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Wolfram Alpha als Überschlagsrechnungshilfe

11. September 2014 von Markus Pössel

Nachdem ich jüngst in einem Beitrag wieder die Wichtigkeit von Überschlagsrechnungen erwähnt hatte und andererseits neulich zufällig wieder bei Wolfram Alpha vorbeikam, habe ich mich gefragt, ob Wolfram Alpha nicht ein gutes Werkzeug für solche Rechnungen ist - sowohl während der Rechnung als auch beim Überprüfen der Antwort. Nach eigenem Anspruch will Wolfram Alpha mehr sein als eine Suchmaschine, nämlich eine Wissensmaschine - idealerweise so etwas wie der Computer bei Raumschiff Enterprise, dem man alle für die Mission wichtigen Fragen... weiter

 

Unterschiede zwischen Schule und Forschung

29. August 2014 von Markus Pössel

Vor einer Woche ist am Haus der Astronomie unser diesjähriges internationales Sommerpraktikum zuende gegangen, bei dem Schüler (ein gerade fertiger Abiturient war auch dabei) im Team über drei Wochen eigene Forschungsprojekte durchführen. Wie in wirklichen Leben ist die gemeinsame Sprache dabei Englisch (was angesichts der Tatsache, dass wir fünf Nationen vertreten hatten - Australien, Frankreich, Italien, Israel, Deutschland - auch gar nicht anders ging). Die Praktikanten waren dieses Jahr und sind üblicherweise hoch motiviert und besitzen bereits gute (insbes. schulische)... weiter

 

Zeitverträge in der Wissenschaft

21. August 2014 von Markus Pössel

Irgendwie ist beim Thema Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie bzw. Gleichstellung in der Wissenschaft dieser Tage ein bisschen der Wurm drin. Erst der peinliche Schnitzer von Report Mainz (siehe meinen Blogbeitrag hier),und jetzt dieser Artikel hier in der FAZ: "Befristete Jobs wirken wie die Anti-Baby-Pille". Der Hintergrund: Familienministerin Manuela Schwesig hatte dem Focus ein Interview gegeben, in dem sie beklagt, befristete Jobs seien ein Grund für die niedrige Geburtenrate in Deutschland. Eltern, die aufgrund von Befristungen unsicher in die Zukunft... weiter

 

Dual Career und Gleichberechtigung in der Wissenschaft

16. August 2014 von Markus Pössel

Ich will hier nicht im Detail auf den ziemlich unsäglichen Fernsehbeitrag von "Report Mainz" über die Max-Planck-Gesellschaft eingehen (hier der Beitrag, hier die MPG-Stellungnahme; Offenlegung: ich bin bei der MPG angestellt, schreibe mein Blog aber als Privatperson). Aber einer der Vorwürfe dort betrifft ein allgemeineres Thema, zu dem offenbar Erklärungsbedarf besteht. Wer Wissenschaftler in seinem Freundeskreis hat oder z.B. hier bei SciLogs die entsprechenden Beiträge von Markus Dahlem liest, weiß, dass wissenschaftliche Karrieren alles andere als Selbstläufer sind: Nach der... weiter

 

Wissenschaft im Film: British Pathé auf YouTube

13. August 2014 von Markus Pössel

Jüngst hat der britische Arm von Pathé, Produzenten von Wochenschauen für Kinos seit etwas über hundert Jahren, eine ganze Menge seiner Nachrichtenfilme auf YouTube zugänglich gemacht (aus der Reihe "dafür lieben wir das Internet"). Und nein, so alt, dass ich noch Nachrichten als Zugabe vor dem eigentlichen Kino-Hauptfilm gesehen hätte, bin ich natürlich nicht, aber ich kenne aus meiner Jugend, als noch ein Fernseher im Haus war, die Sendereihe "Vor 40 Jahren", die solche alten Wochenschauen zeigte. Auch für Wissenschaftsinteressierte... weiter

 

Exoplaneten: Sind die besten Namen schon weg?

19. Juli 2014 von Markus Pössel

Darüber, dass die Internationale Astronomische Union (IAU), also die Dachorganisation der professionellen Astronomen, jetzt einen Prozess begonnen hat, in dessen Verlauf die wichtigsten bekannten Planeten um andere Sterne (Exoplaneten) Namen erhalten sollen, ist in den letzten Tagen vielfach berichtet worden (z.B. Jan Hattenbach in der FAZ und mit Übersetzung der Regeln auf spektrum.de,  Meldung auf SPON, Florian Freistetter auf Astrodicticum Simplex); die offizielle Pressemitteilung der IAU gibt es hier. Ein problematischer Aspekt der Namensgebungsregeln ist dabei aber, soweit ich sehen kann,... weiter

 

Big Data Fail: Amazon und der Hawking-Index

13. Juli 2014 von Markus Pössel

Big Data heißt zunächst einmal nur, dass es um viele, viele Daten geht. Und gerade bei komplexen Daten kann es schwierig sein, sinnvolle Schlüsse zu ziehen. Ein aktuelles Beispiel: der "Hawking-Index" des Mathematikers Jordan Ellenberg, den dieser im Wall Street Journal Online beschreibt. Ellenberg nutzt Information, die Amazon aufgrund von Daten zusammenstellt, die automatisch bei Lesern des elektronischen Amazon-Lesegeräts Kindle erhoben werden: Kindle-Leser können interessante Stellen elektronisch anstreichen, ähnlich wie man sich in einem gedruckten Buch Stellen mit Bleistift, oder... weiter

 

Blühende Neulandschaften: Neue Medien und Wissenschaftskommunikation

6. Juli 2014 von Markus Pössel

Nach dem ersten Tag des Workshops Image statt Inhalt? der Volkswagenstiftung (der im folgenden immer gemeint ist, wenn von "dem Workshop" die Rede ist) am letzten Montag war ich ob der Haltung einer Reihe der Anwesenden zum Thema Social Media durchaus bestürzt. Von der Angst vor Shitstorms über (paternalistische?) Sorgen, dass die Leser im Internet nicht redaktionell kontrollierte Inhalte lesen können und dann womöglich glauben, bis zu "alles nur Hype, Online liest sowieso kaum jemand" war ein ganzes Spektrum negativer... weiter

 

Twitter = Lästerecke? Neue Medien und der Wissenschaftskommunikations-Workshop #wowk14

3. Juli 2014 von Markus Pössel

Darüber, dass die Neuen Medien bei dem (sehr interessanten!) Wissenschaftskommunikations-Workshop der Volkswagenstiftung diese Woche eher stiefmütterlich behandelt wurde, hatte ich ja bereits im letzten Beitrag, Bloggende Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikation, etwas geschrieben. Gestern erhielt ich eine kritische E-Mail, in der es vor allem um kritische (und, ja, zum Teil auch sarkastische) Twitterkommentare ging. Da meine Antwort einige allgemeinere Fragen anschneidet, was die neuen Medien denn jetzt, nicht allgemein für die Wissenschaftskommunikation, sondern für den erwähnten Workshop gebracht haben, gebe ich die... weiter

 

Bloggende Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikation

30. Juni 2014 von Markus Pössel

Vermutlich gibt es keine provokantere Eröffnung für einen Workshop über Wissenschaftskommunikation (in diesem Falle "Image statt Inhalt?" der Volkswagenstiftung), als den Nachweis zu versuchen, dass Wissenschaftskommunikation der Wissenschaft schadet. Dafür vielen Dank, Frank Marcinkowski und Matthias Kohring - das versprach von vornherein interessante Diskussionen, da sich viele Teilnehmer deutlich wahrnehmbar angestachelt fühlten! Was mich aber sowohl bei jenem Vortrag als auch bei den bislang gehörten Beiträgen (30.6., 15:30 Uhr) wurmt ist, dass die neuen Medien dabei wieder (wie ja auch... weiter