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Konferenzbericht zum Herrenhäuser Symposium “Already Beyond – 40 years Limits to Growth”, mit Disclaimer

28. November 2012 von Lars Fischer

1972 erschien, in Auftrag gegeben vom Club of Rome, das Buch "Grenzen des Wachstums", das bis heute die Diskussion um Umwelt und Ressourcen prägt. Die VolkswagenStiftung veranstaltet anlässlich des Jahrestags ein Symposium, und hat mich beauftragt, die Veranstaltung im Netz zu begleiten und zu kommentieren. Die Hauptattraktion haben meine Twitterfollower ja schon kennengelernt: Dennis Meadows, einen der Koautoren der ursprünglichen Studie, war auf der Wissenswerte und hat ein paar kluge Dinge vorweg gesagt. Außerdem hat er hinterher Joachim Müller-Jung von... weiter

 

Wie das Ciguatoxin in den Fisch kommt

15. November 2012 von Lars Fischer

Wegen merklicher Mengen an Ciguatoxinen hat Deutsche See gestern eine Charge Red Snapper aus den Läden zurückgerufen, der Fisch hat nach Angaben des Unternehmens bei sechs Opfern Vergiftungssymptome hervorgerufen. Das Ganze ist jetzt nicht sooo dramatisch (außer wenn das Klopapier alle ist), aber die Ciguatoxine sind eine so interessante Stoffklasse, dass sich ein näherer Blick darauf lohnt. Gambierdiscus toxicus. Bild: D. Anderson, NOAA/CSCOR/COP Die ultimativen Verursacher sind kleine Dinoflagellaten, in diesem Fall Gambierdiscus toxicus und wohl auch verwandte Arten, die... weiter

 

Wie Schmelzwasser Grönlands Gletscher heizt

13. November 2012 von Lars Fischer

In der Nature-Ausgabe von letzter Woche gab es ein nettes kleines Paper (Harper et al.: Greenland ice-sheet contribution to sea-level rise buffered by meltwater storage in firn) über die porösen Schneeschichten auf dem grönländischen Eisschild und deren Einfluss auf den Meeresspiegelanstieg. Die Grundidee ist, dass die obersten Schichten des Eises noch aus mehr oder weniger kompaktiertem Schnee bestehen, dessen Hohlräume Schmelzwasser von der Oberfläche einfach aufsaugen. Das führt dazu, dass Grönland zwar schmilzt, aber das Schmelzwasser es zu einem beträchtlichen... weiter

 

Der verschwundene Krater

1. November 2012 von Lars Fischer

Etwa 175 Meteoritenkrater sind weltweit bekannt - ein Bruchteil der Gesamtzahl an Einschlägen, die die Erde in ihrer Geschichte erlebt hat. Erosion und Plattentektonik haben die allermeisten Einschlagspuren längst zur Unkenntlichkeit verwischt, und von all diesen Katastrophen werden wir nie erfahren. Mit einer Ausnahme: Einst geschmolzene Gesteinstropfen bedecken in Asien zehn Prozent der Erdoberfläche und beweisen, dass irgendwo dort ein junger, großer Einschlagkrater noch auf seine Entdeckung wartet. Manchmal - wovon das abhängt weiß niemand - spritzen bei einem Meteoriteneinschlag... weiter

 

Supersturm Sandy auf dem Weg nach New York

28. Oktober 2012 von Lars Fischer

Die Hurrikan-Saison im Atlantik ist dieses Jahr fast vorbei, aber zum Abschluss liefert sie ein sehr ungewöhnliches und voraussichtlich sehr zerstörerisches Exemplar dieser Wirbelstürme. Derzeit driftet der Noch-Hurrikan Sandy über den Atlantik und wird etwa Montag Nacht auf die Ostküste der USA treffen. Bisher ist Sandy ein gewöhnlicher Hurrican der Kategorie 1 (und hat in der Karibik bereits 65 Menschenleben gekostet), aber dabei wird es wohl nicht bleiben. Statt beim Ausflug aus den Tropen schwächer zu werden, verwandelt sich der... weiter

 

Noch mal zu Atomkraftwerken und Tsunamis

26. Oktober 2012 von Lars Fischer

Ich hatte nach dem Unfall von Fukushima ja darüber geschrieben, dass Tsunamis auch Atomkraftwerke in Europa bedrohen. Das eigentliche Problem liegt allerdings in anderen Weltgegenden, die geologisch ungleich aktiver sind als unsere vergleichsweise ruhige Region. Kürzlich bin ich auf eine interessante Studie gestoßen, die zeigt, wie enorm hoch das Risiko eines zweiten Fukushima tatsächlich ist. Die beteiligten Wissenschaftler haben sich einfach mal angeguckt, welche Atomkraftwerke so an den klassischen Tsunami-Küsten herumstehen. Also an solchen, an denen Subduktionszonen die stärksten Erdbeben... weiter

 

Video: Wir bauen uns ein Hexaflexagon

21. Oktober 2012 von Lars Fischer

Flexagons sind kuriose Konstrukte aus der Geometrie, die zwar flach sind, aber trotzdem mehr als zwei Seiten haben. Wenn man diese Figuren nämlich richtig umstülpt, offenbaren sie zusätzliche Seiten, die zuvor in ihrem Innern verborgen waren. Es gibt diverse Varianten in Form von Sechs- und (etwas weniger elegant) Vierecken. Ich habe jetzt für die Aktion Kraftsterne mal das einfachste sechseckige Flexagon mit drei Seiten aus einem Papierstreifen gebastelt, so dass ihr die Konstruktion selbst mit Schere, Papier und Tesafilm nachvollziehen... weiter

 

Die TALEN-Revolution – warum die Gentechnik erst jetzt richtig losgeht

7. Oktober 2012 von Lars Fischer

Bisher galt ja in der Biotechnologie die Regel: Ein Genom mal eben nach Belieben umschreiben is' nicht. Pflanzen und Tiere gentechnisch zu verändern ist aufwendig, ziemlich unspezifisch und hinterlässt meistens auch unschöne Spuren im Genom, Selektionskassetten und dergleichen. Bis jetzt jedenfalls. Doch seit 2011 arbeiten immer mehr Molekularbiologen mit einem neuen Werkzeug, das die bisherigen Methoden aussehen lässt wie ein rostiges Küchenmesser neben einem Mikroskalpell. Das neue Spielzeug nennt sich TALEN, Transcription Activator-like Effector Nucleases[1] - ein effektives molekulares Skalpell,... weiter

 

Nobelpreis für Chemie 2012 – die Kandidaten und meine Prognose

4. Oktober 2012 von Lars Fischer

Es ist mal wieder die fünfte Jahreszeit der Wissenschaft, Nobelpreis-Zeit. Nächsten Montag geht es los mit den Medizinern, Dienstag reden dann alle über's CERN und über Higgs, entweder weil sie ihn bekommen, oder weil sie ihn nicht bekommen, den Physik-Preis. Und Mittwoch viertel vor zwölf schlägt dann die große Stunde, dann ist der Chemie-Nobelpreis dran. Wer den kriegen könnte, habe ich hier schon mal zusammengestellt, und wie üblich kommt am Ende mein eigener Tipp. Mein Herz schlägt ganz klar für... weiter

 

Schnipsel der letzten Woche: Zwei Videos und ein Bild zum Weiterverbreiten

1. Oktober 2012 von Lars Fischer

Letzte Woche war ich zu viel unterwegs, um ordentliche Blogartikel zu schreiben, aber ein paar Kleinigkeiten habe ich euch immerhin mitgebracht. Ich war nämlich in Berlin auf der Social Media Week, und da habe ich mich unter mit Jens Best, Andreas Schepers von der ESA und Henning Krause von der Helmholtz-Gemeinschaft darüber unterhalten, wie man im Internet Leute für Wissenschaft begeistert. Hier ist die Aufzeichnung eines Teils der Veranstaltung: Für die Video-Muffel hier noch ein ausführlicher Artikel über unsere Podiumsdiskussion.... weiter