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Das Internet macht vergesslich! Sokrates wusste schon lange, was Harvard-Psychologen jetzt herausgefunden haben

28. Juni 2014 von Stephan Schleim

Das Internet hat unsere Möglichkeiten zum Nachschlagen von Informationen multipliziert, macht uns aber auch abhängig. Psychologen haben in einer Studie herausgefunden, dass wir zudem Wissen eher vergessen, wenn wir davon ausgehen, dass ein Computer es speichert. Tatsächlich hat Sokrates sich vor zirka 2400 Jahren schon ganz ähnlich geäußert – und zwar über die Schrift. ... weiter

 

Was ist ein Credit Point?

20. Mai 2014 von Stephan Schleim

Credit Coin Rückseite: Enjoy Credit Points!

Habt ihr jemals darüber nachgedacht, in was für einem System ihr studiert? Sicherlich ist es auf sinnvollen Standards basiert, oder nicht? Aber dass etwas sinnlos ist, hält Manager leider nicht davon ab, es von einem zu erwarten. Was ist ein Credit Point? Eine virtuelle Währung, um den Studienfortschritt zu messen? Ein Instrument zur Standardisierung von Kursen und Programmen in der höheren Bildung? Ein Mittel zur Disziplinierung von Studierenden und Dozierenden? Credit Points wurden als Teil des Bologna Prozesses (Bloggewitter 10... weiter

 

Nachruf auf einen kritischen Leser: Ingo-Wolf Kittel

19. Januar 2014 von Stephan Schleim

Ingo-Wolf Kittel
* 24. 10. 1945 †18. 11. 2013
Philosoph und Facharzt für psychotherapeutische Medizin; Gründer des Augsburger Diskussionskreises „Philosophisches Café“ (Foto mit freundlicher Genehmigung von Gertrud Bauer)

Er war Philosoph und Facharzt für psychotherapeutische Medizin. Manchen von uns ist er als kritischer und wortgewandter Diskussionspartner mit einem langen Atem aufgefallen: Ingo-Wolf Kittel wehrte sich gegen unpassende Vereinfachung, gegen die Reduktion des Menschen auf die Aktivierung von ein paar Hirnzellen. Vor zwei Monaten ist er von uns gegangen. ... weiter

 

Zum Jahreswechsel: Rückschau, Vorschau

5. Januar 2014 von Stephan Schleim

Heraklit (über die Welt weinend, links) und Demokrit (über die Welt lachend, rechts) waren seit dem Barock beliebte künstlerische Motive. Diese beiden Ölgemälde von Hendrik ter Brugghen aus dem Jahr 1628 hängen im Rijksmuseum in Amsterdam.

Was war 2013 am wichtigsten, was wird 2014 passieren? Vergangenheit und Zukunft des Blogs Menschen-Bilder und seines Autors. ... weiter

 

Zufallsfunde und der lokalisationistische Fehlschluss – medizinethische Herausforderungen der bildgebenden Hirnforschung

27. November 2013 von Stephan Schleim

Heute fand an der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Düsseldorf die Herbsttagung des Deutschen Ethikrats statt. Thema der Tagung war "Neuroimaging – Bilder vom Gehirn und das Bild des Menschen". Expertinnen und Experten aus Medizin, Hirnforschung, Philosophie und angrenzenden Disziplinen sowie zahlreiche Gäste sprachen dort über die Herausforderungen, vor die uns immer genauere Messverfahren, vor allem bildgebende Verfahren der Genetik und Hirnforschung, stellen. ... weiter

 

Homo Neurobiologicus: Ist der Mensch nur sein Gehirn?

18. November 2013 von Stephan Schleim

AMZ-87_Homo_Neurobiologicus

Wer erklärt den Menschen? In der öffentlichen Diskussion um das Menschenbild und Willensfreiheit aber auch über Schule und Erziehung, Lernen und Gehirndoping haben die Neurowissenschaften in den letzten Jahren eine große Rolle gespielt. Auch jüngerem Neuroskeptizismus zum Trotz zeigen Großprojekte wie das Human Brain Project, dass die Hirnforschung noch stets als bedeutender Wissenschafts-, Innovations- und Technologiebereich angesehen wird. In dem jetzt veröffentlichten und frei verfügbaren Tagungsband Homo Neurobiologicus diskutieren deutschsprachige Expertinnen und Experten über das Verhältnis von Selbst und Gehirn des gesunden wie des kranken Menschen, Determinismus, Kommunikation und die Zukunft der Neurophilosophie. ... weiter

 

Nature: Sigmund Freud und Karl Marx beste Forscher aller Zeiten!

9. November 2013 von Stephan Schleim

Ironischerweise kommt man nach dem in Amerika verbreiteten h-Index zu dem Ergebnis, dass Sigmund Freud der erfolgreichste Wissenschaftler ist, während die amerikanischen Einführungsbücher in die Psychologie, die wir an unserer Fakultät verwenden, Freud in die Nähe der Pseudowissenschaft rücken.

Qualitätskontrollen sind im gegenwärtigen Wissenschaftssystem allgegenwärtig. Insbesondere sind Output-Maße so wie der Impact Factor oder der h-Index auf allen Karriereebenen sehr einflussreich. Zurzeit gibt es eine Zunahme an Widerstand gegen dieses Regime der Qualitätskontrolle – Widerstand, der auch viele andere Dinge, die im gegenwärtigen Wissenschaftssystem schief gehen, kritisiert. Ein Beispiel ist die Science in Transition-Initiative, die gerade an der Niederländischen Königlichen Akademie der Wissenschaften in Amsterdam eine Tagung organisiert hat. ... weiter

 

Wie viel Schlechtes können wir der Seele zumuten?

4. November 2013 von Stephan Schleim

Psychotherapie kann helfen – vielleicht stabilisiert sie aber manchmal auf gesamtgesellschaftlicher Ebene problematische Zustände, indem sie das moralische Unbehagen betäubt.

Schlechte Nachrichten lauern überall – wir brauchen nur den Fernseher oder das Radio einzuschalten oder auch Nachrichtenseiten im Internet zu besuchen. Unsere Fähigkeit zur moralischen Beunruhigung oder gar Empörung ist etwas Edles, das uns als Menschen auszeichnet. Gleichzeitig kann sie uns aber erschöpfen, kann uns ein erschöpftes Selbst am Denken und Handeln hindern. Wie viel Schlechtes können wir uns zumuten und welche Rolle spielen Institutionen dabei, mit unserer moralischen Unruhe umzugehen? ... weiter

 

Spiegelneuronenmythen: Neuroskeptizismus in der Diskussion – Teil 2

27. Oktober 2013 von Stephan Schleim

Die Metapher des Spiegels – vielleicht von manchen etwas zu wörtlich genommen?

Arvid Leyh widmete sich in seinem Braincast der jüngsten Kritik an der Hirnforschung, die manchmal als „Neuroskeptizismus“ bezeichnet wird. Seine Thesen über den Sinn und Unsinn dieser neuen Bewegung werden hier bei MENSCHEN-BILDER auf den Prüfstand gestellt: Wie ist es um die Aussagekraft bildgebender Verfahren der Hirnforschung bestellt, was wird alles mit Verweis auf Spiegelneuronen erklärt und ist der Materialismus die einzige wissenschaftliche Sichtweise auf den Menschen? ... weiter

 

Die Leyhschen Thesen zum Neuroskeptizismus auf dem Prüfstand – Teil 1

20. Oktober 2013 von Stephan Schleim

Der Autor beim berufsmäßigen Zweifeln, hier: am philosophischen Konzept der Autonomie.

Arvid Leyh widmet sich in der neuesten Folge seines Braincast der jüngsten Kritik an der Hirnforschung, die manchmal als „Neuroskeptizismus“ bezeichnet wird. Seine Thesen über den Sinn und Unsinn dieser neuen Bewegung werden hier bei MENSCHEN-BILDER auf den Prüfstand gestellt: Wie ist es um die Aussagekraft bildgebender Verfahren der Hirnforschung bestellt, was wird alles mit Verweis auf Spiegelneuronen erklärt und ist der Materialismus die einzige wissenschaftliche Sichtweise auf den Menschen? ... weiter