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Uranus und Venus am Abend des 4.3.

Ich konnte gerade noch ein Wolkenloch kurz vor der heranziehenden Schneewolkenfront nutzen. Die Schleierbewölkung war mal dichter - da war Uranus weg, mal dünner, - da konnte man ihn wieder sehen, und manchmal sogar seine Färbung erahnen. Um nicht einmal 19:00 war natürlich auch der Himmel noch sehr hell, was die Farben unweigerlich verfälschte. Wenn man das alles bedenkt, ist das Bild doch gar nicht so schlecht, oder? Der bläuliche Uranus neben der strahlend hellen Venus. Diesmal  mit einem Teleskop ... weiter

 

Orogenese und Subduktion #Küchengeologie

Viele geologische Erscheinungen fordern unsere Fantasie oft ziemlich heraus. Wie zum Beispiel können sich Gesteine falten, Gebirge auftürmen oder gar kontinentale Platten unter andere geschoben werden? Wir können die Ergebnisse zwar sehen, wenn wir zum Beispiel in die Berge fahren, aber wie sich alles abgespielt hat, wie alles entstanden ist, das müssen wir uns mühsam vorstellen. Und dabei haben wir dann oft unsere Schwierigkeiten. Und dabei können analoge Modellierungen helfen. Also dass, was ich gerne als Küchengeologie bezeichne, weil dabei ... weiter

 

Kleinsatelliten als Datenrelais fur NASA-Marslander

Wenn eine Landesonde in die Marsatmosphäre eintritt, dauert es noch 6-8 Minuten bis zum Aufsetzen. Dabei kann eine Menge schief gehen. Für das meiste davon gibt es keine realistische Möglichkeit zum Backup. Wenn also etwas in die Hose geht, bedeutet das meist auch gleich einen Fehlschlag der Gesamtmission. Wenn man wenigstens eine Funkverbindung zwischen zum Eintrittsmodul hat, kann man zwar ein sich anbahnendes Unglück auch nicht mehr aufhalten. Aber zumindest kann man Telemetrie und damit ein erhebliches Volumen an für ... weiter

 

Wie prüft man Wissenschafts-Verständnis?

Wie die meisten Leser war ich schon oft in Prüfungssituationen: Klausuren in der Schule, schriftliche und mündliche Abiturprüfungen, an der Uni dann die Klausuren zum Scheinerwerb und - mein Physikstudium (an der Universität Hamburg) war noch ein Diplomstudium - die mündlichen Prüfungen, welche die Vordiplomsnote komplett, die Diplomnote zum großen Teil bestimmten. Damals habe ich mich zwar geärgert, wenn ich z.B. in einer Klausur eine Aufgabe falsch verstanden und dann entsprechend falsch bearbeitet hatte. Aber ich war nie in Verlegenheit, ... weiter

 

Stachelschwein-Liebe / Porcupine Love

Heute ist Welttag des Artenschutzes - eine gute Gelegenheit, um Schopenhauers Stachelschwein-Dilemma vorzustellen, und wie Bestseller-Autorin Elizabeth Gilbert (Eat, Pray, Love) das Geheimnis unseres Glücks darin erklärt. Das wird der erste zweisprachige Artikel dieses Blogs. Los geht’s. Today is World Wildlife Day - a great opportunity to present Schopenhauer’s porcupine dilemma, and how bestselling author Elizabeth Gilbert (Eat, Pray, Love) extracts the secret of happiness from it. This is going to be the first bilingual article on this blog. Here ... weiter

 

Kochkunst als Schule des Lebens

"Hut ab vor diesen Jugendlichen!" Noch ein paar Tage nach dem Ende seines ersten Kochkurses für !4- bis 18-jährige Jungen und Mädchen aus den Waisenhäusern Arequipas ist Frank Nuscheler richtig bewegt. Drei Wochen lang hat er mit Alonso, Fernando, Kristel, Leonella, Maria, Rosalia, Salomé und Noemi während deren Ferien geschnitten, gebraten, gebacken, Kalkulation und Englisch geübt und am Ende ein großes Büffet für 30 Gäste gezaubert. Doch das Wichtigste ist dem Koch, Betriebswirt und langjährigem Inhaber eines eigenen Partyservices nicht ... weiter

 

Uranus, Venus und Mars am Abend des 2.3.

Heute Abend war die Szene am Westhimmel viel schöner zu beobachten als am 28. Februar. Häufige Regenschauer wuschen die Luft rein, und zwischendurch war der Himmel immer wieder weitgehend klar. Jedenfalls kann ich auf der heutigen Aufnahme Uranus problemlos sehen und sogar seine Farbe erahnen. Mars erscheint dagegen deutlich rot und δPsc gelb-rot. Man kann Uranus leicht anhand der Dreierkette auffinden, die von δPsc angeführt wird. Im Bild unten vom untersten Stern dieser Gruppe einen Strahl nach link und ein ... weiter

 

Lost in Translation? Haltung im Wissenschaftsjournalismus – ein Gastbeitrag von Volker Stollorz

Der folgende Gastbeitrag von Volker Stollorz setzt die Diskussion über die Rolle des Wissenschaftsjournalismus fort, um die es auch in meinem letzten Beitrag unter Wissenschaftsjournalismus: Was wollen die Leser / Zuschauer? ging. Stollorz ist seit 1991 Wissenschaftsjournalist, arbeitet für überregionale Zeitungen und Magazine sowie Hörfunk und Fernsehen. „Haltung. Ich glaube, dass viele in unserem Metier mit diesem Wort rein gar nichts mehr anfangen können. Dass es ihnen fremder klingt als Desoxyribonukleinsäure. Geschmeidigkeit zählt im Journalismus heute oft mehr als Charakter.“ ... weiter

 

So lief der Monat: Februar 2015

Der Februar war ein ruhiger Monat für das Bernstein Netzwerk. An den Universitäten ist die Vorlesungszeit zu Ende gegangen und bei den meisten Studenten stand der Endspurt in Richtung Klausuren an. Für andere Leute beherrschte ein weiteres aufregendes Thema den Monat: die sechs tollen Tage. Auch am Bernstein Center Freiburg ist der Rosenmontag nicht unauffällig vorbeigegangen. Wie jedes Jahr zog es heimische und ausländische Doktoranden zum Straßenumzug während der Mittagspause. Hier ein typischer badischer Narr im „Häs“ beim Fastnachtsumzug: Während ... weiter

 

Über 60 Wörter auf -in | Sprachlog

Kristin Kopf, eine der drei Linguistinnen, die das Sprachlog betreiben, hat eine kleine Verteidigungschrift zu einer stilistischen Entscheidung für ihr Buch Das kleine Etymologicum geschrieben. Auch wenn sie eine gewisse aggressive Allergie bzgl. gendergerechter Sprache haben, lesen Sie bitte den gesamten Text, da er nicht nur wohlbegründet ist, sondern auch ein paar Irrtümer gerade rückt - über Geschichte, über Texte und über den Einsatz gendergerechter Sprache. ... weiter

 

Religion und Demografie zwischen Wolfgang Huber und Thilo Sarrazin – Audioblog-Folge 3

Erst neulich hatte ich mich hier auf Natur des Glaubens über die verschiedenste Post von Leserinnen und Lesern gefreut. "Einen" außerordentlichen Leserbrief habe ich Ihnen jedoch bislang verschwiegen - denn er gab den Anstoß zur folgenden Audioblog-Folge zu meinem langjährigen Forschungsthema und schließlich Abschlussband "Religion und Demografie". Die Audioblog-Folge können Sie als Podcast anhören und abonnieren oder auch hier auf "Natur des Glaubens" hören und sehen. MP3 File Dauer: 23:54 Und für jene, die ... weiter

 

Dem Leben so nah

Nur weil wir Eingeborene der westlichen Ländern so tun, als ob Leben und Tod nichts miteinander zu schaffen hätten, ist das noch lange nicht der Fall. Nur ein hauchfeiner Grat trennt die beiden Pole. Unser Dasein hängt - ohne, dass wir das wahrnehmen wollen - an einem seidenen Faden. Wir täten gut daran, uns ab und an selbst zu fragen, was denn wirklich wichtig wäre, wenn wir wüssten, dass der heutige Tag der letzte im Diesseits ist. Ich wette, die ... weiter

 

Uranus, Venus und Mars am Abend des 28.2.

Bald schon wird Uranus erst Venus, dann Mars in nächster (scheinbarer) Nähe passieren. Gestern Abend waren alle drei problemlos gemeinsam in einer Aufnahme einzufangen. Selbst 50 mm Brennweite, was bei einer DSLR mit APS-C-Chip bereits ein Teleobjektiv darstellt, lieferten eigentlich schon ein zu großes Sichtfeld. Hier sehen Sie die deutlich zurechtgestutzte, aber ansonsten nicht weiter nachbearbeitete Aufnahme bes betreffenden Bereichs in den Fischen. Zum Originalausschnitt geht es hier ohne und hier mit Beschriftungen. Es wäre wirklich schön, wenn es auch ... weiter

 

Uranus begegnet erst Venus, dann Mars

Der Syzygienkönig gibt bekannt: Der Planet Uranus wird am Abend des 4.3. den Abendstern Venus in nur etwa 5 Bogenminuten Winkelabstand passieren. Acht Tage später dann begegnet er dem Mars. Zwar in 16 Bogenminuten Abstand - das aber ist auch nur die Hälfte der scheinbaren Mondgröße. Mit bloßem Auge wird er nicht auszumachen sein, aber diese Begegnung ist natürlich ein dankbares Fernglas - oder Teleskopobjekt. ... weiter

 

Wissenschaftsjournalismus: Was wollen die Leser / Zuschauer?

Ein wichtiger Teil der Wissenschaftskommunikations-Debatte des letzten Jahres betraf das Selbstverständnis und die Rolle des Wissenschaftsjournalismus. Dabei ging es zu einem guten Teil um Abgrenzung: Was kann Wissenschaftsjournalismus, das Wissenschaftsblogs nicht können? Was, das die immer professionelleren Veröffentlichungen der Pressestellen nicht können? Über einen Teil der Antwort bestand, soweit ich sehen kann, weitgehender Konsens: Wissenschaftsjournalismus kann die Wissenschaft kritisch und aus unabhängiger Perspektive begleiten und stellt auch die unangenehmen Fragen, die sich z.B. in einer Pressemitteilung niemals finden würden. (Zu ... weiter