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Zeitschriften auf Papier?

24. Oktober 2007, 16:10

„Auf Papier? Ja, sicher – der Mensch will aus biologischen Gründen immer lesen wollen und nicht in die Glotze schauen! Das ist erwiesen.“ So beruhigen sich die mit Zeitschriften und Büchern befassten Unternehmen. Kongresse darüber finden heute extra zu dieser besagten Großen Rhetorischen Frage statt und bejahen sie stramm und tapfer. Ich habe bei so einem Kongress Leute erschreckt, glaube ich. Papier stirbt nämlich. » weiter

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Pflegeroboter und Technologielüge

11. Oktober 2007, 10:21

Einsparungen kommen zuletzt immer dem Menschen zugute! Das ist die Grundlüge unserer Zeit. Sie lässt sich schwer entlarven. Vielleicht kann ich am Beispiel des Krankenpflegeroboters Ihre automatischen Gedanken ein wenig umbetten und waschen? » weiter

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Virtuelle Streiks in Second Life?

05. Oktober 2007, 10:28

Irgendwer kam letzte Woche mit der Idee, im Second Life Raum zu streiken. „Wir können es nicht wagen, gegen die Kürzungspläne unserer Firma offen aufzutreten. Wir streiken jetzt virtuell!“ Mein erster Gedanke war: „Das werden sie wahrscheinlich tun, es wird eine soziale Revolution.“ Mein zweiter natürlich: „Schande über uns, wenn es so kommt.“ » weiter

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Vertrauenserwerb

28. September 2007, 13:11

Die meisten wollen Vertrauen geschenkt. Wehe nicht! "Er vertraut mir nicht, das merke ich mir." Sind Sie aber vertrauenswürdig? Was tun Sie dafür, Vertrauen zu erwerben?

Erinnern Sie sich an die Vertrauensformel?

Vertrauenswürdigkeit = (Glaubwürdigkeit plus Zuverlässigkeit plus Vertrautheit) / Selbstorientierung. » weiter

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Sag lieber nix!

17. September 2007, 13:15

„Der Überbringer der schlechten Nachricht wird getötet. Deshalb sag ich nichts. Wer kritisiert, kommt um. Wer etwas von sich preisgibt, wird ausgenutzt. Wer hilft, wird hineingezogen. Ich bleibe stumm, alle müssen ihr Unglück selbst erkennen, ich warne niemanden.“

In den letzten Beiträgen habe ich Leute auf den Präsentierteller gestellt, die unerbeten und ungeniert zum Teil unbrauchbar generischen oder banalen Rat über gleich darauf verärgerte, nach Luft ringende Mitmenschen verregnen. Diese Richter, Staatsanwälte und Polizisten, diese energischen Mütter oder Manager sind getrieben von einer Art Sucht, Missstände sofort anzusprechen und zu beseitigen. Dazu bedienen sie sich – wie sie selbst sagen – einer direkten und ehrlichen Ausdrucksweise, die bei den anderen als pure Grobheit ankommt – was die „Ehrlichen“ nie verstehen können. „Was tut es schon, selbst wenn es etwas grob war! Der Misstand muss weg! Ist euch euer Hasenherz wichtiger als die ganze Welt?“ » weiter

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Haben Sie das Recht zum Rat?

07. September 2007, 13:25

„Warum lüftest du nicht am Morgen? Wie oft habe ich es gesagt! Hallo? Hörst du mich? Bin ich Luft? Du ignorierst mich, ja? Ich mache das Fenster auf. Du machst es gleich wieder zu, wenn ich rausgehe, oder? Darf ich dir noch einen Rat geben, welche Socken du anziehen solltest? Warum schaust du immer so leidend? Früher warst du wenigstens aufbrausend. Du wirst schlapp.“

Besonders Menschen mit Exekutionssucht werfen guten Rat und Empfehlungen wie Konfetti um sich herum, und die Menschen haben diese wie Regen zu ertragen. Zum Glück für sie selbst werden sie oft Chefs, Lehrer, Väter oder so ähnlich und können dasselbe nun als mehr verbindliche Anordnung ausstoßen. » weiter

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Die Vertrauensformel

31. August 2007, 13:31

Im "must read" Buch The Trusted Advisor schlagen David Maister, Charles Green und Robert Galford eine Formel für Vertrauenswürdigkeit vor.

Vertrauenswürdigkeit =

(Glaubwürdigkeit plus Zuverlässigkeit plus Vertrautheit) / Selbstorientierung.

Ein interessanter Gedanke, nicht wahr? Im Duden, so hatte ich schon entrüstet in dem früheren „Vertraue mir oder ich hau dich um!“ zitiert, wird Vertrauen in etwa mit Zuverlässigkeit verwechselt und dabei wird so etwas wie Vertrautheit im Sinne der englischen „Intimacy“ völlig außer Acht gelassen. Diese Formel hier erhellt aber alles! » weiter

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Die Exekutionssucht

14. August 2007, 13:43

„Ärgert dich aber dein rechtes Auge, so reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, dass eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.“ Das klingt zu hart, nicht wahr? Heute wird dieses Wort aus dem Matthäus-Evangelium auf Unternehmen angewendet, die sich emsig alle Arme und Beine ausreißen um in den Himmel zu kommen. Problem: „Mein Mann hat eine Bronchitis!“ – Lösung: „Lass dich scheiden!“

Ach ja, die Leute wissen immer so genau, was das Richtige ist. Übergewicht? „Iss weniger.“ Schlechte Noten? „Lerne!“ Stresskrank? „Atemübungen mit Glücksfakelächeln, danach JS-Bachblütentee.“ Hässlich? „Erfinde dich in Second Life neu.“ » weiter

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Wer kein Vertrauen hat, arbeitet nicht gut!

03. August 2007, 13:49

Nur wer das Problem ganz und gar versteht, kann es exzellent zu aller Zufriedenheit lösen. Wer aber kennt das Problem überhaupt? Zuerst muss ihm ja das Problem anvertraut werden. Dazu muss ihm vertraut werden. Wem nicht vertraut wird, der kann das Problem nicht gut kennen. Er wird es nicht wirklich lösen. Zur Exzellenz ist Vertrauen nötig. Haben Sie das? » weiter

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Scheubletten für Überschwarze!

26. Juli 2007, 15:01

Jeder ist der eigene Innenminister. Er muss in sich Ordnung schaffen. Dabei hilft unsere Regierung mit, so gut sie kann. So richtig unterstützen kann sie uns aber erst, wenn sie uns datenmäßig genau kennt, unsere Fingerabdrücke und Gerüche gespeichert hat und in unsere terroristischen Pläne eingeweiht ist. Wie man hört, experimentiert die Verwaltung mit einem neuen Selbstregulierungsverfahren. » weiter

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