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Kurz & Knapp: 31. ATT, Weltraumrecht, 10 Astronominnen & mehr

31. ATT, Europas größte Astronomie-Messe am Samstag, den 30. Mai 2015 in Essen, NRW: Der ATT ist eine Messe speziell für Amateurastronomen. Er ist die größte Veranstaltung dieser Art in Europa. Hier können Sie sowohl die neuesten Teleskope und jegliches Zubehör, als auch Gebraucht- und Selbstbauinstrumente bewundern sowie mit den Herstellern und erfahrenen Amateuren Erfahrungen austauschen. Der ATT bietet aber auch eine Plattform, auf welcher sich Volkssternwarten und Vereine der Öffentlichkeit präsentieren. http://att-essen.de/ Twitter-Hashtag: #ATT2015 ------------------------------------------------------------ Brauchen wir Denkmalschutz auf ... weiter

 

Von Jenner bis Tonegawa – die Immunologie und ihre Protagonisten

Wie sich die Immunantwort des menschlichen Körpers erklären und beeinflussen lässt. Die Beschäftigung mit dem menschlichen Immunsystem spielt eine zentrale Rolle in der Medizin. Der Hinweis auf die körpereigene Abwehr, die aus der Balance geraten ist, ist ein Standardsatz beim Arztbesuch. Wir stellen uns mit kriegerischen Metaphern vor, wie Bakterien, Viren und Pilze erkannt und unschädlich gemacht werden. Und bekommen mehr und mehr eine Vorstellung davon, mit welchen Finten und welcher Raffinesse die Angriffe auf unser Immunsystem vor sich gehen. ... weiter

 

Update: Thirty Meter Telescope vs. heiliger Berg und mehr

Vor anderthalb Monaten hatte ich an dieser Stelle über den Bau des Thirty Meter Telescope (TMT) auf dem Berg Maunakea in Hawaii sowie über die Proteste der Native Hawaiians dagegen geschrieben. In der Zwischenzeit bin ich den Online-Diskussionen insbesondere der Astronomen über das Thema gefolgt und hatte auch selbst ein sehr spannendes Treffen mit einem jungen Native Hawaiian, der Wissenschaftler ist und sich über die astronomischen Hintergründe informieren wollte. Während dieser ganzen Zeit hatte sich bei mir das Gefühl einer ... weiter

 

Was Ziegenmilch mit genome editing zu tun hat

Jeden Morgen wenn ich zur Arbeit fahre, komme ich an zwei Ziegen vorbei, die hier auf dem Gelände gehalten werden. Ich vermute, dass sie zur Antikörperproduktion gebraucht werden. Ich freue mich jedenfalls immer wenn ich die beiden sehe. Ziegen sind lustig. Hier Beweisstück A: Ziegen sind aber nicht nur lustig, sondern auch durchaus nützlich. Z.B. habe ich schon gehört, dass man versucht Ziegenmilch als Ersatz für Kuhmilch zu verwenden um eventuelle Unverträglichkeiten zu vermeiden, obwohl Ziegenmilch natürlich auch Lactose enthält. ... weiter

 

Eine schrecklich nette Familie: Stardust, Kometen – und Meteorite

Und mal wieder Zeit, was über Kometen zu schreiben. Wie schon öfters angemerkt, ist mein Hintergrund eher der eines Meteoritenforschers oder Mineralogens (von einem nicht näher zu benennenden Prof. auch als 'Steineklopfer' tituliert). Ein Vergleich zwischen Material kometarer oder meteoritischer Herkunft ist wie der Vergleich von Äpfel und Birnen oder besser, Äpfel und Eis am Stil (Magnum wäre ein prima Analog für Kometen, lechz). Meteorite sind zunächst mal Gestein mit etwas Wasser und Organik. Nicht zuletzt dank der laufenden Rosetta-Mission wissen ... weiter

 

empirische WIMPs und rationale SUSY-Teilchen

In einem alten Artikel von 2014 habe ich über die Suche nach Weakly Interacting Massive Particles (WIMPs) geschrieben. Solche nur über die Schwache Kernkraft wechselwirkenden Teilchen sind ein wichtiger Kandidat für die gesuchte dunkle Materie. Andererseits könnte es sich bei diesen Teilchen um supersymmetrische (SUSY) Teilchen handeln. Ein Anlass, einmal über verschiedene Motivationen für Grundlagenforschung nachzudenken. ... weiter

 

Tornado mit Regenbogen

Tornados sind sicher eine ziemlich beeindruckende Naturgewalt und erst in jüngerer Zeit setzt sich die Erkenntnis auch hierzulande durch, dass sie auch in Europa nicht so selten sind, wie man lange zeit vermutete. OK, mit der Anzahl und der Stärke dieser Windhosen in der berüchtigten Tornado-Alley dort können wir hier (zum Glück) nicht mithalten, aber immer wieder treten auch hier Tornados auf, die durchaus ernstzunehmende Schäden verursachen wie zuletzt in Bützow im Norden oder in der Region Augsburg. ... weiter

 

Das Ende der Drogenpolitik und wie man es verhindern könnte

Neulich habe ich sehr ausführlich über Gesundheitsrisiken unser aller Lieblingsdroge recherchiert - Cannabis ist ein bisschen weniger harmlos als man es sich gerne erzählt. Das ist aber nur die eine Hälfte der Geschichte. Die andere Hälfte, die man dabei auch kennenlernt, ist die vom bevorstehenden Kollaps der bisherigen verbotsbasierten Drogenpolitik. Ich meine damit nicht das übliche Wehklagen über all die Ungereimtheiten, Ungerechtigkeit und blanke Menschenverachtung. Das grundsätzliche Prinzip wird bald einfach nicht mehr funktionieren. Der Kontext der Drogenpolitik - also ... weiter

 

Immer dasselbe, aber anders: Serien und Archetypen

Die serielle Erzählweise erlebt in den letzten 10 Jahren einen Aufschwung, das Fernsehen setzt zu immer neuen Höhenflügen an und selbst der Kinobesucher muss sich darauf einstellen, jahrelang durchzuhalten, bis eine Geschichte ihren Abschluss erreicht. Doch so ganz neu ist das Phänomen nicht. ... weiter

 

Kritik am Anthropozän-Konzept – ein update

Derzeit geht es in der Anthropozän-Community in Teilen ziemlich rund.   Diskutiert wird insbesondere 1) wie das Anthropozän tatsächlich definiert werden kann, insbesondere wo genau die Untergrenze zu legen wäre (und interessanterweise hat es ein Artikel dazu sogar in Nature gebracht, einige Antworten dazu gibt es bereits, andere kommen demnächst). 2) Des weiteren gibt es eine innerwissenschaftliche Diskussion zur Rolle der Erdsystemwissenschaften bzw. zu dessen Beziehung zu Stratigraphie, Ökologie und Umweltforschung. 3)  Dann gibt es noch diejenigen, die das Anthropozän-Konzept ... weiter

 

Slammin‘ Hot Science

Science Slams, das Wort ertönt mittlerweile immer öfter. Sogar in der etablierten Presse, wenn das Thema dort auch etwas unverstanden scheint. Bei einem Science Slam, auch Wissensschlacht genannt, treten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gegeneinander an. Aber sie steigen dabei nicht in den Boxring sondern kämpfen mit ihren Forschungsthemen. 10 Minuten haben die Teilnehmenden Zeit, um ihr Projekt vorzustellen. Die Ansprüche sind hoch: Es muss spannend sein und einfach verständlich, aber auch der Humor sollte nicht zu kurz kommen; denn das Publikum ... weiter

 

Die astronomischste BUGA ever :-)

Blumenprachten, Idylle und ein Riesenteleskop - also auf zur BUGA nach Rathenow! Die Bundesgartenschau ist gewiss in erster Linie für ihre Pflanzenfülle und farbenprächtigen Gärten berühmt. Dieses Jahr findet sie in fünf Städten im Havelland statt - aber die Blumenpracht ist nicht nur romantisch, sondern auch die Technik- und Astronomiefreaks kommen auf ihre Kosten: Im Rathenower Optikpark steht schließlich das weltgrößte Brachymedialfernrohr! Brachymedial heißt "verkürztes Medial"fernrohr, denn trotz einer Brennweite von 20.6 m ist der Tubus nur 10.15 m lang ... weiter

 

Kondor und Co. im Colca-Canyon

Es gibt Aufgaben, die sind so schön, dass man sich fast ein bisschen schämt, dafür bezahlt zu werden. So geht es mir bei der dreitägigen Trekkingreise in den Colca-Canyon, die ich für die Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg und die Reiseagentur Aventoura aus Freiburg machen darf. Da daraus eine Reisereportage entstehen soll, gibt es hier im Blog nur die Geschichten hinter den Geschichten und Fotos. Die Geschichte fängt damit an, dass ich morgens um 4.30 Uhr dem Fahrer unseres Kleinbusses die Taschenlampe halte. ... weiter

 

Die zwei putzigen Engel – und das ganze Bild

Während der Glauben an eine Gottheit - die zwar liebt, aber auch fordert - in Gesellschaften mit hoher existentieller Sicherheit eher schwindet ("Not lehrt beten"), erfreut sich der Glauben an Engel und insbesondere Schutzengel auch in Deutschland hoher, tendenziell sogar wachsender Beliebtheit! Hier kommt einerseits die weiter zunehmende Bereitschaft zu individuellen Formen der Religiosität zum Tragen, wie ich sie zuletzt auch am Beispiel der Einhornglaubensbewegung schildern konnte. Interessant ist aber auch, wie sich alltags- und populärkulturelle Wahrnehmungs- und Wissensformen verändern. ... weiter

 

Wie man sich ins Tun verliebt. Über intrinsische Motivation und innige Beziehungen

Michaela Brohm Eine Schriftstellerin steht nachts auf einer New Yorker Brücke – nehmen wir einfach an, es war die Brooklyn Bridge – und schaut einem fremden Mann vier Minuten in die Augen. Dieser Blick ist das abenteuerliche Finale eines Selbstversuchs der mit 36 Fragen in einer Bar begann und zum Ziel hat, dass sie sich ineinander verlieben. Detailliert schilderte die Schriftstellerin, Mandy Len Catron, kürzlich dieses aufregende Experiment in der New York Times. Was dubios klingt, hat zuvor im Labor ... weiter