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Warum ich Chemie studierte

31. Januar 2012, 13:32

"Ihhhh Chemie, das konnte ich nie!" - mit größtmöglichem Abscheu schleuder(te)n mir beständig Freunde, Bekannte und sogar Verwandte ihr komplettes Unverständnis entgegen. "Wie kannst/konntest Du das nur studieren?" Ganz ehrlich, während des Studiums und danach habe ich mich das selbst oft gefragt, aber wohl aus ganz anderen Gründen.

Warum ich das gerade jetzt erzähle und mal so off-topic aus dem Nähkästchen plaudere? Nun, wie gestern bereits gebloggt, gibt es da diese unerwartet erfolgreiche #IamScience-Serie mit inzwischen 400+ teilnehmenden (Ex-)Forschern (hier der neue tumblr-blog von Kevin dazu), bei der ich hiermit mitmache.

Katrina BadiolaWarum also habe ich Chemie studiert, ... 

Meine grundsätzliche naturwissenschaftliche Begeisterung wurde, denke ich, insbesondere von zwei Faktoren gefördert. 1. Mein Vater vermisste wohl einen Jungen und hat mir als jüngster von vier Mädchen sägen, bohren, schrauben, schreinern, entwerfen, basteln etc. beigebracht und mich für's Segelfliegen mitsamt dessen Theorie begeistert. 2. Ich ging auf ein Mädchengymnasium und dort gab es eine begeisternde Mathelehrerin, die ab und an Alumnis, die etwas Naturwissenschaftliches studiert hatten, einlud. Das hat animiert (danke Frau Böhmer!).

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#IamScience - Aufruf an deutschsprachige Forscher

30. Januar 2012, 13:57

Kevin Zelnio hat vergangenen Freitag in einem unglaublich offenen Blogpost seine ganz persönliche Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Zuvor hatte er die ihm folgende Science Community aufgefordert selbst zu schreiben warum sie Forscher sind, oder nicht mehr, oder wie ihr Weg war. Immer unter dem hashtag #IamScience. Damit hat er eine Welle ausgelöst. Die Antworten waren überwältigend. Hunderte #IamScience-Tweets und persönliche Nachrichten hat Kevin inzwischen gesammelt. Vorerst als Storify oder Videozusammenschnitt.

 

I Am Science from Mindy Weisberger on Vimeo.

Kevins Aussage in seinem Blogbeitrag hat sich also bestätigt: "One of the great things social media has done for the human condition is the aggregate like-minded people." (Grob übersetzt: Eines ist an Social Media für die Menschen ganz herausragend, sie bringen Gleichgesinnte zusammen.)

Ich finde, deutsche Science Twitterer, Blogger könnten hier besser vertreten sein und deshalb habe ich mich kurz mit Kevin ausgetauscht. Ja, er freut sich auch über deutschsprachige Tweets und besondere Stücke würde er gerne für sein gerade entstehendes E-Book übersetzen und mit aufnehmen. Ihr könntet Beiträge bei mir in die Kommentare stellen und ich leite sie weiter.

Aus meiner Sicht, wäre es schön, wenn wir (noch) mitmachten, gilt es doch die Breite und Vielfalt derer widerzuspiegeln, die heute Forschung betreiben.

 


 

Ergänzung am 31.1.2012

#IamScience hat jetzt auch ein tumblr zum Durchklicken. 400+ sind laut Kevin inzwischen dabei!



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Deutsche Wissenschaft auf Twitter II

09. Januar 2012, 15:10

50 Prozent hat die Follower-Gemeinde deutscher Wissenschaftstweets nach meiner kleinen Erhebung in den vergangenen fast 7 Monaten seit der ersten Erhebung zugelegt. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Zunehmend haben Presse- und Öffentlichkeitsarbeitsstellen von Forschungsinstituten, Hochschulen, Forschungsgemeinschaften sowie wissenschaftsjournalistische Formate und Blogs ihre Twitteraccounts gepflegt und wurden belohnt.

Besonders hohe Steigerungsraten verzeichneten naturgemäß diejenigen Forschungs-Twitter-Accounts, die vor 7 Monaten noch niedrige Followerzahlen aufwiesen. Die Zeitschrift Sterne und Weltraum konnte um 103 Prozent zulegen - von 570 auf 1161 Follower. Das DIW in Berlin nahm an Followern satte 88 Prozent zu (heute 645 versus 343 Follower im Juni). Und was natürlich hier bei den Brainlogs sehr freut: Auch der Twitter-Account von Gehirn&Geist konnte 80 Prozent Zuwachs verzeichnen und wird von nunmehr 1218 verfolgt.

Absoluter Spitzenreiter im Zuwachs ist die Max-Planck-Gesellschaft, deren @maxplanckpress im genannten Zeitraum die Followerzahlen um satte 156,6 Prozent von 868 auf 2227 steigerte. Hier zeigt sich, dass es lohnt, wenn die Aktivitäten auf Twitter erhöht werden. Mit täglich etwa drei bis vier Tweets und dem, was Social Media eben ausmachen. 

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Citizen Sciences sind die beste Öffentlichkeitsarbeit

09. Januar 2012, 13:54

Ergänzend zum Artikel über Citizen Sciences in Deutschland habe ich noch ein Interview mit Klement Tockner vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, IGB, geführt. Seiner Meinung nach bringen Citizen Sciences nicht nur gute Forschungsergebnisse, sondern sie sind zudem Werbung für die Wissenschaft.


Herr Tockner, sie sind schon lange ein begeisterter Anhänger der Beteiligung von Bürgern an der Forschung. Gibt es bei Ihnen am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, IGB, bereits solche Citizen Science Projekte?


Tockner: Eines der Leuchtturmprojekte der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie des Bundes ist der Schutz von Restbeständen und die Wiederansiedlung der Störe in Nord- und Ostsee zur Erhaltung der verbliebenen genetischen Vielfalt. Ein Teil der Arbeiten der Gesellschaft zur Rettung des Störs ist bei uns am IGB bei Jörn Gessner angesiedelt. Etliche Störe werden mit Sendern ausgestattet, um ihre Wanderbewegungen festzuhalten. Doch diese Daten reichen nicht für ein Gesamtbild. Hier kommen die Fischer und Angler ins Spiel, die für das Projekt gewonnen werden konnten. Sie berichten, wenn sie einen Stör fangen. Ein vergleichbares Monitoring könnten wir nie finanzieren.


Citizen Sciences helfen Geld sparen, das ist alles?

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Citizen Sciences in Deutschland

04. Januar 2012, 10:32

Bürger beteiligen sich als Artenkartierer, Sternenzähler oder Proteinspieler an aktueller Forschung - meist über das Internet. Ein spannendes Computerspiel lockt seit drei Jahren Tausende ins Netz. Sie puzzeln für die Wissenschaft. Auf Fold.it versuchen sie sich darin, Proteinstränge in die gewünschte Form zu bringen und bauen virtuelle 3-D-Moleküle. Der jüngste bekannte Erfolg war die Strukturaufklärung eines Proteins, das neue Aids-Medikamente ermöglichen soll.

Hunderte Spieler hatten mitgeholfen, ein 3-D-Modell eines Enzyms, das eine wichtige Rolle bei der Vermehrung des Mason Pfizer Monkey Virus (M-PMV) spielt, zu erstellen. Es wurde im September 2011 im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Die Spieler hatten in nur drei Wochen erreicht, was Biochemikern der Universität Washington über Jahre nicht gelang. Diese mussten sozusagen nur noch den Feinschliff vornehmen. Zum Dank wurden die am stärksten beteiligten Gruppen Foldit Contenders und Foldit Void als Autoren an dritter und vierter Stelle im Nature-Artikel gelistet. » weiter

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Gläserne Forschung

02. Januar 2012, 15:34

Der Impact Faktor von Fachjournalen ist seit seiner Einführung in den 1960er Jahren als eher unzureichendes Werkzeug, das herangezogen wird, um etwas über die Qualität wissenschaftlicher Publikationen zu sagen. Durch die Social Media kommen neue potenzielle Faktoren ins Spiel.

Seit einigen Jahren fügt etwa die Public Library of Science, PLoS, den bei ihr publizierten Artikeln weitere Kriterien hinzu. Da diese Open Access sind, kann PLoS beispielsweise zählen wie häufig ein Artikel gelesen oder heruntergeladen wurde, ob jemand Lesezeichen dafür angelegt hat oder ob der Artikel in Blogs zitiert wurde. Seit Neuestem zählt der PLoS impact explorer sogar Verlinkungen auf Twitter.

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Neue Netzwerke der Wissenschaft

22. Dezember 2011, 15:35

Facebook, Google+, Blogs und Twitter sind in aller Munde. Parallel dazu bauen Forscher Social Media auf, die an die Bedarfe der Wissenschaft angepasst sind. Damit erobern sie das Internet, das ursprünglich für die Kommunikation unter Forschern gedacht war, wieder für sich.

Für das Verbundjournal des Forschungsverbund Berlin habe ich rund um das Thema Wissenschaft im Web 2.0 ein paar Texte zu den Themen Science 2.0, Altmetriken, Citizen Sciences geschrieben, die natürlich gekürzt werden mussten, deshalb von jetzt ab peu a peu die Originale hier im Blog. Vor allem mit mehr Quotes von im Science 2.0 aktiven Forschern. Lesenswert ist auch der Kommentar von Elmar Diederichs - ehemaliger Scilogger - 'Mind at Work'.

Titelzeile Verbundjournal

Zum Wintersemester 2011/2012 startete von Berlin aus der hochschulübergreifende digitale Campus Iversity. Bereits 22.000 Nutzer stellen dort, begleitende Angebote zu Lehrveranstaltungen und Konferenzen oder für Forschergruppen online. „Iversity ist eine Plattform für eine asynchrone und interdisziplinäre Form der Zusammenarbeit“, beschreibt Hannes Klöpper, der gemeinsam mit Jonas Liepmann den digitalen Campus aus der eigenen Not heraus kreiert hat. Denn die beiden Geistes- und Sozialwissenschaftler vermissten während ihres Studiums Möglichkeiten, auch außerhalb von Seminaren mit Kommilitonen und Dozenten zu diskutieren oder Termine abzusprechen.

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Wissenschaftsjournalismus für alle

13. Dezember 2011, 14:18

Ein Online-Kurs für Wissenschaftsjournalisten und solche, die es werden wollen – das klingt gewagt. Vor kurzem stellten die World Federation of Science Journalists (WFSJ) und das Science and Development Network (SciDev.Net) genau einen solchen Kurs vor. Den Online Course in Science Journalism gibt es bereits in 7 Sprachen und er besteht derzeit aus 10 Lektionen mit einer E-Lecture, Lernfragen und Übungen. Die Idee für diesen internationalen Kurs entstand aus Bedarfen von Kollegen in Afrika und dem mittleren Osten. Deshalb haben sich der WFSJ und die Macher der Wissenschaftsnachrichten für und aus Entwicklungsländern, SciDev.Net, zusammengetan.
Herausgekommen ist ein auch für etablierte Journalisten interessantes Werk und man kann sicher den einen oder anderen Baustein in der Ausbildung für Wissenschaftsjournalisten hierzulande gut einsetzen.

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Wissenswerte Bremen 2011

25. November 2011, 11:30

Ich hab da mal eben ein Storify zur Wissenswerte erstellt. Wer noch Bloghinweise, Flickrbilder oder gar youtube-Videos zur Ergänzung weiß, bitte Hinweis und ich ergänze gerne. » weiter

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Die Top 10+1 Apps des Mendeley-PLoS Binary Battles

17. November 2011, 09:23

Diese Apps haben es in sich. Sie zeigen neue Ideen und Wege, wie sich Wissenschaften, deren Vernetzung, deren Bewertung, deren Auswertung verändern könnten. Mendeley und PLoS hatten zu einem binary battle aufgerufen. Wer will, kann sozusagen mit den bei ihnen gespeicherten Literaturdaten und mehr spielen und sich einfallen lassen, was man mit diesem Datenwust anstellen kann. Jetzt stehen diejenigen 10+1 fest, die es ins Finale geschafft haben. Und sie sind allesamt einen Blick wert. 

Vielleicht feiert die Forschergemeinschaft schon bald den Abschied vom traditionellen Impact Factor. Vielleicht bleibt er in seiner so beherrschenden Rolle bestehen, wird aber von den neuen deutlich umfangreicheren Möglichkeiten auf jeden Fall ergänzt. Ich gratuliere den Kollegen drüben von der Bierologie, die es mit ihrer openSNP-App ins Finale geschafft haben. » weiter

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