Psychologie: Prä/Kognitiv

8. Juni 2013 von Arvid Leyh in Orientierung

Braincast 316

Weiter geht es mit der Geschichte der Psychologie: vor, parallel und vor allem nach dem Behaviorismus. Denn hier findet die Psychologie zurück zu ihrer Seele – indem sie sich um den Geist kümmert.

 
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    3 Kommentare zu “Psychologie: Prä/Kognitiv”

    1. chris Antworten | Permalink

      Liegt man richtig, wenn man sagt, dass der Unterschied zwischen Behaviorismus und kognitive Psychologie darin besteht / sichtbar wird, dass man die dümmste, die einfältigste, die ungebildetste ...die animalischste Existenz mit Kognition und kognitiver Psychologie nicht beeinflussen kann; nicht therapieren kann; per Behaviosirmus und Reiz/Reaktionssystemen (Umwelteinflüsse) aber durchaus manipulieren kann.

      Also ein Behaviorismus sogesehen eine primäre Strategie sei, weil auch der gebildetste, der schlaueste, der kognitiv potenteste noch per behavioristischer Strategie manipulierbar ist - diesem aber auch kognitiv ins "Gewissen" pfuschen kann.

      Sei das so (und es sieht sehr danach aus), muß man sich fragen, ob das 20. Jahrhundert zu Hochzeiten des Behaviorismus vielleicht durch Dummheit, durch Animalismus und Bildungsfreiheit geprägt war...irgenwie "Antikommunikativ" und eher existenziel interaktiv geprägt!? (Obwohl man durchaus das Ziel "Bildungsbürger" im Auge hatte, aber die Umsetzung auf die Allgemeinheit natürlich noch schwer zu gestalten war ... aber warum?).

      Heisst also, dass die Wahl der Strategie (Psychologie vs. (forensische) Psychiatrie) also darüber Auskunft gibt, wie "gebildet" ein Zielobjekt/Patient eingeschätz wird ... oder ist und / oder auf die Strategien anspricht/eingeht -sich manipulieren lässt, woraus sicherkennenlässt, dass Manipulation hier grundlegendes Ziel sei / als solches intendiert ist. (?)

      Angesichts dieser Herarchiestruktur scheint "Dummheit" doch ein Krankheitsmerkmal zu sein - allerdings man perspektivisch auch genau andersrum urteilen könnte: zu potente Intelligenz mag/ist genauso gut dazu geeignet, sich "nicht" von seiner Umwelt und seinem sozialem Umfeld tangieren zu lassen. Angesichts dessen man Dummheit (und alle Assoziatonen damit) "nicht" pathologisieren dürfte - es aber zwischen den Zeilen dennoch tut..

      Und so gesehen hat Chompsky nicht den Behaviorismus widerlegt, sondern nur um entwicklungsbedingte Unterschiede ergänzt, die ebenso Wahrheit sind, wie die Annahme von primär bedingende Umweltreize (innerhalb und ausserhalb des Bewusstseins) und mechanistische Reaktionen darauf.

    2. Arvid Leyh Antworten | Permalink

      Dummheit der Gesellschaft

      Dem Behaviorismus, soweit man ihn nicht als solchen bezeichnet, geht es gut. Wie gesagt hängen wir alle – also: wir mit Nervensystem – an der Konditionierbarkeit auf Synapsenebene. Die Ergänzung trifft es ganz gut.

      Von Dummheit würde ich allerdings nicht sprechen wollen – wir alle – diesmal wirklich alle - sind bestmöglich an unsere Umwelt angepasst. Und ich sag´s mal romantisch: Manche Weibchen lassen sich mit Düften umgarnen, andere mit farbenfrohem Gefieder und wieder andere mit Gedichten.

      Extrem vorsichtig wäre ich spätestens beim menschlichen Geist. Zwar klingt Deine Theorie smooth und groovy, aber dat Ding ist so schwer zu beforschen und weigert sich so standhaft, seine letzten Geheimnisse preis zu geben ...

      James war vor 100 Jahren schon ziemlich gut, Cajal auch, all diese Riesen, auf deren Schultern usw. Aber das ist ewig her. Auch das habe ich wohl irgendwo betont: in 100 Jahren werden sie über unseren heutigen Wissensstand nur müde lächeln.

      Allerdings hast Du natürlich Recht: auch ich widerstehe nur mit Mühe, eine kulturelle Parallele zu ziehen. Diesmal allerdings zum Heute.

    3. chris Antworten | Permalink

      O.k.,... von Dummheit kann man nicht sprechen, wenn man präzise Abgrenzung zielsetzt. "Dummheit" ist nicht genormt (in meiner Aussage keine weitere Bewertung, außer, dass es ein Spektrum Dumm-schlau gibt).

      Mit dem Geist ist es ähnlich ungenau. "Geistreich" genannt zu werden, beweisst noch nichts, außer ein tempräres Imponiertsein des Aussagenden.

      Sie sind aber auch zurückhaltend. Loben große Geister von vor 100 Jahren und jene in 100 Jahren, aber über ihre und meine Gegenwart sagen sie nur das mindest nötige: es sei eben relativ zu 200 Jahre Geistestätigkeit und Zivilisation.
      Sagen sie doch einfach mal, dass der Mensch sich selbst nicht erklären kann (will?), es ersatzweise mit der Materie versucht und hier wenigstens ein Modell seines Gehirns Visioniert.
      Aber anyway... in die Wunden der Menschheit sticht man wohl nicht noch extra rein.

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