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Unterschiede zwischen Schule und Forschung

Vor einer Woche ist am Haus der Astronomie unser diesjähriges internationales Sommerpraktikum zuende gegangen, bei dem Schüler (ein gerade fertiger Abiturient war auch dabei) im Team über drei Wochen eigene Forschungsprojekte durchführen. Wie in wirklichen Leben ist die gemeinsame Sprache dabei Englisch (was angesichts der Tatsache, dass wir fünf Nationen vertreten hatten - Australien, Frankreich, Italien, Israel, Deutschland) auch gar nicht anders ging. Die Praktikanten waren dieses Jahr und sind üblicherweise hoch motiviert und besitzen bereits gute (insbes. schulische) Vorkenntnisse, ... weiter

 

Eimerweise …Eis

Ich werde heute ein kleines, meinungslastiges Intermezzo machen. Es geht um die sogenannte #ALSicebucketchallenge, die sowohl in meiner Facebook als auch Twitter Timeline auftauchte. Was genau ALS ist, dazu gibt es bereits viele Posts, sonst hätte ich das euch auch erklärt. Ob ihr dafür spenden wollt oder nicht, ob ihr euch einen Eimer Wasser über den Kopf kippen wollt oder nicht – das ist eure Sache. Es gibt immer etwas, für das man etwas tun kann. Tut das was ihr ... weiter

 

Vor 150 Jahren: William Huggins und die Nebelspektren – von der Astronomie zur Astrophysik

Der 29. August 1864 markiert einen Wendepunkt der Astronomie – weit weniger bekannt, aber durchaus vergleichbar mit der ersten Teleskopbeobachtung Galileo Galileis im Jahr 1609. An diesem Tag nämlich beobachtete der englische Amateurastronom William Huggins das erste Spektrum eines kosmischen „Nebels“ – und konnte damit die Frage klären, woraus die geheimnisvollen Lichtfleckchen, die die Astronomen seit über 200 Jahren in ihren Teleskopen betrachteten, eigentlich bestehen. Der Schritt von der Astronomie zur Astrophysik war vollzogen. Astronomen stritten schon eine ganze Weile ... weiter

 

Kein ZMapp für den Hamburger Ebola-Patienten

Seit gestern betreut das UKE, in dem ich ja seit Wochen rumliege, einen mit Ebola infizierten Arzt aus dem Senegal, und angesichts mehr als 200 angesteckten WHO-Mitarbeitern dürfte er nicht der letzte bleiben. Was mich aber wirklich beruhigt ist, dass die behandelnden Ärzte hier die Finger von irgendwelchen ungetesteten Wundermedikamenten wie dem ominösen Antikörpermix ZMapp lassen. (Hier ein Interview mit einem der behandelnden US-Ärzte, der ein bisschen über die erfolgreiche Therapiestrategie spricht) Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist bisher nicht so ... weiter

 

Enge Mond-Saturn-Begegnung am Abend des 31.8.

Am Abend des 31.8. wird Saturn uns mal im Mondschein begegnen. Der zunehmende Mond, der am Ende seines ersten Viertels steht,wird an diesem Abend kurz vor Monduntergang (und nicht lange nach Sonnenuntergang) mit einem Winkelabstand von weniger als einem Monddurchmesser zwischen dem Rand des Mondes und Saturn den Ringplaneten passieren. In Nordafrika kann sogar eine Bedeckung des Saturn beobachtet werden.   ... weiter

 

Die europäischen Amish – Die laestadianischen Lutheraner in Finnland (n-tv 1)

Das Interview auf n-tv.de, das inzwischen auch auf kath.net aufgegriffen wurde, löste wieder eine Vielzahl von Rückmeldungen und Rückfragen aus. Einige neuere Themen will ich in einer kleinen, lockeren Reihe hier auf dem Blog aufgreifen. Eine besonders erfreuliche Rückmeldung erhielt ich von Christoph Bein, einem Studenten der Demografie in Rostock. Ihm war aufgefallen, dass ich im Interview wieder die Amish erwähnt hatte, die von n-tv dann auch für die Bebilderung ausgewählt wurden. n-tv-Header auf meinem Google+-Account In meinem Buch Religion ... weiter

 

Das wertvolle Geheimnis wirksamer Menschen

Michaela Brohm Ja, wertvoll ist es. Und so schlicht. Wirksam wollen wir sein. Wirkungsvoll. Neue Aufgaben angehen und dranbleiben - auch wenn es heikel wird. Nicht aufgeben. Sich auch von hohen Hürden nicht schrecken lassen. Dinge voran bringen. Und wie das? Eine wichtige Antwort liefert unser Maß der „Selbst-Wirksamkeits-Erwartung“ (SWE). Sie zeigt sich darin, wie viel Vertrauen wir in die eigenen Fähigkeiten haben und wie sehr wir davon ausgehen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. So weiß der Eine, ... weiter

 

Fabiolas letzter Tag: Wiederkommen als Nobelpreisträger?

Tagungsteilnehmerin Fabiola Gerpott mit ihrem Bericht zum letzten Tag von #LindauEcon14. Samstag, 23.08.2014: Um 7.15 Uhr heißt es: Ahoi und ab auf’s Schiff! Im Lindauer Hafen begibt sich eine Schar mehr oder weniger wach aussehender Nachwuchswissenschaftler auf das bereitliegende Boot mit dem zum Wetter passenden Namen „Sonnenkönigin“. Der gestrige bayrische Abend hat bei den aufstrebenden Forschern Spuren hinterlassen… Doch schlapp machen gilt nicht, heute steht ein letzter Höhepunkt an: Eine Schiffstour zur Insel Mainau, auf der die Abschlussveranstaltung stattfindet. Der ... weiter

 

Lieferung ohne Bestellung… und was sonst noch von Amazon zu erwarten ist

Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen - und wer „Verlag“ sagt, muss auch „Vertrieb“ sagen. Für den Vertrieb physischer Bücher ist der Buchhandel zuständig, und für den Wandel dieses Handels mit Büchern steht heute ein Name wie kein zweiter: Amazon. Auf dem Gebiet des Online-Vertriebs von Büchern betätigen sich bekanntlich auch viele andere Anbieter. Nahezu jede größere Buchhandlung bietet einen Online-Shop an, und zuweilen können diese sogar mit noch günstigeren Serviceangeboten aufwarten. So bietet die Buchhandlung Osiander in Frankfurt am Main und einigen ... weiter

 

“enjoy physics” mit James Bond und im alten Schloss

Heidelberg, älteste Universitätsstadt Deutschlands war dieses Jahr Gastgeber der jüngsten Physikerinnen und Physiker aus aller Welt. Die International Conference for Physics Students (ICPS, webseite der Verantstaltung) wird federführend organisiert von der Nachwuchsgruppe der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der jDPG. In enger Zusammenarbeit mit dem DPG-Vorstand und der Verwaltung der Uni Heidelberg wurde ein einwöchiges, sensationelles Programm ausgerichtet, das in den Geisteswissenschaften seinesgleichen sucht. Der Vorsitzende der DPG, Herr Prof Dr Eduard Krubaski, lobt seine Jugendgruppe dementsprechend in den Himmel. Den jungen ... weiter

 

Am Ende des Strings

Nach der Begeisterung für die Entdeckung des Higgs-Bosons am CERN in Genf ist eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Schließlich ist die Theorie alt, nach der es mindestens ein Higgs-Boson geben muss. Viele fragen sich, ob sich der Bau eines Telichenbeschleunigers für dieses eine Teilchen überhaupt gelohnt hat. Ob die Unauffindbarkeit weiterer Teilchen am CERN das Ende der Stringtheorie bedeutet. Ob damit vielleicht entschieden ist, dass die Loop-Quantengravitation jetzt die Kandidatur für die nächsttiefere Theorie übernehmen wird. Eines ist klar, die Luft ... weiter

 

Tugend, wo bist du in der Arbeitszeit?

Da die Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten so stark ökonomisiert wurde, fehlt es an ethischem Bewusstsein. Pro 20.000 Mitarbeiter muss jetzt bestimmt bald ein freigestellter paritätisch besetzter Ethikrat gewählt werden. Der klagt aber bestimmt nur gröbste Missstände an, denke ich, aber eigentlich müssten wir einmal überlegen, was Ethik in der Arbeitswelt wirklich bedeutet. Ich zählen Ihnen einmal zur Abschreckung Tugenden auf. Warum Tugenden? Ich habe neulich einmal von „Tugend“ oder „Virtus“ gelesen und das Gefühl gehabt, dass alles, was Tugend ... weiter

 

Seminar “Ägypten und Israel – Ein archäologisches Porträt zweier Nachbarn”

Einladung zum 20. Seminar für Biblische Archäologie im Chr. Gästezentrum Württemberg (Schönblick) bei Schwäbisch Gmünd vom 26. - 28. September 2014. Ägypten und Israel - Ein archäologisches Porträt zweier Nachbarn Hauptreferenten: PD Dr. Alexander Fantalkin (Universität Tel Aviv) "Excavating Ashod-Yam: First results" "Die Rolle Ägyptens in der Süd-Levante am Ende des 7. Jhs. v. Chr." Dr. Christian Herrmann "Ägyptische Amulette aus Israel/Palästina" Douglas Petrovich MA (Universität Toronto) "Hinweise auf Israeliten in Ägypten?" Dr. Robert Schiestl (DAI Kairo) "Asiaten in Ägypten ... weiter

 

Glauben Sie keiner Statistik

Wo wir gerade beim Glauben sind: Im aktuellen Septemberheft von Spekrum der Wissenschaft gibt es einen interessanten Artikel zum Fluch des P-Wertes von Regina Nuzzo. Wir hatten auf SciLogs im Januar 2013 ein Bloggewitter zum Thema Nicht reproduzierbare Wissenschaft. Ein Mechanismus, wie es passieren kann, das nicht reproduzierbare Studien zur Veröffentlichung kommen, ist das allzu naive Vertrauen in den p-Wert. Der p-Wert gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine gemessene Wahrscheinlichkeits-Verteilung rein zufällig aufgetreten ist, obwohl es gar keinen Effekt gibt. ... weiter

 

Calcit und die Doppelbrechung – Mineralogisches Alphabet C

Letztes mal hatte ich beim Epidot die Doppelbrechung erwähnt. Nun braucht man nicht immer einen Dünnschliff und ein Polarisationsmikroskop, um dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Das geht auch ohne, besonders natürlich, wenn das betreffende Mineral eine extrem hohe Doppelbrechung zeigt und zudem noch klar ist. Dies trifft auf manche Calcite zu, die man manchmal unter dem Namen Islandspat oder Doppelspat im Mineralienhandel findet. In dem kleinen Film über Calcit und seine Doppelbrechung anschaulich erläutert.     ... weiter