Sciencestarter meets Bürgerwissenschaften

26. Februar 2015 von Thorsten Witt in Allgemein

Unsere Crowdfunding-Plattform Sciencestarter steckt voller Schätze: Nicht nur Wissenschaftler starten hier ihre Projekte, nein, auch forschungsinteressierte Bürger sind auf der Plattform herzlich willkommen. Einzige Voraussetzung: Die wissenschaftliche Relevanz muss nachvollziehbar sein. Warum Bürgerwissenschaftler eine besonders wichtige Zielgruppe sind, wollen wir hier noch einmal zusammenfassen.

Im Alltag treffen wir immer wieder auf interessante Aspekte, denen wir jedoch kaum Aufmerksamkeit schenken. Entweder fehlt die Zeit oder das Geld, oder beides. Bürgerwissenschaftliche Projekte leben von der Neugier und Wissbegierde – und die wollen wir natürlich auch mit Sciencestarter fördern. Mit Hilfe von Sciencestarter können für bürgerwissenschaftliche Projekte drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen erreichen die Projekte so eine große Öffentlichkeit und eine Sensibilisierung für konkrete Themen kann geschaffen werden. Zum anderen können dadurch schnell viele Einzelpersonen erreicht werden, die sich auch aktiv an dem Projekt beteiligen können. Außerdem kann in maximal drei Monaten das benötigte Geld durch das Crowdfunding gesammelt werden.

Wichtig beim Starten eines Projektes auf Sciencestarter ist die Nachvollziehbarkeit der wissenschaftlichen Prozesse. Es soll nicht nur Geld für ein Projekt gesammelt werden, sondern vielmehr auch klar werden, was mit dem Geld passiert. Die (aktive oder passive) Beteiligung der Fans und Unterstützer am Projektfortgang stellt einen wichtigen Teil des Open Science-Gedankens dar, den wir mit Sciencestarter verfolgen. Jeder kann ein wissenschaftliches Projekt starten, sofern es einen wissenschaftlichen Hintergrund hat und ein Forschungsinteresse verfolgt, das auch für die Forschung, aber auch für die Öffentlichkeit, relevant ist. Hier sind zwei Beispiele erfolgreicher Citizen Science-Projekte, die über Sciencestarter finanziert wurden:

Skyglow Berlin: Mit diesem Crowdfundingprojekt hat es der Forscher Christopher Kyba Schülern ermöglichen können an einer Studie mitzuarbeiten, die sich mit Lichtverschmutzung beschäftigt. Durch das Crowdfundingprojekt konnten Instrumente angeschafft werden, die an ausgewählten Berliner Schulen zur Messung von Lichtverschmutzung genutzt werden konnten. So wurden Schüler in einen wissenschaftlichen Forschungsprozess einbezogen und sammelten Werte, die für eine Simulation der weltweiten Himmelshelligkeit genutzt werden konnten.

Datierung eisenzeitlicher Feldfluren in Schleswig-Holstein: Dieses Projekt war weniger von Bürgerbeteiligung als von reiner Bürgerwissenschaft geprägt. Da es bislang wenig Dokumentation der Feldfluren gibt, wollte Volker Arnold mit diesem Projekt einen Beitrag dazu leisten, Daten zu sammeln und die Ergebnisse öffentlich zur Verfügung zu stellen. Für die Verarbeitung und Aufbereitung der Daten, die er aus gesammelten Holzkohleproben ermitteln wollte, benötigte der Starter die finanzielle Unterstützung.

Wir freuen uns auf weitere spannende Projekte, wenn es wieder heißt Sciencestarter meets Bürgerwissenschaften.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Sciencestarter braucht die Crowd! Um die Plattform und die Betreuung weiterhin völlig kostenlos und für jeden frei zugänglich anbieten zu können, brauchen wir selbst Unterstützung. Alle Infos dazu findet ihr unter in unserer Spendenkampagne Sciencestarter sucht Unterstützer.

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