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Barnes & Noble’s new app wants to change how you study

23. April 2014 von Dierk Haasis

Barnes & Noble's new app wants to change how you study http://www.engadget.com/2014/04/22/yuzu/?ncid=txtlnkusaolp00000595 Warum kann Barnes & Noble so etwas anbieten, während bei uns nur darüber nachgedacht wird, Schul- und Lehrbücher möglichst teuer gedruckt vorzuhalten? ... weiter

 

Etwas konventionell

4. April 2014 von Dierk Haasis

Durch seine Kommentare zu meinem letzten Beitrag hat mich der Kollege Ludwig Trepl zum Nachdenken gebracht. Er greift dort eine Korrektur anderer Kommentatoren an meinem Text auf; offenbar wird ‘Deppenleerzeichen’ durchaus unterschiedlich verstanden. Ich habe kein Problem, mein Verständnis – Leerzeichen vor Satzzeichen - als unzureichend anzusehen und die Erklärung aus den Kommentaren – fragwürdige Getrenntschreibung von Wörtern – anzunehmen. Auf dieser Grundlage entwirft Herr Trepl eine kleine Theorie über Regeln, Konventionen und Normen: In diesem Fall ist die Konvention zudem völlig beliebig, es gab einst eine andere. An Konventionen muß man sich nicht halten, und man ist auch kein Depp, wenn man sie nicht kennt. Dass ich diesem Satz vorbehaltlos zustimme, ihm sogar die Einschränkung ‘in diesem Falle’ nähme, sollte klar sein. Konventionen sind Absprachen großer Gruppen, oft implizit, manchmal explizit. Letztere werden aufgeschrieben und als Normen oder Gesetze veröffentlicht. ... weiter

 

Buchhalter der Sprache

24. March 2014 von Dierk Haasis

Da war es wieder, das Wort. ‘Deppenapostroph’ rief ein Kommentarist und versuchte langwierig zu erläutern, warum das Deutsche kein Apostroph haben darf. Oder zumindest nicht in diesen Fällen. Er war einer von mehreren, die mir innerhalb weniger Tage mit diesem Begriff über den Weg liefen – ‘Deppenapostroph’. Neben dem Apostroph wird auch gerne mal das Leerzeichen verdeppt: Deppenleerzeichen. Ich vermute, es wird auch schon vom ‘Deppen-das/s’ gesprochen und geschrieben; das Wort, mit dem der Autokorrektur liebstes Verwirrnis bezeichnet werden könnte. So ein Algorithmus für Rechtschreibkorrekturen weiß nämlich nicht so genau, wie der Zusammenhang im Text aussieht und schlägt gerne die zuletzt häufiger genutzte Variante vor. Das lässt den Schreiber in Augen gut gebildeter Leser dann hübsch auf die Palme gehen. ... weiter

 

Denken frisch präsentiert

16. March 2014 von Dierk Haasis

Wissen Sie was Richard Feynman nicht hatte? Angst, vor Menschen eine Theorie zu entwickeln. Er hatte auch kein Präsentationsprogramm wie Microsoft Powerpoint. Er hatte einen auf gut Akustik gebauten Saal, eine große Tafel in Dunkelgrün und ein Stück Kreide. Und selbstverständlich einen brillanten Kopf. Mit diesen wenigen Hilfsmitteln unterhielt er Studenten und Laien, wenn er die Grundlagen der Physik und seine weiterführenden Theorien erläuterte. ... weiter

 

Denken lernen

2. March 2014 von Dierk Haasis

Twitter. Kennen Sie vermutlich, zumindest vom Hörensagen. Sofern Sie selbst kein Nutzer sind, lesen Sie darüber in Zeitschriften, hören manchmal was im TV - dort wird dann gerne irgendwas Absurdes oder Komisches oder schwer Verständliches zitiert. So manch eine Redaktion erfreut sich daran, billig Sendezeit oder Spalten füllen zu können, um gleichzeitig darüber herzuziehen, wie albern/doof/überflüssig/gefährlich Twitter ist. Wie bei allem in der Welt, besonders bei der Kommunikation kommt es selbstverständlich darauf an, was wir daraus machen. Aufgrund seiner Beschränkung auf 140 Zeichen, ist ein Tweet erst einmal in der literaturwissenschaftlichen Schublade 'Aphorismus' zu finden. Verknüpft man Tweets kann aber auch mehr herauskommen, von kleinen Geschichten bis hin zu lehrreichen Diskussionen. Eine davon wurde vor kurzem von Joachim 'Quantenwelt' Schulz ausgelöst, driftete dann aber weit von seiner Ausgangsthese ab. ... weiter

 

Materialkritik

8. February 2014 von Dierk Haasis

Gegen E-Books. Es gibt Menschen, die sind nicht nur gegen E-Books, die schreiben darüber auch lange – elektronisch veröffentlichte! – Artikel darüber. Nicht etwa, warum sie selbst niemals nie nicht ein E-Book vors Gesicht halten würden, sondern warum niemand das sollte. Niemand. Weil nämlich jeder immer und überall dieselben Ansprüche an alles hat. So sieht’s aus. ... weiter

 

Ganz schön bissig

16. January 2014 von Dierk Haasis

Nachdem ich Ironie als gegen sich selbst gerichteten Spott definiert habe, fehlt noch jener Spott, der den Splitter ins Auge des anderen drückt: Sarkasmus. Er wird immer als bissig und böse empfunden, eben weil derjenige, der ihn anwendet, sich nicht mehr von sich selbst distanziert und so ein klares Bild seiner eigenen Schwächen erhält, sondern nur noch aufzeigt, wie dumm die anderen sind. ... weiter

 

Ganz ohne Ironie

9. January 2014 von Dierk Haasis

  Was für ein Quatsch. Selbstverständlich funktioniert Ironie auch schriftlich. Und im Internet. Sogar auf Twitter. Klar, sie ist so etwas wie der kleine, feine Bruder der im allgemeinen sehr viel deutlicheren Satire. Wer schon Schwierigkeiten hat, einen subtilen Schlag mit dem Vorschlaghammer in die Magengrube einzuordnen, der wird Ironie kaum erkennen. Ironie ist auch ein Stilmittel der Satire, speziell der Horaz’schen, die eher sanft daherkommend ganz allgemeine Schwächen auf die schippe nimmt. Dabei stellt sich oft der Autor selbst in den Mittelpunkt, zeigt erst verärgert auf die anderen, um zum Schluss überrascht zu bemerken, dass er selbst genau dessen schuldig ist, was er anderen vorwirft. ... weiter

 

Frohes Fest!

22. December 2013 von Dierk Haasis

 

Darf Satire? – Sie muss!

13. December 2013 von Dierk Haasis

Die meisten Leser haben es richtig erkannt, der einfache Vorschlag, den ich am Nikolaustag in diesem Blog veröffentlichte, ist eine Satire. Auch nicht irgendeine, sondern meine Übersetzung aus dem Englischen des Modest Proposal, das Jonathan Swift 1729 als Reaktion auf die Walpole-Ära und die gewollte Verarmung der irischen Bevölkerung veröffentlichte. Außerdem war es ein kleines Experiment. ... weiter