AKTUELLE POSTS wissenslogs

 
 

Sanierung von Boden und Grundwasser – ITVA Altlastensymposium 2015 in Bochum #2

Zweiter Teil meiner Nachlese zum ITVA Altlastensymposium 2015 in Bochum (der erste findet sich hier). Drehte sich der erste Teil größtenteils um rechtliche Betrachtungen hinsichtlich der geplanten Mantelverordnung, so wollen wir uns im 2. Teil zunächst einer häufig anzutreffenden Schadstoffgruppe zuwenden, den chlorierten Kohlenwasserstoffen. Diese, besonders die leichtflüchtigen (LCKW) werden gerne in Wäschereien eingesetzt. Und bei unachtsamem Umgang können sie dort auch in den Boden und schließlich in das Grundwasser gelangen. Und wenn das einmal geschehen ist, sollte man sie ... weiter

 

22. April 1915 – der (zweite) Beginn des modernen Gaskriegs

Jetzt im April jährt sich ja zum hundertsten Mal der deutsche Gasangriff in der 2. Ypernschlacht bei Langemarck, der den Krieg durchaus für das Deutsche Reich hätte entscheiden können.[1] Der 22. 4. 1915 gilt als Beginn der chemischen Kriegführung, die deutschen Truppen setzten über 5700 Kanister mit insgesamt 168 Tonnen flüssigem Chlor gegen die Entente-Truppen ein und durchbrachen die feindlichen Linien. Nur weil nicht genug Reservetruppen bereitstanden, um die Lücke in der Front zu nutzen, kam der deutsche Vormarsch zum ... weiter

 

TTIP, Downloadzahlen und ein Fall für Captain Obvious

Ich habe die Diskussion um das Freihandelsabkommen TTIP nur am Rande mitbekommen; was mich betrifft, kann ich daher nicht aus eigenem Wissen zwischen den beiden möglichen Szenarien unterscheiden - erhebliche Einschränkung unserer Freiheit zugunsten der Rechte großer Firmen einerseits oder viel Lärm um ein eigentlich harmloses oder sogar wohlstandsförderndes Abkommen. Aber wenn ich jetzt Schlagzeilen lese wie online in der FAZ, Kaum jemand liest die TTIP-Dokumente (16.4.2015) oder den (offenbar direkt von der FAZ oder aus einem darauf basierenden AFP-Text ... weiter

 

Über mich aktualisiert

Seitdem ich hier bei den Scilogs blogge, hat sich einiges verändert, weshalb ich mich zu einer kleinen Aktualisierung entschlossen habe, das "Über mich" war doch etwas in die Jahre gekommen. Damit es auch gelesen und gesehen wird, zitiere ich es hier mal als Artikel. Die entsprechende Seite wird später aktualisiert Gestatten: Sören Schewe, Wissenschaftsblogger. Gut, das sind hier alle bei den Scilogs. Aber nicht alle bloggen über Tiere in menschlicher Obhut. Das ist mein Gebiet - ein sehr großes und ... weiter

 

„Ich mach dann mal schnell meinen Doktor!“

Axel Meyer schreibt, wir Doktoranden in Deutschland hätten es gut. Längere Verträge? Papperlapapp! Wir haben ja sowieso nichts zu tun. Axel Meyer weiß es, denn er hat in Berkeley, Harvard und Stony Brook studiert. Aber – sehr offensichtlich – nicht in Deutschland. Soviel zu meiner polemischen Zusammenfassung. Jetzt komme ich. Ich habe übrigens in Heidelberg studiert und promoviere dort gerade. Ich habe außerdem in Amerika gelebt, zum Teil in UK studiert und in Harvard (MGH) gearbeitet. Vorweg: Ich bin 28 ... weiter

 

AstroGeo Podcast: Philaes Magnetkompass

Vor fünf Monaten landete Philae auf einem Kometen, gerade 2 Tage, 7 Minuten und 56 Minuten später war alles vorbei. Philae hat in dieser Zeit viele Daten gesammelt. - Aber wo genau der Lander (nach zwei ungewollten Sprüngen) zum Stehen kam, ist bis heute ungeklärt. Ich sprach in Wien mit zwei Forschern darüber, inwiefern Philaes Position etwas genauer bestimmt werden konnte. Karl-Heinz Glaßmeier nutzte dazu ein im Herbst mit Rosetta entdecktes Signal, das die Magnetometer an Bord beider Sonden aufgefangen hatten. Und das ... weiter

 

Einstein: Eine kleine Reise durch die Raumzeit

Zum 60. Todestag von Albert Einstein: Die Auswirkungen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie. Der Ansatz war revolutionär: Die Newtonsche Physik wurde aus den Angeln gehoben, Raum und Zeit waren keine festen Größen mehr, die Gravitation keine Kraft, sondern eine Eigenschaft der „gekrümmten Raumzeit“. Albert Einstein 1921 bei einem Vortrag in Wien: Er war auf der Höhe seines kreativen Schaffens. Der Physik-Nobelpreis des Jahres 1921 wurde erst 1922 verliehen – er ging an Einstein. Foto: Ferdinand Schmutzer, public domain Aber wie kann man ... weiter

 

Hintertüren und Supergentechnik

Reispflanzen mögen es feucht, ersticken aber, wenn die über längere Zeit unter Wasser getaucht sind. Für Reisbauern, die über keine ausgeklügelten Entwässerungssysteme für ihre Felder verfügen, kann das bei starken Regenfällen zu einem großen Problem werden. Einige Reissorten überleben längere Zeit unter Wasser – ein einziges Gen namens Sub1 macht sie resistent. Als die Pflanzengenetikerin Pamela Ronald von der University of California in Davis das Sub1-Gen entdeckte, wollte sie dieses natürlich schnellstens für die Allgemeinheit verfügbar machen. Fertigen Sub1-Genreis hatte ... weiter

 

Lindau goes Hannover

Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen präsentieren sich mit “Sketches of Science” auf der Hannover Messe 2015 Es ist Messezeit in Hannover – in diesem Jahr präsentieren sich die Lindauer Nobelpreisträgertagungen zum ersten Mal auf der größten Industriemesse der Welt. Als jährliche Konferenz, die die Förderung des Austauschs zwischen Wissenschaftlern verschiedener Generationen und Kulturen im Sinne hat, mag es zunächst wie ein ungewöhnlicher Schritt wirken, sich inmitten internationaler Industriegiganten und mittelständischer Hightech-Betriebe zu zeigen, denkt man jedoch genauer darüber nach, werden die Zusammenhänge ... weiter

 

Über genetisch veränderte Cannabispflanzen

Während der Recherchen für meinen Cannabis-Artikel bei Spektrum haben mich Leute unter anderem gefragt, was dran ist am Gerücht vom genetisch veränderten Dope. Fachleute und Konsumenten (und konsumierende Fachleute natürlich) sind sich weitgehend einig, dass da draußen ziemlich krasses Zeug unterwegs ist - Cannabisprodukte, die weit mehr des Hauptwirkstoffes (6aR,10aR)-6,6,9-Trimethyl-3-pentyl-6a,7,8,10a-tetrahydro-6H-benzo[c]chromen-1-ol (Δ9-Tetrahydrocannabinol, THC) enthalten als normal. Normal ist für klassisches Grünzeug knapp fünf Prozent. Inzwischen scheinen allerdings deutlich höhere Gehalte weit verbreitet zu sein, das Pflanzenmaterial in dieser Studie zur GMO-Frage ... weiter

 

Der frühe Wurm fängt den Krebs

Erinnert ihr euch noch an die Krebs-erschnüffelnden Hunde? Bereits vor einigen Jahren war das ein ziemlich großes Thema, Hundebilder werten natürlich jeden Artikel medienwirksam auf. Im Prinzip ging es darum, dass Krebszellen bestimmte Duftstoffe absondern, die von Hunden auch im System Mensch wahrgenommen werden konnten und das ziemlich gut, nachzulesen z.B. hier. Dass sich diese sehr Erkennungsmethode als leider nicht massentauglich erwiesen hat, liegt u.a. in der Natur des Hundes selbst. Sobald die Hunde ihre Konzentration nicht mehr aufrechterhalten konnten, ... weiter

 

Neues Nobel Lab 360° von Bruce Beutler in der Mediathek

Wie reagiert unser Körper auf Antigene? Wie lange dauert es, um eine krankhafte Mutation zu entschlüsseln? Warum kann unser Immunsystem sich gegen den eigenen Körper richten? Ein Besuch des Bruce Beutler-Lab 360° in der Mediathek liefert detaillierte Einblicke in die Funktions- und Wirkungsweisen unserer Immunabwehr und zeigt, wie diese erforscht werden kann. Über verschiedene audiovisuelle Anwendungen führt das neue Nobel Lab in die Arbeitsprozesse von Beutlers Forschungslabor ein und stellt die spezifischen Aufgabenstellungen seiner wissenschaftlichen Mitarbeiter vor. Seit zwanzig Jahren ... weiter

 

Klimaforschung: Auf Herz und Nieren geprüft

Eine Demokratie braucht unabhängige, öffentlich geförderte Forschung. Diese muss transparent und offen sein und sich einer regelmäßigen kritischen Untersuchung und Bewertung stellen. Das Potsdam-Institut hat seine 7-jährige Evaluierung gerade mit der Bestnote „exzellent“ bestanden. "Ist dieses Pestizid krebserzeugend? Wie wirksam ist dieses Medikament?" Wem würden Sie bei solchen Fragen eher vertrauen: der Forschung des Herstellers dieser Produkte? Oder unabhängigen Forschern an öffentlichen Hochschulen und Forschungsinstituten? Genau, ich auch. Deshalb bin ich ein großer Anhänger der öffentlich geförderten Forschung. Das gilt ... weiter

 

Thirty Meter Telescope vs. heiliger Berg und mehr

Der Berg Maunakea auf Hawaii ist einer der besten möglichen Standorte für astronomische Teleskope auf der Erde, und das nutzen insbesondere die US-amerikanischen Astronomen weidlich aus. Die zwei Keck-Teleskope beispielsweise stehen dort, jedes davon mit einem segmentierten 10-Meter-Spiegel, das japanische Subaru-Teleskop und das Gemini-Teleskop, beide mit Spiegeln der 8-Meter-Klasse. (Hier gibt es eine Übersicht der Teleskope.) All diese Teleskope stehen in einer Umgebung mit wenig Lichtverschmutzung, vergleichsweise ungestörter Atmosphäre und bis zu mehr als 300 klaren Nächten pro Jahr. Teleskope ... weiter

 

Das Gesetz der kleinen Zahl oder wie man Unverantwortlichkeit als Gerechtigkeit verkauft

Sie kennen sicher schon das Gesetz der großen Zahlen. Wir lernen das so: Wenn man 1000 Mal eine Münze wirft, kommt fast nie genau 500 Mal Kopf und 500 Mal Zahl heraus, sondern so „ungefähr 500“. Genauer: Wenn ich den Versuch, 1000 Mal eine Münze zu werfen, immer wieder und wieder wiederhole und mir notiere, wie oft ich Zahl geworfen habe, dann bilden die Ergebnisse in einem Diagramm eine Glockenkurve um den Wert 500. Klar? Als wir unser erstes Kind ... weiter