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Wie weit ist es bis Andromeda? Entfernungen im All

22. Juli 2014 von Jan Hattenbach

Schon mal gefragt, wie Astronomen eigentlich darauf kommen, dass diese oder jene Galaxie soundsoviele Lichtjahre entfernt ist? Wie messen die das - mit einem Maßband ja wohl nicht!? Tatsächlich ist die Entfernungsbestimmung im All eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Probleme der Astronomie - der Astronom Klaus Jäger erklärt in diesem exzellenten Video aus der Astroviews-Reihe, wie genau sie funktioniert. ... weiter

 

Saturnbedeckung am 7./8. Juli

8. Juli 2014 von Jan Hattenbach

Im südlichen Südamerika fand gestern Abend eine seltene Saturnbedeckung durch den Mond statt. Bei fast klarem Himmel und gutem Seeing konnten wir das Ereignis in der chilenischen Hafenstadt La Serena sehen. Beobachtet haben wir vor allem visuell mit unserem 12" Dobsonteleskop, kurz vor und nach der Bedeckung haben wir zusätzlich ein paar Fotos schießen können, teilweise einfach mit ans Okular gehaltener Kompaktkamera. ... weiter

 

Ein kleiner ‘Blast’…

19. Juni 2014 von Jan Hattenbach

...ist immerhin der Anfang von etwas Großem. Ein klein bisschen enttäuschend war er schon, der "Rumms", gehört habe ich ihn in 20 Kilometer Entfernung gar nicht, und auch die Staubwolke war bald wieder verzogen. Der Cerro Armazones sieht jedenfalls noch ziemlich unverändert aus. Naja, gerechnet hatte ich gestern auch nicht mit einem hollywoodmäßigen Spektakel - schließlich war die heutige Sprengung nur der Auftakt für die Planierung des Gipfels, die erst in über einem Jahr abgeschlossen sein wird. ... weiter

 

Cerro Armazones – ein letzes Mal in voller Größe

19. Juni 2014 von Jan Hattenbach

Während Chile gerade in Rio de Janeiro den Noch-Fußballweltmeister nach Hause schickte (sehr zur Freude nicht nur der anwesenden Chilenen) bestiegen ein paar Unerschrockene den 3000 Meter hohen Cerro Armazones - zum letzten Mal in seiner natürlichen Höhe. Heute ab 18:30 MESZ kann man im Internet live zuschauen, wie der Berg per Sprengstoff schrumpft. 20 Meter soll der Gipfel abgesenkt werden, um Platz zu schaffen für das zukünftige größte optische Teleskop der Welt der europäischen Südsternwarte (ESO). Das wird nicht in einem Rumms geschehen, sondern im Laufe der nächsten sechs Monate, Stück für Stück. Hier ein paar Bilder von unserem gestrigen Armazones- und Paranalbesuch:  ... weiter

 

E-ELT-Blast am 19. Juni

12. Juni 2014 von Jan Hattenbach

Das European Extremely Large Telescope (E-ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) ist das nächste große Ding der bodengebundenen Astronomie. Sein 39 Meter großer Hauptspiegel (zusammengesetzt aus 798 Einzelsegmenten) wird nicht nur heutige, sondern auch alle derzeit geplanten Großteleskope an Lichtsammelkraft weit übertreffen. ... weiter

 

Gammastrahlenausbruch in Messier 31? NEIN!

28. Mai 2014 von Jan Hattenbach

Gestern Abend, genau um 23:24:27 MESZ, registrierte das Burst Alert Telescope (BAT) an Bord des Swift-Satelliten einen Ausbruch harter Röntgen- und Gammastrahlung in der Andromedagalaxie M31. 160 Sekunden später begann das Röntgenteleskop XRT an Bord des Satelliten mit ersten Messungen. Die Quelle liegt demnach bei den Koordinaten RA = 00h 41m 43.02s und Dec = +41° 32' 24.3" (2000) mit einer Unsicherheit von 2,9". ... weiter

 

Ein Aachener am Himmel: (332706) Karlheidlas

16. Mai 2014 von Jan Hattenbach

Viel weiß man nicht über ihn. Er ist vermutlich nicht viel größer als 50 Meter ein Kilometer, besteht aus Fels und Staub und umkreist die Sonne zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Für eine Umrundung braucht er 3,28 Jahre. Nie kommt er der Sonne näher als 278 Millionen Kilometer. Entdeckt wurde am 13. September 2009 vom TOTAS-Team (Teide Observatory Tenerife Asteroid Survey) mit dem 1-Meter OGS-Teleskop der ESA auf Teneriffa. Er war zu diesem Zeitpunkt etwa 19.1mag hell. Später stellte sich heraus, dass er bereits fünfmal zuvor von anderen Teleskopen abgelichtet worden war. ... weiter

 

Viel hilft viel? Drei populäre Irrtümer zum Thema Beleuchtung

12. Mai 2014 von Jan Hattenbach

Die umfangreiche Diskussion nach meinem Artikel zur vermeintlich effizienten Straßenbeleuchtung motiviert mich zu einem kleinen Nachtrag. Im letzten Artikel ging es um die Behauptung dreier Wissenschaftler, dass effizientere neuen Beleuchtungsmittel (vor allem LED) eben nicht zu Energieeinsparungen führen. Der Grund dafür ist ein typisches menschliches Verhalten, Einsparpotentiale nicht zum Sparen, sondern zum gesteigerten Konsum zu verwenden. Ein klassischer "Bumerang-Effekt": Wenn Licht billiger wird, wird halt mehr beleuchtet. ... weiter

 

Effizientere Straßenbeleuchtung? Höherer Energieverbrauch, hellere Nächte!

9. Mai 2014 von Jan Hattenbach

Immer mehr Städte und Kommunen setzen inzwischen LED-Lampen zur Beleuchtung ein. LEDs sollen preiswerter und effizienter sein als klassische Gasdampflampen. Das mag stimmen, sie sind aber auch: heller. Der Austausch alleine führt nicht zwangsläufig zu einem geringerem Energieverbrauch – im Gegenteil. Das jedenfalls meinen Christopher Kyba und Franz Hölker vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Freien Universität Berlin sowie Andreas Hänel vom Museum am Schölerberg in Osnabrück in einem Aufsatz (pdf) in der Zeitschrift Energy & Environmental Science. Energie sparen werden neue Lampen nur, wenn auch die Lichtverschmutzung reduziert wird. ... weiter

 

Möglicher neuer Meteorschauer am 24. Mai

8. Mai 2014 von Jan Hattenbach

Am 24 Mai könnte es einen Meteorregen geben, und zwar einen neuen: die "Camelopardaliden", benannt nach dem unscheinbaren nördlichen Sternbild Camelopardalis (Giraffe), in dem sein Radiant liegen soll. Verursacher wäre der erst im Februar 2004 entdeckte Komet 209P/LINEAR. Die optimistischsten Prognosen sprechen von bis zu 200 Meteoren pro Stunde (Zenitstundenrate, d.h. Meteorzahl unter optimalen Bedingungen) - damit wären die Camelopardaliden der reichste Strom des Jahres und könnten sich mit den Perseiden zu besten Zeiten messen. ... weiter