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Das Leben ist kein Ponyhof #4 – Schnecken als Jäger

2. Januar 2012 von Gunnar Ries

Schnecken erscheinen uns gemeinhin nicht als besonders gefährlich. Wir möchten gerne meinen, dass derart langsame Kreaturen uns wohl kaum wirklich gefährlich werden können, denn wie sollen sie uns, die wir uns so schnell bewegen können, überraschen? Ich hatte es schon anlässlich der Blaugeringelten Kraken erwähnt, dass nicht die Muskelprotze die Welt(meere) beherrschen, sondern meist die kleinen Giftmischer. Und so ist es auch diesmal. Manche Schnecken, so langsam sie auch sind, können problemlos andere und schnellere Tiere töten. Gut, das sehen... weiter

 

Geologie rockt!

23. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Klar rockt Geologie. Ich wäre der letzte, der das bestreiten würde. Und das gilt natürlich besonders für gesungene Geologie. Jetzt gibts also kräftig was auf die Ohren! Hier findet sich zum Beispiel der Johnny Cash der Geowissenschaften, Richard Alley, seines Zeichens Professor an der Pennsylvania State University. Wer hätte sich nicht schon einen singenden Prof gewünscht. Da geht die Geologievorlesung doch gleich viel schneller rum. Damit will ich mich in die Weihnachtspause verabschieden (wenn nichts wichtiges mehr passiert) und wünsche... weiter

 

Feldspäte: Mischkristalle und Entmischungen

22. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Das Feldspäte und Quarz sich in ihrem Verwitterungsverhalten unterscheiden, das hat uns das Rasterelektronenmikroskop im letzten Beitrag deutlich gezeigt. Aber dort hatte ich auch gesagt, dass der Begriff "Feldspat" eigentlich weniger ein einzelnes Mineral beschreibt, als deren drei bzw. die Mischung aus diesen drei Mineralen. Und dass die sich ebenfalls durch ein recht unterschiedliches Verhalten gegenüber der Verwitterung auszeichnen. Das Ganze beginnt eigentlich damit, dass oberhalb von rund 900° C zwischen den Endgliedern Orthoklas und Albit keine Mischungslücke existiert. Das... weiter

 

Geo-Foto – Quarz und Feldspat

20. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Auf diesem Foto sehen wir ein kleines Quarzkorn, wie es sich in normalem Sand finden lässt. Und wir sehen noch ein weiteres Mineral, einen kleinen Feldspat. Das heißt, eigentlich sehen wir den Feldspat nicht mehr, sondern nur noch seine Hohlform. Das verrät uns eigentlich schon zwei Dinge: Ehemaliger Feldspat in einem Quarzkorn. Eigenes Bild, CC-Lizenz. Erstens, der Feldspat war bereits vor dem Quarz da, denn dieser hat den Feldspat umwachsen., während der Feldspat augenscheinlich weitgehend seine Kristallform ausbilden konnte. Das... weiter

 

Das Leben ist kein Ponyhof #3 Kraken und Schildkröten

19. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Über die erstaunlichen Fähigkeiten der Oktopusse oder Kraken habe ich hier ja schon berichtet. Auch dass diese Tiere durchaus veritable Räuber sind, die es ohne Probleme auch mit Haien aufnehmen können, wie die Dornhaie im Aquarium von Seattle leidvoll erfahren durften. Unsere achtarmigen Freunde könne sich aber nicht nur exzellent tarnen, um ihren Feinden zu entwischen oder ihrer Beute aufzulauern, manche von ihnen besitzen auch ein ziemlich tödliches Gift. Darunter die recht hübschen Kraken der Gattung der Blaugeringelten Kraken (Hapalochlaena).... weiter

 

zum Todestag von Louis Agassiz

14. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Heute vor 138 Jahren, am 14. Dezember 1873, starb Jean Louis Rodolphe Agassiz, der uns als der Begründer der Theorie von der ehemaligen Vergletscherung Mitteleuropas bekannt sein sollte. Er war allerdings weder der erste, der die Idee hatte, Mitteleuropa könnte einst von großen Gletschern bedeckt gewesen sein, noch stammt die Idee von ihm ganz alleine. Denn Agassiz hatte ursprünglich mit Gletschern nicht sehr viel am Hut, er hatte sich vor allem mit seinen Forschungen über fossile Fische hervorgetan. Louis Agassiz,... weiter

 

Profitiert vom Klimawandel: Die Wespenspinne

13. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Der Klimawandel ist zur Zeit wieder in aller Munde, vor allem wegen der grandiosen Art, mit welche der jüngste Klimagipfel in die Bickbeeren gesetzt wurde. Vielleicht sollten wir uns ganz langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass da was auf uns zu kommt. Aber das soll hier heute nicht so sehr das Thema sein. Denn es soll ja auch Arten geben, denen ein Klimawandel ganz gut in den Kram passt. Wir könnten also in Zukunft (und zur großen Vorfreude aller Arachnophobiker)... weiter

 

Hart im Nehmen: Zirkone

7. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Heute möchte ich gerne einmal eines meiner Lieblingsminerale vorstellen; Zirkon. Der Name Zirkon leitet sich aus dem persischen zar für Gold und gun für gefärbt her und bezieht sich damit auf eine der vielen Farben, die der Zirkon aufweisen kann. Es ist den Menschen schon seit der Antike bekannt. Abb. 1: Rötlicher Zirkon aus Gilgit, Pakistan, Größe ca. 1 cm. Rob Lavinsky / iRocks.com, CC-Lizenz. Seine chemische Formel lautet ZrSiO4, das Mineral kristallisiert in der Kristallklasse 4/m 2/m 2/m (ditetragonal-dipyramidal,... weiter

 

Ölsandabbau in Athabasca

30. November 2011 von Gunnar Ries

Mit den steigenden Ölpreisen werden auch die aufwändigeren Ölvorkommen für den Abbau interessant. Hier sind in erster Linie, neben den Ölvorkommen in der Tiefsee, vielleicht die Ölsande zu nennen. Ein gutes Beispiel für diese Art der Ölvorkommen findet sich in den Athabasca Ölsandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta. Diese Vorkommen auszubeuten lohnt sich erst ab mindestens 70 $, laut Merryl Lynch sogar erst ab rund 80$. Karte der Ölsandvorkommen in Alberta.  NormaEinstein, gemeinfrei Die Ölsande des Vorkommens bestehen hauptsächlich aus... weiter

 

Repost: Carbon capture and Storage

28. November 2011 von Gunnar Ries

Aus aktuellen Gründen und quasi als Solidaritätsnote für Daniel Lingenhöhl, dessen Kommentar zur politischen Ablehnung des CCS auf Facebook von Leuten mit viel Meinung kommentiert wird, möchte ich hier zwei ältere Beiträge (diesen und diesen) noch einmal posten. Ich persönlich denke, es gibt sehr wohl Argumente, die gegen CCS sprechen mögen, aber leider bekommt man meist nur immer die selbe dumpfe Ablehnung zu hören. Die Angst, der Kohlendioxid könne entweichen und natürlich, niemand könne sagen, was in 100 oder 1000... weiter