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Der Totengräber

Der Gemeine Totengräber (Nicrophorus vespillo)ist ein Käfer aus der Familie der Aasfresser. Er ist in Mitteleuropa beheimatet. Sein Rückenpanzer ist schwarz und gelb gestreift. Heute entbrannte am Rand von Sondage Nr. 1 eine kleine Diskussion, ob der Käfer, der sich hier durch den Waldboden arbeitete, ein Totengräber oder doch eher ein Mistkäfer (Geotrupidae) sei. Die Herrschaften vom Landesdenkmalamt, die uns einen großzügigen Nachschub an Fundtüten, Kisten, Schaufeln und eine sehr willkommene Axt direkt zur Grabungsstelle gebracht haben und  zudem mit ... weiter

 

Hoffen auf New York. Was können wir vom Ban Ki Moon-Gipfel erwarten?

Credit: Reimund Schwarze, UFZ Washington D.C. / Auf dem Klimagipfel in Warschau im letzten Jahr forderte der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Staatsoberhäupter dieser Welt auf, ihre Anstrengungen zur Erreichung eines neuen internationalen Klimaschutzabkommens zu erhöhen, so dass eine Erreichung des Zweigradziels noch möglich ist. Nächste Woche (am 23.9.2014) findet nun das von langer Hand vorbereitete Gipfeltreffen in New York im Hauptquartier der UN in Manhattan statt. Was kann man von diesem Treffen erwarten? „Es liegt was in der Luft“, ... weiter

 

Mathestudium mit 14 – Amina Abdurrahman

  Amina Abdurrahman ist beim diesjährigen Heidelberg Laureate Forum eine der jüngsten Teilnehmerinnen. Neben der Mathematik spielt in ihrem Leben auch die Musik eine sehr große Rolle. In fünf kurzen Fragen gibt Amina uns einen interessanten Einblick in ihren Werdegang und ihre Erwartungen an das HLF.   In welchem Forschungsgebiet bist Du interessiert und tätig? AA: Ich bin derzeit dabei meine Bachelorarbeit über die Vervollständigung und Henselisierung von lokalen Ringen zu schreiben. Es handelt sich noch lange nicht um irgendeine ... weiter

 

Diasporische Existenzen

Hier gibt es einen aktuellen, sehr interessanten Artikel über den »letzten Deutschen in Odessa«. Freilich nicht ganz im Sinne des Grundgesetzes, doch wer würde es sich anmaßen, dem alten Herrn sein Deutschsein abzusprechen? Doch auch wenn die heutige Redewendung vom »Deutschen im Sinne des Grundgesetzes« nur für den BRD-Bürger steht, kann man nicht behaupten, dass das Grundgesetz 1949 das deutsche Volk als Ergebnis der neuen Staatsentstehung sieht, was ein kurzer Blick auf seine Präambel oder etwa die alten Art. 23 und ... weiter

 

Das erste Opfer

Dabei fing alles so ruhig an. Es kündigte sich hoher Besuch an, Ritter Thomas hatte sich angesagt und den „weiten“ Weg von seiner Burg auf sich genommen, um das „niedere Volk“ auf dem Galgenhügel zu besuchen. Als er kam, leider ohne Ritterrüstung und Pferd, bekam er eine Führung von der Grabungsleiterin höchstpersönlich. Dies sollte nicht die Letzte bleiben, denn es folgten noch weitere Besucher wie der Archäologe Thomas, eine Mitarbeiterin des Forstamtes und kurz vor dem Feierabend verirrte sich sogar ... weiter

 

AstroGeo Podcast: Isländische Vulkane

Sie heißen Eyjafjallajökull, Grímsvötn und momentan Bárðarbunga: Isländische Vulkane sind spätestens nach der Aschewolke von 2010 in aller Munde, wenn sie denn aussprechbar sind. Wir wissen mittlerweile: Island ist die Insel der Vulkane, die jederzeit ausbrechen können und die nicht nur das Leben einiger skandinavischer Bauern sondern von uns allen beeinflussen können. Am 28. August 2014 begann der Bárðarbunga, viel Lava in das Vorland des Gletschers Vatnajökull zu schicken. Das nehme ich zum Anlass, mit Tobias Dürig zu sprechen. Der Würzburger Geophysiker arbeitet gerade an der Universität ... weiter

 

Wie wir den Raum krümmen: Zum Geburtstag von Bernhard Riemann

In seinem Blogpost "Warum wir den Raum krümmen" auf Quantenwelt erklärt mein Nachbarblogger Joachim Schulz, warum die PhysikerInnen in der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) den Raum krümmen: Sie tun es, weil es ihnen erlaubt mit möglichst wenig Annahmen die Newtonsche Gravitationstheorie mit der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) in Einklang zu bringen. Die 1915 vorgestellte ART erweitert die Newtonsche Theorie für große Massen und große Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit und deutet Gravitation als geometrische Eigenschaft der gekrümmten vierdimensionalen Raumzeit: die Erde kreist nicht ... weiter

 

Was mache ich hier eigentlich?

Ich werde in diesem Blog während des Heidelberg Laureate Forums schreiben und dabei im Bloggerteam vor allem die Reine Mathematik vertreten. Was erwarte ich mir von diesem Treffen? Zunächst einmal natürlich verständliche Vorträge zu Themen abseits meiner sonstigen Forschung. Eine Aufgabe, die durchaus auch Ereignisse wie der ICM erfüllen sollen, aber doch oft nicht erfüllen, und die Abstracts des HLF lassen erwarten, dass es hier anders werden könnte. Mehr zum mathematischen Teil des Vortragsprogramms im folgenden Beitrag. Für den Laien am ... weiter

 

Neurotransmitter für Physiker

Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unsere sieben Neurotransmitter. Statt der Planeten. Wäre das so abwegig?  Planeten gehören zwar nicht in die Rumpelkammer nutzlosen Wissens. Ihre Bewegung steht für den bemerkenswertesten wissenschaftlichen Wandel, den Übergang von der Kinetik zur Dynamik durch Newton. Damit wurde erstmals nicht mehr bloß beschrieben sondern erklärt, wie etwas funktioniert. Doch allein die Diskussion um Pluto ist Beleg dafür, dass dies als Sinnbild für den bis heute physiker_innenherzerwärmenden Wandel irgendwann in Vergessenheit geraten sein muss und selbst ... weiter

 

StarryNights – die größten Observatorien der Welt im Zeitraffer

Seit Jahren sammelten sich auf diversen Astroreisen aufgenommene Zeitrafferclips auf meiner Festplatte und gammelten vor sich hin. Das muss nicht sein, dachte ich, und nahm mir einen Nachmittag zwei Tage eine Woche viel Zeit, um aus all dem verstreuten Bildmaterial einen kurzen Film zusammenzuschneiden, der mir der Veröffentlichung würdig erscheint. Voilà, hier ist er nun: StarryNights - meine Astrozeitraffer von 2011 bis 2014, eingekocht auf 6 Minuten 11 Sekunden!  Update: Vielen Dank an universetoday.com für die freundliche Erwähnung meines Videos! ... weiter

 

Wasser ist komplizierter als man denkt

Ihr erinnert euch doch bestimmt noch an Konstanz, die Stadt am Formaldehyd, oder? Ich habe eine gute Nachricht: Konstanz ist rehabilitiert. Das verdankt die Stadt Haegyeom Kim et al. sowie den Referees und dem Redaktionsteam der Zeitschrift Chemical Reviews. Oder, wie Derek Lowe bei In the Pipeline schreibt, "There Must Have Been Multiple Chances to Catch This". Man kann den Abstract mit Bild leider nicht verlinken, aber er ist auf der Hauptseite, einfach runterscrollen bis zum Artikel "Aqueous Rechargable Li ... weiter

 

2. Halbzeit

    Heute begann die dritte Woche unserer Ausgrabungskampagne am Galgenhügel von Belzig und mit ihr fanden auch vier neue, frische und unverbrauchte Sterne am Firmament der Archäologie ihren Weg in Plana, Strata und Sondagen: Das bisherige Team wird seit heute unterstützt von Ann-Sophie (ladies first –  nicht nur wegen irgendwelcher Gender-Debatten ) , Johannes, Sebastian und Eric. Einige Teilnehmer_innen aus den vorherigen Wochen sind aber seit heute zwischen den Kiefern vermisst worden. Ihre Arbeit fortzusetzen, ist Aufgabe des jetzigen ... weiter

 

Mond und Aldebaran in Konjunktion

Letzte Nacht kam der abnehmende Mond dem orangefarbenen Riesenstern Aldebaran (αTau) auf etwa ein halbes Grad nahe (gemessen vom Mondrand). Das geschah allerdings nach 2 Uhr früh, wenn keiner zuguckt - zumindest nicht ich. Bereits rund eine halbe Stunde nach Mondaufgang, gegen 23:30, war das Paar, wenn auch noch ein etwas größerem Abstand, sehr schön zu beobachten; der Anblick war gerade wegen der Rotfärbung des noch horizontnahen Mondes besonders reizvoll. Sehr hübsch auch die Umgebung am Firmament. Der Sommer ist ... weiter

 

ROSETTA: And the winner is ….. “J”!

Heute wurde der aus der Shortlist von fünf Kandidaten ausgewählte Zielort für die (hoffentlich) letzte Ruhestätte des Philae-Landers bekanntgegeben. Dort wird die Rosetta-Kometensonde am 11. November (um 11:11?) das Landegerät aufsetzen lassen, während sie selbst in sicherem Abstand vorbeiziehen wird. Ewig wird Philaes Ruhe dort aber nicht währen, denn eine Kometenoberfläche verjüngt sich bei jedem Periheldurchgang und was man dort abgesetzt hat, kann dabei problemlos weggepustet werden. Es handelt sich um den Kandidaten mit der Kennzeichnung "J". Dieser befindet sich ... weiter

 

“Wie wird man so mutig?” – Vorab-Interview mit Carla Cederbaum

Eine der Teilnehmerinnen, die beim diesjährigen Heidelberg Laureate Forum auf Preisträger aus Mathematik und Informatik treffen, wird Carla Cederbaum vom Mathematischen Institut der Universität Tübingen sein. Ich kenne Carla noch von meiner  eigenen Zeit am Albert-Einstein-Institut in Potsdam vor mittlerweile 7 Jahren und fand und finde besonders spannend, wie sie Mathematik nicht nur lebt, sondern auch vermittelt: in Büchern (Wie man einen Schokoladendieb entlarvt und als Mitherausgeberin/Mitautorin Ein Moment für Mensch und Mathematik), mit einem Mathematik-Lernspiel (siehe hier), mit einer ... weiter