Küchengeologie – Hydraulic Fracturing (Fracking)


Das Buzzword "Fracking" als Kurzform fpr Hydraulic Fracturing ist ja für viele ein regelrechtes rotes Tuch. da wird gerne vom "lebensfeindlichen" Fracking " geredet und viele würden es am liebsten ganz verbieten. Am Besten auch jegliche Forschung und Erkundung. Und nein, ich habe die neueste Studie des Umweltbundesamtes noch nicht durchgearbeitet. man muss ja nebenbei auch noch Brötchen verdienen. Bislang kenne ich also nur die Bröckchen, die in der Presse durchgehechelt wurden. Und das verheißt nicht viel gutes. Aber das soll hier jetzt eigentlich auch nicht das Thema sein. Das Thema Fracking hatte ich ja auch schon einige Male behandelt, und es wird sicher noch einige Male mehr werden.

Aber wir wollen hier gemeinsam etwas lernen. Und das kann man am Besten dadurch, dass man sich mit der Technik und deren Problemen ein wenig vertraut macht.

Dazu braucht man aber kein sündhaft teures Bohrgerät und dergleichen. Simple Zutaten, wie man sie in fast jedem Haushalt findet, reichen schon aus. Auch der Zeitansatz ist hier überschaubar, allerdings übernehme ich für etwaige Umweltsauereien in den benutzten Küchenzeilen keinerlei Haftung. Für die Einhaltung der Küchen-Umweltgesetze ist jeder selber verantwortlich.

Jetzt also erst mal eine Flasche, Cola, Strohhalm, Gummihandschuh, Bierdeckel, Klebeband, Holzstab , Nadel und Gelatine besorgt und losgelegt mit unserer heutigen Runde in Küchengeologie.

 

 

 


7 Kommentare zu “Küchengeologie – Hydraulic Fracturing (Fracking)”

  1. Andreas Herzog Antworten | Permalink

    Na ja. Das Prinzip wird so ungefähr gezeigt.
    - Aber wieso sollte es Blubbern, wenn der Strohhalm nicht richtig verklebt wäre? Solange man da nicht reinbläst (was man nicht sieht), sollte doch eher Wasser reinlaufen als Luft rausblubbern.
    - Wieso wird das obere Ende verklebt und dann wieder aufgeschnitten?

    Das eigentlich (IMHO) interessante an der Technik, das Horizontalbohren, die ganze Sensorik, das Offenhalten der Spalten durch Sand und Chemikalien, ist in dem Video nicht zu sehen. Das wäre auch zu kompliziert. Dafür ist zu sehen, was so schief gehen kann: unkontrolliertes Ausbreiten der Risse und Lecks der Flüssigkeiten zur Oberfläche (was man in der Praxis natürlich zu verhindern versucht)

    Ansonsten ist das mit dem Fracking Gas so wie mit allen anderen Bodenschätzen: sie wachsen nicht nach und können nur einmal gefördert werden. Auf der anderen Seite gehen sie auch nicht verloren, so dass man sehr beruhigt abwarten kann, bis die Technik ihre Kinderkrankheiten überwunden hat und man die Bodenschätze sicher heben kann.

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    • Gunnar Ries Antworten | Permalink

      Beim Verschließen des Strohalms geht es in erster Linie darum, ein Eindringen von Gelatine in den Halm zu verhindern. Darum das Abdichten an beiden Enden. Vermutlich wurde der Halm zur Dichtigkeitsprüfung gedrückt, und so ein kurzer Druck aufgebaut.
      Ja, das Horizontalbohren fehlt, aber das wäre sicher auch etwas zu weit gegangen. Aber der Film zeigt auch eindringlich, wie wichtig eine gute Versiegelung des Bohrloches ist, Immerhin dringt Cola (als Fracfluid) an die Oberfläche.

      Und genau das ist ja mein Ansinnen. Wir sollten die Technik und unsere Lagerstätten eingehend erforschen. Es besteht erst einmal nämlich keine Not, weder in einer schnellen Ausbeutung noch in einem vorauseilenden verbot der Technik.

    • Gunnar Ries Antworten | Permalink

      Hallo Lutz,

      faszinierende Idee, mit Mentos Gaseruptionen zu simulieren. Die Küchengeologie ist also fast beliebig erweiterbar!

  2. Methan im Trinkwasser + Fracking - Besteht ein Zusammenhang? › Mente et Malleo › SciLogs - Wissenschaftsblogs Antworten | Permalink

    […] Fracking ist hierzulande ja so etwas wie der Gottseibeiuns, und fast alle kennen den Film „Gasland“, in dem Wasser, das aus einem Wasserhahn tritt, entflammt wird. Weil sich in dem Trinkwasser Methan gelöst befindet. Dies, so die Narrative des Films, stammt aus dem Untergrund und gelangte durch Fracking in die Grundwasserleiter, aus denen der Brunnen das Wasser entnimmt. Da der Film in Deutschland eine ziemliche Popularität besitzt, ist das brennende Wasser fast so ein Sinnbild für die echten und vermuteten Gefahren des Frackings geworden. Doch stammt das Gas im Wasser wirklich aus den Bohrungen für die unkonventionelle Gasförderung? Eine aktuelle Studie sät da zumindest starke Zweifel. […]

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