fast unmöglich. Wer vertritt mein Recht auf richtige Daten? Wer setzt es durch?
Sollen wir nur stillhalten weil wir Google und seine Features alle mögen? Wenn das Microsoft alles vor fünf Jahren gemacht hätte ;-) ....
Absolut richtig! Wo ist Ihr FLATTR Button?!
Erstmal danke für den Artikel. Ich gehöre zu der heutigen Generation die mit den anfängen von Gameboy und 100 MHz PC`s u.ä. aufgewachsen sind. Und man merkt sehr deutlich den Wandel und Fortschritt den wir durchlaufen.
Nun aber back to topic. Ich habe erst gestern einen Artikel gelesen das schon seit Jahren unsere Häuser erfasst werden allerdings nur in Schriftform in einer Ankreuztabelle. Dies scheint allerdings sehr unbekannt zu sein da die Firma diese Daten verkauft und auch sonst vermeidet darum Wind zu machen.
Und nun macht halt ein Konzern Bilder von Fassaden und stellt diese kostenlos ins Internet für jederman und gibt jedem das Recht auf Widerspruch....
Was für eine Welt :p
-> Artikel: http://www.geografitti.de/...k-statt-fotosammlung/
Danke,
endlich spricht sich mal einer für Street View aus und sagt diesen ganzen Spinnern und Idioten in was für einer bekloppten und widersprüchlichen Welt sie leben.
Danke und nochmals Danke in der Hoffnung Google setzt sich durch und die Dummen sterben aus.
Hallo,
eines solchen Artikels bedurfte es dringend. Sehr erfreulich, dass es ihn nun gibt. Eine Anmerkung habe ich. Sie schreiben:
"[..] weil die Regierung eines anderen Landes das fordert und die in Zukunft per „De-Mail“ mit uns kommunizieren wollen und uns dafür zwingen, privaten Firmen wie United Internet oder der Telekom unsere Personalausweisdaten zu übergeben."
Laut [1] ist die Benutzung dieses Dienstes jedoch absolut freiwillig.
[1] http://www.cio.bund.de/.../DE/D/D35.html?nn=586022
Bin Deiner Meinung. Sehr schön geschrieben!
Hallo !
Ich gehöre sicherlich zu der Gruppe von Menschen, die ihr Geld in großen Teilen mit Google verdient. Dennoch verliere ich dabei nicht meinen Respekt vor der Privatsphäre meiner Mitmenschen. Was Menschen oder Firmen machen können, dass machen sie auch oder versuchen es. Das beschränkt sich aber wie du sagst nicht nur auf Google. Das macht es aber auch nicht besser. Die große Freiheit ist eine Illussion und das alle mitmachen müssen um "dabei" bleiben zu können, ist wie ich finde mehr als erschreckend.
Doch in einem gebe ich dir Recht. Aufhalten werden wir die Entwicklung nicht können. Aber kritisch darf man bleiben ohne Dumme zu sein.
Wow. Wirklich 1:1 das, was ich mir denke. Vor allem der Bericht über die Politiker geht mir sehr ans Herz, Danke!
... mal groß daher reden!
"Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum."
In diesem Satz manifestiert sich das völlige fehlen jeglichen Rechtsverständnisses. Bitte schreiben Sie doch in Zukunft nur über Sachen, von denen Sie behaupten können wenigstens im Ansatz Ahnung zu haben. Vielen Dank!
PS: Ich würde Sie nie davon abhalten sich, meinetwegen auch nackt, in Ihrem Vorgarten im Internet zu präsentieren, sich über sämtliche Google-Dienste informationell nackig zu machen oder eine Payback-Karte zu benutzen. Verlangen Sie aber nicht von anderen Menschen ebenso unreflektiert zu sein wie Sie!
Ja, Google macht viele tolle Sachen. Das stimmt. Doch was wirklich in der Kritik und auch der diffusen Angst drinn steckt ist etwas anderes: Die Intransparenz bei dieser Firma, die bereits die Macht hätte Firmen zu ruinieren (in dem sie sie z.B. aus ihrem Index streicht) oder einen Menschen koplett zu durchleuchten. Das Stichtwort ist vernetzung von Daten unterschiedlicher Quellen. Das hat auch politische Kraft. Bisher ist all das nicht eingetreten aber muss es erst immer einen solchen Fall geben bis die Gefahren erkannt werden?
PS: dass viele Firmen ihre Nutzer über verschiedene Kekse ausspionieren ist einfach falsch. Der Big Player ist doubleclick und das gehört, oh Wunder, auch schon zu Google. Denn Google macht nicht nur neues, sondern kauft auch altes auf! nicht so toll, wie ich und einige Kartellwächter finden....
Hmm, nur weil Bing, e-rent und andere alles fotografiert haben, darf man jetzt auch nicht gegen Google Maps sein? Vielleicht sind die bisher angefertigten Fotos alle rechtswidrig?
Weil Politiker mit zweierlei Maß messen beim Datenschutz und es nicht allen Bürgern auffällt, darf man nicht gegen Google Maps sein?
Die Auflösung bei Bing Maps (Vogelperspektive) lässt übrigens keine Details erkennen.
Nur weil ein Unternehmen mal innovativ war, heißt es nicht, daß man alle neuen Aktivitäten gut heißten muß. Auch Microsoft war mal innovativ und die Entwicklungen waren begrüßenswert. Dann gewann man Macht, Einfluß, ja monopolartige Stellung. Und siehe da, plötzlich war Machterhaltung und -erweiterung im Fokus. Und Innovation adé. Genau da steht auch Google. Und es geht dabei nicht nur um Streetview.
Sie sind der Meinung, Sie könnten sich nackt in Ihren Vorgarten stellen und dann fordern, man solle Ihre Privatsphäre respektieren? Ernsthaft?
superargumente, die wirklich viel abdecken.
Mir scheint, als ob viele der Kommentatoren sich noch nicht bewusst gemacht haben, dass aleine die Benutzung der Google Suchmaschine (ohne Anmeldung oder Nutzung anderer Dienste) eine eindeutige Identifizierung möglich macht.
Vor einigen Jahren stahlen Hacker ca. 500.000 Userdaten der AOL Suche. Vielen der 500.000, nur durch eine ID gekennzeichnete User, konnten zweifelsfrei identifiziert werden nur anhand ihrer Suchanfragen.
Eine Verknüpfung mit einer realen Adresse ist dann ein Kinderspiel.
Wie gesagt, die Streetview-Idee finde ich selbst toll, aber nicht, wenn ein Unternehmen sowas macht, das schon über so vieles Bescheid weiß.
Achje, jetzt war ich gerade auf der Bing-Karte und sehe: es handelt sich sogar um Reihenhäuser im Winkel - die sind also von der Straße aus gar nicht so gut zu sehen, wohl nur eine Giebelwand von allen Hausnummern in der Reihe...
Dafür weiss ich jetzt deutlich mehr über die Bewohner, als ich eigentlich wissen wollte. Vor allem, dass sie sich (unfreiwillig) instrumentalisieren liessen.
Sehr schön auch den weiteren Kontext beleuchtet im Artikel, sehr vielen Dank dafür. Gerade die Aussage, dass dir das Internet vor Googles Suchmaschine nicht gefallen hat. Damals hatten wir nämlich Yahoo...
Endlich jemand, der meine Gedanken auf den Punkt bringt.
Weiter so!