Um es gleich zu sagen: Ich mag Google nicht.
Nein, ich liebe Google. Viele der Politiker, die immer, wenn ihnen sonst gerade nichts einfällt, gegen Google hetzen, kennen das Prä-Google-Internet vermutlich gar nicht. Ich kenne es, und es hat mir keine Freude bereitet. Google hat immer wieder entscheidende Entwicklungen angestoßen, die das Internet überhaupt erst benutzbar gemacht haben. Ich freue mich über das breite Angebot an Suchmaschinen für Texte, Videos, Bilder, usw., an Webmailern, an Blog- und Foren-Plattformen, an Online-Office-Paketen, an Landkartendiensten, an Chat-Anwendungen und an all den anderen Dingen ohne die viele von uns weder ihre Arbeit noch ihre Freizeit vernünftig organisieren könnten, aber wenn Google nicht ständig Messlatten vorgeben würde, gäbe es nichts davon. Google hat sogar die Werbung im Internet erträglich gemacht.
Die Dinge für die Google ständig kritisiert wird, sind oft keine Alleinstellungsmerkmale. Ja, Google speichert meine E-Mails auf seinen Servern auch dann, wenn ich sie gelöscht habe -- genau wie jeder andere E-Mail-Dienst auf diesem Planeten. Auch GMX, Freenet, Strato und die Universitäten Rice, Hamburg und Bremen haben Back-Ups aller E-Mails, die ich jemals über meine jeweiligen E-Mail-Adressen verschickt habe. Ja, Google versucht, mittels Cookie mein Online-Verhalten zu erkunden, genau wie tausend andere Firmen. Ja, Google versucht mich dazu anzuregen, in meinem Google-Profil möglichst viele personenbezogene Daten freiwillig preiszugeben, allerdings lange nicht soviele, wie ein durchschittliches soziales Netzwerk.
Und wenn Google für Alleinstellungsmerkmale kritisiert wird, dann immer zu Unrecht. Die Befreiung von Büchern aus den Bibliotheken ist keine Piraterie geistigen Eigentums, sondern ein Kraftakt, mit dem ein vom Aussterben bedrohtes mittelalterliches Medium ins 21. Jahrhundert geholt wurde. Ich kann die Bücher zwar leider nicht online lesen (wie viele Kritiker zu glauben scheinen), aber ich kann sie durchsuchen und muss mir nur die Bücher kaufen, ausleihen oder anderweitig beschaffen, von denen ich weiß, dass dort etwas drinsteht, das ich wissen will. Das Durchsuchen und Kategorisieren von Nachrichtenmeldungen ist kein Umgehen irgendeines „Leistungsschutzes“, sondern ein Instrument, das es dem Konsumenten erlaubt, sich umfassend und vergleichend über das Weltgeschehen zu informieren, ohne dabei dem Filter eines einzelnen Medienunternehmens ausgeliefert zu sein.
Und Google Street View ist keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre, sondern eine weltweite Nutzbarmachung einer der wenigen Ressourcen, die heute noch der Allgemeinheit gehören: dem öffentlichen Straßenbild.
Vielleicht gibt es wirklich Menschen, die glauben, die Ansicht Ihres Hauses von der Straße aus gehöre ihnen. Diesen Menschen will ich zwei Dinge sagen. Erstens: Ihr liegt falsch. Zweitens: Ihr kommt zu spät, wenn ihr glaubt, ein Verbot von Street View oder eine Verpixelung eurer Häuser würde euch helfen.
Zunächst kurz zum zweiten Punkt. Nehmen wir den Fall der vier Düsseldorfer Rentner Ludwig Hillesheim, Konrad Richter und Anne und Erich Jeschkowski. Die vier sind gerade dabei, zu
Internet-Berühmtheiten zu werden, weil sie sich in einem Artikel für die Rheinische Post als Street-View-Gegner gerieren, und sich dabei
vor ihren Häusern fotografieren lassen haben. Da die vier einen Eintrag im Telefonbuch mit voller Adresse anscheinend nicht als Preisgabe ihrer Privatsphäre betrachten, findet man in dreißig Sekunden heraus, dass sie alle im Mendelweg 47-53 wohnen. Gibt man ihre Adresse bei Microsofts Bing-Kartendienst ein (gegen den merkwürdigerweise niemand protestiert) bekommt man eine recht gute Vorstellung davon,
wo die vier wohnen. Mit der richtigen Hard- und Softwareausstattung -- die ich nicht habe -- könnte ich mir über Bing das Haus sogar aus verschiedenen Blickwinkeln ansehen. Wenn ich es noch genauer wissen will, kann ich mir bei dem Immobilienanbieter e-rent.de
Videos der Straße ansehen, aus einem fahrenden Auto gedreht, ohne dass (wie bei Street View) Nummernschilder und Gesichter verpixelt wären.
Ich will mich über die vier gar nicht lustig machen. Ihnen war möglicherweise nicht klar, dass die Rheinische Post eine Webseite betreibt und ihre Namen und ihr Foto weltweit verbreitet würden. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass die deutschen Telefonbücher online durchsuchbar sind. Wahrscheinlich ist ihnen nicht klar, dass der gesamte Planet, inklusive des Mendelwegs, ständig hochauflösend von Satelliten fotografiert wird und dass die so entstehenden Bilder auf dutzenden von Wegen einsehbar sind. Und mit Sicherheit ist ihnen nicht bekannt, dass E-Rent ganz Düsseldorf gefilmt und ins Netz gestellt hat. Aber ihr Protest kann durch dieses gesammelte Nicht-Wissen als uninformiertes Nachplappern von Sommerloch-Parolen entlarvt und kann damit als Sinnbild für die gesammte Street-View-Kontroverse stehen.
Viel wichtiger ist aber der erste Punkt. Es wird in den lezten Jahren ja sehr viel über die Privatsphäre geredet. An dieser Debatte sind zunächst Politiker beteiligt, die nichts dabei finden, detaillierte Flugpassagierdaten oder Informationen über den innereuropäischen Zahlungsverkehr an die US-Geheimdienste zu schicken, die nichts dabei finden, zentralisiert erfasste lebenslang gültige Steuernummern einzuführen, die ernsthaft vorhaben, Schadsoftware auf die Rechner „verdächtiger“ Personen zu schmuggeln um deren Festplatten auszulesen, die uns biometrische Pässe aufzwingen, weil die Regierung eines anderen Landes das fordert und die in Zukunft per „De-Mail“ mit uns kommunizieren wollen und uns dafür zwingen, privaten Firmen wie United Internet oder der Telekom unsere Personalausweisdaten zu übergeben. Für die dürfte die Diskussion um die Verletzung der Privatsphäre durch Google, Facebook und das böse Internet dazu dienen, von ihrem eigenen schwach entwickelten Respekt vor allem Privaten abzulenken.
Außerdem reden aber auch immer häufiger Privatpersonen wie die oben genannten Düsseldorfer Rentner über angebliche Verletzungen ihrer Privatsphäre. Beschwerden über Google Street View höre ich derzeit fast wöchentlich von Bekannten und Verwandten -- „Du hast doch so ein Blog, was sagst du eigentlich dazu, dass Google uns alle fotografieren und im Internet verkaufen will?“
Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
Die Straße gehört uns allen.
[Nachtrag:
Hier denke ich noch einmal etwas ausführlicher über Öffentlichkeit und Privates nach.]
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Sonntag morgen, als Sascha Lobo und Jürgen Drews vor meinem Frühstückstisch standen — kubitz.net
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Leseempfehlung aus den WissensLogs zum Thema Google Street View — Living the future
Die Straße gehört uns allen — Notizn
Ich sage “Ja” zu Street View — RAPPELSNUT
Intimes endlich öffentlich — Readers Edition
Google Street View — Spreeblick
Street View: Google und das Datenschutz-Paradoxon — zweipunktnull
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Das alles weiss Google nicht - wie kommt man überhaupt auf so eine absurde Idee? Und wenn Du nicht willst dass Dein WLAN gescannt wird, musst Du es absichern. Verfolgungswahn und offenes WLAN passen für mich irgendwie nicht ganz zusammen.
Endlich mal jemand, der argumentativ das widergibt, was eigentlich 90% denkt. Bin absolut derselben Meinung.
Sie haben die Problematik klar und sachlich auf den Punkt gebracht.
Gestern habe ich auf dem Olivaer Platz in Berlin Fotos für 360°-Ansichten gemacht, artig darauf geachtet, dass abgebildete Personen nicht erkennbar sind und war nur mit Stativ und Kamera und Zubehör ausgestattet. Trotzdem wurde ich von einem älteren Herren (also schon ziemlich viel älter als ich und ich bin schon 52) angesprochen, ob ich Google von Berlin wäre. Das Thema ist überall präsent und wird häufig von Leuten beurteilt, die die Komplexität der heute schon vorhandenen Gegebenheiten nicht einschätzen können. Immobiliendatenbanken liefern etliche Fotos von unbeteiligten "Objekten", teilweise auch 360°-Ansichten. Wenn man Google das Fotografieren aus dem öffentlichen Raum verbieten will, müßte man es allen verbieten und das wäre eine sehr schreckliche Vorstellung.
Wir sind seit Jahren Gastfamilie bzw. Betreuer für Austauschschüler aus aller Welt (Russland, Ukraine, Japan, China, Mexiko,usw.) Über Google Earth oder Streetview haben wir uns gemeinsam ihre Wohnhäuser aus der Luft oder virtuell (Japan, Mexiko) von der Straße aus angesehen. Es war immer ein großer Spaß. Unsere Tochter war selbst ein Jahr in China. Dank Google Earth und Skype war sie eigentlich gar nicht so weit weg.
An alle Skeptiker: Google installiert keine Kameras die rund um die Uhr Ihre Aktivitäten aufzeichnen. Es ist eine Momentaufnahme und kein Gauner kann damit etwas anfangen.
Meine Sorge ist, dass man in naher Zukunft nur noch unscharfe, verpixelte Fotos von z. B. einer Fußgängerzone machen kann, da Hausbesitzer und Passanten auf ihre Persönlichkeitsrechte pochen. Vielleicht gibt es auch eine Urheberrechtsklage, weil 3 Tage zuvor ein Anderer von gleicher Stelle ein Foto gemacht hat. So eine Zukunft will ich nicht!
Ich teile alle Argumente in diesem Artikel. Allerdings ist ein wichtiger Aspekt ausser Acht gelassen:
Das die Informationswege drastisch verkürzt werden.
Möchte mein zukünftiger Arbeitgeber herausfinden "wo denn der da so wohnt", kann er zukünftig von seinem Schreibtischstuhl aus an meinem Fenster vorbeisurfen. Das wird in Zukunft toleriert werden (müssen). Vor ein paar Jahren wäre einem der Gedanke garnicht in den Sinn gekommen, dass soetwas überhaupt von Interesse sein könnte. Der nette Arbeitgeber hätte sich dazu bequemen müssen, zumindest jemanden loszuschicken der ein paar Fotos von meinem Domizil schiesst - wie völlig bescheuert möchte man meinen!
Das ist ein relativ plattes - aber durchaus anschauliches Beispiel das eigentlich jeden von uns betreffen kann.
Die Tendenz des Internetvoyeurismus wird somit nach Facebook, GMaps usw nun auf das nächste Level gehoben - Hochauflösendes Bildmaterial jeder Strasse.
Die Servicekomponente ist natürlich enorm - an welcher Ecke liegt die Bushaltestelle? Wie weit muss ich in etwa bis zur Nummer 24 laufen? Da gabs doch mal nen Dönerstand oder?
So müssen wir - wie sooft in dieser Zeit - den Nutzen eines Service gegen den Preis in "Privatsphäre" abwägen.
Siehe Nacktscanner, SocialNetworks, Google, das Internet, bis hin zu "ich gehe auf die Strasse".
Meiner Meinung nach ist das Problem dass jeder sehr individualistische Vorstellungen von "Privatsphäre" hat - im Falle von GStreetView dies jedoch kollektiv entschieden wird.
Diese Sichtweise der Dinge gilt für viele Entscheidungen und Kontroversen die gerade so herumschwirren.
Vielleicht ist unser Wunsch nach Privatsphäre ein Zeichen für die Unfähigkeit mit unserem eigenen Fortschritt umzugehen.
hi stefan,
die entscheidende frage ist : cui bono? ( wem nuetzt es) und es ist voellig klar, dass die massenmedien mit begeisterung auf diesen zug aufgesprungen sind. denn es geht um etwas ganz anderes. google wird in absehbarer zeit zu den jeweiligen strassen auch kleinanzeigen einstreuen. welches restaurtant, kino, bar usw. in der naehe sind. UND das ist das problem der printmedien! denn es geht um den letzten rest eines bereits ziemlich toten geschaeftsmodells der printmedien. dass politiker mit aufspringen ist klar. sie glauben, die mm zu brauchen. so einfach ist die welt.
ps. dass die vier rentner nun nicht unbedingt fuer den nobelpreis kandidieren werden, ist auch klar. aber wie schon andy warhol vor langer zeit mal sagte: irgendwann wird jeder fuer 15 minuten beruehmt. na bitte, die vier haben es geschafft.
"Die Straße gehört uns allen."
AMEN!
Ein hervorragender Text, der auf den Punkt genau formuliert ist. Stehende Ovationen verdient dieses Werk, besonders der Teil über "unsere" Politiker.
Hierzu sage ich nur www.infokrieg.tv
Sollte man sich mal ein paar ruhige minuten für nehmen und nicht alles glauben was einem von dem Medien oder im Internet erzählt wird.
Ist mir unklar, wie jemand die 'sauberen Argumente' hier loben kann. Sie sind nicht nur zu kurz gedacht und einseitig, sondern teilweise polemisch und ignorieren zentrale Punkte.
1. Meine Adresse im Telefonbuch wird nur mit meiner Zustimmung veroeffentlich, das SV-Bild auch ohne (bis jetzt)
2. Jede Webseite hat ein Impressum, in dem die Anschrift steht, was bei privaten Webseiten gleich der Privatanschrift des Betreibers ist. Gleiches gilt fuer Domains. Ergo ist jedes Haus jedes privaten Webseitenbetreibers innerhalb von 10 Sekunden zu finden. [Der Autor dieses Artikels hat auf seiner Homepage (http://www.stefanowitsch.de/anatol/) interessanterweise kein Impressum und keine Adresse im Telefonbucheintrag aber eine Telefonnummer 040 24 85 92 82].
3. Nur weil andere Dienste (Bing, e-rent.de) etwas Aehnliches anbieten, heisst das noch lange nicht, dass das ok ist. Google hat das Problem, der Platzhirsch zu sein, dementsprechend uebertrieben ist die Aufregung, aber der Grundgedanke wird dadurch nicht falsch.
4. Dass die Privatsphaere im letzten Jahrzehnt mangels Interesse der Buerger extrem vernachlaessigt wurde, macht das Problem nicht kleiner, auch nicht, dass es andere Faelle gibt, wo die Verletzung noch eklatanter ist. Ich begruesse die Diskussion, wuerde mir aber etwas weniger Polemik und Schwarz-Weiss-Malerei wuenschen.
5. Die Ablichtung und Veroeffentlichung der Rentner vor ihrem Haus geschah mit ihrer Zustimmung und in ihrem Interesse. Diese ist ausserdem nicht ueber eine Karte indiziert, so dass sie in einem Jahr nur schwerst wiederzufinden ist. Das alles trifft nicht auf SV zu.
6. Panoramafreiheit erlaubt vielleicht die Aufnahme und Veroeffentlichung von Aussenaufnahmen, nicht aber deren massenhafte Indizierung und Verknuepfung
[Niemand muss meine Argumente „sauber“ finden oder loben, aber die von Ihnen genannten „Punkte“ sind irrelevant oder längst beantwortet. Zu 1: Ihre Adresse ist ein personenbezogenes Datum, ihre Hausfassade nicht. Zu 2: Private Webseiten (wie die, die ich unter Stefanowitsch.de betreibe) benötigen kein Impressum, und wenn, dann würde ich sicher nicht meine Privatanschrift dort hineinschreiben, ebensowenig, wie ich sie im Telefonbuch veröffentlichen würde. Meine Telefonnummer dagegen habe ich bewusst und freiwillig veröffentlicht, denn ich will ja, dass man mich anrufen kann. Zu 3: Es geht nicht darum, dass Street View ok ist, weil Andere ähnliche Dienste anbieten: es geht darum, dass es scheinheilig ist, einen medialen Krieg gegen Google zu führen, obwohl dutzende ähnlicher Dienste seit Jahren existieren. Alle diese Dienste bewegen sich rechtlich im grünen Bereich, sonst wären sie längst abgeschaltet. Zu 4: Das Problem ist aber, dass die Street-View-Hysterie von den eigentlichen Verletzungen der Privatsphäre ablenkt. Der Innenminister von Rheinland Pfalz ist sich zum Beispiel nicht zu schade, gestern ein Gesetz gegen „Geo-Dienste“ anzukündigen, und heute ein Gesetz vorzustellen, das die heimliche Online-Durchsuchung von Computern erlaubt. Zu 5: Personen darf man nur mit deren Einwilligung fotografieren, Häuser auch ohne. Zu 6: Von welcher Verknüpfung reden Sie? -- A.S.]
"Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum."
Wie wahr!
Und weil das so ist, kann darüber weder der Einzelne, schon gar nicht eine Privatfirma, schon gar nicht ein ausländischer Konzern verfügen.
Über das öffentliche Eigentum verfügt allein(!!!) die öffentliche Hand nach den geltenden Gesetzen.
Und diese Gesetze haben bislang noch kein jetzt von Google beanspruchtes Sondernutzungerecht festgelegt. Bis das geschieht, ist das Verhalten von Google rechtswidrig, ein Fall für jede Gemeinde, das zu untersagen, ggf. jedes Land durch Gesetz.
Das Sondernutzungsrecht kann eingeräumt werden. Ich schlage vor: 10 Millionen Euro je laufenden Kilometer Straße.
Zu teuer? Dann befasst Euch mal mit den Fragen, was Google damit kommerziell zu tun gedenkt. Da sind die 10 Mio ein Klaks.
Ich habe Widerspruch eingelegt, nicht weil ich mit meinem Vorgarten gepixelt werden will, sondern um meiner Empörung darüber Ausdruck zu geben, dass der öffentliche Raum meines Landes von einem Privatkonzern für komerzielle Zwecke verjubelt wird.
jfo
[Ihnen ist schon klar, dass die Häuser immer noch dastehen, nachdem Google sie fotografiert hat? -- A.S.]
Unglaublich guter Artikel, vielen Dank dafür!
Da kann ich mich nur all den vielen Kommentaren anschließen. Endlich mal richtig schön zusammengeschrieben und auf den Punkt gebracht.
Das schicke ich gleich mal an die Verwandschaft.
Ich finde, dass der Autor in sdeinem Artikel sehr schön das Potentielle Schadenspotential von Google Street View herausdarbeitet - auch wenn das gar nicht sein Gedanke war.
Indem er so schön den Aufenthaltsort der Anti-Google-Rentner herausfiltert und uns jetzt schion zeigt, per individuellem Data-Mining möglich ist. Danke dafür. Genau diese Art der Recherche will ich nicht sehen.
Die Indizierung des öffentlichen Raumes an sich ist nicht das Problem, sondern
a) dass sie von einem privatwirtschaftlichen Konzern getätigt wird, der (b) nebenbei noch so ziemlich die meisten vertraulichen Daten von uns hält, und diese Informationen nun noch geschickter kombinieren kann, und (c) sogar die Frechheiut besitzt, für das Austragen in diesem Service eine Frist zu setzen.
Wofür das alles? Dafür, dass sich anbgebliche Touristenziele einsehen kann??? Wirklich? Fährt deswegen das Street Car durch den kleinsten nebenweg von Witten-Herdecke?
Wueso haben die Datenfahrzeuge nebenbei noch den *zufälligerweise* den W-lan Verkehr mitgeshcnitten? Doch wohl um e-mail Addressen den entsprechenden funknetzwerken und damit den Strassenaddressen zuweisen zu können.
Leute, seid doch nicht so doof, zu glauben, dass es hierbei um einen Service geht. Wir helfen der Dtaenkrake Google nur bei der Vernetzung in den Offline Raum, und das wider Willen.
S242
Mein Kompliment,
dieser ganze Hype um Streetview regt mich nur noch auf, aber noch keiner hat meine Sichtweise so gut getroffen, wie Sie.
Ich finde das so lächerlich, Millionen Bürger lassen Woche für Woche ihre Sex-Magazine und Condome über Payback registrieren und regen sich über Bilder auf, die jeder täglich auch ohne PC zu Gesicht bekommt.
Glad to see some positive Google Street View articles!
Danke für diesen sachlichen und gut lesbaren Beitrag zu der aktuellen Hysterie. Die Bedenken gegenüber Google sind zwar nicht unbegründet, im Falle der aktuellen Diskussion zeigt sich aber oft wieder, wieviele einfach dem Empörungshype folgen, ohne sich weiter zu informieren. Die Meinung steht schon fest - aber ob sie auch selbst gefasst wurde?
Daher sehr spannend, welche Erklärungen Sie liefern, warum es zu diesem Hype kam. Ich habe mir erlaubt Ihren Beitrag auf WeHype zum passendem Google-Street-View-Hypeeintrag zu verlinken.
Viele Grüße,
mandelforce
http://www.berlinonline.de/...itung/karikaturen/13
Gut dass ich hier nach längerer Zeit wieder mal vorbeigeschaut habe und diesen erstklassigen Artikel lesen durfte.
Herzlichen Dank
Danke für den Einwand, Du blitzgescheites Bubchen. Zwei Fragen:
1. In welchen Kulturen? Bitte mit Nachweis.
2. Welche davon sind demokratisch verfaßt und haben diese Bedingungen demokratisch verhandelt?
Zur Erläuterung meiner Aussage (ich hatte ja eigentlich gehofft, daß sich das von selbst verstehen würde): Ich bin natürlich von demokratischen Verfassungsstaaten ausgegangen, in denen einerseits Legislative und Regierung demokratisch eingesetzt werden, andererseits aber i.d.R. nicht grenzenlos in alle Bereiche hineinregieren können. In solchen Staaten findet man meist eine Reihe verfassungsmäßig verankerter Rechte wie Meinungs-, Äußerungs- und Pressefreiheit und etwa auch die Unverletzlichkeit der Wohnung, die gerade den Schutz dessen darstellt, was ich als die 'wirkliche' Privatspähre bezeichnet habe.
Man kann diese Rechte tatsächlich demokratisch verhandeln und auch abschaffen, aber damit schafft sich der demokratische Verfassungsstaat selbst ab. Mit derartigen Vorgängen hat man hierzulande ja auch tatsächlich Erfahrung.
Da ich - ich hielt das wie gesagt für selbstverständlich - meinen Kommentar vor dem Hintergrund des demokratischen Verfassungsstaates schrieb und verstanden wissen wollte, wird sein Inhalt durch die von Ihnen vorgebrachten Geschichten aus der Barbarei natürlich auch nicht tangiert.
@ Elias
Du schreibst:
"Möchte mein zukünftiger Arbeitgeber herausfinden "wo denn der da so wohnt", kann er zukünftig von seinem Schreibtischstuhl aus an meinem Fenster vorbeisurfen. Das wird in Zukunft toleriert werden (müssen). Vor ein paar Jahren wäre einem der Gedanke garnicht in den Sinn gekommen, dass soetwas überhaupt von Interesse sein könnte. Der nette Arbeitgeber hätte sich dazu bequemen müssen, zumindest jemanden loszuschicken der ein paar Fotos von meinem Domizil schiesst - wie völlig bescheuert möchte man meinen!"
Dein Arbeitgeber hat es sich früher einfacher gemacht. Er hat gesagt "Die Gegend kenne ich, die ist schlecht." Am Beispiel: In Bremen gibt es Bremen-Osterholz (Reihenhäuser, Einfamilienhäuser) und Bremen-Osterholz/Tenever (Massenquartier). Aber gleiche Postleitzahl. Der Arbeitgeber sieht die PLZ, assoziiert: Hochhaus, Ausländer, Hartz IV und lehnt ab. Heute schaut er zu Google Earth und sieht es ist im alten Osterholz und morgen mit SV sieht er Dein Haus.
Das kann positiv für Dich sein oder negativ, aber so ist es.
Ich möchte aber mal auf die Scheinheiligkeit einiger Leute hinweisen. "Nicht mein Haus" hat eben diese Bedeutung. Man möchte sich gern per SV die Umgebung der neuen Wohnung (die man danach pixeln lässt) anschauen, den Urlaubsort im Voraus erkunden und viele andere Dinge tun. Da wird auf die Privatsphäre Anderer gesch... . Aber Hauptsache "Nicht mein Haus" !
Also ich weiß nicht, warum so ein Aufstand darüber gemacht wird.
Ich bin mir sicher, dass man um dieses Thema längerfristig nicht drum herum kommt.
Nur in Deutschland machen die Menschen solch einen Aufstand.
Wunderbare Argenumetation und Darstellung der "Problematik" Datenschutz in Deutschland.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Danke!
Sorry, aber ich habe einfach die "schnauze" voll vom diskutiren, Ich habe auch keinen Nerv mehr mich argumentativ mit den Street View Befürwortern auseinander zu setzen. Darüberhinaus hätte ich nie gedacht jemals in der Gefahr zu stehen radikalisiert zu werden. Aber es ist leider soweit gekommen. Wenn nach meinem Einspruch gegen Street View ein sogenannter "verschollene Häuser Aktivist" mein Haus fotographieren will um es auf Google-Maps hochzuladen kann es passieren dass ich ihm den Schädel einschlage, Und nein, darauf werde ich sicher nicht stolz sein.
der Mann hat recht !
Ich muss Ihnen auf jeden Fall Recht geben. Ich glaube auch, dass vor allem die Panikmache der Medien verantwortlich für die Skepsis und Abneigung gegenüber Streetview ist.
Außerdem kann sich ein Teil der deutschen Bevölkerung gar kein Bild von diesem Onlinedienst machen und sich objektiv mit dem Thema beschäftigen, da sie ganz einfach kein Internet besitzen und folglich null Ahnung haben.
Die Medien erledigen dannn den Rest!!!
Sehr lesenwert, Daumen hoch!
Jemand hat weiter oben, die erhöhte Kameraposition angesprochen.
Die hat lediglich einen praktischen Sinn:
Wenn das Auto z.B auf engen Straßen unterwegs ist, würde eine direkt auf dem Autodach positionierte 360°-Kamera nur einen begrenzten Blickwinkel ermöglichen.
Du hast Recht, wenn die Politiker mal wieder nichts zu tun haben, fahren sie gegen Projekte, mwie Google Street View. Von wegen Datenschutz! Inzwischen wollen sie doch nur noch, das es so aussieht, als ob sie was für Deutschland tun! Wie viele Kinderschänder laufen frei herum und lachen uns und das Gesetz aus. Dagegen muss wirklich etwas getan werden, aber das sehen die Politiker nicht! Ich finde die getroffenden Maßnahmen zum Start von Street View völlig ausreichend: Jeder der sein Haus verpixeln will, kann dies tun und wer dies nicht tut, hat eben Pech gehabt! Und ich bin ehrlich, ich freue mich schon wenn ich endlich durch die 20 größten deutschen Städte "fahren" kann!
Viele Grüße
genau so denke ich auch
alles schwachsinn mit dem ganzen zensieren
google soll
die die zensieren lassen,
die ganzen google funktionen ausblenden oder gar nicht zur verfügung stellen
Wirklich netter Blog :-) Gut strukturiert und alle Werbeplätze hübsch gestaltet. Und jetzt zum Thema. Ich versteh überhaupt nicht, warum sich jeder aufregt. Ich finde die Idee berauschend, mir Orte anzusehen, zu denen ich einen Flug gebucht habe, um das Hotel und die Umgebung anzusehen. Findet ihr nicht?! Wer nicht will, dass sein Haus irgendwo zu sehen ist, soll er eine Löschung beantragen. Fertig :-)
Sehr geehrter Herr Stefanowitsch,
in Ihrem Artikel werden gleich mehrere Probleme auf einmal - und dadurch zu kurz - thematisiert: Urheberrechtsverletzung, Schutz der Privatsphäre und Datenschutz. Zu letzterem will ich mich gerne äußern, denn ich denke, dass die objektive Sicht bezüglich Datenschutz und Google unter Ihrer Streetview-Euphorie etwas gelitten hat. Ich habe Ihnen mal ein paar Zitate aus Zeitungsartikeln über Google und den Datenschutz zusammengestellt, die dazu beitragen mögen, jenes sensible Thema etwas umfassender zu betrachten.
"Google hatte im Mai eingeräumt, dass die Kamerawagen, die Bilder für den Online-Straßenatlas Street View machten, auch Informationen aus unverschlüsselten WLAN-Netzen aufgezeichnet hatten." [...] "Erst bei deren Untersuchungen sei aufgefallen, dass auch ganze E-Mails, Internet-Adressen und Passwörter unter den Daten seien, hieß es nun."
http://www.sueddeutsche.de/...espeichert-1.1015255
"Und es zeigte auch, was passieren kann, wenn Google einfach mal alles zusammenführt, was es über uns weiß. Stein des webweiten Anstoßes war eine Funktion in Buzz, die "Auto-Follow" heißt und standardmäßig angeschaltet war. Wer ein Buzz-Profil einrichtete, dem wurden automatisch diejenigen Personen als Freunde - wie bei Twitter Follower genannt - hinzugefügt, mit denen er häufig E-Mail-Kontakt gehabt oder gechattet hatte. Diese Freundesliste war für jeden Buzz-Nutzer sichtbar." [...]
Die wahren Folgen dieser alles offenbarenden Grundeinstellungen waren weniger freundschaftlich als dramatisch. Bekannt wurde der Fall einer Frau, deren gewalttätiger Exmann über Buzz ihren - bis dahin geheimen - aktuellen Wohnort und Arbeitgeber quasi auf dem Tablett präsentiert bekam."
http://www.stern.de/...-woche-pruegel-1544392.html
"In der neuen Version des Programms"[Google Desktop] "gibt es nun aber eine weitere Funktion. Sie erlaubt es, auch andere Rechner zu durchsuchen, für die der User einen Zugang hat. Das könnten zum Beispiel Firmenrechner sein. Alle Computer, auf denen der Nutzer die Desktopsuche installiert hat, können nun gleichzeitig durchsucht werden." [...] "Außer wenn Sie Google Desktop sehr sorgfältig konfigurieren - und sehr wenige Menschen werden das tun -, hat Google Zugriff auf Kopien Ihrer Steuerabrechnungen, Liebesbriefe, Geschäftsunterlagen, Finanz- und Krankenakten und alle anderen Textdokumente, die von der Desktop-Software indiziert werden können."
http://www.spiegel.de/...web/0,1518,400196,00.html
"Nun ist bekannt geworden, dass sowohl Google als auch der CIA in eine Firma namens Recorded Future investieren, die Webseiten, Blogs and Twitter-Accounts durchforstet, um gegenwärtige sowie zukünftige Beziehungen zwischen Menschen und Organisationen, zwischen ihren Absichten und ihren Handlungen zu analysieren. In einer Selbstdarstellung behauptet die Firma, man sei auf der Suche nach unsichtbaren Verknüpfungen."
http://www.taz.de/...lter-des-internetfeudalismus/
Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich liebe diese Suchmaschine und ich habe auch nichts gegen Streetview. Aber wenn Sie schon das Thema Datenschutz ansprechen, dann sollten Sie die oben zitierten Ereignisse nicht außer Acht lassen. Google ist ein profitorientiertes Unternehmen und kein Wohltätigkeitsverein, der den Menschen nur Gutes will.
Mit freundlichen Grüßen,
Simon
Bill Kaulitz von Tokio Hotel bei Street View:
http://www.youtube.com/watch?v=OZBrarGNvhQ
"Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
Die Straße gehört uns allen."
Im Grunde ist das richtig. Aaaaber...
Als Grundstückseigner habe ich (abhängig von örtlichen Gegebenheiten) das Recht und die Möglichkeit, den Blick auf mein Haus und meinen Vorgarten durch bauliche Maßnahmen (Hecke, Mauer) einzuschränken. Pflanze ich eine breite, 2,50 m hohe Hecke oder errichte ich eine gleich hohe Mauer, ist es für Außenstehende mit meinem Vorgarten Essig. Die Straße gehört allen - dennoch kann ich gegen den, der auf dem Bürgersteig vor meinem Haus eine Leiter mit dem Zweck aufstellt, über diese Hecke/Mauer zu schauen und Bilder von meinem Haus und Vorgarten zu machen, rechtlich vorgehen.
Was mich persönlich an StreetView stört, ist nicht die Tatsache, DASS mein Haus fotografiert wird, sondern die HÖHE, aus der die Aufnahmen gemacht werden. Abhängig von den verwendeten Fahrzeugen lag der Aufnahmestandort zwischen 2,80 und 3,50 m*. Und DAS stellt sehr wohl einen Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte dar bzw. handelt dem Paragraphen (den herauszusuchen ich jetzt zu faul bin) zuwider, der Aufnahmen privater Grundstücke/Bauwerke von öffentlichem Terrain aus gestattet.
*) Sehr schön ist der Unterschied zwischen zulässigen (hier: Panoramio) und fragwürdigen (StreetView) Aufnahmen in Berlin zu sehen. Achtet einmal auf die Dächer der vor dem Haus parkenden Autos: http://maps.google.de/....029098,0.077248&z=14
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die meisten GSW-Befürworter (UND Gegner) gern ihre eigenen Rosinen herauspicken, um ihrer Argumentation Substanz zu verleihen, doch kaum einer macht sich die Mühe, Für und Wider abzuwägen und auch mal ein wenig ins Detail zu gehen.
Sind Sie mal mit der U3 in Hamburg von der Hoheluftbrücke nach Eppendorfer Baum gefahren?
HochbahnLiveView. (Eine Viaduktbahn.)
[An Hamburgkenner/-bewohner: sind die Verpixelungen in der Isestraße nicht reichlich unsinnig?]
@Martin,
ist zwar schon tausend Male durch die Blogs gegangen, aber einfach mal hier gucken:
Relationen
Also alle Reisebusse verbieten weil man damit ueber die 2,50m Hecke ruebergucken kann?
Ich finde Google Street View für die Tourismusbranche sehr hilfreich. Man kann sich schonmal vorher die Umgebung anscheuen und sehen auf was man sich einlässt.
Aber wenn private Details gezeigt werden, dann geht es zu weit. Es ist ein zweischneidiges Schwert!
Bildbearbeitung,
Liebe macht blind. Dass Liebe auch noch doof macht, das ist neu.
[Wenn Ihnen das tatsächlich neu ist, haben Sie noch nie richtig geliebt. -- A.S.]
Gut geschrieben ...
Bei dem Fall "Rentner-Ehepaare" aus Düsseldorf, habe ich mal kurz richtig aufgelacht ... die Sache ist urwitzig, göttlicher Humor, würde ich fast sagen.
Da arbeiten Mephistoteles und Gott gut zusammen und lachen beide ;)
Vielleicht wollten die einfach mal in die Zeitung oder die Zeitung hat ne Humorsparte :) ... bist du dir sicher, dass das keine Satire war? ;)
Tja, ansonsten hat das Verpixeln wohl ne Art Streisand-Effekt - http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt
Nichtsdestotrotz finde ich Menschen, die ohne zu hinterfragen einfach alles gut finden genauso seltsam wie jene, die gleich reflexartig ihre Ängste allen mitteilen wollen ... hmm, anderereits, wenn's die nicht geben würde, hättest du diesen Artikel nicht geschrieben und ich hätte nichts zu lachen gehabt ... hmm, insofern passt das schon wieder alles zusammen :)
Keiner der Autoren wird etwas ändern, weil keiner eine bedeutende politische Position oder auch nur irgendwo bedeutenden Einfluß hat. Aber sich beschweren macht Freude, tut niemandem weh und ändert auch nichts. Sehr deutsch. Ich finde Streetview toll.
Jaja das ist mal wieder Typisch!
Alte Knacker, die mit ach und krach den PC bedienen können (wenn überhaupt) regen sich tierisch auf wegen dem harmlosen und extrem nützlichen Street View; Aber dass Gevatter Staat uns schamlos ausspioniert ist denen egal.
Ich bin völlig deiner Meinung und man sollte Google helfen!
(Los lasst uns losziehen, Fotos von verpixelten Häusern machen und irgendwo hochladen - flickr oder so - und dann eine Ortsmarke in Google Maps setzen, dass es jeder sehen kann!)
nimm das Paranoides Deutschland!
aber mal im ernst das kann so nicht weitergehen Google ist einfach geil.
und das am 17.03.2011! Geh ruhig unter, Welt! Hauptsache, die Japaner verpixeln ihre Atomreaktoren nicht. Und was mal war, kann man sich - street view sei Dank - auch nach dem Untergang noch immer genüsslich ansehen.
Was mich mal intressieren würde zum Thema Praktikum nach dem Abschluss. Wie ist das denn, weil meistens muss man ja immatrikulierter Student sein für ein Praktikum. Das ist man ja idR nicht mehr, sobald man sein Zeugnis bekommt. Geht das trotzdem? Ich wär an einem Praktikum zur Überbrückung sehr intressiert, fürchte aber, dass mich keiner nehmen würde. Da ich bereits in der Krise feststellen musste, dass mittelständische Firmen bereits nur Praktikanten nehmen, die ein Pflichtpraktikum machen. Dadurch hat das Unternehmen ja steuerliche Vorteile.
Und nicht zu vergessen: Der Bilderdienst Panoramio.com, der auch von Google betrieben wird, wo jeder Privatfotos auch von Häuserfassaden hochladen kann - ohne dass hier irgendwer etwas verpixeln würde. Aber die Rentner haben Glück. Noch hat keiner ihre Hausfassade abgelichtet.
Ich finde das man durch den Google Street View einen größeren Ntzen hat, als das es einen schadet, wie hoch ist den auch die Wahrscheinlichkeit das einer darauf erkannt wird? Und wenn ja, haben es sowie so alle nach 2 Tagen vergessen...