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“In Wirklichkeit …” – Gehirn, Geist, Gott

24. Juni 2015 von Christian Hoppe

Ich habe jetzt erst gesehen, dass ein früherer Vortrag von mir, der inhaltlich gut hier zu meinem Blog WIRKLICHKEIT passt, von den Veranstaltern in Lüneburg bei YouTube online gestellt wurde. Manche Gedanken von damals (2010) sind vielleicht nicht mehr auf dem allerletzten Stand, aber im Großen und Ganzen spiegelt der Vortrag meine Überlegungen zum Verhältnis von Hirnforschung (Naturwissenschaft) und Theologie noch immer wieder. Die "Theologische Replik" beginnt bei 57:00.   ... weiter

 

Das Gehirn ist weiter als der Himmel … – ein Blogpost für Kinder

4. Februar 2015 von Christian Hoppe

Ehrlich gesagt, finde ich den Blick in den Körper des Menschen immer ein wenig ekelig. Faszinierend ist er zwar auch, das stimmt – aber vor allem doch ziemlich ekelig. Das gilt allein schon, wenn man sich Bilder oder Videos von irgendwelchen Organen anschauen muss (und ich möchte mir die dazu gehörigen Gerüche wirklich nicht vorstellen)! Ich war daher auch nie besonders neidisch auf Medizinstudenten, die während ihres Studiums in echt in Körper gucken müssen (natürlich in tote Körper), um zu... weiter

 

Ein einfaches Argument gegen einen Gehirn-Bewusstseins-Substanzendualismus und Konsequenzen in Bezug auf die mögliche Existenz unsterblicher Seelen

23. Dezember 2014 von Christian Hoppe

Alle mir bekannten Religionen operieren auf die eine oder andere Weise mit verschiedenen dualistischen Vorstellungen der Existenz körperunabhängiger, immaterieller, geistig-seelischer Wesenheiten: unsterbliche Seelen, Engel, Dämonen, Götter, Gott. Der wissenschaftliche Nachweis, dass alle geistig-seelischen Vorgänge ausnahmslos Funktionen eines hinreichend intakten Gehirns sind und ohne entsprechende Hirnfunktionen nicht auftreten, würde daher inhaltliche Kerngehalte der Religion berühren, vor allem in ihren praktisch gelebten, dualistisch angelegten Ausdrucksformen und Vorstellungswelten ("Volksfrömmigkeit"). (1) Ein unauflösbares Patt zwischen Religion und Naturwissenschaft? Einerseits gilt: Die Rolle der Hirnphysiologie... weiter

 

Bewusstsein AUS – Bewusstsein AN

3. Dezember 2014 von Christian Hoppe

In einer bisher kaum wahrgenommenen Arbeit zeigten Epileptologen kürzlich, dass die elektrische Stimulation eines sehr eng umgrenzten Hirngebietes das Bewusstsein umgehend abschalten kann. Damit liefern sie einen interessanten Beleg für eine von Francis Crick (kurz vor seinem Tod) und Christof Koch formulierte und im Jahr 2005 publizierte These über eine recht unscheinbare und schwer zugängliche Hirnregion, die ein wichtiges neuronales Substrat des Bewusstseins sein könnte. Die erwähnte Arbeit erschien in diesem Jahr als "Brief Communication" in der Zeitschrift "Epilepsy &... weiter

 

Wenn ein Problem unlösbar erscheint – erweitere den Rahmen!

2. Juli 2014 von Christian Hoppe

Das 9-Punkte-Problem ist ein Beispiel dafür, wie uns implizite unnötige Annahmen über vermeintliche Begrenzungen daran hindern, ein Problem zu lösen; denn nicht selten ist die (regelkonforme!) Erweiterung des Suchraums der Schlüssel zum Erfolg. ... weiter

 

Naturwissenschaft und philosophischer Gottesgedanke

5. Dezember 2013 von Christian Hoppe

Wenn wir - natur- und kulturwissenschaftlich - unsere Geschichte und die Geschichte des Lebens, der Erde und des Kosmos erforschen und uns dabei bewusst sind, dass unser Wissen dramatisch unvollständig und teilweise falsch ist, setzen wir darin notwendig voraus, dass die Vergangenheit irgendwie war und dass sich unsere Erkenntnisse an dieser vergangenen Wirklichkeit zu bemessen haben. Und dies, obwohl wir tatsächlich keinerlei Möglichkeit haben, in die Vergangenheit zurückzukehren, um unser Wissen "vor Ort" zu prüfen. Die (anti-konstruktivistische) Intuition, dass wir... weiter

 

Vom Wissen zum Können, vom Unterricht zum Training – oder: Grenzen des kognitiven Paradigma in der Psychologie

26. September 2013 von Christian Hoppe

Das kognitive Paradigma in der Psychologie modelliert latente Informationsverarbeitungsprozesse, um manifestes Verhalten zu beschreiben und vorherzusagen. Die vermuteten kognitiven Prozesse laufen in einem "kognitiven Apparat" mit einer bestimmten Struktur bzw. kognitiven Architektur ab. Die kognitiven Neurowissenschaften suchen nach den neurophysiologischen Korrelaten oder Realisationen dieser kognitiven Prozesse und Strukturen – denn irgendwo müssen die ja stecken. Im Rahmen des kognitiven Paradigmas – und nur in diesem Rahmen – kann dann z.B. das Gedächtnis als Informationsspeicher angesehen werden. Lernen im Sinne der... weiter

 

Sind die meisten Ergebnisse in den Neurowissenschaften und in der Biomedizin falsch?

4. September 2013 von Christian Hoppe

Im März dieses Jahres erschien in der renommierten Fachzeitschrift Nature Reviews Neuroscience ein Artikel von Katherine S. Button und Kollegen (Pubmed, Volltext), in dem die These aufgestellt wurde, dass die Zuverlässigkeit neurowissenschaftlicher Befunde durch die meist zu geringe statistische Power in den entsprechenden Studien massiv in Frage gestellt sei. Einer der Koautoren dieses "Analysis Paper", der Epidemiologe John P. A. Ioannidis (Tufts University), hatte bereits 2005 in einer Aufsehen erregenden Publikation in der Zeitschrift PLoS One Medicine behauptet – und... weiter

 

Das Nichtvorhandene

26. Juni 2013 von Christian Hoppe

Der Alltagsmensch bezieht sich auf das Vorhandene, Bekannte, Machbare. Er will von anderem nichts wissen, er gibt sich zufrieden, er kennt keine Sehnsucht. Der Wissenschaftler sucht nach dem noch Verborgenen, um es ins Licht zu ziehen, dem noch Unbekannten, um es zu wissen, der technischen Innovation, um mehr zu können. Im Grunde ist auch er ein Alltagsmensch, jedoch mit wesentlich erweiterten Möglichkeiten. Der Gottsucher ist weder fähig noch willens, sein Herz an irgendetwas Vorhandenes zu verlieren; denn alles Vorhandene ist... weiter

 

Gedanken und Wirklichkeit

12. Juni 2013 von Christian Hoppe

In diesem Blogpost mache ich mir Gedanken über Gedanken. Gedanken sind ein erstaunliches Phänomen: Machen wir uns Gedanken – oder fallen sie uns ein? Haben wir Gedanken – oder haben sie uns (Besessenheit, Zwangsgedanken)? Sind die Gedanken frei – oder ist vielmehr derjenige frei, der sich nicht so viele Gedanken macht oder ganz frei von Gedanken ist? Manche Gedanken werden in die Welt gesetzt und breiten sich epidemisch aus, wie mentale Viren. Wir sind alle infiziert davon: längst nicht alle... weiter