Meditation im Scanner – Video

8. Mai 2010 von Arvid Leyh in Wissenschaft

Braincast 199

Noch vor wenigen Jahren galt Meditation als esoterisches Geschwurbel. Heute ist sie Gegenstand der Hirnforschung und sorgt regelmäßig für Aufsehen. Ulrich Ott ist Meditationsforscher am BION in Gießen und bringt uns auf den wissenschaftlichen Stand. Und immer noch wird verlost!

 

Braincast 199 – Meditation im Scanner from Anita Leyh on Vimeo.

JUBILÄUMSFEIERLICHKEITEN

Zum 200. Braincast können Sie 20 Jahresabos (!) von Gehirn&Geist und zwei Bücher gewinnen: Chris Frith mit Wie unser Gehirn die Welt erschafft und Neurowissenschaften: Eine Einführung von Eric Kandel. Dazu kommt eine Freikarte für Meditation und Wissenschaft 2010 am 26. und 27. November in Berlin – das wäre dann wohl der Hauptpreis.Bei Interesse schreiben Sie mir einfach eine Mail, gerne auch mit Gewinnwunsch. Einsendeschluss ist der 14. Mai 2010. Ziemlich unabhängig davon würde ich mich freuen, wenn Sie mir auf meiner Skype Mailbox ("nach Skype-Kontakten suchen": Arvid Leyh) in zwei Sätzen sagen würden, warum Sie Braincast hören.

NEWS


9 Kommentare zu “Meditation im Scanner – Video”

  1. KRichard Antworten | Permalink

    Meditation

    Man kann zwei Formen der Meditation unterscheiden:

    A)Man konzentriert seine Aufmerksamkeit absichtsvoll auf einen Text, einen Gegenstand, eine Idee, usw.

    B) Man weist beim Konzentrieren alle benennbaren Gedanken von sich (Gedankenketten, Vorstellungen, Wünsche, usw.) - dann bleiben dem Gehirn nur noch seine unbenannten Erfahrungen übrig, mit denen es sich beschäftigen kann. Diese emotionalen Erlebnisse (z.B. aus der frühen Babyzeit) werden beim Erinnern neu bewertet. Daher kommt es manchmal zu mit Lichtwahrnehmung verbundenen Glücksgefühlen, einem Zustand allumfassenden Verstehens (Einssein) bei vollkommener Geborgenheit.

  2. Christian Brehmer Antworten | Permalink

    Braincast 199

    Ein ungewöhnlich gutes und informatives Interview mit Dr.U.Ott.
    Was ich jedoch vemisst habe, ist der Verweis auf den Übergang der neuronalen Struktur in ein Regime höherer Ordnung beim Eintritt der Kohärenzerfahrung. Hier eröffnet sich langfristig dem Meditierenden eine Bewusstseinsebene, die über den rationalen Verstand hinaus geht und die sich durch eine komplementäre "Schaulogik" auszeichnet.

  3. Mona Antworten | Permalink

    Meditation im Scanner

    Zum Weiterlesen:

    Ein Artikel in der "Zeit" über die Arbeit von Ulrich Ott:
    http://www.zeit.de/2008/06/P-Ulrich-Ott

    „Kann Meditation die Funktionsweise des Gehirns optimieren?“
    „Verschiedene Meditationsmethoden wirken ganz verschieden - so haben neue wissenschaftliche Studien ergeben.“
    http://www.totalbrain.ch/?page_id=86

  4. Anke Wunderlich Antworten | Permalink

    Gewinnverlosung zum Jubiläum

    Mit großem Interesse habe ich auch den braincast "Meditation im Scanner" gelesen. Hiermit nehme ich an der Gewinnverlosung teil und würde mich besonders über ein Jahresabo von Gehirn & Geist freuen.
    Als MBSR-Lehrerin leite ich Achtsamkeitskurse in Freiburg und bin stets an den neueseten Forschungsergebneissen interessiert.

    Herzliche Grüße

    Anke Wunderlich

  5. Christoph Stapf Antworten | Permalink

    JUBILÄUMSFEIERLICHKEITEN

    Sehr geehrter Herr Leyh,

    vielen Dank für die regelmäßigen Updates. Ich habe vor einem Jahr auf der Suche nach Informationen rund um das Gehirn begonnen Ihren Beiträgen zu folgen. Große Begeisterung findet jetzt auch das Gewinnspiel mit grandiosen Preisen. Vielen Dank Ihnen und Ihrer Arbeit.

    Christoph Stapf

  6. W. Richter Antworten | Permalink

    Gewinnverlosung zum Jubiläum

    Mit starkem Interesse habe ich den braincast "Meditation im Scanner" verfolgt. Hiermit nehme ich an der Gewinnverlosung teil und würde mich über einen Platz in Berlin, ein Jahresabo von Gehirn & Geist oder auch das Buch Wie unser Gehirn die Welt erschafft freuen.
    Ich meditiere seit fast 40 Jahren und bin auch schon mit verschiedenen Messmethoden in Berührung gekommen. Die Ergebnisse waren sehr beeindruckend im Vergleich zu Nichtmeditierenden. Von daher wäre mir der Platz in Berlin am liebsten als Gewinn.

    Herzliche Grüße

  7. Michael Blume Antworten | Permalink

    Tolles Interview!

    Liebe Anita, lieber Arvid,

    erst durch Zufall bin ich auf das hervorragende Interview gestoßen und habe es gleich von einem recht rege nachgefragten Post zu Religiosität & Spiritualität empfohlen und verlinkt:
    http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2010-02-11/religiosit-t-spiritualit-t-und-die-frage-nach-hirngespinsten

    Wenn es den Braincast nicht schon gebe, man müsste ihn dringend erfinden! :-)

    Mit interdisziplinären Grüßen, Michael

  8. Michael Matthis Antworten | Permalink

    Meditation schützt auch Herz und Gefäße

    Interessant das gut geführte und entspannte Interview mit Dr. Ott. Was bedeuten Meditationserfahrungen und EEG/MRT-Veränderungen für die Gesundheit, z.B. für stressbedingte Erkrankungen?
    Hier wurde die Wirksamkeit von Meditation z.B. im Bereich von Herz-Kreislauferkrankungen in den letzten Jahren eindrucksvoll in randomisierten Studien bestätigt: Unter anderem sinkt der Bluthochdruck durchschnittlich um etwa 5 mmHg systolisch und 3 mmHg diastolisch, also so stark wie bei einem Medikament. Weiterhin verringern sich Verkalkungen an der Halsschlagader, was als Maß für die allgemeine Arteriosklerose gilt. Die Insulinresistenz, ein Vorbote der Diabeteserkrankung nimmt ebenfalls ab und die Leistungsfähigkeit des Herzens bei Herzschwäche verbessert sich. So finden sich auch bessere Werte bei dem Fahrradbelastungstest des Herzens. Besonders eindrucksvoll: Bei einer im letzten November beim Kardiologenkongress in Orlando, Florida vorgestellte Studie zeigte sich sogar eine 43% Abnahme der generellen Sterblichkeit (inclusive durch Herztod und Tod durch Schlaganfall) bei durchschnittlich 60jährigen Herzpatienten. Auffallend ist bei dieser randomisierten Studie auch, dass ganz normale Klinikpatienten Meditation (in diesem Fall Transzendentale Meditation) für sich anwenden konnten und die Compliance hoch war.
    Anscheindend steckt ein sehr großes Potential für die Gesundheit in der meditativen Erfahrung, die beschrieben wird als eine Erfahrung von Unbegrenztheit und Zeitlosigkeit. Welche Meditationsformen sind besonders wirksam und wie leicht können sie für den Normalbürger genutzt werden? Die Forschung wird es ans Licht bringen.
    In 1000 Schulen im Distrikt um Rio de Janeiro wird in diesem Jahr Meditation den dortigen Schülern angeboten, um Aufmerksamkeit und Lernverhalten zu verbessern, und den inneren Genius der Schüler zur Entfaltung zu verhelfen.
    Ich freue mich auf den Kongress Ende November in Berlin und vielleicht auf ein zufälliges Zusammentreffen mit Arvid Leyh und Dr.Ott.
    Herzliche Grüße

  9. Dr. Gisela Fritsch Antworten | Permalink

    Freikarte Meditation und Wissenschaft,

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    im Februar 2011 habe ich eine mbsr-Ausbildung bei Rüdiger Standhard begonnen. Einer der Referenten wird Dr. Ulrich Ott sein, dessen Interview ich gerade auf braincast angeschaut habe. Ich bin schlichtweg fasziniert von den rasanten Schritten, die die neurophysiologische Forschung macht. Als Biologie-Lehrerin an einem Gymnasium beabsichtige ich die Achtsamkeits-Meditation in die Schule zu bringen.
    Vielleicht habe ich ja Glück, und man könnte sich auf dem Kongress in Berlin kennenlernen.
    Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen
    Gisela Fritsch

Einen Kommentar schreiben


+ 7 = acht