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Von Evolution zum Konstruktivismus

21. Februar 2012, 20:14

Wie ich in einem anderen Zusammenhang schon geschrieben habe, wird die Evolutionstheorie oft falsch verstanden. Die natürliche Auslese, eines der Grundprinzipien der Evolution, ist keine Auslese der besten Individuen, sondern ein Ausscheiden der erfolglosen Gene. Das hat weitreichende Konsequenzen.

Im Wesentlichen basiert Evolution wie ich sie verstehe auf drei Vorgängen: Zufällige Mutation einzelner Gene in den Keimzellen erzeugen neue Erbinformationen. Diese wirken sich oft neutral oder schädlich, manchmal aber auch positiv aus. Die Verschmelzung von Samen- und Eizelle erzeugt zufällige Mischungen aus dem elterlichen Genpool, die unterschiedliche Auswirkungen haben können. Zuletzt sorgt die Selektion dafür, dass sich allzu schädliche Gene langfristig nicht durchsetzen können. » weiter

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Als Physiker auf einer Bildungsmesse

19. Februar 2012, 20:37

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Am Samstag habe ich die Bildungsmesse didacta in Hannover besucht. Weil das nicht so viel mit Wissenschaft zu tun hat, habe ich es auf meinem privaten Blog publiziert.

Eine Ausnahme ist vielleicht mein Besuch am Stand des Bundesamts für Strahlenschutz. Hier habe ich Informationsmaterial zur Asse bekommen. Falls das Berichtenswert ist, werde ich hier dazu schreiben.



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Herzlichen Glückwunsch RelativKritisch

14. Februar 2012, 22:37

Relativ kritisch muss man sein, wenn man im Internet Wissenschaft diskutieren möchte. Beinahe jede pseudowissenschaftliche These und Verschwörungstheorie kann man im Internet finden. Beinahe jede gut bestätigte und etablierte Theorie findet im Netz überzeugte Kritiker, die mit missionarischem Eifer ihre Einwände unters Volk zu bringen versuchen.

Vor genau sechs Jahren entstand das Forum von RelativKritisch als Reaktion auf eine kleine Gruppe überzeugter Gegner der Relativitätstheorie, die damals die wissenschaftliche Forenwelt mit destruktiven Diskussionen überzogen haben. Als einer der ersten angemeldeten User im Forum, möchte ich heute die Gelegenheit ergreifen, dem Team von RelativKritisch herzlich zum erfolgreichen Aufbau des damals spontan gegründeten Projektes zu gratulieren. » weiter

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Wissenschaft: Ein klares Ja zum Vielleicht

08. Februar 2012, 21:18

Bei Diskussionen mit wissenschaftsfernen oder -skeptischen Menschen gibt es oft Missverständnisse in der Interpretation von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Naturwissenschaft kann über einfache Vorgänge, wie das Streuen von Elektronen an Protonen, sehr genaues Wissen liefern. Die Sozialwissenschaft kann mit geschickt geplanten und professionell durchgeführten Studien Zusammenhänge sehr präzise deutlich machen. Aber jede Wissenschaft stößt an ihre Grenzen, wenn von Politikern und Steuerzahlern unumstößliche Wahrheiten gefordert werden.

Gibt es neben den bekannten und untersuchten Kräften noch weitere, bisher unentdeckte Vorgänge? Ist Atomkraft sicher genug beherrschbar um mit vorhandenen Abfällen umzugehen? Beruhen die gemessenen kleinen Unterschiede im Verhalten zwischen Männern und Frauen auf geschlechtsspezifische Erziehung oder genetische Disposition? Bei all diesen Fragen kann man als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler nicht von ganzem Herzen mit einem Wort antworten. Die Antwort wird immer kompliziert ausfallen. » weiter

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Fax me up, Scotty!

04. Februar 2012, 18:03

Kennen sie Star Trek? Oder Raumschiff Enterprise, wie die alte Serie in der deutschen Übersetzung hieß? Natürlich kennen wir die faszinierende Möglichkeit, Menschen einfach so aus dem Raumschiff hinunter auf den Planeten zu beamen. Oder eben wieder hoch. Der Funkspruch “Beam me up, Scotty!” ist zwar, wenn man der englischen Wikipedia glauben darf, in  der Serie nie gefallen, hat aber weite Verbreitung in unserer Kultur gefunden. Ich möchte hier ganz oberflächlich einige physikalische Spekulationen zur Frage anstellen, was beamen eigentlich ausmacht und ob es realistisch zu verwirklichen ist.

Wenn wir von einem materialistischen Weltbild ausgehen, wird eine Person mit ihren Gedanken und Gefühlen, mit ihrer Persönlichkeit und ihren Eigenarten vollständig durch die Zustände aller beteiligten Atome charakterisiert. Beamen könnte also so ablaufen, dass am Startort die Positionen und Quantenzustände aller Atome ausgelesen und am Zielort genau so wieder rekonstruiert werden. » weiter

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Erste Teleskopnacht: Jupiter und seine Monde

22. Januar 2012, 21:11

In der Blogparade des Clear Sky-Blogs  habe ich berichtet, dass ich zu Weihnachten ein Teleskop bekommen habe, und versprochen, von meiner ersten Teleskopnacht zu berichten. Diese fand nun schon vor etwa einer Woche statt und sie war aus mehreren Gründen nur recht kurz.

Einer der Gründe war das miese hamburger Wetter seit Weihnachten. Leider schafft es unser Wetter bis heute nicht, richtig klare Winternächte zustande zu bringen und so musste ich mit einer Nacht mit aufgerissener Wolkendecke vorlieb nehmen. Ich blickte also aus der Terrassentür und sah zu meinem Erstaunen einige der Sternbilder recht klar. Und hoch im Süden den extrem hellen Planeten Jupiter. Perfekt! Ich trug also mein Teleskop auf die Terrasse und stellte das Stativ so auf, dass die Stundenachse grob nach Norden zeigte.  » weiter

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Viele Welten oder Kollaps?

14. Januar 2012, 20:26

Es gibt mehrere Ebenen auf denen man physikalische Formeln interpretieren kann. In den letzten Beiträgen zu Schrödingers Katze und zur Verschränkung habe ich mich auf die rein pysikalische Interpretation beschränkt. Innerhalb der Physik sind Interpretationen unverzichtbar. Wir müssen zu jedem Element einer mathematischen Formel eine Interpretation dafür entwickeln, was dieses Element in der wahrnehmbaren physischen Welt beschreibt. So beschreibt das elektrische Feld eine normierte Aussage darüber, welche Kraft man an jedem Ort messen würde, hätte man dort einen geladenen Probekörper. » weiter

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Ein Schlag für die Genderwissenschaft?

06. Januar 2012, 22:51

Ergänzend zu meinem Artikel über die Definition von Gender und die geringen Gender-Unterschiede in mathematischer Leistung habe ich auf Zeit-Online einen erstaunlichen Artikel gefunden. “Eine neue Studie”, so behauptet Zeit-Online, gäbe “den Anhängern der Evolutionspsychologie recht”. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sei somit hauptsächlich auf genetische Unterschiede zurückzuführen, soziologische Faktoren spielten eine untergeordnete Rolle. Diese Meldung wäre eine Sensation, wenn sie richtig wäre. Ist sie aber nicht. » weiter

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Blogparade - Auf Galileos Spuren

03. Januar 2012, 07:21

Mir hat der Weihnachtsmann ein eigenes Teleskop für die Dachterasse gebracht. Endlich kann ich mich ernsthaft in die Reihe der Hobbyastronomen eingliedern. Eine Neigung zur Astronomie hat sich in meiner Physikerlaufbahn erst spät entwickelt. Vorlesungen zur Artrophysik habe ich in meinem Studium aus diversen Gründen nicht besucht und meine Ausbildung verlief entsprechend irdisch.

Sternenbilder

Meine Katze und ich studieren die Sternbilder.

Im Jahr 2002 zogen meine Frau und ich nach Südschweden. Ich hatte eine Postdoc-Position am Speicherring MAX-Lab in Lund angenommen und auf der Wohnungssuche verschlug es uns im November des Jahres auf einen Resthof, etwa zwanzig Kilometer nördlich von Lund. Das Leben auf dem Land hat einige Reize. Einer davon ist, dass man in klaren Winternächten einen faszinierenden Sternenhimmel zu Gesicht bekommt. In den Nächten Südschwedens habe ich die Milchstraße kennengelernt. Dort habe ich begonnen anhand schwedischer Astronomiebücher die wichtigsten Sternbilder zu lernen und den Himmel mit bloßen Augen zu beobachten. Das Geld und die Zeit, dem Hobby Astronomie mit einem Teleskop nachzugehen, habe ich jedoch noch lange nicht aufgebaut. » weiter

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Jahresrück-Klick 2011

23. Dezember 2011, 14:43

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und nach dem Vorbild von Markus A. Dahlem nebenan in den BrainLogs möchte ich die Zeit nutzen um einen Jahresrück-Klick auf die Artikel meines Blogs im Jahr 2011 zu gewähren. Ich habe mir also die Mühe gemacht, die immerhin zweiunddreißig Beiträge thematisch zu sortieren und in einen Zusammenhang zu bringen. Dabei erwähne ich die Kategorien streng in der Reihenfolge des ersten Beitrags. » weiter

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