AKTUELLE POSTS wissenslogs

 
 

Granitgrus, Verwitterung am Wegesrand – Im Aufschluss

Im letzten Blogpost hatte ich ja über die Herkunft der rundlichen Findlinge geschrieben und was das tertiäre Klimaoptimum damit zu tun hat. Der Findling oben am Bildstein stellt aber nicht den einzigen Hinweis auf diesen Teil der Klimageschichte am Schluchsee dar. Wenn man vom Unterkrummenhof in Richtung der Staumauer wandert, kann man zwischen dem Ein- und Auslassbauwerk und der Staumauer noch andere Spuren finden. ... weiter

 

Netzbildpflege – schlechte Erscheinung kostet!

Unternehmen haben es erfahren müssen: Wenn sie keine vernünftige Homepage haben, können sie sich kaum noch sehen lassen. „Hey, wir sind eine Hydraulikfirma, wozu eine Webseite?“, wurde ich bis in die letzte Zeit hinein gefragt – aber dieselbe Firma jammert dann, dass sie keine guten Ingenieure einstellen kann. Schon verloren! Wenn ein heutiges Unternehmen nicht ins Netz will, bleibt es eben in der Steinzeit und verkümmert dort. Das hat jetzt auch der Letzte begriffen, aber die meisten Leute beziehen diese ... weiter

 

Eine Maschine ist gut zu Vögeln

Die ersten Hühner zu Beginn der Schicht gehen noch ganz gut. Dann werden die Arme allerdings schwerer und schwerer - und irgendwann will man den Job einfach nur noch erledigt haben. Hühner packen und dann endlich Feierabend machen - das ist das Ziel. Wenig überraschend: wenn der Umgang mit den Tieren leidet, leiden diese auch. Die "Humane Society of the United States" plädiert daher für eine Maschine als Alternative. Zugegeben, ich war kurz irritiert. Da schrieb ich vor einiger Zeit ... weiter

 

Gravitationswellen-Nachweistechnik: Alles schwingt

Die Gravitationswellenastronomie steht vor der Tür, und ich ergänze meinen Artikel zur grundlegenden Funktionsweise der LIGO-Gravitationswellendetektoren und ihrer Verwandten (Gravitationswellendetektoren: wie sie funktionieren) gerade um einige Texte zu der dort konkret angewandten Messtechnik. Im vorletzten Beitrag "Erschütterte Detektoren" ging es um die Maßnahmen, welche die Forscher treffen müssen, um den Einfluss von Erschütterungen und Vibrationen auf den Detektor klein zu halten, und im letzten Beitrag "Prasselnde Photonen" um die Störeffekte, die sich direkt aus der Quantennatur des Lichts ergeben (und ... weiter

 

Gravitationswellen-Nachweistechnik: Prasselnde Photonen

Jetzt, wo die Gravitationswellenastronomie vor der Tür steht, bietet sich eine gute Gelegenheit, sich näher mit den dafür eingesetzten Detektoren zu beschäftigen. Die grundlegende Funktionsweise der LIGO-Detektoren und ihrer Verwandten hatte ich in Gravitationswellendetektoren: wie sie funktionieren (GW Teil 2) erklärt und mit Animationen gezeigt, wie die von einer Gravitationswelle erzeugten rhythmischen Verzerrungen des Raums einen Detektor wie LIGO beeinflussen. Jetzt geht es an die Technik: Im letzten Beitrag "Erschütterte Detektoren" ging es um die aufwändigen Maßnahmen, welche die Forscher ... weiter

 

Löws Hosengate: Die Evolution ist schuld

Wie das? wird sich der erstaunte Leser fragen. Hier die kurze Antwort. Die Anatomie des menschlichen Hodensacks ist zwei besonderen Schritten der Wirbeltier-Evolution geschuldet: dem Landgang und der Entwicklung einer relativ hohen konstanten Körpertemperatur bei den Säugetieren. ... weiter

 

Gravitationswellen-Nachweistechnik: Erschütterte Detektoren

Mit dem am Mittwoch bekanntgegebenen zweiten Nachweis der Gravitationswellen verschmelzender Schwarzer Löcher sind wir auf dem besten Wege zu einer regelrechten Gravitationswellenastronomie. Die grundlegende Funktionsweise von Detektoren wie LIGO hatte ich in Gravitationswellendetektoren: wie sie funktionieren (GW Teil 2) erklärt und mit Animationen gezeigt, wie die von einer Gravitationswelle erzeugten rhythmischen Verzerrungen des Raums einen Detektor wie LIGO beeinflussen. Aber das Grundprinzip ist die eine Sache. Dass der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen jahrzehntelange technische Entwicklung unter Beteiligung von tausenden ... weiter

 

Frankreich: Allez…à la grande bleue!

„Allez les bleus - Auf geht’s die Blauen!“, rufen die französischen Fußballfans. Damit meinen sie die Trikotfarbe der Mannschaft. Diese interessiert mich weniger als „La grande bleue“: das Meer. Ich möchte euch eine besondere Art von französischer Einrichtung vorstellen: die marine Forschungsstation - la station de recherche maritime ou marine. In den Jahren nach 1850 entwickelte die Forschercommunity Frankreichs ein plötzliches Interesse für das Leben im Meer. Naturalisten bauten in der Zeit bis 1900 12 marine Forschungsstationen auf, die bis ... weiter

 

Allez les Blogs – Der Herrscher der Symmetrien

Symmetrie hat für die Chemie eine besondere Bedeutung: Die verschiedenen Spiegel- und Drehsymmetrien der Moleküle haben entscheidende Auswirkungen auf ihre Eigenschaften, um so mehr, je komplexer die Chemie wird: Das Leben selbst ist linkshändig. Doch die ersten Verbindungen von Symmetrie und Chemie stammen aus der Mineralogie, der Wissenschaft von den Kristallen[1]. ... weiter

 

Warum sind Findlinge rund?

Findlinge, also große Geschiebe mit einem Durchmesser von mehr als ½  Meter, haben meist eine mehr oder weniger rundliche Form. Das erscheint einem schon fast so typisch, dass man rundliche Felsblöcke, die unmotiviert in einer Landschaft herumliegen, gerne vorschnell für eiszeitliche Findlinge halten möchte. Mitunter dienen diese rundliche Felsblöcke dann so manchen Leuten als „Gegenbeweis“ zur etablierten Erdgeschichte. Als Geowissenschaftler weiß man dann oft nicht, ob man lachen oder weinen soll. ... weiter

 

Blockchain-Mania: Smart Contracts

Wer eine Steigerung von disruptiv, branchenrevolutionär und digitalisiert sucht, beschäftigt sich wohl gerade mit der Blockchain. Es ist das Thema, das derzeit für ungläubiges Kopfschütteln und frisches Wagniskapital sorgt. Kaum ein Vortrag über neue digitale Geschäftsprozesse kommt ohne die Blockchain aus. Die Blockchain ist eine Art signiertes, öffentlich einsehbares Logbuch, das auf vielen Rechnern verteilt gepflegt wird. Kryptoalgorithmen, der Einsatz von Rechenzeit aller Teilnehmer und in Software gegossene Vereinbarungen sorgen dafür, dass sie überall identisch vorliegt, unveränderbar ist und von ... weiter

 

Die Grundlage einer wunderbaren Mathematik

In meinem letzten Artikel „Cantors Einwand gegen Euklids Dimensionsbegriff“ machte Leser KRichard folgenden Kommentar: ... weiter

 

Das Walisische – eine uralte Sprache auf dem Weg in die digitale Zukunft

"Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch" – das ist laut dem Guiness-Buch der Rekorde der längste Ortsname in einem Wort. Der Ort liegt im Norden von Wales, der Name aber wirkt so fremdartig, als ob er aus einem ganz anderen Teil der Welt stammen würde. Wie ist das zu erklären? In Wales wird neben dem Englischen das Walisische gesprochen, das zur Gruppe der keltischen Sprachen gehört. Weitere keltische Sprachen gibt es heute noch in Irland, Schottland, Cornwall und in der Bretagne. Die keltischen Sprachen gehören zu der Familie der indogermanischen Sprachen, ... weiter

 

Gravitationswellen: Neues von LIGO

Seit dem ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen sind nun schon vier Monate vergangen. (Ich hatte hier die Grundlagen von Gravitationswellen beschrieben, hier die Detektoren, hier die Quellen, hier die Pressekonferenz mit der Bekanntgabe.) In der Zwischenzeit hat sich durchaus einiges getan. LISA Pathfinder beispielsweise, die Testplattform für die Technik eines weltraumgestützten Gravitationswellendetektors, hat ihre erste Testreihe abgeschlossen und konnte nachweisen, dass die technischen Voraussetzungen für solch einen Detektor gegeben sind – man kann zwei Testmassen hinreichend ungestört frei fallen lassen, ... weiter

 

Projektvorstellung: U-CUBE – Jugend forscht an thermischer Behaglichkeit

Dr. Milan Dlabal ist Physiker und Lehrer an der Gerhart Hauptmann Schule in Griesheim. Gemeinsam mit Schülern, Studenten und Doktoranden möchte er an der Schule eine Forschungseinrichtung aufbauen, die den Einfluss verschiedener Heizungssysteme auf die thermische Performance von Baumaterialien untersucht. Dazu hat er ein Projekt auf Sciencestarter gestartet. In diesem Beitrag erklärt er, wie und was genau erforscht wird und wie es zu der Zusammenarbeit mit Universitäten und Instituten kam. Kann eine Schule ein internationales Forschungszentrum aufbauen? Und wofür braucht man überhaupt ... weiter