Komet ISON jetzt mit zwei Schweifen

11. November 2013 von Jan Hattenbach in Sonnensystem

Wirklich hell ist ISON immer noch nicht - aber immerhin ist er inzwischen mit einem guten Fernglas sichtbar. Heute morgen gelang mir die bislang erste Sichtung im November. Der Himmel war leicht dunstig und natürlich enorm lichtverschmutzt (typische Beobachtungsbedingungen also), dennoch war der Komet C/2012 S1 sowohl mit einem 14x80 als auch mit einem 10x50 zu erkennen. Man muss allerdings genau wissen, wo er sich befindet, denn ins Auge springt ISON (noch) nicht.

20131111_ISON_c

Seine Helligkeit schätze ich auf 8,2-8,3mag. Im 10x50 sah er nur wie ein schwacher Stern aus, das 14x80 zeigte immerhin eine deutliche, eventuell sogar leicht langgestreckte Koma, aber keinen Schweif. Der sieht dafür auf den Fotos umso interessanter aus: ISON bildet seit einigen Tagen einen Plasmaschweif aus.

20131111_ISON_bw3

Die Entwicklung des Kometen seit September ist nun augenscheinlich: die aktualisierte Bildserie wurde mit der gleichen Ausrüstung unter ähnlichen Beobachtungsbedingungen aufgenommen.

0928-1111

ISON nähert sich nun bis zum 28. November rapide der Sonne. Er durchwandert dabei das Sternbild Jungfrau in östlicher Richtung. Bislang gibt es keine Anzeichen, dass er vor Erreichen seines Perihels zerbrechen würde. Was er danach macht - abwarten. Es bleibt spannend!

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