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Hilfsmittel für Sterngucker: Zielkreis-Schablonen 2014

Was wünscht sich der Amateurastronom? Dunklen Himmel, dunklen Himmel, dunklen Himmel. Den kann ich leider nicht bieten. Dafür aber kleine Helferlein, welche die Himmelsbeobachtung einfacher gestalten. In der kleinen Reihe "Hilfsmittel für Sterngucker" biete ich heute ein Update meiner Sammlung von Zielkreis-Schablonen an. In zwei Blogposts aus den Jahren 2008 und 2013 finden sich ältere Sammlungen von Zielkreis-Schablonen. Wozu Zielkreis-Schablonen dem Himmelsbeobachter bei seiner Arbeit mit Sternkarten am Teleskop dienen, beschreibe ich ausführlich im Blogpost von 2013 "Zielkreisschablonen 2013". Hier ... weiter

 

Tödlicher Bergsturz in China (Video)

Letzten Donnerstag kam es in Sichuan, im Kreis Mào Xiàn zu einem dramatischen Bergsturz, bei dem mindestens 11 Menschen ums Leben kamen und rund 19 schwer verletzt wurden. Das Geschehen wurde von einer Armaturenbrett-Kamera aufgezeichnet. Die Dinger scheinen sich auch in China einiger Beliebtheit zu erfreuen. Das Video selber ist nicht für schwache Nerven, das nur vorher als Warnung. Der eigentliche Felssturz findet weiter vorne statt und hat augenscheinlich die Fahrzeuge bereits zum Halten gebracht. Bemerkenswert ist die hohe Geschwindigkeit, ... weiter

 

Mir reicht jetzt die Heuchelei

Ab und zu genehmige ich mir in meinem Blog mal ein nicht-technisches Statement. Wer das nicht mag, möge jetzt bitte nicht weiter lesen. Falls Sie noch da sind: Keine Sorge, es bleibt auch im Folgenden sachlich. Nur mit Weltraumforschung hat es nicht viel zu tun - ich bin neben meinem Hauptberuf ja auch noch ein Bürger wie alle anderen auch und habe Meinungen zu allen möglichen Themen. Diese Meinungen breite ich hier für gewöhnlich nicht aus - Ausnahmen bestätigen bekanntlich ... weiter

 

Peter Agre: “Malaria ist mein neuestes Abenteuer!”

Ein Drittel des Jahres betreibt Peter Agre Feldforschung im Südlichen Afrika, den Rest der Zeit bekämpft er Malaria von seinem Labor in Baltimore aus. Im Jahr 2003 bekam Peter Agre den Nobelpreis in Chemie verliehen – danach kehrte er zu seiner alten Liebe zurück, der Hämatologie. Schon als junger Arzt hatte er sich auf diese Fachrichtung spezialisiert, denn als junger Mann war er bei seinen Asienreisen mit der Tropenkrankheit Malaria konfrontiert worden; seit 2008 leitet er das Malaria-Forschungsinstituts an der Johns ... weiter

 

Echtzeit-Bilder von Rosetta: Warum wir sie brauchen

Kürzlich habe ich gemeinsam mit anderen Raumfahrt-Enthusiasten von Raumfahrer.net einen offenen Brief geschrieben: an Forscher hinter der ESA-Raumsonde Rosetta. Wir bemängeln, dass eine der spannendsten Missionen seit Jahren nur wöchentlich neue Bilder veröffentlicht: an einem dynamisch-wabernden Kometenkern, den noch nie jemand länger aus der Nähe beobachtet hat – weder hier noch an irgendeinem anderen Kometen. Unser offener Brief hat einige Wellen geschlagen. Die Reaktionen reichen von Blogberichten, über aufmunternde Tweets bis hin zu Berichten bei der BBC, dem Wissenschaftsjournal Nature und ... weiter

 

Wie weit ist es bis Andromeda? Entfernungen im All

Schon mal gefragt, wie Astronomen eigentlich darauf kommen, dass diese oder jene Galaxie soundsoviele Lichtjahre entfernt ist? Wie messen die das - mit einem Maßband ja wohl nicht!? Tatsächlich ist die Entfernungsbestimmung im All eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Probleme der Astronomie - der Astronom Klaus Jäger erklärt in diesem exzellenten Video aus der Astroviews-Reihe, wie genau sie funktioniert.   ... weiter

 

Envisat torkelt vorbei

Am 8. April 2012 erlitt der 8 Tonnen schwere ESA-Umweltsatellit Envisat vollkommen unerwartet einen Totalausfall. Die Ursache ist nicht bekannt, aber eins ist sicher. Das Ding ist ein Problem - wenn auch eins, das man lösen kann. Ein kaputter Satellit bleibt genau so in seinem Orbit wie ein funktionierender. Wenn seine Bahn niedrig genug ist, wird der Satellit langsam durch atmosphärische Reibung abgebremst. Durch die Abbremsung senkt sich die Bahn ab, weil ihr Energie entzogen wird, Bei einer Bahnhöhe von ... weiter

 

Kreativität und Innovation im Fußball: Warum Jogis Jungs Weltmeister wurden

Vor einer Woche ist der Fußball-Weltmeistertitel an Deutschland gegangen – Zeit, die WM noch einmal Revue passieren zu lassen und zu analysieren; denn der Erfolg "unserer" Jungs war kein Zufall! Ich freue mich, dass wir zu diesem Anlass einen Gastautor gewinnen konnten: Claus Martin, seines Zeichens Musiktheaterregisseur und -komponist - und begeisterter Fußballfan. Ab dem nächsten Beitrag widmen wir uns dann wieder anderen Aspekten hoher Begabung – aber es war einfach eine tolle WM, das müssen Sie zugeben! Damit gebe ... weiter

 

Hilfsmittel für Sterngucker: Beobachtungsbogen

Auf den Tag genau vor 45 Jahren taperten die beiden ersten Vertreter des homo sapiens über die Mondoberfläche. Grund genug für einen Clear-Skies-Beitrag, der allerdings nur sehr entfernt mit der ersten bemannten Mondlandung zu tun hat. Um nicht zu sagen: nur äußerst entfernt! Nein, Anlass für diesen Text ist ein anderer: In meiner Reihe "Hilfsmittel für Sterngucker" biete ich heute einen Vordruck eines Beobachtungsbogens an, der als "Checkliste" am Teleskop dient. Wer meine Artikelserie zur visuellen Deep-Sky-Beobachtung in "Sterne und ... weiter

 

20. Juli 1969 – ein Stück Raumfahrtgeschichte

Für alle, die damals noch nicht geboren waren oder - so wie ich - das Ereignis noch nicht bewusst miterleben konnten, hier die Originalberichterstattung über die Landung von Apollo 11 und seiner Besatzung auf dem Mond: CBS News - Apollo 11 Moon Landing, July 1969, Teil 1 CBS News - Apollo 11 Moon Landing, July 1969, Teil 2 ... weiter

 

“astronomische Zahlen”…

... sind nicht schon immer riesengroß! Auch sie haben klein angefangen. Dass es ein Astronom war, der nun auf Tontafeln die bisher größten Zahlen des Altertums entdeckt hat, ist hingegen eher Zufall, denn im alten Babylon waren solche Zahlen eher ein Resultat hochentwickelter Mathematik. Die heutige Redensart, dass "astronomisch" metaphorisch für "(gehoben) unermesslich; (bildungssprachlich) exorbitant; (oft emotional) riesig; (umgangssprachlich emotional) kolossal, sagenhaft" (Zitate aus dem Duden) zu nutzen, entspringt ganz offensichtlich dem modernen Denkstil von einem riesengroßen Universum, unvorstellbar gigantischen ... weiter

 

Open Knowledge Festival 2014: Code for Freedom, Creativity & Collaboration!

Die Zukunft ist bei wachsender Datenflut so offen wie nie zuvor. Doch wie gehen wir am besten damit um? Donnerstag endete das Open Knowledge Festival 2014 (#OKFest14), auf dem sich Anhänger des freien Wissens aus aller Welt für drei Tage in der Kulturbrauerei in Berlin austauschten. Ich war am letzten Tag dabei. Ein kleiner Einblick. #OKFest14 mit der wohl besten Berliner Mauer – aus Pappkartons zum Mitgestalten und Mitnehmen. In den ziegelroten Gründerzeitgemäuern wird schon lange kein Bier mehr gebraut, sondern ... weiter

 

Kann es Sinn in der Zeit geben? Die Achillesferse des Säkularismus

Es spricht sich zunehmend herum: Nichtreligiöse Weltanschauungen haben ein demografisches Problem - wie zunehmend auch alle, die weiterhin auf Kapitalverzinsung setzen. Selbst der Zustrom von Flüchtlingen aus den Kriegs- und Armutsregionen des Planeten sowie die Abwerbung junger Leute aus Krisenregionen auch der Europäischen Union vermag das demografische, wirtschaftliche und kulturelle Verebben wohlhabender Regionen nur noch zu verzögern. Und laut welt.de bieten bereits 198 Geldinstitute den deutschen Sparern keine Zinsen mehr ("Nullkommanix") - und verzeichnen dennoch kaum Mittelabflüsse. Die wachsende Zahl ... weiter

 

Exoplaneten: Sind die besten Namen schon weg?

Darüber, dass die Internationale Astronomische Union (IAU), also die Dachorganisation der professionellen Astronomen, jetzt einen Prozess begonnen hat, in dessen Verlauf die wichtigsten bekannten Planeten um andere Sterne (Exoplaneten) Namen erhalten sollen, ist in den letzten Tagen vielfach berichtet worden (z.B. Jan Hattenbach in der FAZ und mit Übersetzung der Regeln auf spektrum.de,  Meldung auf SPON, Florian Freistetter auf Astrodicticum Simplex); die offizielle Pressemitteilung der IAU gibt es hier. Ein problematischer Aspekt der Namensgebungsregeln ist dabei aber, soweit ich sehen kann, ... weiter

 

Terror und Realpolitik – einige weitere Überlegungen

Vor etlichen Jahren saß ich bei einem Charlottenburger Österreicher mit einem Freund. Wir hatten beide einen exzellenten Tafelspitz und diskutierten über die jüdische Scheu vor dem eigenen Terror. Gemeint ist damit zweierlei: sowohl die Zwanghaftigkeit, mit der mögliche, selten auch tatsächliche Terrorangriffe jüdischerseits abgelehnt werden; wie auch die Verdrängung der eigenen Geschichte von den eigenen Terroristen, von Samson bis Ben-Gurion. Der heutige Durchschnittsjude empfindet also den Terror als Unkultur, als etwas, was sich nicht gehört und dem weniger entwickelten Orient, ... weiter