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Pyroklastischer Strom am Sinabung, Indonesien

Vom Sinabung in Indonesien hatte ich ja schon einige Beispiele pyroklastischer Ströme vorgestellt. Der Vulkan ist immer noch sehr aktiv, gerade heute ist es allem Anschein nach wieder zu kleineren Strömen gekommen (laut Beschreibung des Videos am 27 Juli 2015 gegen 12:20 lokaler Zeit, an der Ostflanke des Vulkans). Vielleicht mag es manche Leute langweilen, aber ich kann mich an dem Phänomen nicht satt sehen. Vor allem nicht, wenn ich es bequem vom heimischen Rechner aus beobachten kann, ohne auch ... weiter

 

Geschichte gross und klein

All Creatures Great and Small war einer der ganz grossen Hits der BBC Ende der 1970er. Historisches Setting, kauzige Charaktere, mal lustige, mal tragische Geschichten. Zuschauer konnten auch einmal eine Woche nicht einschalten, verpassten kaum etwas, da es keinen übergreifenden Handlungsstrang gab. Die Serie verkaufte sich weltweit gut, deutsche Zuschauer lernten ein England lieben, das es auch damals schon lange nicht mehr gab. ... weiter

 

Der Lohn der Forschung: Preise sind nicht alles was zählt

Seit ihrem Anfang im Jahr 1951 hat sich die Nobelpreisträgertagung in Lindau doch ein wenig verändert. Aber eines blieb immer gleich: Die Fahrt über den Bodensee am letzten Tag der Konferenz: Laut Tagungsprogramm aus dem Jahr 1951 machten sich Nobelpreisträger und Konferenzteilnehmer am 14. Juni auf eine “Fahrt mit dem Sonderdampfer nach der Insel Mainau” und 65 Jahre später stand am 3. Juli der “Baden-Württemberg Boat Trip to Mainau Island” im Terminkalender der jungen Wissenschaftler und der Laureaten. Das letzte ... weiter

 

Milchstraßenpanorama 3.0: Der Weg ist das Ziel

Dass dieser kluge Spruch auch für die Milchstraßenpanoramafotografie gilt, wurde mir erst langsam bewusst. "Bloggen werde ich erst, wenn das Bild fertig ist", so mein fester Vorsatz. Aber was heißt "fertig"? Das Phänomen, dass ein mühsam fertig bearbeitetes Bild nach ein paar Tagen selbst seinem Schöpfer nicht mehr richtig gefällt, dürfte jeder Astrofotograf kennen. Irgendwas hakt immer. Daher hier und jetzt, aber keineswegs abschließend: mein Milchstraßenpanorama 3.0! ... weiter

 

Kinder, Kinder!

Kinder sehen die Welt anders. Eine Binsenweisheit, deren Gültigkeit ich gerade hautnah erfahre. Meine beiden Neffen, zehn und dreizehn Jahre alt, sind mit meinem Bruder und seiner Frau nach Peru gekommen. Und auf unserer Reise darf ich erfahren, wie meine Wahlheimat auf Zeit sich für sie anfühlt. Am Anfang waren die Fragen: Wie reagieren Kinder und Jugendliche auf die Höhe (Am Titicacasee immerhin 4000 Meter über dem Meer)? Wie kommen sie mit der intensiven Sonne zurecht? Finden sie Inkas und ... weiter

 

Abschaffung des Zweigradziels der Klimapolitik?

Die internationale Klimapolitik hat sich wiederkehrend und einmütig zum Zweigradziel bekannt. Ganz im Gegensatz dazu hat sie bisher wenig dafür getan, dass dieses Ziel in Zeiträumen erreicht werden kann, die mit den Gesetzmäßigkeiten der Natur und der Wirtschaft vereinbar wären. Die Stimmen, die die Abschaffung des Zweigradziels fordern, werden lauter. Aber würde dies uns in der Klimapolitik weiterbringen? ... weiter

 

Sprachliche Meme – kulturelle Replikation durch Sprache und Schrift

„Menschliche Sprache, zunächst gesprochen und dann geschrieben, ist mit Sicherheit das Hauptmedium der kulturellen Weitergabe, durch die eine Infosphäre gebildet wird, in der kulturelle Evolution stattfindet. Sprechen und hören, schreiben und lesen – dies sind die zugrunde liegenden Technologien der Transmission und Replikation, entsprechend den Technologien der DNA und RNA in der Biosphäre.“ Mit diesen Worten charakterisiert Daniel Dennett die Rolle von Sprache und Schrift in der kulturellen Evolution. Sprache ist ein sehr gutes Instrument, um Erfahrungen und Wissen zu ... weiter

 

Diese Woche: Sport mit Maß, danach kontrolliert Wassertrinken

Diese Woche wurden zwei Studien über Kopfschmerzen veröffentlicht: eine zum Verhältnis zwischen körperlicher Fitness und Kopfschmerzen; die andere beschäftigt sich mit der angeblich immer noch ungeklärten Frage, ob Wassertrinken Kopfschmerzen reduziert. Mit Sport Kopfschmerzen vorbeugen, diesen Rat hört man immer wieder. Doch die Erkenntnisse über den positiven Einfluss körperlicher Aktivität auf Kopfschmerzen sind widersprüchlich. Ein kompliziertes Zusammenspiel bestimmt die körperliche Fitness. Welchen Beitrag einzelne Faktoren, wie Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme, Laktatschwelle (Belastungsbereich, in dem Sauerstoffbedarf und -verbrauch gerade noch ausgeglichen sind) u.v.w., leisten, ist ... weiter

 

Halbmond und Saturn am 25.7.

Der zunehmende Mond, jetzt im zweiten Viertel, nähert sich Saturn. In Nordostasien wird man die beiden morgen Abend im Abstand von weniger als 1.5 Grad beobachten können. Wenn es hier Nacht wird, werden die beiden jedoch wieder genau so weit voneinander entfernt sein wie heute, nur mit vertauschten Positionen. ... weiter

 

Urlaub, Pluto und eine Asteroidentaufe

Das Schöne am Urlaub ist, dass man sich endlich mal Dingen widmen kann, für die man im Alltag keine Zeit hat. Zum Beispiel, verschmuste Quokkas beim Mittagsschlaf zu beobachten oder sich den Sternenhimmel der Südhalbkugel unseres Planeten anzusehen. Es gab aufgrund des Winterwetters leider nur wenige Gelegenheiten für Himmelsbeobachtungen. Doch immerhin eine Nacht war klar genug, um im Kings Park der Stadt Perth mit bloßem Auge sogar die Milchstraße um das Kreuz des Südens erkennen zu können. Im Teleskop sah ... weiter

 

Über Strukturen in der anatomischen Terminologie

Einleitung und Rechtfertigung Unter allen Naturwissenschaften ist die die meine - die Wissenschaft von der anatomischen Natur des Menschen - diejenige, die am innigsten mit Sprache und Worten verwoben ist. Mit einem Sprachgewebe überzieht und durchwebt sie den Körper: Kettfäden aus langen Beschreibungen, die vom Ganzen zu dessen Teilen führen, Schussfäden, die quer über die Ketten hinweg das, was den verketteten Teilen gemein ist, binden. Ein dichtes Gewebe, veritable Wortfesseln. Kaum eine Naturwissenschaft - vielleicht mit Ausnahme der Taxonomie in ... weiter

 

Irgendwie faszinierend…

Ich habe einen kleinen beruflichen Schwenk eingeschlagen und bin nun in einer eher ungewöhlichen Ecke der Neurowissenschaften gelandet: Am Schnittpunkt zwischen Kunst und Wissenschaft im Dialog zu Neurotechnologie und Ethik. Und zwar hier https://www.norms-human-nature.uni-freiburg.de/projekte/discourse Ich stehe erst am Anfang, zu verstehen, wie Kunst Forscher inspirieren kann und wie Forschung in der Kunst aufgenommen wird, aber es ist ein Thema, das mich schon immer fasziniert hat. Es begann damit, dass die meisten meiner Mitstudenten in Biologie doch nicht dröge Insekten/Pflanzen/Bakterien Zähler ... weiter

 

Pre/Trans Fallacy – die Verwechslung von Gestern und Morgen

Genau! R.W. hat neulich bei meinen Erklärungen zu den Stufen Lehrling, Geselle und Meister (Shu-Ha-Ri) kommentiert, dass viele Leute die verschiedenen Level deshalb nicht verstehen, weil sie den höheren Level zu sehr mit dem jetzigen Level und dem gestrigen vergleichen. Dieses Phänomen ist von Ken Wilber als Pre/Trans Fallacy (siehe Wikipedia) beschrieben worden. Bei Ken Wilber geht es um hohe Philosophie, hier nicht! Das Phänomen kann man auch im realen Leben ausmachen. Das Internet kommt! Wir diskutieren Fluch und Segen ... weiter

 

Der Zeiter: Erinnerungen an Wolfgang Jeschke (1936 – 2015)

Das Spielen mit der Zeit, in Form von Zeitreisen und Zeitparadoxa, hat für diesen Autor immer schon eine große Rolle gespielt. Am trefflichsten kommt dies für mich in seiner Geschichte Der König und der Puppenmacher zum Ausdruck, die auch als sehr eindrucksvolles Hörspiel adaptiert wurde. Und der Titel einer anderen seiner allerersten SF-Stories ist fast so etwas wie ein Synonym für Wolfgang Jeschke: Der Zeiter. ... weiter

 

Das Wichtigste? Der Spaß an der Wissenschaft

Wie? Schon vorbei? Ja, leider. Die Zeit verging wie im Fluge. Es war eine anstrengende aber tolle Woche mit inspirierenden Vorträgen und interessanten Gesprächen. Der Blick über den Tellerrand, den dieses interdisziplinäre Treffen mir ermöglichte, stimmt mich zuversichtlich für den wissenschaftlichen Fortschritt, den wir in den nächsten zehn Jahren erwarten dürfen.     Es herrschte eine angenehm offene Atmosphäre. Ich spürte, hier trafen sich über 700 Menschen, die Spaß an der Wissenschaft hatten und gerne darüber sprachen – immer und ... weiter