UFO-Glauben: Die Apokalypse-Prophezeiung zum 14.10.2008

13. Oktober 2009 von Michael Blume in UFO-Glauben

Vor einem Jahr verbrachten Tausende junger Leute auf allen Kontinenten Tag und Nacht unter freiem Himmel bzw. am Computer - denn sie erwarteten, dass sich nun endlich Außerirdische mit ihren Raumschiffen enthüllen (gr. apokalypsis = Enthüllung) würden. Angekündigt worden war ihnen dies durch ein szenebekanntes Medium, "Blossom Goodchild" (die deutsche Übersetzung ihrer Ankündigung hier). Die Australierin verkündet via Blog Botschaften der "Lichtföderation" von einem Außerirdischen, der sich ihr als Native American "White Cloud" präsentiere und sie auch schon geheilt habe. Neben den Textbotschaften hatten sich zu Goodchild's Ankündigung auch eigene (bis heute aktive) Glaubens-Blogs und Videos zur Naherwartung rasend schnell ausgebreitet.

 

Auch die Reaktionen auf das Nichteintreffen des Ereignisses entfalteten sich wie prognostiziert: Sie reichten von Glaubensabfall, über die Deutung eines Aufschubs (analog der "Parusieverzögerung" in den christlichen Theologien) bis hin zur Spiritualisierung des Ereignisses (das also auf spiritueller Ebene bereits stattgefunden "habe").

UFO-Religionen als Gegenstand von Forschung

Aus religionswissenschaftlicher Sicht war die Beobachtung des 14/10/08 (inkl. von Gesprächen mit Glaubenden vor und nach dem Datum) natürlich außerordentlich spannend. Denn hier wurde eindeutig überprüfbar, dass (gerade) auch in Populationen gebildeter und vermeintlich post-religiöser Menschen doch immer wieder religiöse Sehnsüchte und Systeme aufbrechen. Und dies gelang auch nahezu ohne institutionellen Hintergrund, schlicht über kulturelle Selbstorganisation.

Die traditionellen, übernatürlichen Akteure (Gott, Jesus, Engel, Dämonen, Teufel etc.) werden dabei durch neue, vermeintlich wissenschaftliche Erzählungen (Sternenrat, Lord Ashtar, gute und böse Aliens, verschwörerische Regierungen etc.) ersetzt. Und so gehören UFO-Mythologien seit Anfang des 20. Jahrhunderts zum kulturellen Unterstrom säkularisierter Gesellschaften und bilden sich in immer wieder neuen Formen (dazu ein Artikel im Journal für UFO-Forschung).

Warum scheiterten UFO-Mythologien (bislang)?

Aus der Sicht der Evolutionsforschung zur Religion ist aber auch interessant: Wenn aber doch immer wieder populäre UFO-Mythologien entstehen - warum wurden diese bislang nicht zu echten Konkurrenten etablierter Religionen? Aus einigen gingen immerhin bekannte Religionsgemeinschaften wie die Raelianer hervor, in wenigen Fällen kam es auch zu Fällen furchtbaren Scheiterns (z.B. Massenselbstmord der Gruppe Heaven's Gate).

Bisher scheint das Hauptproblem von UFO-Mythologien gewesen zu sein, dass sie sich ja gerade "nicht" als religiöse Erzählungen, sondern als quasi-wissenschaftliche Beobachtungen verstanden. Während Geistliche klassischer Religionen seit Jahrhunderten (und meist gegen große Widerstände) doch immer wieder Deutungen ihrer Mythologien entwickelten, die mit dem Stand der Wissenschaft(en) in Einklang gebracht werden konnten, halten UFO-Glaubende ihre eigenen Überzeugungen für nichtreligiös und wissenschaftlich; und sichern sich gegen anderslautende Befunde durch Verschwörungstheorien ab. Demnach würden Regierungen, Medien, Wissenschaftler etc. durch schattenhafte Zirkel (aus Menschen oder bösen Aliens) gelenkt, die "die Wahrheit" zum eigenen Machterhalt unterdrückten. Eine gemeinschaftliche Stabilisierung des Glaubens- und Alltagslebens kann so kaum gelingen.

Zudem sind UFO-Glaubenskreise überwiegend von jungen Männern (wobei Frauen wichtige Rollen als Verkünder einnehmen können) geprägt, die an klassisch erfolgreichen Sexual- und Familienlehren etablierter Religionen weniger Interesse zeigen. So  erwarten z.B. die Raelianer zukünftige Fortpflanzung durch Klonen und den Aufzug der Kinder/Klone außerhalb der "spießigen" Kernfamilien. Auch demografisch waren UFO-Gemeinschaften bislang kein Erfolg.

Gibt es Leben da draußen?

Wichtig ist natürlich festzuhalten, dass auch im Bezug auf UFO-Glaubenssysteme der methodologische Agnostizismus gilt: Der (Religions-)Wissenschaftler kann Glaubenssysteme beschreiben und zur Reflexion beitragen, nicht aber deren Wahrheitsgehalt abschließend beurteilen. Es ist selbstverständlich denkbar, dass es zu Kontakten mit Außerirdischen gekommen ist oder käme, "Botschaften von der Lichtföderation" (o.ä.) lassen sich wissenschaftlich kaum überprüfen. Und für die -von UFO-Glauben zu unterscheidende - Annahme, dass es Leben auch außerhalb der Erde geben könne, gibt es durchaus evolutionswissenschaftliche Argumente. Aber wie auch Anhänger gewachsener Religionen sollten sich m.E. auch UFO-Glaubenden der kritischen, wissenschaftlichen Reflexion nicht entziehen, soweit es ihnen tatsächlich um "Wahrheitsfindung" geht.


21 Kommentare zu “UFO-Glauben: Die Apokalypse-Prophezeiung zum 14.10.2008”

  1. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Zeiten ändern sich – Fakten bleiben

    Es hat „immer“ Leute gegeben die der Meinung waren Daten berechnen zu können, anzugeben, wo sich Besonderheiten ereignet hatten oder ereignen sollten. In der Vergangenheit war es etwas anders als heute – aber etwa vergleichbar.
    Es gab auch immer wieder erfolglose Versuche, so etwas wie die Wiederkehr Jesu zu berechnen.
    Viel folgenschwerer war die Aktion von Bischof Us(s)her. Er „berechnete“ um 1650 nach der Bibel den 23. Oktober 4004 v. Chr. um 09.00 Uhr als 1. Tag der Erde - Young Earth Creationists. Das widerspricht nun jeder wissenschaftlichen Richtung – aber hier haben sich Einige zu neuen „Kirchenführern“ erhoben. Diese Richtung ist aus den USA schon in Deutschland angekommen. Aus praktischer Anschauung vor Ort weiß ich – diskutiert wird nicht. Sie wollen ihre Herden mehren.
    Wenn jetzt eine Person/Personengruppe der Meinung ist, dass Außerirdische sich der Masse enthüllen, dann halte ich das für unreal. Prof. C. Brown hat sich dazu in „Kosmische Begegnung“ klar geäußert.
    Ein weiterer Fall solchen Wunschdenkens ist die Wiederkehr des Planeten X (nach P. Lowell) - Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems - Nibiru seit 2003. Jedes Jahr wird er angekündigt, selbst 2009/2010 – aber bestimmt 2012!
    Die Nachrechnung der Überlieferungen ergab: es dauert noch etwa 600 Jahre, bis er wieder von der Erde aus zu sehen sein wird. Gleichzeitig soll er 2012 als 2. Sonne auftauchen und zum Katastrophen-Planeten werden. Meine Rezension bei Amazon dazu unter: http://www.amazon.de/...8963260/ref=pd_sim_b_3_img
    Es zeigt sich bei solchen Aktionen, dass sich Wunschdenken und Unwissenheit paaren – und wir wissen auch, dass die Lüge eher geglaubt wird als die Wahrheit!

  2. Martin Huhn Antworten | Permalink

    "Demnach würden Regierungen, Medien, Wissenschaftler etc. durch schattenhafte Zirkel (aus Menschen oder bösen Aliens) gelenkt, die "die Wahrheit" zum eigenen Machterhalt unterdrückten. Eine gemeinschaftliche Stabilisierung des Glaubens- und Alltagslebens kann so kaum gelingen."

    Das habe ich nicht ganz verstanden. Ich habe blaß in Erinnerung, daß Abgrenzung den Glauben stärkt. Vielleicht ist es auch zu lange her und mein Gedächtnis trügt mich.

    Teure Rituale

  3. Stefan Taube Antworten | Permalink

    Religion im Anfangszustand

    Hallo Michael, Du schreibst, dass sich UFO-Mythologien "gerade "nicht" als religiöse Erzählungen, sondern als quasi-wissenschaftliche Beobachtungen verstanden."
    Könnte man nicht sagen, dass dies ein Phänomen ist, dass allen jungen Religionen eigentümlich ist? Ich könnte mir vorstellen, dass Religionen zu Beginn immer den Anspruch der Welterklärung haben und erst mit dem Älterwerden in ernste Konflikte mit dem wissenschaftlichen Fortschritt geraten. Was meinst Du, könnte man das so sagen?
    Ähnlich wenig überraschend mich Dein Hinweis "Zudem sind UFO-Glaubenskreise überwiegend von jungen Männern [...] geprägt, die an klassisch erfolgreichen Sexual- und Familienlehren etablierter Religionen weniger Interesse zeigen." Trifft das nicht auch beispielsweise auf die Religionsgründer der abrahamitischen Religionen zu? Jesus wird ja selten als Papa dargestellt. Ich denke Familienväter haben schlicht nicht die Muse, eine Religion zu gründen - vielleicht nichteinmal die Notwendigkeit.

  4. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Martin: Teure Rituale

    Lieber Martin,

    ja, das stimmt auch: Abgrenzung können Religionsgemeinschaften stärken. Obwohl und weil viele Lehren z.B. der Heaven's Gate-Gruppe Nichtglaubenden völlig abstrus vorkamen, war der Zusammenhalt unter den Glaubenden außergewöhnlich stark - bis hin schließlich zum Massenselbstmord.

    Denn Zusammenhalt nach innen ist natürlich nur die Voraussetzung für die eigentliche Herausforderung: Die teilweise Abgrenzung nach außen muss sich mit einem (auch demografisch) erfolgreichen Verwurzeln in der Welt verbinden. Nur so entstehen dauerhaftere und größere, religöse Bewegungen. Bisher ist dieser zweite Schritt noch keiner UFO-Gemeinschaft gelungen, wenn es inzwischen auch einige größere Gruppen (wie die Raelianer) gibt. Und auch das Erinnern bzw. Lernen aus Geschehenem kann hoffentlich helfen, Tragödien wie jene von Heaven's Gate zukünftig zu verhindern...

    Herzliche Grüße!

  5. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Stefan

    Danke für Deine Beobachtungen, auf die ich gerne eingehe!

    Könnte man nicht sagen, dass dies ein Phänomen ist, dass allen jungen Religionen eigentümlich ist? Ich könnte mir vorstellen, dass Religionen zu Beginn immer den Anspruch der Welterklärung haben und erst mit dem Älterwerden in ernste Konflikte mit dem wissenschaftlichen Fortschritt geraten. Was meinst Du, könnte man das so sagen?

    Ja, das sehe ich auch so. Wobei es früher natürlich viel länger dauerte und Gemeinschaften dem auch viel länger ausweichen konnten als z.B. in heutigen Großstädten. Und dann beginnt das Ringen, ob ein "Verwurzeln" (s. oben die Antwort auf Martin) gelingt. Denken wir nur an die entsprechend buchstäblich "spannende" Geschichte der Mormonen!

    Große Religionen werden in der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen für gewöhnlich mehrere Varianten ausbilden, im Christentum z.B. von fundamentalistisch-wissenschaftsfeindlich bis hin zu aufgeklärt-wissenschaftsbejahend. UFO-Gemeinschaften hatten dagegen bisher stets das Problem, dass zentrale Glaubensannahmen direkt unter wissenschaftlichen Beschuss gerieten - weil sich beispielsweise heraus stellte, dass die Venus unbewohnt war, die Marsgesichter Felsformationen (und keine Relikte von Aliens) waren, die Ägypter ihre Pyramiden auch ohne Sternfahrerhilfe bauen konnten etc.

    Ähnlich wenig überraschend mich Dein Hinweis "Zudem sind UFO-Glaubenskreise überwiegend von jungen Männern [...] geprägt, die an klassisch erfolgreichen Sexual- und Familienlehren etablierter Religionen weniger Interesse zeigen." Trifft das nicht auch beispielsweise auf die Religionsgründer der abrahamitischen Religionen zu? Jesus wird ja selten als Papa dargestellt. Ich denke Familienväter haben schlicht nicht die Muse, eine Religion zu gründen - vielleicht nichteinmal die Notwendigkeit.

    Könnte man annehmen - wobei allerdings gerade Abraham, aber auch Buddha, Muhammad u.v.m. doch auch in (wenn auch untypischen) Familienkonstellationen lebten, bevor sie religionsstiftend wirkten. Gemeint ist hier die Anhängerschaft: Während in den klassischen Religionen Frauen in der Mitgliedschaft überwiegen, vgl. Gretchenfrage-Post
    http://www.chronologs.de/...-religi-se-frauen-dumm

    und Jesus, Buddha, Muhammad u.v.m. schon zu ihren Lebzeiten viel weibliche Anhängerschaft gewannen, werden von UFO-Mythologien und ihren Versprechen von sinisteren Geheimnissen, Technik, Ruhm und Freiheit bislang vor allem junge Männer angesprochen. Es ist m.E. fraglich, ob wir UFO-Gemeinschaften erleben werden, die sich über mehrere Generationen hinweg stabil und kinderreich entfalten könnten.

    Nochmal danke für die guten Beobachtungen und Fragen!

  6. Karl Bednarik Antworten | Permalink

    Zeitdilatation

    Dieser kleine Rechenfehler beruht auf der Zeitdilatation der speziellen Relativitätstheorie.

    In den schnellen UFOs vergeht die Zeit eben etwas langsamer.

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    Die Vorstellung, dass ausserirdische Intelligenzen Raumschiffe verwenden, ist eine veraltete anthropomorphe Annahme.

    Viel wahrscheinlicher wären Schwärme aus Nanomaschinen, oder etwas besseres, das wir noch nicht kennen.

    ------

    Das Schweigen von SETI:

    http://www.e-stories.de/...geschichten.phtml?25464

  7. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Sternfahrerhilfe

    „...die Ägypter ihre Pyramiden auch ohne Sternfahrerhilfe bauen konnten etc.“ Dabei will die Ägyptologie dem Volk den Gedanken an eine Vergangenheit erhalten, die es eigentlich so nicht gegeben hat. In Ägypten erfuhr ich auf Nachfrage: „Wir wissen nicht, wie die Pyramiden gebaut wurden.“ Ich konnte unserem Reiseführer sagen: „In Deutschland wissen sie es aber ganz genau!“
    Nach dem arabischen Geschichtsschreiber und Chronisten Al-Makrizi (um 1360 n. Chr.) erbaute König Saurid die Pyramiden um 300 Jahre vor der Sintflut um 13.300 v. Chr., schrieb er in seinem "Hitat". Nach den sumerischen Überlieferungen wurden sie um 10.500 v. Chr. gebaut. Es gibt auch die Frage - „Vor 4500 Jahren: Neubau oder Rekonstruktion?“ http://www.epoc.de/artikel/871157&_z=798889 (+ 2 LZ)
    Der amerikanische Ägypten-Kenner John West [WW] hat vollkommen Recht, wenn er um 10.500 vor Christus den Löwen Sphinx in die richtige Richtung blicken lässt: „Die Sonne wäre direkt zwischen den Pranken der Sphinx aufgegangen.“ Der Sphinx schaut auf das Hochplateau Sinai, dort hatten die Anunnaki vom Nibiru einen neuen Weltraumbahnhof auf dem 30. Breitengrad nach der Sintflut errichtet. Andere Autoren [BG] kommen zur gleichen Zeit über die Rekonstruktion der Sternenbilder von damals! Konkret geht es um die Lage der Gürtelsterne am Himmel: Die Ausrichtung der Pyramiden spiegeln die Anordnung wieder – wie vor 10.500 v. Chr. Es ist unwissenschaftlich, diese Fakten zu leugnen... Der Sphinx ist deshalb ein Löwe, weil der Pyramidenkomplex im Löwenzeitalter des Zodiac errichtet wurde. Das erste Gesicht war das des Bauherrn Thot (Ptah´s jüngster Sohn) [SE]. In Karnak sind die Sphingen Widder, weil sie im Widderzeitalter erbaut wurden.
    Um etwa vor 580 b.C. hatte der Prophet Ezechiel einen 1. Kontakt mit einem Fluggerät und der Besatzung Ez 1, 4-28, was später noch mehrfach erfolgte. Mit diesem Fluggerät flog er mit und wurde zu einem Tempel gebracht. Da erfuhr er u. a. Ez 40,4: „Du Menschenkind, sieh her und höre fleißig zu und merke auf alles, was ich dir zeigen will; denn dazu bist du hierher gebracht, dass ich dir dies zeige, damit du alles, was du hier siehst, verkündigst dem Hause Israel.“ Und schließlich ist die Bibel auch dazu da, es uns zu übermitteln. Hier wird gemessen - das war keine Vision sondern ein konkretes Flugobjekt mit einer Basis! Es wurde schon in verschieden Beiträgen zum Ausdruck gebracht, dass es so etwas nicht gegeben haben kann! (Weil nicht sein kann – was [noch] nicht sein darf!) Im religiösen Bereich vor Jesus gibt es weitere Berichte über Fluggeräte. Ist das nun offiziell auch ein Ufo-Glauben?

    [WW] Welt der Wunder: Die Sphinx von Gizeh - Wer schuf die geheimnisvolle Statue?
    http://weltderwunder.de.msn.com/...mp;imageindex=3
    [BG] Bauval, R., Gilbert, A.: Das Geheimnis des Orion. Paul List Verlag, München 1994
    [SE] Sitchin, Z.: Das verschollene Buch Enki. Kopp, Rottenburg 2007

  8. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Klaus Deistung

    Vielen Dank für Ihren Beitrag - der m.E. in der Tat auch ein Glaubenszeugnis ist.

    Sie schrieben (u.a.): Und schließlich ist die Bibel auch dazu da, es uns zu übermitteln. Hier wird gemessen - das war keine Vision sondern ein konkretes Flugobjekt mit einer Basis! Es wurde schon in verschieden Beiträgen zum Ausdruck gebracht, dass es so etwas nicht gegeben haben kann! (Weil nicht sein kann – was [noch] nicht sein darf!) Im religiösen Bereich vor Jesus gibt es weitere Berichte über Fluggeräte. Ist das nun offiziell auch ein Ufo-Glauben?

    Ja, die Annahme von Hinweisen auf außerirdische Besucher in alten Texten, Bauwerken etc. ist ein sehr häufiges Element in UFO-Mythologien und Glaubenssystemen. Vermeintliche Hinweise darauf werden entsprechend gedeutet, andere Deutungen der Befunde, die ohne außerirdische Besucher auskommen, als Unterdrückung oder Vertuschung der "Wahrheit" zurück gewiesen. In naher Zukunft möchte ich auf das Phänomen des Paläo-SETI (der Suche nach Hinweisen auf außerirdische Besucher in der Geschichte) gerne auch einmal gesondert eingehen!

  9. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Exaktheit kennzeichnet High-Tech

    Unser Universum ist 13,7 Mrd Jahre alt. Unsere Milchstraße ist nur 100 Millionen Jahre jünger [Ms]. Sie ist also ein kleines Universum, in das unser Sonnensystem zeitlich 3x hineinpasst. Und wissenschaftlich und medienoffiziell lassen wir die Welt wissen, dass wir die Einzigen sind, die sich in den 13,6 Mrd Jahren in der Milchstraße entwickelt haben und Fluggeräte bauen können?
    Wir ignorieren doch JEDES andere Fluggerät und ihre Besatzungen (Sternefahrerhilfe) im irdischen Bereich: http://www.kosmologs.de/.../ufos-entstehen-im-hirn
    Eigentlich müssten wir mal aufwachen und auf der Erdkugel ankommen [DE]!
    Der Deutsche H. H. Beier rekonstruierte den Tempel [BH] als Wartungsbasis für mehrere baugleiche Fluggeräte. Das hatte auch der NASA-Konstrukteur in Sachen Flug- und Raumtechnik J. F. Blumrich geschrieben. Sein Sohn hatte [vD] gelesen und seinen Vater mehrfach aufgefordert, sich dem Problem anzunehmen. Widerwillig ging er ans Werk. Im Laufe der Zeit vertiefte er sich immer weiter, um zum Schluss in [Bl] festzustellen: „Kaum jemals war eine Niederlage so reich belohnt, so faszinierend und so erfreulich!“ Als Christ wollte er v. Däniken widerlegen – als Fachmann faszinierte ihn die geschilderte Hochtechnologie. Rekonstruktionsbilder in [DI] - Zum Rad im Rad (Ez 1,16-21) reichte Herr Blumrich eine Patentschrift ein.
    Fachleute – Blumrich und Beier – rekonstruierten nach der Bibel. Obwohl sich die beiden Herren nicht kannten, passte das Fluggerät in den Tempel. So exakt war die Beschreibung von Ezechiel! Er hatte ja auch auf Anweisung des Herrn (Ez 40,3: Mann, der wie Bronze glänzte; metallisierter Anzug – heute Raumanzug) gemessen! Eigentlich gibt es aus Sicht des Ingenieurs keine andere Erklärung dafür!
    Dazu müssen wir auch wissen, dass in den USA der Reverent B. Cannon schon 1902 ein Fluggerät nach Ez 1,4-28 aufbaute [BC].

    Eigentlich ist die Bibel auch ein faszinierendes High-Tech Werk.

    [Ms] Milchstraße ist 13,6 Milliarden Jahre alt. spektrumdirekt vom 19.08.2004
    [DE] Deistung, K.: Wir haben die Erdscheibe noch nicht überwunden! Magazin 2000plus, Nr. 184 6/2003, S. 44–47
    [BH] Beier, H. H.: Kronzeuge Ezechiel. Ronacher, München 1985
    [DZ] v. Däniken, E: Erinnerungen an die Zukunft. 4. Auflage, Gustav Lübbe Verlag GmbH, Bergisch Gladbach 1991
    http://www.allmystery.de/...gen_an_die_Zukunft.pdf S. 73
    [Bl] Blumrich, J. F.: Da tat sich der Himmel auf. 2. Auflage, Ullstein Berlin 1995
    [DI] Deistung, K.: Irrtümer der Wissenschaft. Magazin 2000plus, Nr. 247, 12/2007, S. 66 – 82
    s. a. http://www.deistung.de/weltall/index.html
    [BC] -: Burrell Cannon – Introduction - eine Zusammenfassung
    http://www.hiddenmysteries.org/.../vol4/ezek.shtml

  10. adenosine Antworten | Permalink

    Nun ja, die UFO-Religion sind möglicherweise so instabil weil die bisherigen Startversuche zu stark in Konflikt mit überprüfbaren Tatsachen kamen. Eine funktionierende UFO-Religion bedarf nicht nur eines charismatischen Propheten. Sie muss die wesentliche Glaubenskonstrukte im nicht überprüfbaren Raum platzieren, also in ferner Vergangenheit, ferner Zukunft, Paralleluniversum,im Jenseits oder in geistigen Dimensionen. Fragt sich ob allein zufällige Mutationen zu geeigneten Startbedingungen führen oder ob eher ein erfolgsorientierter Prophet die richtige Mixtur hinkriegt.

  11. kamenin Antworten | Permalink

    Bildung, Post-Religiosität

    Denn hier wurde eindeutig überprüfbar, dass (gerade) auch in Populationen gebildeter und vermeintlich post-religiöser Menschen doch immer wieder religiöse Sehnsüchte und Systeme aufbrechen.

    Wie kann ich denn nachvollziehen, dass es sich bei Blossom Goodchilds Anhängern um irgendwie durchschnittlich höher gebildete oder auch nur vermeintlich post-religiöse Menschen handelt? Auf den ersten Blick erscheint mir das Bildungsniveau nicht unterschiedlich zu dem, was ich in jeder Esoterikbuchhandlung finden kann. Und in den Kommentarteilen und verwandten Blogs überschneidet und vermischt sich das auf Wildeste mit Gottes-, Jesus- und selbst Marienverehrung. Alles andere als eine gebildete oder vermeintlich post-religiöse Anhängerschaft, würde ich zumindest meinen, sondern eher das Gegenteil.

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass gerade die Goodchild-Bewegung, anders als die Raelianer, durchaus einen hohen Frauenanteil aufweist, rein vom Augenschein der Kommentare und Begleitblogs. Das wäre auch nicht wahnsinnig überraschend. Während die Raelianer traditionell männlich konnotierte Argumentation und Heilslehre verbreiten (Technologie-Sprech, direkte, buchstäbliche Götterbilder, ungebundenere Sexualität), sind es bei Goodchild überwiegend weiblich konnotierte: Spiritualität, intuitiv-mystische Kommunikationswege, Krankenheilung, unbestimmte planetare Liebes-Vibrationen. Mithin nichts, was man so nicht auch in anderer Esoterik findet, die heute, zumindest in der Anhängerschaft, mehr weiblich als männlich ist.

  12. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ adenosine

    Im Grundsatz stimme ich zu. Und es gibt ja auch Verkünder wie Blossom Goodchild, die eher spirituelle Erfahrungen als Raumfahrer ins Zentrum ihrer Botschaft rücken. Das Problem der UFO-Mythologien scheint zu sein, dass die Glaubenden nach "sichtbaren" Zeichen in der menschlichen Geschichte oder Gegenwart hungern - entsprechende Nachrichten (wie die vermeintliche Sichtung eines UFOs 1997 oder das konkrete Datum von Goodchild) werden begeistert aufgenommen. Sobald aber entsprechende Festlegungen erfolgen (von Vorzeit-Raumhäfen über Kornkreise bis zu Gesichtern auf dem Mars) gibt es natürlich wissenschaftlichen Widerspruch - der gemeinhin als (verschwörerische) Unterdrückung der Wahrheit interpretiert wird. Mir ist noch keine UFO-Tradition bekannt, die diesem Prozess dauerhaft entgangen wäre und einige (z.B. die Ashtar-Sheran-Mythologien) gibt es in immer neuen Varianten schon seit Jahrzehnten.

  13. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Klaus Deistung

    Vielen Dank für Ihren Kommentar! Lassen Sie mich noch einmal festhalten, dass bislang niemand hier behauptet hat, es sei wissenschaftlich ausgeschlossen, dass es Leben auch außerhalb der Erde gebe - oben habe ich vielmehr ausdrücklich anerkannt, dass dies durchaus nicht unwahrscheinlich ist.

    Der Glaube aber, dass solche Außerirdischen bereits die Erde besucht und verifizierbare Spuren hinterlassen hätten, widerspricht in der Tat dem wissenschaftlichen Konsens, nach dem keine solcher (unzweifelhaft "außerirdischen") Spuren bekannt wären. Natürlich gibt es in UFO-Mythologien viele Annahmen bezüglich außerirdisch verursachter Bauwerke etc., ebenso, wie ja auch z.B. christliche Fundamentalisten hoffen, die Arche Noah zu finden, ihre Maße berechnen etc. Wissenschaftlich haltbar sind diese spezifischen Glaubensannahmen bislang nicht.

  14. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Kamenin

    Lieber Sven,

    ich wüßte nicht, dass irgendjemand behauptet hätte, dass UFO-Glaubende überdurchschnittlich intelligent oder gebildet wären. Im von Dir zitierten Satz steht vielmehr, dass UFO-Mythologien in Populationen auftreten, die weltliche Bildung, moderne Medien etc. nutzen - also v.a. USA, Europa, Japan, aber inzwischen z.B. auch Türkei oder Iran (erste, bekanntere UFO-Sichtung in Teheran 1976) usw. So verdienten Mitglieder des Heaven's Gate Cult als Webdesigner. Nach den wenigen, bislang vorliegenden empirischen Studien scheinen sich UFO-Glaubende eher gleichmäßig entlang der allgemeinen Bevölkerung zu verteilen, mit etwas Überrepräsentanz unter den Jüngeren und Konfessionslosen. Vgl. z.B. Wunder/Henke:
    http://www.anomalistik.de/zfa_pdf/ufo_umfrage.pdf

    Auch nach oben in der Grafik zitierten IGPP-Studie sind in Deutschland vor allem jüngere Generationen "betroffen", wogegen Ältere eher klassische Erscheinungen (Verstorbene, Engel etc.) erinnerten. Mit dem Aussterben religiöser Überlieferungen wird es selbst in säkularisierten Populationen schwierig, wir Menschen bringen immer wieder neue Glaubens-Varianten hervor.

    Was Männer / Frauen angeht, bezog ich mich vor allem auf Euler 2004 (Fundstelle und Grafik dazu im oben verlinkten Jufof-Artikel).

    Allerdings hast Du mit Deinen Beobachtungen zur Anhängerschaft von Blossom Goodchild völlig Recht: Sehr viele Verkünder(innen) verbinden klassisch-spirituelle und UFO-religiöse Mythologien zu einem auch für Frauen attraktiveren Angebot. Man denke z.B. an die Schweizerin Uriella (alias Erika Bertschinger), deren Orden Fiat Lux in Süddeutschland sitzt und christliche mit UFO-religiösen Mythologien verknüpft:
    http://de.wikipedia.org/...igi%C3%B6se_Bewegung%29

    Dein Bezug auf die Raelianer unterstreicht dabei aber den Punkt, um den es mir ging: Dass es offenkundig tatsächlich Unterschiede in der Nachfrage von Mythologieelementen unter den Geschlechtern gibt. Wer (auch) Frauen ansprechen möchte, darf sich offenkundig nicht nur auf Erzählungen von Raumfahrern mit Technik beschränken, sondern sollte auch Gott oder doch Engel, Lichtwesen, Native Americans o.ä. im Angebot haben. (Ein Effekt, der im Bereich der Unterhaltungsliteratur längst unstreitig ist.)

  15. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @ Michael Blume

    Und doch stellen Sie einleitend die Frage: „Gibt es Leben da draußen?“
    Das ist eine vielfach gestellte Frage – die ich mit einem klaren JA beantworten muss. Dazu siehe auch meinen Kommentar vom 10.05.09 „Hallo Irdische“: http://www.kosmologs.de/...l-und-ins-all-geschickt
    Was ist der wissenschaftliche Konsens? D. h. aber auch: mir stimmt keiner zu wenn ich feststelle: „Die Bibel ist auch ein faszinierendes High-Tech Werk!“ Das ist beim Buch Mormon nicht anders: http://www.chronologs.de/...he-usa/page/2#comments – s. meinen Kommentar vom 05.05.09., aber auch „Irrtümer der Wissenschaft“ http://www.deistung.de/weltall/index.html.
    Hier habe ich Beispiele drin, wo „die Wissenschaft“ konkret die Bibel missbraucht – was absolut wissenschaftlich nicht nachvollziehbar ist!
    Arche Noah – sie wird immer als Schiff dargestellt (beim ZDF fuhr es sogar beleuchtet über den Bildschirm!), was sie aber nicht war. Es war ein Kasten und er schwamm wie ein U-Boot – dafür gibt es klare wissenschaftliche Argumente! Da gibt es auch keine Unterschiede in der Bibel und dem Gilgamesch Epos! Für die damalige Zeit auch High-Tech.
    Die Bundeslade konnte nur mit klaren Schutzbestimmungen und Schutzmitteln in Betrieb gehen.
    Als Henoch in den Himmel geflogen wurde – gab es viele Tote im Raketenstrahl, weil sie nicht zurück gingen. Um so eine Wiederholung zu vermeiden, lässt Gott Mose das Gelände der Landung weiträumig absperren 2 Mo 19,12. Wie laut so eine Landung sein kann, haben viele Leute beim Space Shuttle Start in einigen km Entfernung erleben können. Dafür sind die Landungen in der Bibel gut beschrieben.

  16. kamenin Antworten | Permalink

    @ Michael

    Vielleicht bin ich der einzige, dem es so geht, aber mir sind hier Deine Begriffe etwas unklar. Wunder/Henke untersuchen das Auftreten von ungeklärten Sichtungserfahrungen, die dann als UFO-Erlebnis kategorisiert werden (ob von den Betreffenden selbst oder erst in der Situation eines "UFO"-Seminars), aber erst mal noch vor der Interpretation als 'außerirdische Raumschiffe'.
    Der darauf folgende Schritt, UFOs mit Außerirdischen zu identifizieren, stellt dann eine erst mal nur sachliche Behauptung/Annahme dar, die natürlich falsch sein mag und es wahrscheinlich auch ist.
    Erst im dritten Schritt, auf die vermeintlichen Außerirdischen Heils-, Allmacht- oder Erlösungsphantasien zu projizieren, können wir doch eigentlich von einer religiösen Dimension des "UFO-Glaubens" sprechen.

    Selbst Klaus Deistungs paläoastronautische Einlassungen sehe ich erst mal nur als (geschichts-)wissenschaftliche Hypothesenbildung. Dass die Vetreter solcher Geschichtsbilder sehr selektiv Daten besprechen und Immunisierungsstrategien verwenden, wie man sie in allen Alternativ-Wissenschaften (und auch im religiösen Glauben) finden kann, macht sie allein dadurch noch nicht zu einem religiösen Glaubenssystem (das ohne Zweifel sich daraus entwickeln oder damit einhergehen kann, das muss Klaus Deistung selber wissen).

    Ich finde es darum sehr schwer zu folgen, wenn die verschiedenen Ebenen in Deiner Darstellung kaum unterschieden werden und 'ungeklärte Sichtungserlebnisse', 'Existenz von besuchenden Außerirdischen' und 'Heilsbringung durch Außerirdische' in der Argumentation so nahtlos ineinander verwoben sind, obwohl sie religionswissenschaftlich prinzipiell voneinander zu trennende Phänomene darstellen.
    Das finde ich daher bedenklich, da Du immer wieder einstreust, dass durch die Phänomene religiöse Sehnsüchte post-religiöser Menschen gezeigt würden oder dass sie beschrieben, wie neue Glaubensvarianten aus säkularen Gruppen mit ausgestorbenen religiösen Erzählungen hervorgingen.
    Wenn wir nur den religiösen UFO-Erlösungsglauben nehmen, lässt sich das meiner Meinung nach ohne Probleme dadurch beschreiben, dass sich der Glauben religiöser und in anderen Heilssystem aufgewachsener Menschen angesichts einer wachsend technologisierten Welt verändert und Teile der technisierten Weltbeschreibung in den Glauben integriert werden, teilweise bis zur Aufgabe (so auch erst durch die wissenschaftliche Revolution in die Breite gewachsener) metaphysischer, transzendenter Gottesbilder.

    Das ist religionswissenschaftlich und psychologisch natürlich extrem interessant. Mithin hätten wir es aber nicht mit einem Aussterben religiöser Erzählungen und der Resurrektion als religösem UFO-Glauben zu tun, sondern nur mit einer Verschiebung innerhalb bestehender Mythologien und innerhalb von Populationen, die der Mythologie eh schon anhingen: vergleichbar mit dem Entstehen der Mormonen oder der Zeugen Jehovas.

  17. Michael Blume Antworten | Permalink

    Fließende Grenzen

    Lieber Sven,

    ja, das Lebende hat die Eigenschaft, sich stets innerhalb fließender Grenzen zu bewegen - und gerade auch Studien zu religiös-weltanschaulichen Phänomenen beeinflussen (z.B. je nach Ort, Fragestellung etc.) immer auch die Standpunkte der Befragten. (Das Problem kennt Ihr Physiker ja inzwischen auch... ;-) )

    Meine (Arbeits-)Definition von Religiosität kennst Du: Verhalten ggü. übernatürlichen Akteuren, zu denen Ahnen, Götter, Gott etc., aber eben auch empirisch nicht nachweisbare Außerirdische gehören. Ob die Konfirmandin nun aus tiefster Überzeugung ihr Glaubensbekenntnis an Gott spricht oder doch (auch) deswegen, weil es von Opa 1.000 EUR dafür gibt, ob der UFO-Begeisterte tatsächlich mit ganzem Herzen den 14.10. erharrte oder doch nur auf der Jagd nach etwas Thrill war - solche psychologischen Zustände lassen sich wissenschaftlich nie völlig aufklären, sondern werden (auch z.B. gegenüber uns Wissenschaftlern oder sogar im Selbstverständnis der Akteure!) stets situativ narrativ rekonstruiert. Der reale Mensch, lieber Sven, ist und bleibt auch im Auge der Wissenschaft doch stets ein unscharf-lebendig Phänomen. Abschließend beobachten, quantifizieren etc. lässt sich allenfalls sein Verhalten. Was mich nicht ägert, sondern freut! ;-)

    Zum Absatz Klaus Deistung stimme ich Dir zu. Dass eine Hypothese übernatürliche Akteure einbezieht, macht sie zu einer auch religiösen Erzählung - damit ist sie aber keineswegs schon wissenschaftlich widerlegt. Hat m.E. auch wiederum niemand behauptet.

    Wenn wir nur den religiösen UFO-Erlösungsglauben nehmen, lässt sich das meiner Meinung nach ohne Probleme dadurch beschreiben, dass sich der Glauben religiöser und in anderen Heilssystem aufgewachsener Menschen angesichts einer wachsend technologisierten Welt verändert und Teile der technisierten Weltbeschreibung in den Glauben integriert werden, teilweise bis zur Aufgabe (so auch erst durch die wissenschaftliche Revolution in die Breite gewachsener) metaphysischer, transzendenter Gottesbilder.

    Mit der Annahme habe ich kein Problem. Allerdings beschreibst Du als passiv, was eine aktive Konstruktionsleistung darstellt: denn Menschen zeigen ja Bedürfnisse, Fähigkeiten und Verhalten, das dann Teile der technisierten Weltbeschreibung in den Glauben integriert. Genau diese Konstruktion und partielle Integration von Erzählungen und Mythologien und die Entfaltung daraus abgeleiteten Verhaltens ist der religionsproduktive Vorgang, der übrigens in diesem Fall ganz ohne zentrale Institution, bezahlte Priesterschaft o.ä. funktionierte! Die spontane Konstruktion und Selbstorganisation mythologischer Traditionen durch Individuen, Netzwerke und schließlich Gemeinschaften ist m.E. also wissenschaftlich faszinierend und leider erst in groben Umrissen erforscht.

    Herzliche Grüße!

  18. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Wollen wir - oder nicht Realitäten sehen

    @ kamenin
    ...(geschichts-)wissenschaftliche Hypothesenbildung – gut, ein Ansatz. Zum Thema habe ich eine Menge gelesen – von beiden Seiten. Und als Ing. sehe ich dann doch Vieles anders als der Religionswissenschaftler. „... noch nicht zu einem religiösen Glaubenssystem...“ dem kann ich zustimmen. Deshalb meine Meinung: High-Tech in den Heiligen Schriften!
    Immer mehr Rätsel/Probleme aus religiösen Bereichen lassen sich technisch erklären – und wenn dort eine Hochzivilisation im Auftrag Gottes hier gewirkt hat – dann wird das auch noch eine Weile dauern – mit der Lösung der Rätsel.
    Ufo-Glauben – noch leben seine „Kritiker“ davon, dass man wissenschaftlich und medienoffiziell alle Ufos nicht anerkennt: UFOs entstehen im Hirn – und z. B. CENAP im obigen Link.
    Religiösen UFO-Erlösungsglauben finde ich genau so unreal wie die Wiederkehr Nibirus seit 2003 jedes Jahr, aber bestimmt 2012 – noch gut 600 Jahre!

    @ Michael Blume
    Interessant: „UFO-Begeisterte“ – oder von der weltweiten Realität aus der Geschichte heraus überzeugt! Das Datum „... mit ganzem Herzen den 14.10. erharrte...“ kannte ich nicht, würde ich wie jedes Jahr Nibiru erhoffen genauso für unreal halten.
    Mein Eingangsbild - s. o. - mit Beschreibung belegt doch, dass wir nicht allein im All sein können – und die religiösen Fakten aus Bibel, Buch Henoch, Buch Mormon..., „Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria, Vollständige Dokumentation durch zwei Jahrtausende“ von Hierzenberger, Nedomansky – was hat man eigentlich den Religionswissenschaftlern dazu erzählt? Waren die Bücher tabu in einigen Kapiteln? Wenn z. B. ein Dr. Religion Prof. werden will/kann, muss er natürlich ein reales Fluggerät bei Hesechiel 1, 4-28 immer (noch) leugnen. In „Hallo Irdische“ habe ich ein erlebtes Beispiel eines anderen Berufes mit Quellen geschildert. Wie schlimm so etwas in Deutschland getrieben wird, schilderte auch Prof. Linke in G&G 2/02 S. 17: „Viele deutsche Wissenschaftler fürchten, ihr Gesicht zu verlieren, wenn sie sich auf religiöse Fragestellungen einlassen. In den USA ist das gar kein Problem.“
    Beispiel-Antwort: "Leider können wir auch dieses Thema nicht bei Spektrum veröffentlichen, denn es handelt sich bei Enuma Elisch ja um ein Epos aus dem Gebiet der Theologie. Und Sie als Spektrum-Leser wissen ja, dass Spektrum aus Forschung, Wissenschaft und Technik berichtet." Mir hat man auch mal sagen lassen: „Du redest von Gott und Ufo´s, du passt doch nicht an die Hochschule.“
    In Indien kräht kein Hahn danach. Da wissen die Leute aus ihrer historischen Literatur, dass wir nicht allein im All sind!

  19. sasha Antworten | Permalink

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    Can to mankind it is not necessary know about it?

  20. Kunar Antworten | Permalink

    Auf den Spuren...

    Wichtig ist natürlich festzuhalten, dass auch im Bezug auf UFO-Glaubenssysteme der methodologische Agnostizismus gilt: (...) Aber wie auch Anhänger gewachsener Religionen sollten sich m.E. auch UFO-Glaubenden der kritischen, wissenschaftlichen Reflexion nicht entziehen, soweit es ihnen tatsächlich um "Wahrheitsfindung" geht.

    Genau das macht die Qualität dieses Blogs aus. Es wird einfach zu oft vergessen, dass man augenscheinlich unsinnige oder abstruse Theorien nicht damit widerlegt, indem man sie als solche bezeichnet. Stattdessen geht es darum, die aufgestellten Behauptungen einer kritischen Überprüfung zu überziehen. Wenn man dann feststellt, dass die Annahmen nicht zu halten sind (oder sich aufgrund ständig aktualisierter Deutungen einer Überprüfung entziehen), kann man sie immer noch als falsch bzw. nicht beweisbar kennzeichnen.

    Einen etwas anderen Ansatz wählt Oliver Kalkofe als Antwort auf Erich von Däniken (ab 2:22):
    http://www.youtube.com/watch?v=PVb92k0i1WE

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