AKTUELLE POSTS wissenslogs

 
 

Nur in der Verzahnung von Paris und Sendai kann die globale Klimaanpassung gelingen

Von Prof. Dr. Reimund Schwarze, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Nach der feierlichen Unterzeichnung des Weltklimavertrags in New York drängte sich schon fast der Eindruck auf, dass die Welt bereits gerettet sei und man sich nach Jahrzehnten der Klimaverhandlungen nun wieder anderen Themen widmen könnte. Eines fällt derzeit unter den Tisch: Bei aller berechtigten Jubelstimmung – selbst wenn die Staaten ihren Verpflichtungen tatsächlich nachkommen, die Welt auf zwei Grad, wenn möglich auf 1,5 Grad bis zum Jahrhundertende zu begrenzen, ist ... weiter

 

Wissenschaftskommunikation, Marketing und Journalismus

Die Meta-Diskussion über Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsjournalismus und Wissenschaftsmarketing ist alles andere als neu; ich hatte hier zuletzt unter dem Titel Wissenschaftskommunikation jenseits von PR und Journalismus darüber gebloggt. Jetzt bin ich über einen Tweet von Volker Stollorz auf den Beitrag A Looming Rift in Science Journalism gestoßen (in Undark, einem elektronischen Magazin des  Knight Science Journalism Program), bei dem insbesondere die Diskussion in den Kommentaren lesenswert ist. In dem Text selbst geht es um die Frage, ob in Zukunft alle Mitglieder ... weiter

 

From Science to Communications

Das Wissenschaftsbloggen scheint sich zu lohnen, besonders bei den SciLogs. Zumindest für mich! Wie ich vom Wissenschaftsblogger zum Redakteur in einem Berliner Forschungszentrum wurde – eine kurze Statusmeldung.  ... weiter

 

Wie man dem Unterwasservulkan vor El Hierro seine Geheimnisse entlockt

Am 12. Oktober 2011 brach vor dem Fischerort La Restinga auf der Kanareninsel El Hierro ein Unterwasservulkan aus. Angekündigt hatte sich die Eruption schon längere Zeit durch eine steigende seismische Aktivität, so dass man einigermaßen vorgewarnt war und Maßnahmen ergreifen konnte. Doch warum gab ausgerechnet bei El Hierro auf den kanarischen Inseln ein Vulkan sein Inneres preis? Die Kanarischen Inseln liegen direkt über einer Zone im Erdmantel, einem so genannten Hot Spot (der möglicherweise weniger „heiß“ als „nass“ ist, aber ... weiter

 

Wie „gerecht“ sind Leistungsanreize an Hochschulen?

Wenn es um Leistungsbewertungen und Leistungsanreize geht, wird oft auch deren (Leistungs-)Gerechtigkeit[1] diskutiert. Allerdings wird dabei meist auch schnell deutlich, dass sehr unterschiedliche Vorstellungen davon existieren, was als `gerecht´ anzusehen sei, wie nachfolgende Äußerungen veranschaulichen: „Fair ist der Vergleich nur zwischen Hochschulen, die mit Blick auf die Zielsetzungen, ihr Profil und ihre Strukturen wirklich vergleichbar sind.“, so ein Mitarbeiter des CHE zum europäischen Hochschulranking U-Multirank (Federkeil 2009: 7). Dagegen sagte der ehemalige baden-württembergische Wissenschaftsminister Frankenberg[2]: „Es ist im Leben immer so, ... weiter

 

Wissenschaftler helfen Lesern, in der Berichterstattung zum Klima Fakten von Fiktion zu unterscheiden

Gastbeitrag von Emmanuel Vincent Während 2016 auf dem Weg ist, 2015 locker als das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen zu übertreffen,  behaupten immer noch einige Schlagzeilen in sonst renommierten Medien, dass „2015 nicht einmal annähernd heißestes Jahr seit Messbeginn war” (Forbes, Jan 2016) oder dass der "Planet sich nicht überhitzt ..." (The Times of London, Februar 2016). Solche Verfälschungen durch die Medien verwirren die Öffentlichkeit und behindern, dass unsere politischen Entscheidungsträger eine gut informierte Perspektive entwickeln und auf Evidenz ... weiter

 

Warum setzt man noch keine Phagen gegen Infektionen ein?

Kennen wir seit Jahren, können wir mitsingen: Osteuropa, lange in Vergessenheit geraten, hochspezifisch, Therapie der Zukunft gegen resistente Bakterien. Das geht jetzt aber schon so lange, dass mich immer wieder Leute fragen, was denn nun wirklich ist mit den Bakteriophagen. Heute hat mich Matthias Warkus auf Facebook wieder einmal wegen des Themas angestupst. ... weiter

 

Skandalöse Ungleichheit! 10 Prozent der Köpfe besitzen mehr als 50 Prozent der Bildung!!

Derzeit lieben es viele, über Scheren zu sinnieren, die sich öffnen. Unsere Gesellschaft spaltet sich sichtbar in Arme und Reiche. Es gibt viel zitierte Oxfam-Studien: „Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt etwa die Hälfte des Weltvermögens.“ Das ist alarmierend, wobei nie ganz klar ist, ob die Immobilienwerte und die Rentenansprüche mitgezählt werden, für die meist verlässliche Zahlen fehlen. „62 Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung.“ Ich fürchte fast, dass jeder Einzelne hier von uns mehr als die ... weiter

 

Cantors Einwand gegen Euklids Dimensionsbegriff

Vor etwas mehr als zwei Wochen schrieb ich hier über die vier Raumdimensionen in der Kaluza-Klein-Theorie. Kaluza, Klein und die Stringtheoretiker fordern, dass die Anzahl der Raumdimensionen erhöht werden muss, um die vier Grundkräfte des Universums - schwache Wechselwirkung, starke Wechselwirkung, Elektromagnetismus und Schwerkraft - richtig verstehen zu können. Inwieweit diese Forderung berechtigt ist oder nicht wird die zukünftige physikalische Forschung vielleicht noch zeigen. Jedenfalls ging es dann in den Kommentaren zu diesem Blogartikel hoch her: Einige waren sehr aufgebracht ... weiter

 

Im Kielwasser der Rhetorik: Logik und Grammatik

Im Kielwasser des antiken Bildungsflagschiffs Rhetorik segelten zwei kleinere Boote als unterstützende Versorgungseinheiten. Die Logik, zunächst "Dialektik" genannt, und die Grammatik hatten diese Position nach und nach erobert, und zumindest für die Dialektik hatte dabei Aristoteles eine besondere Rolle gespielt. Der bedeutendste antike Philosoph vertrat eine nicht ganz so „idealistische“ Auffassung von der Rhetorik wie Platon, sondern sah sie als die Lehre des Wahrscheinlichen und der Meinungsbildung an.[i] Die Methoden zum Auffinden der Wahrheit hingegen, insbesondere zur korrekten Ziehung von ... weiter

 

K ist für IMA 2015-119 (Mineral 5108, Kalgoorlieit) #Mineralogisches Alphabet

Die Fortschritte in der Analytik machen die Entdeckung neuer Minerale einfacher. Brauchte man früher noch ganze Handstücke, so genügen heute meist winzige Mineralkörnchen, die man nur unter dem Mikroskop erkennen kann. In wenn man ein solches bisher unbekanntes Mineral gefunden und bestimmt hat, hat man auch das recht, einen Namen dafür vorzuschlagen. Sollte das neue Mineral dann von der International Mineralogical Association anerkannt wird, könnte es den vorgeschlagenen Namen tragen. Welch eine Ehre! Ich erinnere mich noch gut, wie mein ... weiter

 

Hat die heimische Diashow in der Naturfotografie bald ausgedient?

Das Wetter wird schöner, die Tage länger, das sind für die Hobbyfotografen unter den Naturfreunden gute Gründe mal wieder die Kamera auszupacken und für tolle Motive durchs Gestrüpp zu stampfen. In den letzten zwei Wochen bekam ich von diesen Menschen viele schöne Tier- und Naturbilder in meiner Timeline auf Twitter zu sehen. Sie dokumentieren eindrucksvoll die Vielfalt der Tiere und Pflanzen im Ökosystem Wald. ... weiter

 

Vinton Cerf: vom Internet zum Planetennetz

Vinton Cerf wird häufig als ein ‘Vater des Internets’ bezeichnet. Und tatsächlich entwickelte er viele Dinge, die wir täglich benutzen, meist ohne es zu wissen. So schrieb er zum Beispiel das heute gängige TCP/IP-Protokoll, das festlegt, wer im Web was wohin sendet. Jedes internetfähige Gerät besitzt eine IP-Adresse, diese wiederum basiert auf diesem Protokoll. Ein weiteres Beispiel: In den 1980er Jahren überredete Cerf die US-Regierung, das bis dato wenigen US-Behörden und Universitäten vorbehaltene Internet für einen kommerziellen Email-Anbieter zu öffnen, ... weiter

 

Unsichere Webserver sind hässliche Visitenkarten

Für viele Kleinunternehmen, Freiberufler oder Privatleute nimmt die eigene Webseite die Rolle einer elektronischen Visitenkarte ein. Wenige, aber relevante Informationen werden möglichst ansprechend präsentiert. Dann kann man gegoogelt werden und hinterlässt einen möglichst guten Eindruck bei Besuchenden. Die Bedeutung einer digitalen Außendarstellung nimmt stetig zu, da Kommunikationswege und Informationsgewinnung zunehmend über das Internet abgebildet werden. Je größer das Unternehmen oder die Organisation, desto wichtiger wird der Webauftritt. Dann ist er mehr als nur eine Visitenkarte: Produkte und Dienstleistungen werden abgebildet, ... weiter

 

Glyphosat und Krebs – welche Studie stimmt denn nun?

So'n bisschen ist Krebs ja das, was Terrorismus für die Sicherheitspolitik ist: Man klebt das Label auf irgendwas drauf und jagt den Leuten so lange Angst ein, bis man seinen Willen bekommt. Aber: Nur weil Krebs instrumentalisiert wird, gilt noch lange nicht der Umkehrschluss, dass es kein Krebsrisiko gibt. Womit wir beim leidigen Thema Glyphosat wären, über dessen Neuzulassung die EU derzeit verhandelt. ... weiter