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Nur in der Verzahnung von Paris und Sendai kann die globale Klimaanpassung gelingen

31. Mai 2016 von Umweltforsch

Von Prof. Dr. Reimund Schwarze, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Nach der feierlichen Unterzeichnung des Weltklimavertrags in New York drängte sich schon fast der Eindruck auf, dass die Welt bereits gerettet sei und man sich nach Jahrzehnten der Klimaverhandlungen nun wieder anderen Themen widmen könnte. Eines fällt derzeit unter den Tisch: Bei aller berechtigten Jubelstimmung – selbst wenn die Staaten ihren Verpflichtungen tatsächlich nachkommen, die Welt auf zwei Grad, wenn möglich auf 1,5 Grad bis zum Jahrhundertende zu begrenzen, ist in den kommenden Jahrzehnten mit beträchtlichen Klimaschäden zu rechnen, die besonders die ärmsten Länder der Welt treffen. „Auch die Gefahren einer Plus-Zwei-Grad-Welt können noch richtig weh tun“, titelte die FAZ. ... weiter

 

Grund zum Feiern

22. April 2016 von Reimund Schwarze

Heute am Tag der Erde trifft sich die Staatengemeinschaft der UN zur feierlichen Unterzeichnung des Parisabkommens in New York. Über 160 Staatsoberhäupter plus Vertreter der EU und internationaler Organisationen waren geladen - erschienen sind etwa siebzig. Weltpolitische Ereignisse wie die mit dem Austritt der Briten drohende Gefahr des Zerfalls der Europäischen Union sind dringender. Sie hätten klimapolitische Gefahren im Schlepptau. Unterschrieben haben dennoch alle Staaten durch ihre Minister und Abgeordneten und damit den Weg frei gemacht für ein beschleunigtes In-Kraft-Treten des historischen Abkommens von Paris. ... weiter

 

Unternehmensethik in der Wasserversorgung – Überlegungen zur Nestlé-Debatte

4. März 2016 von Umweltforsch

Gastbeitrag von Dipl.-Volkswirt Wolfgang Bretschneider, UFZ-Department Ökonomie Diskussionen über ein Menschenrecht auf Wasser geraten leicht zu Diskussionen über private Unternehmen und ihr „unmoralisches Verhalten“. Das ist sachlich unberechtigt und gerade in Verbindung mit Skandalisierungsbemühungen eher ein Zeichen für die Beharrlichkeit von Schuldzuweisungssemantiken im gesellschaftlichen Diskurs. Aber in der Tat ergeben sich Fragen nach einer gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen wie Nestlé, das durch Filme wie „Bottled Life“ ganz besonders dem Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik ausgesetzt ist. Im Folgenden sollen kurz drei Punkte aufgegriffen werden, welche die Debatte zum Thema „Privatwirtschaft und Wasser“ immer wieder umkreisen: das Motiv der Gewinnerzielung, die Nutzung natürlicher Ressourcen und das bereits erwähnte Recht auf Wasser. Dabei soll deutlich werden, wo der Kern einer unternehmensethischen Problematik im Zusammenhang mit Wasser liegt – und wo nicht. ... weiter

 

Paris Agreement: Inselstaaten werden zu Riesen in den Verhandlungen zum Klimaschutz

16. Dezember 2015 von Umweltforsch

Ein Gastbeitrag von Johannes Förster vom Department Umweltpolitik am UFZ. Er war bei der COP21 in Paris als Teil der Delegation eines Inselstaates bei den Verhandlungen dabei. „7 Milliarden Menschen. 195 Länder. Ein Paris Agreement für eine bessere Zukunft für alle.“ (Vereinte Nationen); „Historisch!“ (Laurent Fabius, Präsident der UNFCCC COP21), „(...) das Wunder von Paris“ (SPIEGEL Online), „Der Welt größter diplomatische Erfolg“ (Guardian). Die Schlagzeilen der Zeitungen zum Paris Agreement – dem Abkommen von 195 Staaten für ambitionierten Klimaschutz –... weiter

 

Siegeszug der Diplomatie. Die fünf Säulen des Paris-Abkommens.

14. Dezember 2015 von Reimund Schwarze

Punktlandung. Unter der strengen französischen Führung und nach langer Vorbereitung in einem historischen „Klimamarathon“ von Vorverhandlungen des zurückliegenden Jahres ist es gelungenen, ein neues Weltklimaabkommen vorzulegen, dem 195 Nationen dieser Welt in einem feierlichen Akt zugestimmt haben. Jetzt kommt der schwierige Teil – die Umsetzung auf allen Ebenen. ... weiter

 

Krönung in Paris?

9. Dezember 2015 von Reimund Schwarze

Der glanzvollste Teil jedes internationalen Abkommens ist die Präambel, in der die hehren Leitmotive und Bewegungsgründe des Vertrags dargelegt werden. Jetzt hat Präsident Fabius in einem diplomatischen Schachzug eine der bisher größten Gegnerinnen eines neuen weltumspannenden Klimaabkommens zur Vermittlerin der Widersprüche in der Präambel gemacht – die venezuelanische Chefunterhändlerin Claudia Salerno. Was bedeutet das für die Abstimmung über ein neues Paris-Protokoll am Freitag? ... weiter

 

Siegeszug der Diplomatie. Es gibt einen Entwurf für ein Parisabkommen.

5. Dezember 2015 von Umweltforsch

Punktlandung. Unter der strengen französischen Führung - und nach langer Vorbereitung in einem historischen „Klimamarathon“ von Vorverhandlungen des zurückliegenden Jahres - ist es gelungenen einen Entwurf für ein neues Weltklimaabkommen vorzulegen, dem die Nationen dieser Welt zustimmen könnten. Noch gibt es Themen, die die Zustimmung im Ministerplenum in der nächsten Woche gefährden können, aber ein Kern steht und hat gute Chancen, das Kyoto-Protokoll zu beerben. ... weiter

 

Mission Weltklimaschutz

2. Dezember 2015 von Umweltforsch

Am 30.11.2015 wurde die 21. Vertragsstaatenkonferenz der UN zum Schutz des Weltklimas von 180 Staatsoberhäuptern eröffnet. So viel wie nie zuvor. Ein erster Stimmungsbericht aus Paris. ... weiter

 

Verhalten optimistisch

3. November 2015 von Reimund Schwarze

Generalprobe in Bonn. Ende Oktober trafen sich die Unterhändler von 190 Staaten, um einen verhandlungsreifen Textentwurf für das Pariser Abkommen zur Klimarahmenkonvention zu finden. Die Stimmung war mies, längst gefundene Kompromisse wurden wieder aufgebohrt und am Ende ging wieder alles nur ums Geld. Jetzt steht die bange Frage im Raum, kommt es in Paris erneut zu einem Scheitern der Klimaverhandlungen wie in Kopenhagen vor sechs Jahren? Unser Klimapolitikexperte Prof. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung bleibt verhalten optimistisch. ... weiter

 

Die Sustainable Development Goals und das Menschenrecht auf Wasser

15. September 2015 von Erik Gawel

Dieser Beitrag wurde von Erik Gawel 1 und Wolfgang Bretschneider2 verfasst. Ende September 2015 werden die Vereinten Nationen in New York neue globale Nachhaltigkeitsziele verabschieden, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Sie bestehen aus nicht weniger als 17 übergreifenden Politikzielen ("goals") und 169 einzelnen Handlungszielen ("targets"), die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Dabei hat sich im Vergleich zu den Millennium Development Goals (MDGs) aus dem Jahre 2000 der Zielkatalog erweitert und es werden die Ziele zugleich höher gesteckt.... weiter