Die großen Herausforderungen: Gerard 't Hooft in Lindau
Die Fachgebiete des 1999 Physik-Nobelpreisträger Gerard 't Hooft sind
die Teilchenphysik und Quantumgravitation. Sein Vortrag bei der
Lindau-Nobelpreisträgertagung jedoch handelte nicht davon, sondern von
seinem "Hobby", wie er es nannte: die großen Herausforderungen der
Wissenschaft. In diesem Vortrag bot Prof. 't Hooft einen schnellen Überblick über die großen Themen, die er vorhersehen kann. Mein Blogger-Kollege Lars Fischer hat darüber auch schon kurz im Lindau-Blog geschrieben.
Wie so viele andere Wissenschaftler wurde 't Hooft von der
Apollo-Landung auf dem Mond begeistert. Dies führte dazu, dass er mehr
über Wissenschaft erfahren wollte. Auch in heutiger Zeit gibt es solche
spannenden Unternehmungen. Die Raumsonde Cassini beispielsweise zeigt,
dass das Saturn-System viel komplexer ist, als man früher gedacht hätte.
Wie es wohl wäre, tatsächlich eines Tages dort hin zu fliegen?
Dies ist bereits die erste Herausforderung, die 't Hooft nennt: die
Erforschung des Sonnensystems, nicht nur mit Sonden, sondern auch mit
Astronauten. Auch die Suche nach Exoplanten, wie z.B. die Kepler-Mission
sie begonnen hat, ist eine wichtige Aufgabe. Zu Jugendzeiten t'Hoofts
konnte man nur davon träumen, tatsächlich die Existenz von Planten
außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen - heutzutage kann man, wenn
die Umlaufbahn der Planten richtig ausgerichtet ist, das Licht
detektieren, das von der Sonne des fremden Planeten ausgesendet wird und
durch die Atmosphäre des Planeten läuft. Damit ist es dann möglich,
tatsächlich die Zusammensetzung der Atmosphäre zu bestimmen.
Weitere wichtige Missionen waren COBE und WMAP, mit denen die Strahlung
gemessen wird, die vom Universum selbst ausgestrahlt wurde. Die neue
Mission, PLANCK, wird dazu noch viel Wissen hinzufügen. Ebenfalls
elementar sind die Experimente am LHC, mit denen das Standmodell der
Teilchenphysik bestätigt oder auch widerlegt werden wird.
Auf einer anderen Ebene elementar ist das Projekt, mit dem das Genom der Menschen bestimmt werden wird. Dies wird in der Zukunft fantastische Möglichkeiten bei der gezielten Veränderung des Genmaterials bieten. Auch viele Fortschritte erwartet Prof. 't Hooft im Bereich der Nanomaterialien. Dort werden Werkzeuge möglich, die Materialien Atom für Atom verändern.
Dies hat letztendlich natürlich Auswirkungen auf die Entwicklung der Elektronik, wie sie beispielsweise von Moore's Gesetz beschrieben wird. Dieses "Gesetz" besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip alle zwei Jahre verdoppelt.
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was unsere Zukunft anbelangt ist da der Herr Nobelpreisträger, ein Mann mit Visonen! Was mir gefällt ist, dass er sich zur Generation Apollo zugehörig beschreibt. So gut und spannend robotische Missionen wie Cassini sind, wirklich inspirierend ist nur der echte Mensch im All und da bieten wir unseren Kindern momentan keine guten Vorbilder.