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Bäuerliche Sozialstruktur

23. Juni 2015 von Ludwig Trepl

„Gründe für den Schutz der Kulturlandschaft In besiedelten und meist land- oder forstwirtschaftlich genutzten Gebieten ("Kulturlandschaft") soll die in den letzten Jahrhunderten vom Menschen geschaffene Landschaft mit ihren umweltverträglichen Wirtschaftsformen, Tieren und Pflanzen erhalten werden. Dafür gibt es unter anderem folgende Gründe (...): Erhalt von Erholungslandschaften und Kulturdenkmälern Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel mit möglichst geringen Umweltschäden durch eine ökologisch vertretbare Landwirtschaft Erhalt der bäuerlichen Siedlungs- und Sozialstruktur Schutz von Tieren und Pflanzen der offenen Landschaft (Blumenwiesen mit Orchideen, in Wiesen brütende... weiter

 

In eigener Sache

23. Juni 2015 von Ludwig Trepl

Ich habe nun lange nichts mehr von mir hören lassen, es wird Zeit, mich zu melden, damit nicht falsche Gerüchte aufkommen. Wie man sieht, lebe ich noch. Allerdings ist mein Zustand doch ziemlich suboptimal, und ich habe nicht das Gefühl, daß ich noch einmal arbeitsfähig werde, d. h.: Blogartikel schreiben kann. Ich habe aber noch etwa zwei Handvoll fertiger Texte – zu verschiedenen Themen, mehr oder weniger zum gesamten Spektrum des Blogs. Die will ich nun ins Netz stellen, vielleicht... weiter

 

Biologische Invasionen – Zur Definition des Begriffs.

31. Januar 2015 von Ludwig Trepl

 „Biologische Invasionen“[1] sind ein Thema, das Ökologen, vor allem aber Naturschützer seit einigen Jahren in rasch zunehmendem Maße beschäftigt.[2] Unter den Ursachen des Rückgangs der Artenzahlen werden diese Invasionen regelmäßig unter den drei oder vier wichtigsten genannt. Allerdings ist man sich alles andere als einig, was man unter diesem Begriff verstehen sollte. Einige prominente Ökologen haben vor wenigen Jahren eine Definition des Begriffs biologische Invasion vorgelegt (Valéry, Lefeuvre und Simberloff 2008)[3], von der sie hoffen, daß er allgemeine Zustimmung finden könnte – nicht nur in dem Sinn, daß jeder der Auffassung zustimmt, dies sei eine mögliche und für einen bestimmten Zweck vielleicht die beste Definition, sondern daß man von nun an Invasion allgemein eben so definiert. (Die Definition hat inzwischen bei Wikipedia Eingang gefunden.)[4] ... weiter

 

Alle Religionen sind gut

18. Januar 2015 von Ludwig Trepl

„Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren, erliche Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen“. Friedrich der Große   Friedrich hat unzählige Menschen seinem Ehrgeiz geopfert, er hat die Leibeigenschaft nicht abgeschafft usw. usf. Aber allein wegen dieses einen Satzes hat er den Beinamen „der Große“ verdient.   Mein vorletzter Blogartikel paßte nicht in den Rahmen dessen, worüber ich sonst... weiter

 

Wirtschaftsextremismus

4. Januar 2015 von Ludwig Trepl

Im Naturschutz und in der „ökologischen Bewegung“ sieht man Rechtsextreme am Werk, wenn auch bisher nur an den Rändern. Man müsse nun besonders aufpassen. – Wer nicht mehr ganz so jung ist, kennt das seit Jahrzehnten; seit es diese Bewegungen in ihrer modernen Form gibt, also etwa seit Anfang der 70er Jahre, werden sie von solchen Warnungen begleitet. Das „nun besonders aufpassen“ scheint also nicht angebracht. Manche mahnen anders: Nicht „nun“ müsse man besonders aufpassen, sondern dort, in diesen Bewegungen,... weiter

 

Der furchtbarste Gottesstaat der Geschichte

15. Dezember 2014 von Ludwig Trepl

Dieser Beitrag ist off topic, es geht also nicht, wie sonst, um mein eigentliches Thema „Landschaft und Ökologie“ und auch nicht um den Naturalismus. Ich weiche aus gebotenem Anlaß davon ab. Zur Zeit geht eine Welle der Islamfeindlichkeit durch das Land, auf den Straßen tobt ein – zahlenmäßig bisher glücklicherweise sehr kleiner – Mob und im Internet ein weit größerer, der den Islam als Religion des Krieges und des Terrors darstellt, der unser friedliches, zivilisiertes christliches Abendland überrollt und hier... weiter

 

Religionsökologie

28. November 2014 von Ludwig Trepl

In der „Süddeutschen“ wurde über eine Forschungsarbeit von – natürlich, ist man geneigt zu sagen, amerikanischen – Wissenschaftlern[1] berichtet, deren Ergebnis die Zeitung so zusammenfaßt: „Je härter die Umwelt, umso strenger die Götter.“[2] Ich habe nur den Artikel in der SZ gelesen, nicht den Aufsatz der Forscher. Das werde ich auch nicht tun. Denn wenn auch solche Gedanken einst, vor über 200 Jahren, nämlich bei Herder, als große Philosophie begannen: Was nachher kam, war alles in allem Ideologieproduktion, eher Journalismus... weiter

 

Das (problematische) Glück der Heimat [1]

14. November 2014 von Ludwig Trepl

Vorbemerkung: Das Bundesamt für Naturschutz führte über drei Jahre eine Veranstaltungsreihe durch zum Thema Klugheit, Glück, Gerechtigkeit: Warum Ethik für die konkrete Naturschutzarbeit wichtig ist. Die Veranstaltungen fanden in der Naturschutzakademie des Bundesamtes auf der Insel Vilm (bei Rügen) statt. „Den Schwerpunkt der ersten Veranstaltung 2012 bildeten die Klugheitsargumente. Das sind solche Argumente, die sich auf den instrumentellen Wert der Natur für Menschen beziehen. In der zweiten Veranstaltung 2013 ging es um Gerechtigkeitsargumente. Als gerecht gilt dabei dasjenige, was wir... weiter

 

Sind Gedanken biologisch bedingt? (II) [1]

2. November 2014 von Ludwig Trepl

In der Überschrift eines meiner Artikel steht: Gedanken sind nicht biologisch bedingt. Diese meine Behauptung ist falsch. „Bedingt“ sind sie durchaus biologisch: „Aber bedingen heißt nur, für die Möglichkeit des Bedingten unerläßliches Moment zu sein. Grundsein jedoch ist mehr, nämlich aus sich allein das Andere völlig zu konstituieren ...“ (Hans Wagner, 127). Gewiß ist – neben vielem anderen – auch das, was die Biologie untersucht, etwa das physische neuronale Geschehen oder die Genetik, eine Bedingung für Gedanken. Wenn Naturalisten aber „biologisch... weiter

 

Es gibt keine kulturellen Ökosystemdienstleistungen

22. August 2014 von Ludwig Trepl

Die Notwendigkeit des Natur- und Umweltschutzes begründet man heute mehr und mehr mit „Ökosystemdienstleistungen“. Unter diesen „Dienstleistungen“ werden im allgemeinen auch „kulturelle“ genannt. Kulturelle Ökosystemdienstleistungen kann es aber nicht geben.   In der Umweltpolitik und in den ihr unmittelbar zuarbeitenden Teilen der Wissenschaft ist seit einigen Jahren viel von „Ökosystemdienstleistungen“ die Rede. Unter diesem Begriff versucht man so gut wie alles zu fassen, was eine Begründung für den Umwelt- und Naturschutz abgeben könnte, sofern man nicht einen „Eigenwert der Natur“ geltend... weiter