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Tagebuch: Stratosphärensonde

Tagebuch Stratosphärensonde Der Morgen des 6.9.2014 war ein sehr nebliger Morgen, eigentlich schade dachte ich mir, da ich ja auch Bilder der Umgebung des Aufstiegsplatzes machen wollte. Aber andererseits könnte es ja sein, dass sich der Nebel recht schnell wieder verzieht und zudem stört der Nebel den Aufstieg ja nicht – dachte ich zunächst. Um 8:30 kamen wir am Flugplatz des MFC-Riedstadt an und luden erst mal alles aus, was wir an Material mitgenommen hatten. Danach wurde direkt eine große ... weiter

 

Wie erfolgreich war die DDR-Familienpolitik? Informationen zum Honecker-Buckel (n-tv 3)

Gerade auch in Deutschland gibt es lange Traditionen der Staatsgläubigkeit, verbunden mit einem tiefen Misstrauen gegen zivilgesellschaftliche Selbstorganisationen (wie Familien, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften). Daher werde ich immer wieder - auch im n-tv-Interview - gefragt, ob der Staat denn nicht auch die familienbezogenen Funktionen von Religionsgemeinschaften "ersetzen" könne? Empirisch gesehen ist die Antwort darauf: Bestenfalls teilweise, bislang ist ihm das jedoch noch nie vollständig gelungen. Gegenüber n-tv.de hatte ich daher erläutert: Es gab auch Gesellschaften wie zum Beispiel das sozialistische Rumänien ... weiter

 

Vortragsabend zur Rosetta-Mission in Darmstadt

 Am Samstag, dem 27. September 2014, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik (AAW) Darmstadt e.V. in Darmstadt-Eberstadt einen Vortragsabend, in dem die aktuelle ESA-Kometenmission Rosetta der Öffentlichkeit nahegebracht werden wird. Der Star des Abends ist natürlich die Raumsonde selbst. Da sie allerdings an diesem Abend verhindert ist, kommt Armelle Hubault, Ingenieurin am europäischen Weltraumkontrollzentrum ESOC, von dem aus Rosetta gesteuert wird. Frau Hubault war schon beim Start vor mehr als zehn Jahre im Team und ist inzwischen mit jeder Marotte ... weiter

 

Ende der 2. Woche: …es geht weiter voran.

        Auch wenn das Wetter heute wieder nicht den optimalen Bedingungen entspricht, sind die Arbeiten weiter vorangekommen. In der verheißungsvollsten Sondage 6 gibt es bis zum heutigen Stand die vielversprechendsten Funde und Befunde, wovon eine Vielzahl derzeit noch weiter freigelegt werden muss. Gleich am Morgen besuchte uns ein Sondengänger, der mit seinem Detektor die Grabungsstelle an sich und den näheren Umkreis untersuchte. Seiner Meinung nach gäbe es wohl mehrere neues und altes Metall an einigen Stellen, die ... weiter

 

Langer Name, weiter Weg

Am Pariser Flughafen Charles de Gaulle begrüßt ein Schild die Reisenden. In roter Schrift wird darauf vor Ebola gewarnt: Vorsicht vor dem Blut und Speichel fiebriger Menschen; keine Wildtiere auf afrikanischen Märkten verspeisen! Stunden später sitze ich (gemeinsam mit meinem Onkel, der mich kurzentschlossen als Fotoreporter begleitet) in einer Maschine der Fluggesellschaft „Air Madagascar“ auf dem Weg in die madagassische Hauptstadt Antananarivo. In der Dunkelheit unter uns ziehen ostafrikanische Landmarken hindurch: Die Lichter von Karthoum, Addis Abeba und Nairobi. Dann ... weiter

 

„Brot und Spiele“

  Tag 9, um das gleich vorweg zu nehmen, ließ sämtliche Grabungsteilnehmer erschauern. Allerdings lag dies nicht an furchteinflößenden Funden, sondern eher an dem kühlen Belziger Wetter, das sich auch auf dem Galgenhügel breit machte(und somit vielleicht bei dem ein oder anderen jene Stimmung evoziert, die für eine Ausgrabung einer Richtstätte  von Nöten ist!). Nachdem nun endlich auch der letzte Grabungsteilnehmer mit einer Stunde Verspätung antraf (aus datenschutzrechtlichen Gründen wird der Name an dieser Stelle nicht erwähnt), bewies zunächst die ... weiter

 

Warum wir den Raum krümmen

Im letzten Beitrag habe ich beschrieben, wie in der allgemeinen Relativitätstheorie aus einer lokal symmetrischen Theorie global asymmetrische Phänomene entstehen, ließ aber offen, warum wir Physikerinnen und Physiker so an die Raumzeit-Krümmung hängen. Es wäre doch viel einfacher, den Raum einfach gerade zu lassen und statt dessen ein Kraftfeld einzuführen. Das geht mit dem Elektromagnetismus schließlich auch. Oder mit der Temperatur. Wir möchten Vorgänge aber gern auf möglichst wenige Grundannahmen zurückführen. Das leistet der krumme Raum besser als jedes Feld. ... weiter

 

Polarlichter am Wochenende möglich – UPDATE

Eigentlich vermeide ich es, Polarlichtwarnungen über den Blog zu verbreiten - allzu oft entpuppen sie sich als falscher Alarm. Dieses Mal scheint die Hoffnung der Polarlichtenthusiasten aber etwas größer zu sein, und es kann ja eh nicht schaden, immer einen Blick nach "oben" zu halten! ++++UPDATE, 13.09. 05:40MESZ: Es hat tatsächlich Polarlicht in Deutschland gegeben, allerdings nur schwach und praktisch nur fürs Kameraauge sichtbar. Der Meteoros-Server ist aufgrund von Überlastung zusammengebrochen (und ist zur Stunde noch offline). Es dürften aber ... weiter

 

Ganz großes Kino: Amerikabilder bei Photogrammar

Sie sind unglaublich schön und unglaublich traurig – und sie erzählen viel über das Leben. Für jeden zugänglich und erschlossen ist jetzt ein riesiger Fundus an Bildern aus dem Amerika der 1930er- und 1940er-Jahre, geschossen von Fotografen, die durchs Land zogen, um die Armut zu dokumentieren. Franklin D. Roosevelt wollte während der Weltwirtschaftskrise mit seinem New Deal, einem Programm von sozialen und wirtschaftlichen Reformen, seinem Land eine neue Chance geben. Seinen zum Teil massiven Interventionen wurde Begeisterung, aber auch viel ... weiter

 

Stephen Hawking, das Gottesteilchen und der Weltuntergang

Nachdem im März schon fälschlich behauptet wurde, dass die NASA das Ende der Zivilisation berechnet habe, kursiert seit einigen Tagen wieder eine apokalyptische Warnung, die sich auf eine anerkannt seriöse Quelle beruft. Diesmal geht es sogar um mehr: Um die Vernichtung des gesamten Universums. Die Warnung stammt angeblich von Stephen Hawking, einem der besten Physiker unserer Zeit. Steht also diesmal wirklich das Ende der Welt bevor? Auch wenn es in den Zeitungen anders steht: Der Weltuntergang ist genauso weit entfernt ... weiter

 

ROSETTA: Und noch’n Selfie

Mit dem CIVA-Kamerasystem auf Philae wurde am 7.9.2014 dieses "Selfie" aufgenommen. Es zeigt einen Teil des Rosetta-Bus und einen der riesigen Solargeneratoren mit dem Nukleus von 67P/C-G im Hintergrund. Der Abstand von Kern betrug da 50 km. Die Aufnahme ist ein Komposit aus zwei Einzelaufnahmen, um des Kontrastumfangs Herr zu werden. (Artikel im Rosetta-Blog der ESA) Dies ist nicht das erste Selfie von Rosetta mit der CIVA-Kamera. Bereits im Februar 2007 machte die CIVA-Kamera ein Bild aus derselben Perspektive. Damals ... weiter

 

ROSETTA: Ein buntes Bildchen

Das OSIRIS-Team hat unlängst eine farbkodierte Karte des Kerns des Kometen 67P/C-G publiziert, wie üblich versehen mit dem halben Alfabet an Credits, aber leider ohne die geringste Erläuterung oder Legende. Also muss sich der Betrachter selbst zusammen reimen, was die Kodierung bedeuten soll. Die Ansicht zweigt den Stiefel von der Sohle aus gesehen, mit der Ferse links und dem großen Zeh rechts unten. Der Schaft mit der rechts herausragenden Krempe ist im oberen Teil zu sehen. Einige der hier farblich ... weiter

 

Uranus und der Mond am 10.9.

Jede Branche hat ihre eigenen Witze, die von Branchenfremden meist nicht verstanden oder zumindest nicht für lustig gehalten werden. Ein Witz unter Missionanalytikern ist, dass es niemals eine "Mission to Uranus" geben wird, weil kein Missionsanalytiker Lust hat, sich für seine Arbeit dauern hänseln zu lassen. Nicht kapiert? Macht nichts. Letzte Nacht war der Planet Uranus in unmittelbarer Nähe des abnehmenden Monds zu beobachten. Nicht gerade die beste Zeit für eine Beobachtung. Ich habe es trotzdem mal versucht, und die visuelle ... weiter

 

Das kommt mir spanisch vor …

Die nicaraguanische Zeitung "El Nuevo Diario" berichtet, dass die Kommission, die mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt wurde, die in der Nacht vom 6. auf den 7. September zu einem 12 Meter großen Krater in der Nähe des Flughafens von Managua geführt hat, in verschiedene Richtungen ermitteln will. Ein Meteoriteneinschlag ist nach Aussage der Kommission nur eine der möglichen Hypothesen. Am Ende des Artikels wird allerdings ein Kommissionsmitglied mit der Aussage zitiert, andere Hypothesen würden dann in Betracht gezogen, wenn ... weiter

 

Wolfram Alpha als Überschlagsrechnungshilfe

Nachdem ich jüngst in einem Beitrag wieder die Wichtigkeit von Überschlagsrechnungen erwähnt hatte und andererseits neulich zufällig wieder bei Wolfram Alpha vorbeikam, habe ich mich gefragt, ob Wolfram Alpha nicht ein gutes Werkzeug für solche Rechnungen ist - sowohl während der Rechnung als auch beim Überprüfen der Antwort. Nach eigenem Anspruch will Wolfram Alpha mehr sein als eine Suchmaschine, nämlich eine Wissensmaschine - idealerweise so etwas wie der Computer bei Raumschiff Enterprise, dem man alle für die Mission wichtigen Fragen ... weiter