Mit Apollo 11 auf den Mond – business as usual

4. August 2015 von Eva Bambach in Leben auf der Erde!

Da kam die Bürokraft wohl ganz schön ins Schwitzen, als sie im August vor 46 Jahren die Reisekostenabrechnung für Buzz Aldrin machte. Die Höhe des auszuzahlenden Betrags von 33,31 Dollar war eher nicht der Rede wert.

Aber Formular 1012-A musste nun mal ordentlich ausgefüllt werden: Houston, Texas – Cape Kennedy, Florida – Mond – Pazifischer Ozean (US-Navy-Flugzeugträger Hornet) – Hawaii – und zurück nach Houston, Texas. Das war’s. Oder?

Die poetische Kraft des Formulars ...

Travel-voucher-to-the-moon

Expense-reimbursement

Reisekostenabrechnung von Buzz Aldrin, via thehistoryblog.com

 

Falls jemand sich diese Frage auch noch stellt: “Yes the #Apollo11 crew also signed customs forms. We brought back moon rocks & moon dust samples.” Sagt Buzz Aldrin.


10 Kommentare zu “Mit Apollo 11 auf den Mond – business as usual”

  1. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Ischt natürlich auch Folklore, auch als solche vorgesehen und in Formularen verewigt, US-Amerikaner haben dbzgl. einen gewissen Humor, so wird gesagt. [1]

    MFG + wieder danke für Ihre Nachricht!
    Dr. W (der sich im Abgang noch erlaubt anzumerken, dass die drei zuvor eingegangen Rückantworten, Stand 04.08.2015 20:15, SPAM sind, auch die erste von 'Eso-Mystiker')

    [1]
    Men in Black, Agent K hier als Referenz benannt.

  2. Spritkopf Antworten | Permalink

    Die Höhe des auszuzahlenden Betrags von 33,31 Dollar war eher nicht der Rede wert.

    Der Betrag hört sich jedenfalls nicht danach an, dass KilometerMeilengeld gezahlt wurde.

    Falls jemand sich diese Frage auch noch stellt: “Yes the #Apollo11 crew also signed customs forms. We brought back moon rocks & moon dust samples.”

    Wenn ich mich recht an ein Foto mit einer Isolationskammer erinnere, wurde die Apollo11-Besatzung (und vermutlich auch ihr Gestein) nach der Landung für eine Zeit in Quarantäne gesteckt. Dass da das Gesundheitsministerium auch sein Formular haben will, ist nachzuvollziehen.

    ... SPAM sind, auch die erste von 'Eso-Mystiker'

    Yep, der Herr schmiert seinen Copy-Paste-Müll überall hin, wo er nennenswerten Blogverkehr vermutet.

    • Eva Bambach Antworten | Permalink

      Ja, aber bisweilen sah man das mit der Kontamination offenbar auch ganz lässig:

      Cont-to wipe us down that were covered with moon dust were dropped in the ocean. So the poor underwater creatures got our moon germs instead— Buzz Aldrin (@TheRealBuzz) 30. Juli 2015

  3. Michael Antworten | Permalink

    Es geht noch absurder: Die Drei mussten auch ein Zollformular für die Einfuhr von Mondgestein ausfüllen.

  4. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Reisekostenabrechnungen für den Mondflug und Zollformulare für die Einfuhr von Mondgestein machen aus einem Abenteuer einen irdischen Geschäftsvorgang - und geben dem Unternehmen Mondflug auch einen neuen Realitätsbezug.
    Noch so gewöhnliche Formulare - ja gerade gewöhnliche Formulare - bilden eine Spur, einen Fingerabdruck der Vorgänge und Gegenstände, die in den Formularen benant werden und weswegen die Formular erstellt wurden.. Es gibt involvierte Sachbearbeiter, Datumsangangaben, eventuell auch Mengenangaben und weitere Detailinformationen, die festgehalten werden. Wer Vorgänge und Gegenstände geheimhalten will, der muss dafür sorgen, dass es keine ausgefüllte Formulare dazu gibt. Umgekehrt muss jemand, der darauf besteht, dass ein Vorgang stattgefunden hat, dafür sorgen, dass die Formulare, die zum Vorgang gehören erstellt und abgelegt werden.

  5. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Ausgefüllte Formulare sind also Denkmale.

  6. Spritkopf Antworten | Permalink

    @Martin Holzherr

    Wer Vorgänge und Gegenstände geheimhalten will, der muss dafür sorgen, dass es keine ausgefüllte Formulare dazu gibt.

    Wenn sich das auf die paranoiden Ergüsse der Mondlandungsleugner beziehen sollte - ja, die Formulare sind ein Teil des Puzzles. Für mich ist aber vor allem das Mondgestein selbst ein dermaßen starker Beleg für die Mondlandung, dass ihn noch keiner der Hoaxer stichhaltig hat aushebeln können. Sämtliche Gesteinsstücke wurden katalogisiert, untersucht und mitsamt der Untersuchungsergebnisse ins Internet gestellt. Diese Untersuchungen wurden nicht nur von Geologen der NASA oder amerikanischer Nationalität durchgeführt, sondern von Geologen weltweit. Wie hätte man die zum Schweigen verdonnern wollen?

    Aber da hört es noch lang nicht auf. Jeder interessierte Geologe kann auch heute anhand der Probenliste einen Antrag beim für die Aufbewahrung verantwortlichen Kuratorium stellen, dass er eine bestimmte Gesteinsprobe untersuchen möchte. Sogar zerstörende Prüfungen sind dabei möglich. D. h., wenn irgendeinem Geologen, wo immer er auch sitzt, die bisherigen Untersuchungsergebnisse spanisch vorkommen und auf irdische Herkunft der Proben hindeuten sollten, könnte er selber die entsprechende Probe anfordern und sie untersuchen. Einzige Bedingung ist, dass die Forschungsergebnisse öffentlich gemacht werden, damit die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft davon profitiert. Jedoch hat man noch nie davon gehört, dass ein Geologe das Geschwätz der Mondlandungsleugner auch nur andeutungsweise bestätigt hätte.

Einen Kommentar schreiben


sechs + 2 =