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Wie weit Maispollen fliegen darf

Maispollen werden laut einer Studie regelmäßig in größerer Entfernung und größerer Zahl gefunden, als bisher angenommen wurde. Die Arbeit stammt aus dem Herbst 2014 und ist damit schon etwas älter, macht aber derzeit (eine) Schlagzeile(n) auf Spiegel Online. Was ist davon zu halten? Zu wissen, wie weit die Maispollen fliegen, ist für die Sicherheitsbewertung von gentechnisch veränderten Sorten relevant. So möchte man einerseits den Genfluss in benachbarte Felder verhindern. Ein Bio-Bauer kann mit gentechnisch verändertem Erntegut nichts anfangen, Gentechnik ist im Bio-Landbau schließlich strikt verboten. ... weiter

 

Ja, ich blogge weiter, aber…

Das „aber“ weist normalerweise auf eine Einschränkung hin, In diesem Fall bedeutet es jedoch eine Erweiterung des bisherigen Themas meines Blogs. Als ich 2007 mit diesem Blog begann, nahm die Bloggersphäre von SciLogs gerade erst allmählich Gestalt an. Damals war mein Labyrinth-Blog noch eng mit der Zeitschrift Abenteuer Archäologie verknüpft, dem Vorgänger von Epoc, die es ja inzwischen auch nicht mehr gibt. Mein erster Beitrag (vom 04. Januar 2007) trug den Titel Labyrinth-Motiv: woher – wohin?. Ich habe damals den ... weiter

 

ESA sucht Arzt für Forschungsaufenthalt auf dem Mars

Sind Sie Arzt oder Ärztin? Bürger eines ESA-Mitgliedstaats? Interessiert an Forschung? Raumfahrtaffin? Haben Sie keine Angst vor widrigen Umweltbedingungen? Kein Problem damit, lange Zeit mit immer denselben Leuten auf engstem Raum zusammen zu leben? Dann hat die ESA vielleicht einen Job für Sie. OK. es geht nicht wirklich auf den Mars. Noch nicht. Aber zumindest an den Ort auf der Erde, der dem Mars am ähnlichsten ist: Die Concordia-Forschungsstation in der Antarktis. Und Sie wären auch nicht gleich drei Jahre ... weiter

 

Schlagen Sie ein Beobachtungsprogramm für Mars Express vor!

Ende Mai gibt es eine obere Konjunktion. Da verschwindet Mars, von der Erde aus gesehen, hinter der Sonne. Bis er wieder hervorkommt, ist die Kommunikation mit den Mars-Orbitern unmöglich. Man kann da nichts machen außer Aussitzen. Es findet auch kein Wissenschaftlicher Betrieb statt. Dieses Mal gibt es vor dem Beginn der Konjunktion ein Zeitfenster von drei Tagen, vom 25.-27. Mai 2015. In diesen Tagen ruht auch schon der Betrieb der eigentlichen Instrumente, aber die kleine VMC läuft noch. Wo sie ... weiter

 

Venus, Uranus und Mars am Abend des 5.3.

Eigentlich waren die Sichtbedingunen nicht dergestalt, dass sich der Versuch wirklich lohnte. Aber drei Planeten auf einen Streich - das versucht man dann doch. Die lästige, auch noch zunehmende Bewölkung störte aber enorm, wie man sieht. Ohne die Wolken wäre es ein wirklich tolles Foto geworden. Na, was soll's. Hier erst mit einem 90mm Tele - da kann man Uranus nur erahnen. Und dann mit einem kleinen Teleskop, da ist Mars nicht mit drauf. ... weiter

 

Mündliche Prüfungen: Konkrete Beispiele und Teil 2 der allgemeinen Überlegungen

Im vorigen Beitrag hatte ich die Lanze für mündliche Prüfungen insbesondere im Studium gebrochen, als meiner Meinung nach beste Möglichkeit, tieferes Verständnis eines wissenschaftlichen Themas auszuloten - und habe in den Kommentaren ja einiges an bedenkenswertem Kontra bekommen! In diesem Folgebeitrag will ich noch näher auf meine eigenen Erfahrungen eingehen, die vor allem die (jetzt gerade wieder anstehenden) mündlichen Prüfungen für unseren Blockkurs Astronomie für Studierende der Physik auf Lehramt  (an Gymnasien) betreffen. Meine Ausführungen sind natürlich astronomie- bzw. physikzentriert; ... weiter

 

To blog or not to blog…

- das war mehr als ein Jahr die Frage, die mich umgetrieben hat. Wie es sich für einen Autor, der sein Handwerk beherrscht, gehört, spanne ich Sie noch ein wenig auf die Folter und verrate erst im nächsten Beitrag meine Antwort. Denn ich habe mich endlich entschieden. Heute will ich nur die Gründe meines Zauderns, Zweifeln und Überlegens benennen. Es gibt ja außer der Arbeit für diesen Blog (der mir immer sehr wichtig war), noch andere Zeitfresser in meinem Leben, ... weiter

 

Nachgefragt: Was steht an im März?

1. Ich bin... Dr. Alexander Peyser, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Simulation Lab Neuroscience am Jülich Supercomputing Centre (JSC), Forschungszentrum Jülich. Der Fokus unserer Abteilung High Performance Computing in Neuroscience liegt auf der Erforschung, Entwicklung und Analyse numerischer Modelle und Algorithmen an der Schnittstelle zwischen High Performance Computing (HPC) und Computational Neuroscience. Im Rahmen des Human Brain Project (HBP) und des Helmholtz Portfolio Themas „Supercomputing and Modelling for the Human Brain (SMHB)“ arbeitet das JSC an der Entwicklung von Hard- und Software, ... weiter

 

Women in Science: Schluss mit den Ausreden!

Wie man exzellente Wissenschaftlerinnen sichtbar macht. Wie hieß es doch früher oft und auch heute immer noch viel zu häufig: „Wir haben leider keine passende Referentin für unser Podium gefunden“, oder: „In dieser Fachrichtung gibt es eben nur Männer“. Doch selbst wenn das in dem einen oder anderen Fall tatsächlich stimmt, so hat sich die Wissenschaftslandschaft doch erfreulicher gewandelt, als das öffentlich wahrgenommen wird. Um diese Potentiale sichtbarer zu machen, wurde AcademiaNet gegründet, ein Internetportal mit Profilen ausgewählter Wissenschaftlerinnen. Aufgenommen ... weiter

 

Uranus und Venus am Abend des 4.3.

Ich konnte gerade noch ein Wolkenloch kurz vor der heranziehenden Schneewolkenfront nutzen. Die Schleierbewölkung war mal dichter - da war Uranus weg, mal dünner, - da konnte man ihn wieder sehen, und manchmal sogar seine Färbung erahnen. Um nicht einmal 19:00 war natürlich auch der Himmel noch sehr hell, was die Farben unweigerlich verfälschte. Wenn man das alles bedenkt, ist das Bild doch gar nicht so schlecht, oder? Der bläuliche Uranus neben der strahlend hellen Venus. Diesmal  mit einem Teleskop ... weiter

 

Orogenese und Subduktion #Küchengeologie

Viele geologische Erscheinungen fordern unsere Fantasie oft ziemlich heraus. Wie zum Beispiel können sich Gesteine falten, Gebirge auftürmen oder gar kontinentale Platten unter andere geschoben werden? Wir können die Ergebnisse zwar sehen, wenn wir zum Beispiel in die Berge fahren, aber wie sich alles abgespielt hat, wie alles entstanden ist, das müssen wir uns mühsam vorstellen. Und dabei haben wir dann oft unsere Schwierigkeiten. Und dabei können analoge Modellierungen helfen. Also dass, was ich gerne als Küchengeologie bezeichne, weil dabei ... weiter

 

Kleinsatelliten als Datenrelais fur NASA-Marslander

Wenn eine Landesonde in die Marsatmosphäre eintritt, dauert es noch 6-8 Minuten bis zum Aufsetzen. Dabei kann eine Menge schief gehen. Für das meiste davon gibt es keine realistische Möglichkeit zum Backup. Wenn also etwas in die Hose geht, bedeutet das meist auch gleich einen Fehlschlag der Gesamtmission. Wenn man wenigstens eine Funkverbindung zwischen zum Eintrittsmodul hat, kann man zwar ein sich anbahnendes Unglück auch nicht mehr aufhalten. Aber zumindest kann man Telemetrie und damit ein erhebliches Volumen an für ... weiter

 

Wie prüft man Wissenschafts-Verständnis?

Wie die meisten Leser war ich schon oft in Prüfungssituationen: Klausuren in der Schule, schriftliche und mündliche Abiturprüfungen, an der Uni dann die Klausuren zum Scheinerwerb und - mein Physikstudium (an der Universität Hamburg) war noch ein Diplomstudium - die mündlichen Prüfungen, welche die Vordiplomsnote komplett, die Diplomnote zum großen Teil bestimmten. Damals habe ich mich zwar geärgert, wenn ich z.B. in einer Klausur eine Aufgabe falsch verstanden und dann entsprechend falsch bearbeitet hatte. Aber ich war nie in Verlegenheit, ... weiter

 

Stachelschwein-Liebe / Porcupine Love

Heute ist Welttag des Artenschutzes - eine gute Gelegenheit, um Schopenhauers Stachelschwein-Dilemma vorzustellen, und wie Bestseller-Autorin Elizabeth Gilbert (Eat, Pray, Love) das Geheimnis unseres Glücks darin erklärt. Das wird der erste zweisprachige Artikel dieses Blogs. Los geht’s. Today is World Wildlife Day - a great opportunity to present Schopenhauer’s porcupine dilemma, and how bestselling author Elizabeth Gilbert (Eat, Pray, Love) extracts the secret of happiness from it. This is going to be the first bilingual article on this blog. Here ... weiter

 

Kochkunst als Schule des Lebens

"Hut ab vor diesen Jugendlichen!" Noch ein paar Tage nach dem Ende seines ersten Kochkurses für !4- bis 18-jährige Jungen und Mädchen aus den Waisenhäusern Arequipas ist Frank Nuscheler richtig bewegt. Drei Wochen lang hat er mit Alonso, Fernando, Kristel, Leonella, Maria, Rosalia, Salomé und Noemi während deren Ferien geschnitten, gebraten, gebacken, Kalkulation und Englisch geübt und am Ende ein großes Büffet für 30 Gäste gezaubert. Doch das Wichtigste ist dem Koch, Betriebswirt und langjährigem Inhaber eines eigenen Partyservices nicht ... weiter