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Das Ebola-Forum beim WEF in Davos

Globale Antworten auf lokale Probleme: Wie soll mit Pandemien umgegangen werden? Fabiola Gerpott, Tagungsteilnehmerin der 5. Lindauer Nobelpreisträgertagungen für Wirtschaftswissenschaften im Sommer 2014, reflektiert die Diskussionsinhalte des offenen Forums zu „Pandemien – Wessen Problem?“ im Rahmen des Weltwirtschaftsgipfels, der vergangene Woche in Davos stattfand. Die Infektionskrankheit Ebola zog 2014 durch die zahlreiche Menschen betreffende Erkrankungswelle in Westafrika weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Je nach Ausbruch, Behandlungsmöglichkeiten und Art verläuft die Krankheit in 25 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich. Das Ebolavirus ... weiter

 

So lief der Monat: Januar 2015

Neues Jahr, neue Rubrik in unserem Blog HirnNetze. Ab sofort berichten wir am Ende jeden Monats was sich Neues und Spannendes ereignet hat. Gleich zu Beginn des Monats kam unser erster selbstgestalteter Kalender heraus: Viele Bernstein Mitglieder haben sich Mühe gemacht und wirklich tolle und professionelle Bilder eingeschickt. Herausgekommen ist ein Kalender mit Bildern aus allen Forschungsbereichen der Computational Neuroscience. Aufgrund der großen Anfrage wird es nächstes Jahr bestimmt wieder eine Kalenderauflage geben. Am 19. Januar kam dann die Nachricht: ... weiter

 

Sonnenbrand am Titicacasee

Jaaaah, es war unvernünftig, sich auf der Halbinsel Capachica im Titicacasee über Mittag für ein Viertelstündchen auf einen Stein zu legen und das Gesicht in die Sonne zu strecken. Doch der Wind blies so frisch, die Jacke blieb ohnehin zugeknöpft und die wärmenden Strahlen taten wohl auf der Haut. Zumindest kurzfristig. Einige Zeit später begann die Gesichtshaut zu kribbeln und zu brennen. Mein mitgebrachtes Halstuch wurde kurzfristig zum Mund- und Nasenschutz unter der Sonnenbrille umfunktioniert, die Sonnencreme Lichtschutzfaktor 50 war ... weiter

 

Ein Haus wird von einem Erdrutsch zerstört (Video)

Videos von Erdrutschen hatte ich hier ja schon ein paar mal vorgestellt. Bewegte Bilder helfen dabei, die Abläufe und Entwicklungen besser zu verstehen. Besonders interessant wird es, wenn menschengemachte Strukturen in das geschehen einbezogen sind. Wir verhalten sich Häuser, die in einen Erdrutsch geraten? Ich mag mich täuschen, aber die Zerstörung von Gebäuden in einem Erdrutsch dürfte wohl ein nur sehr wenig verstandener Vorgang sein. daher dürfte dieses Video aus Thailand (leider sind aus der Beschreibung des Videos keine weiteren ... weiter

 

Kaninchen in der Mast

Simultan, effektiv und die Vermehrung funktioniert nahezu plötzlich. Kürzlich erschien im Journal Animal Frontiers Grundlegendes zur Mast von Kaninchen - einem, im Vergleich zu Rind, Schwein und Geflügel, eher jungen Bereich der Produktion. Danke an Lederstrumpf für den Hinweis und Gruß an @tp_1024, der sich dafür interessierte. Die Geschichte des Kaninchens als Fleisch-Lieferant ist - gerade im Hinblick auf die Intensivmast, sprich: Haltung im großen Stil - noch keine besonders lange. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts dienten ... weiter

 

Ey, Seneszenz, Alter!

DNA-Schäden führen dazu dass unsere Zellen entweder sterben oder mutieren und dann Krebs auslösen. Habt ihr geglaubt. Hab ich auch das Studium über geglaubt. Etwas unbekannter ist, das unsere Zellen auch zu Schläferzellen (Oh hai, NSA!) werden können – die aber nie mehr aufwachen (außer man manipuliert daran rum). Diesen Vorgang nennt man zelluläre Seneszenz. Nach starken DNA-Schäden werden Zellen mitunter seneszent. Weshalb sie nicht sterben sondern seneszent werden weiß man noch nicht so genau. Vielleicht liegt es an der ... weiter

 

Von Glasaugen, Echthaarperücken und dem samtigen Glanz der Epidermis

Bis zum 1. März 2015 lohnt ein Besuch im Frankfurter Liebieghaus noch mehr als sonst. Es ist aber durchaus möglich, dass man die aktuelle Ausstellung der Skulpturensammlung ungewohnt verstört verlässt. Das liegt nicht nur an ausgesprochen drastischen Darstellungen wie den Wunden Christi oder dem detailverliebten Blick auf die Schnittfläche des abgeschlagenen Hauptes von Johannes dem Täufer („Johannesschüssel“). Fast mehr noch ist man nämlich beeindruckt von der Wirkung, die die lebensechte Darstellung von Figuren schlechthin auf den Betrachter hat. Illusionismus schon ... weiter

 

AstroGeo Podcast: Geschichte der Geologie

Geologen sind Menschen, die Steine verstehen. Aber über lange Zeit verstanden Forscher nicht ansatzweise, wie die feste Erde entstanden ist. Sie rätselten über die Rolle der Vulkane. Sie wunderten sich über Fossilien von Meerestieren hoch in den Bergen. Vor allem aber mussten sich nach der Bibel richten, denn die Entstehung der Welt war klar die Domäne der Kirche. Ich wage mit David Bressan einen Spaziergang über die verschlungenen Wege der Geschichte der Geologie. David ist freiberuflicher Geologe aus Südtirol und bloggt in ... weiter

 

Der Vetlesen Preis 2015 geht an Stephen Sparks

Der Vetlesen Preis 2015, quasi das Pendant der Geowissenschaften zu den Nobelpreisen, geht an den Vulkanologen Stephen Sparks von der Universität Bristol. Jedes Jahr im Herbst wird in vielen Medien und Blogs spekuliert, wer die aktuellen Nobelpreise gewinnen könnte. Und nach der Bekanntgabe werden viele Artikel dann viele Beiträge über die preiswürdigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und ihre Wissenschaftler verfasst. Vermutlich wird man mir gerne zustimmen, dass ein Nobelpreis einem Wissenschaftler eine beachtliche Popularität auch jenseits der Scientific Comunity garantiert. Die Nobelpreise ... weiter

 

Planetenforschung im Vulkan

"Was bringt uns das alles hier unten eigentlich?" Diese Frage ist die häufigste, die man mir stellt, wenn ich erzähle, dass ich mich für Raumfahrt interessiere. Ich kann mir dann meist ein Grinsen nicht verkneifen. Denn wider Erwarten bringt uns die Raumfahrt sehr konkret eine ganze Menge, und meist sind die Fragesteller ziemlich überrascht, wenn man sie damit konfrontiert. Da hätten wir zum Beispiel die ganzen technischen Spin-Offs der Raumfahrttechnologie. Sie werden an vielen und oft völlig unerwarteten Orten und ... weiter

 

Geschichte als Gegenwart

Nun sind wir im letzten Schritt bzw. Text in dieser Reihe angekommen; hieß der letzte »Geschichte und Gegenwart«, so heißt dieser »Geschichte als Gegenwart« - ein feiner, aber wichtiger Unterschied. Während der letzte Text von der Gegenwart des Historikers handelt, geht es jetzt um die Gegenwärtigkeit des historischen Bewusstseins selbst. Aus der bisherigen Diskussion wissen wir, dass Vergangenheiten nur insofern da sind, als wir sie uns vorstellen, sie wahrnehmen können - und zwar in der Gegenwart, die, wie ich nun ... weiter

 

Asteroid 2004 BL86 hat einen Mond

Radarmessungen beim gestrigen Vorbeiflug des Asteroiden (357439) 2004 BL86 in 1.2 Millionen km Abstand haben gezeigt, dass es sich um ein binäres Objekt handelt, einen 325 m großen Hauptkörper mit einem 70 Meter großen Mond. Mehr dazu in dieser NASA/JPL-Pressemitteilung vom 26.1.2015. In diesem Artikel in ihrem Blog beschreibt Emily Lakdawalla, wie ein Radar"bild" eines Asteroiden entsteht. ... weiter

 

Geschichte und Gegenwart

Die letzte Diskussion über Sprache als Geschichte hat uns, nach einem langen Weg über verschiedene Blickwinkel, in die Gegenwart gebracht. Wir haben gesehen, wie die Sprache, die mit ihren gegenwärtigen Begriffen und Konzepten unsere Denkweise gestaltet, die Gegenwart in die Vergangenheit bringt, wenn wir im Geiste »zurückreisen«. Dabei ist Sprache nur ein Aspekt für solche »Kontaminationen«. Weil der Historiker in seiner Gegenwart lebt und aus ihr heraus denkt, erfolgt seine historische Arbeit ebenfalls in der Gegenwart. So ist das Produkt ... weiter

 

Sprache als Geschichte

In den letzten Beiträgen in dieser Reihe habe ich kurz erwähnt, dass unsere Sprache das Mittel ist, mit dem wir uns sehr weit zurückliegende Vergangenheiten vergegenwärtigen, also im Geiste erreichen können. Diesen Punkt möchte ich nun weiter ausführen und zwar vor dem Hintergrund, dass er leicht missverstanden werden kann, nämlich so, als ob hier darum ginge, dass die Historiker, etwa im Gegensatz zu Archäologen, schriftliche Quellen benutzten, die sich nun mal eben durch ihre Verwendung von Sprache von anderen Funden ... weiter

 

Warum gibt es so wenig neue Antibiotika?

Es ist im Grunde ein bisschen müßig, den aktuellen Acinetobacter-Ausbruch an der Uniklinik Schleswig-Holstein in Kiel noch mal aufzudröseln. Man weiß nicht so genau, wie viele Leute tatsächlich direkt an dem Bakterium gestorben sind, und die Informationspolitik ist auch eher so meh, aber das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass mal wieder ein gegen alles Mögliche resistenter opportunistischer Erreger quer durch die Intensivstation geschmiert wurde. Ist ja bei weitem nicht das erste mal. Nun wär's ja einfach, ... weiter