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Anglizismus des Jahres 2012

8. Dezember 2012 von Anatol Stefanowitsch

Der Anglizismus des Jahres wurde 2010 hier im SciLogs-Sprachlog geboren (und im zweiten Jahr seines Bestehens vom Spektrum-Verlag sogar mit einer Pressemitteilung, geschrieben vom legendären Lars Fischer persönlich, unterstützt). Deshalb auch an dieser Stelle ein Hinweis auf den diesjährigen Wettbewerb. Ab sofort suchen wir den Anglizismus des Jahres 2012! Die ersten Nominierungen sind schon da, und es ist, glaube ich, auch schon ein heißer Kandidat darunter, aber ich verrate natürlich nicht, welcher das ist. Wie immer wird die Aktion in... weiter

 

Where has all the Sprachlog gone?

1. Dezember 2012 von Anatol Stefanowitsch

Diejenigen meiner Leser/innen, die sich in sozialen Netzwerken herumtreiben, haben es ja mitbekommen, den anderen sage ich es hier: Das Sprachlog ist umgezogen und ist jetzt unter www.sprachlog.de zu finden. Heute schreibe ich dort über die Wörter Flüchtling und Geflüchtete/r, aber schon in den letzten Tagen gab es spannende Beiträge meiner neuen Mit-Autorinnen Susanne Flach und Kristin Kopf. Hier bei den SciLogs geht die Zeit des Sprachlogs damit zu Ende. Ein paar lose Enden werde ich noch zusammenknüpfen und natürlich... weiter

 

Sexuelle Belästigung bei neoParadise: Beschwerde an den Fernsehrat

17. Oktober 2012 von Anatol Stefanowitsch

Wahrscheinlich haben inzwischen die meisten von Ihnen von der sexuellen Belästigung gehört oder gelesen, die die Moderatoren Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt in der Sendung „neoParadise“ vom 4. Oktober 2012 begangen haben. Das Blog derspringendepunkt hat den Vorfall und einen diesbezüglichen Briefwechsel mit dem ZDF ausführlich dokumentiert und auch andere Blogs haben den Vorfall aufgegriffen und teilweise ebenfalls Beschwerdeschreiben an das ZDF gerichtet -- u.a. i heart digital life, Drop the thought und klirrr. Das ZDF hat auf alle diese... weiter

 

Podcast mit Enno Park und Anatol Stefanowitsch

5. Oktober 2012 von Anatol Stefanowitsch

Im Sprachlog ist derzeit ja wenig los, was sich im Laufe des Oktober aber wieder ändern wird. Wer unter Entzug leidet, kann sich die Nullnummer eines Podcasts anhören, den ich gemeinsam mit Enno Park (@ennomane) aufgezeichnet habe. Darin soll es neben Politik und Gesellschaft auch um Sprache gehen – in der Nullnummer sprechen wir über neue Entwicklungen bezüglich der Petition „Kein Deutsch ins Grundgesetz“, über die Frage, ob die Piratenpartei das „digitale Proletariat“ vertritt und über ausgewanderte Wörter, die keine... weiter

 

Sprache und Plattformneutralität

28. September 2012 von Anatol Stefanowitsch

Mein Vortrag „Sprache und Plattformneutralität“, in dem ich über einige Aspekte von Ungleichheit und Diskriminierung von Sprache spreche, ist auf YouTube verfügbar. Ich verlinke ihn hier nur noch einmal, um einen Ort für die Literaturliste und für kleine inhaltliche Korrekturen zu haben. Errata (wem Fehler auffallen -- gerne an mich melden!) 1. Es gab eine Zwischenfrage aus dem Publikum, warum man auf Schwedisch det människa („Mensch“) sage, also das Neutrum verwende. Das tut man aber gar nicht, människa fällt genau wie... weiter

 

Sprachbrocken 37/2012

16. September 2012 von Anatol Stefanowitsch

Nichts gegen die Paläoanthropologie, aber es sei mir verziehen, wenn ich manchmal den Eindruck bekomme, sie sei nur erfunden worden, damit die Literaturwissenschaft keine methodologischen Minderwertigkeitskomplexe entwickelt. Da untersucht ein sechsköpfiges internationales Team das Skelett eines Neandertalers und belegt anhand von Abnutzungsspuren an den Zähnen etwas, das ohnehin bekannt war: Dass dieser Neandertaler (wie seine Artgenossen insgesamt) vermutlich Rechtshänder war. Soweit, so gut. Da das aber wohl nicht interessant genug war, schließt man im Schlusskapitel der Studie dann unvermittelt, dass dies... weiter

 

Sprachbrocken 36/2012

8. September 2012 von Anatol Stefanowitsch

Literaten kommen im Sprachlog selten zu Wort, aber warum eigentlich? Schließlich stolpere ich bei meiner Suche nach Sprachbrocken ständig über Hinweise auf deren sprachlichen Genius, da müsste doch etwas zu holen sein. Diese Woche zum Beispiel lese ich auf nachrichten.at über den portugiesischen Schriftsteller Antonio Lobo Antunes, dass er mit „seiner unkonventionellen, energievollen und dichten Sprache, seinen an Atmosphäre und Metaphern reichen Texten … Fans weltweit“ begeistere. Und diese Metaphern klingen dann zum Beispiel so: „Ich mag es, die Buchstaben... weiter

 

Sprachbrocken 35/2012 („Minus-DE“-Ausgabe)

31. August 2012 von Anatol Stefanowitsch

Die Sprachbrocken #35, die ich heute morgen veröffentlicht habe, sind in ihrem Vorausblick auf ein Internet ohne Links und ohne Zitate ja etwas trübsinnig geworden. Aber so würde eine bundesdeutsche Ausgabe eben in Zukunft aussehen, beschweren Sie sich nicht bei mir, sondern beim Springer-Verlag (der ja im Übrigen schon immer eine reaktionäre, demokratiefeindliche Propagandamaschine war, also guckt halt nicht so überrascht). Da die Sprachbrocken in dieser Form auf Dauer keinen Spaß machen werden, präsentiere ich hier ein zweites mögliches Zukunftsszenario.... weiter

 

Sprachbrocken 35/2012

31. August 2012 von Anatol Stefanowitsch

Mehrere deutsche Zeitungen berichteten in den letzten Tagen übereinstimmend, dass der Verein Deutsche Sprache den Vorstandsvorsitzenden der Kaufhauskette Karstadt, Andrew Jennings zum „Sprachpanscher des Jahres“ ernannt hat. Die Zeitungen stützen sich dabei auf den Bericht einer Presseagentur mit Sitz in Berlin. Wenn man den Berichten trauen kann, wirft man dem aus Großbritannien stammenden Manager (verzeihung, dem aus Großbritannien stammenden Schaffer/Macher [ist das richtig so, Herr Krämer?]) vor, in der Außendarstellung seines Unternehmens mit großer Konsequenz englische Wörter und Phrasen zu... weiter

 

Sprachbrocken 34/2012

24. August 2012 von Anatol Stefanowitsch

Wie Eltern ihre Kinder nennen dürfen, ist in Deutschland weitgehend den Standesbeamt/innen überlassen, mit denen sie es bei der Ausstellung der Geburtsurkunde zufällig zu tun bekommen. Aber es hilf sicher, wenn ein Name im Vornamens-Lexikon des Dudenverlags steht. Und da sich seit Jahrzehnten ein Trend zu möglichst individuellen Vornamen beobachten lässt, ist es eine gute Nachricht, dass in die aktuelle Auflage 200 Namen neu aufgenommen wurden -- darunter Barack (aus dem Kisuaheli), Charlène (eine französisierte Version des englischen Charleen), Mert... weiter