Über Echtheit

5. Oktober 2014 von Yoav Sapir in Geschichte

Nachdem ich hier früher über die (etwa zeitliche oder soziale) Relativität von Wahrheit geschrieben habe, möchte ich hier den verwandten Aspekt der Echtheit beleuchten, die ebenso subjektiv sein kann.

Zunächst stellt sich die Frage: Warum ist das für einen Historiker überhaupt wichtig? Hierfür möchte ich ein mehr oder weniger bekanntes Beispiel geben, nämlich die zurückblickende Einschätzung (etwa durch heutige Historiker) der Gefahr, die in der 1920er Jahre von der sozialistischen Revolution für die mitteleuropäischen Demokratien ausging. Mit dieser Einschätzung - genauer gesagt: der Einschätzung der Wahrnehmung einer solchen Gefahr durch die damaligen Gesellschaften in Mittel- und Westeuropa - hängt auch die historische Frage zusammen, inwiefern diese sozialistische bzw. revolutionäre Gefahr bzw. die Wahrnehmung einer solchen Gefahr den Beweggrund für konterrevolutionäre, faschistische Entwicklungen in jener Zeit gebildet haben könnte.

Nun ist uns allen klar, dass dies ein recht komplexer Zusammenhang ist, in den sehr viele verschiedene Aspekte einfließen. Gerade deswegen möchte ich es "exemplarisch" vereinfachen und auf zwei prototypische Historiker reduzieren:

Der eine - nennen wir ihn den "Faschismusversteher" - würde sagen: In meiner Einschätzung bzw. Interpretation gab es damals eine echte Gefährdung der demokratischen Ordnung durch die revolutionären Kräfte; diese echte Gefahr wurde zu Recht als solche erkannt und wahrgenommen, also war eine entsprechende Reaktion in Gestalt des Faschismus, später auch des Nationalsozialismus zu erwarten.

Der andere Historiker - nennen wir ihn den "Sozialismusversteher" - würde hingegen behaupten: In meiner Interpretation gab es damals keine echte Gefahr (etwa weil die revolutionären Kräfte nicht dazu in der Lage waren, die UdSSR viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt war, etc.). Die damalige Wahrnehmung einer solchen Gefahr ist auf antikommunistische Hetze zurückzuführen - es war eine rein imaginäre Gefahr, die den faschistischen Kräften zum Durchbruch half.

Unsere beiden "prototypischen" Historiker könnten sich über bestimmte Rahmenbedingungen - nennen wir sie "Tatsachen" - einig sein, etwa die Existenz von Arbeitslagern in der Sowjetunion oder die Elend der Arbeiter in Mitteleuropa. Allerdings würden sie diese "Tatsachen" jeweils anders gewichten, anders interpretieren - mit dem Resultat, dass sie jeweils unterschiedlich "echt" erscheinen.

Soweit mein Beispiel für die Relevanz der Echtheit für historische Debatten - ziemlich oft münden diese in einem Streit über die "richtige" Einschätzung damaliger Informationen, wobei jede Einschätzung natürlich sehr stark vom einschätzenden Subjekt abhängt. Diese Subjektivität betrifft nicht nur heutige Historiker, sondern überhaupt unsere Fähigkeit, uns in die subjektive Einschätzung der Damaligen zu versetzen, wenn wir uns als Historiker ihre damalige Situation vergegenwärtigen wollen.

* * *

Nun also, nachdem ich hoffentlich veranschaulichen konnte, warum die Kategorie der Echtheit für heutige Historiker (möglicherweise wider Erwarten) eine Rolle spielt, möchte ich jetzt mit einem ganz anderen Beispiel darlegen, wie subjektiv diese Echtheit für jeden von uns sein kann, also wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Echtheit unter heutigen Zeitgenossen ist (geschweige denn, wenn es darum geht, von einem gegenwärtigen "Sitz im Leben" aus sich einen vergangenen "Sitz im Leben" vorzustellen).

Für diesen zweiten Schritt habe ich ein ganz aktuelles Beispiel parat, nämlich das (natürlich subjektive) Verhältnis zwischen der "virtuellen" Welt im Internet und dem "echten" Leben da draußen:

Als Teenager in den 1990er Jahren pflegten wir Internet-Bekanntschaften in IRC und dergleichen als "unecht" zu betrachten und zu empfinden - im Gegensatz zu den "echten" Beziehungen, die wir zu Menschen hatten, die wir im "Real Life" kannten. Ich nehme an, diese Differenzierung, die mir auch heute noch ganz natürlich erscheint, ist auch dem Großteil meiner hiesigen Leser vertraut, von denen wohl viele älter sind als ich.

Heutigen Teenies hingegen mag diese Unterscheidung ganz unvernünftig erscheinen - jedenfalls habe ich bei etlichen Gesprächen diesen Eindruck gewonnen. Für sie, so scheint mir, sind Internet-Bekanntschaften ebenso "echt" wie solche vom Schulhof. Das Internet ist für sie kein "virtuelles" Medium mehr, sondern Teil des "echten" Lebens. Es gehört ebenso dazu wie etwa der Schulhof.

Wie bei den beiden Historikern, so gilt auch hier: Die (bisweilen sehr) unterschiedliche Wahrnehmung geht nicht auf "objektive" Unterschiede zurück. Sowohl bei mir als auch bei jüngeren Menschen funktioniert das Internet gleich. Es gelten überall dieselben "Tatsachen", aber sie werden anders gewichtet, anders empfunden und wahrgenommen. Darum können sie auf unterschiedliche Menschen auch durchaus unterschiedlich echt wirken.

* * *

Damit will ich nur veranschaulichen, wie subjektiv so etwas wie "Echtheit" sein kann (bzw. sein muss). Auch unter Menschen, die zur selben Zeit in derselben Gesellschaft am selben Ort leben (etwa 2014 in Berlin), kann und muss es große Unterschiede in der Wahrnehmung von Echtheit geben sowie in der Einschätzung dessen, was "echt" ist. Geschweige denn, wenn es darum geht, sich als Historiker eine mentale und emotionale "Zeitreise" in eine vergangene Zeit zu verschaffen - also in eine vergangene Wirklichkeit, eine vergangene Echtheit, die ja auch schon damals, in Echtzeit, höchst subjektiv war.


18 Kommentare zu “Über Echtheit”

  1. Horst Antworten | Permalink

    Es herrscht immernoch die zeitgeistlich-imperialistische Bildung (durch Staat & Kirchen) zu Suppenkaspermentalität auf Schuld- und Sündenbocksuche, über eine gleichermaßen unverarbeitete / leicht manipulierbare Bewußtseinsschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewußtsein", im Kreislauf des geistigen Stillstandes seit der "Vertreibung aus dem Paradies" - Echtheit ist deshalb so illusionär wie Raum und Zeit relativ sind!? :-)

  2. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Die Frage nach Echtheit - also die Interpretationsfrage -, taucht immer wieder auf, wenn sich weltanschaulich vollkommen verschiedene Lager ausgebildet haben. Selbsttäuschung ist die Regel bei Kirchgängern eines Lagers - nicht die Ausnahme. Sehr oft läuft es auf folgendes hinaus: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf."
    Ein gutes Beispiel dazu ist die Haltung Lion Feuchtwangers zu den Moskauer Schauprozessen

    Lion Feuchtwanger über Stalin und die Moskauer Schauprozesse in seinem Reisebericht "Moskau 1937"

    Der Grund (für die Prozesse) ist, behaupten die Gegner, Stalins wüste Despotie, seine Freude am Terror ...

    Dergleichen Geschwätz beweist Unkenntnis der menschlichen Seele und Mangel an Urteilskraft. Man lese ein beliebiges Buch, eine beliebige Rede Stalins nach, betrachte ein beliebiges Bild von ihm, erinnere sich einer beliebigen Maßnahme, die er zu Zwecken des Aufbaus getroffen hat. Sogleich dann ergibt sich sonnenhell: Dieser gescheite, überlegene Mann kann unmöglich die ungeheure Dummheit begangen haben, mit Hilfe zahlloser Mitwirkender eine so plumpe Komödie aufzuführen lediglich zu dem Zweck, ein Rachefest, die Demütigung der Gegner, bei bengalischer Beleuchtung zu feiern.

  3. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Korrekt, die Authentizität ist zu beachten, wenn zeitgenössische oder vorhergegangene Meinung vertreten wird. - Die 'Wahrheit' gibt es aber immer noch nicht bzw. es sollte sie nicht geben, ließe sich stattdessen sinnhafterweise von historischen (und letztlich vermuteten) Datenlagen oder von der Historizität sprechen und schreiben?

    MFG
    Dr. W

  4. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Beim "Sozialismus"- respektive "Faschismus"-versteher geht es um mehr als die Echtheit, wenn Echtheit definiert ist als "Grad der Übereinstimmung zwischen einer Tatsache und deren Darstellung". Vielmehr geht es um eine Grundentscheidung aus der alles andere folgt, wo die Fakten also immer in Bezug auf die Grundentscheidung gesehen werden. Der oben konstruierte "Faschismusversteher" will die bürgerliche Ordnung aufrechterhalten und rechtfertigt zu ihrer Verteidigung auch Dinge, die er eigentlich ablehnt oder gar für verabscheuungswürdig hält. Genauso wie jemand, der Krieg grundsätzlich ablehnt sich trotzdem im Kriegsfall auf eine Seite stellen und viele eigentlich verabscheungswürdige Handlungen dieser Seite rechtfertigen kann. Einstein beispielsweise war ein überzeugter Pazifist, forderte aber den damaligen US-Präsidenten auf, die Atombombe zu bauen.
    Sicher geht es auch beim Atombombenbrief Einsteins um (Zitat)die "richtige" Einschätzung damaliger Informationen, wobei jede Einschätzung natürlich sehr stark vom einschätzenden Subjekt abhängt.". Einstein (als einschätzendes Subjekt) war voreingenommen, weil der den Rassenwahn der Nazis selber erlebt hatte und er nahm an, dass auch Nazideutschland daran war eine Atombombe zu bauen.

    Man kann die Frage nach der Echtheit (Begründetheit) von Einsteins Befürchtungen was Nazideutschland anging, schwer trennen von den Ängsten Einsteins, die auf seiner persönlichen Erfahrung beruhen. Wäre Einstein in Deutschland nicht angefeindet worden und wäre er nicht aus Angst aus Deutschland emigriert sondern aus Karrieregründen, hätte er wohl kaum den "Atombombenbrief" geschrieben.

    Die Echtheit von Entscheidungen zu verstehen, heisst darum auch immer die Falschheit der Überlegungen von Entscheidern zu verstehen.

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Der "Sozialismus-Versteher" oder, einfach mal ausgesprochen und ausgeschrieben: der Kollektivist, der konsequente Sozialist internationalistischer Prägung, war per se nicht besser positioniert als der "Nationalsozialismus-Versteher", der nur andere abzumurksen gedachte.
      Die "Echtheit" ergibt sich hier anzunehmenderweise aus der Bösartigkeit, die ernst gemeint war.
      Einstein war diesbezüglich wohl kommentatorisch [1], Herr Holzherr, eine Tröte.

      MFG
      Dr. W

      [1] jeder ist fast überall, auf das Fachliche bezogen, bestenfalls nur interessierter Laie

  5. Stephan Happ Antworten | Permalink

    Es geht bei der Beurteilung historischer Gegebenheiten darum, die im jeweiligen Zeitfenster der Historie zur Ausführung von Handlungen angestellten Überlegungen zu objektivieren (d. h. wissenschaftlich/ empirisch einzuordnen, a posteriori Betrachtung). Das Ausmaß von Handlungen im Jetzt (bzw. im geschichtlichen Jetzt) kann nur subjektiv betrachtet werden, da man deren Auswirkungen auf die Zukunft nicht vorwegnehmen kann/ konnte. Der Versuch der Objektivierung geschichtlicher Handlungen sind daher nichts anderes, als ein VERSUCH der Wahrheitsfindung (eine Wahrheit, die gerade in den Geisteswissenschaften wiederum nur (multi-)subjektiver Natur ist, im Gegensatz zu den Naturwissenschaften). Für die Naturgesetze gibt es keinen Interpretationsspielraum (z. B. Newtonsche Gesetze, Fallgeschwindigkeit etc.). Und auch ökonomische Gesetze gelten nur auf dem Papier, da es den homo oeconomicus nur unter bestimmten wissenschaftlichen Prämissen (Annahmen) gibt.

    Fazit: In den Geisteswissenschaften (bzw. im menschlichen Handeln) kann es keine letztendlich gültige "Echtheit" geben, da der Mensch ein fehlbares Wesen ist und seine Handlungen nicht gänzlich auf eine innere Logik zurück geführt werden können. (Actio-Reactio)

    Im Prinzip ist das auch gut so, denn wäre es nicht so, wie langweilig wäre diese Welt. Man muss nicht ALLES vermeintlich-wissenschaftlich erklären können.

    S.H.

      • Stephan Happ Antworten | Permalink

        Als Anmerkung zur Wissenschaftlichkeit des Lebens möchte ich noch folgendes hinzufügen, was den "vermeintlich wissenschaftlich untermauerten Nationalsozialismus (Faschismus)" betrifft:

        Die Ideologie des Dritten Reiches basierte auf der Verwissenschaftlichung, d. h. auf der Reduktion des "Menschlichen" auf die "reine" Wissenschaft. Die hervorzuhebendenen Beispiele sind die Eugenik und die Genetik. Den Menschen und sein Handeln auf die Naturwissenschaften zu reduzieren sind das unmenschlichste, was diese Welt hervorgebracht hat. Die Ökonomie in denen der Mensch lebt, selbigen ebenso diesem "vermeintlichen Naturgesetz" zu unterwerfen ist ein ebenso schandhaftes Unterfangen, den Menschen "durchrationalisieren" zu wollen....

        Nun kann man sich die Frage stellen, warum religiöse Ideologien, wie der Islam(ismus) gerade (wieder) auf dem Vormarsch sind.....

    • Horst Antworten | Permalink

      "... da der Mensch ein fehlbares Wesen ist und seine Handlungen nicht gänzlich auf eine innere Logik zurück geführt werden können."

      Mensch ist nur deshalb fehlbar, weil seine Handlungen auf die innere / grundsätzlich-faschistische Logik / Funktionalität des stumpf-, blöd- und wahnsinnigen Kreislaufes im nun "freiheitlichen" Wettbewerb um ... abhängig-geprägt gestaltet war und ist - wäre dies nicht so, könnte / würde / müßte Mensch sich auf wirklich-wahrhaftige Echtheit konzentrieren, und zwar in einer "Weiligkeit" die nicht lang, breit, hoch oder kurz ist :-)

      • Stephan Happ Antworten | Permalink

        @Horst

        Wenn ich Sie da richtig verstehe, ist für Sie auch der sog. Kapitalismus als ökonomische Ideologie (Wissenschaft) Faschismus. Sie können alle -ismen als Quasi-Ideologien ansehen. Haben Sie eine Alternative im Angebot, welche der in der menschlichen Natur nach Selbstbestimmung und freier Entfaltung am nächsten kommenden Konzeption des Kapitalismus als "Wettbewerbsordnung" etwas entgegen zu setzen hätte?

        Und was meinen Sie mit "wirklich-wahrhaftiger Echtheit" und Weiligkeit...?

        S.H.

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Es geht bei der Beurteilung historischer Gegebenheiten darum, die im jeweiligen Zeitfenster der Historie zur Ausführung von Handlungen angestellten Überlegungen zu objektivieren (d. h. wissenschaftlich/ empirisch einzuordnen, a posteriori Betrachtung). Das Ausmaß von Handlungen im Jetzt (bzw. im geschichtlichen Jetzt) kann nur subjektiv betrachtet werden, da man deren Auswirkungen auf die Zukunft nicht vorwegnehmen kann/ konnte.

      Gewesener Handlung und jetziger kann nur derart nachgespürt werden, indem vermutet wird, was geschieht oder geschehen ist und es kann hier nur um Maßstäbe, das Fachwort, gehen, die es erlauben einzuordnen, und zwar im Sinne der Erkenntnis, die einem sozialen oder idealerweise gesamt-subjektiven Prozess entspricht, wenn möglichst frei alle Erkenntnissubjekte mitwirken können und sich Meinung, das Fachwort, bildet, die auch herrschend sein kann bis soll, gerne im aufklärerisch-skeptizistischen Sinne.

      Wichtich hier das soziale und möglichst freie allgemeine Gerühre.

      In diesem Sinne wird gerade auch post festum, also wenn die Datenlage ausschnittsartig, näherungsweise und von Interessen Jetziger geformt wird, keine 'Objektivierung' vorliegen; mit 'Wahrheit' kann dies demzufolge ebenfalls nichts direkt zu tun haben.

      Es geht hier um Veranstaltung, gerne auch um aufklärerische, aber es geht eben auch anders, wie zurzeit einigen, vielleicht auch schmerzhaft, bewusst wird.

      MFG
      Dr. W (der Konstruktivist und demzufolge und nur demzufolge einen klaren Blick pflegt; der wohl auch deshalb mit der hier Inhalte gebenden Kraft manchmal nicht konform geht)

      • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

        PS:
        Die 'Wahrheit' kennzeichnet metaphorisch ganz zuvörderst das Bemühen festzustellen, was ist oder war, sie ist in diesem Sinne gut und anstrebenswert.

        • Stephan Happ Antworten | Permalink

          @ Dr. Webbaer
          Zitat
          "Die 'Wahrheit' kennzeichnet metaphorisch ganz zuvörderst das Bemühen festzustellen, was ist oder war, sie ist in diesem Sinne gut und anstrebenswert."

          Bei der "reinen" Wahrheit geht es nicht um metaphorische (=bildliche) Konstrukte, sondern um das, was jeder einzelne AM EIGENEN LEIB erfährt bzw. erfahren hat.

          Sprich: AUTHENTIZITÄT.... alles andere sind intellektuelle Wolkenkuckucksheime

          Shalom

          • Dr. Webbaer | Permalink

            Bei der "reinen" Wahrheit geht es (...) was jeder [E]inzelne AM EIGENEN LEIB erfährt bzw. erfahren hat.

            Was der Einzelne (vs. 'jeder Einzelne') 'am eigenen Leib' erfährt und geschildert werden kann, geht in die Geschichtsschreibung oder allgemein als Fakt ein. Wobei Fakten oder Tatsachen subjektiv festgestellt werden, sich hier wiederum eine Metaphorik anbietet, Daten und Datenlagen betreffend (die nicht mit der Information zu verwechseln sind).

            'Metaphorisch' meint 'im übertragenen Sinne', nicht das Bildliche oder die Idee.

            'Die Wahrheit' kann im besten Sinne nur das meinen, was geschehen ist oder geschieht. Sie sollte in der Geschichtsschreibung oder allgemein keine besondere Rolle spielen, sondern nur ein Kode sein für das, was war oder ist, wobei dies nie mit Sicherheit festgestellt werden kann.

            Der Intellekt könnte zum Konstruktivismus anleiten.

            MFG
            Dr. W

          • Dr. Webbaer | Permalink

            PS:
            Die 'Authentizität' sollte aus Sicht Ihres Kommentatorenkollegen die Echtheit der Aussage des Zeugen und dessen Erfassungsvermögen, dessen "Wahrhaftigkeit" meinen.

        • Stephan Happ Antworten | Permalink

          Und wenn wir uns weiter mit Wolkenkuckucksheimen der Intelligenzia in einem pseudo-wissenschaftlichen Raum der Überheblichkeit gegenüber allem Menschlichen abgrenzen, dann wird uns der unterirdisch-qausi nicht intellektuelle Islam, nach westlich-intellektuellem Standpunkt aus betrachten gottgewollten Islamverständnis, überrollen...

          Zumindest hat uns der Islam die Dezimalzahlen gebracht und nicht nur das.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCtezeit_des_Islam

          Aber leider geht es bis heute um RELIGIONEN.... sprich Ideologien

          Shalom

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