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Genomweite Assoziationsstudien: Bewährtes Mittel oder Geldverschwendung?

21. Januar 2012, 17:12

Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) sind heutzutage ein Mittel in der Wissenschaft, um Abschnitte auf der DNA mit einer Krankheit in Verbindung zu bringen. Das Prinzip dahinter ist recht simpel: Man nehme die Genomdaten von tausenden gesunden und kranken Menschen und vergleiche sie miteinander. Als Ergebnis erhält man Zahlenverhältnisse, die beschreiben ob eine spezifische Stelle im Genom öfter bei Kranken im Vergleich zu Gesunden verkommt oder nicht. Ist ersteres der Fall, so spielen diese Stellen in der DNA möglicherweise eine Rolle in der Krankheitsentstehung und -förderung. Auf diese Art und Weise kann man Abschnitte im Erbgut identifizieren und sie durch weitere Forschung auf ihre genaue Krankheitsrelevanz prüfen. So weit, so gut.  » weiter

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Der Naturwissenschaft ein Gesicht geben

18. Januar 2012, 18:42

Ich möchte hier mal eben auf ein Projekt aufmerksam machen, welches ich wirklich gut finde! Die beiden Blogger des Wissenschaftsblogs "Science meets Society" haben nämlich etwas echt cooles vor und zwar geben sie Naturwissenschaftlern die Chance, sich porträtieren zu lassen.  Zu diesem Zweck müssen sie unter dem Motto "A Scientist A Day" einen Fragenkatalog beantworten und den beiden zusätzlich ein Foto zukommen lassen. Auf diese Art und Weise sollen Informationen gesammelt werden, um mal mitzubekommen, wie ein Wissenschaftler so tickt und was ihn motiviert. Eine schöne Idee, um mal etwas mehr von den Forschern hinter sämtlichen Publikationen und Studien zu erfahren, die dann ab dem 1.4. vorgestellt werden.  » weiter

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Meine Zukunft als Wissenschaftler: Dem Krebs in den Arsch treten

14. Januar 2012, 20:38

Hier auf dem Blog war es in letzter Zeit ziemlich ruhig. Grund dafür war mein Umzug nach Berlin, wo ich jetzt mein erstes großes Forschungsprojekt namens Diplomarbeit angehen werde bzw. schon dabei bin. Das ganze findet an der Charité statt, an der ich die nächsten Monate molekulare Mechanismen der Krebsentstehung und Chemoresistenzen erforsche. Dabei möchte ich natürlich auch Live-Einblicke in die Arbeit eines Wissenschaftlers geben, daher wird sicherlich der eine oder andere frustrierte Blogeintrag zustandekommen. In den ersten Zügen der Diplomarbeit habe ich nämlich schon zu spüren bekommen, das alles doch viel komplizierter ist als man sich immer denkt. » weiter

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Bringt euch mit ein in der Diskussion "Die neue Heilkunst - Was bringt die sanfte Medizin?"

02. Dezember 2011, 23:45

Die Augustausgabe des GEO Magazins schlug im Sommer in der deutschen Blogosphäre hohe Wellen. Grund dafür war die Titelstory namens "Die neue Heilkunst" (hier als PDF verfügbar) in welcher Petra Thorbrietz dafür plädierte, dass Schul- und Alternativmedizin zum Wohle des Patienten voneinander lernen sollten. Dies sorgte für recht erhitzte Gemüter, da nach Meinung vieler ein einseitiger Artikel vorlag, der Studien falsch zitiere und somit eine völlig verdrehte Faktenlage darstelle -  Pro Alternativ- und contra Schulmedizin.
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Open Source live in der Krebsforschung

29. Oktober 2011, 16:49

Es ist in Mode gekommen sich für Open Source auszusprechen und auch ich bin einer, der das Prinzip dahinter unterstützt: Forschungsergebnisse für Jedermann öffentlich zu machen. Wie sinnvoll das für die Gesellschaft sein kann, kann man im exzellenten Vortrag vom Krebsforscher Jay Bradner sehen. Er und seine Arbeitsgruppe haben ein Molekül entwickelt, welches sich nach ersten Untersuchungen als ziemlich erfolgsversprechend in der Behandlung von NUT-Mittellinien-Karzinomen erwies. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Kreberkrankung für die es im Moment noch keine richtige Behandlung gibt, umso wichtiger ist es also, die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben. Und was macht man da am besten? Statt dass Jay Bradner sich mit dem Molekül alleine auseinandersetzt, wie es Wissenschaftler eigentlich machen, wenn sie etwas Neues entwickeln, macht er ein Crowd-Sourcing-Projekt daraus und lässt weltweit über 70 weitere Laboratorien an der Erforschung des Moleküls teilhaben. Jeder hat Zugang zum Molekül und zu den Daten. Am Ende wurden sie zusammengetragen und ja, diese Open Source-Krebsforschung hat in diesem Fall wirklich etwas gebracht. Seht selber...
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Der nächste Schritt zur Charakterisierung unserer DNA

26. Oktober 2011, 23:31

Ich lasse mal eben den imaginären Champagner-Korken knallen *plooooong*. Zu feiern gibt es nämlich den Start des sogenannten "Epigenom-Projekts" bei dem die chemischen Modifikationen der DNA untersucht und kartiert werden sollen, wie es damals ähnlich bei der Sequenzierung des Humangenoms der Fall war. Ich würde es daher als Nachfolgerprojekt beschreiben, da es der nächste sinnvolle Schritt ist unser Erbgut zu charakterisieren.
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Ein Jahr Enkapsis: Ein kleiner Rück- und Ausblick

21. September 2011, 00:01

Vor fast exakt 365 Tagen (blödes Schaltjahr) erschien hier auf den SciLogs mein erster Blogeintrag namens "Was man in der Biologie so macht" und ich hoffe, dass der eine oder andere Leser tatsächlich in der Zwischenzeit etwas an Informationen von hier mitgenommen hat. Insgesamt sind inklusive dieses Artikels 75 mal bessere und mal schlechtere Blogeinträge bis jetzt zustande gekommen mit insgesamt 596 Kommentaren für die ich euch wirklich danken möchte! Wir sollten versuchen, diesen Dialog aufrechtzuerhalten und vielleicht sogar auszubauen. Ein erster Schritt dafür dürfte der erst kürzlich ins Leben gerufene Open Science Club sein, den auch Markus Dahlem vom Nachbarblog "Graue Substanz" bei sich einführen möchte. Jeder ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen und eigene Gestaltungsideen mit einzubringen, aber auch dazu, selber einen Open Science Club zu veranstalten und zu diskutieren, was das Zeug hält.
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Der Ursprung des Lebens als Doku

19. September 2011, 22:17

Ich habe gerade eine Doku der BBC gesehen, die ich absolut genial fand und daher auf jeden Fall mit euch teilen möchte. Es geht primär um den Ursprung des Lebens und wie u.a. Stanley Miller im berühmten Miller-Urey-Experiment nachweisen konnte, dass aus bestimmten chemischen Komponenten Aminosäuren entstehen können - die Bausteine des Lebens. Zu einem lebenden Organismus gehört aber viel mehr als nur Aminosäuren. Es fehlt u.a. die Erbsubstanz in Form von DNA, aber auch Phospholipide, die die DNA in abgeschlossene Kugeln einschliessen können, was der Form eines Einzellers sehr nahe kommt. All dies wird besprochen. Diese Doku beweist mal wieder, dass das Leben eines Wissenschaftlers viel mehr als Laborarbeit ist. Ein Wissenschaftler versucht grundlegende Fragen zu beantworten, die uns alle betreffen.
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Die Idee eines Open Science Clubs

18. September 2011, 19:21

Ich möchte mich hier an einem digitalen Journal Club versuchen. Wissenschaftler wissen schon, worum es geht. An Universitäten sind sie zahlreich zu finden und in manchen Fächern sogar Pflicht: die sogenannten Journal Clubs. Studenten und Lehrende finden sich zusammen, um aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse aus allerlei Studien und Publikationen genauer zu diskutieren, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Natürlich findet dies auf einem hohen Niveau statt und spielt sich meistens innerhalb von Universitäten ab, da hier problemlos der wissenschaftliche Fachjargon, den man dabei an den Tag legen muss, vorprogrammiert ist. Das darf aber nicht alles sein und so versuchen sich zahlreiche Wissenschaftsblogger daran, Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft leicht verständlich der breiten Gesellschaft zugänglich zu machen.
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Wie eine andere Revolution in der Medizin aussehen könnte

26. August 2011, 19:20

Mal wieder wird diskutiert, ob in der Medizin nicht nur hinreichend auf das körperliche, sondern auch auf das seelische Wohl des Patienten eingegangen wird. Dies geschieht derzeit im aktuellen Heft der GEO mit der Titelstory "Die neue Heilkunst" als auch in zahlreichen Blogs (hier, hier und hier), die sich mit diesem Artikel auseinandersetzen. Immer wieder stehen hier die beiden Gesundheitssysteme "Schulmedizin" und Alternativmedizin (Im GEO-Artikel auch als Naturheilkunde bezeichnet, wobei Alternativmedizin eben nicht gleich Naturheilkunde ist. In diesem Artikel setze ich aber aus Übersichtsgründen, wie die Autorin in der GEO auch, Alternativmedizin und Naturheilkunde gleich) im Fokus. So kann man in der GEO z.B. folgendes nachlesen:
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