Unnötige Angst des Schüchternen vor dem Alphatier

17. April 2014 von Gunter Dueck in Allgemein

Als Jugendlicher war ich sehr, sehr schüchtern. Ich wurde Mathematiker und traf an der Uni Göttingen viele andere derselben Sorte. Erst als ich zur IBM wechselte, wurde es etwas lebhafter – aber alles spielte sich ja noch im Wissenschaftszentrum ab. Das wirkliche Leben lernte ich erst spät kennen.

Nach drei Jahren in der IBM Forschung wurde ich zu einem Assessment Center geschickt, wo meine Managementtauglichkeit festgestellt werden sollte. Wir diskutierten in verschiedenen Gruppen über vorgegebene kontroverse Themen, spielten den zukünftigen Manager in Rollengesprächen und trafen harte Probeentscheidungen.
Viele hatten mich gewarnt – ich würde untergehen, weil die Kandidaten aus den Bereichen des Vertriebs und des Services mich an die Wand reden würden. Wissenschaftler würden traditionell als nicht geeignet angesehen, sie wären zu zahm.
Gut, das Assessment begann. Sofort stritten alle anderen los, fast alle spielten den Sitzungsleiter, lauter Alphas. Ich wurde ängstlich und raffte mich dann doch noch auf, etwas zu sagen – nach endlos gefühlten zwanzig Minuten schüchterner Ohnmachtsattacken. Mir war klar, ich musste mich beteiligen, sonst wäre ich ja sofort auf der Streichliste. Ich erklärte dann etwas sachlich ganz Gescheites, worauf sie einigermaßen gut eingingen. Da wurde ich etwas wärmer mit ihnen und kam ganz gut klar. Viel geredet habe ich nicht, hauptsächlich litt ich unter dem Zwang, etwas tun zu müssen. Vor dem Urteil der Jury über mich war ich unsicher, wie ich mich geschlagen hätte.

Sie sagten, sie würden es mir zugute halten, im Laufe meines Lebens (damals hatte ich schon fünfzehn Berufsjahre in der Wissenschaft hinter mir) nur einigermaßen vernünftige Menschen getroffen zu haben, und zwar solche, die rational wären, aber nie cholerisch und nie auf Macht oder Geld aus. Ich würde deshalb aus meiner sehr eingeschränkten Lebenserfahrung heraus stets ganz sachlich reden und hätte wohl wegen meines Prof-Titels doch so einige Überzeugungskraft, sodass ich im Assessment eigentlich ganz gut gewesen sei. Aber im Assessment würden sich die Leute aus Schlauheit nur rational benehmen, da hätte ich wahrscheinlich Glück gehabt. Wenn ich deshalb jemals mit Machtmenschen und Geldhaien zu tun haben sollte, würde ich wohl mit fliegenden Fahnen untergehen. Rationale Menschen seien für Kämpfer so sehr berechenbar, dass sie bei Verhandlungen oder Auseinandersetzungen fast gar nicht zählen würden. Man habe daher einige Sorge, dass ich schweren Schaden nehmen könnte, wenn ich mit nicht-rationalen Menschen zu tun hätte, zum Beispiel mit instinktiven, mit emotionalen etc.
Ich habe damals über die Jury gelächelt. Seltsame Ansichten! Aber sie hatten Recht. Das merkte ich dann als Manager. Ich schwamm deshalb wenig später, wenn sie mich als Manager anschrien, Gehaltserhöhungen wollten, den Vertrag nur unter Knebelbedingungen zu unterschreiben drohten – und immer, wenn es laut wurde, riet mir meine innere Stimme, den Raum schnell zu verlassen und es abzulehnen, mich mit solchen Menschen auseinanderzusetzen. Pfui! Oder nein, nicht pfui – ich schämte mich, so schwach zu sein und nicht zurückschreien zu können, weil ich Gewalt ablehnte (meine rationalisierende Erklärung) oder eben nicht anwenden konnte (faktisch). Ich hatte panische Angst, etwas könnte explodieren oder beliebig eskalieren, wenn nach den Anderen auch noch ich selbst die rationale Ebene verlassen würde, also Öl ins Feuer gösse. Würde dann nicht alles noch schlimmer als es schon war? Ich war hilflos.

Irgendwann belegte ich einen Lehrgang bei Raymond Fein. Dieser Kurs wurde zu einem wichtigen Tag in meinem Unternehmensleben. In „Verhandeln mit Executives“ erklärte er den Umgang mit den Cholerikern oder den „Roten“ in einer bekannten Farb-Charakterlehre (Blau-Grün-Rot, ich bin Blau wie rational). Rationale gewinnen durch Argumente und Expertise, Instinktmenschen durch Körpersprache und Auftreten, am besten durch Charisma. R. Fein schilderte den Machtmenschen als Löwen. Der chillt den ganzen Tag, dann hat er Hunger, reißt ein Tier und döst wieder. Eine halbe Stunde am Tag muss er unbedingt kämpfen, ein Opfer besiegen und dazu ein paar Mal triumphal laut brüllen. Sonst ist es kein Tag für ihn.
„Und wenn ich nun selbst immer das Opfer bin?“, fragte ich mich. „Wie überlebe ich?“ RF klärte mich über mein Missverständnis auf. Löwen-Menschen müssten nur eben jeden Tag einmal wenigstens für zwanzig Minuten auf voller Betriebstemperatur laufen und dafür ein Opfer besiegen. Und ich würde den grauenhaften Fehler begehen, den Löwen aus Angst vor ihm (innerlich rationalisiert als Antipathie empfunden) zu meiden und ihm nur dann zu begegnen, wenn ich etwas Wichtiges von ihm wollte und deshalb zu ihm MÜSSTE. Folglich würde ich immer dann von ihm besiegt, wenn es um viel für mich ginge. Sonst würde ich ihn ja leider meiden!

Und was soll ich beim Löwen, wenn ich gar nichts von ihm will? „Kämpfen Sie mit ihm, wenn es um nichts für Sie geht, das ist doch klar! Dann verlieren Sie mit Pauken und Trompeten, und der Löwe brüllt.“ Geht es denn dem Löwen nicht darum, bei seinem Sieg etwas Wichtiges zu erreichen? Ich verstand RF voller Erstaunen so, dass der Löwe nur eben die volle Betriebstemperatur für zwanzig Minuten am Tag haben müsste – mit anschließendem Triumph. Aha, und es geht nur um Machtdemonstration, nicht um mich? Mir wurde geraten, am Montagmorgen einfach ohne Termin zum Löwen reinzuplatzen und laut schimpfend eine Gehaltserhöhung zu fordern. Etwa so: „Was wollen Sie hier?“ – „Ich stieg gerade die Treppe hoch und merkte, dass ich innerlich wütend bin. Ich will mehr Geld, Löwe.“ – „Spinnen Sie? Sie sind doch als Mitarbeiter höchstens durchschnittlich.“ – „Dann überlege ich zu kündigen.“ – „Dann kündigen Sie doch!“ Und ich gehe wortlos raus. Hinter mir brüllt er.
Der Zweck dieses kurzen Schlagabtausches ist es, mich gleich schon einmal am Montagmorgen besiegen zu lassen. Dadurch weiß der Löwe, dass er mich für ein paar Tage im Sack hat und ich Angst habe. Deshalb lässt er mich jetzt eine ganze Woche in Ruhe und ich kann normal rational arbeiten, während der Löwe zur Steigerung seiner Betriebstemperatur andere Opfer auf dem Flur sucht, weil er sich unterkühlt fühlt und aus seiner Sicht langweilt.

Mein Boss schickte mir damals dauernd quälende Mails der Form: „Warum präsentieren wir nicht auf der Konferenz X? Y? Z?“ Er bekam jeden Tag per Post Einladungsflyer zu Konferenzen und ärgerte sich beim Durchblättern, dass nichts Positives über unser Zentrum drinstand. Jeden Tag Fehlanzeige. Ich war dann immer ziemlich bekümmert und brachte gute rationale Gründe per Antwortmail, dass es nicht sinnvoll sei, gerade bei dieser speziellen Konferenz Flagge zu zeigen. Ich wurde mit der Zeit mutlos, das dauernd sagen zu müssen. Er aber wurde ärgerlicher, weil ich immer dasselbe so sehr entschuldigend schrieb. Nach dem Lehrgang bei Raymond Fein änderte ich das. Ich suchte Konferenzen in Las Vegas und auf Hawaii aus und bat um die Genehmigung, bei dieser für unsere Firma hochentscheidende Konferenz mit drei bis fünf Leuten aus unserem Team Präsenz zu zeigen. Da kam mein Chef persönlich und zeigte mir einen Vogel. Nun schickte ich ihm immer mehr sündhaft teure Gesu-che für Konferenzen nach Vietnam oder Südafrika. Er lehnte wütend ab und antwortete bald gar nicht mehr. Dann ließ ich es von meiner Seite auch wieder sein – und bekam nie mehr eine Mail mit der herrischen Frage, warum wir irgendwo nicht vertreten wären.

Das war mein erster Anfangserfolg mit einem Löwen. „Von einem Schüchternen, der auszog, das Brüllen ertragen zu können.“
Schade, dass man so etwas nicht schon in der Schule lernt.


27 Kommentare zu “Unnötige Angst des Schüchternen vor dem Alphatier”

  1. George Antworten | Permalink

    Superschöne anekdotische lehrsame Geschichte. Absolut genial in meinen Leseraugen! Danke!

  2. DH Antworten | Permalink

    Hinter dem Ruhe haben könnte noch etwas Anderes stecken , "Löwen" leiden unter einer besonders extremen Form der Dummheit , sie halten Leute für schwach , die nicht ständig auf den Tisch hauen und das Maul aufreißen.
    Im obigen Beispiel wird dann plötzlich ihre Sprache gesprochen und schon fangen sie an , Respekt zu haben , das entspricht ihrer Primitivität.
    Solche Leute können auch nur in Wohlstandsgesellschaften reüssieren ,wenn also schon alles aufgebaut ist und es etwas zu verteilen gibt.
    In Zeiten des Aufbaus hingegen werden sie nicht geduldet , weil man da andere Typen benötigt.

    Vermutlich ist das sogar einer der Schlüssel zur Erklärung für den immer wiederkehrenden Untergang von Wohlstands-Gesellschaften, zuviele Löwen sind der Fitness Tod.

  3. jade Antworten | Permalink

    "Vermutlich ist das sogar einer der Schlüssel zur Erklärung für den immer wiederkehrenden Untergang von Wohlstands-Gesellschaften, zuviele Löwen sind der Fitness Tod."

    Das Peter-Prinzip! (Unternehmen machen sich so handlungsunfähig)

    Vielleicht kann man es tatsächlich auf eine ganze Gesellschaft anwenden.

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Das Peter-Prinzip! (Unternehmen machen sich so handlungsunfähig)

      Vielleicht kann man es tatsächlich auf eine ganze Gesellschaft anwenden.

      Das Peter-Prinzip war nie ernst gemeint, es handelt sich um einen Joke und behandelt den Sachverhalt, dass Führungspersonen oft überfordert scheinen; Dilbert nagt diesbezüglich & kommerziell recht erfolgreich mit.

      Es erklärt nicht die Gemengelage oder nur scheinbar. Bspw. sind die im Artikel behandelten "Löwen" keinesfalls so eindimensional beschreibbar wie geschehen und es gibt in der Regel gute Gründe, warum bestimmte Positionen von bestimmten Personen besetzt sind, lol, und sei es nur, dass sie Eigentümer oder eigentümernah sind.

      Auf die Gesellschaft bezogen soll so (mit dem Peter-Prinzip) oft der Elit(ar)ismus promoviert werden, Gesellschaften im demokratischen Sinne sind ja bekanntlich das kleinste Übel, Führungspersonen wie bspw. Merkel dürfen gerne angefragt werden, aber es ist nicht klar, ob sie wirklich eine intellektuelle Null ist oder nur so aussieht.
      Aus Sicht des Schreibers dieser Zeilen handelt es sich um eine scheinbar prinzipienlose Person, die aber alles tun würde, als Prinzip, ihren Job zu behalten.
      Was gar nicht so-o schlecht sein muss, wenn es dem Staat gut geht; in komplexer internationaler Gemengelage natürlich deplatziert, da müsste dann eine Thatcher oder ein Churchill kommen, aber zurzeit OK in dem Sinne, was das Volk oder die Bevölkerung in D benötigt.

      MFG
      Dr. W

      • Gerald Fix Antworten | Permalink

        Nein, das Peter-Prinzip und das Dilbert-Prinzip unterscheiden sich. Beim Peter-Prinzip steigen Personen so lange in der Hierarchie auf, bis sie eine Stufe erreicht haben, deren Anforderungen sie nicht mehr erfüllen. Beim Dilbert-Prinzip werden die unfähigen Personen direkt auf diese Posten versetzt.

        • Gunter Dueck Antworten | Permalink

          Was Dilbert nie problematisiert: Wenn Unfähige deshalb, weil man sie loswerden will, befördert werden, können sie weiter oben wieder beträchtliche Wirkung erzeugen...theoretisch wieder fähig sein; deshalb gibt es gleich die separate Managerlaufbahn, die ohne die Unfähigkeitsprüfung zu Beginn auskommt.

          • Gerald Fix | Permalink

            Ich will das Dilbert-Prinzip nicht schlechtmachen - meiner Verwaltungserfahrung nach ist es dem Peter-Prinzip überlegen. Das Peter-Prinzip hat einen Vorteil (die Person ist bekannt) und zwei Nachteile: Die bisherige Qualifikation (als Wissenschaftler oder Finanzfachmann) sagt nichts über die Managementfähigkeiten aus und es bestehen persönliche Abhängigkeiten. Beim Dilbert-Prinzip kann eine Person unfähig sein, aber die Leute können dann meistens auf ungefährliche Posten abgeschoben werden. Dafür ist die Gefahr örtlicher Seilschaften geringer.

          • Dr. W | Permalink

            Was Dilbert nie problematisiert: Wenn Unfähige deshalb, weil man sie loswerden will, befördert werden, können sie weiter oben wieder beträchtliche Wirkung erzeugen...

            Das trifft zu, wenn es im Fachlichen, beispielsweise in einer Entwicklungsabteilung nicht reicht, es aber zum Managen einer Entwicklungsabteilung reichen könnte. Zudem könnte der aus dem Fachlichen Entfernte Wissen um die Entwicklungsarbeit mitbringen, das so im Management gar nicht vorhanden ist. Hier ist das Dilbert-Prinzip zweifelhaft, so wie das Peters-Prinzip zweifelhaft ist, denn es gibt viele, die ihr Potential, selbst in höherem Alter. nicht erreichen - die berufliche Stellung betreffend.

            Insofern sind beide "Prinzipien" schon sehr lustig, aber letztlich wenig aussagefähig. - Sie greifen bevorzugt in sozusagen degenerierter Arbeitsumgebung, wenn beispielsweise ganze Abteilungen durch inkompetente Abteilungsleiter, die sich in Vorstandsnähe bewegen, "flachgelegt" sind. So etwas gibt es, denn ein Unternehmen verdient nicht in allen Segmenten Geld und manche Unternehmenszweige sind nicht sehr wichtig.

            MFG
            Dr. W

          • jade | Permalink

            "...denn es gibt viele, die ihr Potential, selbst in höherem Alter. nicht erreichen - die berufliche Stellung betreffend."

            Und auch hier kann man wieder überlegen woran das in vielen Fällen liegt - hier beißt sich die Katze nämlich in den Schwanz.

      • jade Antworten | Permalink

        Ja, es war offiziell nicht ganz ernst gemeint. In Wirklichkeit werden die Leute natürlich nicht bis zu ihrer absoluten Unfähigkeit befördert, aber zumindest doch so lange, bis sich ein gewisser Grad an Überforderung einstellt. Und die Leute wissen dann, dass sie einen Posten innehaben, der eigentlich zu "gut" (in welcher Form auch immer) für sie ist. Also tun sie alles (in welcher Form auch immer), damit das nicht auffliegt. Einzelne "Instrumente" kann man unter "Mikropolitik" nachlesen, so schimpft sich das wohl. Meiner Erfahrung nach entspricht dies der Realität und es wurde mir auch schon von anderen bestätigt. Das Prinzip ist also humorvoll gemeint, das bedeutet nicht, dass es dieses nicht gibt!

        • jade Antworten | Permalink

          p.S. vielleicht werden vereinzelt auch Leute bis zur absoluten Unfähigkeit befördert, das wiederum schimpft sich dann wohl "Burnout"?

  4. Gerald Fix Antworten | Permalink

    Treffen sich zwei Wissenschaftler in einem Verdauungstrakt. Fragt der eine: "Wie bist du denn hierher gekommen?" "Ich habe meinen Chef am Montagmorgen geärgert und da hat er mich gefressen. Und du?" "Ich habe ihn nach dir geärgert, weil ich dachte, er wäre ein Löwe, der nur einmal am Tag frisst. Er war aber Hai."

    Disclaimer: Nein, ich kenne keine Chefs, die Haie sind. Auch keine Löwen. Ich könnte aber mit Eseln dienen.

  5. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    R. Fein schilderte den Machtmenschen als Löwen. Der chillt den ganzen Tag, dann hat er Hunger, reißt ein Tier und döst wieder. Eine halbe Stunde am Tag muss er unbedingt kämpfen, ein Opfer besiegen und dazu ein paar Mal triumphal laut brüllen. Sonst ist es kein Tag für ihn.

    Hmja, vielleicht. - Dilbert ist eine Ressource. - So wie geschildert, fragt sich der eine oder andere vielleicht, wie ein derartiger "Löwe" in seine Position geriet.

    MFG
    Dr. W

  6. chris Antworten | Permalink

    Also habe ich damals als Auszubildender meinen "Löwenbetriebstemperaturanteil" immer gleich frühmorgens bekommen, wenn ich mal wieder zu spät kam, was häufig vorkam - mutmaßlich alle 2 Tage, weil ich am Tag darauf oft genug überpünktlich war, aber dann plötzlich sonderbarerweise alle anderen zu spät kamen und ich also vor verschlossener Tür ewig wartete, woraufhin ich Tags drauf wieder zu spät kam und alle auf mich zeigten.
    Anyway, gleich frühmorgeens ist das kein guter Auftakt.

  7. Gunter Dueck Antworten | Permalink

    @Dr. Webbaer und andere: Ich habe nichts über Löwen an sich gesagt, auch nicht, ob es sie geben darf oder sollte...es geht darum, dass sie da sind und man klarkommen muss. Erstaunlich: Immer, wenn ich Meta-Fragen anschneide, kommen Sie mit einzelnen Gegenbeispielen - und wenn ich nur ein Rezept gebe, mit dem allgemeinen Problem.... Na gut, es wird immer kommentiert, was ich auf einer Seite nicht geschafft habe...

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Na gut, es wird immer kommentiert, was ich auf einer Seite nicht geschafft habe...

      Die wohltemperierte Kommentatorik kann ergänzend wirken.

      Ansonsten hat Dilbert auch das oben Genannte 'problematisiert', Wally (und auch andere) werden regelmäßig befördert, um dort (zeitweise) Gutes zu tun.
      Den 'Löwen' haben Sie schon "ein wenig" näher charakterisiert, wenn auch zitierend, und niemand hat behauptet, dass sich das humorvoll gemeinte Peter-Prinzip und das humorvoll gemeinte Dilbert-Prinzip nicht unterscheiden.

      MFG
      Dr. W

    • jade Antworten | Permalink

      Ich bin verwirrt weil ich dachte man darf und soll hier diskutieren. Das Peter-Prinzip ist doch eigentlich auch eine, wenn auch humorvolle Hilfe, um sich mit den Löwen, die uns begegnen, gedanklich auseinanderzusetzen. So war es jedenfalls gemeint. Es sagt ja nur "Es könnte sein, dass es die Löwen gibt, weil..."

      Aber ich glaube ich verstehe was Ihnen widerstrebt...wie auch immer... jedenfalls finde ich Ihren Artikel sehr interessant und ich würde auch gerne mal so einen Kurs mitmachen. Ich glaube man kann da viel lernen.

      • DH Antworten | Permalink

        Schließe mich der Verwunderung an . Eigentlich ist es eine der höheren Weihen für einen Artikel , wenn er Denkanstoß gibt für eine Debatte , die vom Detail ins Allgemeine geht und umgekehrt , seltsam , daß das hier als Problem begriffen wird.

  8. Susanne Antworten | Permalink

    Es ist ein wunderbarer Artikel, den ich so ähnlich vllt. auch geschrieben haben können (mit der kleinen Änderung, dass ich halt Physikerin und nicht Mathematikerin wurde). Ich war immer sehr schüchtern und dass ich es als Studi geschafft habe, einges Großes und Wichtiges aufzubauen, führte zu der Fehleinschätzung durch Fremde, dass ich ein alpha-Weibchen sei(n könnte) ... aber ich musste mich dann in diese Richtung entwickeln, damit Selbstbild und Fremdeinschätzung nicht so weit auseinander klaffen.

    „Von einer Schüchternen, der auszog, das Brüllen ertragen zu können.“ ... och, das kann ich allerdings gut: ich lass sie einfach Brüllen, die Löwen dieser Welt - und nur wenn es mir wirklich viel zu bunt wird, brülle ich zurück. Solange man mich nicht behindert, können sie brüllen so viel sie wollen, die Löwen, finde ich: Mich bestimmt man nicht launisch, sondern rational.
    Motto: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

    Frage: ist das falsch?

    Mit Geldhaien, Zicken und Irrationalen kann ich immer noch nicht gut umgehen, sondern mache einfach mein Ding und treffe glücklicherweise immer wieder auf Menschen, die mich so (rational) akzeptieren, wie ich bin. Aber ich würde gerne besser auch mit sowas umgehen können und nicht immer weggehen müssen, sondern auch bei solchen Menschen punkten und die guten Karrierechancen gewinnen.

    • jade Antworten | Permalink

      Nein ist nicht falsch. Wenn es denn funktioniert finde ich es richtig. Ich nehme jetzt mal an dass man als Physikerin einen job hat, in dem man mehr mit Männern als mit Frauen zu tun hat. Da kann ich aus Erfahrung nur anmerken: Sei froh!!

      • Hans Antworten | Permalink

        "Sei froh!!" - Warum? - Besteht sonst erhöhte Gefahr von "Zickenterror" oder wie immer man das nennen will?

  9. Konrad Marek Antworten | Permalink

    Grüsse Sir, Mai,2014
    was soll man machen, wenn man in den Käfig hinein will, mit einer Beute in der eigenen schwachen Hand?
    Wären Sie an einer windlastigen Erfindung interessiert? mailen Sie an k971konrad@hotmail.de
    Was ist 314 in einem Duodezimalsystem?

  10. Muyserin Antworten | Permalink

    Das habe ich mit Interesse und Vergnügen gelesen. Ich glaube, ich bin ein schüchterner Löwe. Ich brülle zu oft, wenn es um nichts geht, und zu selten, wenn es wichtig wäre.

  11. Muyserin Antworten | Permalink

    PS Wie kann man hier die Kommentare zu einem bestimmten Artikel per RSS abonnieren?

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