AKTUELLE POSTS RSS

 

Review: Babylonian Star-Lore

13. April 2015 von Susanne M. Hoffmann

Woher unsere Sternbilder kommen? - Tja, das wüssten wir gerne. Die gängige Überlieferung weiß, dass die 88 Sternbilder, die wir heute offiziell verwenden, als Auftragsarbeit in den 1920ern ausgearbeitet wurden. Der offizielle Beschluss der Namen und Abkürzungen der Sternbild-Bezeichnungen fand im Jahre 1922 statt und die Referenz dafür ist noch heute eine Tabelle (S.158) aus dem Band 1 der Transactions of the IAU, in der zwei Tippfehler sind. Übrigens gibt es dort auch ein 89stes Sternbild, d.i. das Sternbild Argo... weiter

 

Sonnenbeobachtungen

8. April 2015 von Susanne M. Hoffmann

anlässlich der SoFi am 20.3. gaben verschiedene Kultusministerien der Länder bzw. Schul- und Kita-Leitungen die Anweisung heraus, dass SchülerInnen und Schüler während der SoFi die Schule nicht zu verlassen haben - angeblich wegen gefährlicher "Sonnenfinsternisstrahlung". So etwas gibt es nicht! Mich erreichten am Tag der SoFi und danach mehrere Anfragen von Menschen, die wissen wollten, was gefährlich ist, warum und ob es Spätschäden geben wird, wenn ihre Kinder nun doch draußen waren. DARUM und wenngleich die nächste SoFi dieser Art... weiter

 

Oster-Stern – ein astronomischer Blick aufs Fest

5. April 2015 von Susanne M. Hoffmann

zu Weihnachten spielen alle Planetarien und Volkssternwarten der Welt die Geschichte vom Weihnachtsstern aus dem Matthäus-Evangelium und brüten darüber, ob Jesus also im Jahr 6/7 v.Chr. mit einer Dreifachkonjunktion von Jupiter und Saturn geboren sei oder im Jahre -1/-2 mit einer der beiden Planetenverschmelzungen von Jupiter und Venus. Dass beides keine historische Realität beschreibt, sehen wir an der Sonnenfinsternis in der Ostergeschichte. Matthäus schreibt zum Karfreitag: 27, 45-53: "Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze... weiter

 

Volkssternwarten

28. März 2015 von Susanne M. Hoffmann

Ein Buch über "Verbreitung und Institutionalisierung populärer Astronomie in Deutschland, 1888-1935" ist gerade am Anfang dieses Jahres erschienen. Es handelt sich um eine Dissertation an der Universität Regensburg im Fach Wissenschaftsgeschichte (also eine wissenschaftliche Arbeit), vorgelegt von Benjamin Mirwald. Das Stichdatum des betrachteten Zeitraums ante quem ist ganz offensichtlich die Gründung der ersten öffentlichen Sternwarte, der Urania Berlin. Das Buch beleuchtet also nicht die Ursachen für die Einrichtung solcher "Theater der Wissenschaft", sondern eher die daran anschließende, resultierende Entwicklung. Das... weiter

 

SoFi 20.3. in Hamburg

25. März 2015 von Susanne M. Hoffmann

volk1_StwHH_web

eine Fotoserie von Gudrun Wolfschmidt. Die Bilder sprechen für sich; sie zeigen, dass in dieser Sternwarte, auf der normalerweise modernste Astrophysik den Alltag bestimmt, sogar bei einer nur partiellen Sonnenfinsternis ein außergewöhnlicher Betrieb herrscht: Das grandiose Wetter an diesem Tag hier in Norddeutschland ermöglichte es Amateuren und Profis, jungen und alten Menschen, interessierten Laien und engagierten Astros ... die teilverfinsterte Sonne in allen Varianten zu beobachten - sei es mit Finsternisbrillen, mit Teleskopen, als Messkurve eines Radioteleskops oder durch photometrische... weiter

 

Sonnenfinsternis, fast biblisch

20. März 2015 von Susanne M. Hoffmann

die Astronomen veranstalten heute wiedermal eine Sonnenfinsternis. ; - ) Dieses Mal im Angebot: eine Sonnenfinsternis am 1. Nisanu, d.h. dem Äquinoktium, dem Jahresbeginn (oder letzten Tag des alten Jahrs?). Total ist sie leider nur auf Spitzbergen und Faröer-Inseln, aber bei uns doch noch ein Spektakel. "Fürn Jroschen den Mond vor'er Sonne" könnten wir heute sagen. Im Ernst: im deutschsprachigen Raum sind von der Sonne um 10:47 Uhr 75-60 % bedeckt, d.h. in Berlin z.B. 74%, in Wien 62%. Um... weiter

 

Review: Ingenieur des Universums

16. März 2015 von Susanne M. Hoffmann

Geburtstag von Caroline Herschel; trotzdem: "Albert Einstein, Ingenieur des Universums" unter diesem Titel ist vor zehn Jahren ein Buch (zur Ausstellung) erschienen, dessen Untertitel das Programm angibt: "hundert Autoren für Einstein" schrieben damals anlässlich hundert Jahren "anno mirabilis" unter der Herausgeberschaft von Jürgen Renn ein Buch über diesen Teil des Revolution der Physik im 20. Jahrhundert. Dieses Jahr feiern wir wiederum 100 Jahre, allerdings erst im November: 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie. Bis November ist es freilich noch ein gutes halbes... weiter

 

Happy Super-Pi-Day

14. März 2015 von Susanne M. Hoffmann

seit Wochen sind alle Nerds und Naturwissenschaftler in heller Aufregung: Dieses Jahr ist am 14. März nicht nur "Pi-Day", sondern dieses Jahr haben wir sogar "Super-Pi-Day"! Dieses Jahrhundertereignis wird sich erst wieder in in 100 Jahren (oder unter Zuhilfenahme des muslimischen Kalenders zu anderer Zeit) wiederholen. Ich will das hier nicht hemeorologisch interpretieren, sondern nur kurz erläutern, was es damit auf sich hat und mit gewohntem Nerd-Humor ein paar Fragen stellen: Also, was ist Pi-Tag? Der 14. März ist der... weiter

 

Einsteins Jahrhundertwerk

17. Februar 2015 von Susanne M. Hoffmann

2015 ist eine Jahreszahl, die auf 5 endet - da sprießen Einstein-Bücher wie Pilze. Quasi druckfrisch erhält man gerade auch wieder ein Buch des berühmten und preisgekrönten Wissenschaftspublizisten Thomas Bührke. "Einsteins Jahrhundertwerk" ... hm, klingt ja schon mal gut. Immerhin hat der berühmte, genial-alberne Radfahrer zuerst unsere Physik zur Beschreibung der Welt und dann, zehn Jahre später, sogar unser Weltbild - d.h. unsere Sicht auf den Kosmos - revolutioniert. Aber es gibt noch einen Untertitel: "Die Geschichte einer Formel" ...... weiter

 

astronomer’s valentine

14. Februar 2015 von Susanne M. Hoffmann

Wahrhaft Liebende holen einander gerne die Sterne vom Himmel. Selten geht das so vortrefflich wie in diesem Jahr - nachdem doch gleich am Jahresanfang der Komet "Lovejoy" durch das Sternbild "Herz" gelaufen ist: Na, haben Sie es erkannt? Den Namen des Sternbilds habe ich zwar "erfunden", aber das Sternbild gibt es wirklich - und zwar nachgewiesen sogar schon seit der griechischen Antike. Babylonisch ist es nicht belegt, aber Ptolemaios (150 n.Chr.), Hipparch (150 v.Chr.), Eratosthenes (220 v.Chr.) beschreiben es und... weiter