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Old School Infografik 2: Darwin im Zeitstrahl

Ein zweites Fundstück aus meinen Uni-Lernaufschrieben ist eine Zeitleiste zu Darwins Leben. In rot sind die wichtigsten akademischen Stationen und Publikationen gekennzeichnet. Es entstand wie die letzte Grafik, während ich auf eine Diplomprüfung in Bioethik lernte. Natürlich ist es die „Copley Medaille“, von der hier die Rede ist, und das Buch heißt auch „The Descent of Man“, aber die Grafik war nur eine Lernskizze und deswegen ist sie nicht frei von Fehlern. Ich finde sie trotzdem interressant und ihr vielleicht ... weiter

 

13.10. Geister überall

Mein Onkel Ernst, Erik und ich teilen uns im Camp 2 im Marojejy Nationalpark eine Hütte als Unterkunft. Um sechs wird es dunkel, nach dem Abendessen sitzen wir noch eine Weile zusammen, unterhalten uns und beobachten einen Ringelschwanzmungo (Galidia elegans), der Mangoschalen aus der Küche stibitzt. Um halb neun ist Nachtruhe. Erik lässt es sich allerdings nicht nehmen, vor dem Einschlafen noch einige Gespenstergeschichten zum Besten zu geben. Erstens: Beziehen die Forscher und Naturschützer ein neues Camp im Wald, eine ... weiter

 

08.-13.10. Marojejy

Am 08. Oktober brechen wir auf nach Marojejy: Mit dem Auto eine gute Stunde auf der Straße nach Andapa zum Nationalparkhaus beim Dorf Mandena, dann einige Kilometer zu Fuß weiter zum Parkeingang, durch das Dorf Manantenina (hier betreibt SAVA Conservation eine weitere Baumschule). Den schmalen Sandpfad säumen grüne Reisfelder. In den Büschen am Wegrand sitzen Pantherchamäleons (Furcifer pardalis). Uns begleiten etwa zehn Träger aus Mandena und Manantenina, die Reis, Bohnen, Holzkohle und Ausrüstung in den Wald bringen. Darunter Primot Jugot, ... weiter

 

06.-07.10. Über die Dörfer und in die Wälder

In den nächsten Tagen besuchen wir mit Erik eine Reihe der Projekte von SAVA Conservation zwischen den Städten Sambava und Andapa. In Sambava unterhält das Duke Lemur Center ein Büro mit Material- und Seminarraum, dort findet in diesen Tagen ein GPS-Kurs zur Vermessung von Waldgebieten statt, an dem auch ein Vertreter von Mitsinjo aus Andasibe teilnimmt. Im Dorf Beloka gibt es eine von mehreren Baumschulen. Und außerdem in diesen Tagen ein Programm zum Thema Familienplanung. In wechselnden Dörfern der Region ... weiter

 

05.10. Vanille und Rosenholz

Sambava im Nordosten Madagaskars und die benachbarten Städte Antalaha, Vohemar und Andapa bilden die Eckpunkte der Region Sava, ein Anbauzentrum für Reis, Vanille, Kaffee und Kakao. In der Nachbarschaft liegen einige große, ursprüngliche Waldgebiete: die Nationalparks Marojejy und Masoala sowie das Spezialreservat Anjanaharibe Sud. Nach der Region hat sich auch eine 2012 ins Leben gerufene Naturschutzorganisation des Duke Lemur Centers benannt: SAVA Conservation. Deren Direktor und Koordinator ist Erik Patel - promovierter Primatologe, deutsche Mutter, indischer Vater, aufgewachsen in Chicago. ... weiter

 

Lockheed Martin – Durchbruch in der Fusionsforschung?

Das amerikanische Unternehmen Lockheed Martin, bisher vor allem durch Tarnkappenflugzeuge bekannt, ist momentan weltweit in den Schlagzeilen. Ausschlaggebend dafür ist die Ankündigung in 5 Jahren den Prototypen eines kleinen & kompakten Fusionsreaktor am Laufen zu haben. Das Kraftwerk soll dabei so kompakt sein, dass es problemlos mobil einsetzbar sei. Was ist dran an dieser Meldung? Um es gleich vorwegzunehmen: Schwer zu sagen, da es keine experimentellen Resultate in Form von wissenschaftlichen Veröffentlichungen gibt, sondern es sich eher um eine Konzeptstudie ... weiter

 

04.10. Vom Setzling bis zur Kohle

Heute treffen wir den Landesdirektor der GIZ in Madagaskar wieder, Alan Walsch. Dieses Mal zum Interview in seinem Büro in Tana. Seit 1982 arbeitet die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf der Insel. Walsch ist seit einem Jahr in Madagaskar, war davor aber bereits 22 Jahre für die GIZ in unterschiedlichen Ländern tätig. Walsch zeichnet ein Bild der Aktivitäten in Madagaskar und des Einflusses der politischen Berg- und Talfahrten. Noch unter Marc Ravalomanana arbeitete ... weiter

 

Das Forum 2014 in Bildern (5)

Inzwischen sind schon ein paar Wochen ins Land gegangen und dennoch gibt es noch eine letzte Sache, die ich mit euch teilen möchte - die restlichen Bilder, die ich während dieser aufregenden Woche gezeichnet habe! Zu sehen sind die Bootsfahrt am Mittwoch, die die Vorträge am Donnerstag und ein paar Impressionen vom Freitag inklusive dem EMBL und einem der Burgführer. ... weiter

 

Zwillingsparadoxon nachgerechnet

Viele meiner Webseiten mache ich nicht für Publikum sondern für mich. Als ich noch aktiv in Internetforen über Relativitätstheorie debattiert habe, hatte ich mir einmal die Arbeit gemacht, das Zwillingsparadoxon der Relativitätstheorie detailliert nachzurechnen. Die Rechnungen machte ich mit Bleistift auf Papier und als alles fertig war, machte ich eine Website draus, damit ich die Rechnungen zur Verfügung habe, wenn ich sie mal wieder brauchte. Die eigentliche Erklärung des Zwillingsparadoxon, leicht verständlich und ohne Formeln habe ich dagegen auf meiner ... weiter

 

Die Debatte um den Karlsruher Physikkurs (KPK): Fachphysiker vs. Physikdidaktiker?

Die Debatte um den Karlsruher Physikkurs (KPK) steht bei mir schon länger auf der Liste derjenigen Themen, die ich mir näher anschauen sollte. Was die Fachdidaktik der Physik angeht, sitze ich ein wenig zwischen den Stühlen. Ich habe von der Ausbildung her einen fachwissenschaftlichen Hintergrund (Diplom und Promotion), bin aber im Bereich astronomische Wissenschaftsvermittlung gelandet und beschäftige mich, neben einigen Tätigkeiten die eher zur Öffentlichkeitsarbeit gehören, auch mit den Bildungsaspekten der Astronomie: entwickle Vereinfachungen und Elementarisierungen für interessante Themen (u.a. ... weiter

 

Der Kraterzähler: Gerhard Neukum ist tot

Ein guter Wissenschaftler ist immer kritisch. Er ordnet sich keiner Autorität unter und steht zu seinen Überzeugungen. Gerhard Neukum war so ein Wissenschaftler. Nicht selten eckte er damit an – bei Kollegen, bei Vorgesetzten. Dabei ging es ihm immer um die Sache, die Planetenforschung. Am 21. September 2014 verstarb Gerhard Neukum in Berlin [1] und verlässt die europäische Raumfahrtszene auf dem Höhepunkt einer Entwicklung, an der er selbst nicht unschuldig ist. Gegen die Lehrmeinung Zuerst hatte Europa bei der Erkundung des ... weiter

 

Videos von Erdrutschen

Ich stelle ja immer wieder gerne Videos von geologischen Ereignissen ein, denn bewegte Bilder zeigen meist mehr als jedes Wort oder jede Grafik. Und manchmal sind geologische Ereignisse so schnell, dass sich die Aufnahme bewegter Bilder lohnt. Der Geologe Derek Ager hat einmal gesagt, Geologie wären lange Zeiträume voller Langeweile und kurze Zeiträume voller Schrecken. Das mag vielleicht nicht immer so sein, aber gerade die kurzen und erschreckenden Zeiten sind die, die wir als interessant erachten. Wir Menschen bezeichnen sie ... weiter

 

Aller Anfang ist grün

Es ist faszinierend zu sehen, wie frisch geschlüpfte sogenannte „fotosynthetische Meeresnacktschnecken" der Art Elysia timida zum ersten Mal in ihrem Leben fressen (zum Hintergrund hier im Blog z. B. „Von solarbetriebenen Meerestieren“ und „Das Geheimnis der grünen Schnecken"). Die jungen Schnecken – in der Fachsprache Juvenile genannt – sehen noch völlig anders aus als die ausgewachsenen. Sie haben noch keine Färbung oder Strukturen wie Körperanhänge ausgebildet, sondern sind einfach durchsichtige Wesen mit zwei dunklen Augenpunkten, nur aus dem Kopf und einem direkt ... weiter

 

Auflösung zur Knobelei

Carla Cederbaum, Teilnehmerin beim HLF14: Im Vorfeld des Heidelberg Laureate Forums hat Markus Pössel aus dem HLF-Blogteam und ehemaliger geschätzter Kollege von mir ein kurzes Vorab-Interview mit mir geführt. Dabei hat er mich auch nach meiner mathematischen Lieblingsknobelei gefragt. Die hatte ich ihm zwar verraten, jedoch die Lösung nicht, damit die Blog-Leser Gelegenheit haben, selbst darüber nachzudenken. Doch nun bin ich sie schuldig, die Auflösung zur Knobelei. Zuerst sei noch einmal die Fragestellung genannt: Dein (sparsamer) Lieblingsonkel schenkt Dir ein ... weiter

 

Der Science Hack Day Berlin geht in die zweite Runde

Was entsteht, wenn man Künstler, Wissenschaftler und Computerfritzen zusammen mit 3D-Druckern und Werkzeugen für 48 Stunden in einen Hackerspace sperrt? Zum Beispiel Elektro-Tretroller, Datenhandschuhe, gedankengesteuerte Spiele und eine Laserlampe, die den biologisch äußerst aktiven Mikrokosmos eines Speicheltropfens an ihre Oberfläche projiziert. Für den Science Hack Day, der extra lange 48 Stunden dauert, kommen Kreative aus verschiedensten Disziplinen zusammen, um etwas Neues zu schaffen. Der Nutzen spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund steht der Spaß an der Sache und die extreme Interdisziplinarität – also das, was ... weiter