AKTUELLE POSTS RSS

 

Sonnenfinsternis am 20. März 2015

22. März 2015 von Markus Pössel

Auch am Haus der Astronomie haben wir natürlich vorgestern fleißig die Sonnenfinsternis beobachtet - zusammen mit rund 200 Gästen, inklusive vieler Mitarbeiter/innen des Max-Planck-Instituts für Astronomie. Hier das kurze Video, das wir dazu gemacht haben: Wie man sieht, waren wir recht vielfältig zugange: Mit herkömmlichen Teleskopen (natürlich geschützt durch Sonnenfilter oder Herschel-Keil, oder aber als Projektion) ebenso wie mit H-alpha-Teleskopen (die nur ganz bestimmtes, für Wasserstoff charakteristisches Licht durchlassen und daher die Flares und Protuberanzen am Sonnenrand zeigen) - und... weiter

 

Terry Pratchett 1948-2015 – ein Nachruf

18. März 2015 von Markus Pössel

Wenn ein Autor, den man schätzt, stirbt, ist das immer auch ein ganz praktischer Verlust - keine neuen Bücher mehr. Man muss mit dem auskommen, was schon da ist. Nun ist das bei Terry Pratchett immerhin eine ganze Menge. Aber trotzdem. Pratchett hatte den besonderen Charme, dass Wissenschaft und systematisch-rationales Denken bei ihm eine wichtige Rolle spielen - und das in einer eigentlich zum Genre Fantasy gehörenden Welt. Ich meine damit gar nicht die Science of Discworld-Bücher (wo Pratchett und... weiter

 

Astronomie, Physik, Chemie und der erste Weltkrieg (und Virginia Trimble) Teil 2

15. März 2015 von Markus Pössel

Im ersten Teil dieses Beitrags war es fast nur um Virginia Trimble gegangen; hier jetzt ein paar Schlaglichter des Vortrags, den sie letzten Montag am Astronomischen Rechen-Institut (ARI) in Heidelberg zu Astronomie, Physik, Chemie und dem 1. Weltkrieg gehalten hat. Ich wusste zwar, dass die Internationale Astronomische Union (IAU) um die Weit des ersten Weltkriegs herum gegründet worden war (vorher hatte die Astronomische Gesellschaft als die große internationale Organisation der Astronomen gedient); dass dem eine International Union for Cooperation in... weiter

 

Einstein-Ausstellung reloaded

14. März 2015 von Markus Pössel

Ehrlich gesagt: Den Super-Pi-Tag finde ich nicht soooo toll. Dass es eine so große Schnittmenge von Leuten gibt, die mathematisch interessiert sind und Pi gut finden, sich andererseits aber nicht an der unsystematischen amerikanischen Datumsschreibweise Monat/Tag/Jahr stören, finde ich eher sonderbar. Immerhin ist ja heute auch Einsteins Geburtstag - und da hat @maxplanckpress (die Pressestelle der Max-Planck-Gesellschaft) gerade nochmal den Link auf die große Einstein-Ausstellung in Berlin 2005 herumgeschickt. Die virtuelle Version der Ausstellung ist nämlich nach wie vor online... weiter

 

Astronomie, Physik, Chemie und der erste Weltkrieg (und Virginia Trimble)

14. März 2015 von Markus Pössel

Ich bin der Astronomin Virginia Trimble schon an vielen Stellen begegnet: In den über die Jahre hinweg immer ausführlicheren Jahresrückblicken zur Astrophysik, die sie zwischen 1991 und 2006 veröffentlicht hat (1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006) und die ich seit einiger Zeit mit Zeitversetzung und großem Gewinn lese; der Einleitungssatz des ersten Rückblicks ist bereits charakteristisch: Science, notoriously, progresses amoeba-like, thrusting out pseudopods in unpredictable directions and dragging the rest... weiter

 

Wieviel neue Medien verträgt (Wissenschafts-)Journalismus?

9. März 2015 von Markus Pössel

Seit ich in Reaktion auf das SPIEGEL-Streitgespräch dafür plädiert habe, die herkömmlichen Medien sollten Wissenschaftsblogs als sinnvolle und für die Leser interessante Ergänzung sehen und am besten sogar eine Kuratorfunktion übernehmen, sehe ich überall Beispiele dafür, wo die Online-Versionen herkömmlicher Medien mit anderen Internet-Inhalten ohne Berührungsängste interagieren. Interaktion: kein Wert an sich Allerdings wird dabei auch schnell klar, dass Interaktion mit den neuen Medien dabei kein Wert an sich ist. Die Online-Version von Focus beispielsweise ist mittlerweile eine ähnlich chaotische... weiter

 

Mündliche Prüfungen: Konkrete Beispiele und Teil 2 der allgemeinen Überlegungen

5. März 2015 von Markus Pössel

Im vorigen Beitrag hatte ich die Lanze für mündliche Prüfungen insbesondere im Studium gebrochen, als meiner Meinung nach beste Möglichkeit, tieferes Verständnis eines wissenschaftlichen Themas auszuloten - und habe in den Kommentaren ja einiges an bedenkenswertem Kontra bekommen! In diesem Folgebeitrag will ich noch näher auf meine eigenen Erfahrungen eingehen, die vor allem die (jetzt gerade wieder anstehenden) mündlichen Prüfungen für unseren Blockkurs Astronomie für Studierende der Physik auf Lehramt  (an Gymnasien) betreffen. Meine Ausführungen sind natürlich astronomie- bzw. physikzentriert;... weiter

 

Wie prüft man Wissenschafts-Verständnis?

4. März 2015 von Markus Pössel

Wie die meisten Leser war ich schon oft in Prüfungssituationen: Klausuren in der Schule, schriftliche und mündliche Abiturprüfungen, an der Uni dann die Klausuren zum Scheinerwerb und - mein Physikstudium (an der Universität Hamburg) war noch ein Diplomstudium - die mündlichen Prüfungen, welche die Vordiplomsnote komplett, die Diplomnote zum großen Teil bestimmten. Damals habe ich mich zwar geärgert, wenn ich z.B. in einer Klausur eine Aufgabe falsch verstanden und dann entsprechend falsch bearbeitet hatte. Aber ich war nie in Verlegenheit,... weiter

 

Lost in Translation? Haltung im Wissenschaftsjournalismus – ein Gastbeitrag von Volker Stollorz

2. März 2015 von Markus Pössel

Der folgende Gastbeitrag von Volker Stollorz setzt die Diskussion über die Rolle des Wissenschaftsjournalismus fort, um die es auch in meinem letzten Beitrag unter Wissenschaftsjournalismus: Was wollen die Leser / Zuschauer? ging. Stollorz ist seit 1991 Wissenschaftsjournalist, arbeitet für überregionale Zeitungen und Magazine sowie Hörfunk und Fernsehen. „Haltung. Ich glaube, dass viele in unserem Metier mit diesem Wort rein gar nichts mehr anfangen können. Dass es ihnen fremder klingt als Desoxyribonukleinsäure. Geschmeidigkeit zählt im Journalismus heute oft mehr als Charakter.“... weiter

 

Wissenschaftsjournalismus: Was wollen die Leser / Zuschauer?

1. März 2015 von Markus Pössel

Ein wichtiger Teil der Wissenschaftskommunikations-Debatte des letzten Jahres betraf das Selbstverständnis und die Rolle des Wissenschaftsjournalismus. Dabei ging es zu einem guten Teil um Abgrenzung: Was kann Wissenschaftsjournalismus, das Wissenschaftsblogs nicht können? Was, das die immer professionelleren Veröffentlichungen der Pressestellen nicht können? Über einen Teil der Antwort bestand, soweit ich sehen kann, weitgehender Konsens: Wissenschaftsjournalismus kann die Wissenschaft kritisch und aus unabhängiger Perspektive begleiten und stellt auch die unangenehmen Fragen, die sich z.B. in einer Pressemitteilung niemals finden würden. (Zu... weiter