Adventskalender – 1. Türchen

1. Dezember 2013 von Lars Fischer in Allgemein, Physik

Dieses Jahr fangen wir den Advent langsam an, und zwar mit einem Experiment, das mehr Spielerei ist als Wissenschaft. Ich wette, ihr wollt es trotzdem alle sofort nachmachen.

Kleinere Mengen Trockeneis stellt ihr ganz einfach mit Hausmitteln her, indem ihr eine Handelsübliche Kohlendioxid-Flasche für so nen Wassersprudler kopfüber haltet und in ein Tuch o.ä. schnell auslaufen lasst. Dabei solltet ihr dicke Handschuhe tragen, sonst gibt's Erfrierungen an den Pfoten.

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6 Kommentare zu “Adventskalender – 1. Türchen”

  1. Ute Antworten | Permalink

    Coole Sache, die Kinder wären begeistert! :D

    Was mich noch interessieren würde: Warum genau ergibt es Trockeneis, wenn ich die Kohlenstoffdioxidflasche kopfüber auslaufen lasse?

    • Sven Antworten | Permalink

      Trockeneis ist festes (gefrorenes) CO_2. In der Flasche steht es unter Druck und wenn man den wegnimmt, kühlt es ab (müsste der Joule-Thomson-Effekt sein). Wenn die Druckänderung groß genug ist, gefriert das CO_2 zu Trockeneis.
      Keine Ahnung was genau der Grund für das kopfüber halten ist. CO_2 hat eine höhere Dichte als Luft (bei Normaldruck und erst recht bei Überdruck); könnte also sein, dass man die Flasche kopfüber halten soll, damit es besser herausfließen kann.

  2. Karl Bednarik Antworten | Permalink

    Kohlenstoffdioxid liegt bei Normaldruck unter minus 78,5 Grad Celsius als Feststoff, dem Trockeneis vor.

    Wird dieses erwärmt, schmilzt es nicht, sondern sublimiert zum gasförmigen Kohlenstoffdioxid.

    Die kritische Temperatur beträgt 31,0 Grad Celsius, der kritische Druck 73,8 bar.

    Unterhalb der kritischen Temperatur kann Kohlenstoffdioxid durch Drucksteigerung zu einer farblosen Flüssigkeit verdichtet werden.

    Bei Raumtemperatur ist dazu ein Druck von circa 60 bar erforderlich.

    Wenn man nun die aufrecht stehende Flasche öffnen würde, dann würde nur das gasförmige Kohlenstoffdioxid heraus kommen, was viel weniger Trockeneis liefern würde, als das flüssige Kohlenstoffdioxid.

    Oberhalb von plus 31 Grad Celsius hat die Lage der Flasche keine Auswirkungen mehr.

  3. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Genau, wenn man die Flasche kopfüber hält, läuft zuerst die Flüssigkeit raus und man bekommt mehr von dem Zeug.

  4. KRichard Antworten | Permalink

    festes Kohlendioxid ist im Handel als ´Trockeneis´ erhältlich. Wer sich so etwas besorgt, sollte besonders auf Sicherheit achten.
    Hautkontakt vermeiden - festes CO2 gibt schwere Hautschäden (Erfrierungen) bei Kontakt
    Schutzbrille tragen - Trockeneis als feste Handelware, kann explodieren, wenn Gaseinschlüsse festes CO2 absprengen, dann kann das Auge weg sein
    Lüftung: CO2 wirkt erstickend, daher auf gute Lüftung achten. Im Juli gab es einen Todesfall als ein Autofahrer größere Mengen Trockeneis im Auto transportierte ("Tod im Auto: Käfers-geschäftsführer Gebhard Bucher stirbt beim Trockeneis-Transport ...")

  5. Alexander Antworten | Permalink

    Da wir zufällig eine Enzymlieferung ins Labor bekommen haben, die inklusive Trockeneis war, haben wir den Versuch gleich mal nachgemacht. Hat auf Anhieb wie im Video funktioniert, super!

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