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Diese Woche: Angst vor Schmerzen und Infodemiologie

Zwei Fachveröffentlichungen über Migräne beschäftigen sich mit den Fragen, ob die Angst vor Kopfschmerzen die Erkrankung verstärkt und ob online Schlagzeilen zu mehr Internetsuchen über neurologische Krankheiten führen.  Wer an wiederkehrenden Kopfschmerzen leidet, hat oft auch Angst vor Schmerzen. Das stört nicht nur den Alltag, sondern kann durch falsches Vermeidungsverhalten die Situation negativen verstärken. Diese Studie zeigt nun, dass Angst vor Schmerzen deutlich die Stärke und Häufigkeit von Kopfschmerzen vorhersagt. Die Autoren schließen, dass Angst eine bedeutende Rolle in der durch Kopfschmerzen bedingten ... weiter

 

Über die Kluft zwischen Landwirten und Konsumenten

Deliberative Bürgerbeteiligung - was auf den ersten Blick so steif wie ein Schwanz in der Hochzeitsnacht erscheint, soll also die Kluft zwischen Politikern, uns Konsumenten und jenen, die unsere Lebensmittel produzieren, schließen. Oder zumindest verkleinern. Diesen Lösungsansatz schlagen die Autoren des WBA-Berichtes vor. Ich habe mir dieses Kapitel angeschaut und mal aufgeschrieben, was ich davon halte. Ganz kurz: wenn verschiedene Akteure im Rahmen eines politischen Prozesses für einen Austausch von Argumenten und vielleicht auch Sorgen zusammenkommen, ist das eine gute ... weiter

 

Gefangen im Netz? WDR-Debatte und Krimidinner für Kinder

Am Sonntag, dem 26.04.2015, nehme ich ab 11 Uhr an einer WDR-WestArt-Debatte zum Thema "Gefangen im Netz? Wie frei ist der digitale Mensch?" teil. Dabei soll es einerseits über die Erfahrungen mit einem übergriffigen Geheimdienst gehen, die ich hier auf dem Blog einmal geschildert hatte. Aber auch das Thema Cybermobbing war auf Natur des Glaubens schon Thema - nicht zuletzt, weil ich mir auch als Vater Gedanken darüber mache. Schließlich zahlen schon jetzt immer mehr Menschen auch einen furchtbaren "Preis" ... weiter

 

Warum ich nicht an die genmanipulierten Embryos glaube

Gestern ist in Protein & Cell eine Veröffentlichung über genetisch veränderte Menschenembryos erschienen, die auch prompt bekannte Reflexe ("Frankensteins Küche", "ungeheure Macht") auslöste. Ich empfehle da eher Zurückhaltung. Das Ergebnis bleibt bei näherer Betrachtung weit hinter dem zurück, was man mit heute gängigen Methoden für technisch möglich gehalten hätte, zumindest wenn man nach den Warnrufen in Nature neulich geht. Außerdem habe ich an der ganzen Geschichte erhebliche Zweifel. ... weiter

 

Spielen Sportarten Gehirnerschütterungen herunter?

Posttraumatische Kopfschmerzen finden erneut Aufmerksamkeit. Fraglich, ob das wirklich Auswirkungen hat. Eine Fußballstatistik könnte dies nun offenbaren. Über 200 Tage ist eine neue Fifa-Regel in Kraft – die Drei-Minuten-Pause. Sie könnte belegen, dass die Welt des Sports die Bedeutung von Gehirnerschütterungen herunterspielt. Diesen Vorwurf macht ihr zumindest Daniel Newman. Auswirkungen posttraumatischer Kopfschmerzen ins Bild gesetzt Daniel ist ein passionierter Mensch. Solche sucht Nikon für den Wettbewerb „I Am Generation Image“. Menschen, die eine ergreifende Geschichte ins Bild zu setzen wissen. Wer wirklich passioniert ... weiter

 

Welttag des Buches – wir verlosen fünf Bücher!

Der 23.4. ist der Welttag des Buches – bei Twitter ist unter #welttagdesbuches schon einiges los, und unter dem Hashtag #BloggerschenkenLesefreude ebenfalls. Als Bloggerin mit ausgeprägter Freude am Lesen nehme ich das mal zum Anlass, mich in die Aktion einzuklinken, denn die Karg-Stiftung unterstützt die Aktion mit fünf Exemplaren des Buchs Hochbegabung. Erkennen, verstehen, fördern, das Franzis Preckel und ich zusammen geschrieben haben! ... weiter

 

Citizen Science – Was Bürger zur Forschung beitragen

Chancen und Grenzen eines spannenden Konzepts. Was ist Citizen Science? Das kann zum Beispiel so aussehen: Ein Forschungsteam hat aufgrund entsprechender technischer Möglichkeiten mehr Daten erhoben, als es in einem gewünschten Zeitraum mit Fachkräften aus den eigenen Reihen auswerten kann. Nun werden per Projektbeschreibung und auf einer speziell dafür eingerichteten Plattform interessierte Laien gesucht, die bei der Datenanalyse helfen. Erfolgreich geschehen beispielsweise beim Projekt „Seafloor Explorer“ der Woods Hole Oceanographic Institution, Massachusetts. „Help explore the ocean floor“ hieß es da, ... weiter

 

Galaxien aus der Eifel

  Endlich war das Wetter gnädig hier im Westen Deutschlands und ich konnte mit ein paar Sternwartenkollegen in die Eifel zum Beobachten fahren. Da mein neues Teleskop - ein 12" Spiegelteleskop - noch in Arbeit ist, schaute ich bei meinen Kollegen mit. Ich selbst hatte "nur" die Fotoausrüstung dabei. Ziel war das Leo-Triplett, eine Konstellation aus den Galaxien M65, M66 und NGC3628 die sich im Sternbild Löwe in etwa 30 Millionen Lichtjahren entfernung befinden. Das Leo-Triplett ist relativ hell und ... weiter

 

Migräne aus „Kunst des klaren Denkens“ entfernt

Ein Denkfehler wird aus dem Buch „Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli entfernt. „Migräne zum Beispiel kann eine Virusinfektion oder einen Hirntumor bedeuten.“ Der Schweizer Autor Rolf Dobelli schrieb diesen Satz vor vier Jahren in seiner F.A.Z.-Kolumne1 und übernahm ihn dann in seinem ersten, aus der Kolumne entstandenen Buch „Die Kunst des klaren Denkens“. Die Kolumnen sezieren unsere täglichen Selbsttäuschungen, so steht es in einen Interview mit Dobelli. Ohne Denkfehler kommt man erfolgreicher durchs Leben. Welchen Denkfehler macht Dobelli selbst? Migräne ... weiter

 

Brandmarkt Zuwendungsversager!

Alten Berichten zufolge ließ Friedrich II. von Hohenstaufen (1194-1250) einigen Säuglingen testweise jede Zuwendung versagen, sie sollten ganz ohne Kontakt zum gesprochenen Wort aufwachsen. Der Kaiser wollte herausfinden, mit welcher Sprache Kinder geboren werden. Das fand man nicht wirklich heraus, denn sie starben. Das habe ich zufällig im Internet gelesen, und meine Frau sagte auf meine Erzählung hin, sie hatte das schon in der Schule mitbekommen. Dann wissen Sie es schon alle, nur ich nicht? Man sollte es so sehen: ... weiter

 

Der Mond, Aldebaran und die Venus am 21.4.

Der Blick in den abendlichen Westhimmel lohnte sich diesen Abend ganz besonders. Der Mond und die Venus stehen beide dicht beieinander im Stier. Der Mond ist dazu auch noch sehr nahe am roten Riesenstern Aldebaran. Die Gruppe ist so dicht beisammen, dass alle drei ins Sichtfeld eines Teleobjektivs passen. ... weiter

 

Die Zukunft ist weg!

Wie leben wir im Jahr 2000? Die Frage bewegte die Menschen das ganze 20. Jahrhundert hindurch und wurde oft mit Bildern beantwortet. Vor allem die Fragen der individuellen Mobilität und des Wohnens beschäftigten ebenso die wissenschaftlich-technische Phantasie wie die von Künstlern und Architekten. Und von den ersonnenen Fahrzeugen und Wohnmaschinen prägt manches tatsächlich unser heutiges Leben. Aber welche Zukunftsvisionen haben eigentlich wir? Zumindest keine, die man in populäre Bilder fassen kann. Wir haben kein Bild für die Zukunft.   Darauf ... weiter

 

Der Mond bei Aldebaran am 21.4.

Der Syzygienkönig gibt bekannt: Die Venus ist seit der ersten Monatshälfte weiter gewandert, aber immer noch im Stier. Heute Abend begegnet der zunehmende Mond dem Aldebaran - für eine Bedeckung reicht es jedoch bei uns nicht ganz. Eine schöne Panoramaaufnahme müsste möglich sein - knapp drei Tage nach Neumond überstrahlt der Mond noch nicht alles. ... weiter

 

Wo Alpaka und Lama sich gute Nacht sagen

Himmel, wann war ich zuletzt an einem Ort, wo nur der Wind zu hören war? Ewig her. Hier im "Reserva Nacional Salinas y Aguada Blanca" ist in 4300 Meter Höhe nur er zu vernehmen. Der Wind wuschelt die Büschel der Salzgräser in dieser hochandinen Steppe, er streicht den Alpakas und Lamas durchs Fell und sträubt den fast unwirklich rosafarbenen Flamingos das Gefieder. Ja, auch die gibt es hier am Salzsee. Sie machen auf dem Weg von und nach Afrika Station. ... weiter

 

Sanierung von Boden und Grundwasser – ITVA Altlastensymposium 2015 in Bochum #2

Zweiter Teil meiner Nachlese zum ITVA Altlastensymposium 2015 in Bochum (der erste findet sich hier). Drehte sich der erste Teil größtenteils um rechtliche Betrachtungen hinsichtlich der geplanten Mantelverordnung, so wollen wir uns im 2. Teil zunächst einer häufig anzutreffenden Schadstoffgruppe zuwenden, den chlorierten Kohlenwasserstoffen. Diese, besonders die leichtflüchtigen (LCKW) werden gerne in Wäschereien eingesetzt. Und bei unachtsamem Umgang können sie dort auch in den Boden und schließlich in das Grundwasser gelangen. Und wenn das einmal geschehen ist, sollte man sie ... weiter