Droht eine Islamisierung des Abendlandes? Mit welchen Tricks gezielt Ängste geschürt werden


Sie behaupten, "die Werte des Abendlandes verteidigen" zu wollen, für "die Aufklärung" oder gar "das Christentum" zu stehen und "unbequeme Wahrheiten" auszusprechen. Doch sie verdrehen bewusst Tatsachen und lügen, um Ängste zu schüren und Mitläufer zu gewinnen. Zeit für einen Faktencheck.

1. Behauptung: Die Muslime werden in Deutschland bald die Mehrheit stellen.

Die Antwort darauf ist: Nein, werden sie nicht. Derzeit sind rund 4 Millionen Menschen und also rund 5% der deutschen Wohnbevölkerung islamischen Glaubens - und auch unter den Zuwanderern überwiegen Nichtmuslime wie z.B. Christen aus Osteuropa und Afrika.

Aber haben "die Muslime" denn nicht "mehr Kinder"? Nein - haben sie nicht - und das sage ich als Religionswissenschaftler, der sich auf die Erforschung der Zusammenhänge von Religion & Demografie spezialisiert hat. Wie auch Hans Rosling gezeigt hat, bekommen weltweit nicht "die Juden", "die Christen" oder "die Muslime" mehr Kinder, sondern (immer im Durchschnitt) religiöse Juden mehr Kinder als säkulare Juden, religiöse Christen mehr Kinder als säkulare Christen und religiöse Muslime mehr Kinder als säkulare Muslime. Die Amish oder die Mormonen berufen sich beispielsweise auf Jesus Christus und sind aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen zugleich kinderreich (die Mormonen übrigens zudem überdurchschnittlich wohlhabend und gebildet). Da ist es von Möchtegern-Abendländern doch ein bißchen mies, religiösen Minderheiten vorzuwerfen, was man doch selbst ändern könnte, oder!?

ReligionDemografieHomoreligiosusCredit: Gehirn & Geist 04/2009, "Homo religiosus"

Entsprechend sinken auch die Geburtenraten in allen einigermaßen stabilen, auch islamischen Gesellschaften, etwa im Iran und der Türkei, zuletzt sogar unter die so genannte Bestandserhaltungsgrenze von 2,1 Kindern pro Frau. Sowohl der ehemalige iranische Präsident Mahmut Ahmadinedschad wie auch der türkische Präsident Tayyip Erdogan forderten daher ebenso wie ihre "christlichen" Kollegen Wladimir Putin (Russland) und Viktor Orban (Ungarn) von ihren Bürgerinnen und Bürgern längst mehr Kinder. Aber es hilft kaum etwas: Auch sie tappen dabei durch die Verweigerung einer modernen Familienpolitik in die demografische Traditionalismusfalle, in der auch Länder wie Italien, Polen, Griechenland und, ja, Deutschland feststecken.

GeburtenrateTuerkei

Datenquelle: Weltbank, Grafiktool: Google

2. Behauptung: Wegen der Muslime werden schon Weihnachtsmärkte in Wintermärkte umbenannt!

Auch hierzu die klare Antwort: Nein, werden sie nicht. Es handelt sich hier um gezielt gestreute BILD-Falschmeldungen!

Zwar hat das Kreuzberger Bezirksparlament einen m.E. dummen Beschluss gefasst, der öffentliche Werbeveranstaltungen von Religionen untersagt - aber mit Winter- und Weihnachtsmärkten hat dieser nichts zu tun. Und so gibt es in Kreuzberg und Friedrichshain auch weiterhin den „Weihnachtsmarkt in der Neuen Heimat“, den „Kiezweihnachtsmarkt am Café Eule“, den „Finnischen Weihnachtsmarkt“, den „Stralauer Weihnachtsmarkt“...

3. Behauptung: Muslime fordern das Singen muslimischer Lieder in Kirchen!

Und wieder der klare Befund: Nein, tun sie nicht! Das Ganze war wiederum eine Idee und Falschmeldung der BILD-Zeitung, die damit pünktlich zur #Pegida-Demo in Dresden gezündelt hat.

Frage: Aber warum lassen sich so viele Menschen Angst einjagen - und verbreiten die Lügen sogar gezeilt weiter?

Tatsächlich haben sich die Islamophoben über meine Befunde zu Religion & Demografie nicht etwa gefreut ("Juhu, das Abendland geht doch nicht unter!") - sondern mir stattdessen auf der rechtsextremen Prangerplattform "Nürnberg 2.0" mit einer "Verurteilung" wegen "Leugnung des Geburtendschihad" (sic!) gedroht!

Denn: Angst ist eine evolutionär uralte und starke Emotion. Wer sich langweilt, vor verschiedenen Dingen (z.B. dem sozialen Abstieg oder der Einsamkeit) fürchtet oder auch einfach keinen Sinn mehr im eigenen Leben findet - fühlt sich durch klare Feindbilder beflügelt! Diese regen auf, "bereichern" den tristen Alltag und verschaffen das erhebende Gefühl, sich mit anderen "Aufrechten" gemeinsam "gegen die Feinde im Inneren und Äußeren" zu stellen!

Zwischen Parolen wie "die Juden sind unser Unglück", dem Hass auf Christen z.B. in der Türkei, Anti-Amerikanismus oder eben "Gegen die Islamisierung des Abendlandes!" bestehen dann je nur graduelle Unterschiede - die Psychologie ist die Gleiche. Und tatsächlich gehen die Anti-Verschwörungstheorien z.B. auf den Pegida-Demonstrationen wild durcheinander...

Insofern muss auch klar sein, dass Menschen sich in ihre jeweiligen Ängste und Feindbilder so hineinsteigern können, dass sie anderslautende Argumente gar nicht mehr hören "wollen". Die Islamophoben, die auch manchmal auf meinem Blog trollen, "wollen" nicht wirklich etwas über Religion(en) bzw. den Islam erfahren, sondern in ihrer Abneigung und ihren Verschwörungstheorien weiter bestätigt werden. Sie sehnen sich nach dem "Clash", der "Endschlacht", durch die sie Sinn und Status auf Kosten der "heutigen Eliten" zu erlangen hoffen.

Der Mensch ist nur zu einem kleinen Teil rational - und wer nicht oder nicht mehr an ein Gutes glauben kann, der wird manchmal versuchen, die eigene Identität durch den Glauben an ein Böses zu stabilisieren.

Armes Abendland.

Falls Sie statt Ängsten etwas genauer wissen wollen, wie sich die religiöse Landschaft in unserem Land verändert, hier gerne ein Vortrag mit Datenfolien:


396 Kommentare zu “Droht eine Islamisierung des Abendlandes? Mit welchen Tricks gezielt Ängste geschürt werden”

  1. 1337 Antworten | Permalink

    Na, diese PEGIDA Spinner interessieren sich nur leider nicht für Fakten, Fakten sind für die doch "Lügen". Alles was nicht in deren beschränktes Weltbild passt sind nur "Lügen". Von daher, wie soll man einem verschwörungstheorethischen Millieu begnen das völlig fakten ressistent ist ???

    • Dresdner Antworten | Permalink

      Doch sie verdrehen bewusst Tatsachen und lügen, um Ängste zu schüren und Mitläufer zu gewinnen. Zeit für einen Faktencheck.Wer denn nun ? Die Bildzeitung oder Pegida?

  2. fieserlinksextremist161 Antworten | Permalink

    @1337 mit einem baseballschläger

    • knechtruprecht Antworten | Permalink

      (Gelöscht, weil beleidigend. Bitte bemühen Sie sich um Sachlichkeit. M.B.)

  3. Klockbox Antworten | Permalink

    Schöner Artikel. Aber leider werden Fakten ja wie gesagt sowieso nicht beachtet bei der Pegida. Vllt. hätte man dazu noch erwähnen können, dass irrwitziger weise der Zulauf zur Pegida gerade in Dresden hoch ist, obwohl dort nur ein winzig kleiner Bevölkerungsanteil dem Islam angehört im Vergleich zu z.B. Berlin. Auch sehr gut sind die Verlinkungen. Hab ich alle erstmal durchgelesen -sehr interessant.
    Ich sollte hier mal öfter vorbeischauen.

    • Thomas Antworten | Permalink

      Sorry ,aber immer wieder dieses Argument das in Dresden nur ein winziger Teil Islamische Bevölkerung hat. Dieses Argument sagt Absolut nicht aus. Den die Pegida könnte auch auf nem Acker Demonstrieren. Daher unterstelle ich leider solchen Menschen nur Mitläuferschaft , weil sie das nachplappern was andere Ihnen sagen ohnen mal den Kof anzuschalten und sich mal ne eigene Meinung bilden. Da gibt es Menschen die sich zusammen schließen und etwas Aussagen wollen und werden auf diese eine Tatsache bzw auf wenige Argumente Reduziert. Ich frage mich ob sich auch einer mal mit dem Positionspapier auseinader gesetzt hat?? Konstruktiv wohlgemerkt!! Aber da kommen wir wieder zum dem was oben im Blog Eintrag schon erwähnt wurde, Nein , sie wollen Pegida Doof und der "Ich finde die Doof und will nichts anderes höre" Ideologie folgen und sagen das da nur Nazis sind und fertig. Ich für meinen Teil finde Pegida weder gut noch daneben. Was ich sehe sind Menschen die gegen die derzeitige Politik auf die Straße gehen.(und ja es gibt immer und überall Idioten die die Regel bestätigen ) Aber was von der Presse draus gemacht wird sind nur Parolen die darauf abzielen ein Feindbild nämlich den Islam zu schaffen um von den Fehlern in der Regierung abzulenken !! Somit werden die Sorgen und nöte des Bürgers lächerlich gemacht wie eben mit dem Argument das Dresden wenig Ausländer hat.

      • Alisia Antworten | Permalink

        Das Problem , das du ansprichst kommt nicht nur von Mitläuferschaft.
        Durch die Medien bekommt man eigentlich nur etwas von beispielsweise Lutz Bachmann mit, hinter dem man meiner Meinung nach nicht stehen kann, wenn man nicht rechtsradikal ist.
        Seine Äußerungen sind in allen Ansichten unvertretbar in unserer Demokratie, welche meiner Meinung nach die beste Staatsform ist.
        Da also Personen wie Lutz Bachmann stellvertretend für die Pegida von den Medien gewählt wurden, kann das Bild eigentlich gar nicht positiv sein. Dazu muss man sich dann etwas näher einlesen und bemerken, dass es durchaus auch andere Seiten der Pegida gibt.
        Aber sind wir doch mal ehrlich- man kann nicht erwarten, dass sich jeder in dieses Thema einließt. Schließlich gehen wir ja von einer objektiven Berichterstattung der Medien aus;)

  4. 456 Antworten | Permalink

    Linke Gewalt, falsche Unterstellungen, Manipulationen und das schwingen der verbalen Nazi-Keule sind aber ok? Dann soll man doch von Seiten der Politik fundierte Aufklärung betreiben anstatt auf die Montagsspaziergänger mit der genannten Keule einprügeln. Ist doch kein Wunder das die Menschen in die Luft gehen.

    • UlfN Antworten | Permalink

      Schön, dass Du gelesen hast, dass, wenn Du ein Pegidasympathisant bist, was ich jetzt mal unterstelle, entkräftet zumindest die These ein wenig, dass "Leute wie Du" sich mit Argumenten nicht auseinandersetzen wollen (auch wenn Du das eigentlich nicht tust, sondern das Thema ein wenig verlässt ;)).
      Linke Gewalt ist absolut nicht okay. Ich habe aber durchaus mehrfach wahrgenommen, dass man die angeht.
      Falsche Unterstellungen, Manipulationen? Ist damit der eine falsche Demonstrant, der mehr oder weniger das gleiche wie die "Echten" gesagt hat gemeint oder der Bild-Artikel der oben zitiert wird? Auch die Presse ist nicht immer fehlerfrei, muss denen, denk ich, auch ein Stück weit zugestanden werden. Bewusste Manipulationen von Fakten sind nicht okay, sehe ich aber auch nicht (außer bei der Bildzeitung),
      Das schwingen der "Nazikeule" ist m.E. halt unerlässlich, überall wo Nazis auftauchen oder ihre Parolen nachgesprochen werden. Wehrt dem Anfang.

    • Statistiker Antworten | Permalink

      Hach, wäre das schön, wenn Sie in die Luft gingen, wäre man Sie dann doch los.....

      Lernen Sie mal den Konjunktiv, dann wären Sie schlauer (also IQ=1)

      • UlfN Antworten | Permalink

        @statistiker:
        Das Einzige, was diese argumentlosen Beleidigungen Positives bewirken können, ist vielleicht ihr Ego aufzupolieren.
        Es ist nicht immer leicht und macht nicht immer Spaß, sich mit gewissen Gedanken(gut) auseinander zu setzen, aber aktuell wohl am ehesten zielführend.

      • der Konjunktiv Antworten | Permalink

        Lernten... Wer im Glashaus sitzt...

  5. momo Antworten | Permalink

    Sehr gute Argumentation!!
    Es fehlen Quellenangaben!!!! Ich finde sowas immer sehr wichtig!!!

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @momo

      Danke für Ihr Interesse! Ich habe als Quellenangaben zu allen Argumenten Links gesetzt (farblich unterschieden).

  6. dpz Antworten | Permalink

    @456: Das ist erstens ein Whataboutism. Und zweitens der Fehlschluss, aus der Kritik an einer Position die positive These ihres Gegenteils abzuleiten. Das führt hier letztlich in eine Beweislastumkehr. "Fundierte Aufklärung" finden Sie in der Stadtbücherei Ihrer Wahl - und ansonsten in den öffentlich zugänglichen Statistiken des BFMF.

  7. Oliver Perner Antworten | Permalink

    "der öffentliche Werbeveranstaltungen von Religionen untersagt" - finde ich absolut richtig! Die jahrhundertelange selbstverständlichkeit mit der hier kinder indoktriniert wurden und werden hat in einem säkularen staat nichts verloren. ebenso würde ich begrüßen, wenn die auftritte der deutungsbefugten in staatlichen fernsehsendern untersagt würde und ihre "meinung" (in sachlichen diskussionen sollten fakten zählen und keine annahmen von wirklichkeit, welcher glöaube nunmal ist) zu diversen sozialthemen hier aussen vorgelassen wird, denn mit vernunft hat das genau gar nichts zu tun. ansonsten aber danke für ihren eifer den rechten entgegenzuwirken. ich persönliche halte halt religion für genau so destruktiv und gefährlich wie nationalsozialismus. wenngleich sich die abermillionen von toten der vergangenheit mittlerweile auf reine finanzlemminge der kirchen beschränken.

      • Statistiker Antworten | Permalink

        Schwachsinn. Das freiheitkiche Abendland, das die "christliche" Kirche für sich vereinnahmt, ist nur aufgrund der Säkularisierung entstanden.

        Religionen sind immer Hass und Mord!

        • JoJo Antworten | Permalink

          Schwachsinn. Nur innerhalb der christlichen Religion war eine Säkularisierung möglich, da das Christentum seiner Natur nach säkular ist: "So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" (Matthäus 22:21).

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @JoJo :

            Nur innerhalb der christlichen Religion war eine Säkularisierung möglich, da das Christentum seiner Natur nach säkular ist (...)

            Negativ.

            Auch andere Religionen sind nicht rein theozentrisch, sondern schließen die Vernunft ein, sind oft duozentrisch, anthro- wie theozentrisch.

            Insofern müsste beim Christentum wie bei anderen Religionen, wenn auch nicht bei allen, nicht das säkulare [1] Konzept hervorgehoben werden, und wenn dann nur kontrapunktisch.

            MFG
            Dr. W

            [1]
            'Säkular' ist eigentlich ein "blödes" Wort, das 'Saeculum', das etruskischen Ursprungs ist, ist in seiner Bedeutung unklar, meint vielleicht das Lebensalter, das dem Primaten zugemessen scheint, vielleicht das Jahrhundert - wobei andere Zeitskalen denkbar und möglich sind, die Metaphorik hier mißgreifen könnte

      • Andreas Rau Antworten | Permalink

        Es gab nie eine Zivilisation ohne Religioten

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          Exakt. Und jene Gesellschaften, die das erzwingen wollten, waren die Schlimmsten und sind furchtbar gescheitert.

          • knechtruprecht | Permalink

            trotzdem muss die religion über kurz oder lang weg aus der öffentlichkeit.
            wer seine imaginären freunde gesetze machen, und erziehung beeinflussen lässt, schaufelt sich sein eigenes grab

          • Michael Blume | Permalink

            @knechtruprecht

            Ich kann mich nur wiederholen: Nichtreligiöse Populationen haben bislang noch nie die demografische Bestandserhaltungsgrenze halten können. Das konnten und können bislang nur (einige) Religionsgemeinschaften. Ganz abgesehen also davon, dass Ihr "Vorschlag" gegen Menschenrechte und Grundgesetz verstößt, ist er auch nicht zukunftsfähig. Selbst der @knechtruprecht würde ohne Kinder irgendwann arbeitslos und in Vergessenheit geraten... ;-)

            Für philosophisch Interessierte:
            http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/die-anthropodizee-frage-wer-himmel/

    • Tim Antworten | Permalink

      @ Oliver Perner

      Ich stimme Dir zu, daß Religionen ein peinliches Ärgernis sind, aber ich denke, daß uns Religionen noch einige hundert Jahre begleiten werden. Letztlich sind Religionen eine Art Hilferuf überforderter Menschen, insofern also einem Phänomen wie Pegida nicht unähnlich.

      Man kann nur immer und immer wieder die Fackel der Aufklärung hochhalten. Daß man allerdings in einem vorgeblich modernen Staat wie z.B. Deutschland diverse Sonderrechte nur dann eingeräumt bekommt, wenn man an Gespenster glaubt, schmerzt natürlich.

      • Eli Schalom Antworten | Permalink

        @Tim
        kleiner Vorschlag für bessere Verständigung

        Wenn sie ihren Satz so formulieren würden: "Ich stimme Dir zu, daß Religionen - so wie ich sie derzeit aus den mir bekannten Informationen einschätze - ein peinliches Ärgernis sind...." fände ich das sachlicher.

        ....und die Aufklärung wäre ohne das Christentum nicht möglich gewesen. Weshalb sie, wenn man sie von dieser Beziehung loslösen will, ihr eigenes Ende einläutet.

        • Eberhard von Kitzing Antworten | Permalink

          ... und Aufklärung wäre ohne den Islam auch nicht möglich gewesen, siehe z.B. "Allahs Sonne über dem Abendland" von Sigrid Hundke.

      • Martin Holzherr Antworten | Permalink

        Religionen wie der Islam oder das Christentum dürfen nicht als definierende Instanzen der Menge "Religion" betrachtet werden. Mit andern Worten: Formen des Christentums und des Islams könnten durchaus (Zitat)"peinliche Ärgernisse" sein. Das heisst aber nicht dass diese konkreten Formen alles Religiöse abdecken.
        Ich behaupte: Das Religiöse ist ähnlich offen wie die menschliche Sprache. Nicht nur gibt es viele, auch immer wieder neue Sprachen, nein: es gibt etwas Grösseres was hinter allen Spracherscheinungen steht. Dieses Grössere sind einerseits die Inhalte über die gesprochen wird, vor allem aber sind es die Denkvorgänge, die hinter der Sprache stehen. Diese Denkvorgänge sind nicht identisch mit Sprache. Vielmehr bilden sie ein weit grösseres Universum als es jede einzelne Sprache darstellt. Genau gleich verhält es sich mit der Religion.
        Wenn sie die Aufklärung der Religion entgegenstellen, dann machen sie es sich zu einfach. Denn auch im Humanismus und in dem was hinter der Aufklärung steht, gibt es Elemente aus dem religiösen Universum.

  8. Markus Ochsenhofer Antworten | Permalink

    Was labert Ihr ganz ehrlich für nen Dreck!!!

    Siehe Kriminalität Frau Merkel hat selbst behauptet wir müssen akkzeptieren das die Migranten mehr Verbrechen begehen als Landsleute...

    Der Islam darf zB Familienmitglieder ermorden sogar die Kinder vergewaltigen und werden dann nach deutschem Recht nicht verurteilt weil sie ja Migranten sind mach das mal als Deutscher oder Österreicher dann sitzt du minimum 10 Jahre...

    Es ist seid Jahren von den Türken gefordert Türkisch als Pflichtschulfach einzuführen...

    UND zu guter LETZT das Sozialsystem von den 4 Millionen schau dir bitte mal an wieviele den Staat ausnutzen oder wieviele die verbotene doppelte Staatsbürgerschaft haben e.t.c.

    und jetzt warte ich auf ein entsprechendes Argument

    • Michael Nilges Antworten | Permalink

      1. Religionen schützen nicht vor dem Gesetz! Lesen Sie das Grundgesetzbuch! Interessiert mich wer so einen Unfug in die Welt setzt, die Quelle würde ich gerne mal sehen.
      2. Da Sie die Regeln des Islam kennen, haben sie sich auch dementsprechend mit ihm auseinandergesetzt oder (also Koran lesen, mit den Gläubigen reden, also natürlich nicht mit Isis Anhängern, die als Extremisten genau so schlimm und verkappt sind wie jeder Nazi,Mörder und Terrorist)? Das bezweifel ich jetzt mal ich kenne auch Muslime und hatte auch schon Gespräche mit denen. P.S. ganz normale Menschen die ganz humane Ansichten haben gegenüber PEGIDA Anhängern, welche lieber Asyl verwehren und Menschen zurück in Lebensgefahr schicken nur um ein Feindbild zu haben, sodass man sich über die durchaus komplizierte Politik keine Gedanken mehr machen muss.
      3. Wenn Migranten höhere Kriminalitätsraten aufweisen, dann ist das ein Fehler in der Integrationspolitik und im sozialen Umgang miteinender,da hat man etwas gegen die Ursachen der Kriminalität zu machen (welche auch deutsche betreffen) z.B. schlechte Bildung und nicht Migranten, die dieses Land letzten Endes aufgrund des demographischen Wandels gebraucht werden um das Sozialsystem zu erhalten, abzuschieben.
      4. Religion ist nicht staatengebunden sondern FREI, steht auch im Grundgesetz,nennt sich das Recht auf Religionsfreiheit (bedeutet jedoch auch, dass die Religion keine Inhalte besitzt, die gegen das Grundgesetz verstoßen beinhalten darf bzw. diese Inhalte dann nicht ausgelebt werden dürfen).

      Man darf nicht alles Pauschalisieren und muss mehrere Quellen nutzen um sich auch vernünftig und differenziert mit solchen Themen auseinanderzusetzen!

      PS: Das die Bild Zeitung gerne mal Tatsachen und Aussagen verdreht ist hoffentlich noch immer allgemein bekannt. Das ist keine Quelle um sich zu informieren.

      • Atari-Frosch Antworten | Permalink

        Zu Punkt 3: Die angeblich höhere „Kriminalitätsrate“ kommt zum einen dadurch zustande, daß hier auch Vergehen eingerechnet werden, die Deutsche nicht begehen können, zum Beispiel, wenn Asylbewerber den ihnen zugewiesenen Bezirk ohne Erlaubnis verlassen. Das ist aber Ergebnis der unsäglichen Residenzpflicht, die man außer in Deutschland in der EU nicht kennt.

        Zum anderen ist lange bekannt, daß Menschen mit „ausländischem“ Aussehen leichter als Täter in Verdacht geraten, wenn eine Straftat begangen wurde. Sie tauchen also in der Kriminalitätsstatistik als Verdächtige auf – unabhängig davon, ob sie je verurteilt oder auch nur angeklagt wurden.

        • Ralf Reinartz Antworten | Permalink

          Hinzu kommt, dass auch Ausländer, welche nur als Urlauber oder Geschäftsleute unser Land aufsuchen, bspw. mit Zollvergehen, Verstoß gegen Einfuhrbedingungen, etc. in dieser Statistik auftauchen.

          • Dr. A. D. | Permalink

            Das gilt aber auch andersrum: Spezifische Vergehen z.B. Steuerkriminalität, typische Verstöße gg. Umwelt- und Gewerbeauflagen, Vereinsrecht oder was weiß ich werden real nur von in Deutschland lebenden Menschen begangen, welche Religion dann haben steht auf einem anderen Blatt. Das könnte für eine wesentlich stärke Verzerrung sorgen, als die aufgeführten Urlauber und die Residenzpflicht;)
            Vor allem letztere wird gerne aufgeführt. Ich hätte da aber gerne mal Zahlen. Die bloße Existenz der Residenzpflicht sagt ja noch nichts darüber aus, wie oft dagegen verstoßen wurde und ob das die Statistik stark verzerrt oder nicht. Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.
            G
            leiches gilt z.B. auch für Rechtsradikale. Das Verbot spezifischer Propagandaabzeichen, Hitlergruß, Wiederbetätigungsversuche (Österreich) betrifft primär/nur Rechtsradikale.
            Verzerrungen finden also in verschiedenen Richtungen statt und nicht nur in der, die einem gerade in den Kram passt.
            PS: Gute Seite, Weiter so!

          • Michael Blume | Permalink

            @Dr. A.D.

            Da bin ich bei Ihnen, wie ich mir überhaupt mehr Empirie statt Ideologie wünschen würde - auf allen Seiten. Und versuche, wenigstens in meinem Fach einen kleinen Beitrag dazu zu leisten. :-)

          • trohl | Permalink

            Dr.A.D.
            wieso können Ausländer in Deutschland keine Vergehen gegen das Steuerrecht, Vereinsrecht und alles was Sie aufgezählt haben begehen?
            Und natürlich werden auch sowohl rechts- wie linksextremistische Ausländer in Deutschland angeklagt, wenn sie gegen unser Grundgesetz verstoßen.
            In diesen Bereichen findet absolut keine Verzerrung statt.

    • Politico Antworten | Permalink

      Wo wird im Quran geschildert dass der Islam Familienmitglieder vergewaltigen oder ermodern erlaubt?

      Bitte entsprechende Quellen liefern.

      Zu der doppelten Staatsbürgerschaft:
      Ein Deutscher der Auswandert, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, Südafrika oder die beliebten südamerikanischen Ländern, darf selbstverständlich zwei Staatsangehörigkeiten haben. Es war sogar möglich daß Rentner ihre Rentenansprüche in Deutschland geltend machen wenn sie das Rentenalter im Ausland erreicht haben.

      Das ist eine Tatsache die ich in verschiedenen Botschaften eures Landes im Ausland beobachtet habe.

      Warum darf dann ein weißer Kolonist in Afrika oder Amerika Rechte in einem Land haben in dem er/sie nie gelebt hat jedoch ein "Türke" der hier geboren ist, hier arbeitet usw. nicht haben darf?

      Nun ist es so daß eure Kultur, wie wir gerade sehen, nicht unbedingt den besten Ruf hat wenn es um Vertrauen oder Loyalität gegenüber die, die von eure Norm abweichen. Warum soll sich ein Türke, Araber oder dunkelhäutiger Deutscher keine Sicherheiten verschaffen wenn der braune Mob irgendwann nicht mehr zu kontrollieren ist?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Markus Ochsenhofer

      1. Ausländer können eine erhebliche Zahl von Straftaten begehen, die es für Einheimische gar nicht gibt, z.B. Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht. Auch gibt es Straftaten von Durchreisenden. Menschen, die dauerhaft bei uns leben, werden nicht häufiger straffällig als Einheimische der gleichen sozialen Schicht.

      Zudem haben die Pegida-Leute kein Problem mit ihrem Organisator, einem u.a. wegen Drogengeschäften mehrfach verurteilten Deutschen. Kriminelle Ausländer!?

      2. Wir sind ein mangels Kindern längst schrumpfendes Volk und die Einwanderer tragen nachweislich zur Stabilität unserer Sozialsysteme und zu unserem Wohlstand bei.
      http://www.sueddeutsche.de/politik/studie-zu-migration-zuwanderer-bringen-deutschland-milliarden-1.2240776

      • Michael Genniges Antworten | Permalink

        Zu Punkt 2. ist anzumerken, dass diese Darstellung der Studie nicht korrekt ist. Hier hat die SZ Rosinenpickerei betrieben. Mehr Mühe hatte sich schon im November Frau Siems in der WELT gemacht http://www.welt.de/politik/deutschland/article134773900/Nur-gut-gebildete-Migranten-stuetzen-Sozialkassen.html, auch Prof. Werner Osbild hat Bezug genommen: http://eurokritiker.com/2014/11/30/auslander-bringen-mehr-als-sie-kosten-eine-klarstellung/. Natürlich kann man die Studie in Gänze lesen, eine Zusammenfassung wesentlicher Teile bringt Zukunftskinder: http://eurokritiker.com/2014/11/30/auslander-bringen-mehr-als-sie-kosten-eine-klarstellung/, wird Ihnen wegen der gewählten Diktion wohl weniger gefallen.

      • Wilz Antworten | Permalink

        1.) Bachmann wurde a) als Ausländer aus Südafrika ausgewiesen und hat b) seine Strafe in Deutschland bekommen. Die Forderung der Demonstranten lautet nicht "mit ehemaligen Kriminellen nicht mehr reden" oder "Ex-Kriminelle Deutsche ausweisen". (Was sich eh nicht mit dem Grundgesetz vertragen würde. Warum schlagen Sie sowas vor?) Anders gesagt: Der von Ihnen behauptete Gegensatz existiert nicht.

        2.) Die von der Studie (bzw. von den Deutern der Studie) behauptete Beitrag von Ausländern(!) zu den Sozialsystemen mag vorhanden sein, aber das sind eben tatsächlich nur Ausländer, also Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Sobald die Gruppe auf Migranten erweitert wird, sieht es anders aus: 40 Prozent der Hartz-IV-Bezieher haben Migrationshintergrund; von den arbeitslosen Migranten haben nur 18 Prozent eine abgeschlossene Ausbildung.

        Und da kommen wir noch mal zu 1.) Dass die generelle Anfälligkeit für Straftaten bei Migranten nicht höher ist, mag schon sein. Allerdings ist es eben so, dass viele Migranten (siehe 2)) zur sog. Unterschicht gehören. Mehr Migranten bedeutet also, man vergrößert die Gruppe jener Menschen, welche für Straftaten anfällig sind, massiv.

        Ich halte nichts von Pegida (oder Herrn Ochsenhofer) und sehe erst recht keine Islamisierung, aber die von Ihnen getätigten Aussagen sind falsch/irreführend/cherry picking.

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Wilz

          Zu 1). Auch ich bin ganz und gar nicht dafür, Ex-Kriminelle aus der Gesellschaft auszuschließen. Dass aber Leute einem verurteilten Drogendealer (!) nachlaufen, der pauschale Stimmung gegen "kriminelle Ausländer" schürt, das ist dann doch die Höhe... Und zur Bogida-An"führerin" Melanie Dittmer fällt einem dann auch gar nichts mehr ein. Alles Einzelfälle?
          http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bogida-initiatorin-dittmer-mit-brauner-vergangenheit-a-1009832.html

          Zu 2). Und deswegen sollten wir die Zuwanderung von Fachkräften bzw. die Anerkennung auch ausländischer Abschlüsse sowie Integrations- und Bildungsanstrengungen und nicht zuletzt eine moderne Familienpolitik auch im eigenen Interesse forcieren - schließlich sind wir ein rapide alterndes und schrumpfendes Volk. Und ich möchte nicht, dass Deutschland so rapide vergreist und absteigt, wie es gerade Japan tut. Zehntausende Bürgerinnen und Bürger tun täglich etwas dafür, z.B. indem sie sich für Kinder, für Flüchtlinge, in Kirchengemeinden, Gemeinderäten o.ä. engagieren. DAVOR habe ich den größten Respekt - aber nicht vor Ressentiments, wirren Verschwörungstheorien und weinerlichem Gejammer gegen Staat und Demokratie(n). Pegida ist in meinen Augen kein Aufbruch, sondern eine Verfallserscheinung.

      • And Antworten | Permalink

        Frau Atari-Frosch, wie lange beuten Sie eigentlich nun schon unser Sozialsystem aus? Wie lange leben Sie nun schon auf Staatskosten? Ach, sie sind ja krank, haben aber Energie für die mannigfaltigsten Internetaktivitäten.

        Auch Leute wie Sie sind es, die PEGIDA möglich machen. Wein trinken, Wasser predigen.

  9. Drumer Antworten | Permalink

    @Markus Ochsenhofer:
    Erst einmal: Mit Sätzen wie Ihrem Ersten disqualifiziert man sich schonmal von vorn herein von einer anständigen Diskussion. Das ist Kindergarten-Niveau. Jetzt zu Ihren Aussagen, für die Sie gerne Argumente hätten:

    1) Frau Merkel hat in ihrer langen Karriere als Kanzlerin bereits viel gesagt, das schlichtweg falsch war. Sie hat in regelmäßigen Abständen ihre Meinung geändert, also nur weil sie etwas sagt, macht es das nicht richtig. Laut offiziellen Polizeistatistiken werden nicht signifikant mehr Verbrechen durch Ausländer begangen, als durch Menschen ohne Migrationshintergrund. Ursächlich für die Frage ist nicht ob ein Migrationshintergrund vorliegt, sondern in welchen Vermögensverhältnissen ein Mensch lebt. Leider erleichtern wir es aber vielen Einwanderern nicht gerade eine gute Arbeit zu besetzen. Es gibt unzählige Beispiele von ausländischen Akademikern, die hier in Niedriglohnbereichen arbeiten müssen. (http://www.bildblog.de/2705/alle-kriminellen-sind-auslaender-fast-ueberall/)

    2) Auch der sogenannte Ausländerbonus bei Gerichten ist eine Erfindung der Bildzeitung. Ich kann jedem nur empfehlen regelmäßig Bildblog zu lesen, denn auch diese Lüge wurde dort schon entlarvt. (http://www.bildblog.de/56074/die-bild-theorie-vom-islam-rabatt-2/)

    3) Was die Türkei fordert ist für Deutschland erst einmal wurscht. Ich habe außerdem noch nie (in einer seriösen Quelle) davon gehört, dass ernsthaft über Türkisch als PFLICHTfach nachgedacht wurde. Ich weiß, dass es Überlegungen gibt, Türkisch als normale Fremdsprache zur Wahl zu stellen. Die Unterrichtssprache in Deutschland wird auch weiterhin Deutsch bleiben und die meisten werden auch weiterhin Englisch als erste Fremdsprache wählen. Aber was ist falsch daran, den Kanon aus Spanisch, Latein, Griechisch und Russisch durch eine weitere Sprache zu erweitern? Es ist erwiesen, dass Leute die Mehrsprachig sind, bessere Jobaussichten haben.

    4) Auch hier ist das wieder reine Panikmache und Ängsteschürerei. Ja, es gibt doppelte Staatsbürgerschaften, wie diese allerdings ausgenutzt werden können (außer man ist Giovanni di Lorenzo, der Chefredakteur der Zeit und wählt zweimal bei der EU-Wahl) oder warum man das überhaupt verbieten muss. Wird ja jetzt gottseidank auch wieder geändert. Und was die Sozialkassen angeht gibt es wiederum massenhaft Studien, die zeigen, dass diese 4 Millionen mehr für die Volkswirtschaft machen, als die reichsten Deutschen, deren Geld nur in irgendwelchen Depots steckt und nicht ausgegeben wird. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/auslaender-bringen-deutschland-laut-studie-milliardeneinnahmen-a-1005217.html)

    Und ich möchte betonen, dass die Studie der letzten Quelle von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Also nichts mit linke Meinung und so ein Käse. ;)

    • Josi Antworten | Permalink

      Danke für diesen Kommentar!

      Wer diese erlogenen BILD-Schlagzeilen tatsächlich für voll nimmt, dem kann glaube ich nicht mehr geholfen werden...

      "Der Islam darf zB Familienmitglieder ermorden sogar die Kinder vergewaltigen"
      DER Islam darf das? Aha, ich frage mich wie ein abstraktes Konstrukt wie eine Religion dies bewerkstelligen soll..Zum Glück gilt diese Erlaubnis ja nicht für die Anhänger dieser Religion..

      Mehr gibt es da wohl nicht zu sagen..

      • HenryD Antworten | Permalink

        @drumer
        Nun, ich bin generell kein Freund davon, den Wert eines Menschen an dem Geldbetrag festzumachen, den er erwirtschaftet. Aber gerade diese Studie sollte mensch nicht heranziehen, wenn mensch die positiven Beiträge von nicht-Deutschen hervorheben möchte. Haben Sie die Studie selbst gelesen? Die Journalisten haben leider sehr selektiv gearbeitet und die wesentliche Aussage überlesen: JA, berücksichtigt mensch NUR Steuern und Beiträge, dann kommt ein "plus" raus. Berücksichtigt mensch alle Staatsausgaben (auch z. b. Strassenbau) dann kommt ein "minus" von 79.000 Euro raus. Im Vergleich zu minus 3.100 bei einem Deutschen (siehe Seite 3 der Studie). Warum diese Unterscheidung (mit und ohne Infrastruktur) gemacht wird, kann ich nicht sagen - denn schließlich wäre ein Land ohne Strassen und Krankenhäuder ziemlich doof. Wahrscheinlich um aufzuzeigen, dass Journalisten nur selektiv lesen ;-) Bin übrigens nicht der Erste, dem dieser Fehler der geschätzten Presse aufgefallen ist. Hans Werner Sinn hats auch gemerkt ;-)

    • jade Antworten | Permalink

      Also ich sehe auch Süddeutsche und Spiegel nicht als seriöse Quellen an.

        • jade Antworten | Permalink

          Eigentlich nichts sondern...ich traue einfach jeglicher Mainstream-Presse nicht mehr. Propaganda ist ein mächtiges Werkzeug. Hatten wir in der Geschichte ja auch schon öfters :-/

          • Erik | Permalink

            Verstehe, natürlich lügt die Presse, sobald sie nicht Ihre Meinung teilt.

          • UlfN | Permalink

            Naja, die "Mainstream" Presse ist die Presse des demokratischen Lagers. Presse ist natürlich immer ein Stück weit politisch geprägt, aber der Presse vorzuwerfen, dass sie aus dem demokratischen Lager kommt, lässt vielleicht unangenehme Schlüsse zu.

          • jade | Permalink

            "The price of all history is understandung of modern times"

            habe gerade versucht herauszufinden, von wem dieses Zitat stammt, leider nichts drüber gefunden...

          • jade | Permalink

            "prize"

            mist.

          • jade | Permalink

            ahja, von Frank Crowley

  10. noname Antworten | Permalink

    Außerdem ist es so, dass wen allgemein ein ausländer in einem anderen land eine straftat begeht, dann DARF er in Dtl keine niederlassungserlaubnis kriegen

    • Immerso Antworten | Permalink

      Lieber NoName, wenN jemand in seinem Ursprungsland ein Verbechen begeht und es sich dabei um das Stehlen eines Apfels wegen Hungers handelt, dann sehe ich darin nur einen größeren Grund diese Person bei mir Willkommen zu heissen! Überlassen Sie das Richten den Richtern und denken Sie daran, wie dankbar die deutsche Bevölkerung vor rund 70 Jahren war, als man im Ausland bereit war viele von ihr aufzunehmen!...

  11. mink Antworten | Permalink

    Hallo Herr Blume,

    schöner Artikel. Könnte gleich als Unterrichtsmaterial verwendet werden. Ich jedenfalls würde mir wünschen, dass in unseren Schulen WIRKLICH aufgeklärte Menschen ausgebildet werden und wir in einigen Jahren weniger Spinner ertragen müssen, welche ihr Faktenwissen aus der BILD-Zeitung beziehen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Freut mich sehr, @mink! Ja, für die Verbreitung überprüfbaren Wissens über Religion(en) blogge und schreibe ich. Dabei mache ich aber auch immer wieder die Erfahrung, dass wir Menschen lieber Bestätigung für unsere vorgefassten Meinungen als neue Erkenntnisse suchen. Umso mehr freue ich mich über jede ermutigende Rückmeldung, vielen Dank! :-)

  12. Karl Mistelberger Antworten | Permalink

    Vielerorts wird gerne behauptet: Die Moslems tun ja gar nichts. Doch diese Behauptung stammt von Leuten, die sich es bequem machen und wegschauen.

    Wer hinschaut, dem fällt auf, dass sie sehr wohl sehr aktiv sind und hart arbeiten: Wir erleben eine allmähliche Veränderung, die darauf abzielt, eine andere Gesellschaft zu schaffen als die, die wir westliche Demokratie nennen. Bis zum ISB (Islamischen Staat Berlin) dauert es noch eine Weile. Aber diese Leute lassen nicht locker.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Karl Mistelberger

      Nun, derzeit machen doch gerade Pegida & Co. "unsere westliche Demokratie" schlecht und hetzen gegen unsere gewählten Politiker, Medien und Grundrechte wie Religionsfreiheit. Und in Berlin wurde auch schon in der Weimarer Repzblik gegen die vermeintliche "Verjudung" agitiert - die damals ebenso wenig drohte wie eine "Islamisierung" heute.

      Wenn Sie meinen, es gebe zu wenig deutsche Kinder - haben oder unterstützen Sie (noch) welche. Wenn Sie um das Christentum bangen, engagieren Sie sich in einer Kirche! Und wenn es Ihnen um Demokratie geht, fördern Sie z.B. politische Bildung oder Dialog!

      Auch, wenn es sich für Sie derzeit vielleicht so anfühlt: Durch Hetze gegen Minderheiten samt Lügen und Verschwörungstheorien verbessert sich gar nichts, auch nicht Ihr Leben & Status.

      • Karl Mistelberger Antworten | Permalink

        Sie schreiben: "Nun, derzeit machen doch gerade Pegida & Co. "unsere westliche Demokratie" schlecht und hetzen gegen unsere gewählten Politiker, Medien und Grundrechte wie Religionsfreiheit."

        Über Pegida redet in zehn jahren wahrscheinlich keiner mehr. Das von Heinz Buschkowsky im oben verlinkten Artikel angesprochene Problem wird gewachsen sein.

        Weiters schreiben sie: "Durch Hetze gegen Minderheiten samt Lügen und Verschwörungstheorien verbessert sich gar nichts, auch nicht Ihr Leben & Status."

        Die Argumente von Heinz Buschkowsky als Hetze zu bezeichnen finde ich abwegig. Sie haben den Artikel wohl nicht gelesen, dagegen hilft nur ein längeres Zitat:

        Bezeugt das, dass sich einige Leute überhaupt nicht integrieren wollen?

        Heinz Buschkowsky: Ja, das ist so. Ganz viele haben sich integiert, fühlen sich wohl und wollen in Ruhe und Frieden leben. Aber es gibt auch einen wachsenden Anteil an Menschen, die zwar Wohlstand und Freiheit genießen, aber die westliche Welt verteufeln, nie angekommen sind und auch nicht ankommen wollen.

        Das hat aber mit muslimisch nichts zu tun, oder?

        Heinz Buschlowsky: Es ist eine andere Werteordnung. Ob Sie diese nun als fundamentalistisch muslimisch, verbrämt als überreligiös oder offen als vorzivilatorisches Patriarchat mit religiöser Rechtfertigung bezeichnen, ist egal. Es ist eine Geschlechterhierarchie, in der Frauen nichts wert sind und in der ein selbstbestimmtes Leben für jeden unmöglich ist. Herr Erdogan war da kürzlich sehr deutlich und in aller Welt zu hören: Gleichberechtigung ist gegen die Natur. Deshalb sorge ich mich schon darum, was sich täglich in unseren Koranschulen abspielt.

        aus: http://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-neukoelln/artikel/57898-buergermeister-ueber-ohnemichels-bildungstsunamis-und-unterdrueckte-frauen/?type=98

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Karl Mistelberger

          Tja, als zum Populismus neigender Schultes einer offensichtlich schlecht regierten Stadt kann sich Herr Buschkowsky Aussagen leisten, ob wir die Probleme "als muslimisch-fundamentalistisch verbrämt, als überreligiös oder als offen vorzivilisatorisches Patriarchat mit religiöser Rechtfertigung bezeichnen, ist egal." (sic!)

          Sie werden verstehen, dass ernsthaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern solche "feinen Unterschiede" nicht "egal" sind und sie auch weitere Faktoren wie Arbeits- und Wohnungsmarkt, Bildungssystem usw. einbeziehen müssen. Mit obiger Aussage käme man durch keine Uni-Vorprüfung...

          Für Buschkowsky wäre solch wissenschaftliches Nachbohren in Berlin aber unangenehm, würde womöglich den Blick auch auf Fehler auch seiner Parteifreunde richten. Also drischt er lieber ablenkend auf eine ohnehin angegriffene Minderheit ein. Und er ist ja auch nicht der erste Berliner SPD-Politiker, der mit dem Bedienen von kruden Ressentiments deutschlandweit bekannt und zum Millionär geworden ist. Ist eine echte Marktlücke.

          Für viele Süddeutsche ist es dagegen ein wachsendes Ärgernis, dass wir die neuen Länder inkl. Berlin jedes Jahr mit Milliarden finanzieren und dafür u.a. mehr oder weniger dumpfe Botschaften gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zurück bekommen. Was sollen wir von absurden Buchtiteln wie "Neukölln ist überall" auch halten? Als Antwort "Stuttgart ist überall" verkünden, wo es mit Integration & auch Christentum besser klappt?

          Nein - Neukölln ist nicht überall, Gott sei Dank! :-)

          • Martin Holzherr | Permalink

            Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Zitat von oben) gibt es in beide Richtungen. Dass es in Wohngebieten wie Neukölln Deutschenfeindlichkeit gibt, ist nicht nur ein Gerücht. Das haben meine Kinder in der Schule ebenfalls erlebt.
            Dazu kommt dann noch, dass dir Bekannte, selbst Lehrer raten, wegzuziehen. Nur in einem Schulhaus mit weniger Ausländern könnten sie ihre Lernziele erreichen. Wenn solche Ratschläge sogar von Wohlmeinenden (und Gutmenschen) kommen, macht man sich schon Gedanken.

          • Michael Blume | Permalink

            @Martin Holzherr

            Absolut - "Gedanken" sollte man sich unbedingt machen und auf Abhilfe sinnen auch. Ich hatte als Kind und Jugendlicher in einem "nicht ganz idyllischen Wohngebiet" durchaus auch Konflikte mit Halbstarken durchzustehen, für die Deutsche "Kartoffeln" und Gymnasiasten "Gymmi-Geier" waren, inklusive Gewalt...

            Ja, Stadtteile können kippen, ob nun glatzköpfig-dauerbesoffene Rechtsextreme oder bärtig-halbgebildete Fundamentalisten Intoleranz verbreiten. Selbstverständlich tritt GMF in allen Menschenpopulationen auf - und gerade auch sozial Randständige suchen oft nach noch schwächeren Opfern... :-/

            Gefährlich wird es jedoch immer dann, wenn sich ganze Gesellschaften auf einzelne Menschengruppen einschießen und diese als vermeintliche Wurzel allen Übels diffamieren... Gerade auch in Dresden gibt es keine “Islamisierung“, sondern allenfalls braune Schlägertrupps - sowie durchaus (meist nicht christlich engagierte) Deutsche, die unsere freiheitliche und notwendig vielfältige Gesellschaft verachten und in eine “goldene Zeit“ zurück wollen, die es so niemals gab...

        • Silvia Meier Antworten | Permalink

          @Herr Mistelberger
          İch habe den Ausspruch von Erdoğan selbst gehört. Er sagte:" Männer und Frauen sind nicht gleich. Sie sind gleichwertig."
          Das ist ein himmelweiter Unterschied.
          Wie genau kennen Sie den Islam? Haben Sie den Koran gelesen?
          Ich kenne dort das Prinzip der gleichen Rechte bei sich ergänzenden Pflichten. Und das finde ich erstmal nicht verkehrt.
          Manche Dinge kann frau einfach nicht tun, schon allein was das körperliche angeht. Ich weiss das, denn ich habe mir in 20 Jahren Arbeit auf dem Bau meine Knochen ganz schön kaputtgemacht. Bis zur Rente halte ich das mit Sicherheit nicht durch.
          Manche Dinge können auch Männer nicht tun. Oder haben Sie schon mal versucht ein Kind zur Welt zu bringen und danach mehrere Monate zu stillen? ...

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Erdogan wendet sich gegen die gesellschaftliche Gleichbehandlung von Mann und Frau:
            -> http://www.hurriyetdailynews.com/turkish-president-erdogan-says-womens-equality-with-men-against-nature.aspx?pageID=238&nID=74726&NewsCatID=338

            Die 'Gleichwertigkeit' oder 'Äquivalenz' ist konzeptionell hochproblematisch, die Wertbestimmung ist nämlich nicht allgemein zu fassen, wird relativ und obliegt dann letztlich wohl einer bestimmten Gruppe, womöglich der, die die Macht trägt.

            MFG
            Dr. W

          • Martin Holzherr | Permalink

            gender equality ‘against nature’ und "Männer und Frauen sind gleichwertig" wurde hier in Europa vor einigen Jahrzehnten genauso gesagt wie es heute von Erdogan gesagt wird. Die damaligen europäischen Verteidiger der natürlichen Geschlechterordnung und Erdogan argumentieren also genau gleich. Das heisst aber nicht dass Erdogan ein Europäer ist. Es heisst nur, dass er gleich argumentiert wie viele männliche Europäer vor einigen Jahrzehnten.

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @ Herr Holzherr :
            Frauen und Männer sind wie fast alle anderen Gruppen nicht gleich, sie sind aber bestmöglich gleich zu behandeln, so ist oder war der allgemeine Konsens.

            Bestimmte Gleichheitsideologie [1] geht dagegen davon aus, dass die Gruppen bzw. ihre Teilnehmer gleich sind oder gleich zu sein haben, bestimmte Ungleichheitsideologie [2] geht dagegen davon aus, dass die Gruppenunterschiede zu einer unterschiedlichen Behandlung zu führen haben.

            --
            Die Wertigkeit von Gruppen anzuführen, eine wie auch immer geartete, scheint Ihrem Kommentatorenfreund höchst problematisch zu sein.

            MFG
            Dr. W

            [1] der Neomarxismus bemüht sich hier, recht erfolgreich
            [2] die Reaktion auf die Aufklärung bemüht sich hier seit jeher, wenig erfolgreich

          • Martin Holzherr | Permalink

            @Dr.Webbaer: Was jemand sagt ist nicht immer das, was er meint. Mit etwas Gespür erahnt man meist schon was gemeint ist - wobei ihre Vorliebe für etymologische Bedeutungsherleitungen im allgemeinen wenig hilft.

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @ Herr Holzherr :
            Erdogan ist jedenfalls vglw. klar zitiert worden, der Angewohnheit des Schreibers dieser Zeilen, Wörtern und Begrifflichkeiten auf den Grund zu gehen, könnte entgegengesetzt werden, dass es mindestens genau so gut ist, sich bspw. von Sprachwissenschaftlern oder Soziologen erklären zu lassen, wie dieser oder jene Begriff heutzutage zu nutzen sei.
            Korrekt.

          • Immerso | Permalink

            Liebe Frau Meier, ich verstehe ich Ärgernis, ich darf Sie aber 1) beruhigen, dass Ihr Leben durch die Aussage dieses Mannes nicht gefährdet ist, 2) Ihnen mitteilen, dass Erdogan zwar der Präsident der Türkei, aber nicht gleich der Repräsentant der ganzen türkischen und 3) er nicht im Geringsten der Repräsentant der ganzen ISLAMISCHEN Bevölkerung ist! Ich habe einige muslimische Freunde, und bei keinem von ihnen ist ein Wunsch nach Gewalt mir gegenüber in irgendeiner Art spürbar. Bedenken Sie weiter, wie sehr Frauen auch in europäischen Kreisen bis vor gar nicht langem auch nicht auf die Uni durften (die Gefahr der Ups-and Downs der Hormone, das kleiner Hirn, die Hysterie im Allgemeinen...), nicht Wählen durften (in der gesamten Schweiz erst ab 1971(!!)) und war Vergewaltigung in der Ehe noch bis Ende der 1990er in Deutschland keine Strafttat.
            Ja, es gibt bei manchen muslimischen Bürgern eine seltsame Weltansicht, den Islam insgesamt zu verteufeln und ihm das Christentum bzw. Europa als Gegenmittel gegenüberzustellen, ist jedoch mehr als danebengegriffen.

    • Statistiker Antworten | Permalink

      Süß, mein KLeiner, aber ihre Links schaue ich mir gar micht an, weil es eh nur asoziales Gelaber ist von Asozialen, die Asozialen zujubeln, sie Asozialer.

      Bitte mäßigen Sie Ihren Tonfall, @Statistiker. Auch wenn ich mit Herrn Mistelberger nicht übereinstimme - Beschimpfungen dulde ich auf diesem Blog nicht! M.B.

  13. Feuerkatze Antworten | Permalink

    Da Menschen Feindbilder brauchen
    HIER meine

    BWL Professoren
    FDP Politiker

    Bitte um Info, wenn ich gegen diese Demonstrieren kann.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Henry D.

      Nun, ein "vollständig anderes Bild" kann ich nicht erkennen: Demnach werde der Anteil von Muslimen an der Weltbevölkerung bis 2030 von ca. 25% auf ca. 30% steigen (in der jungen Generation) - und in Europa von 6% auf 8%. Das ist kein Untergang des Abendlandes, zumal auch der Blogpost die schnell zurückgehenden Geburtenraten (auch) unter Muslimen thematisiert.

      Ich bin selbst Vater von drei Kindern und freue mich über jede/n, der bzw. die etwas gegen den Kindermangel im alternden Europa tut. Auch über lebendige, kinderreichere Kirchen freue ich mich sehr. Andersgläubigen jedoch vorzuwerfen, dass es im eigenen Wohlstand an Glauben und Familien mangelt finde ich argumentativ und menschlich schwach. Muslime sind an unserem innerdeutschen Glaubens- und Geburtentief doch wirklich nicht schuld!!!

      • HenryD Antworten | Permalink

        Entschuldigen Sie bitte, da habe ich unscharf formuliert. Ich bezog mich zunächst auf ihre Aussage: "Aber haben "die Muslime" denn nicht "mehr Kinder"? Nein - haben sie nicht" - da kommt die andere Quelle m. E. zu einem deutlich anderen Ergebnis. Denn auch wenn die Geburtenrate von Muslimen rückläufig ist, so ist sie dennoch höher als bei Christen, was demografisch zwangsläufig zu einer Verschiebung von Anteilen führen wird (vollkommen wertungsfreie Aussage, geht nur um den Sachverhalt).

        Dann vergleiche ich mal die beiden "Bilder" die mit den beiden Beiträgen gezeichnet werden: Der andere Beitrag spricht von einer Verdopplung der muslimischen Bevölkerung in Deutschland innerhalb von 40 Jahren (immerhin bei einer Ausgangszahl von 2 Millionen), sie gehen von 5 % Bevölkerungsanteil aus und gehen in Ihrer weiteren Argumentation ("nicht mehr Kinder", "Geburtenrate hängt nicht von der Religion sondern von der Stärke der Religionsausübung ab), nicht auf die tatsächliche Entwicklung ein. Und zumindest bei mir entstand (implizit) das Bild: "Naja, wenn Sie nicht mehr Kinder haben und nur die Stärke der Religionsausübung Einfluss auf die Kinderzahl hat, dann bleibt das in etwa auch so." So ist das wahrgenommene "Bild" der beiden Beiträge auf mich sehr widersprüchlich - also zwei Kernaussagen, die ich nicht in Übereinstimmung bringen kann.

        Und ich verstehe die Argumentation "...bekommen weltweit nicht "die Juden", "die Christen" oder "die Muslime" mehr Kinder, sondern (immer im Durchschnitt) religiöse Juden mehr Kinder als säkulare Juden, religiöse Christen mehr Kinder als säkulare Christen und religiöse Muslime mehr Kinder als säkulare Muslime" in Zusammenhang mit der Fragestellung nicht. Denn auch wenn diese Aussage zweifelsohne richtig ist, beantwortet sie die gestellte Frage ("Werden Sie die Mehrheit stellen?") nicht. Vielmehr begründet das die Aussage, warum Muslime mehr Kinder haben - da eben die Religionsausübung stärker ist als bei Christen. Oder unterliege ich da einem Irrtum? Ist nur so ne Vermutung, dass muslimische Gläubige häufiger die Kirche besuchen als der katholische Christ - der nur zu Weihnachten und Ostern ;-) Wobei ich hier keine Zahlen habe.

        Anyway: Hinsichtlich der gestellten Frage müsste die Antwort m. E. lauten "Ja, sie bekommen mehr Kinder, aber nein, dies führt nicht dazu, dass sie den größten Anteil an der Bevölkerung stellen" (alles vollkommen wertneutral).

        Und wenn ich richtig informiert bin, hat PEGIDA nicht Angst, dass irgendwann die Muslime die Mehrheit stellen - wenn ich die wirren Aussagen aus Dresden bzw. die Plakate richtig im Kopf habe, geht es um die Stärke des Einflusses. Und um Einfluss auszuüben braucht man nicht zwangsläufig eine Mehrheit.

        Soll aber insgesamt keine Kritik darstellen sondern eine Bereicherung - ich finde den Beitrag nämlich gut!

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Henry D.

          Ach so - jetzt verstehe ich Ihren Punkt.

          Nochmal erklärt: In allen Weltreligionen besteht der Konnex zwischen höherer Religiosität und Kinderreichtum, die mit weiteren Faktoren wie Bildung und Einkommen interagieren. So wird eine fromme Jüdin oder ein Old Order Amish durchschnittlich mehr Kinder haben als ein iranisch-schiitischer Nationalist.

          Und ebenso klar: Mit steigender Bildung und Wohlstand werden z.B. in Afrika die Geburtenraten (weiter) absinken - unter Christen und Muslimen.

          Religionswissenschaft ist halt so komplex wie das Leben - umso mehr freue ich mich über Ihr Interesse und die gute Neigung zum Faktencheck! :-)

          • Henry D. | Permalink

            Danke :-)

            Heißt im Klartext: Sowohl die absolute Anzahl als auch der relative Anteil an Muslimen in Deutschland wird bis 2030 steigen. Der relative Anteil steigt voraussichtlich von ca. 5% oder 6% auf ca. 8% in den kommenden 15 Jahren. Macht nen plus von mindestens 30%.

            Jetzt müßte man nur noch herausfinden, ob eine Zunahme des Anteils auch mit einer Zunahme des Einflusses einhergeht und - HEUREKA - man hätte die Antwort auf die Frage :-)

          • Michael Blume | Permalink

            @Henry D.

            Ja, und der Anteil z.B. an Rentnern oder Akademikern wird ebenfalls und ggf. noch stärker steigen - mit wachsendem Einfluss! Kann sich also jede/r die persönliche Apokalypse herbeireden, der oder die eine braucht! :-)

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Der Muslimanteil in Indien oder Nigeria steigt und "zufälligerweise" gehören die Muslime in Indien und Nigeria zur ärmeren und auch weniger geblideten Hälfte der Inder und Nigerianer. Das ist wohl ein guter Teil der Grund dafür, dass sie mehr Kinder haben.

      Allgemein gilt: Wo Frauen mehr Rechte und mehr zu sagen haben gibt es weniger Kinder. In einer Gesellschaft mit Geschlechtertrennung ist die Rolle der Frauen das Kindegebären und Kindererziehen. Leider gehört dieses Rollenbild zum Islam.

      Im Iran übrigens gibt es fast mehr Frauen an Universitäten als Männer - und eine Reproduktionsrate unterhalb der Bestanderhaltung.

      • Michael Blume Antworten | Permalink

        @Martin Holzherr

        Weswegen die Radikalen im Iran - siehe Link oben - gezielt versuchen, wieder Frauen aus den Universitäten zu drängen!

        DAS sind die Themen, um die es geht: Bildung, Freiheitsrechte, Demokratie! Statt "die Muslime" und Musliminnen über einen Kamm zu scheren und auszugrenzen, gilt es jene zu stärken, die dafür einstehen.

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Der SPON-Artikel Globale Studie: Wo der Islam sich ausbreitet gibt einen guten Überblick über die zu erwartende Entwicklung:
      - 2030 werden 8% aller Westeuropäer Muslime sein (Deutschland ebenfalls 8%)
      - 2030 wird der Hauptharst der europäischen Muslime im Balkan, den ehemaligen östlichen Sowjetrepubliken und in Russland leben
      - 2030 werden 1.7% der US-Amerikaner Muslime sein
      - 2030 wird Pakistan das Land mit den meisten Muslimen sein

      Seltsam nur, dass der SPON-Artikel Afrika völlig ausklammert, als ob Afrika nicht zur Welt gehöre (Globale Studie). Dabei wird die Bevölkerung Afrikas von jetzt 1.2 auf 2 Milliarden im Jahr 2050 und auf 3 bis 4 Milliarden im Jahr 2100 ansteigen.

      • Michael Blume Antworten | Permalink

        @Martin Holzherr

        Tut es eigentlich gut, sich Weltuntergänge auszumalen? Ist ja ein jahrtausendealtes Hobby... ;-)

      • Martin Holzherr Antworten | Permalink

        Wenn sie folgendes meinen: Die Zunahme der Bevölkerung in Afrika muss kein Weltuntergang sein. Einige glauben allein schon die Zunahme der Bevölkerung in Afrika erhöhe seine Bedeutung, sei also für Afrika positiv. Zudem: Auch mit 4 Milliarden Einwohner wird Afrika eine kleiner Bevölkerungsdichte haben als Indien heute.

        Andererseits hat es mit 4 Milliarden Afrikanern im Jahre 2100 gleichviel Menschen in Afrika wie 1975 auf der ganzen Erde. Die ganze Limits-to-Growth Schule glaubt, dass das zu einer Katastrophe führen müsse, weil die Ressourcen der ganzen Erde nicht ausreichten um so viele nach Wohlstand strebende Menschen nicht nur am Leben zu erhalten sondern auch mit allen nötigen Gütern und aller nötigen Infrastruktur zu versorgen.
        Ich würde selber eine solche Katastrophe nicht ausschliessen. Andererseits hat meiner Ansicht nach die technische Entwicklung die Ressourcenbasis stetig erhöht womit es gut ausgehen könnte. Eines kann man aber mit Sicherheit sagen: Die Menschheit lebt mir ihrer stetigen Expansion auf Messers Schneide. Fast wie eine Population einer Tierart, die sich unter günstigen Bedingungen stark vermehrt um dann später en masse Hungers zu sterben. Die Erfindungskraft des Menschen könnte uns davor bewahren und damit die eine Phase von schon mehr als 200 Jahren zunehmender Prosperität verlängern.

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Martin Holzherr

          Also sind in Ihrer selbstgebauten Apokalypse nicht "die Muslime", sondern "die Afrikaner" die neueste Weltbedrohung...

          Warum bin ich nicht überrascht? :-(

        • Martin Holzherr Antworten | Permalink

          Nein. Es gibt einfach Leute, die glauben an unbegrenztes Wachstum, andere glauben nicht daran. Auch ich glaube nicht an unbegrenztes Wachstum sondern daran, dass mit grosser Wahrescheinlichkeit das Wachstum von selbst zum Erliegen kommt noch bevor es zu einer Katastrophe kommt.

  14. Lutz Prauser Antworten | Permalink

    Nun ja... ist "die Bedrohung des Abendlandes" nicht viel eher ein hausgemachtes Problem?
    Nehmen wir das Beispiel von der Umbenennung des Weihnachtsmarktes in Wintermarkt.
    Da kann man sich aber auch ganz andere Fragen stellen: Ist es nicht viel eher die Kommerzialisierung, die den vormals weihnachtlichen Gehalt dieser Märkte in Frage stellt?
    Am Münchner Flughafen gibt es seit Jahr und Tag einen Wintermarkt. Der kann dann nämlich bis Anfang Januar laufen und mehr Umsatz reinholen.
    Heißer Caipi, "Last Christmas" Gedudel und allerlei Firlefanz von Buddha-Statuen über Schmeichelsteine und Klangschalen zu Lama-Decken, Rentierfellen und Räucherstäbchen werden angeboten.
    Nicht, dass mich das stört: Aber mit Weihnachten hat das gar nichts mehr zu tun.
    Ebensowenig wie die mit roten Mützen verkleideten Anhänger der Spaßgesellschaft, die zum kollektiven Glühweintrinken hingehen. Ok. Jeder, wie er mag.
    Aber die eigene Nase ist offensichtlich manchmal auch zu lang, als dass man dran fassen könnte...

  15. M.R. Antworten | Permalink

    Vielen Dank für den interessanten und aufschlussreichen Artikel, den ich mit Gewinn gelesen habe! Die Informationen über die Geburtenrate in "stabilen" islamischen Staaten wie Iran und Türkei und der Zusammenhang zwischen (gelebtem) Glauben und Geburtenrate quer durch alle Religionen war mir so noch nicht bekannt, auch hierfür vielen Dank!

  16. Sonntagssoziologe Antworten | Permalink

    Diskussionen über PEDIGA gleiten viel zu schnell in Pro und Kontra Islam ab. Der eigentliche falsche Punkt bei PEDIGA ist aber der, Gruppenmitglieder in Sippenhaft zu nehmen. Maßnahmen gegen eine bestimmte Gruppe, weil irgendwo Leute aus dieser Gruppe durchgedreht sind. Mit dieser Logik Müsste auch jeder gemäßigte Rechte sich selbst abschieben, weil er zu der Gruppe gehört, aus der radikale Nazis stammen.

  17. Ralph Würfel Antworten | Permalink

    Lieber Michael Blume, herzlichen Dank für diesen Beitrag, der meine volle Zustimmung hat. Schöne Feiertage!

  18. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Nach Michael Blume bringt Religion mehr Kinder und ist überlebensnotwendig für die Menschheit. Mag sein. Doch Religion ist meist mit Religionskämpfen verbunden, gar mit ethnischen Säuberungen. In einer von Religion bestimmten Zukunft leben heisst deshalb unter Gewalt leben - oder aber separiert nach Religionen zu leben. Darauf hin weist beispielsweise der Artikel Zentralafrikanische Republik Wie Ratten in der Falle

    Christen und Muslime haben in der Zentralafrikanischen Republik nur noch ein Ziel: die jeweils andere Volksgruppe zu töten. Französische Soldaten stellen sich dazwischen. Tote gibt es trotzdem.

    Im zentralafrikanischen Konflikt gehen Christen übrigens äusserst brutal und rücksichtslos vor. Man könnten meinen: Egal ob Christ oder Muslim. Gewalt gehört zum Zusammenleben und Zusammensterben dieser Relgionen.

  19. Panagrellus Antworten | Permalink

    "2. Behauptung: Wegen der Muslime werden schon Weihnachtsmärkte in Wintermärkte umbenannt!"

    Forderungen wie die nach Säkularisierung der Sprache, "Frohes Fest"-statt-"Frohe Weihnachten"-Sagen, etc., kommen ja ironischerweise gerade nicht von Muslimen, sondern aus humanistischen und atheistischen Kreisen - man könnte sagen, von der Speerspitze des aufgeklärten Abendlandes, zumindest in deren eigener Wahrnehmung.

    Dagegen gibt es Muslime, die sich ein Weihnachtsbäumchen ins Zimmer stellen (siehe Tweet von Cem Özdemir!) oder muslimische Kinder, die am Kindergarten-Krippenspiel teilnehmen, wie ich selbst neulich erlebt habe. Manche säkulare Eltern kriegen dagegen schon einen Rappel, dass Kigas überhaupt Krippenspiele veranstalten, geschweige denn, dass ihre Kinder daran teilnehmen dürften.

    Könnte man nicht sogar sagen, dass Muslime in der Regel entspannter mit dem christlichen Erbe unseres gemeinsamen Landes umgehen als viele ex-christliche Mitbürger?

  20. RStahl Antworten | Permalink

    Pegidia muss doch alle Fakten ablehnen. Letztendlich sind diese in Arabischen Zahlen...man bedenke ARABISCH....total islamisierte Mathematik

  21. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Ich hab ja den schweren Verdacht, dass dieser Markus Ochsenhofer gar nicht existiert. Ihn braucht es als Feindbild, ohne ihn gäbe es kaum etwas zu diskutieren. Es ist also Geisterstunde.

  22. Pitt Antworten | Permalink

    Hallo @ all,

    mal ne dumme Frage....wer hat denn wann und wo die thematisierten Behauptungen aufgestellt?

    Danke...

    Gruß
    Pitt

  23. Thor Antworten | Permalink

    KulturNazi's !!! = PEGIDA - BAGiDA = propaganda = anti bolschewismus ??
    Religion = Poliltik = Dumm !!
    Muslim = Dumm !
    Jude = Dumm !
    Christ = Dumm !
    Religion = Scheuklappen = Dumme Ausrede
    Fanatismus jeglicher art = Faschismus
    Wissen = Macht
    http://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/atlantean_conspiracy/atlantean_conspiracy44.htm
    schaut euch den Himmel an und lernt von dem was Ihr seht dann
    illustriert die Geschiten der Religionen und versteht was literarisch gemeint ist !
    Danke !

  24. Michael Genniges Antworten | Permalink

    Herr Blume, durch eine Verlinkung auf Ihren obigen Text aufmerksam geworden, will ich doch einige Anmerkungenm machen. Sie schreiben: "...Derzeit sind rund 4 Millionen Menschen und also rund 5% der deutschen Wohnbevölkerung islamischen Glaubens - und auch unter den Zuwanderern überwiegen Nichtmuslime wie z.B. Christen aus Osteuropa und Afrika...."

    4 Mio. islamischen Glaubens? Ich denke doch nicht. Sollten wir nicht Atheisten und Agnostiker, die aus den islamisch geprägten Ländern zu uns kommen, hier ausnehmen? Das Verbot der Apostasie im Islam sollten wir auch indirekt nicht unterstützen.
    Meines Wissens wird Zuwanderung allgemein weder groß diskutiert noch kritisiert, jedenfalls nicht von PEGIDA, soweit ich es dort erlebe. Sie geben an, die überwiegende Zahl der Zuwanderer sei christlich. Das ist aufgrund der Herkunfstländer offensichtlich. Aus den Zahlen von Destatis geht aber nicht hervor, wie hoch der Anteil der Muslime an dieser Zuwanderung ist, zu der ja die sogenannten Asybewerber ebenfalls gerechnet werden. Falls dieser Anteil deutlich über 5% liegt (30%, 40%??), stellt sich natürlich die Frage, wie das bei ähnlich zukünftiger Entwicklung auswirkt. Haben Sie genaue Zahlen?

    Dann schreiben Sie: "Aber haben "die Muslime" denn nicht "mehr Kinder"? Nein - haben sie nicht".
    Sie begründen es mit den Ergebnissen Ihrer eigenen Arbeit dahingehend, dass eben immer religiöse Menschen mehr Kinder in die Welt setzen als nicht-religiöse. Das aber reicht doch nicht als Argument!
    Wieviele Kinder bekommt durchschnittlich die muslimische Frau in Deutschland? Wieviele Kinder bekommt durchschnittlich die nichtmuslimische Frau in Deutschland? In welchem durchschnittlichen Alter bekommt die muslimische Frau Kinder, in welchem die nichtmuslimische? Falls diese Zahlen sehr differieren, wie wirkt sich das wiederum in einer Zukunftsbetrachtung aus? Zuletzt: Wie entwickeln sich derzeit die Kinderrate muslimischer Frauen und das Alter, in dem sie Kinder gebären und welche Rückschlüsse lässt das auf die Zukunft zu? Falls das alles in Ihrem Rottenburger vortrag enthalten ist, bitte ich um Vergebung, aber 1:40 Stunde sind mir etwas zu lang.

    Ihre Punkte 2 und 3 sind entbehrlich. Ich vermute, Sie wollen damit dem Argument "Islamisierung" entgegentreten. Dann ist das schwach. Die Liste reicht von Moscheen und Koranschulen und "kein Schweinefleisch in Kantinen" über Halal-Zertifizierung (mithilfe derer Sie und ich wohl den islamischen Terror finanzieren), Beschneidung, gesonderten Schwimmzeiten usw usf bis hin zu Ehrenmorden, Totgetretenen und Abgestochenen. natürlich gibt es auch tatsächlich die Umwidmung christlicher Bräuche (St. Martin). Welche Bedeutung man dem zumisst, ist wiederum eine andere Frage, Islamisierung ist jedoch eine banale Realität. Wollen Sie den Aussagen von Buschkowsky widersprechen? http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/105-der-hauptstadtbrief-126/677-ein-teil-der-gesellschaft-wendet-sich-ab

    Sie werden gemerkt haben, dass ich das Gefahrenpotential des Islam weit höher und realer sehe als Sie. Ich frage mich, warum Sie den Islam so umstandslos als Religion bezeichnen? Und rege an zur Lektüre von Tilman Nagels neuem Buch "Angst vor Allah?".

    Zuletzt sei darauf verwiesen, dass Ihr Link zur Montagsdemo Berlin als Beweis für Verschwörungstheoretiker bei PEGIDA denkbar ungeeignet ist. Zwar würden Elsässer und jepsen sicher gerne PEGIDA vereinnahmen, die Differenzen dürften jedoch unüberbrückbar sein, die Linken in Deutschland gehen Elsässer eher auf den Leim. Ein gutes Beispiel dafür, dass auch Wissenschaftler "sich in ihre jeweiligen Ängste und Feinbilder so hineinsteigern können", dass sie sich in die Niederungen der Politik begeben und dort etwas den Überblick verlieren.

  25. Marcel S. Antworten | Permalink

    Vielen Dank für ihren Artikel! Schöne Argumentation und schlüssig. Ich will hoffen, dass Sie noch viele PEGIDA-Anhänger erreichen. Weiter so :-)

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Marcel S.

      Vielen Dank - aber da mache ich mir aus Erfahrung wenig Hoffnung. Wenn Leute Wissenschaft ablehnen wollen, finden sie immer "Gründe" dafür - schauen Sie sich einige Kommentare nur an! :-)

      Ich bin ja schon glücklich, wenn der Blogpost ein paar noch erkenntnisoffene Menschen gegen den Pegida-Angsthass "impft". ;-)

      Beste Grüße!

  26. Supertyp Antworten | Permalink

    Könnte ein schöner Artikel sein. Leider fehlen Quellen und die Tippfehler machen das Ganze für mich ziemlich unseriös.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Supertyp

      Die Quellen sind allesamt verlinkt, können also sogar von einem Supertypen nachvollzogen werden. Wenn der klicken will und kann... ;-)

      • Reinhard M. Antworten | Permalink

        Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
        Religionszugehörigkeit der Asylbewerber im Jahr 2013
        Die Betrachtung der Asylerstanträge des Jahres 2013
        unter dem Aspekt Religionszugehörigkeit zeigt, dass
        mit 64,9 % Angehörige des Islam den größten Anteil
        der Erstantragsteller bilden, gefolgt von Christen mit
        22,2 %. Damit gehören mehr als vier Fünftel (87,1 %)
        der Erstantragsteller einer dieser beiden Religionen an.
        An dritter Stelle folgen Yeziden mit 4,8 %.

        So sieht es aus!!!!!

  27. Reinhard M. Antworten | Permalink

    Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
    Religionszugehörigkeit der Asylbewerberim Jahr 2013
    Die Betrachtung der Asylerstanträge des Jahres 2013
    unter dem Aspekt Religionszugehörigkeit zeigt, dass
    mit 64,9 % Angehörige des Islam den größten Anteil
    der Erstantragsteller bilden, gefolgt von Christen mit
    22,2 %. Damit gehören mehr als vier Fünftel (87,1 %)
    der Erstantragsteller einer dieser beiden Religionen an.
    An dritter Stelle folgen Yeziden mit 4,8 %.

    So sieht es aus!!!!!

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Reinhard M.

      Hat Ihnen wirklich noch niemand gesagt, dass nicht jeder Einwanderer ein Asylantragssteller ist? Die meisten sind Unionsbürger, andere Kontingentflüchtlinge, Studierende, Fachkräfte, Ehegatten (z.B. auch aus der Ukraine oder Thailand)...

      Es kann doch nicht so schwer sein, aus der falschen Denke Ausländer = Asylant = Muslim heraus zu kommen!

      Zum Mitschreiben: NICHT JEDER MENSCH, DER IHNEN FREMD ERSCHEINT, IST EIN ASYLANT!
      #Kopfschüttel

      • Peter Monien Antworten | Permalink

        Aber jetzt mal ganz sachlich:
        Die Zahlen unter http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/bundesamt-in-zahlen-2013-asyl.pdf?__blob=publicationFile widersprechen schon der einen Aussage Ihres Artikels. Gemäß dem Artikel sind 2/3 der Asylantragssteller Muslime. Oder habe ich da einen Denkfehler?

        Die allgemeine Analyse von http://www.gapminder.org zu nehmen und einfach zu übertragen, ist meiner Meinung nach nicht zulässig. Die deutschen Spezifika und insbesondere die unter in Deutschland lebenden Muslimen könnten ganz anders aussehen. Schließlich gibt es hier auch spezielle Bedingungen (Wohlfahrtsystem etc.). Gibt es dazu Zahlen?

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Peter Monien

          Tatsächlich ist auch schon ein Vor-Kommentator dem Denkfehler aufgesessen, so dass ich mich kurz fassen kann:

          Nur ein Teil der Zuwanderer sind Asylbewerber, die meisten sind Unionsbürger, Ehegatten, Spätaussiedler, Studierende, Fachkräfte... Und in diesen (v.a. europäischen) Gruppen gibt es sehr wenig Muslime.

  28. Reinhard M. Antworten | Permalink

    Ich kann Statistiken lesen und auswerten. Hier Statistisches Bundesamt!!!
    Auf einen Blick
    Bevölkerung (31.12.) 2013 80,8 Mill.
    Lebend­geborene 2012 673 544
    Gestorbene 2012 869 582
    Wanderungs­saldo 2013 +428 607
    Ehescheidungen 2013 169 833
    Private Haushalte 2013 39,9 Mill.
    Familien mit minder­jährigen Kin­dern 2013 8,1 Mill.
    Be­völkerung mit Mig­rations­hinter­grund 2013 20,5 %

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Super, @Reinhard M.! Und wenn Sie jetzt noch wahrnehmen, dass sich hinter Menschen mit Migrationshintergrund z.B. auch Spätaussiedler, Griechen, Italienerinnen, Rumänen, Kroaten, Spanierinnen, chinesische Studierende, US-Amerikanerinnen, jüdische Zuwanderer aus der ehem. GUS, Thailänderinnen usw. befinden, dann haben Sie den Überblick! Es... sind... weit... überwiegend... keine... Muslime! Angekommen? :-)

    • Ralf Reinartz Antworten | Permalink

      Es ist schon nicht einfach so eine Statistik zu lesen. Denn man muss sie nicht nur lesen, sondern man muss auch wissen welche Zahlen da statistisch zusammengetragen werden.

      In ihren 20,5%, die offensichtlich ihr Bedrohungspotential ausmachen sind auch Menschen inbegriffen die seit mehreren Generationen nicht außerhalb der Bundesrepublik gelebt haben und die sie wohl kaum als Migranten wahrnehmen.
      Dazu gehören beispielsweise auch die berüchtigten Siebenbürgen Sachsen, die Wolgadeutschen, die Memeldeutschen, die Königsberger und Ostpreußen, Die Bernaul Deutschen und so mancher andere Deutsche der aus dem Ausland in die Bundesrepublik kommt. Von den ganzen EU-Bürgern die in unserem Land leben will ich gar nicht erst reden.

      Ihre Ängste sind nun aber auch nicht so neu und werden immer wieder mal wieder herausgekramt. Auch meine Familie war einmal so eine Bedrohung für Menschen wie sie. Wir kamen unter dem großen Kurfürsten (Friedrich Wilhelm von Brandenburg) in dieses Land, das war um 1700. Auch wir kamen als Religionsflüchtlinge und mit uns Brüder aus den Niederlanden.
      Nach kurzer Zeit sprach man in Brandenburg dann von Hugenottisierung, Calvinistenplage und Verholländerung.

      Was wir diesem Land aber brachten ist Heute Bestandteil auch ihrer Abendländischen Kultur, Oranienburg hat seinen Namen nach der Niederländischen Gemahlin Willhelms, Das Französische Gymnasium ist eine Hugenottenschule, viele Generäle der Deutschen Geschichte waren Nachkommen dieser Flüchtlinge.
      Die Plagegeister legten den Grundstock für die Preußische Marine, viele Handwerke und Industriezweige, sie gründeten Handelshäuser von Weltruf und brachten Bildung ins Land. Die Friedrichstadtkirche ist ebenfalls eine Hugenottengründung. So ließe sich jetzt weitermachen. Damit bewiesen die preußischen Herrscher, dass das gesunde Volksempfinden selten oder nie Recht hat.

      Genau so wie ihre Angst heute nicht nur unbegründet und überflüssig sit, sondern schlichtweg auf falschen informationen und den gleichen ewig gestrigen Vorurteieln und letzlich auf der Angst vor dem fremden beruht.

      Leider müssen aber auch sie sich damit abfinden, dass ihre kleine Welt groß ist, dass sie bunt und vielfältig ist und ihre Gemeinde, wo auch immer sie liegt ein Teil davon ist.

      Sie mögen das nicht wollen aber auch ihre abendländische Kultur, Was auch immer sie darunter verstehen mögen, ist nur ein kleiner Teil des Planeten Erde.

  29. Reinhard M. Antworten | Permalink

    Quelle BAMF Tabelle I - 6:
    Religionszugehörigkeit der zehn zugangsstärksten Herkunftsländer (Erstanträge) im Jahr 2013
    Die zehn zugangsstärksten Herkunftsländer zeigen
    nur geringe Unterschiede hinsichtlich ihrer religiösen
    Zusammensetzung. So ist bei allen Herkunftsländern
    mit Ausnahme Serbiens, des Irak und Eritreas die
    islamische Religionszugehörigkeit am häufigsten ver
    -
    treten mit Anteilen zwischen 39,0 % und 95,6 %. Beim
    Herkunftsland Serbien sind die Anteile bezüglich des
    Islams (41,9 %) und des Christentums (52,2 %) relativ
    ausgewogen. Hingegen stellen beim Irak Yeziden mit
    57,6 % die größte religiöse Gruppe. Bei Eritrea ist das
    Christentum mit 82,5 % am stärksten vertreten.
    Hauptherkunftsländer
    Russische Föderation,
    Syrien,
    Arab. Republik
    Serbien
    Afghanistan
    Mazedonien
    Iran,
    Islam. Republik
    Pakistan
    Irak
    Somalia
    Eritrea

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Reinhard M.

      Ja - und schauen Sie doch bitte auch gleich, wie viele Erstanträge z.B. aus Polen, Rumänien, Italien und Bulgarien erfolgten! Keine.

      Es sind nämlich EU-Staaten. Nur ein Teil der Zuwanderer kommt über das Asylrecht in unser Land. So schwer zu verstehen?

  30. Brite Antworten | Permalink

    Das was die Leute auf die Straßen treibt sind die Lebenssituationen in den Brennpunkten bsp Hannover-Stöcken, Berlin-Kreuzberg etc... Da helfen auch keine Statistiken egal wie schön ausgelegt. Ihr Deutschen seid einfach zu krass von eurer Vergangenheit beeinflusst und meint nun jede kleine Ausländerkritik=Nazi. Briten, Franzosen, Russen, Türken machen sich lustig über euch. ICH mache mich lustig über euch. Geht mal in die Türkei oder Ägypten oder in die Emirate und baut eine Kirche oder verteilt kostenlos Bibeln und erlebt selbst wie friedfertig ihr behandelt werdet (schließt um Gottes willen aber vorher ne Lebensversicherung ab). Die Pegida Dullis sind größtenteils Trottel, genau wie der größte Teil der Linken, oder einfacher gesagt wie der gesamt größte Teil der Menschheit. Wenn ihr euch aber mal die klaren aufgeschriebenen Forderungen durchlest zb. Flüchtlinge aufzunehmem ABER diese fair in alle EU-Länder zu verteilen, dann frage ich mich was daran falsch sein soll? Oder soll ich das lieber wieder zurücknehmen weil ich deswegen nun ein Nazi bin? Und wenn wir schon beim Thema Statistiken sind und der Frage warum Pegida so viel zulauf hat, dann beschönige doch mal die Statistiken die man auf Wikipedia findet unter dem Stichwort "Ausländerkriminalität in Deutschland" lieber Herr Blume... insbesondere die Zahlen von Straftätern mit arabisch und türkischen Migrationshintergrund finde ich überaus interessant. Ich habe selbst viele Freunde aus dem Bereich und da ist fast keiner streng gläubig und fast keiner ein harmloses Schaf, es ist schlichtweg eine andere Mentalität. "Der deutsche Hur*nsohn soll die Fre**e halten" ist ein Standardspruch, aber wehe es kommt ein Spruch zurück.. Sie leben nicht in Stöcken oder Kreuzberg, so wie es kein Politiker tut und sie haben selbstverständlich keine Probleme mit ihnen. Ich dagegen kann jeden Deutschen nachvollziehen warum er darauf keine lust hat und härteres eingreifen wünscht. Wenn keiner was sagen darf ohne direkt als Nazi beschimpft zu werden, dann brauch man sich nicht wundern wenn die rechte Szene solchen zuwachs verbucht..

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Brite

      Ihre Thesen sind leicht zu widerlegen: Pegida ist nur in Dresden erfolgreich, wo es kaum Ausländer und noch weniger Muslime gibt. Angeführt werden die Demonstranten von einem wegen Drogendelikten verurteilten Deutschen. In den vielen Regionen Deutschlands, in denen die Menschen unterschiedlicher Herkunft seit Jahrzehnten zusammenleben, finden die fremdenfeindlichen Demos dagegen keinen Widerhall bzw. unterliegen den Gegendemonstranten.

      Beste Grüße, frohe Weihnachten!

  31. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Abwehrhaltung, zu der wir alle tendieren, wird oft von Demagogen wie Martin Luther oder den Organisatoren der Pediga bedient. Diese Demagogen kreieren Formeln/Parolen, mit denen die angeblich feindliche Gruppe charakterisiert und stigmatisiert wird - wie eben "die Juden sind unser Unglück", eine Parole die auf Martin Luther, den Urheber der Reformation und Hetzer gegen die Juden zurückgeht.
    In wörtlicher Form stammt "die Juden sind unser Unglück" von dem dazumal anerkannten deutschen Historiker Treitschke, der sie wiederum aus einem längeren Satz Martin Luthers "kondensierte": Die folgende Stelle zeigt, dass Luther auch noch weitere Begriffe kreirt hat, die im Zusammenhang mit der Fremdenfeindlichkeit Verwendung finden:

    Treitschke entnahm sein bekanntes, später von Julius Streicher übernommenes antisemitisches Motto „Die Juden sind unser Unglück“ aus Luthers Satz von 1543: „Denn sie uns eine schwere Last, wie eine Plage, Pestilenz und eitel Unglück in unserm Land sind“.[105] Er [Martin Luther] prägte auch die von Antisemiten häufig verwendeten Begriffe „Wirtsvolk“ für nichtjüdische und „Gastvolk“ für jüdische Deutsche im Anschluss an Luthers Aussage: „Ebenso tun uns die Juden, unsere Gäste, auch; wir sind ihre Hauswirte.“[106]

    Begriffe und eingängie Formeln sind zur Mobilisierung von Volksmassen äusserst wichtig, denn sie machen etwas fassbar und allgemein kommunizierbar, sie wirken als allgemein verständliche Codes wie das gegenseitige Zulächeln. Sie sparen Denkarbeit, denn das Denken haben schon andre übernommen, die ihre Gedanken zu einem Zeichen, einem Signet ausformuliert haben, das nun jeder benutzen kann. Im Sinne von "Wehret den Anfängen" müsste man darauf achten, dass solche Begriffe und Formeln sich gar nicht verbreiten, mindestens aber sollten solche Begriffe hinterfragt werden.
    Auch "Islamisierung" ist ein solcher Begriff von Signalcharakter, ein Begriff, der das Denken in eine bestimmte Richtung lenkt. Das Perfide an einem solchen Begriff ist, dass niemand an ihm vorbeikommt, weder derjenige, der die Gefahr der Islamisierung heraufbeschwört, noch derjenige, der die Islamisierung als Hirngespinst brandmarkt.

    Dazu kommt: Fremde Kulturen/Religionen in einem Land wie Deutschland oder den USA können wohl wirklich zum Problem werden, wenn diese fremden Kulturen ihre eigene Gesellschaft mit eigenen Regeln schaffen, Regeln, die auch gegen das Gesetz im "Gastland" verstossen. Das scheint mir ein wichtiger Grund, warum in den USA der Begriff Law Enforcement so häufig genannt wird. Im Zusammenhang mit dem Zusammenleben verschiedener Kulturen, etwas was in den USA nun mal viel häufiger vorkommt als in Deutschland, ist es eben wichtig, dass es etwas Übergeordnetes wie den Staat gibt und dass dieser seine Gesetze durchsetzt - und zwar unparteisch gegenüber allen. Law Enforcement muss es gegenüber Islamgegnern genauso geben wie gegenüber Islamisten. Der Staat kann seine Glaubwürdigkeit nur bewahren, wenn er unparteisch erscheint. Das ist eine äusserst schwierig zu bewältigende Aufgaben, wie die jüngsten Rassenunruhen in den USA zeigen.

  32. DBarth Antworten | Permalink

    Die Phoenix Sendung " Fremde Heimat" sehr interessante und zugleich informative Sendung gewesen, vor allem zu wissen, dass selbst Deutsche (wie man sie auch immer damals nannte: Rückehrende, Umsiedler, Flüchtlinge, Vertriebene..etc.), die aus osteuropäischen Gebieten nach Deutschland zurückkamen oder zurück mussten, sie wurden genauso von den ansässigen bzw. einheimischen Deutschen hier zulande , sei es wegen ihren anders Dialekten, Gewohnheiten, Glauben oder einfach weil sie anders, fremd sind, schlecht behandelt, diskriminiert, beschimpft, und ausgegrenzt. Es scheint ein sich immer wieder wiederholendes Muster zu sein, nach dem Krieg, nach der Wiedervereinigung oder wenn Flüchtlinge ankommen, einen Sündenbock wird immer gefunden und einen Grund wird erfunden...

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      So ist es, @DBarth! Bei uns im Dorf wird noch erzählt, welche Vorurteile es gegen die katholischen Heimatvertriebenen gab - und wie gegen die erste katholische Kirche als "Marientempel" agitiert wurde!

  33. Detlef Barth Antworten | Permalink

    Wenn die Politik den Zündstoff hierfür liefert, dann machen sich solche diesen zunutze und früher oder später geht es hoch,
    Ich frage mich, ob das was die Bildzeitung betreibt, überhaupt mit Presse oder Redefreiheit zu tun hat?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Detlef Barth

      Rede-, Meinungs-, Presse- und auch Demonstrationsfreiheit, die nur für "richtige" Inhalte gelten würde, wäre keine Freiheit.

      Das bedeutet, das echte Freiheit einen Preis hat: In jeder Generation wird die Vielfalt auch Missbrauch bedeuten, werden Ängste, Hass und Vorurteile geschürt und zu besiegen sein.

      Freiheit bedeutet also auch Verantwortung - und also Würde. Auch deswegen liebe ich die Freiheit, sogar für die BILD... :-)

  34. Andreas Horn Antworten | Permalink

    Wer der Bildzeitung blind glaubt, ist selber Schuld. Aber auch die anderen Zeitungen sind mit Vorsicht zu genießen, wie "die Anstalt" neulich so wunderbar aufgedeckt hat (Qualitätsjournalismus - Die Anstalt 29.04.2014: http://youtu.be/VvTWo5ZGcNA ).

  35. Herr Herr Antworten | Permalink

    zu 1. alleine in NRW sind 4,3 Mio Türken gemeldet ! ? Ihre Hochrechnungen sind komplett falsch.
    Zu 2- 3 die vehemnte und permanente Verteidigung der Kriegsreligion Islam von Ihrer Seite
    sollte alle Kommentatoren zum Nachdenken bringen. Es gibt nur sehr selten irgendeine
    Kritik oder Verurteilung ?! Immer ist alles gut. immer sind die Bösen Rechten Schuld.
    ( wenn man mit einer Muslima verheiratet ist , ist das wahrscheinlich auch nicht möglich )

    Frohe Weihnachten

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Herr Herr

      Haben Sie für die Behauptung "alleine in NRW sind 4,3 Mio Türken gemeldet" irgendeine seriöse Quelle? Nein? Habe ich mir gedacht. Die Zahl ist nämlich schlicht gelogen.

      Kriegsreligion Islam? Sie meinen, weil im Namen des Islam beide Weltkriege ausgefochten, Millionen Juden und Sinti & Roma ermordet und Atombomben geworfen wurden? Oh, das war gar nicht "der Islam"? Nun, vielleicht wollen Sie ja nochmal nachdenken.

      immer sind die Bösen Rechten Schuld.
      Wo habe ich denn das behauptet? Wenn Sie sich wirklich kundig gemacht hätten, hätten Sie gesehen, dass ich zuletzt ein ganzes Buch über religiösen Fundamentalismus & Extremismus - auch im Islam! - herausgebracht habe.
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/fundamentalismus-extremismus-die-seiten-glaubens/

      Und hier spreche ich mich übrigens gegen Vollverschleierungen wie Burka und Shal aus:
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/burqa-niqab-shal-sorge-frauen/

      ( wenn man mit einer Muslima verheiratet ist , ist das wahrscheinlich auch nicht möglich )
      Wie Sie sehen können, haben Sie sich auch in dieser Hinsicht getäuscht.

      Ihnen frohe Weihnachten - mit viel Liebe und ohne Ängste und Hass!

  36. Dirk Neumann Antworten | Permalink

    Sehr geehrter Herr Blume,

    Ihren mehrfachen Verweis auf die Zuwanderung nach Deutschland über das Zuwanderungsgesetz ohne Nutzung einer Asylerstaufnahme finde ich spannend. Haben Sie hier Zahlen?
    Die Frage wie hoch der Anteil der Zuwanderung nach Deutschland aufgeteilt nach Religion, Herkunftsland, Geschlecht, Familiärer Situation, Ausbildung und später natürlich Integrationsfähigkeit (also Anteil sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse, Anzahl erfolgreicher Sprachkurse, Kinder und Ausbildung etc.) würden viel aktuell fehlende Transparenz bringen und - so hoffe ich - auch viel zur Solidarität und Willkommenskultur beitragen.

    Und, da ich es mir nicht verkneifen möchte:
    Ob die geburtenstarken religiösen oder auch nur sozialschwachen Großfamilien etwas positives darstellen, wage ich zu bezweifeln. die Welt braucht kein Bevölkerungswachstum, sondern mehr Bildung und mehr Ressourceneffizienz für die bestehende Population - völlig egal welche Art von Mensch wir betrachten. Somit sind alle bildungsverhindernden Strömungen zu isolieren und zu verdrängen. Und ich sehe den Islam generell als eine solche Strömung - zumindest in seiner Außenwirkung!

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieber Herr Neumann,

      am ehesten kommen die Zahlen der "Menschen mit Migrationshintergrund" hin - denn Spätaussiedler und Unionsbürger kamen und kommen auch ganz ohne Zuwanderungs- bzw. Asylgesetze zu uns, beachtlich ist auch der Anteil der Ehegattennachzügler (darunter z.B. auch viele osteuropäische und thailändische Ehefrauen zu deutschen Männern).
      Datenschätze zu dem Ganzen finden Sie z.B. hier:
      https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund.html

      Ob die geburtenstarken religiösen oder auch nur sozialschwachen Großfamilien etwas positives darstellen, wage ich zu bezweifeln. die Welt braucht kein Bevölkerungswachstum, sondern mehr Bildung und mehr Ressourceneffizienz für die bestehende Population - völlig egal welche Art von Mensch wir betrachten.

      Alle Menschen gehören zu einer Art, sie nennt sich Homo sapiens. Und wenn Sie keine Kinder wollen, dann haben Sie halt keine - es gibt zu dem Thema längst spannende, durchaus philosophische Debatten.
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/die-anthropodizee-frage-wer-himmel/

      Somit sind alle bildungsverhindernden Strömungen zu isolieren und zu verdrängen. Und ich sehe den Islam generell als eine solche Strömung - zumindest in seiner Außenwirkung!

      Abgesehen davon, dass Sie sich damit gegen Grundgesetz und Menschenrechte wenden, halte ich Ihre Ansichten auch für gesellschaftlich und sogar ökonomisch dumm. In Deutschland sterben seit 1971 ununterbrochen mehr Menschen als noch geboren werden. Und Sie können sich z.B. gerne einmal Japan anschauen, das meinte, trotz niedriger Geburtenraten auch auf Zuwanderung verzichten zu können - und vom einstigen Aufsteiger inzwischen zu einem vergreisenden, überschuldeten, politisch und wirtschaftlich niedergehenden Land geworden ist.
      http://www.zeit.de/2014/07/demografie-iran-nigeria-japan-deutschland/seite-3

      Ihnen frohe Weihnachten, gerne mit viel Liebe und mal ohne Hass und Ängste.

  37. Peter Becker Antworten | Permalink

    Sehr geehrter Herr Blume,

    zunächst einmal wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten. Sie haben natürlich Rechte, dass die andere Seite manipuliert, aber Ihre Argumentation ist auch nicht ganz kosher.

    1) Fakt ist, dass in Deutschland 25 % der Kinder und Jugendlichen unter 15 Muslime sind. Berücksichtigt man nun die höhere Geburtenrate der Musliminen in Deutschland, dann ist, auch ohne Zuwanderung, eine muslimische Mehrheit in Deutschland keine Frage das ob, sondern lediglich des Wann. Ich verstehe den Begriff der „Islamisierung“ nicht als Vorwurf an die Muslime, sondern lediglich als Beschreibung dieser Tatsache.
    2) Natürlich ist das primäre Problem, dass wir teilweise ohne Not, quasi im vorauseilenden Gehorsam unsere Kultur und unserer Werte aufgeben. Das fängt an bei der Islamkonferenz, der Sharia im Internationalen Privatrecht, dem kulturellen (Migranten)-Rabat vor Gericht, der hauptsächlich Moslems zu gute kommt, den über 300 Schwimmbädern mit Frauenbadetagen, neben den Beispielen, die Sie genannt haben, der Umbenennung des Sankt-Martin-Festes, bis dazu, dass jeder der ein Burkaverbot fordert, sofort diffamiert wird, anstatt das auf die Argumente sachlich eingegangen wird.
    Aber natürlich machen Teile der Moslems auch massiven Druck, dem leider auch nachgegeben wird. Der Vater, der seinen Sohn Jehad nennen möchte, was ihm das Standesamt dann zu Recht verweigert, und der dann leider in Berlin vor Gericht Recht bekommt. Der muslimische Schüler, der ebenfalls in Berlin vor Gericht einen Gebetsraum erstreitet. Die muslimische Familie die bis zum BVGH gegen die Teilnahme der Tochter am Schwimmunterricht klagt, und dann zum Glück verliert. Die muslimische Krankenschwester, die im evangelischen Krankenhaus ein Kopftuch tragen möchte, und dann zum Glück verliert. Und besonders dreist, die muslimische Familie, die ihre Töchter an einer Privatschule anmeldet, die von Anfang an klipp und klar sagt, das die Schule weltanschaulich neutral, und daher das tragen des Kopftuchs nicht erlaubt ist. Wo dann natürlich die Mädchen nach den Sommerferien mit Kopftuch in die Schule kommen, und jetzt verlangen, dass die Regeln nicht mehr für sie gelten. Zum Glück hat auch hier das Gericht richtig entschieden.
    Ich könnte noch mehr schreiben, ich lasse es jetzt aber dabei.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Sehr geehrter Herr Becker,

      es wäre interessant zu wissen, ob Sie an die 25% Muslime in der jungen Generation selber glauben (sich also haben täuschen lassen), oder ob Sie bewusst falsche Zahlen verbreiten?

      Denn ich habe selbst schon vor Jahren Geburtsurkunden ausgewertet - und selbst in Stuttgart waren es weit weniger! (Siehe obigen Vortrag.) Entweder also Sie haben eine seriöse Quelle - oder Sie sollten einräumen, dass Sie (bewusst oder unbewusst) Falschangaben verbreitet haben.

      Was mit Ihrer Ansammlung von Einzelfällen bezweckt werden soll, erschließt sich mir nicht. Selbstverständlich finden sich unter Millionen Muslimen auch dumme, kriminelle, fundamentalistische und intolerante Leute - wie in jeder anderen Menschengruppe auch!

      Der Pegida-Organisator ist z.B. wegen Drogendelikten verurteilt, das scheint Sie nicht zu stören. Aber bei muslimischen Krankenschwestern, die ein Kopftuch tragen wollen, werden Sie richtig sauer... Merken Sie was?

      Auch Ihr Gejammer über fehlende Meinungsfreiheit geht schlicht daneben: Ob Broder oder Sarrazin, Pirinçci oder Pegida - auch Hetze ist in unserem Land erlaubt und wird in den großen Medien nicht selten gefeiert. Wir dürfen dem aber auch widersprechen.

      Gegen die Burka habe ich mich übrigens auch selbst ausgesprochen, hier: http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/burqa-niqab-shal-sorge-frauen/

      Also, versuchen Sie doch, wenigstens an Heiligabend von Ihrem Angst-und-Ressentiment-Trip samt Falschaussagen mal runter zu kommen. Etwas mehr christlicher Geist wäre schön!

      Frohe Weihnachten! :-)

        • Joker Antworten | Permalink

          "Der Anteil von Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre liegt [bei den Muslimen in Deutschland] bei ca. 25 %, während er in der Gesamtbevölkerung nur 14,5 % beträgt. Über 40 % der in Deutschland lebenden Muslime sind unter 25 Jahre alt." (Ihre Quelle bezüglich der 25%)

          Das besagt nicht, "dass in Deutschland 25 % der Kinder und Jugendlichen unter 15 Muslime sind"; und übrigens auch nicht, dass über 40 % der in Deutschland lebenden unter 25-jährigen Muslime sind.

          Da können wir ja alle nochmal beruhigt feiern, wer weiß wie oft noch, bevor uns der Hammer erwischt.

          Frohes Fest.

          • Joker | Permalink

            Unter-25-Jährigen

        • zabki Antworten | Permalink

          oh je, oh je, da wurde aber was verwechselt ... 25 % _wovon_, das wäre wohl nochmals zu überprüfen ...

          • zabki | Permalink

            ... könnte jetzt so aussehen, als bezöge meine Bemerkung sich auf @Joker ... natürlich war @Peter Becker angesprochen (Joker war noch unsichtbar)

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Peter Becker

          Wie ja @Joker und @zabki schon gezeigt haben, haben Sie schlicht die Zahlen falsch verstanden: Nicht 25% der jungen Generation in Deutschland sind Muslime, sondern unter den Muslimen in Deutschland gehören 25% zur jungen Generation!

          Dies hat natürlich vor allem damit zu tun, dass viele Zuwanderer im Erwachsenenalter nach D. gekommen sind und hier Familien gegründet haben - und dass viele Ältere z.B. als Rentner in die Herkunftsländer zurück kehren. Die Geburtenraten gleichen sich dem gesellschaftlichen Durchschnitt dabei schnell an.

          Sie können also Weihnachten ohne Angst genießen! :-)

          • Peter Becker | Permalink

            Dann sind es grob geschätzt 15 % der bis 15-jährigen, was an der Aussage aber nichts ändert. Außerdem trägt jede Zuwanderung mit einem Anteil an Muslimen über dem aktuellen Anteil in der Bevölkerung zur Islamisierung bei.

            Weiterhin finde ich es irritierend, dass Sie mir in Ihrer ersten Antwort Worte in den Mund legen, die ich nicht gesagt habe. Da Sie mir aber bei meiner wesentlichen Feststellung nicht widersprochen haben, werte ich das als Zustimmung.

          • Michael Blume | Permalink

            @Peter Becker

            Wie kommen Sie jetzt auf "grob geschätzt 15% der 15-jährigen"? Deutschlandweit?

            Und, nein, Schweigen meinerseits ist keine Zustimmung, sondern Höflichkeit. Auch beim besten Willen kann ich nicht auf jeden mehr oder weniger reifen Gedanken von Hunderten Kommentierenden auf Natur des Glaubens eingehen. :-)

            Ihnen noch schöne Feiertage!

          • Peter Becker | Permalink

            Laut Zitat von Experten in der unten verlinkten ZDF-Reportage wird es in 50 Jahren in Deutschland genau soviele Christen wie Muslime geben. (im Video ab 31:40)
            http://livingscoop.com/watch.php?v=3794

          • Michael Blume | Permalink

            @Peter Becker

            Der Link führt - zumindest bei mir - ins Nichts.

            Wenn Sie schon meine Zeit so ausführlich in Anspruch nehmen, dann wäre es doch im Sinne der Aufklärung, Ross und Reiter zu benennen: "Welche" Experten machen auf Basis "welcher Daten welche Prognosen"? Dann kann man auch seriös darüber urteilen.

            Aus eigener - auch bitterer - Erfahrung darf ich auf jedenfall schon vorab sagen, dass über Jahrzehnte gerichtete Prognosen meistens daneben liegen. Auch die UN-Weltbevölkerungsprognosen werden daher alle paar Jahre korrigiert, mal nach unten, mal nach oben. Das menschliche Leben ist schwer berechenbar, zumal Faktoren wie neue Lebensumstände, steigende Lebenserwartung, Migrationsprozesse etc. immer wieder auftreten. So sind beispielsweise in den vergangenen Jahren mehr Menschen in die Türkcie (rück-)gewandert als nach Deutschland gekommen - eine Entwicklung, die zuvor kaum jemand geahnt hatte.
            http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/rueckwanderung-was-heisst-schon-heimat/5769636.html

            Also, lassen Sie sich nicht einschüchtern! Und wenn Sie das Abendland retten wollen, dann können Sie es statt Hetze ja auch einfach damit versuchen, (mehr) Kinder in die Welt zu setzen oder andere Familien, Kirchengemeinden oder humanistische Verbände zu fördern. Nur zu!

          • Peter Becker | Permalink

            (Admin-Hinweis: Bitte nicht einfach kommentarlos Links einstellen, diese werden als Spam & Zeitfresser entfernt. Danke. M.B.)

          • Michael Blume | Permalink

            @Peter Becker

            Und wenn es irgendwann so käme (was ich zumal mit Bezug auf ungenannte "Experten" bezweifle) - wer wäre Schuld daran?

            Ihrem Blogtitel nach verachten Sie doch selbst das Christentum. Und bestimmt hat Ihnen kein Muslim jemals verboten, (mehr) Kinder groß zu ziehen. Gegen etwas "mehr Christen" in Deutschland hätte ich gar keine Einwände! :-)

            Kurzum: Kennen Sie das Sprichwort vom Finger, mit dem man(n) auf andere zeigt - und den drei Fingern, die dann zurückzeigen? ;-)

          • Peter Becker | Permalink

            Da Sie so "komisch" auf meine Kommentare reagieren, möchte ich mich dann doch noch mal zu Wort melden.
            Es ist nicht zu bestreiten, dass Deutschland einer rapiden Islamisierung unterliegt, deren Geschwindigkeit nur knapp vom Mitgliederschwund der Kirchen übertroffen wird. Daran sind, wie ich bereits im ersten Kommentar geschrieben habe, natürlich nicht die Moslems Schuld.
            Es ist aber auch nur die halbe Wahrheit, dass dies, wie von Ihnen insiniuert, ausschließlich an der Gebärmüdigkeit der deutschen Frauen liegt. Vielmehr liegt dies zu einem ebenso großen Teil an der Einwanderungs-, Asyl- und Flüchtlingspoltik, die in den letzten 50 Jahren betrieben wurde, angefangen bei der Anwerbung von Gastarbeitern aus der Türkei.
            Das Bemerkenswerte ist, das diese Politik nicht alternativlos ist. Man hätte ebenso gut (bzw. könnte in der Zukunft) das Geburtendefizit durch die Einwanderung von Christen aus Schwarzafrika ausgleichen. Dann hätte man zwar auch Einwanderung, aber keine Islamisierung.

          • Michael Blume | Permalink

            @Peter Becker

            Abgesehen davon, dass - wie bereits mehrfach geschrieben - die Mehrzahl der Zuwanderer in Deutschland aus christlichen Ländern wie Italien, Spanien, Rumänien etc. kommt, kann ich Ihrem Gedankengang folgen.

            Ärgerlich finde ich jedoch Ihren Macho-Spruch von der “Gebärmüdigkeit deutscher Frauen“. Tatsächlich wünschen sich Frauen in Deutschland durchschnittlich mehr Kinder als Männer in Deutschland. Einer der häufigsten Gründe, warum es nicht zu mehr Kindern kommt, ist das “Fehlen eines geeigneten Partners“. Sie könnten also mit größerer Berechtigung von der “Familienmüdigkeit mancher deutscher Männer“ schreiben...

          • Peter Becker | Permalink

            Wenn der Anteil der Muslime an der Bevölkerung 5 % beträgt, der Anteil an den Zuwanderen aber 10 %, dann erhöht das den Anteil, auch wenn 90 % keine Muslime sind. Ziemlich einfache Mathematik.

          • Michael Blume | Permalink

            @Peter Becker

            Ja - und???

            Durch die Wiedervereinigung stieg der Anteil der Konfessionslosen und auch NPD-Wähler in Deutschland. Finden Sie ernsthaft, das hätte z.B. für Christen ein Argument sein sollen, die Vereinigung abzulehnen? Ich nicht...

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @ Herr Dr. Blume :
            Nun findet ja momentan keine 'Wiedervereinigung' statt,
            zudem wäre bei einem hohen Anteil von Nationalen Sozialisten in der bankrotten DDR vielleicht seinerzeit eine 'Wiedervereinigung' als ablehnenswert denkbar gewesen?

          • Michael Blume | Permalink

            @Webbaer

            Für mich nicht. Und ich darf daran erinnern, dass es auch in Westdeutschland immer wieder Erfolge rechtsextremer Parteien gab - und große Teile der Bevölkerung Jahrzehnte benötigten, um sich an Freiheit und Vielfalt zu gewöhnen. Manchen gelingt dies bis heute nicht. Warum also sollte dies in Ostdeutschland anders sein?

            Ärgerlich finde ich es nur, wenn Finanzausgleichsempfänger aus Berlin oder den neuen Ländern uns Süddeutschen die Story von der “Überfremdung“ verkaufen wollen. Neukölln ist überall? Gott sei Dank nicht...

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @ Herr Dr. Michael Blume :
            Die Doitschen sind sicherlich ein Fall für sich, wurden von D ausgehend nicht nur zwei Sozialismen erfunden, sondern auch gesellschaftlich implementiert.

            Insofern war weiter oben auch nur ein Gedankenexperiment angeregt, das vielleicht Völkisches überlagern könnte.

            Nichts für ungut.
            MFG
            Dr. W

  38. Dirk Neumann Antworten | Permalink

    Hallo Herr Blume,

    Danke für den LINK.
    Ich kann mit Ihren weiteren Antworten nichts anfangen, weil sie bewusst ausweichend antworten.
    Schade auch das hier keinerlei Argumente enthalten sind.
    wie kommen sie darauf, dass ich keine Kinder möchte? Ihr Beitrag ist tendenziös und sagt: Mehr Religiosität ist notwendig um das Überleben zu sichern. das ist IMHO Quatsch. Aufgeklärte, wenig religiöse, satte, reiche Gesellschaften brauchen Zuwanderung um ihre Wachstumsdynamik beizubehalten. ob dieses Wachstum notwendig ist wage ich zu bezweifeln. Das Schrumpfen in Japan ist doch gut - so kann China oder der Rest Sudostasiens besser wachsen und "aufholen"...
    Wieso schließen sie, ich wäre gegen Einwanderung in Deutschland? Bin ich nicht, nur müssen diese Einwanderer unsere Sprache (und damit einen großen Teil unserer Kultur) lernen wolle und unsere Verfassungsgrundlagen (Wertesystem) akzeptieren.
    Das dies bei großem kulturellen Unterschieden erst über Generationen hinweg funktionieren kann, ist auch klar. Hier hat die Bildung eine äußerst wichtige Rolle - und muss gefördert werden (Ganztageseinrichtungen, KiTa-Pflicht etc.).
    aktuell sehen wir in einigen Gegenden Deutschlands jedoch keine Verbesserung der Integrationsfähigkeit/Willigkeit in Nachfolgegeneration - oder liege ich da falsch? Was ist ihr Konzept das zu verbessern?

  39. Florian Menevis Antworten | Permalink

    Neben eigentlichen Zahlen, muss auch eine qualitative Analyse von Gewaltpotential geben. Wenn man bedenkt was 3 NSU-Terroristen für ein Schaden angerichtet haben, dann muss man bei 500 gewaltbereiten IS-Anhängerin in Deutschland (und z.B. 2000 in Frankreich) schon die Frage stellen dürfen ob ein solches Gewaltpotential doch nicht langsam signifikant wird. Rein hypothetisch könnte man auch die Frage stellen ab wann ein Gewaltpotential signifikant ist, ab 1000, 2000, 3000.... Leuten.

  40. Julian Antworten | Permalink

    Herr Blume lt. Sharia wird eine Muslimin die einen Nichtmuslim heiratet als eine Ehebrecherin gewertet.
    Islam wächst auch durch Mission, wie sie schon sagen wächst er prozentual schneller als die Gesamtbevölkerung der Welt.
    Tatsache ist das der orthodoxe intolerante Wahabismus in Deutschland starken Zulauf hat.
    Früher war Indonesien ein sehr tolerantes Land, jetzt gibt es immer mehr Provinzen, welche die Sharia als Gesetz fordern. Ähnliche Bsp. gibt es in Afrika, Malaysia Türkei etc.
    Im Jahr 1960 war der Anteil der Muslime bei 55% und heute bei 90%. Österreich 1971 ca. 22000 Muslime 2009 8,35 Mio wobei der Anteil von 0,3 auf 6,3% gestiegen ist.
    Quelle:
    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Österreich

    Ähnliche Daten in ganz Europa, wenn diese Zahl ähnlich steigt werden sie bald in Europa die Mehrheit stellen.
    Der überwiegende Teil der islam. Länder ist Intolerant gegenüber anderen Religionen bzw. Minderheiten. Was macht der Islam mit Kritikern und Aussteigern?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieber @Julian,

      ganz klar: Die islamische Welt ist in Turbulenzen und nach dem weitgehenden Scheitern sozialistischer und nationalistischer Ideologien verzeichnen religiöse, fundamentalistische und auch extremistische Bewegungen Zulauf.

      Zugleich aber gibt es immer mehr Muslime, die Bildung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit befürworten - und diese gilt es zu stärken.

      So bin ich als Christ mit einer Muslimin verheiratet - und wenn wir auch nicht nach Saudi-Arabien oder den Iran einreisen können, so erlebe ich doch große Sympathie auch unter Muslimen.
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/der-frieden-krieg-ihnen-weihnachten/

      Zum heutigen Weihnachtsfest hatten wir eine muslimische Familie zu Gast, waren zusammen in der Kirche und haben Weihnachtslieder gesungen. Es liegt an uns, ob wir Dialog und Begegnung suchen oder ab- und ausgrenzen.

      Und was z.B. Indonesien angeht, so darf ich doch darauf verweisen, dass dort gerade ein ziviler Kandidat freie Wahlen gegen einen Ex-General gewonnen und in seiner Antrittsrede ausdrücklich auch die Christen gewürdigt hat.

      Der Kampf zwischen Extremisten und Demokraten findet innerhalb der islamischen Welt statt - und wir sind gut beraten, nicht durch falsche Politik die falschen Kräfte zu stärken. So teile ich Ihre Ablehnung der Wahhabiten - muss aber auch darauf hinweisen, dass westliche Truppen und auch deutsche Waffenlieferungen das saudische Regime stabilisieren. Viele Muslime empören sich -m.E. zu Recht - darüber.

  41. Grussel Antworten | Permalink

    Guten Morgen,
    was hier immer als seriös von den angeblichen Demokraten gehandelt wird, ist für mich Augenwischerei. Die Statistiken sind öffentlich, von Bundesämtern, von Institutionen und Verlagen. Wenn Sie Herr Blume die Mormonen als Gegenpart für die Islamisierung anbringen zeugt das zwar von Ihrem bemühen die Lage zu de-eskalieren aber nicht von Fingerspitzengefühl. Fingerspitzengefühl, ja ja hat ja nichts in der theoretischen Wissenschaft zu suchen, aber dann stellen Sie auch die Anzahl der Mormonen in Deutschland in Bezug zu den Moslems. Weiter geht's, Religionsgemeinschaften. Was sind Parteien? Sind diese nicht die neuen Religionsgemeinschaften? Versucht nicht jede Partei Menschen auf ihre Seite zu bekommen? Versuchen Parteien nicht ihre Ideologinnen anderen aufzudrücken. Auch wenn diese Parteien nicht als Regierende im Bundestag sitzt (Opposition). Ihren Aufsatz habe ich zwei mal gelesen. Meine Meinung? Schlecht, da er in keinem Ansatz neutral ist. Deswegen ist Ihr Aufsatz nichts weiter als Politik im weitesten Sinne. Was Politik für mich ist...siehe oben. Schöne Feiertage....da diese ja nun wieder aus unseren Wurzeln kommen, sprich kirchliche Feiertage sind, gehen Sie doch arbeiten. Staatlich finanziert?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Grussel

      Bei mir kommt an: Sie glauben nichts, was Demokratinnen und Demokraten sagen, weil Sie Demokratie und Politik generell verachten. Zumindest in dieser Frage haben Sie mit islamischen Nationalisten und Fundamentalisten also Gemeinsamkeiten...

      Entsprechend lesen Sie auch Texte gleich verdreht: Ich halte Mormonen nicht für ein Gegenmittel zur "Islamisierung" (die es so, siehe oben, nicht gibt!), sondern für einen Beleg, dass gesellschaftlicher Kindermangel kein unabwendbares Schicksal ist. Niemand - und schon gar nicht die muslimische Minderheit - verbietet Ihnen, für das Abendland noch ein paar Mini-Grussels in die Welt zu setzen und Ihnen die rechten Werte zu vermitteln. Sie können sogar entsprechende Gemeinschaften gründen, Schulen gründen usw., statt nur "gegen" etwas zu sein!

      Aber ich fürchte, Sie dürften auch eine wenig vorteilhafte Meinung über "die heutigen Frauen" haben, zumal dann, wenn sie Demokratinnen sind... Ihnen besinnliche Feiertage!

  42. Tim Reese Antworten | Permalink

    Sehr kompetenter und gut verständlicher Beitrag herr Blume. Hier findet man kompakt alles was man über diese Thematik wissen sollte. Vielen dank dafür und weiter so.

  43. Dirk Neumann Antworten | Permalink

    @Tim Treese:
    Sie finden in diesem Artikel einige Informationen, vor allem jedoch eine völlig offensichtliche ohne jeden Lösungsansatz: "Mehr Religion=Mehr Kinder=mehr Ausbreitung" Für mich klingt das wie ein Aufruf das falsche zu tun. Ziel muss es doch sein die kulturellen Unterschiede zu verstehen zu akzeptieren und gegenseitig schätzen zu lernen. Wenn das geschafft ist, werden sie sich auch abbauen - dadurch ändern sich alle beteiligten Kulturen - eine Neue entsteht...

    Als Analyse der PEGIDA Forderungen taugt der Artikel nicht.
    1. weil die abgedruckten Thesen tlw. gar keine PEGIDA Forderungen sind.
    2. weil Herr Blume leider auch nicht zwischen Inhalt und vermuteter Ideologie unterscheiden will/kann.
    3. weil er vermeidet sich mit dem Hauptthema bei PEGIDA, dem Aspekt des Nichtintragtionswillens muslimischer Menschen in Deutschland, NICHT auseinandersetzt - eine typische Tabuisierung aus Angst vor Polarisierung. Langfristig bewirkt dies meines Erachtens noch mehr Integrationsunwilligkeit. kurzfristig bewirkt die Polarisierung (wie in unseren Medien) OHNE transparente Diskussion eine deutliche Verringerung der Willkommenskultur.

    Er hat inhaltlich auf meine Argumente nicht reagiert, unterstellt mir jedoch völlig unbewiesen ich hätte/wöllte keine Kinder.... Daher breche ich die inhaltliche Diskussion hier ab.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Tja, Herr Neumann - Sie schrieben selbst, es gäbe zu viele Kinder und von Verstehen anderer Kulturen war keine Rede, sondern vom "Zurückdrängen des Islam"!

      Und auch jetzt behaupten Sie ohne jeden empirischen Beleg, Muslime wollten sich nicht integrieren. Das ist in dieser Pauschalität schlicht falsch (und entspricht übrigens dem klassisch-doitschen Vorwurf gegen "die Juden") - was ich auch deswegen belegen kann, da ich gerade Weihnachten gemeinsam mit Muslimen gefeiert habe (ja, inkl. Gottesdienstbesuch).
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/der-frieden-krieg-ihnen-weihnachten/

      Sie werden sich irgendwann entscheiden müssen, ob Sie weiter in Ressentiments abdriften oder doch noch die Werte unserer und anderer Kultur(en) und Religionen entdecken. Vielleicht überwinden Sie ja dann auch die Abneigung gegen vermeintlich überzählige Kinder...

      Beste Grüße!

  44. Dirk Neumann Antworten | Permalink

    Herr Blume,

    Nein, ich bin nicht für ein "Zurückdrängen des Islam" ich bin für eine klare Einforderung der Akzeptanz und des Respektes des Islam gegenüber anderen Religionen!
    Nein, ich halte Muslime in Deutschland nicht für "Integrationsunwillig". ich schrieb, das Sie sich mit diesem Aspekt der PEGIDA Forderungen nicht auseinandersetzet . Sehr wohl gibt es Integrationsunwillige Muslime in Deutschland. Wie würden Sie mit diesem Thema umgehen?
    Nein, ich sagte nicht es gäbe zu viele Kinder! ich sagte die Weltbevölkerung ist groß genug, ein Wettkampf der Religionen um Macht über deren Bevölkerungswachstum ist daher ein völlig unsozialer Ansatz.

    Sie haben jetzt 3x die Unwahrheit über meine Texte in diesem Kommentar gesagt. Bitte RICHTIG lesen.
    Welche Vorurteile ich habe, habe Ich Ihnen noch nicht gesagt :)

    P.S.: Wie schon gesagt, ihre Unterstellung ich hätte keine Kinder ist falsch. Habe eben mit meinem Sohn eine Runde Backgammon gespielt. meine Tochter spielt Keyboard....aber in was für eine Rolle begebe ich mich, wenn ichmich Ihnen gegenüber verteidige? Sie sind doch sicher ein toleranter, gebildeter weltoffener Mensch, der an das Gute in den Menschen glaubt...Oder tolerieren sie kritische Argumente nicht?
    ich wünsche Ihnen Besinnung und Ruhe in den Feiertagen. Durchdenken sie meine Kommentare, und stellen Sie sich dabei bitte einfach keinen Rechten vor!

    Beste Grüße,
    Dirk Neumann

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Tja, Herr Neumann, da stecken wir wohl beide in der gleichen Kommunikationsfalle (ein klassisches Online-Problem). Vielleicht haben Sie auch einfach schon vergessen, dass Sie sehr herablassend eingestiegen sind und meinen Text nicht nur fehlinterpretiert, sondern auch als "Quatsch" bezeichnet haben. Vielleicht hätte ich mir da die Mühe einer Antwort gar nicht mehr antworten sollen?

      Einen "Wettkampf der Religionen" habe ich zum Beispiel nirgendwo gefordert, sondern lediglich aufgezeigt, dass es auch kinderreiche, christliche Traditionen gibt und die Gleichung Islam = bedrohlicher Kinderreichtum also falsch ist. Auch sehe ich in Deutschland kein Problem der von Ihnen vorgebrachten "Überbevölkerung" - und Sie sprachen ausdrücklich davon, das "bildungsverhindernde Strömungen zu isolieren und zurück zu drängen" seien - wie eben "der Islam". Wie passt das zu Ihren späteren Ausführungen zur Annäherung der Kulturen? Gleichzeitig isolieren und annähern???

      Weiterhin ist mir nicht klar, warum Sie für "integrationsunwillige Muslime" von mir andere Instrumente einfordern wie für "integrationsunwillige" Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen. Sind Rechtsextreme, Punks oder christliche Fundamentalisten nicht ebenso Begleiterscheinungen freiheitlicher Gesellschaften? Mir ist nicht klar, warum sich Ihre Vorhaltungen da nur gegen eine religiöse Minderheit richten - und warum Sie dann bei Widerspruch auch immer wieder zurückrudern und behaupten, so sei es doch gar nicht gemeint gewesen... Unter uns Vätern: Mit Kindern sollte Ihnen doch nicht SO langweilig sein... ;-)

      Also, lieber Herr Neumann, Sie werden doch sicher Verständnis dafür haben, dass meine Blog-Zeit nicht unbegrenzt ist - wie kommen wir aus dem zeitfressenden Schattenboxen also wieder heraus? :-)

    • Ralf Reinartz Antworten | Permalink

      Herr Neuman

      Helfen sie mir doch bitte. Bei allen Bemühungen, auch im Gespräch mit BOGIDA und DÜGIDA, Demonstranten ist mir bisher nicht klar geworden was denn eigentlich die konkreten Forderung dieser "Bewegung" sein sollen.

      Die Forderungen einer Initiatorin (Melanie Dittmer) in Bonn waren
      Weg mit ausländischen Imbissketten und den ganzen Ausländischen Restaurants denn die sorgen für Gettoisierung.
      Todesstrafe für Dealer, Mörder und Volksschädlinge
      Ausrufung eines nationalen Volksstaates

      Lutz Bachmann (PEGIDA Gründer)
      Todesstrafe für missliebige Beamte

      Keine Aussage kam allerdings zur Gefahr der Islamisierung.

      Ich hoffe sie könne mich mit weitergehenden Infos zu den konkreten Forderungen versorgen.

      Eine Frage hätte ich auch noch dazu.
      Wie kommt es das anscheinend ganz normale Menschen wie sie sich mit
      Melani Dittmer- PRO.NRW Identitäre Bewegung und ehemals NPD
      Lutz Bachmann - Mehrfach wegen Einbruch, Drogenbesitz vorbestraft, wegen Asylmissbrauch aus Südafrika ausgewiesen
      Michael Stürzenberger - Politically Incorrect, beobachtet durch den Verfassungschutz Bayern wegen Verfassungswidrigen Bestrebungen
      Siegfried Daebritz - Nah an Schwarze Schaar und HOGESA
      solidarisieren?

  45. Litschii Antworten | Permalink

    na endlich redet mal jemand über die Wahrheit.
    Bei vielen Diskussionen ist mir aufgefallen, dass man meistens mit Halbwahrheiten oder Lügen begründet hat ohne jegliche Beweise oder Quellen.
    Und auch die Lage in der Türkei selbst ist sehr angespannt. Ich war im Sommer in der Türkei und habe live vor Ort gesehen wie die Menschen sich politisch engsrgieren. Während Erdogan hauptsächlich ältere, konservative Verfolger hat, gibt es die Opposition durch die jüngere Generation. Also kann man gut davon ausgehen, dass sich in Zukunft mehr ändern wird.
    Zudem kann ich bejahen, dass der östliche Teil von der Türkei Türkei schon sehr westliche Konsumverhaltenszüge angenommen hat. Man erkennt, dass die jüngeren Generationen sehr westlich geprägt sind. Ich würde selbst schon teilweise behaupten, dass man nicht den Unterschied erkennen würde, wenn man die Kultur außeracht lassen würde.

  46. Dirk Neumann Antworten | Permalink

    Hallo Herr Reinartz,

    Ich halte PEGIDA für falsch, da es polarisiert und unter völlig unsinniger Fahne marschiert.
    Die Reputation der öffentlich bekannten Organisatoren ist für mich nicht wichtig, der Wiederhall und die mögliche Wirkung in Gesellschaft und Politik machen GIDA interessant/wichtig.

    Ich weiß auch nicht,was PEGIDA Initiatoren eigentlich wollen, ich kenne nur nur 16 öffentlich zugänglichen Forderungen.
    Und da sind einige gute und Wichtige dabei (aus Linken und rechtem Parteispektrum..).

    Was mich aufregt ist, daß die Diskussion über offenbar bestehende Wissensdefizite/Handlungsdefizite/Integrationsdefizite tabuisiert werden, und diese Menschen pauschal diffamiert werden.
    Durch PEGIDA werden Integrationsdefizite und schlechte Behandlung von Flüchtlingen durch die Politik stärker als bisher beleuchtet - so zumindest mein Eindruck.
    Das Politik erst diesen großen öffentlichen Druck braucht um aktiv zu werden und Gesetze zu ändern, Massenunterkünften abzuschwören, SGBII Leistungen für Zuwanderer freizugeben (noch nicht beschlossen) etc. macht mich traurig. Den neben der Aufgabe Frieden, Ordnung und Stabilität in Deutschland sicherzustellen, besteht auch eine globale Verantwortung im Umgang mit Zuwanderung, im Umgang mit Kriegsauswirkungen etc... ich sehe für mich in der politischen Landschaft da keinen fähigen und willigen Vertreter (da geht's mir ähnlich den GIDA Teilnehmern).
    Ich kann einfach immer weniger nachvollziehen, wie Steuermittel in Deutschland verteilt werden...
    Auch die Darstellung in den Medien empfinde ich als unabgestimmte und pauschalisierend. Das geht mir so, seit ich selber 4 Jahre in China gelebt habe und die deutsche Berichterstattung als extrem einseitig wahrgenommen habe. Anstatt zum Beispiel die Forderungen detailliert zu beleuchten und Fakten dazu zusammenzutragen, zu zeigen wo und wie Integration prima klappt aber auch wo (und warum) es woanders nicht klappt, wird eigentlich nur über die Vitas der Organisatoren, über Mitläufer oder über Rassismus in (Ost)Deutschland berichtet. da polarisieren die Medien mächtig und verschärfen den nichtkonstruktiven Umgang mit den Herausforderungen der Einwanderung.
    Geht's Ihnen da anders?

    • Ralf Reinartz Antworten | Permalink

      Hallo Herr Neumann

      In Teilen stimmen wir beide überein.
      Ihre Frage ob ich das anders sehe, möchte ich relativieren. Ich sehe einzelne Teile anders.

      Ich sehe beispielsweise eine Tabuisierung der Wissensdefizite zu PEGIDA nicht. Im Gegenteil empfinde ich es so, dass die meisten der PEGIDA Spaziergänger ihre beengte Weltsicht erst gar nicht erweitert bekommen wollen. Wer permanent jeder Frage ausweicht und nur Phrasen drischt, wird irgendwann in eine Ecke gestellt. Ich betrachte dieses Verhalten als zutiefst undemokratisch und ignorant. Wer aber als undemokratisch erscheint und ignorant wirkt, wird irgendwann nicht mehr ernst genommen und in eine Schublade geschoben.
      Im übrigen kann ich mich nicht mit Personen auf einem Spaziergang treffen und die Meinungsbilder Links und Rechts von mir ignorieren, so als ob ich in einem Meinungsvakuum lebe. Wenn ich mit Menschen auf die Straße gehe die bspw. erkennbar der German defence League angehören oder seltsame Fahnen aus vergangenen Tagen mit sich führen, dann muss ich mich entweder von denen distanzieren oder akzeptieren mit diesen Subjekten in eine Schublade gepackt zu werden. Auf keinen Fall kann ich aber erwarten in einer Herde als Individuum wahrgenommen zu werden. Dies würde ja auch dem Sinn einer Demonstration entgegen laufen.
      Nur Unmut bekunden, der Welt vorhalten sie würde sich nicht kümmern oder aufmerksam sein, nur um sich dann abzuwenden und sich selbst zu genügen wenn man die Aufmerksamkeit endlich hat, ist bestenfalls kontraproduktiv.
      Die von ihnen erwähnte Verteilung von Steuergeldern kann man natürlich bemängeln hat aber primär nichts mit Islamisierung zu tun.
      Die Presse...
      Nun ja, was meinen sie mit unabgestimmt? Presse stimmt sich nicht ab, im Gegenteil ist es der Charakter einer freien Presse, dass sie unterschiedliche Meinungsbilder transportiert. Wenn sie dies macht kann natürlich trotzdem ein sich ähnelndes Bild entstehen. Wie soll man aber PEGIDA differenziert betrachten, wenn PEGIDA Initiatoren nicht zu Interviews bereit sind?
      Um Forderungen detailliert zu beleuchten müssten diese Forderungen ja erst einmal detailliert vorliegen. Das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil widersprechen sich Forderungen und Namensgebung, auch die Forderungen der einzelnen Initiatoren sind voneinander Abweichend. Hier ist PEGIDA in der Bringschuld. Man muss klare Forderungen auf den Tisch bringen damit dann über diese Forderungen verhandelt werden kann. Man kann nicht gegen Islamisierung auf die Straße gehen um Steuergelder anders verteilt zu bekommen oder Bäume zu schützen oder die Todesstrafe für Dealer einzuführen. All diese Dinge haben nichts miteinander zu tun.
      Meinungsbilder wie die die ich zuvor aber schon erwähnte, wie Einführung von Arbeitslagern, Todesstrafe etc. sind in unserem Staat auch nicht verhandelbar, da sie mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht in Einklang zu bringen sind.

  47. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Eine gewisse 'Islamisierung' findet wohl schon statt, allgemein und anderswo, aber auch in der BRD erkennbar, wenn hingeschaut wird,
    MFG + schöne Weihnachtstage!
    Dr. W

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Besonders weit fortgeschritten ist die "Islamisierung" in der Mathematik - unser gesamtes Zahlensystem ist arabisch! Schockierend - und nicht mal die NPD rechnet mehr in Runen! :-)

      Ernsthaft: Ja, Kulturen beeinflussen sich und in diesem Moment erregen sich auch muslimische Fundamentalisten über westliche Einflüsse wie Filme, Bücher und Regierungssysteme. Statt der Fiktion "reiner", voneinander abgeschotteter Kulturen nachzugehen, sollten wir die Chancen nutzen, auch die je eigenen Werte zu leben und das Beste zu verbinden.

      Und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Niemand hindert z.B. "besorgte Bürger" daran, mehr eigene Kinder in die Welt zu setzen, mit Deutschkursen, Bibliotheks- und Museumsbesuchen die kulturellen Traditionen auch unter Migranten zu vermitteln, durch aktives Christentum die Kirchengemeinden zu beleben usw. usf.! DAS fände ich viel überzeugender, als Weihnachtslieder fremdenfeindlich zu missbrauchen.

      • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

        FYI:
        Das indische oder indisch-arabische Zahlensystem, das dezimalbasiert [1] ist, entstand in vorislamischer Zeit, blieb in dieser adaptiert.

        MFG + HTH
        Dr. W

        [1] die Dezimalbasiertheit der Zählungen oder Zahlen entstand in weit vorchristlicher und vorislamischer Zeit, sie findet Ausschlag bspw. in der Bibel, auch in der sog. biblischen Zahl Vierzig (die sich durch die Zählweise jeweils von vier Fingerknochen ergibt, 40 und mehr als 40 wurden dann auch metaphorisch als Sehr Viel verwendet)

          • Michael Blume | Permalink

            Das ist der Punkt, @Webbaer: Alle menschliche Kultur evolviert auf Vorgängigem. "Reine" Kulturen gibt und gab es nie und so wurde auch der Westen durch arabische, osmanische, islamische Quellen geprägt, die wiederum auf Älterem (auch: christlichem, griechischem usw.) aufbauten. So geht menschliches Leben! :-)

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Herr Dr. Blume, jedem das Seine, jeder so gut er kann, jeder nach seiner Façon; insofern ist die distinguierte Kraft auch vglw. locker, was das Distinkte betrifft.

            Dennoch bleibt ergänzt, dass die 'arabischen Zahlen' keine arabischen sind, sondern im Hinduistischen von Mathematikern "erfunden" worden sind und Indien hart von Moslems beackert worden ist, teilweise pakistanisiert worden ist, und ohnehin zwischen Arabern und Moslems zu trennen ist.

            Sie wissen all dies, Ihr Kommentatorenfreund will hier nicht weiter ergänzen, gar: auf die Nerven gehen, weiß Sie aber als potentiell bestmöglichen Differenzierer auf seiner Seite.

            MFG
            Dr. W

  48. MisterS. Antworten | Permalink

    Herr Blume,

    Sie sagen also, das stark gläubige Menschen mehr Kinder in die Welt setzen. Okay.
    Gibt es in Deutschland, ausser den Islam Anhängern, überhaupt noch stark gläubige und kinderreiche Menschen?? Die Muslime in Deutschland haben ja mittlerweile einen stärkeren Glauben als die modernen Muslime in der Türkei. In der Türkei wird der Islam also weniger und in Deutschland ... ? ;)

    Und Islamisierung sieht für viele Leute halt auch so aus:
    - Gesetzesänderung, die Vielweiberei ermöglicht! (http://www.welt.de/politik/deutschland/article109544417/Polygamie-in-der-Migranten-Parallelgesellschaft.html)

    - Paralleljustiz (Ist nicht erlaubt, wird trotzdem praktiziert)
    - Islamisierung an Schulen (http://www.abendblatt.de/hamburg/article125322059/Junge-Islamisten-setzen-Schueler-und-Lehrer-unter-Druck.html)
    - Täterschutz statt Opferschutz (Migranten/Milieu Bonus) Die Armen hatten ja keine Wahl. Totschlag halb so schlimm.
    - Buschkowsky sieht die Probleme seit Jahren (http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/105-der-hauptstadtbrief-126/677-ein-teil-der-gesellschaft-wendet-sich-ab)

    Wir reden hier nicht über alle und wir scheren auch nicht alle Türken/Muslimen über einen Kamm. Alle die in der Mitte angekommen sind und Arbeit und Perspektive haben, entsprechen eher den aufgeklärten modernen Muslimen der Türkei und oder der deutschen/europäischen Mitte.
    Aber wir reden über die vorauseilende Hörigkeit Linker, Grüner und Roter Politiker, die im Namen der Offenheit, Vielfalt und PC allen Möglichen Irrsinn in die Wege leiten und Niemanden wirklich in die Schranken weisen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @MisterS.

      Na, vielleicht erinnern Sie sich sogar noch daran, dass erst neulich ein katholischer Kardinal Proteste auf sich zog, weil er den "Neokatechumenalen Weg" im Erzbistem Köln wegen seines Kinderreichtumes pries?
      http://www.medien-tube.de/video/Buchvorstellung-Das-Kerygma/09557cdd7932f5155256163c56f78f30

      Und wie die wundervollen Daten der Schweizer Volkszählung zeigen, gibt es eine Vielzahl auch christlicher, kinderreicher Gemeinschaften - und auch die großen Kirchen müssten sich nicht mit ihrem demografischen Absterben abfinden Hier S. 30): http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/BlumeBGAEUEvolutionsgeschichteReligion.pdf

      Und zu Ihrer Ansammlung von Fällen nur der Hinweis, dass es ebenso möglich wäre, Links über Angriffe und Einschüchterungsversuche von Rechtsextremisten zu sammeln, die in den letzten Jahren nicht nur gemordet, sondern auch geschlägert, gedroht und gebrandschatzt haben. (Ex-)Kriminelle gibt es überall, nicht zuletzt an der Spitze von #Pegida selbst. Und ich wehre mich als Deutscher ebenso dagegen, mit diesen Leuten in den Topf geworfen zu werden, wie die allermeisten Musliminnen und Muslime nicht mit Kriminellen und Radikalen in einen Topf gehören.

      Und, nein, weder gehöre ich einer linken Partei an, noch übe ich "vorauseilende Hörigkeit" - im Gegenteil: Ich erwarte von Menschen, die von sich behaupten, "das Abendland zu lieben", echtes, glaubwürdiges Engagement in Familien, Kirchen und Gesellschaft. Leute dagegen, die unsere gewählten Politiker verhöhnen, mit Putin sympathisieren und christliche Weihnachtslieder verwenden, um Stimmung gegen Migranten zu machen, beeindrucken mich ganz und gar nicht! Wer unser Land und unsere Kultur wirklich "liebt", ist und bleibt eingeladen, etwas Konstruktives zu tun und zu leisten, wie es Zehntausende Bürgerinnen und Bürger Tag für Tag - nicht zuletzt in der Flüchtlingshilfe - tun!

      • MisterS. Antworten | Permalink

        Herr Blume,

        klar, kann man immer mit Gegenbeispielen kommen. Aber, das wir ein Problem mit Rechts haben, ist doch schon bekannt! Das es aber auch eine (gefühlte?) Islamisierung gibt, ist eben das aktuelle Thema. Das ist ihre Überschrift, ihre Frage und so, wie ich das beschrieben habe, so empfinden das eben nicht wenig Leute. Oder wollen sie das eine, immer mit dem anderen Aufrechnen? Macht doch kein Sinn?!

        PEGIDA ist nicht Deutschland, aber es ist ein Teil Deutschlands, ein Teil der Menschen hier, genauso, wie der Islamismus ein Teil des Islam ist.

        Warum soll man Politiker nicht verhöhnen, wenn man sie nicht gewählt hat? Warum soll man nicht mit Putin sympathisieren, wenn man meint, das die USA/EU eine kriegstreiberische, Macht- und Geldgeile Lobbyisten Bande ist?

        Ich bin gespannt, was wir politisch wieder verpassen, durch die Aufregung/Ablenkung durch PEGIDA.

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @MisterS

          Ja, das ist eben das Thema - es handelt sich hier um "gefühlte Wahrheiten", deren Inhaber zum Beispiel wissenschaftliche Einwände gar nicht hören wollen. (Und das ist für Religionswissenschaftler nun wahrlich keine ungewohnte Situation! ;-) )

          PEGIDA ist nicht Deutschland, aber es ist ein Teil Deutschlands, ein Teil der Menschen hier, genauso, wie der Islamismus ein Teil des Islam ist.

          Diesem Satz stimme ich sogar ausdrücklich zu! Und ich ergänze: Ebensowenig, wie sich Muslime mit dem Islamismus abfinden sollten, sollten sich Deutsche mit Pegida abfinden. Spinner wird es immer geben, aber man sollte ihnen wo immer rechtsstaatlich möglich Einhalt gebieten.

          Warum soll man Politiker nicht verhöhnen, wenn man sie nicht gewählt hat?

          Und warum soll ich auf die Meinung von Menschen etwas geben, die den demokratischen Prozess sowieso ablehnen? Wenn diese Leute meinen, sie könnten unsere Demokratie ablehnen, dann müssen sie auch damit leben, dass andere ihnen widersprechen und "zurück höhnen".

          Warum soll man nicht mit Putin sympathisieren, wenn man meint, das die USA/EU eine kriegstreiberische, Macht- und Geldgeile Lobbyisten Bande ist?

          Auch das kann man machen - und zeigt halt damit, was für ein übles Weltbild man hat. Muss ich das toll finden? Nein, ich finde es abstoßend und trete solchen Leuten auch gerne entgegen.

          Ich bin gespannt, was wir politisch wieder verpassen, durch die Aufregung/Ablenkung durch PEGIDA.

          Ah, ja klar - ist ja wieder alles ein Teil der Verschwörung von DENEN! (Juden, US-Amerikaner, Zionisten, Muslime, Russen, außerirdische Reptilienwesen usw. bitte je nach Bedarf einsetzen!) :-)

  49. Julian Antworten | Permalink

    Lieber Herr Blume,

    Sie haben Recht, dass man demokratische Bewegungen stärken muss. In Indonesien wurde vor kurzem die Polygamie wieder eingeführt, was Jahrzehnte lang verboten war. Wie sie schon sagen, habe religiöse Gruppen mehr Kinder. Aufgrunddessen frage ich mich warum Deutsche Gerichte immer mehr Zugeständnisse beim Unterhalts u. Asylrecht Richtung Sharia machen. Durch Polygamie kann man die wesentlich beeinflussen.

    Ein Kopftuchverbot hat dazu geführt, dass viele Frauen heute mehr Rechte und Selbstvewusstsein in der Türkei haben. Der soziale Druck und Zwang zu islamischer Kleidungordnung konnte dadurch gemindert werden, heute jedoch geben westliche Staaten dem Islamismus immer mehr nach und tolerieren Burka, Sharia Gerichte in Grossbritannien, Mehrehen in Berlin mithilfe von Sozialgeldern etc., dadurch werden liberale Kräfte mehr und mehr geschwächt.

    Bedenklich ist auch, wieviele Likes salafistische Prediger bekommen, welche Muslime aufrufen Weihnachten etc. Nicht zu dulden sowie den Koran Wort wörtlich zu nehmen. Diesen Zulauf bestätigt im übrigen der Verfassungsschutz.In letzter Zeit wird über islamische Terroranschläge immer weniger berichtet, da es steils zur Normalität geworden ist.

    Richtig ist auch das der Westen Wahabitische Regime stützt, da die auf Ressourcen sitzen, welche den nützen.

    Ein weiterer Grund der sogenannten Islamisierung, ist die niedrige Geburtenrate der Europäer, welches durch unser Rentensystem unterstützt wird. Politiker sollten durch Steuersysteme die 3+Kindfamilie, insbesondere für Arbeiter und Akademiker attraktiv machen, anstatt nur auf Zuwanderung zu setzen.

    Vielleicht sollte die deutsche Regierung je 10 000 Haredim und Amishe aufnehmen bzw. den Zuzug fördern, wodurch die Geburtenrate gesteigert werden könnte ;)

    Ich wünsche ihnen besinnliche,frohe Feiertage.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieber @Julian,

      aber warum sollen denn Haredim und Amish die Kinder bekommen - warum fühlen sich die Pegida-Mitläufer denn nicht selbst dafür verantwortlich? Weil es anstrengender ist, Werte aktiv zu leben, als gegen Minderheiten Stimmung zu machen? (Als Vater von drei Kindern kann ich das übrigens bestätigen.)

      An den niedrigen Geburtenraten in Deutschland, dem folgenden Bedarf an Zuwanderung sowie den demografischen Verschiebungen sind nicht die Zuwanderer schuld, sondern wir Deutschen selbst!

      Falls Sie sich aber ernsthaft für Amish und Haredim interessieren (von denen m.E. einiges zu lernen, aber anderes auch klar abzulehnen ist) - im Rahmen der Forschungen zu Religion & Demografie habe ich zu ihnen je ein sciebook vorgelegt. :-)

      Auch Ihnen besinnliche, frohe Feiertage!

  50. Julian Antworten | Permalink

    Sollte heissen:

    Durch Polygamie kann man die Demografie wesentlich beeinflussen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Julian

      Stimmt nicht - durch Polygamie erhöht sich die Kinderzahl pro Frau gerade nicht. Allerdings können in polygynen Gesellschaften wenige Männer mehr Frauen für sich beanspruchen, was zu einer höheren Anzahl von Männern führt, die keine realistische Chance auf die Gründung einer eigenen Familie haben - außer durch Gewalt. Deswegen sind sie m.E. in modernen Gesellschaften klar abzulehnen und auch in mehreren islamisch geprägten Gesellschaften längst verboten.

      Polygynie tritt übrigens auch in buddhistischen (Tibet) und christlichen Kontexten auf - und dort nicht nur unter fundamentalistischen Mormonen, sondern auch z.B. unter katholischen Christen in Ghana:
      http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=tz&dig=2011%2F01%2F22%2Fa0027&cHash=58eda8c1ef4a300dc3721488a63a4e7c

      Auch da lohnt es sich also, vor Pauschalurteilen über "das Christentum" oder "den Islam" etwas genauer hinzuschauen!

      Beste Grüße!

  51. Julian Antworten | Permalink

    Zuwanderung ist definitiv eine Bereicherung, diese sollte bzw. muss qualitativ geregelt werden.
    Für viele Deutsche ist es zur Zeit leider so, dass sie den Wohlstand Kindern vorziehen, da man es ohne Kinder finanziell besser hat.
    Viele Pegida Anhänger sehen nur die Symptome erkennen leider nicht, dass sie durch ihre Geburtenregelung der Grund sind, wie sie schon sagen. Vielleicht könnte man es ihnen Plakativ vermitteln. Die Politik stellt sich oftmals nur arrogant gegenüber den Forderungen der Bürger da, anstatt sich deren Sorgen, Meinungen anzuhören, was den Unmut noch verstärkt.

    Ein weiteres Problem ist auch die Gesellschaft, welche Kinderreiche Familien zuerst als Asozial abstempelt.

    Insbesondere Haredim/Amishe wären eine Bereicherung für undesere religiöse Vielfalt, auch weil Erstgenanntere in Deutschland bis zum Holocaust ansässig wären.

    Lt. Statistik hat Sachsen die höchste Geburtenrate aller Bundesländer, obwohl Atheismus dort eher ausgeprägt ist. Was meinen Sie, wie könnte man die Geburtenrate der Deutschen erhöhen?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Julian

      Die neuen Bundesländer zeigen doch schon, dass die großzügigere Bereitstellung von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen eine gewisse Wirkung hat (wobei hier natürlich auch der Faktor zu tragen kommt, dass kinderreiche Frauen öfter in Sachsen bleiben, was die Geburtenrate rechnerisch erhöht). Dies und ein gewisser Wertewandel - wie Sie ihn ja auch angedeutet haben - und kein Mensch müsste mehr Angst vor der "Islamisierung" haben. Wie Sie ja oben sehen können, gehen selbst im Iran und der Türkei die Geburtenraten zurück - diese demografischen Herausforderungen stellen sich allen Völkern und Kulturen.

      Wenn Sie sich etwas tiefer mit der Thematik befassen wollen gefällt Ihnen ggf. folgender Artikel:
      http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/FreiheitReligionKinderef148Blume.pdf

      Nochmal allerdings auch der Hinweis, dass sich bei Amish und Haredim durchaus auch wieder die Fragen nach den Grenzen der Freiheit stellen! So haben auch einige haredische Frauen in den letzten Jahren zum Shal gegriffen - einer Burka-analogen Ganzkörperverschleierung! Siehe Bild & Video hier:
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/burqa-niqab-shal-sorge-frauen/

  52. Julian Antworten | Permalink

    Da habe ich mich wohl zu unkonkret ausgedrückt:,Wenn aber Islamisten 4 Frauen heiraten und alle Kinder dementsprechend erzogen werden, bleiben für die restlichen Bevölkerungsteile weniger Frauen, somit weniger Kinder für andere und dadurch wird die Demografie zugunsten der polygamen Gruppe verändert.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Laut (ziemlich dünnem) Artikel gehen die entsprechenden Beschwerden gegen diese mutmaßlichen Fälle auf SPD-Kreise zurück. Wie passt das zu Ihrer These vorauseilend höriger Linksparteien?

  53. Dirk Neumann Antworten | Permalink

    Hallo Herr Blume,
    Eigentlich off topic, dennoch:
    Kennen Sie das? Stimmt das? Eine solche innere Logik des Korans verbunden mit dem wörtlichen Befolgen wäre ja eine Erklärung vieler im Namen des Islam verübten Gräueltaten. Wie arbeiten die islamischen Imame in Deutschland gegen die Befolgung dieser aggressiven Verse/Suren? Ich hoffe sie haben hier als Religionsforscher und aus privatem Umfeld einiges Wissen..

    https://m.youtube.com/watch?v=eRbtjG4mZ4s

    Danke und Grüße,
    Dirk Neumann

  54. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Machen wir uns nichts vor, die Islamisierung kommt in der BRD mit all ihren Konsequenzen.
    Der Schreiber dieser Zeilen bspw. beobachtet die diesbezügliche Zufuhr, wenn auch nicht immer vor Ort gewesen seiend, seit 4+ Jahrzehnten - und der Bus, sozusagen, kommt. [1]

    MFG
    Dr. W

    [1] die allgemeine Nachrichtenlage den I, der zu D gehören soll, betreffend, hat sich in den letzten vier bis fünf Jahrzehnten auf geradezu unglaubliche Art & Weise verändert, auch das Zu- und Beispringen bestimmter Kräfte meinend

  55. Stefan Antworten | Permalink

    Lieber Herr Blume,
    vielen Dank für Ihren sehr informativen Artikel. Dieser Faktencheck war wirklich nötig. Darüber hinaus bewundere ich Ihren Gleichmut in der Diskussion......

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Gern geschehen, lieber @Stefan. Und ja, Diskussionen machen nicht immer Freude oder auch nur Sinn - aber sie sind nun einmal der Weg, über den sich freiheitliche Gesellschaften verständigen. Und da will ich es doch wenigstens versucht haben... :-)

  56. Julian Antworten | Permalink

    Polygynie in Berlin wird von verschiedenen Medien bestätigt u. a. hab es auch Interviews, glaube es war RTL.

    Ich bin nich der Meinung das alle Parteien der Mitte linkslastig sind.

    Leider wird jegliche Islamkritik mit Rassismus und Islamophobie abgeurteilt, selbst Sarazzin wurde abgestempelt bevor jmd. seine Statistiken anschaute, welcher auch SPD Mitglied ist.
    Auch die Unterstützer der Pegida sind nicht allen im konservativen&rechten Lager zu finden, sondern sind eher eine gemischte Gruppe aus allen Teilen der Gesellschaft, in diversen Videos sieht man das auch Migranten bzw. Menschen verschiedener Ethnien in Dresden demonstrierten. Pegida hat sich klar dazu geäussert, dass sie nichts gegen integrierte Muslime demonstrieren, sondern dass es sich gegen Islamismus richtet.

    Im Grunde genommen geht es nicht um alle Muslime, sondern die rückwärtsgewandten Anhänger des Wahabismus, welche immer mehr werden und unter denen sich immer mehr Europäer bzw. Konvertiten befinden. Diese sehen alle als Feinde, welche nicht ihrer Ideologie handeln egal ob Muslime o. Kafir. Diesen gilt es durch entsprechende Gesetze den Nährboden zu entziehen und ihren Handlungsspielraum einzuschränken und nicht immer mehr Forderungen nachzugeben. Das wäre sicherlich auch im Sinne vieler Liberaler Muslime.

    Im übrigen ist mein Freundeskreis sehr multikulturell, welcher auch Gläubige Muslime einschliesst.

    Ihr Buch über die Haredim wollte ich ich mit schon vor einiger Zeit bestellen leider gab es die gedruckte Form nicht in Handel.

    Danke

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      @ Julian :

      Im übrigen ist mein Freundeskreis sehr multikulturell, welcher auch Gläubige Muslime einschliesst.

      Dito.

      Die diesbezüglich qualifizierte Kraft kann vielleicht (noch) besser vor diesbezüglicher Veranstaltung warnen.

      MFG
      Dr. W (der sich nun auszuklinken hat, nicht vergisst noch das beste Weihnachtsfest zu wünschen, wie die später folgende "Böllerei" um die (nächste) Jahreswende)

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Julian

      Sie können, wenn Sie nicht über amazon bestellen wollen, alle sciebooks auch per Mail an Zehra Blume, z.blume (at) sciebooks.de bestellen. Sie kommen dann mit Rechnung.

      Tja, der Thilo Sarrazin. Da er von mir auch Daten übernommen hat, kann ich leider nur bestätigen, dass er sich die Fakten ganz schön hingebogen hat, wohl um den Kaufreiz zu erhöhen...
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/die-demografische-traditionalismusfalle-und-warum-thilo-sarrazin-schummeln-musste-n-tv-4/

      Und zum Schluss nochmal meine Zustimmung zur Ablehnung des saudisch-finanzierten Wahhabismus! Nur sind an der Stabilität & Politik des saudischen Königshauses wir Deutschen bzw. Europäer und US-Amerikaner leider enorm beteiligt. Würden sich die Demonstrationen "dagegen" wenden - statt gegen die überwiegend völlig unschuldigen Muslime in der Nachbarschaft - hätten sie auch meine Sympathien.

      Ihnen noch einen schönen Abend, danke für die anregende Debatte! :-)

  57. Andre Antworten | Permalink

    Die Wahrheit ist, dass islamkritische Bewegungen nach dem 11. September vom US State Department in verschiedenen Ländern Europas aufgebaut wurden. Es gibt derzeit Geld für diese Message.

  58. Politico Antworten | Permalink

    @Wilz

    Zu der Aussage "nur 18% der Migranten eine abgeschlossene Berufsausbildung" besitzen:

    a) viele die von Zuhause aus, sprich aus ihren Heimatländern eine Ausbildung oder gar Studium mitbringen können diese hier nicht "anwenden" da sie in diesem Land nicht anerkannt werden. Sprich sie gelten als ungelernt trotz des akademischen Werdegangs

    b) viele Migranten ohne deutsche Pässe DÜRFEN keine Ausbildung oder Studium aufnehmen weil ihre schulischen Leistungen die sie in den Heimatländern erworben haben werden hier nicht anerkannt

    Das alles steht neben der Tatsache dass sie mit der typischen Verachtung gegenüber alles "Fremde" die in euren Köpfen immer noch rum geistert. Nicht jeder kann so kaltherzig sein wie Sie "Wilz".

    • Joker Antworten | Permalink

      @Wilz schrieb: "von den arbeitslosen (sic!) Migranten haben nur 18 Prozent eine abgeschlossene Ausbildung"

  59. Andy Antworten | Permalink

    Ich halte auch nichts von den Pegidaspinnern aber ich stelle mir die Frage, warum werden das immer mehr.
    Ich rede hier von Kausalität.............es ist einfach gesagt, lasst uns sie alle niederknüppeln aber damit stellt man sich deutlich auf die gleiche Stufe. Jede Art von Extremismus ist schlecht ob nun Rechts- oder Linksextremismus.
    Und mit Demokratie hat das nichts zu tun, solche Aussagen zu tätigen, das ist totalitär und wollen wir das wirklich? Ich nicht.
    Um gegen Pegida anzugehen, muß man nach den Ursachen suchen, die solche Leute auf die Strasse gehen lassen. Sicher sind es nicht die, die sie rumposaunen.
    Meines Erachtens ist die Regierung daran schuld und/oder die Medien?!?

    Wenn man das ganze nüchtern betrachtet, bekommt man in der Tat den Eindruck, die Regierung sieht die Einwanderung nicht mit Augenmaß sondern so nach dem Motto "Kommt alle zu uns, wir haben´s ja!"
    Und wenn es um Integration geht, spricht man in der Regel nur von Moslems, wir haben aber auch andere Ausländer in Deutschland leben. Wo bleibt die Integration von Afrikanern, Vietnamesen, Chinesen, Japaner etc.
    Das gemeine Volk bekommt den Eindruck, das dem Islam der Hof gemacht wird und das führt zu Spannungen.
    Auch bin ich der Meinung, das die Medien ihren Teil dazu bringen, die hetzen nämlich auch ganz gewaltig allerdings eher unterschwellig.
    Man sollte sich manchmal die Schlagzeilen zweimal durchlesen. Derzeit stellen sie sich allerdings wieder gegen die Demonstranten.
    Wenn man sich nämlich frühere Schlagzeilen anschaut, wie es z.B. um Salafisten ging, erweckten die Medien den Eindruck, das wir von denen überrannt werden und das schürt natürlich angst in der Bevölkerung.
    Diese Themen werden teilweise soweit aufgebauscht und seitens der Regierung passierte augenscheinlich nichts und wurde mit Religionsfreiheit begründet.
    Religionsfreiheit kann allerdings nichts mit Extremismus zu tun haben, wie es von den Salafisten betrieben wird, siehe Scharia Polizei.

    Ich frage mich sowieso, wie kann sich eine Religion anmaßen, sie sei die einzig richtige?
    Ist das Christentum richtig, ist der Islam richtig, ist der Budhismus richtig...............ja, ja, und ja aber nur für den einzelnen, der daran glaubt.
    Ich bin Atheist, für mich ist keine der Glaubensrichtungen richtig. Deswegen heißt es ja Glaube und nicht Wissen!

  60. Meiernchen Antworten | Permalink

    Vor einigen Jahren konnte man noch halbwegs sachlich über das Thema sprechen:
    Spiegel 13/2007 "Die stille Islamisierung Deutschlands"
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50990541.html

    Heute gibts das alles nicht mehr? Nein, was heute hier läuft ist einfach nur noch lächerlich. Ganz Deutschland ist derzeit mit einer dümmlichen Diskussion beschäftigt, während weltweit das Morden im Namen des Islam weitergeht. Wir haben Probleme! Wollen wir doch tatsächlich auch schon die Meinungsfreiheit dafür einschränken. Dümmer gehts kaum.
    Fakt ist: eine sachliche Diskussion über eine Einwanderungspolitik wird in Deutschland so weiterhin nicht stattfinden. Das Versagen der Politik wird damit ungehindert weitergehen.

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Es gibt schon die Gefahr, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Ich würde also feshalten: Auch wenn es die Gefahr der Islamisierung in Deutschland nicht gibt, mindestens nicht in dem Ausmass, in dem es Pediga-Anhänger sehen, so bringt Islam in Deutschland auch Probleme mit sich - und diese Probleme sind nicht nur Konstrukte der Islamgegner. Lösbar sind diese Problem aus einer neutralen Position, einer Position, die nicht jemanden diskriminieren will, weil er der falschen Gruppe angehört. Am wichtigsten ist der Grundsatz, dass vor dem Gesetz alle gleich sind.

      • Michael Blume Antworten | Permalink

        Stimme @Martin Holzherr hier zu - mit der Ergänzung, dass zahlreiche andere Probleme durch die Konzentration auf "den Islam" überdeckt werden. Und dass der Westen durch die Unterstützung Saudi-Arabiens den innerislamischen Extremismus stärkt - und dann beklagt...

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Meiernchen

      Es ist doch genau andersherum: Seit Jahren wird auch in den großen Medien wieder und wieder über die "Gefahren des Islam" geschrieben, einen (von vielen!) SPIEGEL-Titeln haben Sie ja selbst verlinkt. Diese Medien haben auch "Islamkritikern" wie Sarrazin, Kelek und Pirincçi immer wieder Platz gegeben und sie mit ihrer Hassliteratur reich gemacht.

      Und jetzt zieht ein Mob durch die Straßen, will noch mehr Ausgrenzung, beschimpft die "Lügenpresse" und jammert, wenn ihnen jemand widerspricht!

      Es gab und gibt keine Unterdrückung von "Islamkritik" - sondern eine zunehmende Radikalisierung von verängstigten, dummen oder auch einfach hasserfüllten Menschen. Und auch der SPIEGEL hat daran lange mitgezündelt... :-/

      • Meiernchen Antworten | Permalink

        "Und jetzt zieht ein Mob durch die Straßen"
        nein, das sind zunächst Bürger, die ihre Meinung äußern. Da muss man ja nicht hinter stehen, aber das ist eben Demokratie. Was mich nervt, ist einfach dieser verächtliche Umgang mit einer großen Gruppe von Bürgern. Nie vergessen: es gibt keine "richtige" Meinung und eine Gruppe hat schon gar keine.

        Ich persönlich finde, das endlich eine sachliche Diskussion über Einwanderung stattfinden muss, die auch zu einer gewissen Steuerung der Einwanderung führt. Nicht jeder Flüchtling ist automatisch im Recht und gut und wir können auch nicht anderen Ländern die Fachkräfte stehlen.

        Das Thema Islam, bzw unsere Haltung dazu, sehe ich sehr kritisch. Da gibt es schon Werte, die wir dem entgegensetzten müssen und klar Grenzen ziehen sollten. Es ist schon beängstigend, wenn einigen außer jüd.-christl. Religion nichts einfällt. Der Einfluss der Islamverbände sollte z.B. drastisch eingeschränkt werden. Da sind sicher auch einige Muslime dafür.

        Mit dem Verweis auf den Spiegel Artikel wollte ich nur mal zeigen, das Begriffe wie Islamisierung, Abendland usw. damals selbstverständlich verwendet wurden. Heute wir darüber diskutiert als wäre das alles eine Verschwörungstheorie. Da muss man sich doch nur mal Lage der Türkei ansehen, wie schnell da die Islamisierung vorangeht. Manchmal denke ich, das wir uns nach langer Friedenzeit und hohem Wohlstand doch etwas zu sicher fühlen und nachlässig werden.

        Aber wie geschrieben, das schlimmste ist m.E. das Missverhältnis zwischen der Aufgregung über Pegida und der Aufregung über die weltweite Christenverfolgung und Taten der Islamisten. Deutschland ist immerhin weit vorne bei der Ausbildung von Islamisten und islamistischen Attentätern(für z.B. 9/11). Das ist eine Schande!

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Meiernchen

          Damit das klar ist: Ich verteidige das Recht dieser Leute, auf die Straßen zu gehen und "ihre Meinung" zu sagen. Umgekehrt habe ich das Recht, dagegen zu demonstrieren und einen Mob Mob zu nennen. Die heutigen Parolen gegen die "Islamisierung" Deutschlands haben den gleichen Gehalt und die gleichen Wurzeln wie die damaligen Slogans gegen die vermeintliche "Verjudung" Deutschlands. Und das können Sie auch wunderbar daran erkennen, dass die Pegida-Demonstrationen dort Zulauf finden, wo kaum Muslime leben - in West- und besonders Süddeutschland mit hohen Anteilen an Migranten und Muslimen sind sie kein Thema bzw. überwiegen die Gegendemonstranten. "Die Muslime" sind ebensowenig "unser Unglück" wie es "die Juden" waren - sondern intolerante Menschen.

          Wenn Sie zum Beispiel schreiben, der "Einfluss der Islamverbände sollte z.B. drastisch eingeschränkt werden", so zeigt das entweder Mangel an Kenntnis oder an Charakter. In unserem Land gilt die positive und negative Religionsfreiheit; niemand ist gezwungen, einer Kirche oder Religionsgemeinschaft anzugehören und umgekehrt darf sich jede(r) einer Kirche oder Religionsgemeinschaft anschließen. Die meisten "Islamverbände" sind noch nicht einmal anerkannte Religionsgemeinschaften, geschweige denn Körperschaften des öffentlichen Rechts und von den millionenschweren Zuschüssen, die an Kirchen, jüdische Gemeinden aber auch z.B. humanistische Verbände fließen, können sie noch nicht einmal träumen.

          Sie fordern faktisch, dass wir Muslime diskriminieren und ihre Verbände staatlich unterdrücken sollten - und legen damit die Axt an Menschenrechte und Religionsfreiheit, die Sie von anderen aber (zu Recht!) einfordern. Das also sind die "Werte, die wir dem entgegensetzen müssen"?

          Nein, danke. Ich bin als Christ und Demokrat dafür, dass wir unsere Werte ernst nehmen und leben - gerade auch in der Begegnung mit Andersglaubenden und Zuwanderern. Wir sind eine der reichsten Gesellschaften der Erde und haben Schwierigkeiten, einen Bruchteil der Flüchtlinge aufzunehmen, die z.B. in der Türkei ankommen? Wir halten uns für "christlich", aber sehen zu, wie Weihnachtslieder "gegen" Flüchtlinge gesungen werden? Wir leiden inmitten von Wohlstand an Kindermangel und machen auch dafür andere verantwortlich, statt zu fragen, was mit unserer eigenen Gesellschaft nicht stimmt? Wir klagen über islamischen Fundamentalismus und Christenverfolgung, aber unterstützen gleichzeitig das saudische Regime, damit Öl und Geld schön weiterfließen?

          Wie Jesus laut Matthäus 7,3 als Mahnung an seine Gefolgschaft formulierte: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

          Angela Merkel hat es mal sehr schön auf den Punkt gebracht: «Unser Land leidet nicht an einem Zuviel an Islam, sondern an einem Zuwenig an Christentum!»

          Bei den Pegida-Demonstrationen zeigt sich m.E. ganz genau das! #NichtinmeinemNamen!

          • Meiernchen | Permalink

            Über Muslime habe ich nur geschrieben, dass einge vermutlich auch dafür sind, den Einfluss der Islamverbände einzuschränken. Schließlich fühlen sich m.W. nur 10% durch diese vertreten. Ansonsten habe ich vom Islam und unserer Einwanderungspolitik geschrieben. Dazu gehört, dass Flüchtlinge in Not immer einen Platz bei uns finden können. So etwas muss man auch planen und organisieren. Wir wollen ja nicht, dass christliche und jesidische Flüchtlinge bei uns wieder auf ihre Peiniger treffen, oder?

            Ihr Gleichsetzen (oder in die Nähe bringen) von Antisemitismus mit Islamophobie und Islamkritik finde ich, sehr höflich formuliert, unverhältnismäßig. Im Gegensatz zum Judentum stellt der real existierende Islam für viele Menschen eine echte physiche Bedrohung dar. Angst vor dem Islam eine natürliche, nachvollziehbare Reaktion.

            Ja, unser Verhältnis zu den Saudis und z.B. auch die Fußball WM in Katar ist ein viel größerer Skandal als die friedlichen Pegida Demonstrationen. Das finde ich einfach unfassbar.

            Abwertende Worte über friedliche Demonstranten, eine Gruppe Menschen, anderer Meinung finde ich mies und unchristlich. Sie sollen m.E. nur eine sachliche Diskussion verhindern. Ich sehe auch, dass bei Pegida Angst vor dem Islam und Fremdenfeindlichkeit vermischt werden. Mit pauschaler Diffamierung wird Pegida aber sicher nur mehr Zulauf erhalten. Der Angst vor dem Islam müssen wir uns sowieso stellen. Schließlich bringen auch tausende Flüchtlinge diese Angst mit zu uns. Dies mit Antisemitismus gleichzusetzen, halte ich für menschenverachtend.

          • Michael Blume | Permalink

            @Meiernchen

            Offensichtlich scheinen Sie der Auffassung zu sein, Christen sollten stets brave Schäfchen sein, die sich auch Hass und Hetze nicht entgegenstellen. Nun, der Auffassung bin ich nicht. Wenn ich einen Mob sehe, dann nenne ich ihn auch so - zumal Menschen in Horden oft dümmer sind als einzeln. Christen haben zu oft bei der Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten geschwiegen - oder sich sogar aktiv beteiligt. Und ob gegen Juden, Sinti & Roma, Muslime oder Behinderte - immer wieder hat die perfide Propaganda Schreckensgeschichten über die vermeintliche Bedrohung verbreitet! Schauen Sie sich doch oben die überprüfbaren Blogdaten an - die Anstifter gegen eine vermeintliche "Islamisierung" arbeiten ebenso mit gezielten Lügen und Übertreibungen wie die früheren Hasser auch.

            Und nochmal zur Erklärung: Niemand - kein Christ, keine Muslimin, kein Jude, keine Humanistin usw. - muss einem religiösen oder weltanschaulichen Verband beitreten. Wer das aber möchte, muss dies tun können - und zwar ohne Diskrimierung! Das ist unser Grundgesetz und ich würde mir wünschen, dass Sie das verteidigen (egal gegen wen) - statt sich für Stimmungsmache gegen Minderheiten herzugeben.

            Angst vor "weiterem Zulauf für Pegida" habe ich nicht - sondern merke, dass sie es geschafft haben, die demokratische und friedfertige Mehrheit unseres Volkes endlich aufzuwecken. Schauen Sie mal hier. :-)
            http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-gegner-startet-online-petition-a-1010373.html

  61. Meiernchen Antworten | Permalink

    @Michael Blume
    Merkwürdige Punkte, die Sie offensichtlich ausschließlich für Ihre Sache machen wollen:

    "Angst vor "weiterem Zulauf für Pegida" habe ich nicht - sondern merke, dass sie es geschafft haben, die demokratische und friedfertige Mehrheit unseres Volkes endlich aufzuwecken. Schauen Sie mal hier. :-)
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-gegner-startet-online-petition-a-1010373.html"

    ja, diese Umfrage und die Pegida-Demonstrationen, beide sind derzeit (noch) die
    "demokratische und friedfertige Mehrheit"
    aber für beide gilt auch:

    "Wenn ich einen Mob sehe, dann nenne ich ihn auch so - zumal Menschen in Horden oft dümmer sind als einzeln."

    Mir machen aber diese Gegen-Umfragehorden Angst. Warum sind die besser? Was wird damit geklärt?
    Damit schließt sich lediglich unser kleiner, typisch deutscher Kreis und das Riesenproblem existiert weiter. Die Demokratie lebt doch von der sachlichen Auseinandersetzung. Sie aber geben der Debatte totalitäre Züge und das ist gefährlich.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Meiernchen

      Wenn es den Pegida-Leuten um eine "sachliche Auseinandersetzung" ginge, würden sie nicht Andersdenkende, Andersglaubende, die gewählten Politiker und auch die Medien ("Lügenpresse") beschimpfen. Sie haben das Recht, ihre Meinung zu sagen und dafür zu demonstrieren - so wie wir anderen das Recht haben, ihnen zu widersprechen und unsere demokratische Gesellschaft zu verteidigen.

      Fakten und Argumente sind oben reichlich genannt. Wer aber gegenüber religiösen Minderheiten und Zuwanderern den starken Mann darstellt, aber jeden engagierten Widerspruch von Demokraten dagegen als "gefährlich" bejammert, wirkt nicht sehr beeindruckend...

      Menschenrechte, Demokratie und Freiheit leben auch von Leidenschaft - und sie müssen in jeder Generation neu errungen und verteidigt werden. Und es ist Ihnen wohl entgangen, dass die letzte Terrorserie (NSU) in Deutschland auf Rechtsextreme zurückging - und dass es auch in den letzten Tagen wieder Brandanschläge auf Einrichtungen für Flüchtlinge und von Muslimen gegeben hat?

      Falls es Sie wirklich interessiert (und Sie sich nicht nur über die vermeintlich "bösen Muslime" definieren wollen), hier ein interessantes Interview mit einer Politikwissenschaftlerin "bevor" Pegida überhaupt Fahrt aufgenommen hatte:
      http://www.br.de/nachrichten/rechtsextremismus/interview-britta-schellenberg-100.html

      • Meiernchen Antworten | Permalink

        Klar, dass das mit der NSU jetzt kommt. Was hat das mit Pegida zu tun? Wenn ich derartige Analogieschlüsse zulasse, dann muss ich auch alle Muslime verteufeln. Das habe ich aber nicht! Lesen Sie bitte richtig. Ich habe über den Islam geschrieben und die berechtigte Angst davor.

        Ich glaube, Sie haben sich da etwas verrannt. Da steckt m.E. der typisch deutsche Wunsch dahinter, sich an den Schrecken des Dritten Reichs abzuarbeiten. Ihr Kampf gegen die sogenannte Islamophobie ist nur ein Platzhalter. Glauben Sie ernsthaft, die Faschisten kommen wieder in braunen Jacken? Nein, der Totaliarismus wird schleichend von den Feinden der Meinungsfreiheit eingeführt.

        Und Sie wollen/können ja nicht mal meine Texte richtig lesen! Was wissen Sie da über die Motive der einzelnen Demonstranten? Unterstellungen und Besserwisserei, das Gefühl zu den Guten zu gehöhren, sind die ersten Schritte zum Totalitären.

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Meiernchen

          Die ganze Zeit haben Sie versucht, Osman-Normal-Muslim mit gefährlichen Extremisten in einen Topf zu stecken - wollen aber gleichzeitig als Meier-Normal-Deutscher keinesfalls mit rechten Extremisten in einen Top gesteckt werden! Merken Sie was?

          Ich habe nicht geschrieben, dass Pegida und die NSU zusammenhingen - sondern darauf aufmerksam gemacht, dass antideutsche Verschwörungstheoretiker genau die gleichen "Gefahren" an die Wand malen können wie Sie. Wer alle Muslime unter Extremismusverdacht stellt, wird ebenso fündig wie derjenige, der hinter allen Deutschen potentielle Nazis sieht. "Belege" bis hin zu echten Terroranschlägen lassen sich für beides finden.

          Also entscheiden Sie sich doch bitte mal: Entweder, Sie wollen, dass bei Ihrer eigenen Gruppe sorgfältig zwischen Extremisten und friedlicher Mehrheit unterschieden wird - dann tun Sie das bitte bei Muslimen, Juden und anderen Minderheiten auch. Oder aber Sie wollen an Pauschalisierungen gegen Ihnen unliebsame Menschengruppen festhalten - dann beschweren Sie sich bitte auch nicht, mit den Braunen im gleichen Topf zu landen.

          Sie haben die Wahl - nutzen Sie Ihren Verstand! :-)

          • Meiernchen | Permalink

            Ich hatte über den Islam geschrieben.
            Sie haben das mit allen Muslimen(=Menschen) gleichgesetzt!
            Das mache ich nicht.
            Sie setzen Ideologie und Menschen gleich. Bitte lesen Sie meine (und andere) Texte richtig. Es hat sonst keinen Zweck.

          • Michael Blume | Permalink

            @Meiernchen

            Es gibt "den Islam" ebensowenig wie "das Deutschland". Wer z.B. behauptet, "Deutschland" abzulehnen, aber "die Deutschen" dennoch zu mögen, hat ein Problem.

            Religionen, Kulturen und Gesellschaften werden immer und in jeder Sekunde von Menschen gelebt und interpretiert. Wenn Sie "den Islam", "das Judentum", "die USA" oder "Deutschland" pauschal verachten, dann wird es Ihnen nicht gelingen, den Menschen in ihrer Vielfalt gerecht zu werden.

            Ohne das zu wissen machen wissenschaftliche Diskussionen tatsächlich keinen Zweck. ;-)

          • Dr. Webbaer | Permalink

            * den Islam zuvörderst als Politiideologie zu betrachten;

          • Michael Blume | Permalink

            @Webbaer

            Lassen. Sie. es.

            Sie wissen aus Erfahrung genau, dass ich Trollerei unterbinde.

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Lassen. Sie. es.

            Mögliches sprachliches Vorbild vielleicht:
            'Wir. Dienen. Deutschland.' (Quelle

            Nein, im Ernst, Ihr Kommentatorenfreund schätzt Sie wie Ihre Arbeit, geht auch "unter Freunden" gelegentlich aus sich heraus, zumindest das Pseudonym oder die Kunstfigur 'Dr. Webbaer' meinend, tiltet dann sozusagen auch ein wenig, gelegentlich, würde es aber nicht unbegrüßt lassen zumindest per Handreichung darüber informiert zu werden, was bei Ihnen an Kritik verlautbart werden kann.[1]

            MFG + guten Rutsch schon einmal:
            Dr. W

            [1]
            Was natürlich nicht praktikabel ist, ganze Rechtssysteme haben sich hier einen erfolglos "abgebissen", in den Staaten dagegen ist man recht locker, vgl. :
            -> http://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_speech#The_right_to_freedom_of_speech_and_expression (etliche US-Bundesstaaten haben aber Wege gefunden die freie Sprachlichkeit einzuschränken, aber mehr als ein Dutzend (noch) nicht)

          • Dr. Webbaer | Permalink

            * 'Wir. Dienen. Deutschland.' (Quelle)

            Die schließende halbrunde Klammer fehlte.

            Hmm, vielleicht ein weiterer Grund hier eine (gerne auch: zeitbegrenzte) Korrekturmöglichkeit zuzulassen...

  62. Ben Antworten | Permalink

    Religiöses Parallelrecht gibt es in Deutschland schon lange - aber eben kein islamisches, sondern ein christliches:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_der_Kirchen

    http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.ardmediathek.de%2Ftv%2FReportage-Dokumentation%2FDie-Story-im-Ersten-Gott-hat-hohe-Neben%2FDas-Erste%2FVideo%3FdocumentId%3D12580180%26bcastId%3D799280&h=4AQFYtxUp

    http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/kirchlichetraegerschaft102.html

    ...und das bedeutet im Klartext:

    1) Massive religiös-fundamentale Einflussnahme auf das Privatleben hunderttausender Mitarbeiter.
    2) Subtile und weniger subtile indoktrination von millionen intellektuell wehrlosen Kindern, Kranken und Schwachen - und das vielerorts alternativlos.
    3) Und das zum allergrößten Teil durch Steuermittel finanziert (allgemeine, keine Kirchensteuern!).

    "Menschenfischerei" ist grundsätzlich eine perfide, verabscheuungswürdige Tätigkeit. Vor allem wenn sie obrigkeitesstaatlich sanktionert und gewollt ist.

    Also, erst mal vor der eigenen Haustür kehren!

    • Meiernchen Antworten | Permalink

      Das ist falsch. Die Rechte der konfessionellen Arbeitgeber sind durch deutsche Gerichte bestätigt(oder verworfen). Das hat doch mit Parallelrecht nichts zu tun, sondern betrifft die Gestaltung von Verträgen.
      Dies mit dem Parallelrecht der Scharia und den islamischen Friedenrichtern gleichzusetzen, zeugt von tiefer Unkenntnis. Die christliche Kirchen haben immer die irdische Macht neben der geistlichen anerkannt. Eine solche Trennung ist im Islam völlig unbekannt. Bisher haben die Vertreter des Islam nicht einmal die Menschenrechte akzeptiert.

      Selbst der Zentralrat der Muslime spricht nur von einem (befristeten) Vertrag. Zitat:(http://zentralrat.de/3035.php)
      "Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten. In diesem Sinne gelten Visumserteilung, Aufenthaltsgenehmigung und Einbürgerung als Verträge, die von der muslimischen Minderheit einzuhalten sind."

      Da kann man doch nur hoffen, dass es bei Diapora und Minderheit bleibt! Alles andere ist Wunschdenken. Den guten Wunsch-Islam gibt es leider nirgendwo.

  63. lily Antworten | Permalink

    Also erstmal schöner Artikel. Ich will hier gar nich groß auf alles eingehen, aber mich hat dann doch gewundert warum sich hier der ein oder andere über einen Frauenbadetag im Schwimmbad aufregt.was hat das mit Islam zu tun? Ich nutze den in Charlottenburg auch immer,weil ich mich dann wohler fühle. Das ist dort kein Tag sondern ein Zeitraum und es gibt auch FKK Stunden, kinderstunden, schwangerenschwimmen... Also ich bin weder muslimisch noch christlich noch sonst irgendwas, aber wenn ich die Möglichkeit habe gehe ich lieber zum
    Frauenschwimmen.ich denke da geht es auch um Nachfrage. Würde es eine große Gruppe Männer geben, die sagt wir wollen Männerschwimmen, würde das wohl angeboten werden.gibt es aber wohl nicht, Frauen aus ganz unterschiedlichen Religionen nehmen dieses Angebot aber gerne an...Und da wo mehr Nachfrage herrscht wird es dann vielleicht ein Tag oder zwei.Vegetarier freuen sich über Kantinenessen ohne Fleisch, Muslime eben ohne Schwein und ich als Typ 1 Diabetiker kann zwar alles essen freue mich aber über lightgetränke, dann muss ich dafür nich auch noch spritzen. Sowas nennt sich Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit und ich gebe das gerne jedem. Immer dieser Neid "der kriegt mehr als ich, der kriegt ne extrawurst..."

    Herzliche Grüße!

    • Dornauär Antworten | Permalink

      Sie sagen "Würde es eine große Gruppe Männer geben, die sagt wir wollen Männerschwimmen ...": Der Männerbadetag wurde u.a. im Münchener Volksbad trotz hoher Besucherzahlen und gegen die Bitte zahlreicher Besucher abgeschafft. Tatsächlich ist es ja eine der Errungenschaften der Emanzipation, den Fuß in Men-Only Vereine reinzubekommen und geschlechtsspezifische Männerbünde aufzubrechen. Wieso das andersrum anders sein soll, verstehe ich nicht. Was würden sie den davon halten, wenn sich genügend Dresdner finden und einen Moslem-freien Badetag am Sonntag 14-16.00 wünschen? Sie würden es - zu recht - ablehnen.

      Man muss übrigens auch nicht selbst Vorstandsmitglied von Daimler&co. werden wollen, um für (oder gegen) die Frauenquote sein zu dürfen. Genauso kann ich gegen geschlechts- oder ethnienspezifische Badetage in öffentlich und steuerfinanzierten Bädern sein, ohne selbst am Dienstag zwischen 15 und 17 Uhr dort baden zu wollen.
      Die von Ihnen aufgeführten FKK Badetag schließt dagegen niemanden wg. seiner Hautfarbe oder eben wg. seinem Geschlecht aus.
      Und der Schwangerenbadetag ist ebenso wie Stunden, die nur für Schwimmanfänger und den Schwimmunterricht frei sind, eine Folge funktionaler Überlegungen.

  64. Sebastian Antworten | Permalink

    Vielen Dank für diesen Artikel und die rege Diskussion dazu.

    Ich habe mir die Zeit genommen und so gut wie alle Kommentare gelesen, mir dann allerdings die Links gespart.
    Warum? Nunja, zwar ist es immer wichtig eine gute Grundlage für eine Diskussion zu haben, allerdings fehlt mir hier die Suche nach Gründen woher die Ängste kommen und warum Menschen Straftaten begehen. Aus meiner Sicht ist es viel zu leicht einfach auf die Kriminellen mit Migrationshintergrund zu schimpfen, eine Religion für etwas verantwortlich zu machen und ein Bewegung, welcher Art auch immer, nicht ernst zunehmen und diese als Spinner abzutun.

    Natürlich betreiben jegliche Bewegungen eine Art Propaganda für Ihr Ziel. Dass Zahlen geschönt, Wahrheiten gebogen und Aussagen für die eine oder andere Seite interpretiert werden, liegt doch schon in der Natur der Idee eine große Masse für etwas zu begeistern. Es ist einfach viel zu einfach zu schauen welche Bevölkerungsgruppe begeht die meisten Straftaten, ohne darauf zu achten warum Sie es tun, welche Geschichte dort vorhanden ist und was man daraus lernen kann.

    Was mir bei dieser Diskussion fehlt ist die Überlegung warum so viel Angst bei den Menschen entsteht und warum Menschen kriminell werden, woher der Hass und die Gewaltbereitschaft in einigen Ballungsgebieten kommt und warum andere Städte diese Probleme nicht haben. Warum haben radikale Ideen so viel Zulauf (links, rechts, IS etc.) und warum wird nicht besser auf die Unterscheidung zwischen radikalen und normal praktizierenden Muslimen geachtet?

    Alleine das Wort „ISLAMIST" ist für mich eine unsaubere Formulierung und führt unweigerlich zu einer nicht sauberen Trennung zwischen der Religion des Islams und den Terroristen die sich damit brüsten einen Krieg im Namen des Islams zu führen.

    Wenn man sich dem Thema mal von einer anderen Seite als der reinen Zahlenwelt nähert, wird man feststellen, dass sehr viel Unwissenheit im Kollektiv vorhanden ist. Vor allem allerdings die Angst sich mit der anderen Kultur UNVOREINGENOMMEN auseinander zusetzen. Es gab da ein tolles Experiment (the bana experiment) das sehr gut gezeigt hat, dass ein Verhalten, eine Emotion und ein Gedankengut schnell von anderen übernommen wird ohne über die Ursache nachzudenken.

    Wenn wir als Gesellschaft nicht endlich mal anfangen dort hinzuschauen wo die Probleme beginnen, dann werden wir diese Probleme nie lösen können. Die Basis muss geschaffen werden und diese für alle gleich.
    Für mich ist es relativ egal welcher Religion, welchem Sportverein jemand angehört oder aus welchem Land ein Mensch kommt. Wenn dieser Mensch eine Straftat begeht, dann gibt es dafür Gründe und diese sind in der Regel nicht in der Religion zu suchen. Wer dies tut ist nicht nur schlecht informiert sondern auch noch ignorant. Wer sich mal wirklich die Mühe macht und die Religionen vergleicht und die Essenz vergleicht, der wird schnell feststellen, dass es sich um ein Regelwerk des friedlichen Zusammenlebens handelt. Quasi ein „how to“ das die Basis regeln soll, sodass sich nicht alle die Köpfe gegenseitig einschlagen. Die Religion ist aus meiner Sicht nicht das Problem, sondern dass was die Menschen daraus machen, die Lebensumstände in denen Sie leben und der Einfluss der Medien.

    Wer sich darüber beschwert dass sich Menschen aus einem Land in einem Stadtteil „zusammenrotten“ und dort eine Parallelgesellschaft aufbauen, der sollte nach den Gründen suchen und nicht pauschal sagen dass das deren Ziel war als Sie nach Deutschland gekommen sind. Viel mehr ist dies ein Resultat aus unser nicht durchdachten Integrationspolitik und unserem, bezogen aufs Kollektiv, nicht vorhandenem Willen uns mit den Kulturen auseinander zusetzen, von einander zu lernen und den Aufwand zu betreiben nach den wirklichen Gründen und den passenden Lösungen für ein fruchtbares Miteinander zu suchen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Vielen Dank, @Sebastian! Ich hoffe, in den kommenden Monaten auch einige der von Ihnen aufgeworfenen Fragen vertiefen zu können. Bitte bleiben Sie dran! :-)

  65. Hans Antworten | Permalink

    Ich halte von dem hier betriebenen Appeasement nichts.

    Es reicht, einfach die bisherige Entwicklung fortzuschreiben, um zu wissen, wo man langfristig, dh. in ein bis zwei Generationen sein wird.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_%C3%96sterreich#Demografische_Entwicklung

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72321/umfrage/entwicklung-der-anzahl-der-muslime-in-deutschland-seit-1945/

    http://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland_aid_52269.html

    Schaut man sich, die Zusammensetzung der Schulklassen österreichischer oder deutscher Schulen in Großstädten an, sieht man, wie die Zukunft aussehen wird.
    Die muslimische Bevölkerungsgruppe ist durchwegs jünger als die autochthone.

    Zudem ist es schon eigenartig, dass es laufend Schwierigkeiten mit dem Islam gibt, mit anderen Konfessionen aber kaum. Kann mich nicht erinnern, wann in Europa der letzte jüdische oder christlich motivierte Terroranschlag stattgefunden hat.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Hans

      Klar, im säkularen Deutschland sind auch die RAF-, NSU- etc.-Terroristen eher von nichtreligiösen Weltanschauungen geprägt. In Afrika finden Sie aber auch die "christliche" LRA und in Israel eine ganze Reihe terroristischer Gruppen, die u.a. den israelischen MP Rabin ermordeten.

      Und was die Geburtenraten angeht, sind doch nicht die Muslime an unserem Kindermangel schuld! Da müssen wir uns schon selbst an die Nase fassen... (Ich habe übrigens drei Kinder - und Sie?)

    • Hans Antworten | Permalink

      Ups, da war 'n anderer Hans am Werk! - Nur mal so zur Klarstellung, weil man hier ja keine Avatare sieht, an denen man es erkennnen könnte. - Und die Ansicht meines Namensvetters teile ich auch nicht.

  66. Erica Antworten | Permalink

    Ich habe noch ein paar (ganz nüchterne) Zahlen und Fakten. Die sagen nur indirekt etwas über den Anteil der muslimischen Bevölkerung in Deutschland aus, da nur Christentum und "sonstige" erfasst werden. Aber auch daraus kann man erkennen, dass ein deutlicher Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund und/oder ausländischem Pass Christen sind. Nach den Türken stellen die Polen die größte Gruppe der Migranten, und die sind fast ausschließlich katholisch.

    Laut letztem Mikrozensus leben 15 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund und Ausländer in Deutschland. Davon geben 8.3 Mio. an, Christen zu sein, also über die Hälfte. 2.5 Mio. machen keine Angabe. Rund 850 TSD gehören laut eigener Aussage keiner Religion an, 3,4 Mio. einer anderen Religion als dem Christentum (also neben dem Islam auch dem Judentum, Hinduismus etc.)
    (Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2013/Zensus2011/soziodemo_excel.xls?__blob=publicationFile).

    Fakt ist allerdings auch, dass in Bremen über die Hälfte der Kinder unter sechs Jahren einen Migrationshintergrund haben, in Hamburg und im Ruhrgebiet 50 Prozent. Dass da Ängste aufkommen, kann man sicher nachvollziehen, auch wenn längst nicht jeder sie teilt. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/BevoelkerungMigrationsstatus5125203117004.pdf?__blob=publicationFile)

    Ich glaube, die Ängste und der Unmut werden oft auch geschürt durch "vorauseilenden Gehorsam", der vielmals von Migranten gar nicht erwünscht ist. Das Umstellen von Speiseplänen, das umbenennen von Bräuchen / Festen / sogar Maßeinheiten mit christlichem Hintergrund ist, so habe ich es schon gehört und gelesen, Migranten eher unangenehm. Der Gipfel ist mir in Hannover untergekommen. War es das Naturkundemuseum? Jedenfalls stand dort nirgends "150 v.Chr." wie üblich, sondern überall "150 vor unserer Zeitrechnung". Da wollte jemand besonders korrekt sein. Das stößt dann vielen (auch mir) auf. Hier freuen sich Türken, wenn man zum Opferfest gute Wünsche sendet, nehmen aber auch gern den Schoko-Weihnachtsmann entgegen, wenn alle anderen einen bekommen.

    Brandstifter gibt es links, rechts und in diversen religiösen Ecken. Arbeiten wir daran, dass die moderate Mitte weiterhin die klare Oberhand behält und die Leute keinen Grund haben, zu den Rändern zu wandern.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Erica

      Stimme völlig zu! Ergänze aber, dass die Ängste nicht dort auftreten, wo die meisten Zuwanderer und deren Nachkommen leben - sondern in fast zuwanderungslosen Regionen wie Dresden. Gegen Fremdenfeindlichkeit helfen v.a. Alltagskontakte. Und wer um "unsere abendländischen Wurzeln" fürchtet, ist herzlich eingeladen, sich christlich zu engagieren. Genau das machen die allermeisten Pegida-Fans aber nicht...

      • Erica Antworten | Permalink

        Stimmt, diesen Teil hatte ich vergessen zu kommentieren.

        Die größte Errungenschaft des Abendlandes ist in meinen Augen übrigens die Aufklärung. Ob man sich nun christlich, humanistisch oder sonst wie engagiert - solange Europa liberal und vernunftgesteuert bleibt, können hier alle glücklich bleiben bzw. werden.

  67. MisterS. Antworten | Permalink

    Okay, wir sind soweit einer Meinung, das PEGIDA einfach der falsche Ansatz ist, um über die Ängste der Menschen zu reden.

    Wir haben jetzt aber schon festgestellt, das es einen vorauseilenden Gehorsam seitens Linker Politiker/Gutmenschen und PC Leute gibt, die den Menschen zeigen, das der Regierung, die Bedürfnisse Weniger mehr bedeuten, als die der Mitte/Mehrheit. Das nervt viele. Das nervt mich.

    Hier noch ein schöner Text, zu der "Islamisierung" Schwedens, alles im Namen der Political Correctness und Linker Weltanschauungen.
    http://www.gatestoneinstitute.org/4972/sweden-free-speech

    Auszug:
    "The problem is that within the extremely politically correct culture of Sweden, questions, insults and criticism are often viewed as one and the same.

    "Swedes who disagree... risk being labeled racist, fascist, even Nazi." — Mikael Jalving, Author of Absolute Sweden.
    :::::
    Apart from South Africa, Sweden now has the highest number of rapes (that are reported); based on unofficial accounts from policemen and social workers, about 75% of them are committed by Muslims.
    ::::
    Even the immigrants themselves do not seem to be allowed to challenge immigration policy or immigrant culture. Last year, a Somali-born female journalist, critical of immigrant culture, was intimidated to such an extent by the Swedish journalistic establishment that she decided Mogadishu was a safer place for her than Sweden."

    Und noch einige Dinge mehr, die schief Laufen ...

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Mister S.

      Es ist sicher nicht meine Aufgabe, die skandinavische Sozialdemokratie zu verteidigen. Gleichwohl darf ich auf den Aufstieg der "Schwedendemokraten", den norwegischen Terroristen Anders Breivik und den aktuellen Brandanschlag gegen eine Moschee verweisen, um meiner Skepsis Ausdruck gegenüber der Behauptung zu verleihen, dass die "Islamkritiker" dort nur nette, besorgte Demokraten wären.

      Vor allem aber wundert mich das Gegreine über angeblich fehlende Meinungsfreiheit. Keinem Pegida-Demonstranten oder Islamhassblogger droht Haft, wogegen die rechtspopulistischen Regime a la Orban, Erdogan & Putin Kritiker unterdrücken und verfolgen. Nach meiner Erfahrung wollen Islamophobe statt der geltenden ihre eigene, noch viel engere PC einführen. Schauen Sie sich z.B. Nürnberg 2.0 mal an! Diese Leute wollen keine "Freiheit für Andersdenkende"!

  68. isolde Antworten | Permalink

    Gut recherchiert. Dank meiner Demoerfahrungen weis ich aber auch, das es viele Menschen darunter gibt, die nicht unbedingt nur ein Feindbild suchen. Sie nur als Menschen zu bezeichnen, die aus Langeweile oder einem tristen Alltag heraus so argumentiern finde ich arrogant. Habe jedenfalls keine Lust mir Selbst ein Feinbild mit den gleichen einfachen Werkzeugen aufzubauen. Nazi nehmen sich gerne Gruppen als Fussvolk, Bsp. Fussballfans und missbrauchen sie. Aber nicht jeder Ultra ist ein Nazi, nicht jeder Pegida Teilnehmer ist verloren für ein Gespräch - das ist mir zu einfach. Wieviele Altlinke würde ich heute mal auf Ihre Sprüche von damals ansprechen; zum Beispiel warum sie ihre 3 Eigentumswohnung nur an gut verdienende Akkademiker vermieteten.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieben Dank, @Isolde! Ich stimme zu und lege Wert auf die Feststellung, dass ich einen psychologischen Mechanismus beschrieb (der, ja, auch bei früheren Generationen zu beobachten war), nicht aber Urteile über jeden einzelnen Pegida-Anhänger traf. Zumal Leute einzeln oft viel klüger sind als im Mob.

      Und dass ich mir Zeit nehme, auch mit Islamophoben intensiv zu diskutieren, kann hier ja jeder sehen... ;-)

  69. Eli Schalom Antworten | Permalink

    ...doch noch mal etwas Grundsätzliches im Kontext dieser aktuellen Diskussionen, ehe ich mich wieder ganz ausklinke.

    Ich finde gut, Michael, dass du das Thema gezielt informativ aufgreifst, aber ich meine, dass du, ähnlich wie Ludwig Trepl im Nachbarblog dein wahres Anliegen ungünstig 'aufhängst', sodass die falsche Betonung dafür sorgt, dass in den Leserköpfen eher noch mehr polarisiert wird und das Gegenteil von dem bewirkt wird, was du erreichen willst. Vor allem der Titel lenkt in die falsche Richtung. Der Begriff Islamisierung polarisiert sofort in einer Weise, wie du es mit Sicherheit nicht willst. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf die ganze gesellschaftliche Gruppe 'Islam' gelenkt, worum es dir, wenn ich dich richtig verstehe, gerade nicht geht. Dir geht es doch um das eigentliche Übel, das WIE, wie aus deinem weiteren Text ja deutlich hervorgeht. Es geht doch bei den externen wie internen Konflikten von Gruppierungen (Religionen, Weltanschauungen, politische Parteien etc.) grundsätzlich um das WIE und zwar vorrangig um das WIE ihrer Individuen.

    Herr Trepl hängt die Sache an der Benennung ähnlicher Phänomene in anderen religiösen Gruppierungen, in diesem Fall im Christentum, auf und hofft dadurch das Haltlose und Unrechte und die falsche Ausrichtung solcher Kämpfe bewusst machen zu können. Funktioniert aber auch nicht so recht, weil auch hier schon im Titel auf Religion, Kampf der Kulturen hin polarisiert wird und eine ganze Gruppe in einen Topf geworfen wird.

    Sie behaupten, "die Werte des Abendlandes verteidigen" zu wollen, für "die Aufklärung" oder gar "das Christentum" zu stehen und "unbequeme Wahrheiten" auszusprechen. Doch sie verdrehen bewusst Tatsachen und lügen, um Ängste zu schüren und Mitläufer zu gewinnen. Zeit für einen Faktencheck.

    Lügen aufdecken, wie Du es hier machst, ist dagegen z.B. wichtig, ist hilfreich informativ und - was das Wichtigste ist - so etwas dreht sich um das WIE bei der ganzen Angelegenheit. Denn auf das kommt es an.

    Aber im selben Atemzug wirfst du leider selber auch wieder alle von dieser Gruppe in einen Topf und bedienst somit polemisch ein WIE, das verständlicherweise Widerstand auslöst. Das relativierst du später zwar durch andere Aussagen, aber zuerst rammst du leider diesen Pflock ein.

    Egal von welcher Weltanschauung /Religion oder Individuum praktiziert, entscheidend ist doch immer einzig und alleine das WIE!  Und dieses WIE darf keine Gewalt und keine Unterdrückung bedeuten, sollte nie alle in einen Topf werfen und darf Gewalt und Unterdrückung vor allem aber auch nicht beabsichtigen. Letzteres wird in großen Gruppierungen auch nie das Motiv aller sein. Aber wiederum schließt du hier just mit dem polarisierenden Titel aus, dass die offizielle Lehre - also nicht Individuen oder kleine Gruppen in ihr - sondern die Offizielle Lehre einer großen Gruppierung, wie hier z.B. der Islam, Gewalt und Unterdrückung sehr wohl favorisieren kann und sie dann entsprechend kritisch beobachtet werden muss und Sorgen durchaus begründet sind.

    Ich fände schon wichtig, (vielleicht habe ich es ja überlesen), dass du bekundest, dass du diese Sorge ernst nimmst, sie nicht verharmlosend in den Topf Verschwörungstheorien steckst, aber betonst, dass das Problem dennoch vorrangig im WIE! der Individuen begründet ist und nicht in einer Gruppierung als ganze. Ich meine, selbst wenn nur wenige der Demonstranten es so ehrlich meinen und der Rest Deinen Schilderungen entspricht, wäre es um der Wenigen willen wichtig.

    Du weißt wie ich, Kommunikation zwecks Verständigung - und die schließt Werbung, Missionierung, den Willen zu überzeugen, Gewinnung von Anhgängerschaft, etc. ein -, ist nicht nur natürlich menschlich, sondern unverzichtbar, gehört notwendig zum Menschsein dazu, wenn wir auf diesem Erdenball auf Dauer friedlich miteinander auskommen wollen, denn die Welt wird ja allmählich zu einem Dorf. In dem WIE alleine beginnt das Übel.

    Dieses WIE müsste also der Aufhänger sein und immer wieder betont werden.

    Aber genau deshalb wird es ab da schwierig.
    Denn dieses WIEbeginnt in der Gewaltfreiheit, Liebe und Freiheit je in uns selber. Doch wer schimpft sich schon gerne selber aus. Es kann aber nur insofern um Weltanschauung /Religion außerhalb von uns - also auf gesellschaftlicher Ebene - gehen, als deren Gewaltfreiheit und Achtung der Menschenwürde auch geklärt werden muss. Und wenn die Mehrzahl in solch einer Gruppe Gewalt favorisiert, besteht politischer Handlungsbedarf. Aber konkret beginnt dies nach innen gerichtet in jedem Einzelnen, weshalb es emotional recht problematisch wird.

    Díeses WIEim Individuum ist das eigentliche große, gesellschaftliche Problem, das sehr schnell zur Gewalt von außen verführt. Um so öfter muss man es beim Namen nennen. Bekanntlich muss man etwas zehnmal aussprechen, bevor es in den Köpfen hängen bleiben kann...... ;-)

    Ich möchte dir auf jeden Fall bei deinem eigentlichen Anliegen - das leider durch den Titel etwas verdeckt wird - mit Nachdruck zustimmen. So wie Pegida schon im Titel polarisierend angelegt ist, kommt man aber aus der elenden alten Leier nicht heraus. Mit dieser alten Leier meine ich, den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, d.h. des Guten GEGEN das Böse. Ich würde sagen, man muss bei diesem Thema, bei dem mit dem Bösen vorrangig Gewalt gemeint ist, wenn es konstruktiv sein soll, unbedingt noch einen entscheidenden Schritt weiter gehen:
     
    Das Gute ist immer schlecht beraten,GEGEN das Böse zu kämpfen, weil das Böse dadurch nur bestärkt, ja überhaupt ins Leben gesetzt wird.

    Ein Verzicht darauf ist nicht zuletzt auch deshalb angesagt, weil in nahezu 90% solche Kämpfe, Proteste, das Böse, der Gegner, unbewusst in dem Kämpfenden selber begründet sind, wie du es in anderen Worten auch zum Ausdruck bringst. Der Kampf wird dann nur nach außen verlagert, um ihn, also das unbewusste eigene Böse im Anderen zu bekämpfen, was absolut nicht funktionieren kann und das Elend nur potenziert. Das gilt für Individuen wie für Gruppierungen. Niemand sollte gegen irgendetwas Böses kämpfen, solange er/sie - oder die Gruppierung - es in sich selber nicht zu überwinden versteht. Aber dieses WIEist ein großes eigenes Thema....

    Wir sollten letztlich überhaupt nicht außerhalb von uns GEGEN das Böse kämpfen. Ja nicht einmal in uns. Wir sollten immer nur FÜR das Gute alle Energie investieren. Das würde dem Bösen und der Gewalt schon sehr viel an Energie abziehen. Und da sind dann die richtigen Worte nicht ganz unwichtig. Ich würde sogar das Wort kämpfen vermeiden wollen, weil wir dabei schon viel zu sehr immer sofort an einen Gegner/Feind denken.
     
    Den Gegner/Feind gibt es nämlich in Wahrheit nicht!. Es gibt ihn nur dann, wenn wir ihm Leben geben.

    Das ist genau das, was Jesus mit der Feindesliebe meint: durch diese Liebe verwandeln wir im Feind das Böse. Und das geht grundsätzlich NUR SO. Zum einen verwandeln wir es dann zuerst in uns selber, sodass der Feind schon alleine dadurch oft verschwindet und zum Anderen entspannt sich dadurch die Lage im Feind so, dass er kein Problem mehr hat und die Gewalt oder das Böse leichter fallen lassen kann.

    Das ist im Grunde eine ganz wichtige und zwar DIE friedenstiftende Kernbotschaft des christlichen Glaubens, die viel eher und immer wieder erwähnt werden sollte. Aber eben, es sind nicht selten gerade die Kritiker, die für diese Friedensbotschaft keinen Sensus haben, weil sie sie nicht praktizieren und folglich nicht kennen und erkennen und sie selber am ehesten beherzigen müssten. 

     

  70. Eli Schalom Antworten | Permalink

    PS: :
    *Ich schrieb"Den Gegner/Feind gibt es nämlich in Wahrheit nicht!. Es gibt ihn nur dann, wenn wir ihm Leben geben. "

    das könnte missverstanden werden, meint natürlich: Es gibt ihn nur dann, wenn wir dem Anderen als Feind in unserem Geist, in unserer Vorstellung Leben geben.

  71. Shubhra Gabel Antworten | Permalink

    Gruppierungen wie Pegida sind gesellschaftsfeindlich, denn sie verhindern, dass die Gesellschaft zusammenwachsen kann. Jede moderne Gesellschaft strebt nach Einheit in Vielfalt. Es ist bedauerlich, dass die junge Generation in einem Teil Deutschlands mit solchen negativen Vorbildern, die Feindbilder und unbegründete Ängste heraufbeschwören, aufwächst.

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      @ Frau Gabel :

      Gruppierungen wie Pegida sind gesellschaftsfeindlich, denn sie verhindern, dass die Gesellschaft zusammenwachsen kann. Jede moderne Gesellschaft strebt nach Einheit in Vielfalt.

      Konservative oder im weitesten Sinne reaktionäre Bewegungen sind wie die Progressiven notwendiger Teil der allgemeinpolitischen Auseinandersetzung.
      Yin und Yang sozusagen.
      Dass Zusammenwachsen von Gesellschaften im möglicherweise gemeinten Sinn findet auf die BRD bezogen im Rahmen der FDGO nicht statt, sondern rahmengegebene 'Vielfalt'.
      Die 'Einheit' wäre der Rahmen "westlicher" Systeme, das sind diejenigen, die den Ideen und den Werten der Aufklärung folgend gesellschaftlich implementieren konnten, der Code "westlich" ist griffig und sein Erscheinen nachvollziehbar, aber auch "ein wenig" irreführend.

      HTH + schöne Jahreswende schon einmal,
      Dr. W

  72. ft Antworten | Permalink

    "...Der Religionswissenschaftler Michael Blume hat sich das mit der angeblichen Islamisierung des Abendlandes mal ganz genau angeschaut..."

    Hat er nicht. Oder bei schönem Wetter eine rosa Brille aufgesetzt.

    Das hätte er, wenn er sich mal die (islamischen) "Parallelgesellschaften", die es in vielen Großstädten gibt, angeschaut hätte.

    DAS sehe ich nahezu täglich:
    Frauen, die seit Jahrzehnten in De leben, aber keine Silbe Deutsch können. Oft waren sie lange Zeit eingesperrt: Kinder, Küche, und den Hausherrn befriedigen. Raus höchstens zum Laden in der Straße.
    Papa und großer Sohn gehen in die Kneipe, Frau mit Kindern läuft 30 m dahinter, mit anderen Frauen laut kakelnd, wartet sie, bis die Herren herauskommen.
    Macho- Verhalten der Halbstarken, in der Familie, aber auch ggü. Deutschen.
    Gefährliche Gegenden für Einheimische, die fast vollständig in Hand gefährlicher Klans -natürlich mit islamischen Hintergrund- sind.
    Kopftücher- Ein Symbol der Unterwerfung und Rechlosigkeit unter eine steinzeitliche Ideologie.
    Vollvermummung der Frauen einiger ethnischer Gruppen- Eine "mobile Gefängniszelle".
    Straftaten wegen einer vermeintlichen "Ehre", bis hin "Ehrenmorden". Letztere zwar selten, aber Gewalttaten im Familienbereich sind Gang und Gäbe.
    Schwerste Straftaten, ähnlich der IS- Greueltaten. Nicht die Anzahl, sondern die für uns unfaßbarer Brutalität, die auf steinzeitlichen "Moralvorstellungen" basiert.
    Unverschämte Forderungen an Schulen und Gemeinden, betreffs islamischer Bekleidungsvorschriften, Essensvorschriften, Einwände gegen christliche Symbole.
    Antiisraelische/ Antisemitische Äußerungen im SA/ SS- Jargon.

    Noch mehr gefällig ?

    Herr Religionswissenschaftler Michael Blume, wenn die Migranten einen christlichen Hintergrund hätten (Christen- Flüchtlinge aus Irak, Sysrien, Kopten aus Ägypten...), wären diese Sachen auch zu beobachten ?

    Ich denke, eher nicht- das ist in allen Ländern zu beobachten, in denen sich solche Parallelgesellschaften bilden konnten.

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Die heutige Tendenz im Islam zurück zur Geschlechtertrennung, zu Machismo und traditioneller Lebensweise führt tatsächlich zu Parallelgesellschaften, wenn dieser Islam auch hier im Westen zunehmend an Einfluss gewinnt, denn hier im Westen gibt es die genau gegenläufige Tendenz: Mehr Gleichbereichtigung zwischen den Geschlechtern, mehr Offenheit auch für andere Kulturen. Wer hier für Geschlechtertrennung eintritt, für ein traditionelles Rollenverständnis, der ist entweder ein Reaktionär oder ein Muslim. Das heisst: Allein der Glaube heiligt etwas und verwandelt etwas Verwerfliches, Reaktionäres in etwas Gutes, denn der typîsiche Muslimverteidiger sagt uns ja immer wieder, man müsse die Relgion der Muslime respektieren.

      Wäre es nciht besser weniger Rücksicht auf die Religion zu nehmen? Wäre es nicht besser zu sagen, was du tust ist falsch und wird hier nicht akzeptiert egal ob das in deiner Religion angeblich das richtige ist?

      Eine rationale und berechtigte Islamkritik kann es schon geben und gerade auch Frauen, die als Muslimen die Geschlechterdiskrimierung am eigenen Leib erfahren haben dürfen diese Islamkritik äussern ohne dass man sie deswegen der Islamophobie anklagen muss. So liest man in islamfeindlichkeit-islamophobie-islamkritik zurecht folgende Richtigstellung:

      Demnach sollten - entgegen anderslautenden Einschätzungen (vgl. Bühl 2010, S. 183-198; Rommelspacher 2009) - Publikationen von Autorinnen wie Seyran Ates oder Necla Kelek (vgl. Ates 2007; Kelek 2006) nicht als islamfeindlich, sondern als islamkritisch eingeschätzt werden. Beide türkischstämmigen Autorinnen wuchsen in einem muslimisch geprägten Umfeld auf, machten ebendort häufig die Erfahrung frauenfeindlichen Verhaltens und schrieben darüber Bücher mit islamkritischer Ausrichtung. Sie kam in der Auffassung zum Ausdruck, wonach in den Inhalten und Vorgaben der Religion die Ursachen für die beklagten Gegebenheiten zu sehen seien

      • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

        Kritiker halten der Anwendung der Scharia in westlichen Ländern entgegen, dass die Scharia nicht mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vereinbar sei. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (EGMR) urteilte in mehreren Verfahren, dass die Scharia „inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien in der Demokratie“ sei. (Quelle)

        HTH
        Dr. W

        • Martin Holzherr Antworten | Permalink

          Diese Einschätzung teile ich: Menschenrechte und Scharia sind inkompatibel.

          • Dr. Webbaer | Permalink

            'Inkompatibel', wir beachten die Etymologie, 'nicht mitleidend' wäre vielleicht die beste Übersetzung.
            D.h. 'verbrecherisch' wäre auf die Scharia bezogen der mögliche Umkehrschluss.

            MFG + schöne Grüße in die Schwyz:
            Dr. W

          • Michael Blume | Permalink

            @Webbaer & @Martin Holzherr

            Und wie beurteilen Sie beide "Experten" also "die Halacha"? Ist diese ebenfalls mit den "Menschenrechten inkompatibel" und also "verbrecherisch"? Bin gespannt...

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Wenn Sie mit Experten in Anführungszeichen kommen: gar nicht.

            MFG
            Dr. W (der ansonsten natürlich gerne ansprechbar bleibt, Religionen sozusagen als Frenemies betrachtet, dbzgl. gerne bedarfsweise recherchieren)

          • Martin Holzherr | Permalink

            Die Hallacha kenne ich zuwenig. Mit grosser Wahrscheinlichkeit gibt es auch dort Verstösse gegen das was wir heute als Menschenrechte wahrnehmen. Weder im Namen der Scharia noch im Namen der Halllacha sollte in einem westeuropäischen Staat verdindlich Recht gesprochen werden können.

            Man muss zudem noch unterscheiden zwischen dem Geist der Menschenrechte und den Rechtsstprüchen des Strassburger Menschengerichts. Dieses wurde schon übergriffig und dehnt seinen Geltungsanspruch immer weiter aus. Nicht alles was sich als Menschenrecht ausgibt ist eines. Ein wesentliches, unverzichtbares Menschenrecht ist aber gerade das Recht auf eine faire Verhandlung, auf eine unparteische Gerichtsführung. Und die kann meiner Ansicht nach nicht in den Händen einer Religion liegen.

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @ Herr Holzherr :
            Die Halakha ist nicht ganz ohne, betrifft dankenswerterweise Juden, die zudem nicht missionieren, streng genommen [1] ist die Halakha terrorfähig; vielliecht wollte der hiesige Inhaltegeber darauf hinaus.

            MFG
            Dr. W

            [1]
            Masada, hier hatte man schon im Lateinischen zu nagen - nichtsdestotrotz scheint es hier schon gewisse Niveauunterschiede zu geben, den I betreffend

          • Martin Holzherr | Permalink

            Der Artikel Scharia und Halacha geht auf die Versuche mehrerer US-Bundesstaaten ein, Scharia und Halacha die Rechtssprechung zu untersagen oder sie mindestens einzuschränken:

            Anlass ist ein geplantes Gesetz in Florida, die »Application of Foreign Law in Certain Cases Bill«.

            Es würde religiösen Organisationen verbieten, verbindliche Urteile für ihre Mitglieder zu Ehescheidungen, Kindesunterhalt und Umgangsrecht zu treffen. Ursprünglich zielte der Gesetzesentwurf darauf ab, die Scharia zu verbieten. Doch möglicherweise würde sie auch rabbinisches Recht unterbinden, insbesondere die Scheidung vor einem Beit Din, die von Zivilgerichten bislang anerkannt wird

            Das Bestreben dahinter kann ich jedenfalls gut nachvollziehen.

          • Meiernchen | Permalink

            Ich vermute, Herrn Blume ist sehr genau bewusst, dass es nicht um Halaka vs. Scharia geht. Entscheident ist, wie die Religionen mit ihrem moralischen System umgeht und in welchem Verhältnis sie es zum weltlichen System einordnet. An dieser Stelle zeigt allein der Islam leider bisher kaum Spielraum. Alles wird letztendlich auf den Koran (u.Hadithen usw) zurückgeführt und aus diesem erklärt. Insofern kann man an diesem Punkt auch von DEM Islam sprechen. Wenn auch nicht alle Muslime einer Meinung bezüglich ihrer Auslegung sind, so sind sie doch überwiegend einig in der Ansicht, den Willen Gottes zu vertreten und das dieser über allem anderen steht.
            Es gibt natürlich auch fortschrittliche Muslime, die sich dieses Problems bewusst sind. Leider werden diese von vielen Glaubensgenossen oft nicht anerkannt.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @ft

      Tut mir Leid, dass ich als Religionswissenschaftler Ihre Vorurteile, Ängste und Ressentiments nicht bestätigen kann. Obwohl ich zweifele, dass Sie Fakten überhaupt noch interessieren, hier ein paar Einladungen zum Nachdenken.

      1. Ja, es gibt schlecht integrierte und extremistische Muslime - wie es sie in jeder anderen Menschengruppe auch gibt. Wollen Sie etwa mit saufenden Skinheads und NSU-Terroristen in einen Topf geworden werden, die "im Namen des Deutschtums" umherziehen? Nein? Dann seien Sie doch bitte auch so fair und differenzieren im Hinblick auf Muslime, Juden und andere Minderheiten ebenso.

      2. Was Integration und Bildungsaufstieg angeht, zeigen die Daten, dass die vergleichbar große Gruppe der christlich-katholischen Italiener nicht besser abgeschnitten hat als die Türken. Und wie es Muslime mit bildungsfernen Hintergründen gibt, so auch andere, die sehr bildungserfolgreich sind (z.B. die Ahmadiyya). In den USA gehören Muslime sogar häufiger zu den Mittel- und Oberschichten, dort werden die spanischsprachig-katholischen Latin-Americans diskutiert, zumal sie vielerorts Spanisch als dominante Sprache durchsetzen.

      3. Ja, einige Städte werden in Deutschland nicht so gut regiert wie andere. Und, ja, in Deutschland sterben seit 1971 ununterbrochen mehr Menschen, als noch geboren werden. Nur sind daran jeweils nicht "die Muslime" schuld! Wenn Sie wirklich Liebe für Ihr Land oder dessen christliche Traditionen empfinden, hören Sie also auf, gegen Minderheiten zu hetzen und tun lieber etwas dafür, dass es besser wird: Mehr Kinder, bessere Bildung, lebendige und einladende Kirchengemeinden, erfolgreichere Kommunalpolitik... - jede(r) kann etwas tun. Freiheit heisst Verantwortung - mit Hass verbessern Sie gar nichts!

  73. Thorsten Haupts Antworten | Permalink

    Sehr geehrter Herr Blume, die von Ihnen genannten Fakten sind richtig und jedem aufmerksamen und regelmässigem Leser einer halbwegs seriösen Publikation auch hinreichend bekannt.

    Ich vermute nur, Sie irren (und das stark) in Ihrer küchenpsychologischen Verortung der Gründe für die inzwischen auch auf die Strasse getragene Islamfeindlichkeit. Denn dafür gibt es durchaus einige im Kern völlig rationale Gründe. So sind selbstverständlich auch unsere Medien nur begrenzt pluralistisch, dafür sorgt schon der menschliche Herdentrieb. Dementsprechend gab es für bestimmte Positionen in der jüngeren Vergangenheit nur sehr schwache mediale Vetretung, Die einfachste davon war z.B. der schlichte Wunsch, nicht noch mehr Einwanderer nach Deutschland zu holen, wofür man sich nicht nur ernsthaft rechtfertigen musste (anstatt umgekehrt), sondern bedarfsweise "Rassist" war. Und noch heute löscht die faz einen Kommentar, der ganz nüchtern die Tatsache feststellt, dass es ohne eingewanderte Muslime keine muslimischen Terroristen in Deutschland gäbe (geben könnte). Denn dafür ist es überhaupt nicht wichtig, dass 99,99% der Einwanderer praktisch friedliche und anständige Menschen sind, solange mehr als 20% davon mit den 0,01% paranoiden Massenmördern sympathisieren. Es ist auch erst ein paar Jahre her, dass neben den angeblichen Vorteilen der multikulturellen Gesellschaft auch die unvermeidbaren Nachteile thematisiert werden, die Einwanderung von Bildungsfernen aus kulturfremden Räumen zwangsläufig mit sich bringt. Eines der einflussreichsten deutschen Presseorgane - die ZEIT hat das vor Sarrazin z.B. überhaupt nicht getan.

    Und so weiter und so fort. Lange Rede kurzer Sinn - mit der AfD und den verschiedenen PEGIDEN machen sich auch Leute Luft, die völlig zu Recht den Eindruck hatten, ihre Sorgen würden in Medien und diesen folgend der Politik überhaupt nicht beachtet. Was praktisch auch deshalb stimmt, weil die Propagierung multikultureller Gesellschaften in den soziokulturellen Milieus am stärksten war, die nur einen kleinen Ausschnitt von Einwanderern kannten - den akademischen Kosmopoliten aus der oberen Mittel- und Oberschicht. Ausbaden durfte den Grossteil der real existierenden Einwanderung dagegen im wesentichen die deutsche Unterschicht in ihren Wohnvierteln. Und da diese sich nicht so gut artikulieren kann, wie z.B. Sie, waren das bei entsprechenden Beschwerden halt alles jogginghosenvollkotzende Prollrassisten.

    Abschliessen möchte ich mit einer Wertung des Islam. Neugierig wie ich bin habe ich mir den kompletten Koran auf deutsch besorgt und einmal vollständig gelesen (einige Stellen mehrfach). Als politisches Buch würde der Koran wegen Volksverhetzung, Aufruf zum Rassenhass, Aufruf zum Mord und einiger anderer Kleinigkeiten sofort verboten werden müssen. Was weder für die Thora (das alte Testament) noch für das Neue Testament zutrifft. Gewaltanwendung bis hin zum Mord lässt sich direkt (ohne jegliche Interpretation) aus dem Koran heraus rechtfertigen, das ist selbst für eine Religion ziemlich einzigartig. Ich möchte eigentlich neben niemandem leben, der den Koran (seinen Glauben, seine Religion) so richtig ernst nimmt.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Sehr geehrter Herr Haupts,

      wären die von Ihnen genannten Gründe tatsächlich rational vorhanden, so müssten wir Pegida-Demonstrationen in den Städten mit starker Zuwanderung und "multikultureller Gesellschaft" erwarten, etwa in München, Stuttgart oder Frankfurt. Stattdessen gibt es sie dort, wo Zuwanderer im Alltag kaum vorkommen und fast nur über die Medien wahrgenommen werden - in den "bunten" Städten findet Pegida nicht statt oder wird durch Gegendemonstranten vielfach übertroffen.

      Damit verbunden ist auch Ihre zweite Fehlannahme: Die der "multikulturellen Medien". Tatsächlich hat z.B. der SPIEGEL schon 2007 über "Mekka Deutschland" und dessen vermeintliche "Islamisierung" getitelt - und seitdem immer wieder (z.B. mit "Papst gegen Mohammed" usw.), der FOCUS verunglimpfte sogar unseren damaligen Bundespräsidenten Wulff, weil dieser es gewagt hatte, den Islam als "Teil Deutschlands" zu bezeichnen usw. Sarrazin, Kelek, Buschkowsky, Broder und Pirincci bekamen die ganz großen Teppiche ausgerollt und konnten ihre Produkte in den ganz großen Print- und Fernsehmedien bewerben. Und die BILD hat mit gezielten Falschmeldungen (Links siehe oben) immer wieder gerne "Sorgen" geschürt, statt zu informieren.

      Zu Ihrer Koranlektüre habe ich - als Wissenschaftler und Christ - eine interessierte Nachfrage: Haben Sie auch einmal die Bibel - das AT und NT - genau durchgelesen? Und wenn ja - wie würden Sie diese beiden Werke bewerten?

      Vielen Dank für die Bereitschaft, nachzudenken!

      • Thorsten Haupts Antworten | Permalink

        Sehr geehrter Herr Blume,

        Nur ganz kurz:
        Diejenigen, die von Einwanderung bereits praktisch im Alltag geschaedigt werden, gehen nicht auf die Strasse. Da gehen die hin, die sich artikulieren koennen und sich von einer Entwicklung bedroht fuehlen, die sie noch nicht betrifft.
        Der rote Teppich fuer Sarrazin stimmt, belegt aber genau das Gegenteil von dem, was sie sagen. Er wurde ausgerollt, weil es bis dahin kaum eine Stimme gab, die Bedenken oeffentlich geaeussert hat. Wenn Ihnen ein einflussreicher Politiker der letzten 20 Jahre einfaellt, der sich oeffentlich gegen Zuwanderung aussprach, her damit. Es gab keinen.

        Und zum Schluss ein Angebot:
        Ich finanziere uns beiden eine Reise in einige deutsche Statdtviertel, die statistisch den hoechsten Anteil von Zuwanderern von arabischen und nordafrikanischen Gebieten aufweist. Und dort setzen wir uns beide erst eine Kippa auf und spazieren zwei Stunden durch das Viertel, danach befragen wir optisch Biodeutsche nach ihren Ansichten zu noch mehr Zuwanderern aus den Reihen ihrer heutigen Nachbarn. Nach Ihrer Auffassung, Herr Blume, sollten die das ueberwiegend begruessen, Aengste und Widerstand gibt es ja nur bei den Dummen und Kenntnislosen?

        Ueber das Ergebnis berichten Sie hier.

        Gruss,
        Thorsten zhaupts

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          Sehr geehrter Herr Haupts,

          selbstverständlich gab und gibt es Politiker, die sich "gegen Zuwanderung aussprachen" - z.B. der REPs und NPD -, sie wurden nur von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung nicht gewählt. Und auch hier gilt: Rechtsextreme Parteien reüssieren vor allem dort, wo es wenige Zuwanderer gibt und die Wirtschaftslage schlecht ist.

          Auch mit den Stadtvierteln verwechseln Sie Ursache und Wirkung: Selbstverständlich gibt es Viertel mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen, deren günstiger Wohnraum dann wiederum ärmere Mieter anzieht, wogegen die Mittelschichten wegziehen. Oder sind manche ostdeutsche Städte voller alter Leute, saufender Skins und Punkergruppen Ihr blutsdeutsches Ideal?

          Danke für Ihr Angebot. Tatsächlich bewege ich mich oft und gerne nicht nur in muslimischen, sondern auch in jüdischen und interreligiösen Kreisen, z.B. hier (mit Kippa :-) ):
          http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/hat-das-judentum-in-deutschland-eine-zukunft/

          Also, wenn Sie Geld übrig haben, dann geben Sie es doch bitte einer kinderreichen Familie (auch deutsch oder gar "arisch", ganz wie Sie wollen) oder finanzieren Sie einen christlichen Glaubens- oder Deutschkurs, um unsere Kultur zu stärken. Das alles können Sie tun, wenn Sie wirklich in Sorge um das Abendland und unsere verebbende Gesellschaft samt nachlassender Integrationskraft sind. Denn mit Fremdenfeindlichkeit und Hetze gegen Minderheiten helfen Sie unserem Land gar nicht - wie der demografische und wirtschaftliche Niedergang Japans gerade zeigt...

          • Thorsten Haupts | Permalink

            Na Herr Blume, das ging ja schnell mit dem Vorwurf der "Hetze gegen Minderheiten". Die muessten Sie mir in meinen
            Beitraegen zeigen, was Sie nicht koennen.

            Sie verlieren exakt genauso schnell die Contenance wie die "Hetzer" von PEGIDA, sobald Sie auf etwas stossen, was Ihrem Weltbild widerspricht. Danke fuer die Bestaetigung.

            Ohne allzusehr uebertreiben zu wollen, laesst sich Ihre Position ganz einfach zusammenfassen: Sie sind fuer (unbegrenzte?) Zuwanderung, weil Sie keine japanischen Verhaeltnisse wollen. Alle daraus resultierenden Probleme sind rein sozialer Natur (und wuerden sich also erledigen, wenn man jedem Einwanderer das deutsche Medianeinkimmen garantiert). Da ist zwar eine genauso alberne Position wie die der PEGIDA, aber seis drum.

            Ginge es Ihnen wirklich um den demographischen Ausgleich und um einen Gewinn fuer Deutschland, muessten Sie drei dinge fordern:
            1) Umwandlung des Asylrechtes in ein Gnadenrecht, weil unkontrollierte Zuwanderung anders nicht zu begrenzen ist
            2) Auswahl von Zuwanderern nach oekonomischen und sozialen Kriterien wie in allen Einwanderungslaendern
            3) Erhoehung der Zuwanderungszahl auf ca. 600.000 pro Jahr
            1 wuerde Ihre menschenfreundliche Position beschaefigen, 3 waere jn Deutschland auf absehbare Zeit nicht mehrheitsfaehig.

            Last but not least - warum ausgerechnet ein bekennender Agnostiker wie ich eine kinderreiche "arische" Familie ( oh, die Anspielung auf die Nazis, also auf paranoide judenhassende Massenmoerder hatte ich glatt uebersehen) oder christliche Kurse unterstuetzen soll, wird Ihr Weihnachtsgeheimnis bleiben.

            Na ja, eigentlich war mit der Gleichsetzung von Zuwanderungsskeptikern und Rechtsextremisten alles gesagt. Hoffentlich verraet Ihnen keiner, wieviele Rechtssextremisten und Nazis es nach Ihrer Definition in Deutschland gibt.

            Ohne Gruss,
            Thorsten Haupts

          • Michael Blume | Permalink

            Es war nicht schwer, Sie zu durchschauen, Herr Haupts! Wer auch noch mit Juden kann, muss ja auch für “unbegrenzte Zuwanderung“ sein, schon klar! :-) Ihnen alles Gute - und einen sich auch für andere Kulturen und Religionen weitenden Horizont!

  74. Stefan Antworten | Permalink

    Man sollte sich die Zeit nehmen und auf der Seite der Pro-Pegida Petition die Gründe lesen, wegen derer die Menschen dort unterschreiben. Ich denke, diese Auszüge aus den letzten Minuten sprechen für sich:
    "Ich unterschreibe weil ich so langsam die Faxen dick habe von diesem Lügenstaat und der wachsenden Anzahl an Ausländern!"
    "Ich nicht möchte das unsere Kultur kaputt gemacht wird und ich merke das es leider immer mehr der Fall ist z.B: das Weihnachtsmärkte in Wintermarkt umbenannt wird"
    "Ich unterschreibe weil ich so langsam die Faxen dick habe von diesem Lügenstaat und der wachsenden Anzahl an Ausländern!"
    "Eine lüge 1000 mal Erzählt bleibt eine lüge , ich bin für die Wahrheit !!!! ( PEDIGA ! )"
    "Es langsam reicht, helfen ist gut und schön. Es gibt arme Leute. Aber nicht ausbeuten und sich so verhalten das der deutsche bürger sich nicht mehr im eigenen lande wohlfühlt."
    "Weil es Zeit wird, den verlogenen Politikern und gleichgeschalteten Propagandamedien die Stirn zu bieten. Häufigster Vorname von männlichen Neugeborenen in einer Essener Klinik - Mohammed - aber es gibt ja keine Islamisierung laut Hannelore Kraft. Es ist an der Zeit, diesem weltfremden Politpack zu zeigen, das es reicht...."

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Vielen Dank, @Stefan, für "Volkes Stimme". Online-Petitionen mit "Bekennerfunktion" sind tatsächlich empirisch spannende Quellen, die hoffentlich auch politikwissenschaftlich und sozialpsychologisch erschlossen werden! Ach, wenn ich doch noch einmal im Studium wäre... (Politikwissenschaft war mein zweites Hauptfach und ich hatte großen Spaß z.B. an der Auswertung von Kino-Kassenschlagern in Deutschland und den USA im Hinblick auf deren Politiker-Bilder.)

  75. Oleg Obstler Antworten | Permalink

    Um aus einem Nachbar-Blog von Joseph Kuhn zu zitieren:
    "Demnach lebten nach der bisherigen Bevölkerungsfortschreibung im Jahresdurchschnitt 2012 in Deutschland 7.558.771 Ausländer und Ausländerinnen. Nach der neuen Bevölkerungsfortschreibung auf der Basis des Zensus 2011 sind es 2012 aber nur 6.489.564 gewesen, also mehr als eine Million weniger.

    Das sind nicht mal 10% der Gesamtbevölkerung. Ich weiss auch nicht, Bedrohung sieht anders aus. Zumal es offenbar deutlich weniger sind als manche glauben wollen.

    Und ganz ehrlich. Der Islam hat nicht mal annähernd die Opferzahlen verursacht, die alleine wir "Deutschen" in den letzten Jahrzehnten auf dem Kerbholz haben.
    Wie war das nochmal mit dem Glashaus?

    Es würde mich zudem sehr wundern, wenn der IS nicht auch jede Menge Waffen "Made in Germany" im Einsatz hätte. Wo hat er die nur her? Im Schwarzwald geklaut?
    ;-)

  76. ft Antworten | Permalink

    @Michael Blume... Danke für die schnelle Antwort.

    "...Obwohl ich zweifele, dass Sie Fakten überhaupt noch interessieren..."
    Oh.. ich schrieb ja Fakten.
    Und nur einige. Ich könnte Seiten füllen.
    Wie ist das mit der Zwngsverheiratung von Mädchen ? Wird natürlich nicht in De gemacht- dazu werden die Mädchen in die Heimat geschickt.
    Wie ist es mit den Schulen, wo deutsche Kinder sich der islamischen Mehrheit beugen müssen, wo Gewaltandrohung alltäglich ist ? Die Lehrer stehen dem hilflos gegenüber. Messer sind in vielen Schulen ständig in den Taschen der Schüler.
    Wir kennen das selbst, zogen u. a. auch deswegen aus der Großstadt auf's Dorf.

    "...hören Sie also auf, gegen Minderheiten zu hetzen..."
    "... mit Hass verbessern Sie gar nichts!..."

    Ah ja... Da reiht sich nun also ein Wissenschaftler in die Reihe der Politiker ein, die im Auftrag ihrer islamischen Freunde "Hetze !" schreien.

    -----
    Nur.. inzwischen erkennen die Menschen, wer hier hetzt- nämlich der Islam- genauer: Seine Prediger, Vorbeter: Imame, Ayatollahs, Mullahs, Scheikhs und Emire... sonstwas. Was diese "Kultur" dann erzeugt... gehört keinesfalls hierher !
    -----

    Hass sehe ich:
    - Bei den Moslems, und zwar gegen Deutsche, die diesen Leuten einst Asyl oder Einwanderung ermöglichten.
    - Ebenfalls von Moslems gegen Israelis/ Juden. Die Sprüche kann ich singen.
    - Hass sehe ich bei Attentätern, wie den Kölner Kofferbombern.
    - Hass sehe ich gegen Opfer, die von Moslems zusammengetreten werden, abgestochen, usw.

    Berichte in den Medien gibt es genug, man braucht nicht mal lange suchen.
    Selbst in meiner eigenen Umgebung sah ich schon Sachen,. die in die Mülltonne der Geschichte gehören.

    Saufende Skinheads sind unser Problem. Unser eigenes, ja. Aber eben ein anderes.
    NSU... ? Die Anzahl der Opfer von Straftaten mit islamischen Hintergrund sind in der Überzahl.

    Wenn es so weitergeht, werden Städte wie Dadaab in Kenia entstehen, ursprünglich ein Flüchtlingscamp, welches inzwischen eine Stadt ist, fast eine halbe Million Einwohner, Flüchtlinge aus Somalia.
    So gefährlich, daß dort Hilfsorganisationen (!) nur noch mit militärischer Begleitung weiter hineingehen.
    Tja... was für Flüchtlinge ? Islamische. Was anderes erwartet ?
    Kein Märchen- war vor Wochen ein Bericht im Fernsehen.

    @Michael Blume... ich habe nichts gegen Leute, die im stillen Kämmerlein ihre religiösen Schriften lesen, den Gebetsteppich ausrollen und abknien, Gebetsmühlen drehen, sich in Extase ihren Göttern nähern, tanzende Derwische... sonstwas.
    Aber das reicht den Moslems NICHT.
    Friedlich ? Mitnichten !
    Die wollen eine absolut feindliche Lebensweise durchsetzen, genauer: Die steinzeitliche Ideologie eines brutalen Feldherrn.
    Und da hört es auf.

    Hilfe für Menschen- ja. Aber keine Handbreit mehr für den Islam.
    Wer nach dem Islam leben will- es gibt über 50 islamische Staaten. Das... sollte wohl reichen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @ft

      Ja, eigentlich habe ich derzeit gar nicht viel Zeit, nehme mir Sie aber in diesem Fall gerne.

      Sie zitieren, lieber @ft, als Reaktion auf empirische Daten immer wieder nur Einzelfälle und Hörensagen. Dass z.B. junge Spätaussiedler (deutschstämmig!) seinerzeit in Schulen ebenso als "Problemgruppe" galten und ganze Stadtviertel prägten, haben Sie nicht wahrgenommen - oder verdrängt. Und Sie verachten nicht nur Muslime, sondern auch "Politiker". Skinheads sind für Sie immerhin "unser" Problem, aber Muslime können für Sie offenbar nie Deutsche werden - ganz egal, was unser Grundgesetz und unsere Einbürgerungsgesetze dazu sagen. Vom Menschenrecht der Religionsfreiheit halten Sie offensichtlich auch nichts. (Wie ist es eigentlich mit Deutschen, die zum Islam konvertieren? Ist das nach Ihrer Weltanschauung zulässig?)

      Schließlich scheint Sie Geschichte nicht allzu sehr zu interessieren. Damit meine ich noch nicht einmal, wohin der Hass auf eine religiöse Minderheit samt Verschwörungstheorien gerade auch in Deutschland schon geführt hat. Sonndern ich meine, dass es eben keine Muslime waren, die von China, Russland bis Deutschland Schreckensregime mit Millionen von Toten errichtet haben. Weder die Konzentrationslager noch die Atombombenabwürfe gingen auf das Konto "des Islam" - und all dieses geschah in den direkten Generationen vor uns.

      Das alles interessiert Sie nicht. Sie wollen abwerten und verachten, die Anderen als abgrundtief böse und sich selbst als edel und gut sehen. Und Sie hoffen auf die begeisterte Zustimmung vieler, um es "dem System" endlich zu zeigen, indem Sie bislang nicht so anerkannt werden, wie Sie es nach eigenem Empfinden verdienten.

      Das kann man verstehen, @ft. Es hat nur nichts mit "den Muslimen" zu tun - und gäbe es diese nicht, so würden Sie eine andere Menschengruppe für Ihren Frust finden.

      Ich kann nicht mehr tun, als Sie auf diese Dinge aufmerksam zu machen und zu hoffen, dass Sie selbst einmal einen Ausweg daraus finden. Für sich und für andere. Denn Angst und Hass machen nicht glücklich, auch nicht wirklich erfolgreich und schon gar nicht produktiv oder kreativ. Zukunft geht anders.

      Ihnen alles Gute, @ft. Und das meine ich ernst!

  77. Stefan Antworten | Permalink

    "Das alles interessiert Sie nicht. Sie wollen hassen und verachten, die Anderen als abgrundtief böse und sich selbst als edel und gut sehen. Und Sie hoffen auf die begeisterte Zustimmung vieler, um es "dem System" endlich zu zeigen, indem Sie bislang nicht so anerkannt werden, wie Sie es nach eigenem Empfinden verdienten."
    Kann man eigentlich nicht besser sagen. Danke dafür. Was mir an Pegida Angst macht, ist eben diese Irrationalität und dieser Hass.

    Fragen, die jetzt nicht nur in meinem Bekanntenkreis diskutiert werden, sind folgende:
    Warum ist diese Bewegung im Westen praktisch nicht vorhanden? Warum hat Pegida gerade in Ostdeutschland so einen Erfolg, warum gerade Sachsen? Ein Bundesland, in dem die NPD in allen Kreistagen vertreten ist und in den Gemeindeparlamenten 97 Mandate besitzt.

    All die Verallgemeinerungen, die irrationalen Vorurteile, die man schon immer gegen "die Ossis" hatte, kommen nun bei vielen hoch. Nicht nur viele Flüchtlinge und Einwanderer bekommen Angst, sondern viele Deutsche schämen sich fremd für ihre Landsleute, schauen voller Unglauben (mal wieder) Richtung Osten. Das ist euch gelungen, liebe Pegida-Anhänger, den Graben zwischen Ost und West erneut zu vertiefen.

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Zustimmung: Islamophobie korreliert nicht mit der Anzahl der Muslime, auch Fremdenhass nicht. Die beste Erklärung dafür ist immer noch, dass Unsicherheit und Ängste ganz anderer Ursache dahinter stecken.

  78. ft Antworten | Permalink

    @M. B.: "...Ja, eigentlich habe ich derzeit gar nicht viel Zeit, nehme mir Sie aber in diesem Fall gerne..."
    Oh, Danke... geht mir genauso. Aber Ich nehm' mir auch Zeit für Sie !
    -------------
    @M. B.: "Wie ist es eigentlich mit Deutschen, die zum Islam konvertieren? Ist das nach Ihrer Weltanschauung zulässig?"

    Da gibt es so einige, die ja genau zu denen gehören, die man auf einen anderen Planeten beamen sollte. Wenigstens die Namen Vogell und Lau dürften ja sattsam bekannt sein.
    Dann gibt es da einen bekannten Konvertiten- ich weiß seit langer Zeit, daß er sich dem Ismal anschloß- Cat Stevens. Ich konnte nicht glauben, was da über ihn geschrieben wurde, aber ich denke, die Fernseh- Aufzeichnung ist nicht gefälscht.

    Bei einer Diskussion bei BBC folgendes über den iranischen Schriftsteller Salman Rushdie, der das islamkritische Buch Die satanischen Verse geschrieben hatte und deshalb mit einer Todesfatwa [den Befehl, ihn zu töten] bedacht wurde:
    „Sie glauben nicht, dass dieser Mann es verdient zu sterben?"
    "Wer, Salman Rushdie?"
    "Ja."
    "Ja, ja."
    "Und haben Sie die Pflicht, sein Henker zu sein?"
    "Äh, nein, nicht, es sei denn, wir sind in einem islamischen Staat, und ich wurde von einem Richter oder von der Behörde zur Durchführung einer solchen Tat bestellt - vielleicht, ja."

    Unvorstellbar, aber wahr.
    Der Sänger, der durch gefühlvolle Songs wie " Morning has broken", "Lady D'Arbanville", "Moonshadow" u.v. a. bekannt wurde, würde im Auftrag des Islam zum Killer werden !?
    https://www.youtube.com/watch?v=2-wjxwpvqps
    -------------
    @M. B.: "Vom Menschenrecht der Religionsfreiheit halten Sie offensichtlich auch nichts."
    Es gibt einen Unterschied- wenn jemand was über mich (uns)/ gegen mich (uns) DENKT... geschenkt.
    Aber wenn jemand gegen mich (uns) HANDELT- muß er ggf. mit den Konsequenzen rechnen.
    --------------
    @Stefan: "Was mir an Pegida Angst macht, ist eben diese Irrationalität und dieser Hass."
    Also ich sah auf den Plakaten keine Aufforderung zu Pogromen, Lynchjustiz, etc.
    Ebenfalls nicht in der PEGIDA- eigenen Deklaration.
    Meines Wissens auch keine "Ausländer raus !"- Parolen.

    Da verwechseln Sie wohl was... Im Koran finden man nun etliche Stellen, die eindeutig zum Mord auffordern.
    Ja, es gab auch friedliche Texte- der Herr Religionswissenschaftler kann aber sicher bestätigen, daß es ja das "Abrogations"- Prinzip gibt (Aufhebung einer normativen Bestimmung des Korans oder der Sunna durch eine andere, zeitlich nachfolgende Bestimmung). Und die nach der Eroberung Mekkas erstellten Suren sind da eindeutig aggressiv.
    --------------
    @Stefan: "...Warum hat Pegida gerade in Ostdeutschland so einen Erfolg..."

    Immerhin haben die Ostdeutschen ja offensichtlich -und das gewaltlos, wie PEGIDA- ihre Regierenden vom Thron geschubst.
    Und vielleicht ist da -noch- etwas mehr Bildung vorhanden, um die Zeichen kommender Zeiten zu erkennen.
    --------------
    @M. B.: "...Sie zitieren, lieber @ft, als Reaktion auf empirische Daten immer wieder nur Einzelfälle..."
    Jedes Verbrechen ist ein Einzelfall, aber VIELE Einzelfälle... sind irgendwann... zuviel !
    --------------
    @Stefan: "...Sie wollen hassen und verachten..."
    @M. B.: "...Sie wollen abwerten und verachten..."
    Dann lesen Sie mal das:

    (Im "Spiegel"-Forum):
    "...braune Suppe..."
    "...hirnloser Abschaum..."
    "...all diese Blögidas..."
    "...Elendsgestalten von Pegida..."
    "...Menschen mit Münchhausen-Syndrom..."
    Geschweige denn die Politiker, die wutschnaubend tröten:
    - Gerhard Schröder, SPD : "...kruden Haufen, der sich Pegida nennt..."
    - Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger, SPD: "...Neonazis in Nadelstreifen..."-
    - Bundesjustizminister Maas, SPD: „Schande für Deutschland"
    - Özdemir, Grüne: „Mischpoke“
    - SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi: "geistige Brandstifter"
    Oder andere Leute von zweifelhafter Wichtigkeit, die nun gern von gleichgeschalteten Medien zitiert werden:
    - Friedrich Schorlemmer, DDR-Bürgerrechtler "...politisch Enttäuschte und auch Verblödete..."

    Wie war das mit dem Hass ?

    Es gibt den Beriff "Toleranz".
    Aber dazu gehören auch Toleranzgrenzen.
    Wenn in einem technischen Gegenstand zu viele Bestandteile außer Toleranz sind- wird der Gegenstand sich irgendwann selbst zerstören.
    Dasselbe gilt auch für Gesellschaften. Man kann nicht alles tolerieren. Das wird die Gesellschaft ebenfalls- zerstören.

    Wie geschrieben, ich sehe die Vorboten fast täglich- wenn ich die "Parallelgesellschaften" sehe... Wo das hinführt, da gibt es einige Informationen.

    Nein- der Islam gehört niemals hierher !

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @ft

      Tja, in "Keine Toleranz der Intoleranz" sind wir uns also einig. Der Unterschied scheint zu sein, dass Sie das nur bei extremistischen Muslimen so sehen und "den Islam" dafür verantwortlich machen - während ich (auch als Religionswissenschaftler) bereit bin, Demokratie und Menschenrechte - einschließlich der Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit - auch gegen von Angst und Verschwörungstheorien gepeinigte Menschen wie Sie zu verteidigen. :-)

      Trotz allem beste Grüße und einen guten Rutsch! (Falls dieser Wunsch für Sie okay ist, geht nämlich auf jüdische Wurzeln zurück.)
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/guter-rutsch-und-hals-und-beinbruch-wo-kommen-diese-gr-e-her/

  79. ft Antworten | Permalink

    @M.B, Ja, dann bis zum neuen Jahr, wenn Sie möchten.

    Vielleicht reden Sie bis dahin schon mal als Religionswissenschaftler mit Imamen, Ayatollahs u. a., und bekommen Sie es bis dahin zustande, daß islamische Intoleranz, Haß, steinzeitliche Moralvorstellungen usw. verschwinden.

    Vielleicht könnte man die alten Texte endlich aktualisieren- aber dann sollten Sie sich schon was einfallen lassen... Ich empfehle einen Eisenanzug, falls dann mal jemand die alten Texte, z. B. Sure 8,12, zu wörtlich nimmt.

    Auch Ihnen beste Grüße und einen guten Rutsch !
    ft

  80. tom Antworten | Permalink

    Welche Erklärung gibt es von Ihnen für die Zustände in England, speziell Birningham. Halten sie die Berichte des Auslandsjournals für Panikmache ? Wenn ja... warum befasst sich die Regierung immer mehr mit dem Problem das ja scheinbar keins ist ?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @tom

      Dass mitunter ganze Städte unter den Einfluss krimineller und gewalttätiger Strukturen geraten können, ist nicht nur in Birmingham zu beobachten, sondern auch an einigen Orten z.B. in Italien und Mexiko. Ein entschiedenes Eingreifen des Rechtsstaates ist hier jeweils angezeigt - ganz egal, welcher Religion oder Weltanschauung die Täter jeweils angehören.

      Ich hoffe doch nicht, dass Sie von der Existenz der Mafia(s) auf das Verhalten aller katholischen Christen schließen!? Das wäre absurd!

  81. ft Antworten | Permalink

    PEGIDA scheint extrem zu beunruhigen- man überschlägt sich in Kommentaren, Beschimpfungen und Gegen- Aktivitäten.
    Sehr gut !

    Die Rufe "Wir sind das Volk !" sollten wie Tinnitus in den Ohren der Politiker weiterbimmeln, die Plakate selbst auf dem Klo oder beim Einschlafen vor Augen stehen.
    :-)

    Die Politiker sind ratlos... Einige denken nach, ob man nicht doch was falsch gemacht hat. Herr Schäuble ist der Meinung, daß man alles richtig gemacht hat, und will dem Dummvolk "erklären". Einige rufen zu Gegenbewegungen auf. Andere... ja, die machen genau das, was sie PEGIDA vorwerfen- üble Hetze- mit dem entsprechenden Vokabular.
    Welches von PEGIDA- Seiten übrigens nicht zu hören/ zu lesen ist.

    Die Online- Petition "Ja zu PEGIDA" wurde geschlossen, wegen der Nutzer- Kommentare.
    Allerdings- wenn ich die Kommentare der "eine Million Unterschriften gegen Pegida!"- Petition lese...
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Der Berliner sagt: "Nachtijall, ick hör' Dir trapsen"...

    Daß es nicht um Rassismus (Islam ist eine Rasse ???), nicht mal gegen Flüchtlinge an sich geht, sondern gegen eine steinzeitliche, intolerante, aggrgressive, und damit feindliche Ideologie geht... begreift keiner auch nur ansatzweise. Dabei sagt es ja schon der Name: "...gegen Islamisierung...".

    Inzwischen habe ich zwecks Unterstützung der PEGIDA- Demonstrationen, aber auch anderer eine Seite eröffnet:

    http://www.stop-islam.de.vu
    http://www.stop-islam-jetzt.de.vu
    http://www.pro-pegida.de.vu

    Alle Adressen führen auf das gleiche Web. Die Seiten sind im Aufbau.

    Weil hier ein Religionswissenschaftler Beiträge schrieb, möchte ich hier eine Ausarbeitung eines Politikwissenschaftlers gegenhalten, die m. E. hervorragend geschrieben ist:

    http://www.zukunftskinder.org/?p=48488#more-48488

    Der 1. Artikel, von M. Ley. Gekürzt, aber dort ist ein Link zum Original- Artikel.
    Auch die anderen Kommentare sind lesenswert. Leider noch Karikaturen- Gekritzel unten, hätte man sich angesichts der guten Texte sparen können, aber... kann man ignorieren.

    ft

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @ft

      Echt jetzt? Lassen Sie mich raten: Es ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass Rechtsextreme noch nach jedem regionalen Erfolg von NPD, DVU, REPs und Konsorten grölend den baldigen Zusammenbruch des demokratischen Systems vorausgesagt haben - um dann doch wieder zu vergehen? Sie haben ja selbst bemerkt, dass die Pro-Pegida-Petition so entlarvende Äußerungen mit sich brachte, dass sie eingestellt werden musste. :-)

      Tatsächlich seid Ihr als Erinnerung wichtig, wie kostbar Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind - und wie sie in jeder Generation neu errungen werden müssen. Aber das ist eben die Stärke der Demokratien - es sind lernende Systeme, die auch Neues integrieren können, wogegen Eure braune Soße sich immer gleich bleibt.

      Also rubbeln Sie sich gerne ein wenig - und staunen dann, wie auch dieser Mob wieder zerfällt. Aber keine Sorge: Mangels historischen Gedächtnisses werden auch die nächsten Braunen wieder gegen die gleiche Wand laufen. Und es bleibt - nur ein ft. :-)

  82. ft Antworten | Permalink

    Danke für Ihre Zeit, und die Veröffentlichung des letzten Beitrags... ich befürchtete schon, der wurde wegen der Links gecancelt.

    @M. B.: "...Sie haben ja selbst bemerkt, dass die Pro-Pegida-Petition so entlarvende Äußerungen mit sich brachte, dass sie eingestellt werden musste..."

    Nein, das habe ich nicht festgestellt, das ist die Begründung des Bloganbieters, warum der Blog geschlossen wurde.

    Bei Zukunftskinder.org ist ein großer Teil des Blogs gespeichert, und abgebildet.
    http://www.zukunftskinder.org/?p=48550#more-48550
    Da mögen einige Äußerungen stehen, die nicht so toll sind... aber gerade noch hinnehmbar, die meisten sind in moderatem Ton gehalten. Allerdings kann ich natürlich nicht sagen, ob da schon miesere Beiträge gelöscht wurden.
    Ich gehe davon aus, daß dem nicht so ist, und jede Islamkritik absolut unerwünscht ist.

    Aber lesen Sie einige Beiträge des Anti- Pegida- Petitions- Blogs- der Ton ist sowas von unter der Gürtellinie...in den ersten wird schon von "Pöbel", "Blödbürgern" usw. geblabbert, und es geht weiter so.

    Schlimm: Dieser Blog wird sogar von Medien empfohlen.

    Noch Fragen ???

    @M. B.:
    "... Sie wollen abwerten und verachten..."
    "...wogegen Eure braune Soße sich immer gleich bleibt..."

    Mit "braun..." assoziiert man nationalsozialistisches Gedankengut.
    Ich denke mal, in meinen Beiträgen ist davon nichts zu finden.
    Ich beschreibe Zustände, die ich selbst sah, was allgemein bekannt ist, und nicht abgestritten wird ("Parallelgesellschaften". Ich habe noch nicht mal Vorschläge gemacht, WIE man der Sache Herr werden könnte.

    Brauner Dung ist im islamischen Bereich zu finden.
    Antisemitismus finden SIe ja definitiv.
    Immerhin war Hitler dem Islam nicht abgeneigt, traf sich mit einem Araber, dachte schon über KZ's für Juden im arabischen Raum nach. Himmler war begeistert: "die ideale Religion für Soldaten". Ja, der Islam begeistert Folterer und Mörder ganz sicher.

    So langsam bin ich etwas enttäuscht.
    Ich erwarte Argumente. Von einem Religionswissenschaftler erwarte ich Argumente, die mir Probleme machen.
    Aber Nazizeit, Konzentratoionslager, Atombombe... das sind Themen, die woanders diskutiert werden können.
    Religionsfreiheit hat genauso Grenzen, wie Toleranz.
    Der Islam ist JETZT hier, und wird JETZT langsam gefährlich.

    Ich sehe keine Argumente Ihrerseits, die meine Argumente entkräften.
    Ich denke, es dürfte auch sehr schwer werden, die Ausarbeitung des Politikwissenschaftlers Ley zu widerlegen.
    Die zitierten Vorwürfe zeigen, Ihnen scheinen Ihnen -hoffentlich nur zeitweise- die Argumente ausgegangen zu sein.

    Ich möchte doch bitten, ggf. mehr Zeit zu nehmen.

    ft

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Ja, Ihr Kommentar war im SPAM-Ordner, dort habe ich ihn nochmal geborgen. Tut mir leid, lieber @ft - aber Sie müssen zugeben, dass ich mir in den vergangenen Tagen viele Stunden meiner knappen Freizeit genommen habe, um unentgeltlich Fragen zu beantworten. Damit ist es jetzt mal gut, zumal sich Ängste - wie geschrieben - ohnehin kaum durch Argumente auflösen lassen. Wenn Sie sich vor "dem Islam", "dem Judentum" oder was auch immer fürchten wollen, dann ist das halt so.

      Ihnen ein frohes, neues Jahr - vielleicht ja dann in Zukunft mal zu einem anderen Thema. #EndeundAus

  83. ft Antworten | Permalink

    @M. B.,
    Auch Ihnen ein frohes, neues Jahr !
    Bitte im nächsten Jahr weiter hier.
    #EndeundAus

    ft

  84. kai Antworten | Permalink

    Hallo ft ,
    die Islamisierung schreitet immer schneller voran, das ist eine Tatsache.
    Die hilflosen Argumente vieler aus "elitären Kreisen" wollen nur vertuschen, Zeit gewinnen und einlullen (warum eigentlich ? ).
    Ich denke ein großteil der Bevölkerung spürt die Bedrohung, ist aber meist zu bequem oder auch zu ängstlich sich damit zu beschäftigen.
    Hier zwei Empfehlungen zur Information (sogar von den Mainstreammedien ausgestrahlt) .

    http://livingscoop.com/watch.php?v=Mzg1MQ==
    https://www.youtube.com/watch?v=Knc8DlV5Fxk#t=26

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Aber @kai, nun fragen Sie doch nicht so scheinheilig nach dem Verhalten der "Eliten"! Sie wissen doch ganz genau, dass dahinter eine große Verschwörung steckt, an der "die Muslime" ebenso beteiligt sind wie "die Medien", "die Wissenschaftler", "die Amerikaner" und natürlich "die Juden", "die Freimaurer" und Außerirdische! Nur der aufrechte Putin steht noch auf Seiten der Menschheit!

      Aber es besteht ja Grund zur Hoffnung, dass der Führer von seiner Mondbasis zurückkehren wird (wo die NASA natürlich noch nie war), mit "dem System" abrechnet und den @Kai zum Obersturmbannführer erhebt, mindestens. Vor allem, wenn er zuvor noch viele wie den @ft zur "Wahrheit" hinter all den Verschwörungen bekehrt! Dann wird wieder alles so gut, wie es niemals war!

      Schon die Aluhüte fürs neue Jahr zurechtgelegt, @Kai? Sie wissen doch: "Eliten" arbeiten gerne mit Strahlen!!!

      Ihnen ein frohes, neues und zunehmend verschwörungsfreies Jahr 2015! :-)

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Buschkowsky sagt ja in der verlinkten Sendung: Schule und Integration in Deutschland versagten - wobei Buschkowsky einen Mitgrund bei den Abkapselungstendenzen der Muslime erkennt.
      Das könnte ja durchaus stimmen, selbst wenn ihre obige Aussage "Ich denke ein großteil der Bevölkerung spürt die Bedrohung, ist aber meist zu bequem oder auch zu ängstlich sich damit zu beschäftigen." falsch ist und es eine Bedrohung nicht gibt. Integration muss bedeuten, dass die Migranten Deutschland zunehmend als Heimat wahrnehmen und dass sie die Chancen für Leben und Beruf in dieser Gesellschaft - und nicht in einer Parallelgesellschaft - ergreifen.
      Der guardian-Artikel Has multiculturalism failed in the UK? Not really kommt für Grossbritannien zu einer wesentlich besseren Integrationsleistung obwohl auch dort die Diskussion zeitweise ähnliche Züge angenommen hat wie jetzt in Deutschland. Da liest man über die negativen Aspekte des Multikularismus in der Studie von Professor Anthony Heath, FBA (Oxford and Manchester universities) zwar (Übersetzung von mir)

      1) Multikulturalismus fördert Ausgrenzung anstatt Integration indem er ein Leben in einer Parallelgesellschaft ermöglicht (oder gar erwzingt)
      2) Durch Leben in einer Parallelgesellschaft wird Ethnizität bezüglich Verhalten und Werten erhalten wobei dies mit den Werten der breiteren Gesellschaft kollidiert
      3) Solche Separatgesellschaften bilden einen fruchtbaren Boden für eine Radikalisierung

      Insgesamt bleibt das Bild aber in der längeren First positiv

      Doch trotz diesen ungünstigen Einfluss des Multikulturalismus gibt es schon in der ersten Generation der Immigranten, die sich erfolgreich in ihre Nachbarschaft integrieren. In der zweiten Generation sind es schon 27%, die sich sich bezüglich Arbeitsplatz, Nachbarschaft und Heirat integrieren.... In England und Wales finden 85% der Weissen, dass die Immigranten aus Indien, Pakistan, Bangladesh und Karibien zu Grossbritannien gehören und 89% der Inder und Pakistaner, 87% der Bangladeshi und 84% der Schwarzen aus Afrika und der Karibik finden das ebenfalls. Alle diese Immigrantengruppen wollen einerseits ihre angestammten Gebräuche und Traditionen weiterführen und sich andererseits integrieren. Die grosse Mehrheit der ethnischen Minderheiten und der weissen Briten glauben, dass man zu Grossbritannien gehören kann und trotzdem die mitgebrachte ethnische/religiöse Identität bewahren kann.
      Interessant noch die Erkennntisse bezüglich britischen Muslimen: Hier zeigt sich, dass Muslime sich von weissen Briten in Bezug auf die Unterstützung von Gewaltmanifestationen nicht unterscheiden und die Bereitschaft zur Integration bei Muslimen gleich gross ist wie bei anderen Immigranten.

      Scheinbar glückt die Integration in Grossbritannien besser. Möglicherweise hängt das auch damit zusammen, dass viele der Immigranten aus dem ehemaligen Commonwealth stammen. Das ist allerdings nur meine Vermutung. In der Studie - so wie im Guardian dargestellt - wird nicht darauf eingegangen.

  85. ft Antworten | Permalink

    Ist eine Weiterdiskussion zu diesem Blog noch erwünscht ?

    ft

  86. kai Antworten | Permalink

    @Blume
    Hallo Michael Blume gute Antwort.
    Was aber wenn Sie recht haben :-) ?
    Auch wenn Sie nicht immer richtig mit Ihrer Meinung liegen, kann ich Sie gut leiden.
    Gutes neues Jahr für alle.

    (Melde mich wieder muß das mit den Strahlen nochmal prüfen :-)) )

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @kai

      "Reichsflugscheiben" über Stuttgart würde ich als empirischen Beleg anerkennen - das ist aber m.E. doch eher unwahrscheinlich... :-)

      Viel Spass mit den Strahlen! ;-)

  87. Herr Herr Antworten | Permalink

    @Holzherr
    leider vergessen Sie einen wichtigen und wohl entscheidenden Punkt.
    Das ist die Grundlagen des Islams. Der Koran und die Sunna.
    Ich weiß nicht ob Sie den Koran gelesen haben und die Beschreibung über das Leben von Mohammed ?
    Vielleicht sollten Sie auch einmal im "Gesetzbuch" des Islams der Scharia stöbern.
    Wenn Sie diese Grundlagen studieren, die jeder Moslem weltweit von klein an lernen muß (auch in Berlin in den Koranschulen und bald ganz offizielin den deutschen Schulen ) , werden Sie erkennen das ein Integration und Unterordnung in das westliche Sytem unmöglich ist.
    Der Islam ist NICHT nur eine Religion. Er bildet eine komplette Kultur mit einem detaillierten
    politischen System, einer Religion und einem Gesetzeskodex ( der Scharia).

    zu England
    in vielen Stadteilen in England ist die Scharia bereits (inoffiziell natürlich ) eingeführt und wird zum Teil auch ungeniert nach außen hin propagiert.
    Beispiel, Wembley kann man nicht mehr als britisch bezeichnen.
    Ich war 2014 selbst vor Ort unglaublich wie sich dieser Stadteil in den letzten 10 Jahren verändert hat. Die Einheimischen müssen sich jetzt integrieren.

    Schönes neue Welt .

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      @Herr Herr: Sie schreiben: "Der Islam IST und Der Islam ist NICHT. Wenn sie recht hätten, wäre jede Mühe umsonst. Doch so ist es nicht. Erst seit ein paar Jahrzehnten gewinnt die orthodoxe Interpretation des Islams immer mehr an Bedeutung. Zum Islam gehören/gehörten aber auch andere Religionspraktiken mit mehr Offenheit auch und gerade gegenüber Andersgläubigen. Der Sufismus beispielsweise.

      Übrigens stimmt das nicht einmal mit dem Christentum. Es gibt nicht DAS Christentum. Es wurde zu verschiedenen Zeiten verschieden gelebt. Es gibt Unterschiede in den Auffassungen zwischen Evangelischen und Katholiken, es gibt politische Interpretationen des Christentums und unpolitische.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Herr Herr

      Hatten Sie in UK auch die Gelegenheit, z.B. Stamford Hill in London kennen zu lernen?
      http://en.m.wikipedia.org/wiki/Stamford_Hill

      Meinen Sie, dass die dortigen Zustände "das Judentum" beschreiben und eine generelle Diskriminierung von Jüdinnen und Juden rechtfertigen?

      Ich nicht. Vielmehr plädiere ich dafür, die Gefahren von Fundamentalismus generell in den Blick zu nehmen - wie aber auch umgekehrt unser demografisches Verebben, für das wir schließlich keine Minderheiten verantwortlich machen können.

  88. buenaventura Antworten | Permalink

    Ein ganz guter Beitrag, ein paar Dinge fallen mir auf:
    1. Ich denke es ist wichtin dieser Diskussion Entstehungs- und Verwendungszusammenhand von Begriffen, Denkgebäuden und Argumentationsfiguren. Wenn ich die Begriffe nicht deutlich dekonstruieren, sollten politische Kampfbegriffe wie Islamisierung nicht aufgreifen. Denn sie aufzugreifen ist nicht nur eine Bestätigung dieser Begriffe sondern ein Bestandteil der Reprdouktion der Denkmuster dahinter. Besonders die Demographie ist gut beraten dies zu bedenken, weil sie sich als empirisches Fach in ein Mäntelchen naturwissenschaftlicher Eindeutigkeit und Kausalität kleidet, obgleich - face the facts - sie methodisch und erkenntnistheoretisch auch unter der Unbestimmtheit der Sozialwissenschaften "leidet". Ich formuliere mal flapsig: allzu viele Demographen, Bevölkerungsökonomen und-Soziologen argumentieren aus der Glaskugel, und schieben die Begrenztheit ihrer Erkenntnis bei Seite. Um ein Argument aufzumachen oder eine Behauptung wie Islamisierung zu ergründen, gilt es sie auseinander zu legen. Kann ich das im Kontext meiner Arbeit nicht schaffen, sollte ich die Begriffe meiden. Mit pegida Anhängern ließe sich das nicht diskutieren, selbstkritisches Denken sieht man dort vermutlich als Schwäche bzw. Ausdruck von Fehlerhaftigkeit. Entstehungs- und Verwendugszusammenhang von Begriffen zu thematisieren schützt auch vor persönlicher Subjekitvität: diese Diskussionen sollten kein Wettrennen um Familiengröße auslösen - dem Autor meine Glückwünsche zu drei Kindern

  89. ft Antworten | Permalink

    "Neues von der "Toleranz" der Pegida-Demonstranten. Interessant finde ich ja, dass dort Journalisten inzwischen als "Judenschweine" tituliert werden und einige von Hinrichtungen im IS-Stil träumen... Bedrückender Lesestoff (manchmal bin ich traurig, Recht zu haben...)
    http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/pegida-demonstranten-machen-front-gegen-etablierte-medien-13345656.html"

    Nicht neu, ist 5 Tage alt.
    Da hat mal ein Reporter einen rechtsradikalen Spruch aufgeschnappt- Gratulation !
    Gelesen auf den Plakaten hat er das ganz sicher nicht, im PEGIDA- Positionspapier ist das auch nicht zu finden.
    Und es würde nicht verwundern, wenn sich wieder herausstellt, daß wieder ein ein anderer Qualitätsjournalist der Sache mangels rechtsradikalem Engagement nachgeholfen hat.
    EInige Tage davor mußte die FAZ dies ja zugeben:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/rtl-reporter-verkleidet-sich-als-pegida-anhaenger-13335195.html

    Ja, gar nicht so einfach, gegen PEGIDA zu argumentieren, da muß dann die unterste Charge "Reporter" ran.

    Sie brauchen also nicht traurrig sein, sooo recht haben Sie gar nicht...
    :-)

    Wäre schön, wenn Sie den Beitrag von mir, gestern, online stellen und diskutieren.

    ft

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Nein, @ft, wie geschrieben: Unsachliche Kommentare (“gutmenschliches Getue“, “der Islam ist gefährlich“ etc.) sowie Verschwörungstheorien bekommen auf NdG kein Forum mehr. Ihr habt längst genug Hassblogs, auf denen Ihr Euch gegenseitig hochrubbelt, auf meinem Blog möchte ich diese braune Soße nicht auch noch.

      PS: Zählen in Ihren Kreisen RTL und BILD tatsächlich zu den “Qualitätsmedien“??? :-)

  90. ft Antworten | Permalink

    Sagen wir mal so: Diese Medien sind schon aufgrund der Verbreitung (mit) führende Informationsmedien- und deren "Recherchen" werden, wenn es paßt, doch ganz gern von anderen Medien übernommen- etliche Enten konnten die schon in die Welt setzen..

    “gutmenschliches Getue“ steht nicht wörtlich in meinem Text.

    “der Islam ist gefährlich“ steht drin, ist die Antwort auf "droht die Islamisierung des Abendlandes, und ich beweise dies mit vielen Quellen.
    Verschwörungstheorien Reichsflugscheiben, Haunebus und Adolf am Südpol... habe ich nochbgar nicht aufgegriffen. Die Moslems stehen bestimmt auf die Theorien, daß die WTC- Türme von den Amis selbst gesprengt wurden. Ich habe noch schöne Themen: Haarp, Chemtrails und Mikrowellenwaffen.
    Ja, kenne ich alles. Steht aber nicht in dem Text.

    Wenn die Argumente ausgehen- ja, dann muß natürlich die braune Soße herhalten.
    Oder ?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @ft

      Alleine schon mit entlarvenden Sätzen wie “Die Moslems stehen bestimmt auf die Theorien, dass die WTC-Türme von den Amis selbst gesprengt wurden.“ zeigen Sie...

      1. dass Sie überhaupt keine Muslime wirklich kennen, geschweige denn von der Vielfalt auch des Islam auch nur die geringste Ahnung haben.
      2. dass Sie die Lächerlichkeit von Verschwörungsideologien nur bei anderen bemerken, nicht bei sich selbst. (Und auch nicht bemerken, dass die 9/11-Verschwörungstheorien maßgeblich auch von westlichen Akteuren erarbeitet und verbreitet werden.)

      Ich hatte Sie nun oft genug gebeten, mit der Trollerei hier aufzuhören, was Ihnen aber offensichtlich nicht gelingt - und werde Sie also fortan konsequent löschen müssen.

  91. buenaventura Antworten | Permalink

    Oh wei, lange posts auf Smartphone führen in die sprachliche Kakaphonie

  92. Max Wedell Antworten | Permalink

    Ich will mich nur mal auf die erste Frage konzentrieren, die ich schon als "völlig daneben" empfinde... Wenn vor einer "Islamisierung" gewarnt wird, bedeutet das doch überhaupt nicht, daß Muslime "bald" die Mehrheit hierzulande sein werden. "Islamisierung" kommt doch sowohl durch eine zahlenmäßige Ausbreitung von Anhängern des Islam zustande, als auch durch eine Rückbesinnung von Muslimen auf Prinzipien und Ideen des Islam.

    In den letzten 40 Jahren hat sich der Bevölkerungsanteil der Muslime vervierfacht... und daß er in den nächsten 40 Jahren bei 5% verbleibt, kann doch wirklich niemand glauben. Die zahlenmäßige Islamisierung wird also zunehmen, nur eben nicht so übertrieben, wie sich Blume vorstellt, daß es Einwanderungskritiker sich allgemein vorstellen.

    Das Argument, daß besonders religiös verhaftete Muslime hohe Nachkommenschaften haben, belegt die "andere" Islamisierung, d.h. das Umsichgreifen religiöser Ideen unter Muslimen... wenn man davon ausgeht, daß das Aufwachsen in einem besonders religiösen Umfeld einen selber auch in besonderem Maße religiös prägt.

    Ich will einmal an einem Beispiel erklären, was für einen verrückten Eindruck die Argumentation von Herrn Blume auf mich macht. Es wird allenthalben behauptet, Neonazitum oder Rechtsextremismus würden zunehmen. Es gibt breite gesellschaftliche Bewegungen, die dagegen demonstrieren, nicht zuletzt deshalb, weil natürlich die Gefahr im Raume steht, daß, täte man es nicht, diese Tendenzen sich zu einer gesellschaftlichen Kraft entwickeln könnten, die erhebliche Auswirkungen hätte. Was würden Herr Blume sagen, wenn ich angesichts solcher Demonstrationen breiter gesellschaftlicher Kreise gegen Neonazitum und Rechtsextremismus einen Artikel schreiben würde, mit "1. Behauptung: Die Neonazis werden in Deutschland bald die Mehrheit stellen. Nein, werden sie nicht", mit dem Ziel, die Demonstranten als "von irrationalen Ängsten gesteuert" zu verunglimpfen?

    Nun sind Muslime natürlich nicht generell mit Rechtsextremen zu vergleichen... Muslime, die ihre Religion auf eine solche Art und Weise ernst nehmen, daß sie die Gebote des Islam über die Gebote unserer weltlichen Ordnung stellen, sind aber doch auch eine große Gefahr für unsere Gesellschaft, und es ist nicht zu verstehen, wieso Vorbehalte derart massiv kritisiert werden, gegenüber einer Einwanderung, die diese Aspekte nicht im geringsten berücksichtigt... als bestünden diese Gefahren gar nicht.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Max Wedell

      Und wo genau unterscheidet sich Ihr "Argument" nun von der klassischen Nazi-Angst vor "Verjudung"? Auch fromme Juden haben viele Kinder, befolgen die Halacha usw.

      Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen: Dass in unserem Land der muslimische Bevölkerungsanteil von niedrigem Niveau her wächst, ist nicht "die Schuld" der Minderheit, sondern des gesamt-gesellschaftlichen Kindermangels. Warum trauen Sie sich da nicht mal ran? Weil es einfacher ist, Minderheiten zu beschimpfen, statt mutig die eigenen Zustände zu überprüfen?

      Heute demonstrierten in Stuttgart übrigens 8.000 Menschen gegen Pegida. Richten Sie Ihren Freunden ruhig aus: Ihr seid nicht das Volk, nur ein alternder, brauner Rand... :-)

  93. Max Wedell Antworten | Permalink

    @Michael Blume,

    Mein Argument unterscheidet sich von der "Verjudungs"-Propaganda der Nazis dadurch, daß die von den Nazis postulierten Gefahren, die angeblich von Juden ausgehen, sämtlich und ohne Ausnahme fiktiv, d.h. eingebildet waren. Die Gefahren, die vom Islam ausgehen, kann hingegen nur der für fiktiv oder eingebildet halten, der der Meinung ist, IS, oder Boko Haram, oder andere Gruppierungen, hätten "mit dem Islam nichts zu tun". Ich gehöre nicht dieser merkwürdigen Denkschule an, die etwa meint, die Tatsache, daß Iran oder Pakistan zutiefst autoritäre und unfreie Gesellschaften sind, "hätte mit dem Islam nicht das Geringste zu tun". Aber wenn Christen sich in eine Richterrolle aufschwingen, in der sie mir dann erklären, was mit dem Islam zu tun hat und was nicht, so kann man das schon deswegen nicht in Bausch und Bogen verdammen, weil es großartigen Unterhaltungswert hat.

    Auch liegen Sie völlig falsch in der Annahme, ich würde irgendeine Schuld den Muslimen zuschieben, weil sie noch Kinder haben, oder einwandern wollen. Das macht, denke ich, auch PEGIDA nicht. Nein, die Schuld liegt eindeutig bei Deutschen, und zwar jenen Deutschen, die die Risiken von Einwanderung unter den Teppich kehren.

    Ansonsten gehöre ich nicht einer weiteren Denkschule an, der Sie anzugehören scheinen... die postuliert, daß es immerwährendes Wachstum geben müsse. Ein natürlicher Bevölkerungsrückgang müsse unbedingt durch Einwanderung ausgeglichen werden, wird uns zwar eingeredet, ist aber falsch. Es mag sein, daß ein Bevölkerungsrückgang mit Wohlstandseinbußen verbunden sein wird, aber vielleicht meinen die Menschen: Lieber ein bischen weniger Wohlstand, als mit Menschen zusammenleben müssen, mit denen ich nicht zusammenleben will, wie etwa mit Muslimen, die in vormodernen, fundamental-religiösen Vorstellungen gefangen sind. Warum wollen Sie es den Menschen unbedingt krummnehmen, wenn sie so denken?

    Erlauben Sie mir, daß ich ein Argument, daß gegen PEGIDA immer wieder und wieder, bis zum Erbrechen, vorgebracht wurde, ein wenig abwandle:

    Die Medien vermelden: "In Stuttgart gibt es keine Anzeichen dafür, dass in nächster Zeit eine Pegida-Demo stattfinden wird. Das bestätigte das Ordnungsamt den Stuttgarter Nachrichten." Was für Knalltüten diese Anti-Pegida-Demonstranten in Stuttgart eigentlich sind, sollte hier doch schlagartig klar sein. In Stuttgart gibt es überhaupt keine Pegida (und vermutlich in ganz Baden-Würtemberg ebenfalls nicht), aber diese Heinis da fühlen scheinbar irgendeinen Zwang, gegen etwas zu demonstrieren, was es dort gar nicht gibt. ;D

    • Anton Reutlinger Antworten | Permalink

      Mit Demos kann man auf Probleme aufmerksam machen, aber man kann sie damit nicht lösen. Das Problem ist nicht Islamisierung, sondern Integration. Der Begriff Islamisierung gehört in die Mottenkiste der Ideologen, seien es Rassisten oder christliche Fundamentalisten oder was auch immer. Terror verbreiten, das können auch Einheimische wie die NSU. Niemand kann verhindern, dass deutsche Bürger zum Islam konvertieren wie die hiesigen Salafisten. Andererseits werden die Kinder von Moslems nicht automatisch wieder Moslems, zumindest keine Fundamentalisten. Das Problem ist also nicht die Zuwanderung, sondern die Integration; das wird weder mit einem idiotischen Buch noch mit ebenso idiotischen Demoplakaten gelöst, sondern durch gesellschaftliches Bewusstsein und gesellschaftliche Maßnahmen mit aktiver Einbindung der Zuwanderer in die Gesellschaft statt Ausgrenzung, als Beamte, Polizisten, Kommunalpolitiker, Elternbeiräte zum Beispiel. Dazu gehört sehr wohl auch, dass man von den Zuwanderern entsprechende Bereitschaft und Eigeninitiative verlangt. Dazu muss man mit ihnen, statt nur über sie reden.

      • Max Wedell Antworten | Permalink

        Es wurde schon oft gesagt, ich sage es trotzdem nochmal: Integration erfordert einen Willen dazu, auf allen Seiten. Als ich oben davon sprach, daß von manchen "die Gebote des Islam über die Gebote unserer weltlichen Ordnung gestellt werden", so meinte ich mit letzterem nicht nur die Gesetze (bzw. das Grundgesetz, das immer so gern angeführt wird), sondern auch die Verpflichtung zur Integration. Das Problem ist hierbei, daß "Integration" zwar ein Wunsch der aufnehmenden Gesellschaft ist, sie aber nicht gesetzlich erzwungen werden kann. Wer sich nicht integrieren will, der integriert sich einfach nicht, fertig. Gerade aber eine Gesellschaft, in der das so ist, sollte sehr aufpassen, welche Menschen über eine Einwanderungspolitik in die Gemeinschaft aufgenommen werden.

        Der Gedanke ist nun nicht besonders abwegig, daß ganz besonders religiös-fundamental Eingestellte ein Problem damit haben, sich soweit am Rest der Gesellschaft auszurichten, wie die das von ihnen verlangen darf, vor allem auch genau dann, wenn die religiösen Auffassungen kollidieren mit denjenigen Auffassungen, die zu übernehmen die Integration bedeutet. "Islamisierung" korreliert daher schon doch irgendwie mit "Integrationsschwäche", nach meiner Auffassung. Die Einbindung von Menschen, die nicht eingebunden werden wollen, weil ihnen diese Einbindung aus religiösen Gründen zuwider ist, wird schwierig, und wenn die Zahl dieser Menschen zunimmt, nimmt auch die Zahl der Nichtintegrierten zu.

        Natürlich können "Angebote" helfen. Und zwar genau die Angebote, die funktionelle Ersatze liefern für das, was die Religion dem Betreffenden bietet. Es ist ja nicht nur die religiöse Radikalisierung möglich, sondern auch eine religiöse Entradikalisierung, oder gar eine völliges Abfallen vom religiösen Glauben. Es wird oft so getan, als wäre das auch mehr oder weniger zwangsläufig der Fall, aufgrund eines steigenden Wohlstands. Leider stimmt aber diese Zwangsläufigkeit nicht, wie gerade auch die persönlichen Hintergründe vieler Selbstmordattentäter zeigen (0911, London usw.). Auch die zunehmende Islamisierung etwa in der Türkei, einem Land mit boomender Wirtschaft, widerspricht dieser These.

        Wie man es dreht und wendet, die Einwanderung von Muslimen in großer Zahl ist mit einem Risiko verbunden, und wer eine Diskussion über dieses Risiko unterbinden will, indem er das Risiko ex kathedra als nichtexistent deklariert, dem gilt meine Sympathie nicht.

        • Anton Reutlinger Antworten | Permalink

          Nun, es ist klar, dass Integration nicht so nebenbei zu erreichen ist. Die Möglichkeit von Parallelgesellschaften ist nicht von der Hand zu weisen. Das darf man nicht ignorieren oder leugnen, aber auch nicht zur gesellschaftlichen Gefahr überzeichnen und schreierisch an die Wand malen. Gesellschaft ist ein dynamischer Prozess der Interessen und Interaktionen, der nicht deterministisch vorhersagbar ist. Die Zuwanderung ist definitiv nicht das Problem, dazu sind die Zahlen viel zu gering. Wer das propagiert, macht es sich zu einfach und setzt sich dem Verdacht der Demagogie aus. Man muss auch deutlich machen, dass es keinen Anspruch gibt, in einer rein deutschen oder christlichen Gesellschaft zu leben! Die Gesellschaft muss sich damit arrangieren, dass die Kultur sich wandelt. Das gilt nicht nur für die Religionen, sondern allgemein für alle Bereiche. Aber selbstverständlich gibt es auch Grenzen der Toleranz, die nicht unterschritten werden dürfen, wo der Staat gefordert ist, die Gesetze konsequent durchzusetzen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Max Wedell

      Oh, in Stuttgart sind wir - auch nach den Erfahrungen mit der aus Thüringen importierten NSU - zu Recht wachsam gegenüber Rechtsextremismus. Diese nach Ihrer Auffassung so ungefährlichen Menschen haben bei uns u.a. eine Polizistin ermordet...

      Sie selbst geben doch den perfekten Beweis für den gedankenlosen Alltagsrassismus ab, indem Sie "den Islam" für die Konflikte im Mittleren und Nahen Osten sowie in Afrika verantwortlich machen - ohne auch nur eine Sekunde der Reflektion, wer dort Regierungen stürzte und Staaten zerstörte, extremistische Ölmonarchien hofierte, Waffen lieferte, Kriege führte usw... - und nun also nicht so tun kann, als sei das alles eine Sache nur "des Islam"...

      Auch die beiden Weltkriege, die Abwürfe von Atombomben, braune und rote Diktaturen - alles "vergessen", weil das Feindbild "der Islam" von jedem Nachdenken entlastet.

      Ich verstehe, lieber Herr Wedell, dass die Welt manchen zu komplex geworden ist. Aber sie statt durch auch selbstkritische Analyse durch plumpe Feindbilder vereinfachen und stabilisieren zu wollen - das beeindruckt mich nicht, lieber Herr Wedell. Und ich bitte Sie höflich, Ihre Ressentiments woanders abzuladen (falls es zu schwer ist, sich von ihnen zu trennen).

      Ihnen eine gute Nacht, mit Träumen, die über den Tellerrand führen! :-)

  94. Ben Goldberg Antworten | Permalink

    Das ist so schlecht, bitte unbedingt stehen lassen. In einigen Jahren wird es mal wieder keiner glauben wollen mit welcher unerhörter Borniertheit manche Verblendete in das Horn der Mächtigen geblasen haben.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Ben Goldberg

      Ich verstehe, dass Sie die Wirklichkeit verabscheuen - wie alles, was Ihrer Angst im Wege steht. Endlich verspüren Sie im Entdecken eines neuen, großen Feindes so etwas wie "Sinn" und "Gemeinschaft" und schon kommen wieder Wissenschaftler und wollen Ihnen das kaputt machen!

      Aber "nach der Revolution" werden Sie sich für Ihre unterdrückten Gefühle rächen und mit Ihren Stiefeln über die wimmernden Feiglinge drüberlatschen...

      Wie geschrieben: Man kann Sie verstehen, @B.G. Und Sie können einem Leid tun...

      • Ben Goldberg Antworten | Permalink

        Sehr schöne Exegese derzeitiger Deutscher Wunsch-Paranoia.
        Man ist von blutrünstigen Nazis aus dem Finsterland umzingelt.
        Das fängt nicht nur bei Herrn Heinz Buschkowsky an, und hört keinesfalls bei mir, Ausländer der unter Ausländern aus der ganzen Welt lebt und arbeitet, auf.

        Die Geschichte bietet ungemein viel Anschauungsmaterial, wie man sich solcher Querulanten(die einfach nicht auf Parteilinie sein wollen) entledigen könnte. Nur Mut zum nächsten Schritt. (weil: Mut werden Sie auch dafür nicht brauchen)

  95. pfeffer Antworten | Permalink

    Entscheidend ist die Anzahl unter den Neugeborenen.
    Wien vor 30 Jahren:
    80% katholisch, 2,5% islamisch.
    Wien heute(eine Generation später):
    35%,katholisch, 25% islamisch.
    Wien in 10 Jahren:
    Erstmals wird es mehr Neugeborene geben, die in eine islamische Familie geboren werden.
    Und gleichzeitig steigt die Gestaltungsmacht bezüglich der Einwanderungsgesetze.

    Argumente wie "Liberale Muslime vermehren sich doch weniger stark als religiöse" sollen uns genau was sagen?

    Integrationsfähigkeit lässt sich am Töchtertest festmachen. Ist es für die Einwanderer eine Freude oder ein Problem wenn die Tochter einen Österreicher heiratet?
    Die Entwicklung dazu sollte man statistisch erfassen, und Strategien entwickeln, um den Wert zu verbessern.

  96. Stefan Antworten | Permalink

    Das Attentat von Paris für fremden- und religionsfeindliche Hetze zu missbrauchen halte ich ehrlich gesagt für schäbig. Das Gleichsetzen von Islamismus mit dem Islam ist und bleibt falsch.
    Ich denke, wir müssen unsere Demokratie immer wieder verteidigen gegen Radikale jeglicher Art. Seien es Islamisten oder auf der anderen Seite des Spektrums fremdenfeindliche Gruppen und sogenannte "Patrioten" .
    Ich empfehle hierzu folgenden Text:
    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/gegen-islamismus-fremdenfeindlichkeit
    Darüber hinaus bin ich der Meinung, man sollte der allzu platten Hetze gegen Einwanderer auch hier kein Forum bieten. Die sachliche Diskussion mit manchen Menschen ist (leider) sinnlos.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Stefan

      Vielen Dank, so sehe ich es im Wesentlichen auch und werde hier wie angekündigt weiterhin keinen Raum für Hass und Hetze lassen.

      Zugleich hoffe ich, dass die Pariser Terroristen umgehend gefasst & bestraft werden - und dass sich Französinnen und Franzosen aller Religionen und Weltanschauungen gemeinsam zu den unaufgebbaren Friedens- und vor allem Freiheitsrechten bekennen, die die europäische Idee ausmachen. Vive la France, #JesuisCharlie!

      • Gunnar Ries Antworten | Permalink

        Es ist doch genau das, was die Attentäter wollen. Uns auseinander dividieren. Wenn ihnen das gelingt, sind wir leichte Beute.

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          So ist es, @Gunnar Ries. Die Terroristen aller Seiten wollen durch Angst die Gesellschaften spalten und die Konflikte weiter eskalieren, um so die verhassten Demokratien zu sprengen. Ich hoffe - und bin zuversichtlich - dass ihnen dies nicht gelingen wird, sondern dass die vernünftigen Mehrheiten zusammenrücken...

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          Ja, diese Aussage hatte der Journalist so "zusammengefasst" - wir hatten gesagt, dass es gleichgültig sei, unter welchem Namen Gott benannt werde.

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Herr Dr. Blume, ist die Dreifaltigkeit im Protestantismus aufgegeben?
            MFG

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Die Nachfrage ergab sich, auch theologisch, aus dieser Ihrigen Feststellung ein wenig weiter oben:
            '(...) wir hatten gesagt, dass es gleichgültig sei, unter welchem Namen Gott benannt werde.'

            MFG
            Dr. W (der's aber auch nicht vertiefen muss, Ihnen für Ihre Reaktion dankt)

          • Michael Blume | Permalink

            Ja, @Webbaer - auch das Judentum kennt z.B. keine Dreifaltigkeit. Dennoch würden nur noch sehr wenige "Christen" behaupten, dass Jüdinnen und Juden deswegen "einen anderen Gott" verehrten. Es ist immer möglich, zwischen religiösen Traditionen die Unterschiede oder die Gemeinsamkeiten zu betonen. Wir erkennen die Unterschiede an, betonen jedoch die Gemeinsamkeiten (und versuchen sie zu leben).

          • Dr. Webbaer | Permalink

            @ Herr Dr. Michael Blume :

            Wir erkennen die Unterschiede an, betonen jedoch die Gemeinsamkeiten (und versuchen sie zu leben).

            Ihr Kommentatorenfreund bekanntlich nicht.

            Der Gedanke oder die Idee, dass unterschiedliche Religionen an ein und denselben Gott glauben, ist nicht unbedingt anzunehmen.
            Sie erinnern sich vielleicht, dass Ihr Kommentatorenfreund einstmals und rein abstrakt die sogenannten abrahamitischen Religionen grob den drei möglichen Kooperationsmechanismen zugeordnet hat:
            der Eskalation, der Angemessenheit der Bearbeitung und der Deeskalation.

            Insgesamt würde Ihr Kommentatorenfreund begrüßen wollen, wenn Sie ein wenig mehr aus sich herausgehen könnten, die Bezuglagen meinend, auch aktuelle Lagen meinend.

            MFG
            Dr. W

          • Michael Blume | Permalink

            Sorry, Weihnachts-Homestory und Zeitungsinterview müssten doch wirklich reichen. Zumal Sie ja für sich selbst auf Anonymität bestehen und Ihre eigenen Emotionen hinter geschwurbelten Sätzen verbergen. :-)

    • Martin Holzherr Antworten | Permalink

      Zitat: "Genau das wollen die Terroristen ja: einen Keil zwischen die Menschen treiben, uns gegeneinander aufbringen." Ja, und zudem wollten die Terroristen vor allem sich selber in Szene setzen und die Berichterstattung darüber hat ihnen dabei geholfen. Der dritte Terrorist, Amedy Coulibalys, der den jüdischen Supermarkt überfiel gab gar während des Überfalls ein Telefon-Interview indem er den Anschlag als Rache für den Armeeeinsatz gegen die IS rechtfertigte und den Überfall zum Angriff auf die Juden deklarierte.Coulabys Biographie ähnelt der seiner anderen beiden Komplizen:

      Coulibaly wurde in der Vergangenheit wegen Diebstahls, Raubes und Drogenhandels mehrfach verurteilt und hat Jahre im Gefängnis verbracht.

      Alle Attentäter haben durch diesen Anschlag den Aufstieg von Kleinkriminellen zu Soldaten Mohammeds, zu einem durch tiefe Überzeugung geeinten Kommando im Namen ihrer Sache, geschafft. Die Videos von der gefühlskalten Erschiessung eines bereits verletzten Polizisten auf offener Strasse haben für mich sehr viel Ähnlichkeiten mit dem was ich in Videospielen wie Grand Theft Auto gesehen habe - genau die gleiche Entschlossenheit, Kaltherzigkeit und Brutalität wenn es um die Erreichung eines noch so geringen Ziels geht.

      In ihren eigenen Augen haben die Attentäter sehr viel erreicht, sie sind zu todesverachtenden Helden geworden, was auch François Hollande erkannte, nannte er es doch einen feigen Akt, womit er ihnen den Heldenstatus aberkennen wollte. Man kann sich gut vorstellen, dass das Leben und die Tat dieser Attentäter später sogar verfilmt wird oder die Basis für ein neues Videospiel gibt. Und all die Aufmerksamkeit die diese Attentäter erhalten - sei sie noch so negativ - macht sie zu überlebensgrossen Figuren, die mit ziemlicher Sicherheit auch Nachahmer finden. Insoweit unterscheiden sich die Auswirkungen einer solchen Inszenierung nicht von den school shootings, wie es sie in den USA gab und gibt und wo ebenfalls Nachahmung eine grosse Rolle spielt.

      Allzu viele erkennen diese Zusammenhänge nicht. Ältere Semester sehen nur die Geschehnisse selbst nicht aber die Inszenierung und was diese Inszenierung als Reality-Movie letztlich bedeutet. Der Soziologe Peter Gross beispielsweise redet über die neue Qualität der Taten durch die namentliche Nennung der Opfer bevor sie erschossen werden kommt dann aber schnell mit dem Ratschlag, Satire sei kein Freipass, es gelte sich hier zurückzuhalten um die Gläubigen nicht zu provozieren. Damit verkennt er die wirklichen Motive der Täter. Diese rächen sich an Mohammed durch Erschiessung von Satirikern weil sie genau wissen, dass viele Gläubige die Blasphemie als kränkend empfinden. Wenn die Gemeinde, an die sich richten, nicht Satire sondern etwas anders als Kränkung emfpinden würde, würden sie ihr Ziel dementsprechend ändern - denn es geht den ehemaligen Kleinkriminellen, die sich nun zu Kämpfern für eine heilige Sache zu Helden emporstilisert haben um die Wirkung, um eine Wirkung, die ihrem Selbstbild zugute kommt. Dazu stellt sich die Frage: Wenn Peter Gross eine "Selbstdisziplinierung" (Selbstzensur) von den Satirikern fordert, was fordert er dann von den Juden, die einen jüdischen Supermarkt betreiben und die einfach deswegen erschossen werden, weil sie Juden sind. Wir kennen die Antwort. Diese wurde von den französischen Juden schon ansatzweise gegeben. Sie verlassen nämlich Frankreich seit ein zwei Jahren in immer grösserer Zahl und ziehen nach Israel. Einige - ich sage nicht Peter Gross - werden das sogar gut finden und denken: Dort gehören sie doch hin.

  97. Wolfgang Antworten | Permalink

    Am 6.1.15 hat das ZDF berichtet, dass Muslima in Deutschland im Schnitt 2,2 Kinder bekommen. Für alle Frauen Deutschlands, einschließlich der Muslima, wird ein Schnitt von 1,4 Kindern gemeldet.
    Sich irgendwelche andere fragwürdege Zahlen zusammen zu zaubern, ist unseriös. Muslima bekommen mehr Kinder. Das verlangt auch der Imam.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Wolfgang - und ebenso stellte der gleiche ZDF-Beitrag den auch hier im Blog aufgezeigten, massiven Geburtenrückgang auch unter Musliminnen in den letzten Jahrzehnten dar! Nicht alle, sondern "religiöse" Musliminnen bekommen mehr Kinder - ganz ebenso wie religiöse Christinnen und Jüdinnen auch. Haben Sie sich schon einmal die Geburtenraten unter christlich-religiösen US-Amerikanerinnen oder religiösen Israelis angesehen? Auch diese liegen je deutlich über der Bestandserhaltungsgrenze von 2,1 Kindern pro Frau - was bei säkularen Christinnen, Jüdinnen und Musliminnen im Durchschnitt nicht der Fall ist.

      Es ist eigentlich gar nicht so schwer, die Zusammenhänge zu verstehen, wenn Sie es denn wollen. Hier finden Sie ein Bild-und-Ton-Interview zum Thema, kostenfrei und mit Daten und Erklärungen:
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/online-interviews-zu-religion-und-demografie/

      Mit freundlichen Grüßen!

  98. Lutz Antworten | Permalink

    Dass der Islam eine demokratie- und menschenrechtsfeindliche Ideologie ist und sich deshalb mit einer offenen, meinungsfreudigen und kritischen Gesellschaft schlecht verträgt, dürfte jedem klar sein, der sich mit dieser Religion beschäftigt hat. Um jedoch beurteilen zu können, ob die zunehmende Verbreitung des Islams die westlichen Gesellschaften gefährdet, hängt u. a. von der Frage ab, ob und inwieweit Muslime tatsächlich jetzt und in Zukunft diesen islamischen Werten folgen.

      • Michael Antworten | Permalink

        @Michael
        Da widerspreche ich!
        Die Aussage von Lutz ist wahr und bezieht sich nicht auf einzelne Muslime sondern auf den Islam insgesamt.
        In der "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam" der "Organisation für Islamische Zusammenarbeit" wird faktisch die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" unter den Vorbehalt der Schari'a gestellt.
        Die OIC hat es sogar geschafft 2007 eine Resolution für ein weltweites Blasphemieverbot im
        UN-Menschenrechtsrat verabschieden zu lassen.
        Die meisten dieser OIC-Mitgliedsstaaten würde ich nicht als Demokratien nach dem Vorbild unserer westlichen Welt einordnen, sondern als Theokratien und Autokratien mit Wahlrecht.
        Im diesem Sinne war die DDR auch eine Demokratie.

        Von daher läuft dein Vorwurf über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Hater gegenüber Lutz ziemlich ins Leere.
        Ich würde auch gerne deine Wunschvorstellung über einen Kuschel-Islam teilen, aber so ist es leider nicht.

        Frohes Neues!

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          @Michael

          Die entscheidenden Sätze haben Sie selbst formuliert: Sie "würden lieber" die (nicht meine!) "Wunschvorstellung" eines "Kuschel-Islam" teilen, wählen dann aber doch lieber ein paar Texte aus, um sich einen Islam zum Fürchten zu konstruieren. Dass 80% der Muslime in Deutschland die Demokratie befürworten (Ostdeutsche: 76%...) und z.B. gerade in Indonesien und Tunesien erfolgreich gewählt wurde, blenden Sie dagegen (bewusst?) aus.
          http://www.migazin.de/2015/01/09/sonderauswertung-religionsmonitor-muslime-deutschland-staat/

          Die Konstruktion eines immerguten "Kuschel-Islams" ist ebenso daneben wie die einer zu fürchtenden und zu diskriminierenden "Ideologie". Stattdessen gilt es ernstzunehmen, dass der Islam - wie jede andere Weltreligion - verschieden interpretiert wird und wir idealerweise die Demokraten stärken und die Extremisten isolieren sollten. Sowohl positive wie negative Klischees helfen da nicht weiter, sondern nur ein Blick, der auch die je eigenen Gefühle (v.a. Angst & Angstlust) reflektiert.

          • Mona | Permalink

            "Die Konstruktion eines immerguten "Kuschel-Islams" ist ebenso daneben wie die einer zu fürchtenden und zu diskriminierenden "Ideologie". Stattdessen gilt es ernstzunehmen, dass der Islam - wie jede andere Weltreligion - verschieden interpretiert wird und wir idealerweise die Demokraten stärken und die Extremisten isolieren sollten."

            Ähnliches verlangt auch die österreichische Nationalratsabgeordnete und Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun. Sie ist In der Türkei geboren und stammt aus einer muslimischen Familie. Allerdings wendet sie sich mit ihrem Anliegen an die Muslime selbst. Sie schreibt: "Es ist viel gemütlicher und weniger konfliktträchtig, die uns alle fassungslos machenden Morde von IS, Al-Kaida und Konsorten als unreligiös hinzustellen. Das würde uns nämlich die Auseinandersetzung mit der Notwendigkeit einer Reformtheologie in weiten Teilen der islamischen Welt ersparen. Genau die tut aber bitter not. Die Frage, wie religiöse Texte aus dem siebenten Jahrhundert im 21. Jahrhundert interpretiert werden können, damit Religiosität und Frieden und Respekt füreinander kein Widerspruch sind, wird man sich nicht ersparen können."
            http://derstandard.at/2000010339482/Die-Muslime-muessen-raus-aus-der-Komfortzone

      • Joker Antworten | Permalink

        @ Michael Blume

        Laut Spiegel sagt die Studie zum einen "Vor allem die Befragten mit einem sehr negativen Bild vom Islam rückten davon teils wieder ab.", zum anderen aber auch, dass die Befragten das Christentum anschließend als kriegerischer einstufen.

        Auch wenn das deine Überzeugung ist, die Studie selbst gibt keinen Aufschluss darüber, ob diese Urteile "besser, fairer und angemessener" sind.

      • Lutz Antworten | Permalink

        @Michael Blume
        Schade, dass sie so reagieren. Ich dachte, ich wäre hier in einem Blog, den ein Wissenschaftler betreibt, der doch über das nötige Differenzierungsvermögen verfügen sollte. Ich unterstelle Ihnen ja auch nicht, dass sie evt. aufgrund familiärer Verbundenheit zu einem sachlichen Urteil über den Islam unfähig sind.

        Ich habe schon gegen Nazis demonstriert, als Sie noch nicht einmal „angedacht“ waren. Selbstverständlich war ich auch nach den Attentaten von Mölln und Solingen auf der Straße, um dagegen zu demonstrieren.

        Bei mir verhält es sich übrigens genau umgekehrt, wie in dem Spiegel-Artikel beschrieben: Je mehr ich über den Islam lernte, umso nachdenklicher wurde ich. Nicht etwa die Attentate von 2001, die ich für Taten einiger Verirrter hielt, sondern der Karikaturenstreit von 2006 und die Reaktionen in der islamischen Welt hatten mich dazu veranlasst, mich mit dem Islam näher zu beschäftigen. Nach vielen Monaten traute ich mir erstmals ein Urteil zu und kam zu der Erkenntnis, dass die These von den „Verirrten“ so nicht haltbar ist, sondern dass die Ideologie des Islams eine hohe Gewaltaffinität aufweist. Dabei differenziere ich sehr wohl zwischen Islam und Muslimen, denn mir ist bewusst, dass die Mehrheit der Muslime in Frieden leben will und Gewalt im Namen des Islam ablehnt. Dennoch gibt es eine nicht unerhebliche Minderheit, die das anders sieht. Ich verweise dazu bspw. auf die Studie von Prof. Heitmeyer (der sicherlich politisch unverdächtig ist) aus dem Jahre 2009: Die Heitmeyer Studie befragte tausende Jugendliche Türken. Dabei antworteten die jungen Türken so: „Wenn es der islamischen Gemeinschaft dient, bin ich bereit, mich mit körperlicher Gewalt gegen Ungläubige durchzusetzen.“ Dieser Aussage stimmten 35,7% der Befragten zu. 18,3 % sagten sogar: „stimmt völlig“. 28,5% der Befragten hielten Gewalt grundsätzlich für gerechtfertigt, „wenn es um die Durchsetzung des islamischen Glaubens geht“. Es sind 24,3% der türkisch-moslemischen Jugendlichen in Deutschland bereit, „andere Menschen zu erniedrigen, wenn es der islamischen Gemeinschaft dient.“
        Eine Studie England ergab ähnliche Werte.

        Um es nicht ausufern zu lassen, erspare ich mir, noch etwas über das äußerst problematische Gottes- , Menschen- und Gesellschaftsbild, das der Islam propagiert, zu sagen.

        • Michael Blume Antworten | Permalink

          Ach, @Lutz - solche Debatten habe ich nun wirklich oft genug erlebt und meine Zeit und Geduld ist nun einmal auch begrenzt. Da Sie früher "gegen Nazis demonstriert" haben, sollte Ihnen doch aufgefallen sein, dass es auch damals schon einen "linken Antisemitismus" ebenso gab wie einen "rechten Antisemitismus". Und völlig analog dazu finden wir auch heute islamophobe Ressentiments und Verschwörungstheorien von links bis rechts. Das ist nicht überraschend, nicht aufregend oder sensationell, sondern die Wiederkehr des Immergleichen - vor hundert Jahren hätten Leute wie Sie mich halt einen "Judenknecht" geschimpft, der die Wahrheit über die Verderbtheit und Gewaltförmigkeit des Judentums nicht wahrhaben wolle.

          Und, ja, menschenverachtende und gewaltbejahende Einstellungen finden sich unter jungen Muslimen - v.a. in sozial schwierigen Milieus und Identitätskonflikten - ganz ebenso wie unter jungen Deutschen z.B. in der links- oder rechtsextremen Szene (RAF, NSU...). Das unreflektiert auf "den Islam" oder "das Deutschtum" zurück zu führen ist einfach vorgestrig und hilft niemandem weiter.

          Und damit Sie es gleich wissen: Ja, ich lebe in dem, was Ihre braunen Kollegen "Rassenschande" nennen und bin als deutscher Christ mit einer türkischstämmigen Muslimin verheiratet, seit nun bald 18 Jahren. Und ich lebe noch! Dass Muslime weder bessere noch schlechtere Menschen als andere sind gehört also nicht nur zu den Erkenntnissen der Wissenschaft, sondern auch zu meiner Alltagserfahrung.
          http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.filderstadt-eine-familie-mit-doppelt-so-vielen-feiertagen.b18d523c-ed46-46d2-9581-0f8477c22471.html

          Gehen Sie also bitte davon aus, dass ich schon wirklich ausreichend Rassismen, Verallgemeinerungen und Verschwörungstheorien zu hören und zu lesen bekommen habe und verzichten Sie doch einfach darauf, hier weitere dazu zu schmieren...

          • Lutz | Permalink

            Angela Merkel ist bzgl. der Fragestellung (hat der gewaltätige Islam etwas mit dem Islam zu tun) offenbar anderer Meinung als Sie:

            Die Kanzlerin forderte den Islam auf, sein Verhältnis zu islamistischen Extremisten zu klären. Die Frage, warum radikale islamistische Terroristen “ihre Untaten stets mit ihrem Glauben verbinden”, müsse durch die “Geistlichkeit des Islam” untersucht werden. Dieser Klärung “könne nicht länger ausgewichen werden”.

            http://www.spiegel.de/politik/deutschland/rede-im-bundestag-angela-merkel-erklaert-kampf-gegen-terror-a-1013079.html

          • Michael Blume | Permalink

            @Lutz

            Wie kommen Sie denn darauf, ich würde behaupten, der gewalttätige Islam habe nichts mit dem Islam zu tun? Glauben Sie wirklich, ernsthafte Religionswissenschaftler würden so plump mit den Themen umgehen? Ganz im Gegenteil - ich habe zuletzt ein ganzes Buch geschrieben, in dem ich aufgezeigt habe, dass gewaltförmige Ausprägungen leider in allen Weltreligionen auftreten können und aufgetreten sind, es also immer den Bedarf an Bildung, Reflektion und Prävention gibt.
            http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/fundamentalismus-extremismus-die-seiten-glaubens/

            Und hier finden Sie eine ganze Audioblogfolge, in der ich thematisiere, wie einige Muslime die Evolutionsforschung begrüßen - während sie andere unter fundamentalistischen Vorzeichen bekämpfen.
            http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/islam-fundamentalismus-wissenschaft-eine-aufklaerung/

            Übrigens bestätigen auch die aktuellen Befunde des ZDF-Politikbarometers, dass die pauschale Ablehnung "des Islam" von rechts (AfD) wie links (Linke) kommt, wogegen die Parteien der Mitte toleranter sind. Also ganz analog zum Antisemitismus - lechts und rinks kann man nicht velwechsern...
            http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-01/pegida-afd-politbarometer

            Vielleicht wollen Sie ja nochmal reflektieren, mit wem Sie sich da ins Boot gesetzt haben?

          • Lutz | Permalink

            @Michael Blume schrieb: "Wie kommen Sie denn darauf, ich würde behaupten, der gewalttätige Islam habe nichts mit dem Islam zu tun?"

            Dann ist ja gut.

            Wie ich drauf gekommen bin?
            Sie schrieben: "menschenverachtende und gewaltbejahende Einstellungen finden sich unter jungen Muslimen - v.a. in sozial schwierigen Milieus und Identitätskonflikten - ganz ebenso wie unter jungen Deutschen z.B. in der links- oder rechtsextremen Szene (RAF, NSU...). Das unreflektiert auf "den Islam" oder "das Deutschtum" zurück zu führen ist einfach vorgestrig und hilft niemandem weiter."

            Deshalb ging ich davon aus, dass Sie die Ursachen in sozialen Verhältnissen begründet sehen, nicht aber im Islam.

          • Michael Blume | Permalink

            @Lutz

            Nein, jedes menschliche Verhalten wurzelt immer in Ursachenbündeln. Religionswissenschaft hat also immer die doppelte Aufgabe, religiöse Lehren und Motive zu erkunden, aber auch ihre Ausprägungen zu erforschen und vor gedanklichen Kurzschlüssen zu warnen. Wenn z.B. Lyon Blankfein, der Chef von Goldman Sachs, verkündet, er sei "ein Banker, der Gottes Werk verrichtet" - so käme dennoch kein vernünftiger Mensch auf den Gedanken, das Verhalten von Bankern ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren 1 zu 1 aus der Bibel ableiten zu wollen! :-)
            http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/goldman-sachs-chef-blankfein-ich-bin-ein-banker-der-gottes-werk-verrichtet-1886316.html

            In den nächsten Wochen sollte hier ein Vortrag zum Thema "Gott und Mensch im Islam" online gehen, den ich Donnerstag an der Universität zu Köln gehalten habe. Ggf. könnte dieser auch für Sie interessant sein.

  99. Kristin Antworten | Permalink

    @ Michael Blume:
    Sie schreiben, dass sie seit 18 jahren, mit einer Muslimin verheiratet sind und noch leben. Allein, dass sie dies erwähnen, was ja eigentlich selbstverständlich und daher nicht erwähnenswert ist, sollte Ihnen vielleicht selbst einmal zu denken geben.

    Hätten Sie geschrieben, dass sie ein sehr gutes Verhältnis zu der Familie Ihrer Frau unterhalten, hätte ich Ihnen meine Bewunderung ausgesprochen, weil das für einen Christen sicher nicht ganz einfach ist, aber das wissen Sie ja selbst. Auch für Ihre Frau, sodann sie eine GLÄUBIGE Muslima ist, dürfte das Verhältnis zu ihrer Verwandtschaft angespannt sein. Sie kennen den Koran , davon darf ich ausgehen, oder?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Ja, @Kristin - ich kenne den Koran sehr gut - ebenso wie die Bibel, die ja auch sehr finstere Stellen enthält (u.a. Völkermordbefehle und Todesstrafen für ungehorsame Kinder usw.). Und ich kenne "leider" die vielen Vorurteile, die Sie ja auch durchscheinen lassen, indem Sie bezweifeln, dass meine Frau "gläubig" oder ihre Familie freundlich sein könnte.

      Tatsache ist: Jede Religion lässt sich liebevoll oder hasserfüllt auslegen - das haben auch wir Christen oft genug "bewiesen". Im Islam ist es nicht anders. Nächste Woche sollte ein Vortrag von mir zum Thema online sein, den ich vor zwei Tagen auf Einladung eines jüdischen Kulturvereins an der Universität Köln gehalten habe.

  100. Kristin Antworten | Permalink

    @ Michael,

    Zumindest kennen Sie den Koran, dann wissen sie ja auch, dass die Gesetze des Koran nichts mit der freiheitlich rechtlichen Grundordnung gemeinsam hat und sich daraus sämtliche kulturellen, rechtlichen und nicht zuletzt zwischenmenschlichen Probleme zwischen Moslems und Andersgläubigen/Nichtgläubigen ergeben.

    Tatsächlich lässt sich jede Religion liebevoll und hasserfüllt AUSLEBEN. Auslegung ist doch nur Mittel zum Zweck.

    Die Stellen in der Bibel, wo Jesus oder Gott zum Völkermord aufruft und Todesstrafen für ungehorsame Kinder verhängt, kenne ich gar nicht. Wundern täte es mich allerdings nicht.
    Wo steht das?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Kristin

      Oh, ich dachte, Sie würden die Bibel doch etwas näher kennen - und beispielsweise die Szene, in der Moses vom Berg hinabsteigt und mit seinen Getreuen Tausende tötet, die das "Goldene Kalb" angebetet haben. Ich hoffe, Sie schließen nicht daraus, dass das Judentum nicht zu "unserer freiheitlich rechtlichen Grundordnung" gehören könne - dies wäre nämlich völlig falsch! Ob Juden, Christen oder Muslime - die Auslegungen der Religionen können sehr wohl friedlich und demokratisch sein und sind es überwiegend auch! So bejahen 80% der Muslime in Deutschland die Demokratie als "gute Regierungsform"!

      Falls Sie das Thema Fundamentalismus & Extremismus auch, aber eben nicht nur im Islam tatsächlich interessieren sollte, darf ich hierauf verweisen:
      http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/fundamentalismus-extremismus-die-seiten-glaubens/

      Ihnen noch ein schönes Wochenende!

  101. Kristin Antworten | Permalink

    @ Michael,

    Zitat: 'Bei der in vielen Schichten entstandenen Erzählung vom Goldenen Kalb handelt es sich nicht um die Schilderung einer historischen Begebenheit, sondern in ihrer letzten deuteronomistischen Bearbeitung um eine ätiologische Erzählung, die den Untergang des Nordreiches nachträglich erklärt.' Zitat Ende (aus Wikipedia)

    Ganz im Gegensatz zum Koran, wo alles haarkleingenau und wortwörtlich überliefert wurde, der oberstes Gesetz ist, eine Antwort auf jede noch so profane Frage, ja sogar eine genaue Anleitung zum Schneiden der Zehennägel bereit hält.

    Auch Ihnen ein schönes Wochenende!

    • Paul Stefan Antworten | Permalink

      @ Kristin:

      Was Sie über die Geschichte des Goldenen Kalbs beitragen, ist die moderne wissenschaftliche Sicht (laut wikipedia). Davor wurde diese Geschichte durchaus mehr als zweitausend Jahre als wahre Geschichte genommen, wahrscheinlich, je nach Milieu, bis tief ins 19. Jh., bei manchen bis heute.
      In der jüngsten Bibelverfilmung "Exodus", eine Unterhaltungsproduktion, wurde die Episode mit dem Aufruf zur Tötung der Götzenanbeter nicht verfilmt. Als in diesem Film Gott die Tötung der Erstgeborenen der Ägypter ankündigt, widerspricht Moses heftig, er hält es für zu schlimm.
      So groß ist inzwischen der Abstand in der christlichen, "christlichen", oder soll man sagen, postchristlichen Kultur, zu den Aussagen der Bibel.

      Das mit dem Zehennägelschneiden im Koran ist natürlich in seiner Skandalösität kaum zu topen, allenfalls mit einem Zitat aus Leviticus, 19, 27: "Ihr sollet euer Haar nicht in die Runde abschneiden, noch den Bart scheeren." :-)

      • Michael Blume Antworten | Permalink

        Danke, @Paul Stefan - da bleibt mir nichts zu ergänzen. Stimme zu 100% zu.

        Ein schönes Wochenende auch Ihnen! :-)

        • Paul Stefan Antworten | Permalink

          Vielen Dank, ebenso ein schönes Wochenende!

  102. Kristin Antworten | Permalink

    'Je aktiver die Menschen ihre Religion ausüben, desto mehr Nachkommen zeugen sie.'

    Diese These oder Tatsache sollte zu denken geben. Die Erde steht kurz vor dem Kollaps. Wenn die Zunahme der Erdbevölkerung die Todesrate übersteigt, dann wird es hier verdammt eng. Sollte man nicht schon aus rein prakmatischen Gründen Religionen für null und nichtig erklären?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Kristin

      Meinen Sie wirklich, z.B. Deutschland leide an zu vielen Kindern? ;-)

      Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, in Deutschland auch ein Grundrecht mit Verfassungsrang. Und nicht einmal sozialistische Diktaturen haben es geschafft, die Religionen auszuradieren. Religiosität und Religionen gehören also mit Sicherheit nicht nur zu unserer Vergangenheit, sondern - in je individuell unterschiedlicher Weise - auch zu unserer Zukunft als Menschen.
      http://youtu.be/Iy9J9ddelVw

      Ihnen alles Gute.

    • Paul Stefan Antworten | Permalink

      Kristin:
      "Sollte man nicht schon aus rein prakmatischen Gründen Religionen für null und nichtig erklären?"

      Wer darf das mit welchem Recht? Wer kann das mit welchen Mittel durchsetzen? Mit demokratischen, gewaltfreien Mitteln geht das jedenfalls nicht.
      Wer glaubt, dass ohne Religion die Menschen plötzlich alle zu friedlichen Humanisten werden, irrt gewaltig.
      Die atheistischen Ideologien wie Kommunismus und Nationalsozialismus waren nicht weniger blutig und gewalttätig wie die Religionen. Ich empfehle die Lektüre der jüngsten Beiträge von Ludwig Trepl auf scilogs (unter Landschaft und Ökologie), der sich dazu sehr klug geäußert hat.

      Ich wundere mich immer, wie kurz gedacht wird. Überbevölkerung ist in Deutschland und in Europa kein dringendes Problem, eher in Afrika oder in Indien. Unser Problem ist global gesehen unser luxuriöser Lebensstandard auf Kosten der übrigen Weltbevölkerung, d.h., es ist auch nicht direkt unser Problem, sondern das Problem eben anderer Weltregionen, wohin unser Müll, unsere Überproduktion an Lebensmitteln und unsere Schmutzfabriken exportiert werden und wurden, inklusive der globalen Erwärmung.

      Sarazzins Thesen wurden von mehreren Wissenschaftlern und Fachleuten zerpflückt, haben Sie diese Kritiken mit in Ihre Überlegungen einbezogen? Sie waren in diversen Zeitungen abgedruckt.

  103. Kristin Antworten | Permalink

    Deutschland braucht keinen Nachwuchs, 'Deutschland schafft sich ab'. Spätestens seit Thilo Sarazzin wissen wir das.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Kristin

      Bei Ihnen kam also an, dass Thilo Sarrazin die demografische Selbstabschaffung Deutschlands “gefordert“ habe?

  104. Kristin Antworten | Permalink

    Deutschland leidet nicht an zu vielen deutschen Kindern, aber zu viele deutsche Kinder leiden in Deutschland unter islamischen Kindern.

    Was soll das mit Thilo Sarazzin? Sind Sie nicht in der Lage meine Frage zu beantworten? Sind es wirklich nur Parolen und Schlagworte, mit denen Sie argumentieren (können)?

    Es geht so wie ich oben gelesen habe um die Islamisierung des Abendlandes und die Tricks, mit denen Deutsche z.B. mit den Lies!-Aktionen auf die Seite des Islam gezogen werden sollen. An öffentlichen Plätzen stehen Männer mit Bärten und verteilen Korane. Das wirkt auf viele bedrohlich , dieses Sektieren muss aufhören!

    Ich hoffe, sie bringen auf Ihrem Vortrag nicht nur die Version vom Kuschel-Islam sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Alles andere wäre verlogen.

    Ihnen auch ein schönes Leben!

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Kristin

      Ich hatte nie geschrieben, dass es zu viele Kinder gäbe - Sie selbst waren das! Sie träumten ja sogar - gegen das Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit- von einer Abschaffung der Religionen, um die Geburtenzahlen weiter zu drücken...

      Ebenso haben Sie wahrscheinlich nicht einmal gemerkt, was Sie hier für einen Rassismus absetzen, wenn Sie "deutsche" gegen "islamische" Kinder stellen - als ob das ein Widerspruch wäre. Zu Ihrer Information: In unserem Land leben längst Hunderttausende jüdische, islamische, ezidische (usw.) Kinder, die zugleich Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind! Wenn Sie die Bibel schon nicht kennen, okay, aber unsere Verfassung möchte ich Ihnen doch empfehlen!

      Bitte gehen Sie einfach davon aus, dass ich weitere, rassistische & generell demokratie- und menschenfeindliche Kommentare hier einfach löschen werde.

  105. Demonstrant Antworten | Permalink

    Sehr geehrter Herr Dr. Blume,

    vielen Dank für Ihren gut recherchierten Artikel. Es ist in jedem Fall besser, auf der Basis von Daten und Fakten zu argumentieren, anstatt den Dumpfbacken hinterzulaufen.
    Weil hier der Aspekt der Kriminalität angesprochen wurde, würde ich gern die Gelegenheit nutzen, ein paar vertiefende Fragen loszuwerden.

    1. Wie viele Straftaten gem.
    a. § 211 (Mord)
    b. § 212 (Totschlag)
    c. § 213 (minder schwerer Fall von Totschlag)
    d. § 227 (Körperverletzung mit Todesfolge)
    wurden in Deutschland seit dem Jahr 2000 von Ausländern begangen?

    2. Wie viele Straftaten gem.
    a. § 211 (Mord)
    b. § 212 (Totschlag)
    c. § 213 (minder schwerer Fall von Totschlag)
    d. § 227 (Körperverletzung mit Todesfolge)
    wurden seit dem Jahr 2000 in Deutschland von deutschen Staatsbürgern begangen, die die deutsche Staatsbürgerschaft durch Einbürgerung erhalten haben?

    3. Wie viele deutsche Staatsbürger, die die Staatsbürgerschaft nicht durch Einbürgerung erhalten haben, wurden durch Straftaten gem.
    a. § 211 (Mord)
    b. § 212 (Totschlag)
    c. § 213 (minder schwerer Fall von Totschlag)
    d. § 227 (Körperverletzung mit Todesfolge)
    seit dem Jahr 2000 in Deutschland von Ausländern getötet?

    4. Wie viele deutsche Staatsbürger, die die Staatsbürgerschaft nicht durch Einbürgerung erhalten haben, wurden durch Straftaten gem.
    a. § 211 (Mord)
    b. § 212 (Totschlag)
    c. § 213 (minder schwerer Fall von Totschlag)
    d. § 227 (Körperverletzung mit Todesfolge)
    seit dem Jahr 2000 in Deutschland von deutschen Staatsbürgern getötet, die die deutsche Staatsbürgerschaft durch Einbürgerung erhalten haben?

    Ich freue mich sehr, dass ich hier einen Fachmann gefunden habe, der auf diese naheliegenden Fragen eine sachgerechte Antwort geben wird.

    Für Ihre Bemühungen bereits im Voraus vielen Dank.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Sehr geehrter @Demonstrant,

      ich fürchte, hier liegt ein Mißverständnis vor: Ich bin kein Kriminologe, sondern Religionswissenschaftler. Und ich bin kein bezahltes Auskunftsbüro, sondern ein bürgerschaftlich Engagierter, der für diesen Blog knappe Freizeit einsetzt. Es fiele mir nicht ein, Sie mal eben zu einem mehrstündigen Arbeitseinsatz aufzufordern - ebenso nehme ich keine einfach so entgegen.

      Vor allem aber sehe ich keinen Zusammenhang zwischen dem Blogthema und Ihrer Frage. Die meisten Zuwanderer und Ausländer in Deutschland sind Christen. Umgekehrt finden Sie unter Muslimen je Hunderttausendfach Ausländer, eingebürgerte und geborene Deutsche. Ich kann nicht erkennen, was Ihre Fragen zur Kriminalität nach Staatsangehörigkeit mit den Religionen zu tun haben sollte.

      Ggf. kann Ihnen ja der inzwischen zurückgetretene Pegida-Organisator Bachmann helfen, der mehr Erfahrungen mit Kriminalität sowie Gefängnisstrafen gesammelt hat, als die allermeisten Wissenschaftler, Ausländer und Deutsche...

      Ihnen alles Gute!

  106. Demonstrant Antworten | Permalink

    Sehr geehrter Herr Dr. Blume,

    Sie haben Recht, das war ein Missverständnis, ich habe von einem Wissenschaftler Wissen erwartet.
    Was dumm von mir, habe ich verstanden.

    Dann lassen Sie sich auch in Zukunft Ihren klaren Blick nicht durch Sachkenntnis verstellen.
    Ist ja viel bequemer so. Und, das ist wohl das wichtigste, erspart Ihnen Ärger mit der Obrigkeit.

    Weiterhin viel Erfolg muss ich Ihnen nicht wünsche, so wie Sie vorgehen wird der sich von selbst einstellen.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieber @Demonstrant,

      gern geschehen! Wenn wenigstens der Unterschied zwischen Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit sowie zwischen Religionswissenschaft und Kriminalistik bei Ihnen angekommen ist, dann hat es sich ja gelohnt.

      Und grüßen Sie Ihren Zahnarzt von mir, wenn Sie ihm erklären, dass er ja gar kein richtiger Arzt sei, weil er sich nicht für Rückenschmerzen verantwortlich fühlt! :-)

      Mit schmunzelnden Grüßen!

  107. SunnyS19 Antworten | Permalink

    Hallo liebe Leser,

    also ich finde diesen Artikel erschütternd. Es mögen ja Tatsachen sein, dass die muslimischen Mitbürger eine Minderheit darstellen und Sie -mit höchster Wahrscheinlichkeit- nur mit den gebildeten, angepassten und integrierten Mitbürgen zu tun haben und deswegen die Augen vor den Tatsachen in den Ballungsgebieten verschließen!

    Wenn man bei uns in die Stadt geht, sieht man mehr Ausländer aus Deutsche... Gehe ich mit meinem Kind auf den Spielplatz (was ich hier NICHT mehr tue) werden die deutschen Kinder schon von türkischen Gruppen verjagt und von deren Müttern nur in ihrer Landessprache angesprochen!

    In unserem Kindergarten sollen Kulturen durchgenommen werden. So weit so gut! Aber was muss natürlich wieder in den Vordergrund gestellt werden? Der Islam! Die Kinder MÜSSEN türkische Kinderlieder lernen, die landestypischen Speisen essen und gibt ja so "schöne bunte Tücher", die die türkischen Eltern mitbringen könnten, um den Kindern ein Kopftuch zu binden! Also das geht meines Erachtens einfach zu weit, da ich täglich mit diesen Missständen konfrontiert bin.

    Ja die Ausländer an sich können für das Verhalten der Politiker nichts, aber wo bitte sieht man da KEINE Islamisierung? Die Islamisierung ist voll im Gange, auf Anordnung der Politiker.

    Werden Norwegen und alle anderen Länder, die klare Einwanderungspolitik betreiben, auf Ihre Wert beharren (Anpassung in allen Belangen erwünscht) als Nazis und Rechts bezeichnet? NEIN! Es geht um die Politik zu dem Ganzen und nicht um die Ausländer als Solches, aber das ist ja leider das, was niemand versteht... Einfach nur traurig meines Erachtens.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieber @SunnyS19,

      es mag ja sein, dass Ihnen das Grundgesetz nicht bekannt ist oder nicht viel bedeutet - aber es ist nun einmal gültig. Und demnach handelt es sich bei den Altersgenossen Ihres Kindes überwiegend nicht mehr um "Türken" oder "Ausländer", sondern um kleine Deutsche. Und, nein, "die Politiker" haben nicht "angeordnet", dass in unserem Land so wenig Kinder geboren und das Christentum von so vielen Menschen nicht mehr gelebt wird.

      Und nur zu Ihrer Information: Ich lebe in einem der dichtest besiedelsten Ballungsräume Deutschlands mit einem der höchsten Anteile an Zuwanderern. Freilich tragen der gesunde Arbeitsmarkt, das lebendige Vereinsleben und auch die aktiven Kirchengemeinden hier in Süddeutschland tatsächlich mehr zu einer gelingenden Integration bei, als das z.B. in post-sozialistischen Landesteilen mitunter der Fall ist. Auch dies deutet jedoch m.E. deutlich darauf hin, dass der Erfolg des Zusammenlebens nicht nur von den Migranten abhängt, sondern auch von den Bedingungen, die wir selbst geschaffen haben.

      Und falls Sie immer noch meinen, ich wüßte nicht, wovon ich rede: Meine Frau ist Deutschtürkin und bei uns wird - genau - auch das Weihnachtsfest groß gefeiert.
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.filderstadt-eine-familie-mit-doppelt-so-vielen-feiertagen.b18d523c-ed46-46d2-9581-0f8477c22471.html

      Ihnen alles Gute, herzliche Grüße!

  108. SunnyS19 Antworten | Permalink

    Hallo nochmal,

    also, dass Sie mit einer Deutsch-Türkin verheiratet sind, die auch das Weihnachtsfest mit Ihnen groß feiert, finde ich ja toll! Nur leider ist das HIER in den seltensten Fällen anzutreffen! Das ist ja die Differenzierung, die Pegida und weitere Gruppierungen vornehmen.

    Die, die sich integrieren WOLLEN schaffen das auch! Und wer sagt, nur weil viele das Christentum nicht mehr zu 100% ausleben, müssen wir uns dem Islam anpassen/unterordnen? Diese Leute kommen aus diesen Ländern, weil es Ihnen unter all den Umständen dort nicht möglich ist, zu leben. Und das hängt ebenfalls mit der Kultur und Einstellung zusammen. Ich kann nicht verstehen wieso man so vieles plötzlich hier einführen muss? Geschweige denn unsere Kinder! die anderen Kulturen ausleben lassen muss?

    Wir hatten auch Migranten in der Klasse, die waren einfach da und gehörten zu der Gruppe, fertig. DA MUSSTE sich angepasst/eingegliedert werden, sonst stünde man alleine da... Und heute? Es entwickeln sich Parallelgesellschaften, die Sprache muss nicht mal mehr beherrscht werden! Schulanmeldungen, Formulare etc. sollen alle auf türkisch mit ausgehändigt werden! Beim Arbeitsamt kommen die türkischen Mitbürger -OHNE Wartezeit- dran, da Sie den Dolmetscher benötigen usw. Wenn hier etwas nicht falsch läuft, weiß ich es auch nicht. Es gibt Ausnahmen, wie Ihre Frau, eine Arbeitskollegin von mir... Aber das andere überwiegt, LEIDER!

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Lieber SunnyS,

      ja, es gibt schlecht integrierte Migranten - ebenso wie es saufende und prügelnde Neonazis & Hooligans gibt. Es gibt auch Deutsche, die wegen Drogendelikten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden und dann aber Pegida gegründet haben...

      Wenn Sie etwas für das deutsche Volk, die christliche Religion oder die Pflege deutscher Kultur beitragen wollen, finde ich das super! Es ist ja unsere Verantwortung, ob endlich wieder mehr Kinder geboren werden, die Kirchen wieder voller und einladender werden oder Bildung vermittelt wird. Jeder und jede kann dazu etwas tun und damit schlecht integrierte Migranten ebenso wie deutsche Alkoholiker"karrieren" und Co. vermeiden helfen. Statt der Wahrnehmung der eigenen Verantwortung aber ablenkend gegen Minderheiten zu wettern hilft weder der Demografie, noch der Kultur unseres Landes... Konkret habe ich mich beispielsweise entschieden, den Deutschen Familienverband als Fördermitglied zu unterstützen.

  109. muneratti Antworten | Permalink

    Hallo ich habe ein Zeugnis, das Sie machen: Es ist eine christliche Organisation gegründet, um Menschen auf Hilfe, z. B. finanzielle Unterstützung zu helfen. Wenn Sie Schwierigkeiten oder in jeder finanziellen Schlamassel, und Sie müssen daher Mittel, um Ihr eigenes Geschäft zu starten, oder benötigen Sie Darlehen für Ihre Schulden zu begleichen oder Zahlen Sie Ihre Rechnungen, starten Sie ein nettes Geschäft, oder die Schwierigkeiten, Kapital Darlehen von lokalen Banken zu erhalten, kontaktieren Sie uns heute durch e-mail:
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    Die Bibel sagt: "" Luke 11:10 jeder Bittende empfängt, wer sucht, und ihm wer klopft, öffnet sich die Tür. ". Also nicht diese Möglichkeiten, die Sie übergeben, dass Jesus nicht ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Bitte täuschen Sie nicht weil es noch ernste Menschen, aus Furcht vor Gott und Geist... Es ist eine christliche Organisation gegründet, um zu helfen. Ihre Kernaussage hat dies genug Sie ansprechen, die Ihr Leben für immer verändert

  110. Juna Antworten | Permalink

    Guten Tag Herr Blume,

    ich habe zunächst zwei interessante Videobeiträge und anschließend diesen langen Thread verfolgt. Puuuhhh
    Ihrer empirischen Perspektive folge ich sehr gerne und auch Ihre Zuversicht in die Zukunft kann ermutigen. Zahlen hin oder her – die Politik lässt kein Migrationskonzept erkennen, Krieg und Vertreibung hat gerade erst begonnen, darum halte ich jede Hochrechnung für hoch spekulativ. Nur zum Verständnis - Sie meinten Neukölln ist nicht überall. Wenn Herr Buschkowsky in seinem Buch nur eine Ausnahme beschrieben hätte, würde auch die große Gruppe der Migranten nicht tendenziell zu den Bildungsverlierern gehören. Und leider gehört sie das empirisch. Ist Neukölln jetzt doch überall oder – was ich nicht hoffe – ist die Debatte darüber hier im Blog unerwünscht?

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Juna

      Wie mehrfach geschrieben: Die Situation in Neukölln - u.a. schwacher Arbeitsmarkt, Schulsystem etc. - lässt sich nicht verallgemeinern, nicht auf Deutschland und schon gar nicht auf Europa. Ein schnell wachsender Anteil der Migranten sind Bildungsaufsteiger, an den Universitäten habe ich mit einem wachsenden Anteil von Akademikerinnen und Akademikern verschiedenster Herkunft zu tun. Und wenn sich auch größere Migrantengruppen - z.B. Deutschtürken und Deutschitaliener - auch deswegen mit dem Sprach- und Bildungsaufstieg oft etwas schwerer tun, weil der Druck zum Erlernen der deutschen Sprache geringer ist als bei kleineren Migrantengruppen - z.B. Deutschkurden oder Deutschvietnamesen -, so sind doch die schnelle Annäherungen der Bildungsbiografien empirisch belegt:
      https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/TIES_Zusammenfassung_Ergebnisse.pdf

      Dass Sie Angst vor Zuwanderung haben, kann ich verstehen - ich würde mir ja auch selbst wünschen, dass in unserem Land mehr Kinder geboren würden und unsere eigene Kultur lebendiger und dynamischer wäre. Ich halte nur nichts davon, unsere eigenen Schwächen auf andere zu projizieren und diese zu bequemen Sündenböcken zu machen. Wenn Sie etwas für die deutsche Kultur und Gesellschaft tun wollen - z.B. ein paar Kinder ordentlich großziehen -, haben Sie meinen vollsten Applaus. Aber mit pseudo-wissenschaftlichen Argumenten Fremdenfeindlichkeit zu schüren hilft überhaupt niemandem weiter - wie man am Beispiel des ohne Zuwanderung rapide vergreisenden und schrumpfenden Japan beklemmend beobachten kann...

  111. Juna Antworten | Permalink

    Vielen Dank für den interessanten Link und Ihre Einschätzungen. Ja, Integration hat viele Einflussgrößen und ist wahrlich kein Selbstläufer. Nicht gelungene Integration erzeugt jedoch Opfer auf beiden Seiten, sowohl in der Minderheits- wie in der Mehrheitsgesellschaft. Daher halte ich Diskriminierungsmodelle für wenig zielführend. Wohl aber offene Debatten. Und in diesem Sinne habe ich Herrn Buschkowsky als authentisch wahrgenommen - zugegeben ohne seine Bücher im Original gelesen zu haben. Es ist in der Tat beängstigend wenn die Gewissheit der eigenen Kultur verloren zu gehen scheint. Um entkoppelnden Entwicklungen entgegenzuwirken muss jeder Beteiligte sein Unbehagen und seine Verluste vorurteilsfrei äußern können und in seinen Motiven angenommen werden. Generalamnestie oder Generalverdacht sollten durch den Mut zu Empathie und Offenheit ersetzt werden. Eine empirische Wahrheit wird sich in diesem komplexen emotionalen Spannungsfeld wohl nicht ermitteln lassen aber der offene Diskurs verortet den Einzelnen wieder in der Gemeinschaft, stärkt ihn und lässt ihn ein Stück Selbstwirksamkeit zurückgewinnen. Übrigens ... mein einziger Beitrag zum Fortbestand unserer Kultur ist 26 Jahre und ich kann nur jeden ermutigen, das Leben mit Kindern zu wagen.

  112. Juna Antworten | Permalink

    Guten Tag Herr Blume,

    Im Netz ist EIN geradezu inflationäres Angebot an demograhischen Daten. Z. B. Wurde 2009 der Anteil des Muslime auf 4,3 Mio geschätzt, 2014 auf 4 Mio korrigiert. Wie valide sind die Daten der unterschiedlichen Anbieter? Falls Sie Zeit haben zu antworten, schon mal vielen Dank

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Juna

      Ja, das Problem ist, dass der offizielle Zensus nur die Mitgliedschaft in Körperschaften des öffentlichen Rechts - also Kirchen, jüdischen Gemeinden u.ä. - verpflichtend umfasst.

      Angaben zu anderen Religionszugehörigkeiten wie Islam oder Buddhismus sind dagegen freiwillig. Hinzu kommen Interpretationsräume: Manche Juden und zunehmend auch Muslime empfinden sich nur kulturell oder gar nicht mit ihrer Herkunftsreligion verbunden. Manche Aleviten verstehen sich als Muslime, andere als Angehörige einer eigenen, nicht- bzw. vorislamischen Tradition. Die Ahmaddiya wiederum verstehen sich als Muslime, werden aber teilweise noch immer ausgegrenzt usw...

      Kurz: Alle empirischen Aussagen über "die Muslime" in Deutschland sind bestenfalls Annäherungen. Gesichert aber ist, dass die Geburtenraten auch unter Muslimen massiv sinken und dass es z.B. in die Türkei zuletzt überwiegend Rückwanderungen gegeben hat. Insofern wächst der muslimische Bevölkerungsanteil derzeit langsamer, als auch ich es erwartet und prognostiziert hatte. Das Hauptproblem ist unser eigener Kindermangel...

  113. Freund Antworten | Permalink

    @Juna
    Der Anteil der Moslems in Deutschland liegt etwa bei 8 Mio. mit steigender Tendenz.
    Alleine die Asylanten bestehen zu 70% aus Moslems, meist junge Männer.
    In England wird davon ausgegangen das ab dem 2025 der moslemische Anteil der Bevölkerung
    größte sein wird.
    Ebenso in Schweden und Dänemark. Der Kulturbruch wird unvermeidlich sein.
    Gut jede Hochkultur geht mal zu Ende ( schrieb auch schon der gute alte Spengler )
    Es wird eine Andere kommen , deren Grundlagen die Scharia sein wird .
    Vorteil , wenige Kriminalität, klare Regeln , die Männer sind wieder wer und es herscht Frieden
    ( da Religion des Friedens ).
    Alles halb so schlimm.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Freund

      8 Millionen Muslime in Deutschland? Das wäre recht genau das Doppelte der bislang ermittelten Annahmen. Hätten Sie uns für diese Zahlen eine ernstzunehmende Quelle - oder ging es doch nur um manipulative Stimmungsmache?

  114. Mal einfach Fakten: Deutschland wird durch Zuwanderung re-“christianisiert”, “pluralisiert” und regional “katholisiert” statt “islamisiert” › Natur des Glaubens › SciLogs - Wissenschaftsblogs Antworten | Permalink

    […] meines Akademievortrages in Hohenheim im Dezember 2013 wussten es seit über einem Jahr und Lesende des "Islamisierungs"-Blogposts vor Weihnachten 2014 seit mehr als einem Monat: Die absolute Mehrheit der Zuwandernden nach Deutschland ist seit langem […]

  115. Michael Allers Antworten | Permalink

    Wenngleich schon etwas älter, leider immer noch - und vermutlich noch sehr lange - aktuell. Ganz großartig, besonders der zitierenswerte Abschnitt über Angst.

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