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Astronomie, auf Sensation gebürstet

Urlaubszeit, das heißt für mich diesen Sommer wieder unter anderem ein Zwischenaufenthalt bei meinen Eltern in Hamburg. Die besitzen im Gegensatz zu mir einen Fernseher. Und haben sich heute auf ZDFInfo eine Sendung über Astronomie angeschaut. Ich dann auch. Wow. Im negativen Sinne, wow. Ich hoffe, oh, ich hoffe so sehr, dass diese Sendung nicht repräsentativ ist für das, was in punkto Astronomie, oder allgemeiner Wissenschaft, im Fernsehen läuft - zumal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dem ich ja (ich weiß, naiv!) ... weiter

 

Kurzes Video der Stirnseite eines pyroklastischen Stromes, Sinabung, Indonesien

Der indonesische Vulkan Sinabung produziert immer wieder großartige Beispiele für pyroklastische Ströme. Einige hatte ich hier ja auch schon vorgestellt und beim letzten Mal noch angemerkt, dass die Meisten Videos den Strom aus der Totale aufnehmen, anstatt sich auf die Front zu konzentrieren.  Und wie es so sein soll, gibt es auch aktuelle Aufnahmen von der Stirn eines Stromes, der sich laut der Beschreibung zum Video am 28. Juli ereignet hat. Auch wenn die aufgenommene Sequenz nur recht kurz ist, ... weiter

 

Zum Wohl!

Es klingt wie ein Geschenk an die Besatzung, ist aber ein handfestes wissenschaftliches Experiment, an dem unter anderem auch die Universität von Tokio und die Tohoku-Universität in Sendai beteiligt sind: Die japanische Distillerie Suntory will einige ihrer Produkte zur ISS schicken, um sie in der dortigen Schwerelosigkeit reifen zu lassen: "H-II Transfer Vehicle No. 5, commonly known as “Kounotori5” or HTV5, is scheduled to be launched from JAXA’s Tanegashima Space Center on August 16 (Sunday) carrying alcohol beverages produced by ... weiter

 

Ein Herz für Plumpsklos

Während ich versuche, mit neuen Beiträgen aus dem Sommerloch zu kommen, hier mal etwas Unterhaltsames aus der wunderbaren Welt der Fäkalienentsorgung. Mein Kollege Mike und ich haben am Wochenende in Wacken dieses kleine Video produziert, in dem wir die Ehre der transportablen Plumpsklos gegen diesen, hüstel, geringfügig missglückten Werbespot des Toilettenbetreibers Sanifair verteidigen. Viel Spaß! ... weiter

 

Wilhelm Conrad Röntgen und die Angst vor der Öffentlichkeitsarbeit

Als Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1901 als Erster mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde, war das eine nachvollziehbare Entscheidung. Seine Entdeckung der heute nach ihm benannten Strahlung hat ohne Zweifel der “Menscheit größten Nutzen erbracht”, so wie Alfred Nobel es in seinem Testament gefordert hatte und Röntgen müsste sich mit seiner Leistung vor den Preisträgern der Gegenwart nicht verstecken. Aber auch wenn er nicht schon im Jahr 1923 gestorben wäre, hätte man ihn vermutlich nie auf einem Lindau ... weiter

 

Diese Woche: ein wirksames Migränemittel, Science-Fiction und die Kosten der Homöopathie

Migräne diese Woche viermal im Netz: ein wirksames Migränemittel geht in die zweite Runde, ein böses Erwachen, Fragebögen und die Techniker Krankenkasse untersucht die Kosten der Homöopathie. Die „Welt“ berichtet, dass die Pharmabranche nun das Ringen um wirksames Migränemittel ernst nimmt. Eine neue, hochwirksame Wirkstoffgruppe wird von vier Pharmaunternehmen erforscht. Das die forschenden Arzneimittelhersteller Migräne lange nicht ernst genommen haben, lässt sich für mich nicht wirklich allein aus dem Artikel nachvollziehen. Nur weil der Konzern Allergan mit Botox (angeblich) „zweifelhafte Hoffnungen auf Linderung gemacht“ hat, kann ja nicht ... weiter

 

WHO: „Glyphosat wahrscheinlich krebserregend“

Ganz sicher krebserzeugend im Menschen: Sonnenlicht, alkoholhaltige Getränke oder Plutonium. Und Glyphosat, das beliebteste Unkrautvernichtungsmittel der Welt? Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC, der Weltgesundheitsorganisation WHO unterstellt, hat die Substanz kürzlich auf den Index gesetzt und klassifiziert sie fortan als „wahrscheinlich krebserzeugend“. Ganz sicher ist sich das Gremium aus 17 Experten aus 11 Ländern also noch nicht. Trotzdem besteht Anlass, etwas genauer hinzuschauen. ... weiter

 

Nervenprobe Machu Picchu

Für die meisten Südamerikareisenden ist der Machu Picchu ein absolutes Muss. Egal, dass er nur mit dem teuren Zug zu erreichen ist und dort alles drei Mal so viel kostet wie anderswo oder dass die Basisstation Aguas Calientes den Charme einer abgenudelten Hafenstadt hat. Der mythische Platz, die berühmteste aller Inka Zitadellen mit dem spektakulärsten Ambiente darf in kaum einem Reiseplan fehlen. "Alles ist kalt, dort fehlt die Liebe", hatte uns die freundliche Hostel-Betreiberin in Cusco gewarnt und uns ein ... weiter

 

Die Homerische Frage

Die ‚Homerische Frage‘ behandelt im engeren Sinn die Frage nach dem Verfasser der Ilias und Odyssee. Im weiteren Sinn ist die ‚Homerische Frage‘ eine Suche nach Antworten zu den Fragen wann und wie die Epen entstanden sind. Ob es tatsächlich einen griechischen Dichter namens ‚Homer’ gab, ist in der aktuellen Forschung sehr umstritten. Ab dem 2. Jahrhundert v.Chr. gibt es Quellen, die vom Zweifel an der Echtheit einiger Versen handeln. Damit startete eine Auseinandersetzung, die bis heute anhält. 1795 erlebte ... weiter

 

Teleskope im Größenvergleich

Auf der Suche nach einem Teleskop-Größenvergleich bin ich auf eine sehr schöne Wikipedia-Infografik des dortigen Nutzers cmglee gestoßen. Ich habe durch nachgooglen gesehen, dass das Bild vor ein paar Wochen auch drüben bei Stefan Gotthold im Clear Sky Blog verlinkt war, aber so ein schönes Bild verdient es, dass so oft wie möglich darauf aufmerksam gemacht wird. Hier erst einmal die Infografik selbst: Hilfreich sind insbesondere auch die Vergleiche mit Tennisplatz und Basketballfeld an der Unterseite, sowie der Mensch zum ... weiter

 

Speed Cells – Tacho im Hirn

Erst letztes Jahr erhielt das norwegische Forscherehepaar May-Britt und Edvard Moser den Nobelpreis für die Entdeckung des Navigationssystems im Gehirn – in Form von Gitterzellen im entorhinalen Cortex – nun warten sie bereits mit der nächsten Entdeckung auf: den sogenannten Speed cells.   May-Britt und Edvard Moser, Foto: Geir Mogen, NTNU, CC BY-NC 2.0 Was hat es mit ihnen auf sich? Die im Rattenversuch lokalisierten Speedzellen feuern, unabhängig von Umgebungsreizen, bei einer schnellen Bewegung laufend Signale ab, d.h. es hatte ... weiter

 

Die zwei Gesichter des Immunsystems

Ein Artikel von BIOSS-Blogger Martin Becker. Er forscht seit Oktober 2012 am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in der Arbeitsgruppe von BIOSS-Sprecher Michael Reth und arbeitet jetzt an seiner Doktorarbeit. Hier beschäftigt er sich hauptsächlich mit der Rolle des Zytoskeletts bei der Signaltransduktion in B-Zellen. Was denken Sie: Welches ist wohl das wichtigste Organ unseres Körpers? Was würden Sie auf diese Frage antworten? Zu den häufigsten Antworten zählen mit großer Wahrscheinlichkeit das Herz und auch unser Gehirn. Das Herz, als ... weiter

 

Einige Gedanken zum aktuellen Woolrec-Skandal und dem Produkt Woolit

Am Montag wurde in der Sendung "Exclusiv im Ersten (hier in der Mediathek zu finden) der ARD über die Firma Woolrec  berichtet. Die Firma Woolrec aus dem hessischen Tiefenbach stellte bis 2013 das Produkt Woolit aus alter Mineralwolle her, um dies als Zuschlagsstoff für die Ziegelherstellung zu verkaufen. Hierbei handelt es sich um ein Gemisch aus gemahlenen Mineralwollen und Ton, in das pikanterweise wohl auch noch schwermetallbelastete Filterstäube gemischt wurden. Da ich in meine Brötchen in einem Labor verdiene, welches ... weiter

 

Ein “Cousin” der Erde?

Nach langer, familienbedingter Pause geht das "Strange New Worlds" Blog in die nächste Runde... Und was gibt es besseres als Einstieg als die kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung der NASA, dass die Kepler Mission einen "Cousin" der Erde gefunden hat? (Die Originalmitteilung der NASA in englisch, inkl. einiger, netten Bilder, ist hier.) Der Planet mit dem Namen Kepler-452b is ca. 60% größer als die Erde und umläuft seinen Mutterstern alle 385 Tage. Damit ist er von allen Planeten, die Kepler bisher gefunden ... weiter

 

Geld für Forschung – zwischen Krankheitslast und „Schuld“ der Opfer

Wie entscheidet ein Staat, für welche Krankheiten er wie viel Forschungsgelder aufbringt? Geld für Forschung über Krankheiten wird oft nach der gesellschaftlichen Last vergeben, aber nicht immer. Wie rational ist diese Entscheidung und welche Rolle spielt die vermeintliche Schuld der Opfer? Die Washington Post berichte vorletzten Freitag über den Zusammenhang in den USA zwischen Krankheitslast und Förderschwerpunkten. Wie erklärt sich, dass die HIV-Forschung fast 3,1 Milliarden USD bekommt, während eine tödliche Lungenkrankheit, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), an der sechs Mal mehr ... weiter