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Die Zukunft ist weg!

Wie leben wir im Jahr 2000? Die Frage bewegte die Menschen das ganze 20. Jahrhundert hindurch und wurde oft mit Bildern beantwortet. Vor allem die Fragen der individuellen Mobilität und des Wohnens beschäftigten ebenso die wissenschaftlich-technische Phantasie wie die von Künstlern und Architekten. Und von den ersonnenen Fahrzeugen und Wohnmaschinen prägt manches tatsächlich unser heutiges Leben. Aber welche Zukunftsvisionen haben eigentlich wir? Zumindest keine, die man in populäre Bilder fassen kann. Wir haben kein Bild für die Zukunft.   Darauf ... weiter

 

Der Mond bei Aldebaran am 21.4.

Der Syzygienkönig gibt bekannt: Die Venus ist seit der ersten Monatshälfte weiter gewandert, aber immer noch im Stier. Heute Abend begegnet der zunehmende Mond dem Aldebaran - für eine Bedeckung reicht es jedoch bei uns nicht ganz. Eine schöne Panoramaaufnahme müsste möglich sein - knapp drei Tage nach Neumond überstrahlt der Mond noch nicht alles. Merkur tritt nun wieder in die Phase seiner Abendsichtbarkeit ein. Er steht bei Dunkelheitseinbruch noch sehr tief, ist aber jetzt nahe bei Mars. In der ... weiter

 

Wo Alpaka und Lama sich gute Nacht sagen

Himmel, wann war ich zuletzt an einem Ort, wo nur der Wind zu hören war? Ewig her. Hier im "Reserva Nacional Salinas y Aguada Blanca" ist in 4300 Meter Höhe nur er zu vernehmen. Der Wind wuschelt die Büschel der Salzgräser in dieser hochandinen Steppe, er streicht den Alpakas und Lamas durchs Fell und sträubt den fast unwirklich rosafarbenen Flamingos das Gefieder. Ja, auch die gibt es hier am Salzsee. Sie machen auf dem Weg von und nach Afrika Station. ... weiter

 

Sanierung von Boden und Grundwasser – ITVA Altlastensymposium 2015 in Bochum #2

Zweiter Teil meiner Nachlese zum ITVA Altlastensymposium 2015 in Bochum (der erste findet sich hier). Drehte sich der erste Teil größtenteils um rechtliche Betrachtungen hinsichtlich der geplanten Mantelverordnung, so wollen wir uns im 2. Teil zunächst einer häufig anzutreffenden Schadstoffgruppe zuwenden, den chlorierten Kohlenwasserstoffen. Diese, besonders die leichtflüchtigen (LCKW) werden gerne in Wäschereien eingesetzt. Und bei unachtsamem Umgang können sie dort auch in den Boden und schließlich in das Grundwasser gelangen. Und wenn das einmal geschehen ist, sollte man sie ... weiter

 

22. April 1915 – der (zweite) Beginn des modernen Gaskriegs

Jetzt im April jährt sich ja zum hundertsten Mal der deutsche Gasangriff in der 2. Ypernschlacht bei Langemarck, der den Krieg durchaus für das Deutsche Reich hätte entscheiden können. Der 22. 4. 1915 gilt als Beginn der chemischen Kriegführung, die deutschen Truppen setzten über 5700 Kanister mit insgesamt 168 Tonnen flüssigem Chlor gegen die Entente-Truppen ein und durchbrachen die feindlichen Linien. Nur weil nicht genug Reservetruppen bereitstanden, um die Lücke in der Front zu nutzen, kam der deutsche Vormarsch zum ... weiter

 

Klartext: Wie wirkt sich die öffentliche Meinung auf die Motivation von Lehrern aus?

Michaela Brohm Interview mit dem didacta-BildungsTV: Es ging um Motivation und Wertschätzung im Lehrberuf. Zentral war für mich bei diesem Gespräch aber der folgende Gedanke: Unser Bildungssystem braucht eine neue Ausrichtung, die dem derzeit gültigen Paradigma von Effektivität und Effizienz gleichrangig ein zweites an die Seite stellt, welches auf das Wohlbefinden und das damit verbundene kognitive, emotionale und psychosoziale Aufblühen von Schüler/innen und Lehrpersonen abzielt. Denn Bildungsprozesse sind nur begrenzt technologisierbar - vielmehr leben sie durch das wache, offene Bewusstsein ... weiter

 

Archäologie für Kinder – Dino-Eier und kleine Archäologen in der Kita

Zugegeben, als mich die Erzieherin aus dem Kindergarten ansprach, ob wir das Projekt „Dinosaurier“ nicht mit einer kleinen archäologischen Kita-Grabung verbinden wollen, schwebten mit zunächst vergrabene Gummibärchentüten und sandwerfende Kleinkinder vor. Aber  falsch gedacht. Die Kinder waren absolut neugierig, was ein Archäologe so macht. Und alles finden kann. Schon am Vortag wurde ich mit regem Interesse bei der Anlegung einer Sondage begleitet. Steine wurden verglichen, Sand wurde geprüft und schon mal vorsichtig nach Dinosaurierknochen geschaut. Mit vier bis fünf Jahren sind ... weiter

 

Auf Tuchfühlung mit ALMA, 2. Teil: 66 Augen sehen mehr als zwei

Bei unserem Besuch im Juni 2014 parkten die meisten der ALMA-Antennen noch in der Nähe des Versorgungsgebäudes, 5000 Meter hoch in der Atacamawüste. Die Versammlung von so viel Hochtechnologie erlaubte zwar eindrucksvolle Bilder und Videos, war aber nur temporär: Für die ALMA Long Baseline Campaign wurden einige der Antennen nur wenig später über fast die gesamte Hochebene verteilt - bis zu 15 Kilometer weit standen sie ab September voneinander getrennt. Später soll es noch ein Kilometer mehr sein. Auf diese ... weiter

 

Testaufnahmen mit einer Vollformatkamera

Ich habe die Gelegenheit, eine Vollformatkamera zu testen, und zwar die Canon EOS6D zusammen mit meinen durchweg schon ziemlich angejahrten Leica-R-Objektiven. Hier nur einige Aufnahmen, die ich in den vergangenen klaren Nächten gemacht habe. Ich stelle sie vollkommen unbearbeitet ins Netz, so wie sie vom Chip gezogen wurden (als JPEG, nicht als RAW), bis auf die Verkleinerung, weil ich hier in den Scilogs nur Mediendateien von maximal 4 MB Größe hochladen kann. Eins vorweg: Ich bin beeindruckt, wie wenig Rauschen ... weiter

 

TTIP, Downloadzahlen und ein Fall für Captain Obvious

Ich habe die Diskussion um das Freihandelsabkommen TTIP nur am Rande mitbekommen; was mich betrifft, kann ich daher nicht aus eigenem Wissen zwischen den beiden möglichen Szenarien unterscheiden - erhebliche Einschränkung unserer Freiheit zugunsten der Rechte großer Firmen einerseits oder viel Lärm um ein eigentlich harmloses oder sogar wohlstandsförderndes Abkommen. Aber wenn ich jetzt Schlagzeilen lese wie online in der FAZ, Kaum jemand liest die TTIP-Dokumente (16.4.2015) oder den (offenbar direkt von der FAZ oder aus einem darauf basierenden AFP-Text ... weiter

 

Religion und Wissenschaft als Lebensformen – Anthropologische Einsichten in Vernunft und Unvernunft (Salazar und Bestard, Berghahn)

Jede(r) von uns hat unbewusst oder bewusst eine Meinung dazu, doch die philosophische wie auch empirisch-wissenschaftliche Forschung und Debatte zum Thema ist noch immer unterentwickelt: Gibt es nur eine höchste Form des Wissens (zum Beispiel empirische Erkenntnisse oder religiöse Offenbarungen) wie es erkenntnistheoretische Monisten behaupten? Oder stellen je empirische Wissenschaften, Kunst, Recht, Philosophie und Religion jeweils eigene Wissensformen dar, die sich gegenseitig beeinflussen, aber nicht ersetzen können, wie erkenntnistheoretische Pluralistinnen meinen? Nun, ich bin ganz klar auf Seiten der erkenntnistheoretischen ... weiter

 

Diese Woche: Zweimal Migräne und traditionelle chinesische Medizin

Gleich zwei mal ist diese Woche Migräne im Zusammenhang mit der traditionellen chinesischen Medizin ein Thema im Netz. Gemeinsam ist beiden Veröffentlichungen, dass sie versuchen, Komplementärmedizin mit naturwissenschaftlicher bzw. evidenzbasierter Medizin zu verbinden. Ansonsten sind sie sehr unterschiedlich. Anfang der Woche wurde ein Protokoll zur Erstellung einer systematischen Übersichtsarbeit veröffentlicht. Langsam setzt es sich mehr durch, dass noch durchzuführende Studien vorher bekannt gemacht werden müssen. Gut in dem genannten Fall ist auch, dass selbst der Begutachtungsprozess dieser Vorabpublikation offen ist. Kritikpunkte drei ... weiter

 

Drei Planeten und der Mond am 19. und 20.4.

Der Syzygienkönig gibt bekannt: Anfang des Jahres stand die Venus mit Merkur horizontnah im Abendhimmel, der Mars ein ganzes Stück höher im Himmel. Nun haben Mars und Venus die Plätze getauscht. Als Dreingabe gibt es den zunehmenden Mond, am 19.4. in einer hübschen Dreieckskonstellation mit Mars und Merkur. Zur Beobachtung oder gar für ein Erinnerungsfoto gibt es allerdings nur ein schmales Zeitfenster um 21:00 MEZ. Schaut man zu früh, ist der Himmel noch zu hell, schaut man zu spät, ist ... weiter

 

Über mich aktualisiert

Seitdem ich hier bei den Scilogs blogge, hat sich einiges verändert, weshalb ich mich zu einer kleinen Aktualisierung entschlossen habe, das "Über mich" war doch etwas in die Jahre gekommen. Damit es auch gelesen und gesehen wird, zitiere ich es hier mal als Artikel. Die entsprechende Seite wird später aktualisiert Gestatten: Sören Schewe, Wissenschaftsblogger. Gut, das sind hier alle bei den Scilogs. Aber nicht alle bloggen über Tiere in menschlicher Obhut. Das ist mein Gebiet - ein sehr großes und ... weiter

 

„Ich mach dann mal schnell meinen Doktor!“

Axel Meyer schreibt, wir Doktoranden in Deutschland hätten es gut. Längere Verträge? Papperlapapp! Wir haben ja sowieso nichts zu tun. Axel Meyer weiß es, denn er hat in Berkeley, Harvard und Stony Brook studiert. Aber – sehr offensichtlich – nicht in Deutschland. Soviel zu meiner polemischen Zusammenfassung. Jetzt komme ich. Ich habe übrigens in Heidelberg studiert und promoviere dort gerade. Ich habe außerdem in Amerika gelebt, zum Teil in UK studiert und in Harvard (MGH) gearbeitet. Vorweg: Ich bin 28 ... weiter