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Wer wird Scharlatan des Jahres? Jetzt auch bei uns

13. Mai 2011 von Lars Fischer

In den USA gibt es den Pigasus Award, Schweden kürt den Misleader of the Year und Australien den von Uri Geller inspirierten Bent Spoon Award. Jetzt kriegt auch der deutschsprachige Raum einen Spaßpreis für die schlimmsten Pseudowissenschafts-Scharlatane, dank Michael Horak (auf Twitter als @fatmike182 unterwegs) und der Wiener Skeptiker-Community. Die Trophäe nennt sich Das Goldene Brett vorm Kopf und verspricht unterhaltsam werden, zumal unter anderem Werner Gruber von den Sciencebusters mit von der Partie ist. Andererseits ist das ein ernstes... weiter

 

Die Glas-Eier der Urzeitkrebse

30. April 2011 von Lars Fischer

Einige Wassertiere legen Eier, die dank eines chemischen Tricks im ausgetrockneten Zustand lange Zeit überleben können. Wie das im Detail funktioniert ist allerdings erst zum Teil bekannt. Die in Deutschland unter der Bezeichnung Urzeitkrebse bekannten Kiemenfüßer der Gattung Triops tragen diesen Namen zu Recht. Sie sind bereits aus der Obertrias vor 220 Millionen Jahren bekannt und gelten als die älteste bekannte Tierart überhaupt. Zu dieser Zeit begann der Superkontinent Pangäa zu zerfallen, und es ist nicht ganz abwegig zu vermuten,... weiter

 

Ein neues Projekt: Zum Start des Forschungs-Blog von Fraunhofer

25. April 2011 von Lars Fischer

Wie andernorts ja schon durchgesickert ist, bin ich seit Kurzem an einem neuen und vielversprechenden Blogprojekt von Fraunhofer beteiligt. Die Organisation hat sich Fördergelder besorgt und damit Sascha Lobo angeheuert (zieht euch auf der Seite unbedingt den Vortrag zur Trollforschung rein), unter dessen Federführung die Seite entstand und der auch das inzwischen weithin diskutierte Konzept des Dual-Bloggings umgesetzt hat. Für den wissenschaftsbloggerischen Hintergrund hat er dann Florian Freistetter und mich eingekauft, das heißt wir bekommen für unsere Beiträge dort Geld.... weiter

 

Mega-Erdbeben in Serie – Zufall oder mehr?

17. April 2011 von Lars Fischer

Die stärksten Erdbeben der letzten hundert Jahre traten in Clustern auf. Das sei kein Zufall, und wir sind gerade mitten in einer solcher Serie, behauptet ein Journalist. Die nächste große Katastrophe, schlussfolgert er, stehe unmittelbar bevor. Stimmt das? Eine kuriose Idee macht derzeit die Runde und hat es gerade bis auf die Nature-Website geschafft: Das Erdbeben von Japan ist demnach Teil einer ganzen Serie von Megabeben - und das nächste derartige Ereignis steht kurz bevor. Beben, die deutlich stärker sind... weiter

 

Flutkatastrophe in Pakistan – da war doch mal was?

5. April 2011 von Lars Fischer

Katastrophen haben eine begrenzte mediale Halbwertzeit - auch das Sendai-Beben und seine Folgen verschwinden, noch bevor alle Opfer gezählt sind, aus dem Blickfeld. Das betrifft aber nicht nur Japan, und deswegen werde ich hier kurz den Blick zurück werfen auf ein anderes, ebenso dramatisches Naturereignis, das vor gar nicht allzu langer Zeit tausende getötet und Millionen obdachlos gemacht hat: Die große Flut von Pakistan. In nur vier Tagen, vom 27. Bis zum 30. Juli, fielen in einigen Regionen Nordpakistans über... weiter

 

“Schließlich gibt es keine Tsunamis in Europa”

24. März 2011 von Lars Fischer

Mit dieser grandiosen Fehleinschätzung zitiert die taz den Atomenergieberater[1] Mycle Schneider. Ob Schneider das tatsächlich so meint oder hier nur die Argumentationslinie der Kraftwerksbetreiber wiedergibt, ist nicht ganz klar (Schneider paraphrasiert die Kraftwerksbetreiber, siehe Kommentar unten), ich muss an dieser Stelle aber wohl noch einmal daran erinnern, dass in Europa sehr wohl große Tsunamis aufgetreten sind und auch in Zukunft wieder auftreten werden. Zunächst ist natürlich richtig, dass es im Nordatlantik keine große durchgehende Subduktionszone wie vor Japan gibt. Trotzdem... weiter

 

Was ist mit den abgebrannten Brennstäben in Fukushima I?

15. März 2011 von Lars Fischer

Ich war ja bis jetzt der Ansicht, dass der Nuklearunfall in Japan glimpflich ausgeht, so lange die verstärkten Reaktorhüllen dicht bleiben. Die Informationen dazu sind derzeit unklar, aber die Dinger halten einiges aus. Allerdings setzt das voraus, dass alle hochradioaktiven Materialien im Reaktor innerhalb dieser verstärkten Hülle sind, und das scheint nicht der Fall zu sein[1]. Wie nämlich diese Schnittzeichnung eines Reaktors vom Fukushima-Typ zeigt, liegt das Abklingbecken für verbrauchte Brennstäbe auf der oberen Ebene im Reaktorgebäude neben dem Deckel... weiter

 

Krebs und die frühen Vielzeller

27. Februar 2011 von Lars Fischer

Nachdem die ersten Ozeane entstanden, dauerte es nur wenige hundert Millionen Jahre, bis lebende Zellen auf der Erde auftauchen. Für die Entstehung der ersten Vielzeller allerdings brauchte die Evolution weitere drei Milliarden Jahre - ein Vielfaches dieser Zeitspanne. Entsprechend haben wir inzwischen einige sehr plausible Vorstellungen von der Entstehung des Lebens selbst, dagegen liegt der Ursprung vielzelliger Lebewesen, der Metazoen, nach wie vor im Dunkeln. ... weiter

 

12 things I love about chemistry

25. Februar 2011 von Lars Fischer

Chemjobber has started a meme about the top 12 things you like about chemistry. Here are a few of mine (i usually don't do memes, but this one is cool and it's the International Year of Chemistry, so I'm allowed to).   1) There's Chemistry in everything - from my kitchen to the dark gas clouds in outer space 2) Chemistry is just like invisible Lego 3) The way solvent condenses on the walls of a reflux condenser 4) Synthesis... weiter

 

Wissenschaftsblog-Auslese 2010: Die Preisträger

17. Februar 2011 von Lars Fischer

Die Gewinner der Auslese 2010 stehen fest: Eine 290 Seiten lange Kandidatenliste haben die zehn Juroren durchgearbeitet, um ihren kargen Vorrat von 30 Wertungspunkten zu verteilen und so die besten wissenschaftlichen Blogbeiträge des Jahres zu finden. Update: Noch mal Ablauf und Juroren sowie die Longlist mit allen nominierten Beiträgen. Hier also die fünfzehn Texte mit den meisten Jurypunkten. Zwei Texte ragen mit hohen Bewertungen aus dem Feld heraus, die anderen sind in willkürlicher Reihenfolge aufgeführt.  Werner Friebel: Schopenhauers buddhistische Roots... weiter