Über Martin Ballaschk

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Martin Ballaschk ist Biologe und kommentiert und berichtet auf „Detritus“ über Themen, die für ihn von Interesse sind. Insbesondere das Wutbloggen hat sich für den Autor als effektive Therapiemaßnahme zur Aufarbeitung alltäglicher medialer Ärgernisse erwiesen, was sich auch im Namen des Ursprungsblogs „Gedankenabfall“ widerspiegelt.

Als Doktorand am Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie beschäftigt er sich seit Ende 2010 mit Lösungs-NMR-Spektroskopie, Proteinexpression in E. coli, und der Dynamik von verschiedenen HLA-B27-Antigenen, dessen Subtypen unterschiedlich mit der rheumatischen Erkrankung Spondylitis ankylosans assoziiert sind. Wer mehr darüber wissen will, kann im Blog unter der Kategorie „Immunbiologie“ suchen.

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Alle Posts von Martin Ballaschk

 
 

WHO: „Glyphosat wahrscheinlich krebserregend“

Geschrieben 1. August 2015

Ganz sicher krebserzeugend im Menschen: Sonnenlicht, alkoholhaltige Getränke oder Plutonium. Und Glyphosat, das beliebteste Unkrautvernichtungsmittel der Welt? Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC, der Weltgesundheitsorganisation WHO unterstellt, hat die Substanz kürzlich auf den Index gesetzt und klassifiziert sie fortan als „wahrscheinlich krebserzeugend“. Ganz sicher ist sich das Gremium aus 17 Experten aus 11 Ländern also noch nicht. Trotzdem besteht Anlass, etwas genauer hinzuschauen. ... weiter

Eltern in der Wissenschaft: Unterstützen, nicht ausgrenzen

Geschrieben 19. Juli 2015

Zuerst erschienen im Laborjournal (07/2015). Innere und äußere Zwänge treiben Familienmenschen aus dem Wissenschaftsbetrieb. Wollen wir etwas dagegen unternehmen? Kann ich gleichzeitig ein guter Vater sein und ein guter Wissenschaftler? Die endliche Zahl von Stunden wollen zwischen Familie und Beruf aufgeteilt werden. In der Wissenschaft ist das nicht anders, als in anderen Karriereberufen. Wer außer den Betroffenen selbst hält denn aber überhaupt eine Vereinbarkeit von Familienleben und wissenschaftlicher Karriere für wünschenswert? ... weiter

Hintertüren und Supergentechnik

Geschrieben 16. April 2015

Reispflanzen mögen es feucht, ersticken aber, wenn die über längere Zeit unter Wasser getaucht sind. Für Reisbauern, die über keine ausgeklügelten Entwässerungssysteme für ihre Felder verfügen, kann das bei starken Regenfällen zu einem großen Problem werden. Einige Reissorten überleben längere Zeit unter Wasser – ein einziges Gen namens Sub1 macht sie resistent. Als die Pflanzengenetikerin Pamela Ronald von der University of California in Davis das Sub1-Gen entdeckte, wollte sie dieses natürlich schnellstens für die Allgemeinheit verfügbar machen. Fertigen Sub1-Genreis hatte... weiter

Ist der Ruf erst ruiniert … Elsevier verkauft Open-Access-Artikel

Geschrieben 11. März 2015

Elsevier kann es nicht lassen. Jetzt hat sich das Verlagshaus einen Open-Access-Artikel bezahlen lassen, wie der Biologe Ross Mounce berichtet. „Die Autoren, oder ihre Geldgeber oder Institutionen bezahlten […] wahrscheinlich Geld, damit der Artikel weltweit frei zur Verfügung steht. Aber heute Nacht verkaufte mir Elsevier den Artikel über ihre ScienceDirect-Plattform.“ Der Artikel in der Fachzeitschrift Clinical Microbiology and Infection steht unter einer Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives International license – also einer eingeschränkt freien Lizenz, die die Weiterverbreitung bei Nennung der Urheber erlaubt, aber kommerzielle Nutzung... weiter

Der Science Hack Day Berlin geht in die zweite Runde

Geschrieben 13. Oktober 2014

Was entsteht, wenn man Künstler, Wissenschaftler und Computerfritzen zusammen mit 3D-Druckern und Werkzeugen für 48 Stunden in einen Hackerspace sperrt? Zum Beispiel Elektro-Tretroller, Datenhandschuhe, gedankengesteuerte Spiele und eine Laserlampe, die den biologisch äußerst aktiven Mikrokosmos eines Speicheltropfens an ihre Oberfläche projiziert. Für den Science Hack Day, der extra lange 48 Stunden dauert, kommen Kreative aus verschiedensten Disziplinen zusammen, um etwas Neues zu schaffen. Der Nutzen spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund steht der Spaß an der Sache und die extreme Interdisziplinarität – also das, was... weiter

Das öffentliche Bild der Wissenschaft ist falsch

Geschrieben 29. September 2014

Der wissenschaftliche Aufsatz bildet das Kernstück der Kommunikation von Wissenschaftlern untereinander und mit der Außenwelt. Aber: „Der wissenschaftliche Artikel in seiner orthodoxen Form vermittelt eine völlig missverstandene Auffassung – ja eine Karikatur – des Wesens von wissenschaftlichem Denken“ sagte der Biologe Peter Medawar schon in einer Rede von 19641. Das Bild, was wissenschaftliche Artikel und Lehrbücher vermitteln, ist das einer geradlinigen, objektiven, logischen Arbeitsweise: Hypothese werden entwickelt und experimentell überprüft, daraufhin angenommen oder verworfen, bis schließlich ein Durchbruch erreicht ist. Wissenschaftler/innen muten da... weiter